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Vorrichtung zum Gleichmässighalten der Zugspannung des Fahrdrahtes elektrischer
Bahnen.
Die üblichen Vorrichtungen zum Gleichmässighalten der Zugspannung des Fahrdrahtes elektrischer Bahnen mit Rolle und Gewichten haben den Nachteil, dass sie sehr viel Platz beanspruchen und des
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Leitungen für sich verankert und isoliert werden.
Um die vorgenannten Nachteile zu umgehen, ist schon eine Nachspannvorrichtung mit Hebelund Rollenübertragung vorgeschlagen worden, bei der auf einer Seite eines Hebels der Fahrdraht, auf der andern Seite über eine Rolle das Nachspanngewicht angreift. Bei den üblichen Fahrdrahtzügen undEntfernungen vomFestpunktbis zur Nachspannstelle werden aber diese Anordnungen zu schwer, um wirtschaftlich zu sein.
Einen ganz wesentlichen Vorteil bietet die Vorrichtung nach der Erfindung ferner damit, dass sie gar keine Isolation erfordert, weil durch sinnreiche Verkettung die Verankerung im Drahtwerk selbst vorgenommen wird.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des E1findungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigen : Fig. 1 die Vorrichtung im Aufriss, teilweise im Schnitt, Fig. 2 die Vorrichtung im Grundriss, Fig. 3 die Verwendung der Vorrichtung im Falle der Vereinigung zweier Teilstrecken im Grundriss, Fig. 4 die Verwendung der Vorrichtung im Falle der Vereinigung zweier Teilstrecken, welche voneinander elektrisch getrennt sein sollen, im Aufriss, Fig. 5 den zu Fig. 4 gehörigen Grundriss.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung besitzt, längs eines Rohres R geführt, zwei Schraubenfedern 1 und 1', die eine links-, die andere rechtsgängig gewickelt und durch einen Ring 3' voneinander getrennt. Diese Schraubenfedern befinden sich zwischen einer längs dreier Stangen 2 verschiebbaren Platte 3 und einem U-förmigen Rollengehäuse 4, an welchem die Stangen 2 befestigt sind. In Lagern 5 des Rollengehäuses ist die Welle 6 einer Rolle 7, 7'drehbar gelagert. Die Rolle 7,7' ist dreiteilig und setzt sieh aus einem mittleren scheibenförmigen Teil 7'und aus zwei einander gleichen seitlichen zylindrischen Rollen 7 zusammen. Der mittlere Teil 7 der Rolle trägt Rillen, welche spiralförmig vom Durchmesser der seitlichen Rollen 7 bis zum grössten Durchmesser der Scheiben 7'anwachsen.
In diesen Rillen liegt eine Drahtseilschleife, deren Enden mit dem Fahrdraht verbunden sind. In schraubenförmig verlaufenden Rillen in den seitlichen Rollen 7 wickelt sich eine mit ihren Enden an Ösen 12 der Platte 3 befestigte Schleife eines Drahtseiles 8 auf.
Die Enden der Rillen in den Scheiben 7'stehen durch eine Bohrung in der Welle 5 miteinander in Verbindung, ebenso die Rillen der seitlichen Rollen 7. Dadurch ist es möglich, die Drahtseile schleifenförmig durch die Bohrungen zu führen und damit eine Befestigung auf der Rolle 7, 7'zu umgehen.
Eine Platte 10, in welcher die Stangen 2 befestigt sind, trägt eine Öse H, an welcher die Vorrichtung befestigt werden kann. Die Federn 1, l'werden durch die Platte 3 zusammengedrückt, sobald die Seile 8, 8'auf den Rollen 8'aufgewickelt werden. Dies geschieht immer dann, wenn sich durch Vergrösserung des Zuges auf den Fahrdraht die Drahtwelle 9 von den scheibenförmigen Teilen 7'der Rolle 7 abwickelt. Die Rolle 6 dreht sich so weit, bis die auf sie ausgeübten Drehmomente von Fahrdrahtzug
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und Federung im Gleichgewicht sind. Nimmt der Fahrdrahtzug ab, so spielt sieh der Vorgang umgekehrt ab und die Federn werden entspannt.
Auf diese Weise können insbesondere die Spannungsschwankungen, welche durch Temperatureinfluss hervorgerufen werden, aufgehoben und ausgeglichen werden. Entsprechend der grössten Drehung des Fahrdrahtes und der gleichmässig zu haltenden Fahrdrahtspannung werden Federabmessungen und Form der Spiralen an der Rolle 7, 7'gewählt.
Rollengehäuse 4 und Platte 10 sind durch ein Schutzrohr 13 verbunden, so dass Federn 1, 1', Stangen 2, Platte 3 und teilweise auch die Drahtseilschleife 8 geschützt sind. Die Federn 1, l'könnten statt hintereinander auch eine innerhalb der andern angeordnet sein.
Die Anordnung der Vorrichtung, zwischen zwei Teilstrecken von Fahrleitungen eingebaut, zeigen schaubildlich die Fig. 3 bis 5.
Die Vorrichtung zum Gleichmässighalten der Fahrdrahtspannung ist mit V bezeichnet. F bedeutet
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der Fahrleitung angebracht werden. In der Mitte zwischen den Tragjochen kreuzen sieh die beiden Fahrdrähte der ankommenden und weitergeführten Fahrleitung. Das Ende der ankommenden Fahrleitung 14 ist mit den Drahtseilen 9 (Fig. 1, 2) einer Vorrichtung V unter dem Tragjoch 18 verbunden,
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halb der Joche 18, 19 liegenden Fahrdraht 20, 21 verbunden und mittels der Drähte 22, 23 am Tragseil aufgehängt.
Sind die beiden Teilstücke elektrisch zu trennen, so werden im Fahrdraht Isolatoren 16 eingebaut ; sowie ein vom Tragseil T isoliertes Hilfstragseil 17 angeordnet. Die beiden Fahrdrahtstücke werden nun isoliert voneinander je durch ein Tragseil T und 17 getragen und durch sogenannte Spurhalter in entsprechendem Abstand gehalten.