AT128743B - Wechselstrom-Kollektormaschine. - Google Patents

Wechselstrom-Kollektormaschine.

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AT128743B
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AT
Austria
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different
collector
winding
armature
brushes
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Inventor
Alfred Dr Ing Grabner
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke Wien
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Description


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    Wechselstrom-Eollektormaschine.   



   Bei   Wechselstrom-Kollektormaschinen   mit   Schleifenwieklung   im Anker ist die   transformatoriscl'   induzierte Spannung zwischen zwei benachbarten Lamellen von der Grösse des magnetischen Feldes abhängig, welches die Schleife, an die die Lamellen angeschlossen sind, durchsetzt. Will man die transformatorisehe Spannung zwischen zwei benachbarten Lamellen klein halten, so ist es notwendig, den magnetischen Fluss pro Pol klein zu wählen ; dies führt bei grösseren Leistungen zu Maschinen mit kleiner Polteilung und Kollektoren mit sehr hoher Bolzenzahl. Die Vielpoligkeit der Maschine bedingt z.

   B. bei   Einphasenreihenschlussmotoren   bei   grösseren Drehzahlen   eine hohe Frequenz im Anker, die hohe Bolzenzahl des Kollektors hat grosse Bürstenreibungsverluste zur Folge, welche den Kollektor stark erwärmen. 



   Nach dem gegenwärtigen Stand der Entwicklung der Baustoffe ist die grösstmögliche Polzahl nicht durch die durch die hohe Ankerfrequenz bedingten Eisenverluste begrenzt, sondern durch die Kollektorreibungsverluste. Bei zu dichter Biirstenbesetzung am Kollektor ist die erzeugte Reibungwärme nicht mehr ausreichend abzuführen. 



   Ein weiteres Hindernis, das einer Erhöhung der Polzahl und somit einer Verkleinerung der trans-   formatorisehen   Lamellenspannung entgegensteht, ergibt sich daraus, dass bei zu kleiner Bürstenteilung die Bürstenhalter nicht mehr ohne Überschlagsgefahr unterzubringen sind. 



   Man hat sich schon dadurch zu helfen gesucht, dass man die in der Umfangsrichtung aufeinanderfolgenden Bürsten abwechselnd in achsialer Richtung um die   Bürstenbreite   gegeneinander versetzte. 



  Diese schachbrettartige Anordnung der Bürsten benötigte aber doppelte Kollektorlänge, ohne dass die   Übersehlagsgefahr   zwischen Bürstenhaltern verschiedener Polarität wesentlich vermindert wurde. 



   Bei Einankerumformern für hohe Spannungen wurde schon versucht, die Plus-und Minusbürsten auf je einem Kommutator zu verschiedenen Seiten des Ankers anzuordnen. Dies führte jedoch nicht zu dem gewünschten Erfolg. Es blieb zwar der mit den positiven Bürsten besetzte Kommutator glatt, der andere aber zeigte in kurzer Zeit Riefenbildung, wodurch ein klagloser Dauerbetrieb unmöglich wurde. 



   Nach der Erfindung werden bei   Wechselstromkollektormasehinen   die Kollektorbürsten für Stromzuleitung und für Stromabnahme auf verschiedenen Seiten des Ankers auf getrennten Kollektoren untergebracht, ohne dass die vorerwähnten Nachteile auftreten. Da die Bürsten bei Wechselstrom-Kollektormaschinen kein einseitig polares Verhalten aufweisen, kann durch die Erfindung die abführbare Kollektorreibungswärme und somit auch die Polzahl auf das doppelte gesteigert werden, ohne dass sich dies nachteilig auf die Kollektoren auswirkt. Es wird also möglich, ohne weiteres betriebsfähige Wechselstrom-   Kollektormaschinen   mit so grosser Polzahl auszuführen, dass auch bei hoher Netzfrequenz grössere Leistungen bei kleiner transformatorischer Lamellenspannung untergebracht werden können. 



   Zweckmässig wird die Anordnung so getroffen, dass die zwischen aufeinanderfolgenden ungleichnamigen Bürsten liegenden   Wicklungszweige sämtlich   die gleiche Anzahl von stromführenden Wicklungstäben haben, so dass die Ohmschen Widerstände dieser Wieklungszweige untereinander gleich sind. Es ist dann zwar im allgemeinen nicht zu vermeiden, dass positiver und negativer Strombelag am Ankerumfang ungleich gross sind, durch Wahl entsprechend ungleicher Amperewindungszahlen für die Kompensationswicklung kann dies jedoch ausgeglichen erden. 



   In der Zeichnung ist ein beispielsweises Wicklungsschema einer Wechselstrom-Kollektormaschine nach der Erfindung gezeigt.   K1   und   K2   bedeuten die zu beiden Seiten des Ankers angeordneten Kollektoren 

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 EMI2.1 
 die Strombeläge des Ankers unter ungleichnamigen Polen verschieden gross. In dem einen Fall kommen auf den Pol zwölf   stromdurehflossene   Wicklungsstäbe, im andern Fall nur zehn. Bei unkompensierter Maschine wäre also der induktive Widerstand der einzelnen Wieklungszweige verschieden, in den aufeinanderfolgenden Zweigen würden verschieden grosse Ströme   fliessen,   wodurch sieh Schwierigkeiten in der Kommutierung ergeben.

   Um dies zu verhindern, müssen ausser den Ohmschen Widerständen auch die induktiven Widerstände der Wieldungszweige einander gleich sein. Letzteres lässt sich am zweckmässigsten dadurch erreichen, dass auch die   Kompensationsampere\'indungen   auf ungleichnamigen Polen entsprechend den verschieden grossen Ankerstrombelägen unter diesen verschieden gross gemacht werden. Es führen dann alle Ankerstromzweige gleich grosse Ströme. Zweckmässig kann die Stromzuführung und Stromabnahme der   Kompensationswiddung   ebenfalls auf verschiedenen Seiten des Ständers liegen. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:     1. Wechselstrom-Kollektormaschine,   insbesondere für höhere Netzfrequenz als   16#   Hertz, dadurch gekennzeichnet, dass die   weehselstromführenden   Kollektorbürsten für Stromzuleitung und Stromabnahme auf verschiedenen Seiten des Ankers auf getrennten Kollektoren untergebracht sind.

Claims (1)

  1. 2. Wechselstrom-KoIlektormaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen aufeinanderfolgenden ungleichnamigen Bürsten liegende Wicklungszweige (zweckmässig sämtliche) die gleiche Anzahl von stromführenden Wicklungsstäben haben und die Kompensationsamperewindungen auf ungleichnamigen Polen entsprechend den verschieden grossen Ankerstrombelägen unter diesen verschieden gross sind.
    3. Wechselstrom-Kollektormaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromzuführung und Stromabnahme der Kompensationswicklung auf verschiedenen Seiten des Ständers liegen. EMI2.2
AT128743D 1931-03-20 1931-03-20 Wechselstrom-Kollektormaschine. AT128743B (de)

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