<Desc/Clms Page number 1>
Scheinwerfer für Fahrzeuge.
Die bisher in Verwendung stehenden Scheinwerfer an Fahrzeugen haben wohl die drei unbedingt erforderlichen Beleuchtungsarten der vor dem Wagen liegenden Strassenfläche (nämlich das Stadtlicht, die Vorfeldbeleuchtung und das Scheinwerferlicht) erreicht, doch haften diesen üblichen Bauweisen noch sehr wesentliche Fehler an, die nicht nur ein häufiges Umschalten von einer Beleuchtungsart auf die andere erfordern, sondern auch gerade die jeweils erforderliche Beleuchtung überhaupt nicht abgeben (z. B. beim Einfahren in eine Kurve, Suchen von Hausnummern, Lesen von Wegweisern usw.).
Die Folge dieser mangelhaften Beleuchtung war die gesonderte Anbringung der sogenannten Sucherscheinwerfer am Wagen, die eine willkürliche aber umständliche Raumeinstellung dieser Lichtquelle von Hand aus gestatten.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezweckt die Erreichung aller beim Fahren erforderlichen Beleuchtungseffekte durch einen einfach gebauten Scheinwerfer mit nur einer entsprechend gebauten Glühlampe.
Die Zeichnung 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Erfindungsgegenstand.
Im Brennpunkt eines Parabolspiegels 12 ist eine an und für sich bekannte dreifadige Glühlampe 4 angeordnet, deren unvertauschbare Anschlüsse so vorgesehen sind, dass in bekannter Weise der stark leuchtende Glühfaden 1 genau im Brennpunkt des Parabolspiegels 12 zu liegen kommt, wogegen der zweite, ebenfalls stark leuchtende Glühfaden 2 ober dem Faden 1 angeordnet ist. Faden 1 liefert daher das axial aus dem Parabolspiegel austretende weittragende Scheinwerferlicht, der Faden 2 die Vorfeldbeleuchtung, der schwachkerzige dritte Faden 3 dient auf beleuchteten Strassen als Signallicht.
Knapp vor der zentral angeordneten Glühlampe 4 ist eine Mattscheibe M vorgesehen, die senkrecht auf der Achse 0 X stehend, so bemessen ist, dass von keiner Stelle ausserhalb des Scheinwerfers einer der beiden stark leuchtenden Lampenfäden. 1, 2 unmittelbar gesehen werden kann. Die Scheibe wird von der Glühlampe gTell beleuchtet und sendet diffuses Licht allseitig aus. In dem durch den Winkel c gekennzeichneten Ringraum wird also starkes diffuses Licht seitlich aus dem Scheinwerfer treten und eine nichtblendende allseitige Vorfeldbeleuchtung erreicht werden. Unterstützt wird diese Beleuchtung noch durch die diffuse Lichtausstrahlung der der Glühlampe zugekehrten Seite, die ebenfalls über den Parabolspiegel ins Freie tritt.
Diese kreisrunde Mattscheibe 13 ist im Teil 16 leicht auswechselbar befestigt, um einerseits eine bequeme Reinigung, anderseits einen raschen Austausch dieser Scheibe zu erreichen. Wird aber diese Mattscheibe aus gelben Glas gefertigt, so ist das aus dem Scheinwerfer tretende zerstreute Licht stark gelb und erhöht bei Fahrten im Nebel wesentlich die Sicherheit des Fahrens. Auch kann die Farbe dieser Scheibe als Kennzeichen für bestimmte bevorrechtete Wagentypen dienen.
Um noch mehr seitlich aus dem Scheinwerfer heraustretendes gut zerstreutes Licht zu erhalten, ist ausser der Mattscheibe 18 noch ein ebenfalls um die Achse 0 X zentral angeordneter Ring 14 aus lichtzerstreuendem uud gut reflektierendem Material vorgesehen. Die Flächenelemente dieses Ringes stehen gegen die Achse 0 X unter einem Winkel o,. geneigt ; auf sie treffen vor allem Teile der kräftigen, parallel zur Achse 0 X gerichteten Strahlen d, die dann bei entsprechender Wahl des Winkels a fast senkrecht zur Parabolachse, seitlich gegen den Rand des Scheinwerfers reflektiert werden und derart die Seiten-
EMI1.1
seines Umfanges, ausgebildet erscheint ;
es genügt, dass je nach Stellung und Zahl der Scheinwerfer am Wagen nur Teile desselben vorgesehen werden, um nur soviel vom parallel zur Achse 0 X austretenden
<Desc/Clms Page number 2>
Strahlenbündel zur Seitenstrahlung zu verwenden, als es der Zweck derselben erfordert. Die Mattscheibe 13 und der Reflektorring 14 werden zweckmässig durch die Tragelemente 15, 16 und 17 zu einer Einheit vereinigt, die mit Hilfe einer Schraube 18 an der den Scheinwerfer abschliessenden Glasscheibe 22 befestigt ist.
Derartige konische Streuflächen wurden schon früher verwendet, doch wurden dieselben als volle Kegel ausgebildet und dienten als Lampenträger. In der vorliegenden Bauweise ermöglicht die Ausbildung der Streufläche 14 als Ring den ungehinderte. n Durchgang der von der Mattscheibe 13 ausgesendeten zerstreuten Lichtstrahlen a, wodurch der Effekt der Scheibe 13 fast nicht behindert wird, indem für den aussenstehenden Beschauer der'Ring. M als Fortsetzung der Seheibe 13 erscheint.
Um die Einbauten 13-18 für den-Beschauer unsichtbar zu machen, kann das zentrale Feld der
EMI2.1
legt) diffuses Licht reflektierende Flächen angeordnet sind, die gegenüber der Parabolachse eine solche Neigung (a) haben, dass das parallel zur Achse auf diese Fläche einfallende Licht seitlich, fast senkrecht zur Parabolachse abgelenkt wird, um ausserhalb des Axiallichtes auch genügend seitliche Beleuchtung der zu befahrenden Fläche zu erhalten.