AT116658B - Klemme zur Verbindung zweier elektrischer Leitungsseile. - Google Patents

Klemme zur Verbindung zweier elektrischer Leitungsseile.

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AT116658B
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Wilhelm Hofmann Fa J
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Klemme zur Verbindung zweier elektrischer Leitungsseile. 



   In der Elektrotechnik findet an Stelle von Kupfer auch Aluminium bzw. Aluminiumlegierung oder auch Stahlaluminium als Leitungsmaterial ausgedehnte Verwendung. Die Leiter werden in Rücksieht auf die mechanischen Eigenschaften des Aluminiums ausschliesslich in Foim von Seilen, die aus konzentrisch angeordneten Einzeldrähten bestehen, hergestellt. Es ist nun die   Eifahrung   gemacht worden, dass die   Verbindungs-und   Abzweigstellen an Aluminiumleitungen nach einer gewissen Zeit zu Kontaktstörungen VeIanlasssung geben. Durch Vergrösserung der Kontaktstellen konnte der Übelstand nicht beseitigt werden. Die Ursache dieser Erscheinung ist darin zu suchen, dass sich die Oberfläche der 
 EMI1.1 
 schlecht leitet bzw. dem Stromübergang einen erheblichen Widerstand entgegensetzt.

   Die Verbindungsoder Abzweigklemmen standen nur mit der äusseren Drahtlage des Seiles in metallisch bzw. elektrisch leitender Verbindung und erfüllen ihren Zweck nur so lange vollständig, als das Leitungsseil neu und blank war bzw. die äussere Drahtlage von den inneren Lagen des Seiles nicht durch Oxyde getrennt war. Durch
Regenwässer oder gasförmige Luftverunreinigungen bilden sich aber schlechtleitende Oxydschichten auf den Oberflächen der Einzeldrähte, die nach und nach auch zu den inneren Drähten des Seiles gelangen, so dass diese von den äusseren, mit den Klemmen in direkter Verbindung stehenden Drähten isoliert werden. 



   Der elektrische Strom kann seinen Weg zur Klemme nur noch über die äussere Drahtlage des Seiles nehmen. 



   Dieser Leitungsquerschnitt ist aber zu klein und treten infolgedessen schon bei normalen Betriebs- verhältnissen Erwärmungen innerhalb der Klemme ein, die zu   Ansehmorungen   bzw. zu Zerstörungen der Verbindung-und Abzweigklemmen führen. 



   Diese Nachteile werden nach der vorliegenden Erfindung dadurch behoben, dass die einzelnen
Drahtlagen der zu verbindenden Seile für sich durch Klemmbacken in direkte Verbindung gebracht werden ; hiebei sind so viel Klemmpaare vorgesehen, als die zu verbindenden Seile Drahtlagen besitzen. 



   Auf der Zeichnung ist die Erfindung in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt, u. zw. zeigen die Fig. 1, 2 und 3 die Verbindungsmöglichkeit zweier von rechts bzw. links kommender Seile, u. zw. in Fig. 1 in der Seitenansicht, in Fig. 2 in der Draufsieht und in Fig. 3 in einem Schnitt nach der
Linie   1-1   in Fig. 2 ; Fig. 4 stellt den Querschnitt eines Seiles im vergrösserten Massstabe dar. In den
Fig. 5,6 und 7 ist die Verbindungsmöglichkeit für zwei von derselben Seite kommende Leitungsseile dargestellt, u. zw. in Fig. 5 in einer Seitenansicht, Fig. 6 in einer Draufsicht, Fig. 7 in einem Querschnitt nach der Linie 2-2 in Fig. 6. 



   Da der im Innern liegende Kerndraht in seinem Querschnitt vernachlässigt werden kann, werden 
 EMI1.2 
 wendet. 



   Das Klemmpaar aa besitzt auf der einen Seite (s. Fig. 2) ein Bohrung, die dem äusseren Seildurchmesser entspricht, während die Bohrung auf der andern Klemmseite dem Durchmesser der innersten Seillage angepasst ist. Das zweite Klemmpaar bb erhält beiderseits Bohrungen von gleichem Durchmesser der mittleren Seillage, während das Klemmpaar ce wieder dieselben Bohrungen erhält wie aa, nur umgekehrt liegend. 



   Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach den Fig. 5,6 und 7, bei welchem die von de selben Seite kommenden Seile   d,   e leitend verbunden werden sollen, besitzt das Klemmpaar aa beiderseits die- 

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 selben Bohrungen, die dem äusseren Durchmesser der zu verbindenden Seile d, e entsprechen. Die Bohrungen des Klemmpaares bb entsprechen dem Durchmesser der mittleren und die Bohrungen des Klemmpaares ce dem Durchmesser der inneren Drahtlagen der Seile. 



   Es ist ohne weiteres ersichtlich, dass bei einer derartigen Verbindungsklemme etwaige Oxydationen zwischen den Drahtlagen nicht mehr   störend wirken   können, denn die Klemmpaare kommen mit jeder Drahtlage in direkte Berührung, auch kann jede Drahtlage an der Berührungsstelle mit der Klemme vor der Montage der letzteren metallisch blank gereinigt werden. 



   Die Form der Klemmpaare kann beliebig sein. In dem gezeichneten Ausführungsbeispiel werden jeweils zwei Klemmbacken durch   Schrauben f zusammengehalten. Statt   der einzelnen Klemmpaare, wie in den Zeichnungen dargestellt, kann man die   Klemmenunterteile   sowohl als auch die Klemmenoberteile zu je einem Stück vereinigen und entsprechend den verschiedenen Seildurchmessern abgesetzte Bohrungen anordnen. 



   Die vorstehend erläuterte Klemmausführung ist in erster Linie für Leitungen aus Aluminium oder   ähnlichen   Metallen sowie für Stahlaluminiumleitungen gedacht ; sie kann aber auch für Kupferleitungen mit Vorteil benutzt werden, da durch Umfassung aller Einzeldrähte eine sehr grosse Kontaktfläche erzielt wird. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Klemme zur Verbindung zweier elektrischer Leitungsseile, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Drahtlagen jedes der beiden zu verbindenden Seile für sich durch Klemmbacken mit Draht- 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. 2. Klemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass so viel Klemmpaare (a, b, e) vorgesehen sind, als jedes der zu verbindenden Seile (d, e) Drahtlagen besitzt.
    3. Klemme nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrungen der Klemmpaare dem Durchmesser der einzelnen Drahtlagen der zu verbindenden Seile angepasst sind.
AT116658D 1928-08-10 1928-12-22 Klemme zur Verbindung zweier elektrischer Leitungsseile. AT116658B (de)

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