AT111166B - Fernrohr. - Google Patents

Fernrohr.

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AT111166B
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Johannes Nolde
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Johannes Nolde
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Description


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  Fernrohr. 



   Der Gegenstand vorliegender Anmeldung betrifft ein Fernsichtorientierungsgerät. Gegenüber   d@n bisher bekannten Fernsichtgeräten stcllt das   Gerät vorliegender Anmeldung eine Kombination 
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 Bedienen sieh die Ausflügler der sogenannten Panorama-oder Reliefkarten, so ist dieser   Missstand   trotzdem nicht behoben, weil auch diese Karten nur von den ganz bestimmten Punkten des Zeichners gesehen, 
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 werden, indem ein Instrument alles dieses bietet und an schönen Aussichtspunkten ohne jede Wartung aufgestellt werden kann. Um jedoch den Verschleiss und die Kosten des Instrumentes abzuschreiben, ist das Instrument mit einem Automaten versehen, welcher nur gegen einen bestimmten Geldeinwurf für eine gewisse Dauer die Durchsicht   gestattet.

   Durch gegebenenfalls vorgesehene Anordnungen   kann dieser Automat ausgeschaltet werden, so dass auch eine unentgeltliche Durchsicht für Schulen u. dgl. 
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 eine Feststellschraube 3 fest und unlösbar miteinander verbunden werden. Die    L tge   der Grundplatte 2 gegenüber der Lagerplatte 1 kann in jedem Winkel   räumlich   verstellt werden. Dies kann entweder durch   kugelige Ausbildung als Halbkugel und Mulde   oder durch Stativschrauben 4 wie bei den Nivellier-   instrumenten,   Periskopen usw. geschehen. Die   Einstellung zwischen Lager-und Grundplatte   ist aber 
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 rohr 8 besitzt einen mit ihm verbundenen Anzeiger 9, dessen Spitze 10 auf das Ende der Haarstriche 11 in den Rohren des   Fernglases   eingestellt ist.

   Der Zeiger 9 läuft bei der Verdrehung in vertikaler Ebene und bei der Verschwenkung in horizontaler Ebene über eine Panoramaskala 22 und gibt genau den jeweils durch die   Zeigestriche   der Fernrohre angegebenen Punkt   an.   Die   Skah   ist auf der Grundplatte fest montiert und wird von Ständern oder Säulen 12 getragen. Um eine Parallelführung des Zeigers 
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 Mit dem Fernrohr unmittelbar verbunden ist in seinem Gehäuse das Werk, welches ein Automatenwerk ist und eine Einwurfsöffnung   17 besitzt.   Dieser Automat gibt nach Einwurf eines Geldstückes die Durchsicht frei, was dadurch geschehen kann, dass ein in die Rohre eingeschalteter Schieber entfernt wird, oder dass eine sogenannte Irisblende, die sich in dem Glase befindet, geöffnet wird.

   Nach Ablauf einer bestimmten Zeitdauer   schliessen   sich diese Blenden in selbsttätiger Weise wieder. Das Geldstück fällt nach dem Durchlauf des Automaten in den Sammelbehälter, wobei der durch eine Tür 18 zu   öffnende   Fuss zweckmässigerweise ausgebildet sein kann. Um ein Einfallen des Geldstückes in diesen Sammelbehälter in jeder Lage zu   ermöglichen   und ausserdem eine gute Lagerung bei der Verschwenkung des Rohres in horizontaler Richtung zu erhalten, gleitet das Rohr muldenförmig in einer Aussparung 19 des Fusses 6. Um das Instrument genau einstellen zu können und stets wieder die genaue Einstellung zu finden, ist eine Libelle 20 und ein   Kompass 82   vorgesehen.

   Das Instrument wird wie folgt aufgestellt : Nach Festlegung des zu fassenden Holizontsektors wird das Untergestell so gestellt, dass Mitte Horizontsektor und Mitte Panoramabogen übereinstimmt. Dabei ist Rücksicht darauf zu nehmen, in welcher Lage zum Beschauer der Horizontsektor liegt, welchem durch die vertikale Einstellung des Instrumentes späterhin Rechnung getragen werden muss. Ist der Horizontsektor genau erfasst und der Apparat hierauf eingestellt, so wird seine Stellung vermittels des Kompasses 21 festgelegt, so dass diese Stellung immer wieder zu finden ist. Nachdem nunmehr der Horizontsektor festgelegt ist, so muss der Gesichtsfeldstreifen in seiner senkrechten Ausdehnung erfasst werden.

   Der Gesichtsfeldstreifen, der auf Bergen beispielsweise sich nicht mit der horizontalen Blicklinie deckt, sondern über und darunter liegt-über für die   Bergspitzen,   unter für die   Täler-wird   so gelegt, dass er beides erfassen kann, so dass die Sehachse des wagrecht gestellten Instrumentes nicht mehr mit der horizontalen   Bloklinie   zusammenfällt, sondern in einem bestimmten Winkel hiezu liegt. Zu diesem Zweck kann das ganze Instrument in geneigter Ebene aufgestellt werden, was durch die Einstellschrauben 4 oder die kugelige Ausbildung der Lagerung geschieht. Die Höhe und Neigung dieser Einstellung wird durch die Libelle 20 angegeben und festgelegt, so dass sie zu jeder Zeit nach Entfernung des Apparates bei seiner Wiederaufstellung wieder gefunden werden kann.

   Das Fernrohr ist so gelagert, dass es stets ohne grosse Krafterfordernis in eine bestimmte Lage zurückkehrt, um von dort aus eine neue Durchsicht leichter zu gewährleisten. Nachdem das Instrument nun so aufgestellt ist, werden die einzelnen markanten Punkte durch Ortskundige   einvisiert   und 
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 jeder fremde, ortsunkundige Beschauer sich leicht über die Umgegenden orientieren. Er kommt vor das Gerät, öffnet es durch Einwurf des Geldstückes und betrachtet einen Punkt. Ein Blick zu der etwas höher angebrachten Skala genügt, um ihm das Gesohaute festzulegen. Er kann sich keinesfalls irren und ist über die ganze Umgegend unterrichtet. 



   Ist z. Be ein Panoramabild vor dem Beschauer aufgebaut, so kann er, ohne dass er das Auge vom Fernrohr wegzunehmen braucht, mit einem Blick die Landschaft übersehen und den beschauten Ort feststellen, wobei etwaige Fehler durch die Ähnlichkeit des Panoramabildes mit der geschauten Gegend sofort auffallend gekennzeichnet werden. Die Einfachheit der Vorrichtung ist äusserst treffend und bisher noch nirgends zu finden. Eine derart einfache, leicht zu handhabende und mit wenig Zeitverlust einzustellende, räumliche Orientierungsvorriohtung ist noch nicht bekannt. Die Landschaftsbilder werden in genau naturgetreuer Weise wiedergegeben, also nicht lediglich durch einzelne Punkte, wobei diese Punkte, nicht im umgekehrten Verhältnis zum geschauten Objekt sich verzeichnet finden, sondern bei welchen alle Punkte   gleichmässig   und sofort ersichtlich sind. 



   Die bekannten Orientierungstafeln bei Fernrohren geben nur die Richtung an. Es wird hiebei also folgender Vorgang stattfinden. Nach der Durchsicht bzw. vorher wird das Fernrohr auf die Himmels-   richtung eingestellt, welche durch einen geätzten Strich auf der Tafel als die Richtung   z. B.   zur Beschauung     der X-Bergspitze   angegeben ist. Es befindet sich also auf der Tafel ein Strich, auf welchem der Name X-Bergspitze steht, jedoch ist es nicht   möglich   mittels dieser Richtungsanzeigung die Höhenpunkte anzugeben, also beispielsweise Bruch, Tunnel, Haus, Spitze. 



   Beim Anmeldungsgegenstand ist dieses ohne weiteres der Fall. Wie aus den Figuren und der Beschreibung hervorgeht, befindet sich über dem Fernrohr ein Rahmen, in welchem ein Bild 22 vorgesehen ist. Dieses Bild kann entweder als Panoramabild der Umgebung, also mit Bergen, Tälern, und Schluchten ausgebildet sein, in welchem dann noch die einzelnen, bekannten Punkte beschriftet sind. Es kann aber lediglich auch nur die einzelnen markanten Punkte enthalten, um das Bild zu vereinfachen. Auch plastische Darstellungen (Reliefs) können hiefür verwendet werden. Vor dem Bilde bewegt sich der Zeiger   10,   der mit den Rohren verbunden ist und mit diesen verschwenkt und bewegt wird.

   Der Zeiger 10 gibt dann mit seiner Spitze auf dem Bilde genau den Punkt an, welcher bei der Durchsicht durch das Fernrohr von dem in dem Rohre befindlichen   Zielstachel 22   angegeben wird. Gegenüber den Orientierung- 
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   tafel vorhanden, die genau das geschaute Bild wiedergibt und durch die Stellung und den Hinweis des Pfeiles auf den geschauten Punkt diesen in seiner Höhenlage und seiner Richtung festlegt.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Fernrohr, dadurch gekennzeichnet, dass das Orientierungsfernrohr mit einer Anzeigevorrichtung verbunden ist, die bei Verschwenkung des Fernrohres um eine senkrechte und wagrechte Achse die von der Sehachse getroffenen Punkte auf einem Schaubild eindeutig angibt. EMI3.1 Punkte ein mit den Rohren verbundener Zeiger über ein Landschaftsbild gleitet und die Höhen und Seitenverschwenkung des Rohres mitmacht, so d11ss jeder die Sehachse des Instrumentes schneidender Punkt auf dem Bild unmittelbar abgelesen werden kann.
    3. Fernrohr nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Innern der Rohre ein an sieh bekannter Zielstachel auf die Sehachse so eingestellt ist, dass die Stachelspitze mit der Zeigerspitze in Übereinstimmung ist und beide den gleichen Punkt anzeigen, der Zielstaehel den Punkt der Landschaft und der Zeiger den entsprechenden Punkt auf dem Bilde. EMI3.2 EMI3.3
AT111166D 1926-06-07 1927-06-03 Fernrohr. AT111166B (de)

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ID=5652420

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AT111166D AT111166B (de) 1926-06-07 1927-06-03 Fernrohr.

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