AT123215B - Mikrophon. - Google Patents

Mikrophon.

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AT123215B
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microphone
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diaphragm
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carbon
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Siemens Ag
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  • Electrostatic, Electromagnetic, Magneto- Strictive, And Variable-Resistance Transducers (AREA)

Description


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  Mikrophon. 



   Die Verwendung von   Kohlemikrophonen   für   Übertraguugszwecke   bei hohen Qualitätsanforderungen hat wegen   gewisser den bislang bekannten Kohlemikrophonen eigentümlichen Eigenschaften   noch zu keinem völlig befriedigenden Resultat geführt. Es sind hauptsächlich zwei für   Kohlemikrophone   charakteristische Eigenschaften, die sich   störend   bemerkbar machen : Die sogenannte Reizschwelle, d. h. Versagen bzw. sehr geringes Ansprechen bei kleinen erregenden Intensitäten sowie störende Eigen-   geräusche   infolge   Instabilität   der Kontakte zwischen den Kohlekörnern. Hiezu kommen noch Vererrungen durch Frequenzabhängigkeit und zeitlich stark schwankende Empfindlichkeit. 



   Der Erfindung liegt ferner die Erkenntnis zugrunde, dass es ungünstig ist. bei Verwendung von
Kohlegriess als Kontaktmaterial den Schall durch lange   Griessstrecken hindurehgehen   zu lassen. Infolge   Schwellenerschrinugnen   durch mechanische Bindungen der gegeneinander um irgendwelche Gleichgewichtslagen schwankenden Kontakte läuft sich innerhalb einer längeren Kohlestrecke die erregende Welle gewissermassen fest. Die Erregung der hinteren Schichten des Kohlematerials ist weitgehend von Zufälligkeiten   abhängig,   so dass einmal die Erregung stark durch die ganze Kohlenstrecke hindurchgreift, das anderemal die hintere Zone mehr oder weniger in kürzerer oder längerer Strecke unerregt bleibt. Dieses nicht oder nur wenig erregte Material wirkt in diesem Fall als   VorschaJtwiderstand.

   Es   handelt sich, wie erläutert, also nicht um einen wohl definierten Absorptionsvorgang, sondern um einen unstetigen Prozess. Aus dem Gesagten geht die starke   Amplitudenabhängigkeit   der Kohlemikrophone zwanglos hervor. Es ergeben sich aber auch notwendig Frequenzabhängigkeiten schon aus dem Grunde, weil bei Klängen infolge der Amplitudenabhängigkeit der mit verschiedenen Intensitäten vertretenen Frequenzen die Amplituden verzerrt wiedergegeben werden. 



   Aus dem oben Gesagten ergibt sich die Forderung,   möglichst   kurze Kohlestrecken zu verwenden. damit nicht Verzerrungen der Wiedergabe durch Schwellenerscheinungen auftreten. Kurze Kohlestrecken ergeben aber normalerweise ganz inkonstante   Verhältnisse,   weil sich das Kohlematerial zwischen den Elektroden leicht einklemmt und Kurzschluss bei   völliger Unempfindlichkeit   auftritt. Hiezu kommt als wesentlicher Gesichtspunkt die Verwendung eines geeigneten Diaphragmas, das mit seiner ganzen Fläche mit dem Kohlematerial in Berührung steht so dass eine praktisch verzerrungsfreie Wiedergabe erreicht wird. 



   Zur Erzielung konstanter Verhältnisse in einem solchen Mikrophon ist eine grössere Griesskammer vorgesehen, damit das   Kohlematerial lediglieh durch sein Gewicht   einen gut definierten statischen Druck ergibt. Eine derartige Anordnung des Diaphragmas und des Kohlematerial würde bei einer üblichen Koh lestrecke von 1 bis 2   nun Länge   ein Stauchen des Kohlematerial im unteren Teil der scheibenförmigen Kammer bedingen, da die Reibungskräfte die Massenkräfte der   Kohlekörner   übersteigen. Es 
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 Kontaktmaterials an dem Diaphragma gewährleistet. 



   Die als Membran dienende Folie kann je nach dem Verwendungszweck aus diinnem ausgewalzten Metallblech oder auch aus entsprechend dünnem Isolierstoff (Glimmer) bestehen. Durch die Verwendung einer derart dünnen Folie ergibt sich der Vorteil hoher   mechanischer   Abstimmung des   Mikrophon !".   die eine Frequenzlmabhängigkeit in einem breiten Gebiet gewährleistet. Voraussetzung dafür ist, dass das Kohlematerial an der ganzen Fläche der Membran anliegt, da sieh die   Abstimmung durch das   Zusammenwirken der geringen Membranmasse mit der Kohleelastizität ergibt. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand der Zeichnung näher beschrieben. die in Fig. 1 die beispielsweise Ausführung eines Mikrophon in Oberansicht unter Fortlassung der darüberliegenden Membran darstellt. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch ein derartiges   Mikrophon, während   Fig. 3 ein gleicher Querschnitt mit anders ausgebildetem Diaphragma ist. 



     Im Mikrophonkörper. !   sind mehrere Rinnen 2 vorgesehen, welche das Kohlematerial enthalten. 



  Der   1ikrophonkörper   besteht aus Isoliermaterial. Jede der Rinnen ist an ihren Enden mit Elektroden 3 
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 sehr flach und schmal und gemeinsam von einem Diaphragma 4 aus geeignetem Material überdeckt.
Das Diaphragma wird zweckmässig auf den Isolierkörper aufgeklebt, wobei die Stellen über den Rinnen freibleiben, so dass sie die Gestalt langer Bänder haben und als solche frei schwingen können. Die Rinnen können untereinander durch Reihen-, Parallel-oder Reihen-Parallelschaltung verbunden werden, je nachdem es die Betriebsbedingungen erfordern. 



   Der Querschnitt in Fig. 3 zeigt eine besondere Ausbildung des Diaphragmas, das über jeder Rinne eine   Faltlmg   aufweist, so dass dadurch   ein Zusammenrutschen des Kohlegriesses in weitestgehendem Masse   verhindert wird. Die Ausbildung der Rinne sowie ihre äussere Gestaltung auch in bezug auf den Mikrophonkörper kann in ganz beliebiger Weise erfolgen. So ist es   möglich,   die Rinnen   auf einem scheibenförmigen   Isolierkörper spiralförmig anzuordnen oder in einem gestreckten Isolierkörper eine einzige breite Rinne vorzusehen, deren Boden durch Riefelung oder Trennwände eine Unterteilung des Kohlematerials bewirkt. so dass ein Zusammendrängen der Kohlekörner in einem Teil des mikrophons   ausgeschlossen   ist.

   Dasselbe kann auch durch entsprechende Riefelung oder sonstige geeignete   Ausprägung   des Diaphragmas geschehen, wobei die Rinnen auch quer zur Längsrichtung verlaufen können. Gleichzeitig ergibt sich hiebei eine Versteifung des Diaphragmas sowie eine Vergrösserung der mit dem Kohlematerial in Kontakt stehenden Oberfläche. Bei Verwendung eines metallischen Diaphragmas kann dieses den einen Pol   des Mikrophone   bilden, während als Gegenpol zweckmässig eine Kohlenbelegung des Rinnenbodens benutzt wird. Diese Anordnung hat gleichfalls die Eigenschaften guter Stabilität der Kohlestrecke sowie Ausgleichs von Differenzen längs der Strecke, jedoch nicht die Eigenschaft des hohen inneren Widerstandes. 



     Bezüglich   der Füllung bieten sich mannigfaltige Möglichkeiten. Es können verschiedene Körnungen des Materials benutzt, sowie auch das Kohlematerial durch andere leitende feinkörnige Pulver ersetzt werden. Im Gegenstaz zu   normalen Mikrophonanordnmgen,   die mit Metallpulver praktisch überhaupt keine mikrophonischen Wirkungen ergeben, können bei dem   neuen Mikrophon aus Metallpulver,   insbesondere solche hoher Elastizität   und   Härte, wie Tantal, benutzt werden. 



   Eine güstige Eigenschaft des Mikrophons ist seine relativ hohe Empfindlichkeit und seine gute Eignung für Verstärkerbetrieb. Wegen seines hohen inneren Widerstandes wird es zweckmässig ohne Transformator unmittelbar in   Widerstandskopplung   an den Verstärker angeschlossen. Diese Schaltung, die sich wegen ihrer   Frequenzumabhängigkeit   besonders empfiehlt, kommt bei den normalen mikrophone wegen der ungünstigen Ankopplungsbedingungen praktisch nicht in Frage, da der Aufwand an Verstärkungsstufen zu gross wird. Das neue Mikrophon ergibt im Gegensatz hiezu wegen   Seiner-   hohen inneren Widerstandes eine gute Empfindlichkeit. Eine dreistufige   Verstärkung   ist im allgemeinen völlig ausreichend. 



   Zweckmässig wird hiebei der Iikrophonstrom der Anodenbatterie entnommen. Je nach der Länge und Dimensionierung bzw. der Zahl der hintereinander geschalteten Rinnen ist eine mehr oder weniger grosse Spannung zwischen 20 und 500 Volt erforderlich. Es ist   zweckmässig,   das Mikrophon so anzupassen. 
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 besonders unter   Berücksichtigung   des sehr dünnen Diaphragmas sehr günstig sind. So lässt sich bei Belastungen, bei denen noch kein störendes Rauschen auftritt, schon mit zwei Verstärkungsstufen ein Lautsprecherbetrieb erzielen. 



   Ein in der oben angegebenen Weise ausgebildetes Mikrophon besitzt ausser den bereits genannten Vorteilen einige andere Vorzüge. So ist beispielsweise der Widerstand der durch die Rinnen gebildeten Kohlestrecken sehr hoch und beträgt etwa 100.000 Ohm. Für die Wirkung und Benutzung des Mikrophons ergeben sich dadurch sehr günstige Bedingungen. 

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   Es hat sich gezeigt. dass die eingangs   erwähnten Eigengeräusche von Kohlemikrophonen   hauptsächlich ihren Sitz in der Nähe der Elektroden haben, wo der grösste Widerstandssprung vorhanden ist. 



  Erfindungsgemäss wird dieser   Übelstand   dadurch beseitigt, dass der Widerstand der Gesamtstrecke durch entsprechende Dimensionierung sehr hoch im Vergleich zu dem Übergangswiderstand an den Elektroden gemacht wird. Wichtig für die Beurteilung der Wirkung des beschriebenen Mikrophons ist die Überlegung, dass zuverlässige Wirkungen bei der schlechten Reproduzierbarkeit der Kontaktgebung sich nur als Mittelwerte bei sehr vielen Kontakten ergeben können. Ein derart lang ausgedehntes Mikrophon ergibt naturgemäss einen sehr guten Durchschnittswert, da es vollkommen belanglos ist, ob das Material an einzelnen   Stellen "tot" ist, da   das Mikrophon mechanisch-akustisch einer Zusammenschaltung einer grossen Zahl von Empfängern gleicher oder   ähnlicher   Eigenschaften entspricht.

   Da bei der beschriebenen Anordnung als Abschluss dünne, vorzugsweise nicht metallische Folien verwendet werden können,   lässt sich   die Abstimmung sehr hoch treiben, so dass das Mikrophon bis zu   den höchsten Frequenzen   praktisch frequenzunabhängig wird und beispielsweise noch bei 10, 000 Hertz eine gute Empfindlichkeit besitzt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Mikrophon, vorzugsweise in Verbindung mit Verstärkern, gekennzeichnet durch eine lange und schmale, dünne Membran, welche eine entsprechend geformte, aus Isolierstoff gebildete Rinne derart abschliesst, dass sie das in den Hohlraum eingefüllte Kontaktmaterial mit ihrer ganzen freien Fläche berührt.

Claims (1)

  1. 2. Mikrophon nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet. dass die Elektroden an den beiden Enden der Kohlestreeke angeordnet sind.
    3. Mikrophon nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass längs der Kohlestrecke mehrere Abnahmeelektroden angeordnet sind.
    4. Mikrophon nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere rinnenförmige Mikrophone konstruktiv vereinigt sind, so dass sie wahlweise in Serie oder parallel geschaltet werden können.
    5. Mikrophon nach den Ansprüchen 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine oder mehrere spiralförmig angeordnete Membranen mit ensprechend geformten, mit Kontaktmaterial gefüllten Rinnen.
    6. Mikrophon nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehrere Rinnen an der Aussenseite eines stabförmigen Körpers angeordnet sind.
    7. Mikrophon nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Diaphragma mit Längs-oder Querrippen bzw. sonstigen geeigneten Ausprägungen versehen ist zwecks Vergrösserung der wirksamen Oberfläche und zur Versteifung.
    8. Mikrophon nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch rippenförmige Erhöhungen 1\111 Grunde der Rinnen.
AT123215D 1928-04-07 1929-04-06 Mikrophon. AT123215B (de)

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