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Kolbenring.
Die Erfindung betrifft einen Kolbenring für Kolben von Brennkraftmaschinen mit lioher Drehzahl, welcher durch Wickeln in Spiralen oder Rollen in einer Ebene hergestellt wird. und ist darin gelegen, dass sein Querschnitt aus dünn-und vollwandigen Profilen besteht.
Die Erfindung hat den Zweck, die Nachbearbeitung bloss auf das Nachschleifen zu beschränken.
Erfahrungsgemäss deformieren sich Profile mit diinnen Wänden beim Wickeln oder Rollen im Verhältnis zu vollen oder starkwandigen Profilen so wenig, dass eine kostspielige und umständliche Nachdreharbeit entfallen kann und das Fertigschleifen die einzige noch erforderliche Bearbeitung darstellt.
Die Kolbenringe von an sich bekannter U-förmiger Querschnittsform werden erfindungsgemäss aus einem Profil mit dünnen und vollen Wänden gewickelt oder gerollt ; dieser an allen Stellen dichtende, leichte, gut federnde und eine Wärmestauung verhindernde Ring stellt somit eine Ausführungsform des
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T-Profiles an Stelle des genannten U-Profiles und die Herstellung des Ringes aus gezogenen Rohren mit vierkantigem Querschnitt.
Die erfindungsgemässen Kolbenringe werden aus Stahl oder legiertem Stahl von entsprechender Festigkeit. und Wärmebeständigkeit angefertigt.
Die Ringe werden auf folgende Weise hergestellt : zuerst werden Stäbe von dem Querschnitt der Ringe aus Stahl gezogen : diese Stäbe haben'bereits das fertige Profil und den gewünschten Querschnitt
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messer plus der Zugabe für die Federung, Windung an Windung liegend, gewunden, wozu Maschinen und Vorrichtungen verwendet werden, die zur Erzeugung von Spiralfedern dienen.
Die Spiralenlage wird der Länge nach aufgeschnitten, wodurch die Spirale in einzelne Spiralringe zerfällt. Die Ringe werden dann in eine Ebene gebogen und an ihren Enden schräg abgenommen für eine schräge Stossfuge, so dass der zusammengebogene Ring, wenn die Enden aneinanderstossen, einen Aussendurchmesser aufweist, der nur um die Schleifzugabe grösser ist. als der gewünschte Aussendurchmesser.
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schliffen. Einzeln oder wieder in Serie a. uf Magnetscheiben gespannt, werden die Ringe erst auf einer. dann auf der ändern Seite auf Mass geschliffen : pine Dreharbeit ist nicht nötig.
Die Ringe können auch in bekannter Weise einzeln aus fertigen Profilstäben zu einem Ring in einer Ebene gerollt werden. Die Ringe können auch aus T-Profileisen oder gezogenen Vierkanntrohren gerollt oder in Spiralen gewunden hergestellt werden.
In der Zeichnung sind die Kolbenringe gemäss vorliegender Erfindung in mehreren Ausführungs- formen und Herstellungsarten dargestellt.
Fig. 1 zeigt den Längsschnitt durch einen mit Kolbenringen nach vorliegender Erfindung aus-
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In Fig. 1 sind im Leichtmtallkolben 4 die aus einem U-Profil gezogenen Kolbenringe 1 im Schnitt dargestellt, man sieht, wie die Seitenflächen in den Kolbenringnuten liegen und die Aussenflächen gegen
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Die Fig. 4 und 5 zeigen ein überlapptes Schluss und ist in Fig. 5 ersichtlich, wie die Enden 7 und s des Kolbenringes dichtend übereinandergreifen und die Überlappung innerhalb der Wandstärke des Ringes erfolgt.
Die Fig. 8 zeigt die aus Profilstahl hergestellte Spirale, aus der nach Durchschneiden entlang der strichpunktierten Linie 9 einzelne Ringe entstehen, die dann, in die Ebene gebogen und an den Enden zu einem Schloss bearbeitet, die in den Fig. 1, 3,4, 6 und 7 dargestellten Kolbenringe ergeben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kolbenring, welcher durch Wickeln in Spiralen oder Rollen in einer Ebene hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass sein Querschnitt aus dünn-und vollwandigen Profilen besteht.