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Einrichtung zum Abschmelzen des Blasansatzes von (Masgegenständen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Abschmelzen des Hals-oder Blasansatzes von Glas- gegenständen, insbesondere Hohlglasgegenständen, die fortlaufend einem Abschmelzbrenner zugeführt werden. Insbesondere kommen Abschmelzbrenner und-verfahren in Betracht, welche eine starke und scharfe Flamme (Knallgasflamme) gegen den vorzugsweise gedrehten Glasgegenstand entlang der gewünschen Schnittlinie richten und ihn hiebei schnell durchschmelzen, so dass der Blasansatz vom abwärtsgerichteten Glasgegenstand nach unten fällt, worauf die Flamme gegen den sich drehenden Gegenstand noch so lange weiterhin gerichtet wird, bis seine Schneidkante gebrauchsfertig verschmilzt und, gewünsehtenfalls, zu einem verstärkten Randkranz geformt ist.
Es ist nun bekannt, Glasgegenstände in einem Drehkopf zu erfassen und fortlaufend hintereinander Bearbeitungsstellen zuzuführen, an denen das Abteilen und Fertigmachen (Verschmelzen) der Sehneidkante erfolgte, worauf die Gegenstände abgelegt, ausgeworfen werden. Die Erfindung sucht nun, die Wirtschaftlichkeit dieser vorbekannten Einrichtung zu verbessern und gewisse Gefahren, die im raschen Betrieb auftreten können, auszuschliessen.
Die Erfindung besteht in erster Linie darin, dass beim Übergang des Halters (Drehkopfes) für den Hohlglasgegenstand in die vorbestimmte, regelmässig einstellbare Abteil-und Verschmelzstellung gegenüber dem Brenner das Brenngas für den letzteren, u. zw. entweder der brennbare Bestandteil allein oder zusammen mit der Verbrennungsluft nur dann zum Brenner zugelassen werden, wenn sich ein G] asgegensta, nd im Halter (Drehkopf) befindet und dieser letztere daher ein Tastorgan betätigt, das seinerseits eine Einstellvorrichtung, z. B. Abschlusshahn, öffnet.
Hält der Halter (Drehkopf) den Glasgegenstand durch Saugwirkung, so wird gemäss der Erfindung dafür gesorgt, dass die Sa. ugwirkung unterbrochen, die Verbindung des Halterinneren mit der Evakuierungsvorrichtung also aufgehoben wird, falls sich der Halter dem Brenner nähert und sich kein Glasgegenstand im Halter befindet.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnungen erläutert, in denen Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil der Einrichtung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt durch den oberen Teil der einen Seite, Fig. 3 einen Schnitt ähnlich der Fig. 2, jedoch durch untere Teile, Fig. 4 einen senkrechten Teilschnitt mit Glasgegenständen, die gerade ausgestossen werden, Fig. 5 und 6 Einzeldarstellungen der die Sauerstoffzufuhr und das Vakuum steuernden Teile in zwei Stellungen, Fig. 7 eine Einzelheit des Vakuumsteuerventils und Fig. 8 eine Einzelheit des Sauerstoffsteuerventils darstellen.
Die Maschine ist auf einer mittleren Trommel 10 aufgebaut, die in irgend geeigneter Weise unterstützt ist. Durch den mittleren Teil der Trommel geht eine hohle, aufrechte Antriebswelle 11, deren oberes Ende den Tragtiseh 12 trägt. Über das untere Ende der Welle 11 ist die Nabe des Zahnrades 13 geschoben, welches mit dem Antriebsritzel 14 kämmt, das in geeigneter Weise durch einen Motor oder sonstige Antriebsvorriehtung bewegt wird. Auf dem Tisch 1% ist eine Reihe senkrecht stehender
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ist ein Antriebsrad 17 gelagert, das in eine Antriebskette 18 eingreift, welche letztere um die Maschine herumgeht und in alle Zahnräder 17 eingreift, ausgenommen das mittlere in Fig. 1.
Am oberen Ende einer jeden Hülse 16 ist ein Ring 20 befestigt, der an der Unterseite gezahnt ist
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durch ein Vakuum betätigt und dementsprechend ein Rohr 22 durch die Hülse hindurchgeführt und an seinem oberen Ende mit einem Schlauch 23 verbunden, der zum Ventilgehäuse 24 führt.
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tisehes 12 eingeschraubt. Ein Brenner 28 ist am Träger befestigt und, im dargestellten Ausführungsbeispiel, mit einem ringförmigen Schlitz 29 versehen. durch den eine Ringflamme auf den Gegenstand. beispielsweise einen Becher.'30, gerichtet wird. der im Drehkopf gehalten ist.
Ein Hebel 31 ist bei. 3 ; ! am Tragisch 12 drehbar gelagert und durch einen Lenker 31n mit einem Ring 3. 3 verbunden, in welchem die Hülse 16 drehbar, aber gegen Axialverschiebung im Ring gesichert, gelagert ist. Der Hebel 31 ist mit einem Arm 34 starr verbunden, an dem eine Rolle 35 gelagert ist, die zu bestimmten Zeiten in Berührung mit der Steuerfläche 36 (Fig. 4) gelangt, um den Drehkopf zu gewünschten Zeiten anzuheben.
Ein Gasrohr 37 ist drehbar mit dem Boden bzw. einem Auslass am unteren Ende der Hohlwelle 11 verbunden, und eine Gaskammer 38 ist am oberen Ende der Hohlwelle angeordnet. Je ein Rohr 39 geht radial von der Gaskammer 38 ans für je einen Brenner. Jedes Rohr 39 führt zunächst zu einer Ventilkammer 40, deren Ventil durch eine Stange 41 betätigt wird. die ihrerseits durch ein 4. 2 am Hebel 31
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ist ferner ein vorzugsweise von Hand bedienter Absehlusshahn 44 angeordnet.
Jedes Ventilgehäuse 24 zur Steuerung des Vakuums ist durch ein Rohr 45 mit einem Gehäuse 46 im Tragtisch 72 verbunden. Eine Kammer 47 in der Trommel 30 ist durch Kanäle 48 mit der Kammer 46 im Tragtisch 12 verbunden. In der Kammer 47 ist durch geeignete : Mittel pin Vakuum aufreehterhalten.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist ein feststehendes Rohr 49 vorgesehen, welches Sauer- stoff in die Mitte der Kammer J0 einfuhrt, weleh letztere oberhalb der Kammer 3 angeordnet ist. Eine Reihe von Rohren 51 geht radial von der Kammer 50 aus, u. zw. je ein Rohr entsprechend je einem Brenner.
Jedes Rohr 51 führt zu einem Ventilgehäuse 52, in welchem eine Eintrittskammer 53 und eine Austritts- kammer 54 vorgesehen sind, von welch letzterer ein nicht gezeichnetes Rohr zu dem zugeordneten Brenner
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dem eine Membran-56 angeordnet ist. Ein Kolben 51 ist zur Betätigung der Membran angeordnet. Eine Schraubenfeder, 58 ist aussen um den Kolben 57 herumgelegt und sucht ihn normalerweise in eine unwirksame Stellung zu drücken, in welcher sieh die Membran in der in Fig. 5 gezeigten Stellung befindet und somit die Verbindung zwischen den Kammern 53 und 54 über das Rohr 55 hergestellt ist.
Der Kolben 57 ist durch einen Lenker 59 mit einem Arm 60 einer mehrarmigen, hin und her gehenden Vorrichtung 61 verbunden, welch letztere einen unteren Arm 62 aufweist, welcher mit einem Lenker 63 verbunden ist, der durch eine eingeschaltete Schraubenmutter verlänger-und verkiirzbar ist und am andern Ende mit dem kurzen Arm 65 eines Anschlages 67 verbunden ist. welch letzterer verschwenkbar an einer Stelle unterhalb des Brenners gelagert ist.
Die Vorrichtung 61 ist auch mit einem nach oben gerichteten, gegabelten Arm 68 verbunden.
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Zapfen 79 drehbar gelagert ist und einen andern Arm 80 aufweist, der mit der Stange 81 verbunden ist. welche ein Ventil betätigt. Das Vakuumventil 82 ist mit einer Ventilstange 83 versehen, die axial in einer Fassung am Ende der Stange 81 verschiebbar ist. Ein Zapfen 84 tritt durch das Ende der Stange 81
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bracht, welche drehbar an je einer Spitze des Sternrades gelagert sind. Jede Vorrichtung 98 dient zur Aufnahme je eines Bechers. Eine Feder 100 hält normal die Arme 99 in ihrer nach aussen gerichteten Stellung.
Das Sternrad 97 wird durch irgendeine geeignete Vorrichtung gedreht, so dass während normaler Arbeit der Maschine jeder Aufnahmearm aufeinanderfolgend unter die gleichfalls aufeinanderfolgend vorgeführten Drehköpfe gelangt.
Die. Maschine wirkt folgendermassen.
Während der Drehkopf durch die Steuerscheibe. 36 (Fig. 4) in seiner oberen Stellung gehalten wird,
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genau in jener Stellung befindet, in welcher das Durchschneiden durch die Eingflamme erfolgen soll.
Sobald sieh der Drehkopf abzusenken beginnt, befindet sich der Fänger oder Anschlag 67 in der in Fig. 4 gezeichneten Stellung. Fig. ss lässt erkennen, dass die Teile so angeordnet sind, dass der Lenker 5. 9 und der Arm 60 einen Winkelhebel bilden, der durch die Feder 58 daran gehindert wird. das Rad 77 nach aussen zu bewegen so lange, als der Winkelhebel nicht durchgedriickt ist.
Wenn der Drehkopf einen Becher mit Halsansatz enthält, dann berührt dieser letztere den Anschlag bei der Abwärtsbewegung des Drehkopfes und bewegt ihn weit genug, um den Winkelhebel durchzudrücken, worauf der Ansehlag in die in Fig. 3 eingezeichnete Stellung übergeht und der Winkelhebel sowie mit ihm verbundene Teile in die Stellung gemäss Fig. J übergeführt werden. Durch diese Bewegung der Teile wird die Membran 06 frei gegeben, bewegt sich also vom Ende des Rohres 55 fort und öffnet hiedurch dem Sauerstoff den Weg durch dieses Ventil zu dem Brenner. Die Membran 56 wirkt also als Ventilscheibe.
Durch Ausschwingen des Hebels. 31 zum Absenken des Drehkopfes gelangt der Anschlag 42 in
Berührung mit der Ventilstange 41 und lässt das Gas somit zu dem Brenner fliessen. Die Teile können so angeordnet sein, dass dauernd hinreichend Gas zufliesst, um eine Zündflamme an jedem Brenner aufrechtzuerhalten. Es kann aber auch eine Zündflamme in der Nähe der Stelle, in welche jeder Brenner eingefahren wird, so angeordnet sein. dass beim Zulassen des Gases zu dem betreffenden Brenner die Zündung stattfinden kann.
Das Öffnen des Gashahnes hängt im dargestellten Ausführungsbeispiel lediglich davon ab, dass der Drehkopf abgesenkt wird, so dass das Gas zu dem Brenner zugelassen wird, ohne Rücksicht darauf, ob ein Becher im Drehkopf gehalten ist. Wenn aber der Drehkopf keinen Becher aufgenommen hat, so wird er beim Absenken auch nicht den Anschlag 67 betätigen können, weil er diesen letzteren nicht berührt und der Becher in ihm. der dies sonst täte, fehlt. Infolgedessen bleibt das Rad 71 in der Stellung gemäss Fig. 6, in welcher es durch die Steuerfläche 91 heruntergedrückt ist. Hiedurch wiederum wird die Stange 91 angehoben und das Vakuumrohr geschlossen, so dass auch nicht nutz] os Luft aus dem Drehkopf abgesaugt wird, wenn sich in ihm kein Gegenstand befindet.
Bliebe das Vakuum mit dem Drehkopf verbunden, während der letztere auf die Flamme hin abgesenkt wird. ohne dass sich ein Gegenstand in ihm befindet, dann könnte die Flamme in das Innere des Drehkopfes einesaugt werden mit unübersehbaren Folgen.
Während die Maschine aus der Stellung, in welcher der Drehkopf abgesenkt wird, in jene Stellung weitergedreht wird, in welcher der Drehkopf wiederum angehoben wird. spielen die Flammen des Ringbrenners auf dem Gegenstand entlang der gewünschten Schnittlinie. Beim Absenken des Drehkopfes gelangt der Teil 20 am oberen Ende der Hülse 16 in Eingriff mit dem Rad 17 und wird durch das letztere mitgenommen und gedreht, wodurch auch der Drehkopf während der Zeit in Umdrehung gehalten wird, während welcher er abgesenkt ist. Derart wird der Gegenstand innerhalb der Ringflamme gedreht und gleichmässig über seinen Umfang erhitzt. Infolgedessen wird das Glas entlang der Schnittlinie rascher schmelzen und der Halsansatz fällt ab.
Sobald dies geschehen ist, läuft die Rolle 35 auf die Steuerfläche 36 auf und der Drehkopf wird in die Stellung angehoben, welche Fig. 4 zeigt. Ungefähr zu gleicher Zeit läuft die Rolle 94 auf die Steuerfläche M auf und führt den Anschlag 67 samt damit verbundenen Teilen in die Stellung zurück, welche Fig. 4 und 6 zeigen. Der Drehkopf wird nach dem Anheben über einen der Auf nehmer ? in der früher beschriebenen Weise gebracht, und zu gleicher Zeit wird die Rolle 71 durch die Steuerfläche 92 heruntergedrückt, wodurch in der früher beschriebenen Weise
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vom Aufnehmer aufgenommen wird. Gewünschtenfalls können besondere Mittel vorgesehen werden, um das Ablegen bzw. Ausstossen des Gegenstandes zu unterstützen.
Die nachgiebige Lagerung der Aufnehmer 98 verhindert. dass die Arme brechen oder ein Gegenstand zerbrochen wird, wenn aus irgendeinem Grunde ein Gegenstand zu früh abfällt oder aus irgendeinem andern Grunde der Aufnehmer nicht in genaue Übereinstimmung mit dem Drehkopf gelangt.
Ersichtlich ist der Träger für den Brenner vertikal einstellbar, so dass Gegenstände untereinander verschiedener Länge abgeschmolzen werden können, und ebenso ist der Träger-W um den Mast 96
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einstellbar, so dass die Aufnehmer 98 geeignet unterhalb des Drehkopfes und oberhalb der Brenner eingestellt werden können. Sind kürzere Gegenstände abzuschmelzen, dann können die Brenner und der Träger 97 angehoben werden, auch können dann kürzere Aufnehmer 98 angebracht werden.
Ersichtlich ist das Rad K'jenes Drehkopfes, welcher sich über einein Aufnehmer 9S gerade be-
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kopf selbst dann stillsteht, wenn das Rad 17 gedreht wurde ; wird aber gleichsam vorsichtshalber auch das Rad 17 zum Stehen gebracht, dann wird keinerlei Ursache zum Drehen des Drehkopfes bestehen. er kann auch nicht durch blosse Reibung mitgenommen werden und bewegt sich also nicht, wenn der Gegenstand (Becher) fallengelassen wird.
Die Kraft, um den Anschlag 67 in angehobener Stellung zu erhalten und die also überwunden werden muss, bevor der Anschlag 67 nach unten gedruckt und hiedurch das Sauerstoffventil geöffnet wird, hängt davon ab, wie weit der Winkelhebel durchgedrÜckt wird, welcher aus den Teilen. 59. 60 besteht, wenn der Ansehlag angehoben wird. Durch Einstellung der Anschlasschraube loofa ist es möglich. eine Einstellung vorzunehmen, indem diese Anschlagschraube den Ausschlag des Lenkers J9 beim Anheben des Anschlages 67 begrenzt (Fig. 6).
Damit das Sauerstoffventil sicher bewegt wird, kann der Kolben 57 als ein Gehäuse ausgebildet werden, in welchem der eigentliche Kolben 101 gleitet und durch einen Zapfen 1' . der in den Sehlitz hies eingreift, eine Wegbegrenzung erhält. Normal wird dann der Kolben 101 auf die Membran hin durch
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Um eine unzulässige Abnutzung der Membran zu verhindern, kann diese an ihren gegenüberliegenden Seiten durch Anflagestücke 105, 106 armiert werden. die miteinander vernietet oder verschraubt 107 sein können (Fig. 8).
Um den Drehkopf auf geeigneter Arbeitstemperatur zu erhalten, kann ein Brenner 21a in geeigneter Stellung zu ihm erhalten werden durch ein Tragstiiek 38 a um den Ring. 33 oder in sonstiger Weise. Dieser Brenner kann über einem Abzweig 30 des Rohres 39 oder vom Rohr 4. aus gespeist werden.
Ersichtlich wird durch die Erfindung eine Maschine gesehaffen, welche selbsttätig das Gas zu rechter Zeit zulässt, um das Abschmelzen zu bewirken, die aber den Sauerstoff (Brenngas) nicht zulässt, wenn kein Glasgegenstand sieh im Drehkopf befindet, ausserdem aber auch das Vakuumventil schliesst.
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PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Abschmelzen des Blasansatzes von Glasgegenständen, insbesondere Hohl- glasgegenständen, wie.
Becher, Trinkgläser, die Halter aufweist, welche eingesetzte Glasgenenstände fortlaufend in Arbeitsstellung gegenüber Brennern bringen, welche den Glasgegenstand zwecks Abteilung des Ansatzes durchschmelzen und gegebenenfalls die Schneidkante verschmelzen, dadurch gekenn- zeichnet, dass Vorrichtungen zum Unterbrechen der Brennstoff (Brenngas) zufuhr zu dem Abteil-und gegebenenfalls Verschmelzbrenner sowie Vorrichtungen zum Feststellen eines Glasgegenstandes im
Halter (Drehkopf) vorgesehen sind, und diese letzteren nur dann die Brennstoff (Brenngas) zufuhr zu dem
Brenner zulassen, wenn sich in dem Halter ein Glasgegenstand befindet.