AT114722B - Kugeldrehschieber. - Google Patents

Kugeldrehschieber.

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AT114722B
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Der Ludw V Roll Schen Eisenwer
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Kugeldrehschieber. 



   Es sind bereits mehrere   Kugelschieberkonstruktionen   bekannt, die sieh entweder nur für kleine, lichte Weiten und vor allem für geringe Leitungsdrücke eignen, oder aber einen besonderen Hilfsmechanismus zur   Betätigung   erfordern. In letzerem Fall wird zum Abdichten des Schiebers der Druck des ganzen, oder   doch grössten   Teiles des Leitungsquersehnittes verwendet. Der Reibungswiderstand der Dichtungsflächen wird dadurch so gross. dass   die Betätigung nicht   nur einen grossen Energieaufwand erfordert, sondern auch die   Dichtungsflächen   selbst innerhalb kurzer Frist zerstört werden.

   Um dies zu vermeiden, wird vor der Betätigung des Drehteiles der Leitungsdruck so vollständig als möglich von den Diehtungsringen weg auf die weniger empfindlichen und ein viel kleineres Widerstandsmoment besitzenden Drehzapfen überführt. Das setzt aber nicht nur einen entsprechenden Steuermechanismus voraus, sondern auch die Konstruktion eines absperrbaren Raumes, in welchem der Leitungsdruck auf die Dichtungseinrichtung wirkt. Die Entlastung erfolgt durch Ableitung des in diesem Raum wirkenden Druckmittels, 
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 unter dem vollen Leitungsdruck stehenden Teil des Schiebers verhindert wird.

   Die Folge ist ein starkes Abfallen des spezifischen Druckes im Entlastungsraum, wodurch die Betätigung des Schiebers ermöglicht 
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 haben.   Ausserdem wirkt   der Einbau des genannten Entlastungsraumes sowie der den Entlastungs-   meehanismus   bildenden   Zu-,   Um-und Ableitungen mit all ihren Armaturen durch die Komplizierung von Bau und Bedienung auf die Betriebssicherheit, sowie besonders auch auf den Preis des Schiebers sehr nachteilig ein. 
 EMI1.3 
   zuverlässigen Abdichtung durchaus genügt.   Diese Tatsache findet eine weitere   Betätigung   durch die gemachten Beobachtungen, dass in den beschriebenen   Schirbersystrl1lrn   der nach dem..

   Entlasten" im genannten   Hohlraum   verbleibende Überdruck von   0'3-0'4 Atm.   den Schieber immer noch einwandfrei abdichtet. 
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 noch den oben   erwähnten #Restdruck", aber nicht spezifisch   auf das erreichbare Minimum reduziert und auf den ganzen Leitungsquerschnitt verteilt sondern den   Leitungsdruck spezifisch unverändert   auf einen für den Einzelfall zu berechnenden Bruchteil des Leitungsquerschnittes wirkend, wodurch sieh für die   Dichtungsfläehen   derselbe spezifische Flächendruck ergibt. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nun ein   Kugelschieber   für   Hochdruckleitungen   mit dem besonderen Zweck, alle komplizierten, den Sehieber verteuernden und viele Betriebsstörungen 
 EMI1.5 
 

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 EMI2.1 
 des Schiebers ist durch diese Packung mit der Auflage des beweglichen Ringes auf dem Gegenring zusammen eine kreisringförmige, dem   LeitúngsdrÎlrk eil1seitig   ausgesetzte Fläche eingeschlossen, die eine für das völlige Dichthalten des Schiebers genügende minimale Ausdehnung hat. 



   Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt und es zeigt : Fig. 1 einen Längsschnitt und Fig. 2 die Abdichtungsorgane im Schnitt in grösserem Massstabe. 



   Das   Kugelgehäuse     1,   das durch zwei Stutzen 11 und 12 mit der Rohrleitung verbunden ist, trägt das drehbare Rohrstück 2 vermittels der Zapfen 3 in den Lagern 4. Die Zeichnung zeigt den Schieber in   Abschlussstellung,   der Pfeil deutet die   Strömungsrichtung   an. 



   Durch-den Träger 5 der Dichtungseinrichtung, sowie dem darauf befestigten Führungsring 6 einerseits und dem im Gehäuse 1 angebrachten Dichtungsring 7 anderseits wird ein beliebig schmal zu haltender, kreisringförmiger Durchfluss für den Leitungsinhalt gebildet. Dieser wird dann durch den beweglichen Ring   g   und die dazu gehörige Packung 9 verschlossen. Letztere hat den Zweck ; die zylindrische   Führungsfläche   zwischen Ring 8 und Führungsring 6 abzudichten.

   Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist folgende : Der bewegliche Ring   8,   der in Offenstellung des Schiebers vor der Strömung geschützt allseitig gleichmässig unter dem Leitungsdruck steht, kommt in   Abschlussstellung   des Schiebers, wie in der Zeichnung dargestellt, vor den mehr oder weniger gedrosselten Ablauf zu liegen und wird durch den Druck des auf ihn entfallenden Teiles des Leitungsquerschnittes dichtend auf den Gegenring 7 gepresst. 



  Es wird also der Drehteil den weitaus grössten Teil des Leitungsdruekes aufnehmen, während auf den Ring 8 bloss der seiner Fläche entsprechende Teil dieses Druckes entfällt. Die wirksame Breite dieser   Teildruekfläche,   in Fig. 2 mit- ?"bezeichnet, wird einerseits begrenzt durch die Packung 9 und anderseits durch die dichtende Auflage von Ring 8 auf Ring 7 ; rechnerisch wird das dem Zwecke genügende Minimum dieser   Breite #&alpha;" bestimmt   unter   Zugrundelegung   der oben angeführten kleinsten Drücke, die einen Flachschieber von gleicher lichter Weite abdichten. Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass der verhältnismässig leichte Ring 8 dem Drucke viel williger folgt, als eine den ganzen Querschnitt deckende Platte. 



   Die Erfindung ermöglicht es also, ohne irgendeinen Nachteil für die dauernde sichere   Abdichtung,   statt eine Entlastung der Dichtungsflächen durch einen komplizierten   Hilfsmechanimms   vor der 
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 lastung zu einem Dauerzustand zu gestalten. Die genannten Hilfsmechanismen erübrigen sich damit, der Schieber wird wesentlich einfacher und billiger und die Bedienung beschränkt sich auf eine einzige Manipulation,   so dass störende Missgriffe   als ausgeschlossen gelten dürfen. Dadurch und durch das völlige Wegfallen der weiter oben beschriebenen Vibrationen erhöht sich die Betriebssicherheit des Erfindungsgegenstandes gegenüber den eingangs erwähnten Ausführungen ganz beträchtlich.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Kugeldrehschieber für Rohrleitungen mit axial beweglichem Dichtungsring, der durch den EMI2.3 schmaler, ringförmiger Streifen (a) unausgeglichen bleibt und dadurch nur der gerade zur Dichthaltung erforderliche Überdruck auf das Absperrorgan verbleibt.
AT114722D 1926-05-12 1927-05-11 Kugeldrehschieber. AT114722B (de)

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