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Fliissigkeitszerstäuber mit liegendem Schnellumlauf-ScleuderteIIer zur Bekämpfung von Pflanzen- schädlingen.
Vorliegende Erfindung hat einen Flüssigkeitszerstäuber mit liegendem Schnellumlauf-Schleuder- teller zum Gegenstand, mittels welchem die Vernebelung von Flüssigkeiten zur Schädlingsbekämpfung vorgenommen werden kann.
Flüssigkeitszerstäuber wurden bisher derart ausgeführt, dass zur Feinzerstäubung bzw. Vernebelung der Flüssigkeit ein liegender kreisrunder Sehnellumlaufteller vorgesehen war, dessen mittlerem Teil die zu zerstäubende Flüssigkeit zugeführt wurde. Solche Flüssigkeitszerstäuber weisen jedoch den Nachteil auf, dass selbst bei sehr hoher Drehzahl der die Zerstäubung besorgenden Scheibe eine vollständige Vernebelung nicht eintreten kann, da die einzelnen zu zerstäubenden Flüssigkeitsteilchen eine zu geringe Zeitspanne auf dem Schleuderteller verbleiben und zufolge der auf sie wirkenden Zentrifugalkraft sofort in grösseren Tropfen nach aussen gedrängt und über den Rand des Tellers geschleudert werden.
Es sind auch Ausführungen bekannt, bei welchen man diesem Übelstande dadurch zu begegnen trachtete, dass man die Randfläche des zur Zerstäubung dienenden Tellers flaehkegelig aufkantete, so dass der den Sehleuderteller begrenzende Rand einen die Schleuderströmung brechenden bzw. zersprühenden Um- flächenstreifen bildete. Auch einer derartigen Konstruktion haftet jedoch der Nachteil an, dass die Zerstäubung bzw. Vernebelung nicht in jenem Masse durchgeführt werden kann, wie dies erwünscht ist,
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Zerstäubung nicht in Betracht kommt.
Gegenstand der Erfindung ist nun ein Flüssigkeitszerstäuber mit liegendem SehnellumlaufSchleuderteller, dessen Schleuderkreisteller einen gegen ihn geneigten, strombrechenden Umflächenstreifen, z. B. flachkegeligen Randstreifen, besitzt und der als besonderes Merkmal mehrere am Schleuder-
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rillen, aufweist.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt
Fig. 1 die gesamte Vorrichtung zum Versprühen der Flüssigkeit in einem Aufriss ;
Fig. 2 die am hinteren Ende der Vorrichtung angebrachte eigentliche Zerstäubervorrichtung im teilweisen Längsschnitt und in grösserem Massstabe.
1 ist ein Flüssigkeitsbehälter, in welchem die zu zerstäubende Flüssigkeit an Ort und Stelle gebracht wird und der auf einem Wagengestell 2 mit Rädern 3 gelagert ist. Auf die Radachse 4 ist ein Kettenrad 5 aufgekeilt, um welche eine Kette 7 geschlungen ist, die ihrerseits zu einem im hinteren Teil der Vor-
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gekuppelt sind. Auf der in einem Gehäuse 13 gelagerten Welle des Kettenrades 10 sitzt im Innern des Gehäuses ein Schneckenrad-M, das mit einer entsprechenden Schnecke 21 in Eingriff steht. Am unteren Ende der Welle dieser Schnecke ist der Zerstäuberteller 24 befestigt.
In den mittleren Bereich dieses Tellers ist vom Flüssigkeitsbehälter 1 eine Leitung 12 geführt, in welche eine Vorrichtung 11 zur Rege-
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sein, dass sie auch bei verschiedenen Flüssigkeitsständen im Innern des Flüssigkeitsbehälters immer ein und dieselbe Ausflussgesehwindigkeit der Flüssigkeit bewirkt.
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Lager 20 vorgesehen, die in der Figur als Kugellager dargestellt sind und die zur Abstützung der Welle 21 des Zerstäubertellers 24 dienen. Die Welle 21 trägt zwischen den beiden Lagern 20 eine Schnecke 21, welche mit dem Schneckenrad 14 in Eingriff steht. Das Übersetzungsverhältnis zwischen der Welle 15 und der Schneckenwelle 21 kann demgemäss sehr bedeutend gewählt werden.
Unterhalb des unteren Lagers 20 geht die Welle 21 in eine dünnere, den Zerstäuberteller 24 tragende Spindel über, die unterhalb des unteren Lagers 20, an der Stelle, wo das Gehäuse ein die Zerstäubertellerspindel 21 umschliessendes Rohr bildet, einen zweckmässig auswechselbaren Teil 23 besitzt, der zur Verteilung der aus der Mündung 22 des Rohres 12 austretenden Flüssigkeit über den Zerstäuberteller 24 dient. Der Zerstäuberteller 24 umschliesst mit einer Büchse 25 das äusserste Ende der Zerstäubertellerwelle 21 und ist mittels einer Mutter 26, deren Gewinde sich am unteren Ende der Spindel befindet, mit der Welle 21 auf Drehung verbunden. Der Teller 24 ist somit abnehmbar und kann durch anders geformte, dem jeweiligen Zweck entsprechende Teller ersetzt werden.
Der Zerstäuberteller 24 ist aus Blech hergestellt und besitzt in der Mitte einen ebenen kreisförmigen Boden 28. Ausserhalb des Bereiches des ebenen Bodens 28 ist der Teller schwachkegelförmig aufgezogen und besitzt in diesem Teile eingepresste gleichaehsige Kreisrillen 27.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende :
Die Flüssigkeit strömt zufolge der Schwerkraft aus dem Behälter 1 durch die Regelvorrichtung 11 in die Leitung 12 und gelangt durch diese auf den mittleren Teil des Tellers 24. Wenn nun der Wagen über das Gelände gezogen wird, so dreht sich dessen Radachse 5 und somit auch das auf diese Achse aufgekeilte Kettenrad 6. Diese Drehbewegung wird vermittels der Kette 7 auf das im Kapselgehäuse 1. 3 des hinteren Wagenteiles gelagerte Kegelrad 10 im entsprechenden Übersetzungsverhältnis übertragen und desgleichen auch auf das im Innern des Gehäuses 13 gelagerte Schneckenrad 14, das mit dem Kettenrad 10 auf gemeinsamer Welle 15 sitzt. Durch das Schneckenrad 14 wird die Schnecke 21 und somit auch die Tellerspindel in entsprechendem Übersetzungsverhältnis angetrieben.
Zufolge der zweifachen Übersetzung wird sich der Zerstäuberteller 24 auch bei langsamer Wagenfahrt mit bedeutender Umfangsgeschwindigkeit drehen und die auf ihn mittels der Leitung 12 geförderte Flüssigkeit nach aussen schleudern.
In dem ebenen Teil des Zerstäubertellers wird hiebei keine eigentliche Vernebelung stattfinden, da den nach aussen geführten Tropfen kein entsprechendes, die Zerstäubung und Vernebelung besorgendes Hindernis entgegenwirkt. An der Übergangsstelle des ebenen Teiles in den schwachkegelförmig gekrümmten Teil des Schleudertellers 24, an welcher die Rille 27 in den Teller eingearbeitet ist, wird jedoch, zufolge der plötzlichen Unstetigkeit der Bahn der nach aussen geschleuderten Tropfen, eine ausgiebige Zerstäubung und Vernebelung derselben stattfinden. Gleichzeitig wird auch die Geschwindigkeit, mit der sich die Tropfen nach aussen bewegen, zufolge dieses Hindernisses bedeutend vermindert, so dass die einzelnen Tropfen längere Zeit auf dem Schleuderteller zurückgehalten werden.
Nach Durchlaufen eines weiteren, ausserhalb dieser Rille 27 gelegenen Bereiches des Schleudertellers 24 gelangen die bisher nicht zerstäubten Tropfen zu einer zweiten kreisförmigen Rille 27, wo der restliche Teil der Flüssigkeitstropfen zerstäubt und vernebelt wird. Durch entsprechende Wahl der Anzahl dieser Rillen kann erreicht werden, dass die gesamte auf den mittleren Teil der Scheibe geförderte Flüssigkeit diese in Nebelform verlässt, so dass über den äusseren Rand des Zerstäubertellers 24 überhaupt keine Flüssigkeit tritt.
Der Nebel steigt vielmehr von dem Teller auf und wird durch die zufolge der Bewegung des Tellers auftretende Luftzirkulation schräg nach aussen befördert. In einem ausserhalb des Zerstäubertellers liegendem Bereich ist die Wirkung der Luftzirkulation nicht mehr bemerkbar, so dass in diesem Bereich die Bewegung der Nebel nach aussen aufhört und die einzelnen feinsten Flüssigkeitsteilchen dieses Nebels langsam auf den mit der Flüssigkeit zu benetzenden Boden niedersinken.