AT124648B - Fehlerortanzeigevorrichtung. - Google Patents

Fehlerortanzeigevorrichtung.

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AT124648B
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Rolf Dr Wideroee
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Aeg Union Elek Wien
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  • Control Of Ac Motors In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Gegenstand der Erfindung ist eine Fehlerortanzeigevorrichtung für Drehstromnetze, um aus der
Laufzeit eines Distanzrelais vom Augenblick des Ansprechens bis zum   Rückgang   oder Auslösen des- selben den Fehlerort zu ermitteln und zu registrieren. Es wird hiebei der bekannte Zusammenhang zwischen der Auslösezeit   und   der Impedanz der fehlerhaften Leitung zugrunde gelegt. Bisher hatte man zu diesem Zweck für jeden Relaissatz der Leitung eine besondere Anzeigevorrichtung anbringen müssen, also bei einer Drehstromleitung drei Anzeigevorrichtungen.   Erfindungsgemäss   soll für alle drei
Phasen einer Leitung nur eine gemeinsame Anzeigevorrichtung vorgesehen werden.

   Diese besteht in einem Zeitwerk, welches im normalen Betrieb gesperrt ist, wobei aber die Sperrung bei einem zwei-oder dreiphasigen Kurzschluss bzw. einem Doppelerdschluss überwunden wird. Die Sperrung kann entweder durch einen besonderen Sperrhebel oder auch durch eine Bremse erfolgen, wobei die Sperrung durch den Einfluss verschiedener vom Netz beeinflussten   Wicklungssysteme   elektromagnetisch überwunden wird. Eine besonders zweckmässige Anordnung erhält man bei Verwendung eines in bekannter Weise als Zeitwerk arbeitenden, selbstanlaufenden Synehronmotors, bei welchem ein Bremsmoment überwunden werden muss, welches so gross ist, dass der Motor bei normalem Betrieb nicht anläuft. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Figur dargestellt. Es ist a die Motorachse eines selbstanlaufenden Synchronmotor mit den beiden Ankern bl und   b2.   Auf diese wirken die Elektromagnete   el   und   C2   ein. Sobald die Magnete durch die darauf befindlichen Wicklungen   d"d,   und    <    erregt werden, läuft der Synchronmotor an und arbeitet auf das Getriebe e. Dieses wird durch die Bremseinrichtung t gebremst, so dass beim Anlaufen des Motors ein gewisses Drehmoment zu überwinden ist. 



  Das Getriebe e nimmt über eine Rutschkupplung eine Trommel g mit, die mit einer Skala an dem feststehenden Zeiger h vorbeiläuft und von Hand zurückgestellt werden kann. Die Skala kann in Sekunden oder auch direkt Kilometern geeicht sein. Die Erregung der drei Wicklungen   c4, d"d, geschieht   folgendermassen : Ein dreiphasiger Stromandler m ist mit den Phasen u, v, w auf einer Seite in Stern geschaltet, während von den andern Klemmen Leitungen zu den Relais U, V, W geführt sind. Der Strom der Phase   u   wird über die Wicklung   cl ! geleitet, während   die   Wicklung cl2, welche   der Einfachheit halber auf demselben Eisenkern wie die Wicklung cl sitzt mit dem Nullpunkt des Stromwandler verbunden ist und im Falle eines Doppelerdschlusses den Unsymmetriestrom führt. 



   In Fig. 2 ist die Schaltung der   Strom- und Spanmmgsspulen   der einzelnen Distanzrelais U, V, W gezeichnet. Die   Stronispulen   der Relais liegen in Serie zu den Wicklungen u,   v, w   des Stromwandler m. 



  Die Spannungsspulen sind untereinander in Dreieck geschaltet. Die Eckpunkte des Dreiecks sind mit dem beweglichen Kontakthebel der einzelnen Relais verbunden. Wenn nun ein Fehler auftritt und die Anregeglieder der Relais ansprechen, dann bringen diese die Kontakthebel mit den   Anschlussklemmen   des Spannungswandlers n in Verbindung. 



   Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende : Bei einem Kurzschluss zwischen den Phasen U, V werden die Kontakte der Relais U und V an die entsprechenden Spanmmgsspulen des Wandlers   it   gelegt. 



  Die Wicklung   d3 wird   aber dadurch nicht erregt, da ihr einer   Anschlusspunkt   geerdet bleibt, während ihr zweiter in keine Verbindung mit dem Spannungssystem gebracht wird. Dagegen ist die Stromspule   dt   wirksam und setzt das System in Bewegung. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei einem Kurzschluss zwischen den Phasen V, W ist dagegen keine Stromspule wirksam, dafür wird aber die Spannungsspule   il3 durch   Betätigung der Kontakte k und i an die Spannung zwischen W und Erde gelegt. Die Spannungsspule   d,   wird also von mindestens der halben Phasenspannung erregt. 



   Bei einem Kurzschluss zwischen den Phasen U, W wird die Spannungsspule d3 so geschaltet, dass sie ebenfalls von der   Spannung   zwischen   W   und Erde erregt wird. Auch die Stromspule   il1   wird vom   Kurzschlussstrom   durchflossen, so dass das System von zwei treibenden Kräften in Bewegung gesetzt wird. 



   Bei einem dreiphasigen Kurzschluss arbeitet das Relais in derselben Weise wie bei einem Kurzschluss zwischen den Phasen   U imd   W. 



   Tritt ein Doppelerdschluss ein, dann wird in allen Fällen die Spule d2 von dem über diese Spule geführten Asymmetriestrom erregt. Die Spannungsspule d3 wird ausserdem noch in den Fällen wirksam, in denen das Relais W zum Ansprechen kommt. 



     Da. im normalen   Betrieb auch die Spule   d1 vom Strom durchflossen wird,   muss die   Bremseinrichtung t   so abgestimmt sein, dass erst bei der durch die Spannungsspulen oder der durch den überstrom bewirkten erhöhten Kraftäusserung der Spule d, das System zum Anlaufen kommt. In allen auftretenden Fehlerfällen wird dann erreicht, dass das für alle Phasen gemeinsam vorgesehene Zeitwerk   gleichmässig arbeitet,   unbeeinflusst von der Art des Fehlers. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
 EMI2.1 
 Phasen ein gemeinsames Zeitwerk vorgesehen ist, auf das mehrere Wicklungssysteme einwirken, von denen mindestens eines bei einem Fehler so erregt wird, dass das Zeitwerk anläuft.

Claims (1)

  1. 2. Fehlerortanzeigevorrichtung für Drehstromanlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eines von den Wicklungssystemen, welche für das Ansprechen der Vorrichtung bei Kurzschluss bestimmt sind, eine Spannungswieklung ist, welche erst beim Auftreten des Kurzschlusses an Spannung gelegt wird.
    3. Fehlerortanzeigevorrichtlmg für Drehstromanlagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Wicklungssysteme, von denen eines für den Kurzschlussstrom einer Phase und das andere für den Unsymmetriestrom bei Doppelerdschluss bestimmt ist, auf einem gemeinsamen Magnetkern sitzen.
    4. Fehlerortanzeigevorrichtung für Drehstromanlagen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Wickllmgssysteme auf einen als Zeitwerk arbeitenden, selbstanlaufenden Synchronmotor wirken, ihn nach überwinden eines Bremsmomentes zum Laufen bringen und während der EMI2.2
AT124648D 1929-05-18 1930-04-29 Fehlerortanzeigevorrichtung. AT124648B (de)

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AT124648B true AT124648B (de) 1931-09-25

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AT124648D AT124648B (de) 1929-05-18 1930-04-29 Fehlerortanzeigevorrichtung.

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