AT127558B - Vorrichtung zum Aufbewahren und zum Transport verflüssigter Gase bei tiefer Temperatur. - Google Patents
Vorrichtung zum Aufbewahren und zum Transport verflüssigter Gase bei tiefer Temperatur.Info
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Description
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Vorrichtung zum Aufbewahren und zum Transport verfliissigter Gase bei tiefer Temperatur.
Gase, welche wegen der tiefen Lage ihres kritischen Punktes nur bei tiefer Temperatur verflüssigt und flüssig aufbewahrt werden können, wurden bisher zur möglichst langen Erhaltung der tiefen Temperatur bei gewöhnlichem Druck in offenen, gut wärmeisolierenden Gefässen aufbewahrt und transportiert.
In solchen Gefässen bleibt das verflüssigte Gas dauernd auf seinem Siedepunkt, und von aussen eindringende Wärme bewirkt nur das Verdampfen einer entsprechenden Menge der Flüssigkeit, die infolgedessen an Menge stetig abnimmt.
Um diesen Substanzverlust wenigstens zeitweilig zu verhindern, ist vorgeschlagen worden, als Aufbewahrungs-oder Transportgefäss einen von einer Wärmeschutzhülle umgebenen, druekfesten Kessel zu verwenden, der mit einem durch ein Ventil verschliessbaren Gasabzugsrohr versehen ist. Die Aufbewahrung kann dann so lange dauern, bis der Druck so hoch gestiegen ist, als es der Kessel sicher verträgt.
Um die Temperatur des zu transportierenden Gases möglichst lange tief zu halten, werden erfindungsgemäss die folgenden Massnahmen getroffen.
1. Innerhalb der Wärmeschutzhülle noch ein zweiter verschliessbarer druckfester Kessel angeordnet, der mit einem geeigneten zweiten verflüssigten Gas gefüllt ist. Zwecks guten Wärmekontaktes wird der zweite Kessel in den ersten eingebaut oder umgekehrt. Der zweite Kessel, der nur als Kältespeicher dient, wird mit einem geeigneten zweiten flüssigen Gas, z. B. flüssiger Luft, gefüllt, welches man nach Bedarf verdampfen lassen kann. Dadurch kann die Temperatur im ganzen System konstant oder genügend tief gehalten werden, ohne dass von dem ersten Gas etwas verdampfen muss. Dies ist z. B. dann wünsehenswert, wenn das erste Gas kostbar oder feuergefährlich oder giftig ist.
2. Dem ersten Gas wird ein zweites flüchtiger es Gas flüssig zugemischt, welches verdampfen und so die Temperatur niedrig halten kann, ohne dass wesentliche Mengen des ersten Gases dabei mitverdampfen.
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1. Der zu isolierende Kessel wird mit vielen Schichten von Papier, Stoff oder ähnlichem Material, dessen Oberfläche wellig ist, umwickelt.
2. Der liegend angeordnete zylindrische Kessel ruht nur mittels zweier in der Mitte seiner beiden Stirnflächen angebrachten Zapfen auf dem tragenden Holzgerüst.
3. Der Kessel ist durch vertikale Zwischenwände in Kammern unterteilt, um die konvektive Wärmebewegung und die Reibungswärme zu vermindern. Die Zwischenwände haben nur oben und unten kleine Öffnungen, um die Kommunikation von Gas und Flüssigkeit zu ermöglichen. Statt der Zwischenwände können auch lose eingeschüttete Füllkörper, wie z. B. Raschigringe, zum selben Zweck dienen.
Soll dem Kessel Gas entnommen werden, so kann zeitweilig eine raschere Verdampfung erwünscht sein, welche auf eine der folgenden Arten bewirkt wird. Herrscht im Kessel Unterdruck und soll die Flüssigkeit zwecks weiterer Aufbewahrung möglichst kalt bleiben, so wird das Gas durch eine Vakuumpumpe abgesaugt. Herrscht Überdruck, so strömt das Gas beim Öffnen des Ventils von selbst aus und kann nötigenfalls noch einen Druckregler passieren. Um raschere Verdampfung zu bewirken, ist ein Stück der Wärmeschutzhülle wegklappbar und in jeder Lage feststellbar angeordnet.
Ferner ist eine beschleunigte und gut dosierbare Verdampfung erzielbar durch Zirkulierenlassen einer Heizflüssigkeit von tiefem Erstarrungspunkt (Pentan) oder Hindurchleiten eines sieh dabei kondensierenden Gases durch ein in den Kessel eingebautes Schlangenrohr. Um endlich sofort grosse Mengen zu verdampfen, ohne den ganzen Kessel zu erwärmen, drückt, saugt oder pumpt man durch das Steigrohr
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Flüssigkeit aus dem Kessel in ein ausserhalb stehendes Verdampfungsgefäss, welches seinerseits wieder ein Gasabzugsrohr hat. Das Zirkulieren der Heizflüssigkeit oder das Austretenlassen des flüssigen Gases in den Verdampfer kann auch durch eine Druekreglermembran gesteuert werden, welche vom Druck im Kessel bzw. vom Druck im Verdampfungsgefäss beeinflusst wird.
Beispiel : In einem wärmeisolierten Kessel von 3000 l Inhalt sind 1200 kg flüssiges Methan bei - 1640 zu transportieren. Wäre der Kessel offen, so würden 8'5 leg Methan pro Stunde verdampfen und die Temperatur konstant bleiben, bis alles verdampft ist. Verschliesst man den Kessel, so steigt die Temperatur um 3 pro Stunde, also in 10 Stunden um 30 , und der Druck dementsprechend um 6 Atm. Man kann also in einem Kessel, der 6 atit aushält, einen 10stÜndigen Transport durchführen, ohne dass Methan unterwegs verlorengeht.
Ist in den Transportkessel ein kleiner offener Kessel eingebaut, der mit 220 legflüssiger Luft gefüllt ist, und ist auch das Methan auf die Temperatur der flüssigen Luft gebracht worden, so verdampft zunächst nur die flüssige Luft, und die Temperatur steigt nicht Über -1830, bevor die flüssige Luft verdampft ist, was etwa 10 Stunden dauert. Im Kessel, in welchem das Methan transportiert wird, herrscht dabei Unterdruck. Erst nach noch weiteren 16 Stunden ist die Temperatur so weit gestiegen, dass wieder ein Druck von 6 atü herrscht, so dass der ganze Transport nun 26 Stunden dauern kann, ohne dass Methan verlorengegangen ist.
PATENT-ANSPRücHE :
1. Vorrichtung zum Aufbewahren und zum Transport verflüssigter Gase bei tiefer Temperatur unter Verwendung von zwei in einer gemeinsamen Schutzhülle untergebrachten in Wärmekontakt stehenden Gefässen, dadurch gekennzeichnet, dass beide Gefässe druckfest sind.
Claims (1)
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gefässe mit ihrem Flüssigkeitsinhalt in Berührung stehen.3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem zu transportierenden Gas ein flüehtigeres Gas flüssig zugemischt wird, welches verdampfen kann, ohne dabei wesentliche Mengen des ersten Gases mitzunehmen.4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3 mit einer Wärmeisolierung aus Papier, dadurch gekennzeichnet, dass gewelltes Papier in vielen Lagen um den Kessel gewickelt ist.5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Kessel nur mittels zweier Zapfen auf einem hölzernen Traggerüst aufruht.6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in den Kesseln vertikale Zwischenwände mit kleinen Öffnungen eingebaut oder Füllkörper eingesetzt sind, zum Zweck, die konvektive Wärmebewegung und die Reibungswärme zu vermindern.7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Entnahme des aufbewahrten Gases durch Absaugen der Dämpfe mit einer Vakuumpumpe geschieht, um die Verlängerung der Aufbewahrungsdauer zu ermöglichen.
Applications Claiming Priority (1)
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| AT127558T | 1929-05-23 |
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1929
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