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Mechanischer Gleichrichter.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein mechanischer Gleichrichter, der sieh durch sein Prinzip von den Pendelgleichrichtern unterscheidet. Der Gleichrichter nutzt die Induktionsschwingungen vom Wechselstrom durchflossener Spulen im Felde eines permanenten Magneten aus. Diese Induktionschwingungen, die auf dem Prinzip der Ablenkung eines Stromleiters im magnetischen Feld beruhen, erfolgen senkrecht zu den Kraftlinien des permanenten Magneten. Die Spulen des Gleichrichters sind zum Unterschied vom Pendelgleichrichter eisenfrei und bieten daher keine Fehlerquellen in bezug auf Hysteresis, die eine Phasenverschiebung verursachen könnte, wodurch die Kontaktschlüsse nicht im richtigen Zeitpunkt eintreten würden.
Die Ausbildung der Abnahmekontakte als Federn, die bereits bekannt ist, findet vorteilhafte Anwendung auch bei diesem Gleichrichter, u. zw. als Kontaktfedern F. Diese Kontaktfedern schwingen mit der Spule, den Spannsaiten D und den Zuführungskontakten Z mit. Dadurch wird erreicht, dass der Kontaktschluss während einer ganzen Halbwelle stattfindet und sieh erst im Moment der Phasenumkehr öffnet. Diese Kontaktfedern arbeiten vollkommen funkenfrei und gestatten auch, infolge der Phasengleichheit, beide Phasen des Wechselstromes durch symmetrische Anordnung einwandfrei gleichzurichten.
Im Gegensatz zum Pendelgleichrichter lässt sich die Leistung durch Ausschaltung des Funkens so weit treiben, als es die Erwärmung der Drähte zulässt und, da der Apparat fast keinen Widerstand besitzt, ist die Leistung unvergleichlich hoch, selbst wenn man die Ausnutzung beider Phasen nicht berücksichtigt.
Zwei vom Wechselstrom durchflossene spulenhaltende Drahtsaiten D schwingen im Feld eines permanenten Magneten P mit der Frequenz des Wechselstromes. Je zwei Federkontakte F, die die Saiten isoliert oben und unten berühren, schwingen mit den Saiten mit (Fig. 2,3). Doppelfederkontakte Z, die die Kontakte F umgreifen, aber in der Ruhelage nicht berühren, schwingen ebenfalls mit und übergeben den Wechselstrom den Kontakten F. Nachdem das ganze Kontaktsystem periodengleich schwingt, übernehmen die Kontakte F immer die gleichen Phasen des Wechselstromes und führen dadurch Gleichstrom ab. Die einstellbaren Ansehlagkontakte A lassen die Kontakte Z nicht in den fremden Schwin- gungsbereich gelangen ; d. h. die Zunge des Doppelfederkontaktes Z schlägt im Moment der Phasenumkehr auf A auf und löst sieh vom Kontakt F.
Es wird dadurch eine weitere Berührung von F und Z verhindert, während die andere Zunge von Z mit dem andern Kontakt F in Kontakt ist. Ausserdem sind die Kontakte A derart mit einem Kondensator C verbunden, dass beim Aufschlagen von Z auf A plötzlich eine Kapazität auftritt und die Sicherheit eines vollkommen funkenfreien Kontaktöffnens erhöht. Die Saiten D lassen sich durch die Spannvorrichtungen S in die periodengleiche Selbstschwingung bringen, wodurch ein sicheres Arbeiten gewährleistet und der Energieaufwand für denBetrieb des Gleichrichters verschwindend klein wird.
Von den Weehselstromklemmen gelangt der Wechselstrom (Fig. 1) teils über die Drahtsaiten D und Spulen zu den Spannvorrichtungen S und von da zu den Doppelfederkontakten Z. teils von den Wechselstromklemmen direkt zu den Kontakten Z ; d. h. die Spulen sind im Shunt geschaltet, um sie zu entlasten. Die Doppelfederkontakte Z übergeben nun den Wechselstrom den Kontakten F, die periodisch mit Z Kontakt schliessen und daher Gleichstrom ableiten. Von den Abnahmekontakten F wird nun der Gleichstrom zu den Gleichstromklemmen geführt, an denen ein Blockkondensator M angelegt ist, der den pulsierenden Gleichstrom ausrichtet.
In der Ruhestellung berühren die beiden Zungen vom Kontakt Z die gleichstromableitenden Kontakte F nicht, was durch die Kontakte A genau eingestellt werden kann, sonst würde beim Inbetriebsetzen ein Kurzschluss entstehen. Anderseits ist es wieder not-
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wendig, da bei nicht berührenden Kontakten die Leitung unterbrochen ist und demzufolge der Apparat von selbst nicht anspringt, einen Stromkreis zu erzeugen, der durch eine Kurzschlussleitung von den
Spannvorrichtungen S abzweigend, über einen Widerstand W und Druckknopf K erreicht wird, wodurch die Spulen zu schwingen beginnen und der Apparat nun allein weiterarbeitet.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Mechanischer Gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, dass das Prinzip der Schwingung eines vom Wechselstrom durchflossenen Leiters im magnetischen Feld zur Gleichrichtung verwendet wird.