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Offenes Umwälzsslter mit rechteckigem Querschnitt.
Bei Filteranlagen für Wasser und sonstige Flüssigkeiten, die nach dem Umwälzverfahren für die Reinigung des Filtermaterials arbeiten, ist der Umwälzapparat zentral gelegen und in einem zylindrischen Gefäss zentral situiert.
Das zylindrische Gefäss hat den Vorteil, dass durch die Tätigkeit des Umwälzapparates, bestehend aus Düse, Strahlrohr, sämtliches Filtermaterial gleichmässig zu der an tiefster Stelle der Anlage befindlichen Düse abrutscht, zentral durch das Strahlrohr hochgefordert und wieder gleichmässig an die Oberfläche des Filtermaterials verteilt wird.
Der runde Querschnitt des Filters hat den Nachteil, dass eine gegebene Bodenfläche nicht voll, zwecks Schaffung einer grösstmöglichen Filterfläche, ausgenützt werden kann.
Wenn jedoch die Möglichkeit gegeben ist. die Filterkonstruktion nach dem Umwälzverfahren auch in einem rechteckigen Gefässe anzuwenden, so wird die gegebene Bodenfläche besser ausgenutzt werden können (um zirka 30 /n).
Der rechteckige Querschnitt der Filterfläche für einen Umwälzfilter zwecks Reinigung des Filtermaterials hat den Nachteil, dass die Sandpartikelchen, die in den Kanten des Gefässes gelagert sind, den Umwälzprozess nicht gleichmässig mitmachen, dass sie sich von den Gefässwandungen nicht loslösen, wodurch der Reinigungseffekt des Filtermaterials stark beeinträchtigt wird. Bei der darauffolgenden Filterperiode finden in den Kanten des rechteckigen Filterapparates Nestbildungen statt, es bilden sich Klumpen des Filtermaterials mit den Verunreinigungen des Wassers, die für den Filterprozess nachteilig sind.
Die Klumpenbildung schreitet rasch vorwärts, so dass das Filtermaterial für den Filterprozess ungeeignet ist und das gesamte Material aus dem Filtergehäuse ausgekarrt werden muss, um ausserhalb des Filtergehäuses gründlichst gereinigt zu werden, was Zeit und Kosten sowie Vernichtung von Filtermaterial bedeutet.
Vorliegende Erfindung gestattet die Anwendung eines viereckigen Filtergehäusequer- schnitles und die Anwendung einer Strahlwäsche zwecks Umlauf und Reinigung des Filtermaterials. Der rechteckige Filterquerschnitt gestattet die günstigste Ausnützung einer gegebenen Grundfläche und gibt auch die Möglichkeit, das Filtergehäuse aus Beton herzustellen, wodurch die gesamte Anlage sehr billig wird.
Fig. 1 zeigt eine solche Filteranlage schematisch und Fig. 2 zeigt den Querschnitt eines rechteckigen Filters. Der untere Teil des Filters 1 geht in eine Pyramide oder Kegel 2 über und ist am tiefsten Punkt dieser Pyramide eine Spüldüse 3 eingebaut, die an eine bestehende Druckwasserleitung 4 angeschlossen ist. In diesem viereckig ausgebildeten Filtergehäuse 1 befindet sich ein runder Körper aus Gusseisen 5, an welchem auch das Strahlrohr 6 anmontiert ist. Das Strahlrohr 6 ist axial mit der Spüldüse 3 montiert. Spüldüse 3 und Strahlrohr 6 durchsetzen den Ablenkkörper aus Gusseisen 5. Auf den unteren Konus 7 dieses Ablenkkörpers ist im unteren Teil eine Siebfläche 8 anmontiert, durch welche ein Ablaufen des filtrierten Wassers aus dem Filtergehäuse durch die beiden Rohranschlüsse 9 ermöglicht ist.
Die Fangdüse 10 und das Strahlrohr 6 sind axial in den Ablenkkörper 5 eingebaut. Das Strahlrohr 6 mündet über der Sandschicht 11 im Gehäuse. Die Sandschichte bzw. das Filtermaterial umgibt den Konus und das Strahlrohr vollständig und dienen die im Strahlrohr be- findlichen Siebfläche 8 dazu, um den Austritt des Filtermaterials aus dem Filterraum zu verhindern. In den Ecken des Filterkörpers befinden sich Siebrohre 12, vertikal nach abwärts
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mit Druckwasser gespeist.
Die Funktion ist nun folgende : Durch das Rohr 14 fliesst an höchster Stelle des Filters das Wasser in den Filterraum 15 ein. Das Rohr 14 kann sowohl auf das Zufliessen von Wasser geschaltet werden, als auch auf das Abfliessen des schmutzigen Waschwassers bei Tätigkeit der Strahlwäsche. Das Wasser durchströmt die gesamte Sandschicht 11 und verlässt das Filter durch die Siebfläche 8 im Konus 5 des unteren Teiles des Filterraumes. Durch das Sieb 8 gelangt das reine Wasser in den Hohlraum des Konus 5 und verlässt durch die Rohrleitungen 9 das Filter. Ist das Filtermaterial stark verschmutzt, so muss es gereinigt werden. Durch die Düse 3 wird Druckwasser in den unteren Teil des pyramidenförmigen Gehäuses eingeführt.
Das Druckwasser strömt durch die Düse 3, saugt Sand und Wasser an und befördert dieses durch die Fangdüse 10, das Strahlrohr 6 in den oberen Teil des Filterraumes. Während des Strömens des Sandes mit dem Wasser durch das Strahlrohr 6 wird der Filtersand gereinigt. Beim Austritt aus dem Strahlrohr wird der gereinigte Sand wieder an die Filteroberfläche gelagert und das schmutzige Wasser fliesst durch 14 ab.
Nun könnte bei dieser Tätigkeit der Sand in den Ecken des Filterkörper an dem Kreislauf nicht teilnehmen. Um dies zu verhindern, wird durch dieses Rohrsystem in das Filtermaterial selbst in den Ecken Druckwasser durch die Leitungen 12 eingepresst, wodurch das Filtermaterial aufgelockert wird und die Flächen des Filtergehäuses gespült werden. Dadurch wird es leicht, dass der gelockerte Filtersand sich von den Wänden loslöst und an dem Umlauf, wie gewollt. teilnimmt. Ein Festbacken und Festsetzen des Filtermaterials an den Rohren ist hiemit vermieden. Das Festbacken und Festsetzen des Filtermaterials wird auch noch dadurch vermieden, dass die Wände des Filtergehäuses sich nach unten etwas erweitern, so dass der untere Querschnitt im Filtergehäuse grösser ist als oben.
An den schräg gestellten Wänden wird sich nun das Filtermaterial um so eher leicht lösen, als dies noch durch die Wasserspülung unterstützt wird. Die Spülung in den Winkeln des Filtergehäuses hat auch noch den Vorteil, dass sich das Filtermaterial nach Verlassen des Spülapparates leicht gleichmässig im Filterkörper ausbreitet.
Statt Rohre separat in das Filter für die Spülung einzubauen, können auch in den Ecken Siebbleche einbetoniert werden und von Kanälen Wasser durch die Siebflächen in das Filter bzw. in die Ecken geführt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Umlauffilter mit zentral gelegenen Düsen und Leitapparat, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt des Filterkörpers rechteckig oder eckig mit sich gegen den Boden erweiterndem Querschnitte ausgeführt ist.
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