AT115401B - Als Diaphragma oder Filter verwendbarer poröser Körper. - Google Patents

Als Diaphragma oder Filter verwendbarer poröser Körper.

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AT115401B
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Austria
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chromium oxide
chromium
heating
porosity
filter
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Inventor
Nikolaus Dr Schoenfeldt
Reinhold Reichmann
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Siemens Ag
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Description


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  Als Diaphragma oder   Filter verwendbarer poröser Körper.   



   Die Erfindung betrifft einen porösen Körper, der sowohl als Filter als auch als Diaphragma angewendet werden kann, mit beliebigem, dem jeweiligen Verwendungszweek angepassten   Porositäts-und   Festigkeitsgrad. Der neue Körper ist also insbesondere als Filter schlechthin für Flüssigkeiten oder Gase, als Diaphragma vorzugsweise für elektrolytische oder elektro-osmotische Zwecke geeignet. 



   Gemäss der Erfindung besteht das Filter oder Diaphragma aus einer starren porösen Platte im wesentlichen aus Chromoxyd. Es kann beispielsweise dadurch hergestellt werden, dass ein Gemisch von Chromoxyd und einer oder mehreren anderen Chromverbindungen, die beim Erhitzen in Chromoxyd zerfallen, beispielsweise Chromsäure, Chromnitrat oder organisehe Chromverbindungen, in Formen gepresst und der Pressling so lange erhitzt wird, bis die andere Chromverbindung ganz oder teilweise in Chromoxyd übergeführt ist. Man hat es dabei in der Hand, durch Änderung des Mischungsverhältnisses, des Pressdruckes, der Erhitzungstemperatur bzw. Erhitzungsdauer den gewünschten Porositätsgrad zu erzielen.

   Setzt man beispielsweise grösseren Mengen Chromsäure, Chromnitrat od. dgl. zu, so wird die Porosität des entstehenden Filters oder Diaphragmas unter sonst gleichen Herstellungsbedin- 
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 ebenso durch Steigerung der Erhitzungstemperatur bzw. Erhitzungsdauer. Weiter lässt sich durch beide Massnahmen die mechanische Festigkeit erhöhen. Die erwähnten Massnahmen können entweder allein oder in beliebiger Kombination bei der Herstellung des neuen Filters oder Diaphragmas angewendet werden. 



   Nach dem vorstehend angegebenen Herstellungsverfahren wurden beispielsweise 18 Gramm Chromoxyd und 2 Gramm Chromsäure miteinander gemischt und unter Anwendung eines Druckes von etwa 35 Atmosphären auf die gesamte Fläche, d. h. 3-5   Atm./em   zu einer Kreisscheibe zusammengepresst. 



  Die Scheibe wurde dann auf etwa   700-800  C   erhitzt und dadurch eine Porosität von etwa 50% erreicht. 



  Bei der Anwendung von Chromsäure als   Mischungskomponente   für Chromoxyd hat sich im allgemeinen gezeigt, dass eine Erhitzung des Presslings auf Temperaturen oberhalb von   1800 C   notwendig ist, um die Chromsäure in hinreichendem Masse in Chromoxyd überzuführen. Gegebenenfalls ist es auch möglich, dem Chromoxydpulver ausser den vorerwähnten Chromverbindungen noch andere fremde Substanzen, beispielsweise Kochsalz oder Sägemehl, beizumengen, die entweder bei der Erhitzung verbrennen oder nach der Erhitzung mit Lösungsmitteln entfernt werden können. Hiedurch wird naturgemäss die Porosität erhöht. 



   Eine weitere Form des Herstellungsverfahrens für das neue Diaphragma oder Filter besteht darin, das man Chromoxyd eventuell unter Zugabe anderer Verbindungen, z. B. Chromtrioxyd, einem Sinterungprozess unterwirft und den dadurch entstehenden festen Körper durch Bearbeitung, beispielsweise Schleifen, in die   gewünschte   Form bringt. Es hat sich gezeigt, dass man auch auf diesem Wege durch geeignete Wahl der Höhe der Sinterungstemperaturen und der Dauer der Sinterung in der Lage ist, innerhalb gewisser Grenzen die Porosität zu verändern. Weiterhin kann man das Chromoxyd auch vor der weiteren 

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 Behandlung, z. B. Pressen, bereits einem   Sinterungsprozess   unterwerfen.

   Man hat hiedurch die Möglichkeit, die Korngrösse des Chromoxyds zu ändern, mithin dem neuen Filter und Diaphragma eine passende Porosität zu erteilen. 



   Schliesslich kann man auch das neue Filter und Diaphragma durch Behandlung von Chromoxyd mit einem geeigneten Bindemittel, beispielsweise durch Abbinden mit Zement, gegebenenfalls unter Hinzufügung eines später wieder entfernbaren Füllmaterials, herstellen. Das Material wird dann zunächst in die gewünschte Form gebracht und durch Stehenlassen an der Luft oder durch Anwendung anderer Mittel in einen mechanisch hinreichend festen Körper übergeführt. Es ist dabei auch möglich, als   Füll-   material beispielsweise Chromsäure, Chromnitrat od. dgl. anzuwenden. 



   Das neue Filter oder Diaphragma ist ein mechanisch   hochwiderstandsfähiger   Körper und ist durch Säuren oder Laugen praktisch nicht angreifbar, so dass es insbesondere auch für elektrolytische oder elektro-osmotische Zwecke vorzüglich geeignet ist. Es kann dabei sowohl als Vertikal-als auch als Horizontaldiaphragma in elektrochemischem Sinne verwendet werden. Gewünschtenfalls ist es auch möglich, mit Hilfe des neuen Diaphragmas eine Filterelektrode herzustellen, beispielsweise dadurch, dass die Maschen eines Drahtnetzes mit Chromoxydpulver unter Beimischung geeigneter Bindemittel und Füllkörper ausgefüllt werden und das Gemisch hienach erhärtet wird. Statt Chromoxyd kann z. B. auch Zirkonoxyd verwendet werden. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus einer starren, Chromoxyd enthaltenden Platte bestehender Körper, dadurch gekennzeichnet, dass er in der Hauptsache aus Chromoxyd besteht und zur Verwendung als Filter oder Diaphragma eingerichtet ist.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung von Filtern oder Diaphragmen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Chromoxydpulver mit einer oder mehreren anderen Chrom und Sauerstoff enthaltenden Verbindung, z. B. Chromsäure, Chromnitrat, gemischt wird, aus welchem sich bei der nach der Formgebung durch Pressen stattfindenden Erhitzung in an sieh bekannter Weise Chromoxyd bildet.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass dem Chromoxyd enthaltenden Gemisch zur Erhöhung der Porosität des Filters oder Diaphragmas solche fremde Substanzen wie Kochsalz oder Sägemehl zugesetzt werden, welche ohne mit Chromoxyd zu reagieren, durch die Erhitzung oder nach der Erhitzung wieder entfernt werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Änderung des Mischungsverhältnisses, des Pressdruckes und der Erhitzungstemperatur oder Erhitzungsdauer oder einer dieser Massnahmen dem porösen Körper die jeweils gewünschten Eigenschaften, insbesondere der Porositäts-und Festigkeitsgrad, erteilt werden.
    5. Verfahren zur Herstellung von porösen Körpern nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Chromoxyd gegebenenfalls mit verschiedenen Zutaten, z. B. Chromtrioxyd, gesintert und dem dabei entstehenden Produkt durchs Bearbeitung, z. B. Schleifen, die gewünschte Form gegeben wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 2 oder & , dadurch gekennzeichnet, dass dem Chromoxyclpulver bereits vor der Formgebung, z. B. vor dem Pressen oder vor dem Sintern, eine der gewünschten Porosität angepasste Korngrösse erteilt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 2 oder 5, unter Anwendung eines Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, dass das Chromoxyd mit Zement, gegebenenfalls unter Anwendung eines Zusatzes von einem wieder entfernbaren Füllmaterial, abgebunden wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 2 oder den folgenden Unteransprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass der poröse Körper bei oder nach seiner Herstellung mit einem Drahtgitter zu einem gemeinsamen Ganzen vereinigt wird (Filterelektrode).
AT115401D 1927-04-19 1928-04-17 Als Diaphragma oder Filter verwendbarer poröser Körper. AT115401B (de)

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