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Einrichtung zur Spannungskonstanthaltung mittels Gasentladungsstrecken.
Um Spannungen konstant zu halten, insbesondere von Stromquellen mit verhältnismässig hohem, inneren Widerstand, werden gemäss der Erfindung Gasentladungsstrecken verwendet, von denen eine der Hauptelektroden indirekt geheizt ist. Es ist schon vorgeschlagen worden, Gasentladungsröhren zur Unterdrückung von Spannungsschwankungen zu verwenden, jedoch bietet die Verwendung von Entladungsstreeken mit indirekt geheizter Kathode, wie nachstehend erläutert, Vorteile. Es ist vorgeschlagen worden, zur Spannungskonstanthaltung Entladungsstrecken, vor allen Dingen Glimmstrecken zu verwenden, die ungeheizte Elektroden besitzen.
Ausserdem hat man schon vorgeschlagen, Entladungsstrecken zu verwenden, die einen Glühfaden besitzen und bei welchen, jedoch im Gegensatz zur erfindungsgemässen Einrichtung, die eine indirekt geheizte Hauptelektrode verwendet, eine geheizte Elektrode benutzt wird. Diese Anordnung hat den Nachteil, dass die Entladungsspannung abhängig ist von dem jeweiligen Belastungsstrom. Dies rührt davon her, dass der Belastungsstrom in dem Heizfaden einen Spannungsabfall hervorruft, da ja der Belastungsstrom auch durch den Heizfaden fliessen muss. Hiedurch wird der Heizzustand des Heizfadens beeinflusst und damit die Spannung an der Entladungsstrecke ebenfalls.
Durch die Verwendung einer indirekt geheizten Kathode bei Gasentladungsröhren, welche zur Spannungskonstanthaltung dienen, können die geschilderten Nachteile beseitigt und eine hohe Spannungkonstanz erzielt werden, weil der Widerstandswert der emittierenden Kathode in diesem Falle beliebig niederohmig sein kann, so dass die Anodenströme keinen merklichen Spannungsabfall erleiden. Es muss noch darauf hingewiesen werden, dass indirekt geheizte Kathoden an und für sich schon bekannt geworden sind für Verstärkerröhren mit Wechselstromheizung, jedoch lag hier ja nur die Aufgabe, netzgeräuschlos zu arbeiten, zugrunde.
Weiter ist zu beachten, dass die Betriebsspannung einer Röhre mit geheizter Kathode von der Heizung abhängig ist, so dass durch Regelung der Heizung dieselbe Entladungsröhre zur Spannungskonstanthaltung verschiedener Spannungen Verwendung finden kann. Die Einstellmöglichkeit der Heizspannung hat auch noch Vorteile in fabrikatorischer Hinsicht, da es häufig schwierig ist, die Entladungsröhre für eine genau bestimmte Spannung fabrikationsmässig herzustellen. Ein Betrieb mit verschiedenen Heizspannungen ist jedoch bei einer Entladungsstrecke, mit direkt geheiztem Heizfaden nicht
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stant zu halten, ist zwischen diesen Klemmen eine Entladungsstrecke 10 eingeschaltet. Gemäss der Erfindung ist die Kathode 11 indirekt durch die Heizwieklung 12 geheizt.
Die Einstellung der Heizung erfolgt mit Hilfe des Regulierwiderstandes 13, der in die Heizleitung eingeschaltet ist. Die Entladungsrohre 10 ist im dargestellten Beispiel über einen Widerstand 14 angeschlossen.
Bei einer Zunahme der Belastung von beispielsweise 20 Milliampere auf zwei Ampere wird die Spannung an der Entladungsstrecke 10 nur um zirka 5% geändert, eine Spannungsglättung also erreicht, wie sie nur durch einen Kondensator mit sehr grosser Kapazität erzielt werden kann. Aus diesem Grunde kann auch der Kondensator y ohne schädliche Folgen fortgelassen werden.
Da, Entladungsröhren mit zwei Elektroden sich bei geringer Spannung schwer zur Zündung bringen lassen, kann man in der Entladungsröhre mit hoher Spannung gespeiste Hilfselektroden zur Erleichterung der Zündung unterbringen, da die Gasfüllung durch diese Hilfselektroden vorionisiert wird. Auch ist es möglich, auch die Hilfselektroden indirekt zu erhitzen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zur Spannungskonstanthaltung mittels Gasentladungsröhren, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine der Hauptelektroden der Gasentladungsröhre indirekt geheizt ist.
2. Einrichtung nach. Anspruchs l, dadurch gekennzeichnet, dass die Gasentladungsröhre mit einer oder mehreren Hilfselektroden versehen ist, die gegebenenfalls indirekt geheizt werden.