AT118641B - Verfahren zur Herstellung von Asphalt und asphaltähnlichen Produkten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Asphalt und asphaltähnlichen Produkten.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Asphalt und asphaltähnlichen Produkten. Es ist bereits bekannt, Asphalt und asphalt ähnliche Produkte aus flüssigen oder halbfesten Mineralölkohlenwasserstoffen herzustellen, indem man auf Rohölrückstände oder Rückstände aus der Zersetzungsdestillation der Mineralöle, Schieferöle, Braunkohlenteere usw. oder andere Kohlenwasserstofföle ungesättigten Charakters Sauerstoff oder sauerstoffhaltige Gase einwirken lässt. Die fabriksmässige Asphalterzeugung erfolgt in der Weise, dass das zu behandelnde asphalthaltige Produkt in den Destillationskessel gebracht und durch entsprechend gesteigerte Wärmezufuhr der Inhalt des Kessels zum Sieden gebracht wird. Zur Vermeidung von örtlichen Überhitzungen und Beschleunigung des Destillationsvorganges wird direkter, überhitzter Wasserdampf mittels perforierter Röhren, welche am Boden des Kessels liegen, in einer genau dem Destillationsgut angepassten Menge eingeführt. Nachdem der Kesselinhalt genügend konzentriert wurde und den erwünschten Erweichungspunkt erreicht hat, wird die Wärmezufuhr abgestellt, die Dampfeinleitung jedoch bis zur genügenden Abkühlung des Kessel- rückstande's aufrechterhalten. Durch die fortgesetzte Dampfzufuhr wird noch der Rest an schwerem Destillat abgetrieben und der Erweichungspunkt des Rückstandes hiedurch um einige Grade weiter erhöht. Das Endprodukt wird im noch warmen Zustande in Trommeln oder Blockformen abgefüllt und erstarren gelassen. Will man jedoch aus demselben Ausgangsprodukt einen höher schmelzenden Asphalt herstellen, so kann dies nach zwei Methoden ausgeführt werden. A. Die Konzentrierung des Kesselrückstandes wird bis zum gewünschten Erweichungspunkt des Asphaltes am Fertigprodukt fortgesetzt, wobei eine geringere Ausbeute erzielt wird. B. Nach genügender Vorkonzentration wird durch den heissen Kesselrückstand Luft eventuell mit Dampf zusatz (s. amerikanisches Patent Nr. 1,057. 277) durchgeblasen, bis der verlangte Erweichungspunkt erreicht ist. Hiebei resultiert eine wesentlich grössere Ausbeute an Asphaltprodukten als bei A. Die so hergestellten asphaltähnlichen Produkte besitzen jedoch einen nur matten Glanz und einen relativ niedrigen (meistens unter 180 C liegenden) Flammpunkt. Ferner besitzen sie eine inhomogene, fettige, schmierige Konsistenz. Dies sind Eigenschaften, welche die Produkte für die normalen Verwen- dungszwecke des Asphaltes ungeeignet machen. Es wurde nun gefunden, dass ein einheitliches Produkt von wesentlich besseren Eigenschaften mit schönem Glanz und hohem Flammpunkt erzielt werden kann, wenn man erst nach Beendigung der oxydierenden Behandlung eine Wasserdampfbehandlung anschliesst, bei welcher durch die noch heisse Asphaltmasse überhitzter Wasserdampf durchgeleitet wird. Der Dampf darf nicht zugesetzt werden, bevor die gewünschte Menge an neugebildeten Asphaltstoffen erzeugt worden ist. Würde man vorzeitig Dampf zusetzen, so wäre die Ausbeute an fertigem Asphalt bedeutend geringer. An Stelle des überhitzten Wasserdampfes kann auch ein indifferentes (sauerstofffreies) Gas mit gleichem Erfolg durch die noch heisse Asphaltmasse geleitet werden. Beispiel : 100 kg eines bei der Zersetzungsdestillation von mexikanischem Heizöl erhaltenen Rückstandes mit folgenden Eigenschaften : <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 <tb> <tb> Spezifisches <SEP> Gewicht................. <SEP> 0-970 <tb> Stockpunkt......................... <SEP> - <SEP> 220 <SEP> C <tb> Viskosität <SEP> bei <SEP> 50 C................ <SEP> 5 Engler <tb> Jodzahl <SEP> 45 <tb> werden in einem Kessel auf 160 C erwärmt. Man leitet etwa 12 Stunden lang einen kräftigen Luftstrom hindurch, wobei eine Steigerung der Temperatur durch Selbsterhitzung eintritt. Sobald die Luftzufuhr abgestellt ist, wird in die noch heisse Asphaltmasse überhitzter Wasserdampf eingeleitet. Nach dem Abkühlen wird der gebildete Asphalt abgelassen. Die. Ausbeute an Asphalt vom Erweichungspunkt EMI2.2 Flammpunkt. Ein aus dem Kessel vor Beginn des Dampfeinleitens entnommenes Asphaltmuster zeigt auch schon einen Erweichungspunkt von etwa 50 , jedoch ist sein Aussehen matt, die Bruchfläche körnig und inhomogen. Hieraus ergibt sich, dass durch die anschliessende Dampfbehandlung eine wesentliche Verbesserung des Produktes erzielt worden ist.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Asphalt und asphaltähnlichen Produkten aus flüssigen oder halbfesten Mineralölkohlenwasserstoffen durch Behandeln mit Sauerstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man auf die mit Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bereits behandelten noch heissen Produkte überhitzten Wasserdampf oder ein indifferentes (sauerstoffreies) Gas einwirken lässt.
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