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Fig. 3 zeigt ein Schema der Reinigung und Desinfektion der Werkzeuge und Geräte auf mechanischem Wege, in der Weise, dass die Geräte nicht mehr mit der Hand berührt werden müssen, bis die Behälter unmittelbar für den Gebrauch geöffnet werden. Alle Werkzeuge und Geräte, also die Rasierpinsel, die Kämme und die Bürsten, werden unabhängig davon, dass sie schon einer Vorbehandlung unterzogen wurden oder nicht, der Waschung und der Desinfektion im Sinne des Schemas nach Fig. 3 unterworfen.
Wie aus dieser Fig. 3 zu ersehen, befindet sieh in einem Behälter u, der weiter unten noch näher erläutert wird, die Waschflüssigkeit, und die zu reinigenden Gegenstände sind einem siebartigen Behälter v untergebracht, der auf einer Laufkatze w hängt und mittels Flaschenzuges gehoben und gesenkt werden kann. Nach genügender Reinigung wird der Korb v aus der Flüssigkeit gezogen, abtropfen gelassen und die im Korb befindlichen Gegenstände auf Horden x eines Trockenapparates y gebracht. Hiebei beginnt man zweckmässig mit der obersten Horde, die mit der Hand oder automatisch unter den Korb v gebracht werden kann, so dass beim Kippen des Korbes die Gegenstände in bestimmter Menge nebeneinander auf die Horden ausgeschüttet werden.
Die getrockneten und auch mit Desinfektionsmitteln behandelten Gegenstände gelangen durch einen Trichter g auf ein geschlossen abgedecktes Transportband 2, von wo sie durch seitliche Verschiebeeinrichtungen 3 in die richtige Lage gebracht, selbsttätig über eine schiefe Ebene in Behälter 4 fallen, sie sofort verschlossen und mit einer Oblate versehen werden.
In diesem verschlossenen Zustande bleibt nun das gereinigte und desinfizierte Werkzeug, bis unmittelbar vor der Benutzung die Hülle vor Augen der zu behandelnden Person zerrissen wird und Werkzeug und Geräte herausgenommen werden.
Fig. 4-7 zeigen einen Reinigungsbehälter u sowie die dazu nötigen Vorrichtungen nach Schema gemäss Fig. 3.
Die Reinigungs- und Desinfektionsflüssigkeit ist in der Hauptsache zweckmässig Wasser, dem Seife, Soda oder sonstige Reinigungsmittel sowie Fettlösungsmittel oder auch Alkohol zugesetzt fein können. Weitere Zusatzstoffe sind Desinfektionsstoffe beliebiger Art, u. zw. in der Hauptsache solche, die keinen schädlichen Einfluss auf die zu behandelnden Stoffe haben und auch nicht unangenehm durch Geruch auffallen.
Der Behälter 5 für die Endflüssigkeit 6 ist mit einer Haube 7 versehen, die in einen Kamin 8 mündet. Ein Ventilator 9 sorgt für Abfuhr der Dämpfe und Gase. Eine Laufschiene 10 durchquert den Apparat, und auf ihr ist eine Katze 11 beweglich, an welcher ein Korb 12 hängt, der aus Netzwerk besteht oder jedenfalls derart siebartig durchbrochen ist, dass die im Korb befindlichen Gegenstände von allen Seiten von der Reinigungs-und Desinfektionsflüssigkeit bespült werden.
Um nun eine ständige Zufuhr von möglichst grossen und verschiedenen Wassermengen zu den zu reinigenden Gegenständen zu veranlassen, sind schraubenartig Instrumente 13 eingebaut, welche durch ihr Drehen eine ständige Flüssigkeitsbewegung hervorrufen und auch so gestellt werden können, dass wie die Flüssigkeit gegen die zu reinigenden Gegenstände bewegen. Man kann derartige schräubenartige Werkzeuge auch in der aus Fig. 7 erkennbaren Weise ausführen, beispielsweise aus schraubenartig gewundenen Bändern.
Eine weitere Möglichkeit ständiger Flüssigkeitsbewegung besteht darin, dass die Flüssigkeit durch ein Rohr 14 mit vielen einzelnen Düsen eingespritzt wird. Durch dieses Einspritzen kommen stets neue Flüssigkeitsmengen zu den zu reinigenden Gegenständen. Die Flüssigkeit kann entweder ausschliesslich durch das Rohr 14 oder auch noch durch ein besonderes Rohr 15 eingeführt werden, während an der Oberfläche der Flüssigkeit ein Trichter 16 sitzt, der die oberste Flüssigkeitsschicht abführt.
In die Vorderwand des Behälters 5 ist ein Kasten 17 eingebaut, der durch zwei Türen 18 und 19 verschliessbar ist. Die vordere Tür 18 kann mit der Hand geöffnet werden. Die hintere Tür 19 dagegen wird durch eine Stange 20 von aussen geöffnet und geschlossen.
Will man nun den Inhalt des Korbes 12 auswechseln, nachdem die Reinigung beendet ist, so lässt man ihn durch die Katze hochheben und führt die Katze derart, dass der Korb in den Kasten 17 eintritt, nachdem die Tür 19 nach aussen geöffnet worden war. Hiebei ist die äussere Tür 18 geschlossen. Durch Weiterbewegen der Katze wird nun der Korb 12 vollständig in den Kasten eingeführt, wonach die hintere Tür 19 geschlossen wird und die vordere Tür 18 geöffnet werden kann. Nun kann der Kasten nach aussen genommen und ein neuer Kasten in derselben Weise eingeführt werden, ohne dass schädliche Dämpfe nach aussen dringen können.
Natürlich muss auch für eine sorgfältige Abdichtung an der Stelle gesorgt werden, an der die Seile für den Korb 12 durch den Kasten 17 treten oder an der die Katze durch die Seitenwand tritt u. dgl. mehr.
Man könnte auch die Haube tiefer legen, so dass die Katze und ihre Führung mehr innerhalb des Reinigungsraumes liegen.
Zur Führung des Tragseiles für den Korb 12 ist beispielsweise eine Gabel 21 vorgesehen, die das Tragseil und damit auch. den Korb in die richtige Lage zum Kasten 17 steuert.
Zweckmässig hängt der Korb v (Fig. 3) an einem Flaschenzug, um in der Höhe beliebig verstellbar zu sein, und durch geeignete Kippvorrichtung kann er sich seines Inhaltes erledigen. In dem Trockenapparat bleiben die Gegenstände einer Temperatur von ungefähr 50-60c ausgesetzt, und ein Sauerstoffstrom wird gleichzeitig durch den ganzen Behälter derart gejagt, dass der ganze Inhalt des Trockenraumes
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damit in Berührung gebracht wird. Als Desinfektionsmittel innerhalb des Trockenapparates kommen insbesondere Formalin und Menthol in Frage. In dem Trocken- und Desinfektionsapparat liegen Bürsten, Kämme, Pinsel usw. für sich auf den Horden getrennt, und die Horden liegen zweckmässig etwas schief, damit die Feuchtigkeit abfliesst, soweit sie nicht durch Verdampfung verdunsten kann.
Sauerstoff wird an tiefster Stelle eingeblasen, und dadurch werden die an Bürsten und Kämmen befindliehen eiweisshaltigen Stoffe, z. B. Haarschinnen, vollkommen zerstört. Im Trocken-bzw. Desinfektionsraum bleiben die Gegenstände etwa durchschnittlich 25 Minuten lang. Der Sauerstoff kann an tiefster Stelle der Einrichtung eingeblasen oder auch durch einen Ventilator in Umlauf gehalten werden.
Sind die Werkzeuge und Geräte etwa 20-30 Minuten im Troekenraum gewesen, so wird die Heizung eingestellt, aber weiter Sauerstoff eingeleitet, so dass das Erkalten in der Sauerstoffatmosphäre stattfindet. Die Horden werden nun, ohne dass ein Gegenstand berührt werden muss, auf Schütteleinrichtungen oder sonstige passende, geschlossen abgedeckte Transportmittel ausgeleert, u. zw. jedes Gerät zweckmässig auf eine besondere Sehütteleinriehtung bzw. einen Trichter z gemäss Fig. 3, von wo die Geräte auf ein abgedecktes Transportband gelangen, von wo sie den Verpackungen zugeführt werden. Diese Verpackungen können nun aus Einzelbehältern 4 bestehen, die entweder Pergament oder Papierhülsen sind, deren Verschluss durch eine besondere Oblate abgeschlossen wird.
Die Papier-bzw. Papphülsen sind natürlich der Grösse des jeweiligen Gegenstandes angepasst und die Papphülsen zweckmässig nochmals mit einem Papierschlauch überzogen, dessen Enden zum völlig dichten Verschluss umklappbar sind, worauf durch ein Siegel, eine Oblate od. dgl. der Verschluss endgültig festgelegt wird.
Die vorher schon im Troekenbehälter y vorgetrockneten, aber noch nicht vollständig trockenen
Geräte können zum Nachtrocknen auf dem endlosen Förderband 2 gemäss Fig. 3 noch durch eine besondere Trockenvorrichtung geführt werden. Das Band rollt durch einen geschlossenen und abgedeckten Raum 31, und die auf dem Förderband liegenden Gegenstände werden von einem Heissluft-und Sauerstoffstrom angeblasen und somit während des langsamen Weiterrollrns in der zirka 5-10m langen Trockenvorrichtung nachgetroeknet und nachdesinfiziert.
Am Ende der Förderbahn fallen die Gegenstände über eine schiefe Ebene 32, die ihrerseits auch noch abgedeckt sein kann, entweder gleich in die bereitgehaltenen Aufnahmebehälter, z. B. Kartonnagen, die an der unteren Bodenseite schon zugeklebt und an der andern für die Füllung offen bereit stehenden oberen Seite noch geöffnet sind, oder aber sie werden beim Abfallen vom Rollband über die schiefe Ebene einer Paketfüllmaschine zum Einpacken zugeführt.
Der geschlossene, mit Heissluft zu füllende Raum 31 kann als Trockenofen ausgebildet sein, oder er kann an der Eintrittsöffnung des Rollbandes mit einer siebartigen Gasflamme, hinter welcher ein Ventilator angebracht ist, versehen sein. Der Ventilator treibt die eintretende Luft je nach gewünschter Windstärke über das heizende Gassieb in den Trockenraum ein und durch die Austrittsöffnung des Rollbandes wieder heraus.
Die gereinigten und desinfizierten Gegenstände werden in Sammelbehälter oder auch in Einzelbehälter gebracht und diese durch Oblaten oder Siegel abgeschlossen.
Eine Einrichtung zur Aufbewahrung einer grossen Anzahl von Gerätschaften ist in den Fig. 8-11 dargestellt. Hiebei können die Geräte und Werkzeuge unter dem ständigen Einfluss desinfizierender Gase stehen, die in Gefässen 22 nach Fig. 8 entwickelt werden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 8-11 ruht eine Glocke 23 luftdicht auf einer Unterlage 24.
Diese Unterlage 24 nimmt ein Gefäss 22 für die Entwicklung der Dämpfe desinfizierender Stoffe auf. Diene Dämpfe verbreiten sich im ganzen Raum, und zur besseren Einwirkung kann die Luft aus einem Hahn abgelassen werden, so dass der ganze Raum unter Einwirkung dieser desinfizierenden Dämpfe steht.
Die Werkzeuge, Kamm, Bürste usw. ruhen in Schiebeladen 26, die in grosser Anzahl in dem Behälter 23 angebracht sind. Diese Schiebeladen decken sowohl im eingeschobenen wie im herausgeschobenen Zustande die Öffnung dicht ab, so dass keine infizierenden Stoffe herein-und keine Gase nach aussen dringen können. An jeder Schiebelade 26 befindet sich eine Blattfeder 27, die beim Herausziehen vorschnellt und sich gegen die Seitenwand anlegt, so dass ein Zurückschieben der Lade nicht mehr möglich ist. Mit den Federn 27 stehen Stifte 28 in Verbindung, die an einer Stange 29 angebracht sind. Durch Verschieben dieser Stange drücken die Stifte 28 die Federn 27 zurück, so dass die Federn an den Laden anliegen und diese eingeschoben werden können.
Durch das Verschliessen werden die Stifte 28 wieder von den Federn zurückbewegt und gleichzeitig wird auch der ganze Kasten 23 durch die Sperrklinke 30 festgelegt, so dass also der ganze Kasten verschlossen ist und auch gleichzeitig die Schiebeladen so gesichert sind, dass sie nur herausgeschoben, aber nicht wieder eingeschoben werden können.
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