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Fernrohr.
Der Gegenstand vorliegender Anmeldung betrifft ein Fernsichtorientierungsgerät. Gegenüber d@n bisher bekannten Fernsichtgeräten stcllt das Gerät vorliegender Anmeldung eine Kombination
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Bedienen sieh die Ausflügler der sogenannten Panorama-oder Reliefkarten, so ist dieser Missstand trotzdem nicht behoben, weil auch diese Karten nur von den ganz bestimmten Punkten des Zeichners gesehen,
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werden, indem ein Instrument alles dieses bietet und an schönen Aussichtspunkten ohne jede Wartung aufgestellt werden kann. Um jedoch den Verschleiss und die Kosten des Instrumentes abzuschreiben, ist das Instrument mit einem Automaten versehen, welcher nur gegen einen bestimmten Geldeinwurf für eine gewisse Dauer die Durchsicht gestattet.
Durch gegebenenfalls vorgesehene Anordnungen kann dieser Automat ausgeschaltet werden, so dass auch eine unentgeltliche Durchsicht für Schulen u. dgl.
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eine Feststellschraube 3 fest und unlösbar miteinander verbunden werden. Die L tge der Grundplatte 2 gegenüber der Lagerplatte 1 kann in jedem Winkel räumlich verstellt werden. Dies kann entweder durch kugelige Ausbildung als Halbkugel und Mulde oder durch Stativschrauben 4 wie bei den Nivellier- instrumenten, Periskopen usw. geschehen. Die Einstellung zwischen Lager-und Grundplatte ist aber
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rohr 8 besitzt einen mit ihm verbundenen Anzeiger 9, dessen Spitze 10 auf das Ende der Haarstriche 11 in den Rohren des Fernglases eingestellt ist.
Der Zeiger 9 läuft bei der Verdrehung in vertikaler Ebene und bei der Verschwenkung in horizontaler Ebene über eine Panoramaskala 22 und gibt genau den jeweils durch die Zeigestriche der Fernrohre angegebenen Punkt an. Die Skah ist auf der Grundplatte fest montiert und wird von Ständern oder Säulen 12 getragen. Um eine Parallelführung des Zeigers
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Mit dem Fernrohr unmittelbar verbunden ist in seinem Gehäuse das Werk, welches ein Automatenwerk ist und eine Einwurfsöffnung 17 besitzt. Dieser Automat gibt nach Einwurf eines Geldstückes die Durchsicht frei, was dadurch geschehen kann, dass ein in die Rohre eingeschalteter Schieber entfernt wird, oder dass eine sogenannte Irisblende, die sich in dem Glase befindet, geöffnet wird.
Nach Ablauf einer bestimmten Zeitdauer schliessen sich diese Blenden in selbsttätiger Weise wieder. Das Geldstück fällt nach dem Durchlauf des Automaten in den Sammelbehälter, wobei der durch eine Tür 18 zu öffnende Fuss zweckmässigerweise ausgebildet sein kann. Um ein Einfallen des Geldstückes in diesen Sammelbehälter in jeder Lage zu ermöglichen und ausserdem eine gute Lagerung bei der Verschwenkung des Rohres in horizontaler Richtung zu erhalten, gleitet das Rohr muldenförmig in einer Aussparung 19 des Fusses 6. Um das Instrument genau einstellen zu können und stets wieder die genaue Einstellung zu finden, ist eine Libelle 20 und ein Kompass 82 vorgesehen.
Das Instrument wird wie folgt aufgestellt : Nach Festlegung des zu fassenden Holizontsektors wird das Untergestell so gestellt, dass Mitte Horizontsektor und Mitte Panoramabogen übereinstimmt. Dabei ist Rücksicht darauf zu nehmen, in welcher Lage zum Beschauer der Horizontsektor liegt, welchem durch die vertikale Einstellung des Instrumentes späterhin Rechnung getragen werden muss. Ist der Horizontsektor genau erfasst und der Apparat hierauf eingestellt, so wird seine Stellung vermittels des Kompasses 21 festgelegt, so dass diese Stellung immer wieder zu finden ist. Nachdem nunmehr der Horizontsektor festgelegt ist, so muss der Gesichtsfeldstreifen in seiner senkrechten Ausdehnung erfasst werden.
Der Gesichtsfeldstreifen, der auf Bergen beispielsweise sich nicht mit der horizontalen Blicklinie deckt, sondern über und darunter liegt-über für die Bergspitzen, unter für die Täler-wird so gelegt, dass er beides erfassen kann, so dass die Sehachse des wagrecht gestellten Instrumentes nicht mehr mit der horizontalen Bloklinie zusammenfällt, sondern in einem bestimmten Winkel hiezu liegt. Zu diesem Zweck kann das ganze Instrument in geneigter Ebene aufgestellt werden, was durch die Einstellschrauben 4 oder die kugelige Ausbildung der Lagerung geschieht. Die Höhe und Neigung dieser Einstellung wird durch die Libelle 20 angegeben und festgelegt, so dass sie zu jeder Zeit nach Entfernung des Apparates bei seiner Wiederaufstellung wieder gefunden werden kann.
Das Fernrohr ist so gelagert, dass es stets ohne grosse Krafterfordernis in eine bestimmte Lage zurückkehrt, um von dort aus eine neue Durchsicht leichter zu gewährleisten. Nachdem das Instrument nun so aufgestellt ist, werden die einzelnen markanten Punkte durch Ortskundige einvisiert und
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jeder fremde, ortsunkundige Beschauer sich leicht über die Umgegenden orientieren. Er kommt vor das Gerät, öffnet es durch Einwurf des Geldstückes und betrachtet einen Punkt. Ein Blick zu der etwas höher angebrachten Skala genügt, um ihm das Gesohaute festzulegen. Er kann sich keinesfalls irren und ist über die ganze Umgegend unterrichtet.
Ist z. Be ein Panoramabild vor dem Beschauer aufgebaut, so kann er, ohne dass er das Auge vom Fernrohr wegzunehmen braucht, mit einem Blick die Landschaft übersehen und den beschauten Ort feststellen, wobei etwaige Fehler durch die Ähnlichkeit des Panoramabildes mit der geschauten Gegend sofort auffallend gekennzeichnet werden. Die Einfachheit der Vorrichtung ist äusserst treffend und bisher noch nirgends zu finden. Eine derart einfache, leicht zu handhabende und mit wenig Zeitverlust einzustellende, räumliche Orientierungsvorriohtung ist noch nicht bekannt. Die Landschaftsbilder werden in genau naturgetreuer Weise wiedergegeben, also nicht lediglich durch einzelne Punkte, wobei diese Punkte, nicht im umgekehrten Verhältnis zum geschauten Objekt sich verzeichnet finden, sondern bei welchen alle Punkte gleichmässig und sofort ersichtlich sind.
Die bekannten Orientierungstafeln bei Fernrohren geben nur die Richtung an. Es wird hiebei also folgender Vorgang stattfinden. Nach der Durchsicht bzw. vorher wird das Fernrohr auf die Himmels- richtung eingestellt, welche durch einen geätzten Strich auf der Tafel als die Richtung z. B. zur Beschauung der X-Bergspitze angegeben ist. Es befindet sich also auf der Tafel ein Strich, auf welchem der Name X-Bergspitze steht, jedoch ist es nicht möglich mittels dieser Richtungsanzeigung die Höhenpunkte anzugeben, also beispielsweise Bruch, Tunnel, Haus, Spitze.
Beim Anmeldungsgegenstand ist dieses ohne weiteres der Fall. Wie aus den Figuren und der Beschreibung hervorgeht, befindet sich über dem Fernrohr ein Rahmen, in welchem ein Bild 22 vorgesehen ist. Dieses Bild kann entweder als Panoramabild der Umgebung, also mit Bergen, Tälern, und Schluchten ausgebildet sein, in welchem dann noch die einzelnen, bekannten Punkte beschriftet sind. Es kann aber lediglich auch nur die einzelnen markanten Punkte enthalten, um das Bild zu vereinfachen. Auch plastische Darstellungen (Reliefs) können hiefür verwendet werden. Vor dem Bilde bewegt sich der Zeiger 10, der mit den Rohren verbunden ist und mit diesen verschwenkt und bewegt wird.
Der Zeiger 10 gibt dann mit seiner Spitze auf dem Bilde genau den Punkt an, welcher bei der Durchsicht durch das Fernrohr von dem in dem Rohre befindlichen Zielstachel 22 angegeben wird. Gegenüber den Orientierung-
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tafel vorhanden, die genau das geschaute Bild wiedergibt und durch die Stellung und den Hinweis des Pfeiles auf den geschauten Punkt diesen in seiner Höhenlage und seiner Richtung festlegt.