<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren und Maschine zum Glätten der Laufsohlen von Schuhwerk.
Das Glätten der Sohlen, insbesondere bei Schuhwerk mit scharf gekrümmten Gelenken unter Benutzung der üblichen Glättrollen, hat sich als ziemlich schwierig erwiesen. Wenn die Glättrolle grossen Durchmesser hat, so kann sie die gewölbten Randteile des Schuhgelenkes nicht richtig formen, so dass
EMI1.1
rollen mit kleinem Durchmesser geben eine nicht so ebene Sohlenfläche. Die ausser den Rollenglätten gebräuchlichen Glättmaschinen mit ruhendem, durch eine Druckform ausgeübten Druck sind kostspielig, da eine grosse Anzahl von Glättformen und dazu gehörigen Leisten gebraucht wird.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden diese Übelstände dadurch beseitigt, dass das Glätten der Sohle in zwei getrennten Stufen stattfindet. Das Glätten des Vorderteiles der Sohle wird durch rollenden Druck bewerkstelligt. Dagegen erfolgt das Glätten des ganzen Gelenkteiles der Sohle durch ruhenden Druck. Man kann dann am vorderen Teil des Schuhes eine verhältnismässig grosse Glättrolle benutzen, deren Krümmung der Querwölbung der Sohle am Vorderteil entspricht, während der Gelenkteil der Sohle durch ein geeignet gestaltetes Druckkissen mit ruhendem Druck bearbeitet wird.
Fig. 1 ist ein Schaubild eines aufgezwickten, zum Sohlenauflegen bereiten Schuhes. Fig. 2 zeigt im Schnitt den Rand einer für das Auflegen vorbereiteten Laufsohle. Fig. 3 erläutert das Sohlenauflegen. Fig. 4 ist ein Querschnitt eines Teiles des Schuhes und zeigt auch die eine Durchnähnaht herstellenden Stiehbildungsorgane einer Nähmaschine. Fig. 5 ist ein Schnitt eines Teiles eines durehgenähten Schuhes.
Fig. 6 erläutert das Glätten des Vorderteiles der Sohle des Schuhes. Fig. 7 ist eine Einzelansicht der in der Fig. 6 dargestellten Glättrolle und des Schuhes. Fig. 8 ist ein Grundriss der Glättrolle, deren Achse in dieser Figur gleichlaufend zu der Ballenlinie des Schuhes steht. Fig. 9 stellt eine zum Glätten des Sohlengelenkes dienende Vorrichtung dar. Fig. 10 zeigt im Schnitt das Glättkissen und den Schuh.
Der in der Fig. 1 dargestellte Schuh ist nach dem in der D. R.-Patentschrift Nr. 419.999 beschriebenen Verfahren vorbereitet worden. Das Oberleder 20 wird an den Sehuhseiten in aufgezwickter Lage durch Klammern 22 gehalten, deren Spitzen die Sohle nicht durchdringen, und in den Körper der letzteren umgenietet sind. Das Oberleder ist an der Spitze und an der Ferse unter Zuhilfenahme einer üblichen Bettzwickmaschine aufgezwickt worden. Überflüssiges Material 26 an der Schuhspitze und an andern Stellen wird vor dem Auflegen der Laufsohle abgeschliffen oder abgefräst, damit der Sohle eine ebene Auflagefläche geboten wird. 28 ist ein geeigneter Füllstoff.
Die Sohle wird vor dem Auflegen gerisst und die Risslippe 32 verbleibt unaufgebogen. Der Sohlenrand wird an der Fleischseite der Sohle durch einen Schnitt a. -b (Fig. 2) abgeschrägt. Das innere Ende dieser Abschrägung liegt etwas hinter der durch die Linie c-d angedeuteten Naht.
Die Laufsohle wird, nachdem Klebstoff auf ihre Fleischseite aufgetragen worden ist, auf den Schuh aufgebracht und mit dem letzteren in eine Sohlenauflegemasehine eingeführt (Fig. 3). Die dargestellte
EMI1.2
einen Träger 41 für einen Leistenzapfen 40 ; ein Spitzenauflager 42 und ein, in der Regel aus Gummi bestehendes Druckkissen 44. Das Druckkissen 44 ist so an Trägern 46, 78, 50 und 42 angebracht, dass der Druck durch eine Ausgleichvorriohtung 54 auf die Träger verteilt wird. Der Gelenkteil des Kissens S ist so gestaltet, dass zunächst ein besonders kräftiger Qurrdruek auf die Randteile des Schuh-
<Desc/Clms Page number 2>
gelenkes ausgeübt wird, warauf die ganze Sohle an den Schuh angepresst wird, um fest an dem letzteren anzuhaften.
Die Risslippe 32 wird dann aufgebogen und der ausgeleistete Schuh wird einer Durchnähmaschine
EMI2.1
relative Bewegungen aus, die so bemessen sind, dass die von dem Bügel 67 getragene Glättrolle 66 nur auf den Vorderteil der Sohle einwirkt.
Die Glättrolle weist einen beträchtlich grossen Durchmesser auf u. zw. ist ihr Durchmesser grösser als die Länge des Vorderteiles der Sohle. Der Durchmesser der Glättrolle entspricht ungefähr der Länge
EMI2.2
herangebracht werden kann, ohne plötzlich in den Gelenkteil hineinzufallen. Ausserdem bewirkt die verhältnismässig grosse Glättrolle das Glätten in einem breiten Band, wodurch das Oberleder unter der Sohle in der beabsic11tigteIt Weise ausgeflacht wird. Die grosse Glättrolle kann auch nicht in kleine Vertiefungen der Sohle einfallen und den letzteren folgen und bewirkt ein gleichmässiges Ebnen der Sohle.
EMI2.3
auf der letzteren ausführen. Die Welle 68'lagert bei 69 in einem Wagen 69', dessen Rollen 70 in Führungen der Arme des Bügels 67 Aufnahme finden.
Der Wagen 69'kann in dem Bügel 67 verstellt werden, so dass die Achse der Glättrolle gleichlaufend zu der Ballenlinie und geneigt zu der längsweisen Mittellinie desSchuhes ist. Der Wagen 69'wird durch eine Vorrichtung 72 mit Bezug auf den Bügel 67 in eingestellter Lage verriegelt. Wenn die Glättrolle 66 mit dem Schuh in Berührung steht, so wird sie durch eine Schraubenfeder gegen das Ende der Welle 68'gehalten (Fig. 8).
EMI2.4
in der Längsrichtung des Schuhes bewegt, während in Wirklichkeit der Schuh mit Bezug auf die Glättrolle bewegt wird. Die Linie 72a deutet die Anzahl und Grösse der Bewegungen der Glättrolle in der Längsrichtung des Schuhbodens an.
Nach dem Glätten des Vorderteiles der Sohle wird der Gelenkteil der Sohle einem Glättvorgang unterworfen. Die dargestellte, zum Glätten des Gelenkteiles dienende Vorrichtungist in dem obengenannten
EMI2.5
einen Querzapfen 76 ausführen, der sich in unmittelbarer Nähe der Fläche des Schuhgelenkes befindet.
Die Querkrümmung des Gelenkteiles des Kissens'15 übertrifft die Krümmung, die dem Schuhgelenk erteilt werden soll. Auf ; diese Weise wird ein verhältnismässig grösserer Druck auf die Randteile des Schuhgelenkes ausgeübt als auf den Mittelteil des letzteren (s. Pfeile Fig. 10). Fig. 9 lässt erkennen, dass der Träger 41 des Leistenzapfeus 40 ziemlich lang ist, so dass der Schuh eine Lage einnehmen kann, in der seine Spitze durch den von dem Kissen 75 ausgeübten Druck heraufgekippt ist.
Das Glätten des Gelenkteiles durch ruhenden Druck und das Glätten des Vorderteiles durch rollen-
EMI2.6
Gelenkdruckkissen 78 ist durch Federn 82 mit einem Hebel 80 verbunden. Der Schuh wird durch einen Leistenzapfen. M und durch ein Spitzenauflager 86 in seiner Lage gehalten. Das Kissen M erstreckt sich von der Ballenlinie bis zu der Absatzbrustlinie des Schuhes.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.7