AT112082B - Vakuumschalter für Wechselströme. - Google Patents

Vakuumschalter für Wechselströme.

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AT112082B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vakuumschalter für   Wechselströme.   



   Es ist in der Hochfrequenztechnik bekannt, Wechselströme mittels   Vakunmventilen   derart zu schalten, dass für jede Halbperiode je ein Vakuumventil verwendet wird, wobei durch die Zündung und dauernde Erregung der Ventile der Wechselstrom eingeschaltet und unterhalten wird, während die Unterbrechung des Wechselstromes durch Unterbrechung der Erregung erfolgt. Wird diese Anordnung zum Schalten von Starkströmen benutzt, ergibt sich der Nachteil, dass in den Vakuumventilen infolge der Bogenspannung ein dauernder Verlust entsteht, der als Wärme abgeführt werden muss. Die Vakuumventile müssen daher für eine entsprechend grosse Dauerbelastung bemessen werden.

   Diese Nachteile können dadurch vermieden werden, dass die Vakuumventile in normalem Betriebszustande durch mechanische Schalter kurzgeschlossen sind und die Zündung und Erregung erst unmittelbar vor dem   Schaltvorgange eingeleitet   und nach erfolgter Öffnung des mechanischen Schalters wieder unterbrochen werden. Die Vakuumventile haben dann nur den Strom während der   Öffnungszeit   des mechanischen Schalters, d. h. während wenigen Halbperioden zu führen, wodurch ein nennenswerter Energieverlust und Erwärmung nicht auftreten. Es können daher Vakuumventile verwendet werden, die für verhältnismässig kleine Dauerströme bemessen sind, da solche Ventile ohne Schwierigkeit während kurzer Zeit mit einem Vielfachen ihres Dauerstromes belastet werden können.

   Der mechanische Schalter ist nur für eine Abschaltleistung zu bemessen die der Bogenspannung der Vakuumventile entspricht. 



   Die Einleitung der Zündung und Erregung der Vakuumventile und deren Unterbrechung am Schlusse der Schaltbewegung des mechanischen Schalters erfolgt   erfindungsgemäss   in Abhängigkeit von der Stellung des mechanischen Schalters, derart, dass durch ihn die Stromunterbrechung nicht erfolgen kann, bevor Zündung und Erregung der Vakuumventile eingeleitet werden und dass die Erregung erst selbsttätig unterbrochen wird, wenn die Stromunterbrechung durch den mechanischen Schalter so weit ausgeführt ist. dass über ihn ein Überschlagen nicht mehr möglich ist. 



   Eine beispielsweise Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist schematisch in der Zeichnung veranschaulicht. 



     1   und 2 sind Zu-und Ableitung des zu unterbrechenden Wechselstromes, 3   und-   die Vakuumventile, die z. B. als Quecksilberdampfventile ausgebildet sind. 5 und   6 sind   die Anoden, 7 und 8 die Quecksilberkathoden der Ventile, deren Durchlässigkeit durch die Pfeile angedeutet ist. 9 und 10 sind   elektromagnetische Zündvorrichtungen,   die nach erfolgter Zündung als Dauererreger mittels des von den   Batterien 11 und 1. 2   gelieferten Gleichstromes wirken. Die Widerstände 14. 15 dienen zur Regelung des Zünd-bzw.

   Erregerstromes. 16 ist der feste,   17   der bewegliche Kontakt des mechanischen Schalters ; 18 ist ein Hilfskontakt, der sich beim Ausschalten mit dem beweglichen Kontakt 17 aufwärts bewegt und dabei so lange auf der unbeweglichen Kontaktschiene 19 schleift, bis die mit dem beweglichen Kontakt   zwangläufig   verbundenen, aber von ihm und gegeneinander isolierten, beweglichen   Kontaktsehienen   29, 30 die feststehenden Kontakte   .   22 und 23, 24 miteinander verbunden und   dadurch   die Zündung 
 EMI1.1 
 

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 den Hilfskontakt   18,   und kann ohne Gefahr von der Kontaktschiene 19 abgleiten.

   Hat sich der Kontakt   17   so weit vom Kontakt 16 entfernt, dass ein Überschlagen mit Sicherheit ausgeschlossen ist, dann unterbrechen die Kontaktschienen 29, 30 die Erregungen, worauf der Strom in den Ventilen erlischt. Beim Einschalten treten zuerst die Ventile in Tätigkeit, was beispielsweise beim Einschalten auf Kurzschluss von Vorteil ist, da dann die Höchststromauslösungen ein Einschalten des mechanischen Schalters überhaupt verhindern, so dass die Kontakte dabei nicht in Mitleidenschaft gezogen, werden. 25 ist ein kleiner Widerstand, der zur Entlastung des Hilfskontaktes 18 in geschlossenem Zustande des Schalters und zur Herumführung der Bogenspannung an den Vakuumventilen dient. 



   Beide Ventile könnten mit ihren beiden gegeneinander isolierten   Stromwegen   im gemeinsamen Vakuumgehäuse vereinigt sein, auch können mehrere   Vakuumventile   in Kaskade geschaltet sein. 



    PATENT-ANSPRÜCHE :   
1.   Vakuumschalter für-Wechselstrome,   dadurch gekennzeichnet, dass die Einleitung der Zündung und Erregung der Vakuumventile sowie deren Unterbrechung am Schlusse der Schaltbewegung in Abhängigkeit von der Stellung des mechanischen Schalters erfolgt, derart, dass durch ihn die Stromunterbrechung nicht erfolgen kann, bevor Zündung und Erregung der Vakuumventile eingeleitet   sind-und dass   die Erregung erst selbsttätig unterbrochen wird, wenn die   Su'oml1nterbrechung   durch den mechanischen Schalter so weit ausgeführt ist, dass über ihn ein Überschlagen nicht mehr möglich ist.

Claims (1)

  1. 2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventile mit ihren EMI2.1 3. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Vakuumventile in Kaskade geschaltet sind. EMI2.2
AT112082D 1927-02-25 1928-02-16 Vakuumschalter für Wechselströme. AT112082B (de)

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