AT114204B - Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der bauchhöhle. - Google Patents

Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der bauchhöhle.

Info

Publication number
AT114204B
AT114204B AT114204DA AT114204B AT 114204 B AT114204 B AT 114204B AT 114204D A AT114204D A AT 114204DA AT 114204 B AT114204 B AT 114204B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
abdominal cavity
brim
closed
opened
mouthpiece
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Josef Dr Deutsch
Original Assignee
Josef Dr Deutsch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Josef Dr Deutsch filed Critical Josef Dr Deutsch
Application granted granted Critical
Publication of AT114204B publication Critical patent/AT114204B/de

Links

Landscapes

  • External Artificial Organs (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung   fiir wiederholte Eingriffe in   der Bauchhöhle. 



   Sowohl bei Tierversuchen zu verschiedenen Forschungszwecken als auch bei schweren Operationen an Menschen, bei denen die Bauchhöhle geöffnet wird, musste bisher die Operationsöffnung stets sofort 
 EMI1.1 
 gelegentlich von grösstem Wert wäre. Eine Wiederholung der Operation an derselben Stelle nach kurzem Intervall wird meist von den Versuchstieren nur einmal ertragen und bedeutet auch für den Menschen oft eine Gefährdung, wird daher im Zweifelsfalle bisweilen zuerst unterlassen und erst verspätet ausgeführt oder auch manchmal   unnötig aus Vorsicht,   unter zweckloser Gefährdung und Schwächung des 
 EMI1.2 
 daher bisher infolge der Unmöglichkeit, die Operationsöffnung der   Bauchhöhle   genügend weit offen zu halten, dort nicht angewendet werden konnten. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt, einen Behelf zu schaffen, der nach vorgenommener Operation in die Bauchdecke für längere Zeit eingesetzt wird, den Innenraum der   Bauchhöhle   mit dem Aussenraum durch einen künstlichen Spalt verbindet, beliebig luftdicht verschlossen gehalten wird, im Bedarfsfall ohne Narkose und Schädigung des Patienten oder Versuchstieres zunächst nur kurzzeitig zwecks Besichtigung geöffnet werden kann und im Falle der Notwendigkeit einer weiteren Operation oder Behandlung im Innern den Zugang und das Arbeiten ungemein erleichtert. 



   Eine Ausführungsform der Vorrichtung besteht aus einem Mundstück, gebildet von einem kurzen   Rohr-oder Schlauchstück   von beliebigem Querschnitt, das an seinem Umfang mit einer flansehartigen Krempe von beliebiger Form umgeben ist, aus einem Material, mit dem das Gewebe dauernde Berührung gut verträg, z. B. Gummi. Es ist Vorsorge getroffen, das Mundstück leicht verschliessen und wieder öffnen zu können.

   Zweckmässig geschieht dies ohne Zuhilfenahme eines besonderen Verschlusses so, dass das Mundstück ganz oder zum Teil nachgiebig ist und durch eigene Formänderung unter Zuhilfenahme von Klebstoff oder besser durch Klemmen geschlossen wird ; es kann auch in seiner ursprünglichen Form mehr oder weniger geschlossen sein, unter Umständen aus einem nicht formänderungsfähigen Stoffe bestehen und nur durch Klemmen oder Kleben gesichert werden ; beim Öffnen wird es dann durch 
 EMI1.3 
 weitig verwendet werden, offen gehalten. Die Krempe kann aussen auf der Bauchhaut aufliegen und durch Nähte oder ein Klebemittel befestigt und gleichzeitig abgedichtet werden, wird aber besser zwischen Haut und Muskelfleisch   eingesehoben   und durch Nähte in der Muskulatur festgehalten.

   Das so befestigte Mundstück kann jederzeit leicht geöffnet und wieder geschlossen werden und verursacht auch bei längerem Verbleiben verhältnismässig wenig Beschwerden. Sobald der günstige Verlauf der Heilung im Innern sichergestellt oder der Tierversuch abgeschlossen ist, kann es leicht entfernt und auch die Operationswunde zur Heilung gebracht werden. 



   Diese Vorrichtung unterscheidet sich von den bekannten, in offene Wunden eingeführten Dräns durch die Möglichkeit des vorwiegend dauernden Geschlossenbleibens und fallweisen Öffnens, durch die Befestigung auf oder unter der Haut mittels der Krempe, die bei jenen Einrichtungen fehlt, und 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 



   Die Zeichnung zeigt beispielsweise Ausführungen der Erfindung. Fig. 1 zeigt ein   Mundstück   aus nachgiebigem Material in fast geschlossenem Zustand, Fig. 2 zeigt dasselbe   Mundstück   mit einer Klemme verschlossen, Fig. 3 das Mundstück geöffnet und offen gehalten und Fig. 4 eine weitere Aus-   führungsform im Schnitt in die Bauchdecke eingesetzt. 



  Bei dem ersten Ausführungsbeispiel, Fig. 1 bis 3, ist das flache Rohr- oder Schlauchstück 1 von   einer   Krempel umgeben ;. diese   hat hier die Form eines Rechteckes mit abgerundeten Ecken, kann jedoch auch   elliptisch-oder.   von irgendeiner andern Form sein. Sie kann ziemlich breit sein und vor dem Einsetzen nach Erfordernis auf die gewünschte Form zugeschnitten werden. Die Klemme 3 (Fig. 2) 
 EMI2.2 
 und dient gleichzeitig zur Anbringung der   Verschlussvorriehtung   ; die Krempe ermöglicht einerseits die Befestigung und bewirkt anderseits eine-seitliche Abdichtung der Operationswunde nach aussen bzw. innen ; das nach innen gerichtete   Rohrstück   verhindert das Verkleben und Verwachsen der getrennten Muskulatur   und der Bauchfellwunde.   



   Eine etwas abweichende Ausführungsform ist in Fig. 4 im Querschnitt in die Bauchwand ein- gesetzt ohne   Klemme in halbgeöffnetem   Zustand dargestellt. Es besitzen hier : das nach aussen gerichtete
Rohrstüek einen Wulst 4, der dazu dient, der-Klemme einen besseren Halt zu geben, ferner die Krempe einen   Wulst 5, der   das Durchschneiden der Nähte verhindert, und   schliesslich   das nach innen gerichtete Rohrstück einen Wulst 6 zur Schonung der Eingeweide und Vermeidung von Verletzungen im Innern. 



   Je nach Bedarf können auch nur einer oder zwei von diesen Wülsten angeordnet sein. Die Haut ist mit 7, das Muskelfleisch mit 8, das Bauchfell mit 9, die dazwischen eingeschobene Krempe mit 2 bezeichnet. 



  Die Vorrichtung ist auch geeignet, mit einer breiten Krempe am oberen freien Rande als Wundschutz während einer Operation mit Eröffnung eines keimhaitigen Hohlraumes in der Bauchhöhle zu   dienen. Anderseits kann die Vorrichtung auch als Verschluss   für einen   künstlichen After   verwendet werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:   1. Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der Bauchhöhle, dadurch gekennzeichnet, dass in die Bauchwand ein einen von aussen   verschliess-und offenbaren   Spalt bildender, gewebefremder Körper 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. befestigtwerdenkann.
    3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe aus nicht EMI2.4 änderungsfähigem Material besteht, unter Formänderung verschlossen wird und im geschlossenen Zustand 'durch'ein Befestigungsmittel erhalten wird.
    5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass derselbe aus form- änderungsfähigem Material besteht, für gewöhnlich geschlossen ist und im Bedarfsfalle geöffnet oder 'durch besondere'Hilfsmittel offen gehalten wird.
    6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, gekennzeichnet durch einen Wulst an dem Rohr-oder Schlauchstück auf einer oder auf beiden Seiten der Krempe oder an der Krempe selbst, an Zweien von. diesen oder an allen drei Stellen.
AT114204D 1928-05-25 1928-05-25 Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der bauchhöhle. AT114204B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT114204T 1928-05-25

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT114204B true AT114204B (de) 1929-09-10

Family

ID=3628613

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT114204D AT114204B (de) 1928-05-25 1928-05-25 Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der bauchhöhle.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT114204B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69718939T2 (de) Druckverband
DE2513018A1 (de) Cervikal-dilator
DE2103187A1 (de) Flussigkeitsabsaugvornchtung
DE102015010874A1 (de) Anzug für ein Neugeborenes, insbesondere ein Frühgeborenes
EP3128925B1 (de) Vorrichtung zur verminderung der retraktion einer faszie oder eines weichteilmantels bei einem offenen weichteildefekt
AT114204B (de) Vorrichtung für wiederholte Eingriffe in der bauchhöhle.
DE484278C (de) Vorrichtung fuer wiederholte Behandlungen in der Bauchhoehle
DE1566147A1 (de) Katheter zum Entfernen von Harnleitersteinen
DE2743008A1 (de) Verfahren zum herstellen eines bewaehrten gipsabdrucks und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
DE202007016874U1 (de) Haltevorrichtung für ein Penisextensionsgerät
DE102013108328A1 (de) Hygieneabdeckung für Augenoperationen
DE1980847U (de) Vorrichtung zum einfuehren eines verbandes, insbesondere fuer natuerliche koerperoeffnungen des menschen.
WO2018039689A1 (de) Vorrichtung zur wunderstversorgung
EP3120817A1 (de) Wundversorgungsanordnung
DE202014104182U1 (de) Eine lecksichere visuelle Punktionsnadel für Harnblasen
DE888595C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufschneiden von Gipsverbaenden
DE524920C (de) Vorrichtung zum Auffinden blutender Gefaesse
DE102016210574A1 (de) Vorrichtung zur Verminderung der Retraktion einer Faszie oder eines Weichteilmantels bei einem offenen Weichteildefekt
DE454773C (de) Vorrichtung zum Behandeln des infektioes erkrankten maennlichen Glieds
AT166187B (de) Glocke zur Behandlung von Muskeln und anderem tieferliegenden Gewebe im menschlichen oder tierischen Körper
DE10034969A1 (de) Verfahren zur Verhinderung von Bruxismus
AT147953B (de) Kolostomie-Verschlußpelotte.
DE2045941A1 (de) Mittel zum Zusammenfügen und Zusammenhalten der Hautränder von Schnitten oder Einschnitten in der Haut eines menschlichen oder tierischen Körpers
DE297822C (de) Aus einem elastischen Koerper bestehende Vorrichtung zum Abschliessen von Kanaelen und Hoehlungen im menschlichen und tierischen Koerper
DE883047C (de) Vorrichtung zum Beheben von Bruchleiden ohne Bruchband und ohne groesseren operativen Eingriff