AT130769B - Verfahren und Apparat zur Herstellung von Tonfilmen mit Bildern in natürlichen Farben. - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Herstellung von Tonfilmen mit Bildern in natürlichen Farben.

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  Verfahren und Apparat zur Herstellung von Tonfilmen mit Bildern in natürlichen Farben. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren und einen Apparat zur Herstellung von Tonfilmen bzw. von Filmen, welche mit einem mehrfarbigen Raster für farbige Bilder versehen sind und eine Bahn für die Aufbringung der photographischen   Tonaufzeichnung   aufweisen. 



   Bei Filmen dieser Art befindet sich die photographisehe   Tonaufzeichnung   gewöhnlich auf einem schmalen Streifen des Films, welcher, gemessen von der inneren Kante der Löcher im Film, ungefähr 2'5 mm breit ist, auf einer Seite des Films seiner ganzen Länge nach entlangläuft und im nachstehenden   als Tonstreifen"bezeichnet ist.   



   Bei Filmen mit Bildern in natürlichen Farben ist es wichtig, dass der Tonstreifen völlig frei vom Farbenraster ist, da die verschiedenen Farben, aus denen der Raster besteht, den Lichtdurchgang stören und so störende Töne hervorrufen würden. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt die Herstellung eines Films mit Farbenraster und einem von Farben vollständig freien Tonstreifen. 



   Gemäss der Erfindung wird ein reiner Tonstreifen dadurch erzielt, dass man vorerst den Farbenraster auf der ganzen Fläche des Films anbringt und sodann von jenem Teil des Films, welcher den Tonstreifen bilden soll, oder von mehreren Längsstreifen einer breiten Filmbahn, die nachträglich der Länge nach in einzelne Filme zerschnitten wird, den Farbenraster durch ein mechanisches Mittel, z. B. mittels eines schabende Werkzeuges, entfernt. 



   Zweckmässig werden nach der Aufbringung des Farbenrasters und vor Anwendung des Schabwerkzeuges die Stellen, welche den bzw. die Tonstreifen bilden sollen, mit einem Weichmachungsmittel behandelt, z. B. mit einer Mischung von Butylacetat und Diacetonalkohol. 



   Ein Apparat zur   Durchführung   dieses Verfahrens besteht gemäss der Erfindung aus einem oder mehreren Trögen, welche ein flüssiges Weichmachungsmittel, z. B. die vorerwähnte Mischung, enthalten, je einer Walze, welche in das Weichmachungsmittel eintaucht und Flüssigkeit nur auf die für den Tonstreifen bestimmten Stellen der Filmbahn aufbringt, und einer Schabvorrichtung, welche den Farbenraster von den aufgeweichte Stellen entfernt. 



   Die Walzen können mit in Abständen angebrachten Ringen versehen sein, welche das Weichmachungsmittel in einer Anzahl von parallelen Streifen auf die Filmbahn aufbringen. Um den Abstand zwischen zwei benachbarten Streifen regulieren zu können, ist es zweckmässig, die Ringe auf den Walzen in der Längsrichtung der letzteren einstellbar anzubringen. 



   An der Peripherie der Ringe sind zweckmässig eine oder mehrere, enge Rillen angebracht, welche infolge der Adhäsion bzw. Kapillarwirkung die im Trog aufgenommene Flüssigkeit festhalten und so eine zweckdienliche Menge des Weichmachungsmittels auf die Filmbahn aufbringen. 



   Bei einer bevorzugten Ausführungsform beträgt die Breite der Ringe das Doppelte der Breite des Tonstreifens eines normalen Films, wobei in der letzteren Breite auch der Abstand vom inneren Rand der Löcher im Film bis zur äusseren Kante des Films mitinbegriffen ist, und der Abstand der Ringe, von Mitte zu Mitte gemessen, beträgt das Doppelte der Breite eines normalen Films, zuzüglich eines kleinen Betrages als Ausgleich für die   Schmälerung   durch Zusammenziehung, welche der Film bei der nachträglichen Aufbringung einer   Unterlagsschichte   und einer Emulsion erleidet. 

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 bzw. Führungswalzen vorgesehen, deren Durchmesser an den Stellen, wo die aufgeweichte Streifen darüberlaufen, kleiner ist als an den übrigen Teilen der Walzen, so dass diese Streifen die Walze nicht berühren. 



   Die zum Abkratzen bzw. Abschaben der Rasterschichte dienende Vorrichtung kann aus einem sich drehenden Zylinder mit mehreren über den Umfang verteilten Messern bestehen, welche an den aufgeweichten Längsstreifen angreifen. Dieser Zylinder wird zweckdienlich zwangläufig angetrieben, wobei seine Drehungsrichtung an der Berührungsstelle mit. dem Film entgegengesetzt der Bewegungsrichtung des Films bzw. der Filmbahn ist und seine Umfangsgeschwindigkeit mit Bezug auf den Film ungefähr 30 m per Minute beträgt. 



   Zwischen den Messern sind rundherum   Auflagestücke   eingesetzt, welche die Messer im Abstand halten und auf deren äusserer Fläche der Film während des Darübergehens über die Schabvorrichtung aufruht. Die Messerschneiden stehen um ein Geringes über die von den   Einsatz-bzw. Auflagestüeken   gebildete Mantelfläche vor, so dass sie am Film angreifen können. 



   Mit der so gebildeten Messerwalze sind zwei Führungswalzen kombiniert, welche, ebenso wie die Führungswalzen zwischen den Trögen, an den Stellen, wo die aufgeweichte Streifen darüberlaufen, ringförmige Vertiefungen aufweisen. Diese Walzen   können um   die Messerwalze herum in verschiedenen Abständen voneinander angesetzt werden, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, die Zeit, während welcher der Film mit der Messerwalze in Berührung bleibt, zu regeln. 



   Der Film wird durch den ganzen Apparat mit einer Geschwindigkeit von beispielsweise 3 m per Minute durchgezogen, u. zw. beispielsweise durch eine hinter der Messerwalze angeordnete Zugwalze mit Stiften od. dgl., welche in entsprechende Löcher der Filmbahn eingreifen. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Seitenansicht des gesamten Apparates mit Unterbrechungen in der   Längsrichtung,   Fig. 2 den dazugehörigen Grundriss mit korrespondierenden Unterbrechungen, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1 im vergrösserten Massstab, gesehen in der Richtung der Pfeile, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie   4--4   der Fig. 1 auch im vergrösserten Massstab und gesehen in der Richtung der Pfeile, Fig. 5 einen Schnitt durch die Messerwalze und Fig. 6 in Seitenansicht den Schaber samt den beiden damit kombinierten Führungsrollen. 



   Der Film 6, zweckmässig ein Zelluloseacetatfilm, versehen mit einer Kollodiumschichte, auf welche der Farbenraster aufgebracht ist, läuft ständig von der Vorratsspule   Sah ;   eine Federbremse 9 verhindert, dass dies zu schnell erfolgt. 



   Vorerst wird der Film abwechselnd über eine Anzahl von Führungswalzen 7 und Weichmachungswalzen 10 geführt. Letztere drehen sich in Trögen 12, welche das flüssige Weichmachungsmittel enthalten, z. B. eine Mischung von Butylacetat und Diacetonalkohol, welche Mischung durch Spiritus auf den erforderlichen Grad verdünnt ist. Gegegebenenfalls kann man der Flüssigkeit auch Aceton zusetzen. 



  Die Walzen 10 sind mit einer Anzahl von Ringen 13 ausgestattet, welche in die Flüssigkeit eintauchen und diese auf die Filmbahn in der Form von parallelen Längsstreifen auftragen. 



   In der Zeichnung sind der Einfachheit halber auf jeder Walze 10 nur drei Ringe 13 dargestellt. 



  In der Praxis werden, wenn eine Filmbahn der üblichen Breite von ungefähr 53 cm bearbeitet werden soll, sieben solcher Ringe auf jeder Walze vorgesehen. Diese Ringe sind am Umfang mit engen Rillen 14 versehen, welche durch Kapillarwirkung die aus dem Troge aufgenommene Flüssigkeit festhalten, so dass eine zweckdienliche Menge derselben auf den Film aufgebracht wird. 



   Jede Führungswalze 7 weist an den Stellen, wo die weiehzumachenden bzw. aufgeweichte Streifen darüberlaufen, ringförmige Vertiefungen 15 auf, deren Breite jener der Ringe 13 entspricht, so dass also die Streifen, auf welche Flüssigkeit aufgetragen wurde, mit dem Umfang der Führungswalzen nicht in Berührung kommen. 



   Nachdem die Filmbahn über die Weichmachungswalzen gegangen ist, gelangt sie zum Schaber 11. 



  Dieser besteht aus dem rotierenden Zylinder 18 mit einer Anzahl rundherum angeordneter Messer 16. 



  Zwischen den Messern sitzen die Einsatzstücke 17, auf welchen die Filmbahn aufliegt, wenn sie über den Schaber geht. Letzterer wird zwangläufig so angetrieben, dass seine Drehungsrichtung am Film entgegengesetzt ist der Bewegungsrichtung des Films, zweckmässig mit einer Geschwindigkeit, welche dem sich 
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 ihre Schneiden um ein ganz Geringes über   dieEinsatzstücke17hinausragen,   wie dies in Fig. 5 veranschaulicht ist. Diese Messer sind so breit und so angeordnet, dass sie mit den aufgeweichte Streifen der Filmbahn zusammenfallen. Sie schaben oder schneiden daher die aufgeweichte Kollodiumschichte samt dem auf bzw. in derselben befindlichen Farbenraster in Längsstreifen ab, welche so breit sind wie die Ringe   1. 3   auf den Weichmachungswalzen 10. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 6 sind die Enden der Messer Ma gekrümmt und die Schneiden verlaufen eben mit der Mantelfläche der Einsatzstücke 17. Zwei Führungswalzen 23 und 24 mit Vertiefungen, gleich jenen der früher erwähnten Führungswalzen, halten die Filmbahn, während sie über den Schaber geht, straff gespannt. Es wird daher während des Abschabens der Kollodiumschichte mit 

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Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 4> 8. Apparat nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch Führungswalzen oder Rollen, welche zwischen den Weichmachungswalzen angeordnet und mit ringförmigen Vertiefungen in einer derartigen Anordnung versehen sind, dass die mit Weichmaehungsflüssigkeit benetzten Streifen der Filmbahn über diese Ver- tiefungen hinweggehen, ohne die Führungswalze zu berühren.
    9. Apparat nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschabvorrichtung aus einem rotierenden Zylinder besteht, welcher ein oder mehrere, über seinen Umfang verteilte Messer trägt, wobei letztere so bemessen und angeordnet sind, dass sie nur an den weichgemachte Stellen angreifen.
    10. Apparat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schabvorrichtung zwangläufig angetrieben wird, wobei ihre Drehungsrichtung der Bewegungsrichtung des Films entgegengesetzt ist und ihre Umfangsgeschwindigkeit dem Film gegenüber ungefähr 30 m per Minute beträgt.
    11. Apparat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Messern Einsatzstüeke angebracht sind, auf welchen der Film aufmht, während er über die Schabvorriehtung hinweggeht, und die Schneiden der Messer um ein Geringes über die Aussenfläche der Einsatzstücke vorragen, so dass sie in die Fläche des Films einschneiden.
    12. Apparat nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Schabvorrichtung zwei Führungsrollen oder-walzen vereinigt sind, die zweckmässig an den von den Tonstreifen bestrichenen Stellen mit Vertiefungen versehen und so gelagert sind, dass ihr Abstand voneinander geändert werden kann zwecks Regelung der Zeit, während welcher der Film mit der Schabvorrichtung in Berührung kommt.
    13. Apparat nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch eine hinter der Schabvorrichtung angeordnete Zugwalze, die beispielsweise mit Löchern im Film so zusammenarbeitet, dass sie den Film mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 3 m per Minute durch den Apparat zieht. EMI4.1
AT130769D 1930-06-14 1931-06-11 Verfahren und Apparat zur Herstellung von Tonfilmen mit Bildern in natürlichen Farben. AT130769B (de)

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