AT119651B - Verfahren zur Behandlung von Werkzeugen und Geräten für das Friseurgewerbe, um sie nach jedem Gebrauche zur Benutzung für eine andere Person bereitzustellen. - Google Patents

Verfahren zur Behandlung von Werkzeugen und Geräten für das Friseurgewerbe, um sie nach jedem Gebrauche zur Benutzung für eine andere Person bereitzustellen.

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AT119651B
AT119651B AT119651DA AT119651B AT 119651 B AT119651 B AT 119651B AT 119651D A AT119651D A AT 119651DA AT 119651 B AT119651 B AT 119651B
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Peter Joseph Dittscheid
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Peter Joseph Dittscheid
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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


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 EMI1.1 
 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Fig. 3 zeigt ein Schema der Reinigung und Desinfektion der Werkzeuge und Geräte auf mechanischem Wege, in der Weise, dass die Geräte nicht mehr mit der Hand berührt werden müssen, bis die Behälter unmittelbar für den Gebrauch geöffnet werden. Alle Werkzeuge und Geräte, also die Rasierpinsel, die Kämme und die Bürsten, werden unabhängig davon, dass sie schon einer Vorbehandlung unterzogen wurden oder nicht, der Waschung und der Desinfektion im Sinne des Schemas nach Fig. 3 unterworfen. 



   Wie aus dieser Fig. 3 zu ersehen, befindet sieh in einem Behälter u, der weiter unten noch näher erläutert wird, die   Waschflüssigkeit,   und die zu reinigenden Gegenstände sind einem siebartigen Behälter v untergebracht, der auf einer Laufkatze w hängt und mittels Flaschenzuges gehoben und gesenkt werden kann. Nach genügender Reinigung wird der Korb v aus der Flüssigkeit gezogen, abtropfen gelassen und die im Korb befindlichen Gegenstände auf Horden x eines Trockenapparates y gebracht. Hiebei beginnt man zweckmässig mit der obersten Horde, die mit der Hand oder automatisch unter den Korb v gebracht werden kann, so dass beim Kippen des Korbes die Gegenstände in bestimmter Menge nebeneinander auf die Horden ausgeschüttet werden.

   Die getrockneten und auch mit Desinfektionsmitteln behandelten Gegenstände gelangen durch einen Trichter   g   auf ein geschlossen abgedecktes Transportband 2, von wo sie durch seitliche Verschiebeeinrichtungen 3 in die richtige Lage gebracht, selbsttätig über eine schiefe Ebene in Behälter 4 fallen, sie sofort verschlossen und mit einer Oblate versehen werden. 



   In diesem verschlossenen Zustande bleibt nun das gereinigte und desinfizierte Werkzeug, bis unmittelbar vor der Benutzung die Hülle vor Augen der zu behandelnden Person zerrissen wird und Werkzeug und Geräte herausgenommen werden. 



   Fig.   4-7   zeigen einen Reinigungsbehälter   u   sowie die dazu nötigen Vorrichtungen nach Schema gemäss Fig. 3. 



   Die   Reinigungs- und Desinfektionsflüssigkeit   ist in der Hauptsache zweckmässig Wasser, dem Seife, Soda oder sonstige Reinigungsmittel sowie Fettlösungsmittel oder auch Alkohol zugesetzt fein können. Weitere Zusatzstoffe sind Desinfektionsstoffe beliebiger Art, u. zw. in der Hauptsache solche, die keinen schädlichen Einfluss auf die zu behandelnden Stoffe haben und auch nicht unangenehm durch Geruch auffallen. 



   Der Behälter 5 für die Endflüssigkeit 6 ist mit einer Haube 7 versehen, die in einen Kamin 8 mündet. Ein Ventilator 9 sorgt für Abfuhr der Dämpfe und Gase. Eine Laufschiene 10 durchquert den Apparat, und auf ihr ist eine Katze 11 beweglich, an welcher ein Korb 12 hängt, der aus Netzwerk besteht oder jedenfalls derart siebartig durchbrochen ist, dass die im Korb befindlichen Gegenstände von allen Seiten von der   Reinigungs-und Desinfektionsflüssigkeit bespült werden.   



   Um nun eine ständige Zufuhr von möglichst grossen und verschiedenen Wassermengen zu den zu reinigenden Gegenständen zu veranlassen, sind schraubenartig Instrumente 13 eingebaut, welche durch ihr Drehen eine ständige Flüssigkeitsbewegung hervorrufen und auch so gestellt werden können, dass wie die Flüssigkeit gegen die zu reinigenden Gegenstände bewegen. Man kann derartige schräubenartige Werkzeuge auch in der aus Fig. 7 erkennbaren Weise ausführen, beispielsweise aus schraubenartig gewundenen Bändern. 



   Eine weitere Möglichkeit ständiger Flüssigkeitsbewegung besteht darin, dass die Flüssigkeit durch ein Rohr 14 mit vielen einzelnen Düsen eingespritzt wird. Durch dieses Einspritzen kommen stets neue Flüssigkeitsmengen zu den zu reinigenden Gegenständen. Die Flüssigkeit kann entweder ausschliesslich durch das Rohr 14 oder auch noch durch ein besonderes Rohr 15 eingeführt werden, während an der Oberfläche der Flüssigkeit ein Trichter 16 sitzt, der die oberste Flüssigkeitsschicht abführt. 



   In die Vorderwand des Behälters   5   ist ein Kasten 17 eingebaut, der durch zwei Türen 18 und 19   verschliessbar   ist. Die vordere Tür 18 kann mit der Hand geöffnet werden. Die hintere Tür 19 dagegen wird durch eine Stange 20 von aussen geöffnet und geschlossen. 



   Will man nun den Inhalt des Korbes 12 auswechseln, nachdem die Reinigung beendet ist, so lässt man ihn durch die Katze hochheben und führt die Katze derart, dass der Korb in den Kasten 17 eintritt, nachdem die Tür 19 nach aussen geöffnet worden war. Hiebei ist die äussere Tür 18 geschlossen. Durch Weiterbewegen der Katze wird nun der Korb 12 vollständig in den Kasten eingeführt, wonach die hintere Tür 19 geschlossen wird und die vordere Tür 18 geöffnet werden kann. Nun kann der Kasten nach aussen genommen und ein neuer Kasten in derselben Weise eingeführt werden, ohne   dass schädliche   Dämpfe nach aussen dringen können. 



   Natürlich muss auch für eine sorgfältige Abdichtung an der Stelle gesorgt werden, an der die Seile für den Korb 12 durch den Kasten 17 treten oder an der die Katze durch die Seitenwand tritt u. dgl. mehr. 



   Man könnte auch die Haube tiefer legen, so dass die Katze und ihre Führung mehr innerhalb des Reinigungsraumes liegen. 



   Zur Führung des Tragseiles für den Korb 12 ist beispielsweise eine Gabel 21 vorgesehen, die das Tragseil und damit auch. den Korb in die richtige Lage zum Kasten 17 steuert. 



   Zweckmässig hängt der Korb v (Fig. 3) an einem Flaschenzug, um in der Höhe beliebig verstellbar zu sein, und durch geeignete Kippvorrichtung kann er sich seines Inhaltes erledigen. In dem Trockenapparat bleiben die Gegenstände einer Temperatur von ungefähr   50-60c ausgesetzt,   und ein Sauerstoffstrom wird gleichzeitig durch den ganzen Behälter derart gejagt, dass der ganze Inhalt des Trockenraumes 

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 damit in Berührung gebracht wird. Als Desinfektionsmittel innerhalb des Trockenapparates kommen   insbesondere Formalin und Menthol in Frage. In dem Trocken- und Desinfektionsapparat liegen Bürsten,   Kämme, Pinsel usw. für sich auf den Horden getrennt, und die Horden liegen zweckmässig etwas schief, damit die Feuchtigkeit abfliesst, soweit sie nicht durch Verdampfung verdunsten kann. 



   Sauerstoff wird an tiefster Stelle eingeblasen, und dadurch werden die an Bürsten und Kämmen befindliehen eiweisshaltigen Stoffe, z. B. Haarschinnen, vollkommen zerstört. Im Trocken-bzw. Desinfektionsraum bleiben die Gegenstände etwa durchschnittlich 25 Minuten lang. Der Sauerstoff kann an tiefster Stelle der Einrichtung eingeblasen oder auch durch einen Ventilator in Umlauf gehalten werden. 



   Sind die Werkzeuge und Geräte etwa 20-30 Minuten im Troekenraum gewesen, so wird die Heizung eingestellt, aber weiter Sauerstoff eingeleitet, so dass das Erkalten in der Sauerstoffatmosphäre stattfindet. Die Horden werden nun, ohne dass ein Gegenstand berührt werden muss, auf   Schütteleinrichtungen   oder sonstige passende, geschlossen abgedeckte Transportmittel ausgeleert, u. zw. jedes Gerät zweckmässig auf eine besondere   Sehütteleinriehtung   bzw. einen Trichter z gemäss Fig. 3, von wo die Geräte auf ein abgedecktes Transportband gelangen, von wo sie den Verpackungen zugeführt werden. Diese Verpackungen können nun aus Einzelbehältern 4 bestehen, die entweder Pergament oder Papierhülsen sind, deren Verschluss durch eine besondere Oblate abgeschlossen wird. 



   Die Papier-bzw. Papphülsen sind natürlich der Grösse des jeweiligen Gegenstandes angepasst und die Papphülsen zweckmässig nochmals mit einem Papierschlauch überzogen, dessen Enden zum völlig dichten Verschluss umklappbar sind, worauf durch ein Siegel, eine Oblate od. dgl. der Verschluss endgültig festgelegt wird. 



   Die vorher schon im   Troekenbehälter   y vorgetrockneten, aber noch nicht vollständig trockenen
Geräte können zum Nachtrocknen auf dem endlosen Förderband 2 gemäss Fig. 3 noch durch eine besondere Trockenvorrichtung geführt werden. Das Band rollt durch einen geschlossenen und abgedeckten Raum 31, und die auf dem Förderband liegenden Gegenstände werden von einem Heissluft-und Sauerstoffstrom angeblasen und somit während des   langsamen Weiterrollrns   in der zirka 5-10m langen Trockenvorrichtung nachgetroeknet und   nachdesinfiziert.   



   Am Ende der Förderbahn fallen die Gegenstände über eine schiefe Ebene   32,   die ihrerseits auch noch abgedeckt sein kann, entweder gleich in die bereitgehaltenen Aufnahmebehälter, z. B. Kartonnagen, die an der unteren Bodenseite schon zugeklebt und an der andern für die Füllung offen bereit stehenden oberen Seite noch geöffnet sind, oder aber sie werden beim Abfallen vom Rollband über die schiefe Ebene einer Paketfüllmaschine zum Einpacken zugeführt. 



   Der geschlossene, mit Heissluft zu füllende Raum 31 kann als Trockenofen ausgebildet sein, oder er kann an der Eintrittsöffnung des Rollbandes mit einer siebartigen Gasflamme, hinter welcher ein Ventilator angebracht ist, versehen sein. Der Ventilator treibt die eintretende Luft je nach   gewünschter   Windstärke über das heizende Gassieb in den Trockenraum ein und durch die Austrittsöffnung des Rollbandes wieder heraus. 



   Die gereinigten und desinfizierten Gegenstände werden in Sammelbehälter oder auch in Einzelbehälter gebracht und diese durch Oblaten oder Siegel abgeschlossen. 



   Eine Einrichtung zur Aufbewahrung einer grossen Anzahl von   Gerätschaften   ist in den Fig. 8-11 dargestellt. Hiebei können die Geräte und Werkzeuge unter dem ständigen Einfluss desinfizierender Gase stehen, die in Gefässen 22 nach Fig. 8 entwickelt werden. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 8-11 ruht eine Glocke 23 luftdicht auf einer Unterlage 24. 



  Diese Unterlage   24   nimmt ein Gefäss 22 für die Entwicklung der Dämpfe desinfizierender Stoffe auf. Diene Dämpfe verbreiten sich im ganzen Raum, und zur besseren Einwirkung kann die Luft aus einem Hahn abgelassen werden, so dass der ganze Raum unter Einwirkung dieser desinfizierenden Dämpfe steht. 



   Die Werkzeuge, Kamm, Bürste usw. ruhen in Schiebeladen 26, die in grosser Anzahl in dem Behälter 23 angebracht sind. Diese Schiebeladen decken sowohl im eingeschobenen wie im herausgeschobenen Zustande die Öffnung dicht ab, so dass keine infizierenden Stoffe herein-und keine Gase nach aussen dringen können. An jeder Schiebelade 26 befindet sich eine Blattfeder 27, die beim Herausziehen vorschnellt und sich gegen die Seitenwand anlegt, so dass ein   Zurückschieben   der Lade nicht mehr   möglich   ist. Mit den Federn 27 stehen Stifte 28 in Verbindung, die an einer Stange 29 angebracht sind. Durch Verschieben dieser Stange drücken die Stifte 28 die Federn 27   zurück,   so dass die Federn an den Laden anliegen und diese eingeschoben werden können.

   Durch das Verschliessen werden die Stifte 28 wieder von den Federn   zurückbewegt   und gleichzeitig wird auch der ganze Kasten 23 durch die Sperrklinke 30 festgelegt, so dass also der ganze Kasten verschlossen ist und auch gleichzeitig die Schiebeladen so gesichert sind, dass sie nur herausgeschoben, aber nicht wieder eingeschoben werden können. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Behandlung von Werkzeugen und Geräten für das Friseurgewerbe, um sie nach jedem Gebrauche zur Benutzung für eine andere Person bereitzustellen, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeuge und Geräte der Einwirkung fester, flüssiger und gasförmiger Stoffe zur Reinigung und Desinfektion ausgesetzt, getrocknet und ohne Berührung mit der Hand in gegen das Eindringen von <Desc/Clms Page number 4> infizierenden Stoffen gesicherte Behälter gebracht werden, welche darauf in ihrem Verschluss durch Siegel, Oblaten usw. bzw. mechanische Schlusseinrichtungen derart gesichert werden, dass die mit den Geräten zu behandelnde Person die Entnahme aus dem gesicherten Behälter erkennen kann.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigung und Desinfektion in einem allseitig geschlossenen und mit Abzug versehenen Behälter erfolgt, in dessen Flüssigkeit die Werkzeuge und Geräte mit Hilfe eines netzartigen Heb-und senkbaren Korbes einhängen, wobei die Flüssigkeit durch geeignete Mittel gegen den Korb zu bewegt wird, ständig neue Flüssigkeit von unten zufliesst und von der Oberfläche die Fett-und Schmutzteilchen abfliessen.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geräte und Werkzeuge nach der Reinigung und Desinfektion durch Kippen des siebartigen Korbes auf Horden eines Trockenschrankes geschüttet werden, worin die Trocknung bei einer Temperatur von'ungefähr 50-60'erfolgt unter gleichzeitiger Einwirkung von Desinfektionsmitteln und eines Sauerstoffstromes, der entweder ständig oder nur zu bestimmten Zeiten durch den Trockenbehälter geschickt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Trockenschrank die Geräte und Werkzeuge auf ein endloses, geschlossen abgedecktes Band gelangen, wo sie nach Zurecht- EMI4.1 Siegel bzw. Oblaten versehen werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Transportband zum Nachtrocknen der Geräte durch eine besondere, geschlossene, mit Heissluft oder Sauerstoff versorgte Trockenvorrichtung geführt wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Werkzeug und Geräte, wie beispielsweise Kämme und Bürsten, vor der Reinigung und Desinfektion einer besonderen mechanischen Vorbehandlung durch Kämmen und Bürsten unterworfen werden, indem die Borstenträger mittels Transportbandes unter rotierenden Bürsten bzw. unter Kämmen hindurchgeführt werden.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der geschlossene, zur Reinigung und Desinfektion dienende Behälter mit. einem abschliessbaren Kasten versehen ist, durch welchen der die Werkzeuge und Geräte enthaltende Siebkorb derart aus dem Behälter entfernt und in denselben eingeführt werden kann, dass keine schädlichen Dämpfe nach aussen treten.
    8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Aufbewahrung der gereinigten und desinfizierten Werkzeuge Schiebeladen (26) durch Federn (27) in der offenen Lage gehalten sind, die von einer Stange (29) mit Hilfe von Stiften (28) zurückdrückbar sind, wobei durch die Stange (29) der Kasten (23) mit Hilfe einer Klinke (30) verschoben wird. EMI4.2
AT119651D 1927-09-03 1927-09-03 Verfahren zur Behandlung von Werkzeugen und Geräten für das Friseurgewerbe, um sie nach jedem Gebrauche zur Benutzung für eine andere Person bereitzustellen. AT119651B (de)

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