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Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Oberflächen-und Wärmebehandlung von Metallen in Bandform.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Ober- flächen-und Wärmebehandlung von Metallen in Bandform. z. B. Bandeisen oder Bandstahl, gegebenen- falls bei gleichzeitiger Plattierung eines Metalls mit einem anderen.
Das vorzugsweise kontinuierliche Band wird stetig durch einen Ofen zumeist in der Längsrichtung desselben hindurchgeführt, wobei der im Innern des Ofens befindliche Teil des Bandes dortselbst in Ketten- form, etwa durch Unterstützungen aufgehängt ist, welche sich vorzugsweise nächst den Ofenenden befinden.
Das Durchführen des bandförmigen Gutes in Kettenlinienform durch den Ofen an Stelle des hiefür sonst üblichen Straffhalten des Bandes lässt eine genaue Regelung und Einstellung der Spannung des , gurtbandes zu und verhindert eine Beanspruchung desselben über zulässige Grenzen hinaus, durch welche eine Änderung im Querschnitt, ja selbst auch ein Reissen hervorgebracht werden könnte. Ferner sind die bei straffgespanntem Gut beim Durchziehen durch den Ofen unvermeidlich auftretenden und die
Gefahr eines Reissens in sich bergenden Schwingungen des Bandes vermieden, und durch den Entf 11 von Unterstützungen des Gutes auf seinem Weg durch den Ofen werden die Anlagekosten beträchtlich vermindert.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen veranschaulicht, u. zw. stellen die
Fig. 1-6 die aufeinanderfolgenden Teile einer vollständigen Vorrichtung im Schnitt dar. Fig. 7 ist eine
Ansicht einer abgeänderten Ausführung für die Bandspannungsregelung.
Ein Bund oder eine Rolle von Bandmetall A (Fig. 1) auf einem um eine Welle 2 drehbaren Träger 1 mit Gestell 3 liefert ein kontinuierliches Metallband, das zum Eintrittsende des Ofens (Fig. 2) geführt wird und dahin über eine Anzahl von Walzen 4, 5, 6, 7 läuft, die zur Aufnahme des Durchganges dienen. Die
Walzen 6 und 7 tragen je Gewichte 8, deren Grösse zwecks Regelung der Spannung geändert werden kann.
Die Walzen 6 und 7 befinden sich in einem Schacht 9 und sind in vertikaler Richtung bewegbar.
Das Metallband A wird vom Bund und durch einen Doppelsatz von in einem Rahmen gelagerten
Transportwalzen41-44 durch eine Putzvorrichtung 14 und Führungen 31 hindurch nach vorne gezogen. Die
Transportwalzen 41-44 werden vermittels eines Motors 49 und Getrieben 51, 52,/54, 55, 60 angetrieben.
Das Band A geht zwischen den Förderwalzen 41 und 42 und dann zwischen den Walzen 43 und 44 hindurch. Die Walzen 42 und 44 sind in bezug auf die Walzen 41 und 43 mit Hilfe von Wurmgetrieben ein- stellbar und durch Federn gegen das Band A gesperrt.
Nach Passieren der Förderwalzen wird das Metallband durch eine Überziehvorrichtung hindurchgezogen, welche eine oder beide Flächen des Bandes mit einer Flüssigkeitsschicht versieht. Diese Flüssigkeitsschicht kann aus einer Plattierungsmasse oder nur aus einem Öl asphaltischer Basis bestehen, welches alsdann nur zum Schutz des Bandes während des Durchganges durch den Ofen und zur gleichmässigen
Verteilung der Wärme über das Band dient.
Diese Überziehvorrichtung besteht im Wesen aus einem Paar von einstellbaren, federnd gegen- einander gehaltenen Walzen 76, 77, aus Walzen 85, 89 zum Übertragen der Flüssigkeit von den Speise-
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Nach Durchgang durch die Überziehvorrichtung und die Verteilwalzen 90 und 91 wandert das Metallband A über ein Trag-oder Führungsorgan aus lotrechten Ständern 116, mit deren vertikal verstell-
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zontalen verlaufen und die Ränder des vorwärtsbewegten Bandes A anfassen.
Sodann tritt das Band in den Ofen ein (Fig. 2, 3), an dessen Eintrittsende mittels eines Gas-oder Ölzuführungsrohres 126 und einer Luftzuleitung 127 Brennstoff und Luft durch eine unterhalb einer Brücke 129 befindliche Öffnung 128 eingeführt werden. Die heissen Ofengase ziehen nach aufwärts, kommen in Kontakt mit dem vorwärtsbewegten Band und ziehen zum Teil durch einen Abzug 136 nächst dem vorderen Ende des Ofens ab.
Am Abgabeende des Ofens befindet sich eine lange Kühlkammer 138, durch welche das Metallband nach seiner Erhitzlmg hindurchgeht. Nächst dem vorderen Ende dieser Kühlkammer ist eine vorzugweise durch Wasser kühlbare Tragwalze 139 angeordnet, so dass das Band demzufolge zwischen den Walzen 139 und der am vorderen Ende des Ofens befindlichen Tragvorriehtung in Kettenform hängt.
Hilfstragwalzen 140, 141 (Fig. 4) in der Kühlkammer sind nächst des Abgabeendes dieser Kammer angeordnet. Alle diese Walzen innerhalb der Kühlkammer werden vermittels Ketten und Kettenrädern angetrieben.
Es ist wünschenswert, die Spannung des im Ofen befindlichen Teiles des Bandes genau regeln zu können. Das Band wird ja auf Temperaturen von etwa 870-1200 C erhitzt und, wenn die Spannung im Band eine zu hohe sein würde, könnte ein Verwinden des Bandes und selbst ein Reissen desselben eintreten. Die Spannung im Band kann auf einer konstanten Grösse durch Anordnung einer Vorrichtung solcher Art für das Fördern und Durchziehen des Bandes durch den Ofen gehalten werden, welche einen konstanten Zug auf das Band hervorbringt. Die Fördervorrichtung 150 ist nicht ortsfest gelagert, sondern auf einem auf Schienen 152 laufenden Fahrgestell 151. Am rückwärtigen Ende dieses Fahrgestelles ist vermittels eines über eine Scheibe 155 laufenden Seiles 154 ein einstellbares Gewicht 153 angeschlossen.
Dieses Gewicht dient dazu, die Spannung des im Ofen befindlichen Bandteiles auszubalanzieren. Wenn die Zugwalzen der Fördervorrichtung das Bestreben haben, die Spannung über den gewünschten Wert hinaus zu erhöhen, wird der Gleichgewichtszustand gestört und das Band zieht die Fördervorrichtung auf den Schienen 152 nach vorne. In gleicher Weise wird, wenn in dem erwähnten Bandteil ein zu grosser Durchgang besteht, das Gewicht 153 die Vorrichtung vom offenen Ende der Kühlkammer wegbewegen und dadurch selbsttätig die Bandspannung regeln.
Damit das Gewicht 153 das Fahrgestell 151 nicht zu weit auf den Schienen 152 ziehen kann, wird vorzugsweise ein am vorderen Ende des Fahrgestelles mittels eines über Seheiben S laufenden Seiles 157 ein Gegengewicht 156 angeordnet. Die Länge dieses Seiles ist derart, dass, wenn das Gewicht 153 das Fahrgestell knapp bis zum Ende der Schienenbahn zieht, das Gewicht 156 angehoben wird und dadurch die Bewegung hemmt. Um ein Überfahren der Sehienenbahn auf jedem Fall hintanzuhalten, kann auch eine Sperrvorrichtung 159 angeordnet werden.
In Fig. 7 ist eine weitere Einrichtung'zur Regelung der Bandspannung im Ofen veranschaulicht.
161 ist die Kühlkammer des Ofens, 162 der Spannungsanzeiger und 163 die Förder- und Zugvorrichtung.
Gemäss dieser Einrichtung wird die Spannung des im Ofen befindlichen Teiles des Bandes durch Regelung des Durchganges in dem zwischen dem Abgabeende der Kühlkammer und der Förder- und Zugvorrichtung befindlichen Bandteil geändert. Die Spannweite des letztgenannten Teiles kann gleich oder proportional der Spannweite des Bandes im Ofen sein und durch Festlegung des Spannungsanzeigers 162 annähernd im Mittelpunkt des ersterwähnten Abstandes und durch Regelung des Durchhanges dortselbst ist es möglich, die Spannung des Bandteiles im Ofen einzustellen. Dieser Durchhang kann dadurch geregelt werden, dass die Förder-und Zugvorriehtung fahrbar angeordnet wird (ähnlich jener nach Fig. 4) oder ihre Antriebsgeschwindigkeit der etwa durch einen Motor 164 mit Kontroller 165 geregelt wird.
Nach Verlassen des Ofens und der Kühlkammer wird das Band A durch ein Beizbad (Fig. 5) hin- durchgeführt. Die Abbeizvorrichtung besteht aus einem Behälter 166 für die Beizflüssigkeit und einem
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wärtigen Ende des Behälters 166 sind Tragwalzen 169 bzw. 110 und Führungswalzen 171. 172 für das durch das Beizbad hindurchgehende Band angedeutet, welches sodann zu einer Wasehvorrichtung mit Spritzrohren 173 bzw. 174 und in einem Rahmen 179 gelagerten rotiernden Bürsten 175, 176, 177 und 178 gelangt.
Hat das Band die Waschvorrichtung passiert, so gelangt es zwischen zwei Walzen 196 und 197 auf einem Ständer 198, welche zur mechanischen Entfernung überschüssigen Wassers vom vorwärtsbewegten Band dienen. Das Band wird vorzugsweise vor seinem Aufwickeln noch gründlich mittels Gasbrennern 202 (Fig. 6) getrocknet und auf Haspeln 205, 206 aufgewickelt.
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