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Die Erfindung betrifft eine Zündkerze für Verbrennungskraftmaschinen, welche den Hauptgrund des Versagens der Zündkerze durch Kurzschluss (Springen des Isolierkörpers und Bildung einer leitenden Russbrücke) beseitigt. Man hat diese Ubelstände dadurch zu beseitigen versucht, dass man den verstärkten Teil des Isolators mit einer ihn umschliessenden Metallhülse und anderseits mit einem vor dem Isolator
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für den Mittelelektrodenstift zu dienen. Hiedurch ist weder eine intensive Wärmezuleitung zu dem verdickten Teil des Isolators möglich, auch wird durch den kurzen Metallkopf ein Springen des Isolators und die Bildung einer leitenden Russbrücke nicht verhindert. Ein gleichmässiges Erwärmen des Isolators wird nicht erreicht.
Dieses wird nach der Erfindung dadurch ermöglicht, dass der verstärkte Teil des Isolators von einer gut wärmeleitenden Metallhülse umschlossen ist, welche eine dem Zündkerzenkörper von innen anliegende, vom Isolator abstehende, gegebenenfalls verstärkte Verlängerung besitzt und dass zwischen dem Elektrodenkopf und dem Isolator ein verstärkter Metallhals sich befindet, der so geformt ist, dass er die auf ihn auftreffenden entflammen Gase auf die verlängerte Metallhülse ablenkt. Der Metallhals kann mit einem Mantel aus gezogenem Nickelmetall. Nickellegierung oder einem andern schwer schmelzbaren Metall umhüllt sein, wobei zwischen dem Mantel und der Elektrode ein Hohlraum vorgesehen sein kann.
Die Erfindung wird durch eine Zeichnung veranschaulicht. Fig. 1 zeigt die Zündkerze im Längsschnitt, Fig. 2 eine Ausführungsform der Metallhülse und des Metallhalses in Ansicht, Fig. 3 die Zünd-
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raum im Schnitt. a ist der Zündkerzenkörper, b der Isolierkörper, e die verlängerte Metallhülse aus Kupfer mit der schrägen Auflagefläche o', die sieh auf die entsprechende Abschrägung a' (Fig. 1) oder die scharfe Kante a" (Fig. 3) des Hauptkörpers des Zündkerzenkörpers legt. d ist ein Metallhals, der nach dem Isolierkörper b zu verdickt ist, auf welchem er aufsitzt. e ist ein Mantel aus gezogenem Nickel, welcher dem Metallhals d nach Fig. 3 und 4 aufsitzt. f ist eine Querplatte am Ziindkprz (nkörper, g ist die äussere Elektrode.
Nach Fig. 4 ist h ein Hohlraum, i eine Einkerbung oder Einrollullg und keine Bördelung zum Befestigen
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die schräge Auflagefläche e'.
Erfolgen im Zylinder Explosionen, so wird der Isolierkörper von der Stichflamme nicht direkt berührt, diese wird durch den langen Metallhals, der nach dem Isolierkörper dicker wird, an die Innen- wand der den Hauptkörper a überdeckenden, gut leitenden Metallhülse c abgelenkt. Ausserdem sorgt der lange Metallhals d dafür, dass nur ein Teil der ursprünglichen Wärme zum Isolierkörper vordringt, da auf dem Wege bis zu diesem ein Teil der Wärme durch Ausstrahlung aufgezehrt wird.
Da ein Springen des Isolierkörpers nur durch ungleichmässige Erwärmung des dünnen und des
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Teil, von vorne herein, die nötige Wärmemenge zuzuführen, was auf folgende Weise erreicht wird :
Der Isolierkörper hat seinen Sitz in einer gut wärmeleitenden Metallhülse, die aussen zylindrisch, im Innern aber abgestuft ist. In dem inneren grösseren Durchmesser sitzt der Isolierkörper auf dem An- satz des starkwandigen, in das Innere des Zündkerzenkörpers ragenden Unterteils der Hülse.
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Oben an der schwachen Wand der Hülse wird der Isolierkörper durch Einziehen oder Umbördelung der Hülse gehalten. Die Metallhülse, die je nach der Wärmeentwicklung des Motors länger oder kürzer gehalten werden kann, hat ihre Führung in einer Ausdrehung des Zündkerzenkörpers und dichtet unten ab.
Die Abdichtung des Isolierkörpers im Metallmantel und die Dichtung des Mantels im Zündkerzen- körper erfolgt durch einen Druck, der entweder durch Verschraubung oder aber durch Umbördelung der oberen Kante des Hauptkörpers erfolgen kann.
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mit welcher er abdichtend aufsitzt, ist nach einer andern Ausführungsform, Fig. 2, der leichtwärmeleitende Metallmantel nach unten zu verjüngt und die Schräge c'sitzt zwischen dem dickeren und dem verengten Teil des Mantels. Es wird so die Abdichtung ohne Zuhilfenahme eines Dichtungsringes erreicht, welche mit der ganzen unteren Fläche bewirkt wird.
Es entsteht unter Berücksichtigung der verhältnismässig grossen Auflage auf den einzelnen Punkten nur ein geringer Druck und es ist die absolute Abdichtung hiedurch bisweilen in Frage gestellt.
Wird dagegen die untere abgeschrägte Fläche des Mantels auf eine scharfe Kante des aus Stahl bestehenden Zündkerzenkörpers aufgepresst, Fig. 3, so dichten die Teile infolge der Wirkung des ganzen Druckes auf eine minimale Fläche vollständig hermetisch ab, auch wenn kleine Fehler im Rundlaufen der Teile vorgekommen sind.
Der zur Ablenkung der heissen Stichflamme von dem Isolierkörper und als Zuleitung zur gut leitenden Metallhülse c dienende Metallhals muss nach den gemachten Erfahrungen am besten aus Reinnickel oder aus einer hochprozentigen Nickellegierung bestehen. Um die Bearbeitung zu vereinfachen. wird der
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aus Nickelmetall gezogener, mit rundem Boden versehener Mantel aufgepresst, der zum sicheren Halt in Nuten oder Einkerbungen des inneren Stahlteiles eingerollt ist und auch am andern Ende k gebördelt sein kann (Fig. 3,4).
Durch den aufgezogenen Mantel e kann auch ein Hohlraum dicht bei der Funkenstrecke geschaffen werden, der je nach seiner Grösse den Glühzündungswert der Zündkerze nach unten oder oben beeinflusst.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Zündkerze für Verbrennungskraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass eine an dem Zünd- kerzenkörper von innen anliegende Metallhülse eine vom Isolator abstehende, gegebenenfalls verstärkte Verlängerung hat und zwischen dem Elektrodenkopf und dem Isolator ein verstärkter Metallhals sieh befindet, der so geformt ist, dass er die auf ihn auftreffenden entflammten Gase auf die Metallhülse ablenkt.
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