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Schmierpumpe für hohe Drücke.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vervollkommnung von Scnmierpumpen für hohe Drücke mit selbstdichtendem, metallisch eingeschliffenem Kolben.
Bei solchen Schmierpumpen beruht die selbstdichtende Wirkung des Kolbens darauf, dass stets zwischen Kolben und Zylinderwand eine feine Ölschichte, ein sogenannter Ölfilm, vorhanden ist. Fehlt dieser abdichtende Ölfilm oder verschwindet er aus irgendeinem Grunde, so ist es nicht mehr möglich, mit derartigen Kolben hohe Drücke zu erzielen.
Das Verschwinden des abdichtenden Ölfilms ist bei derartigen Schmierpumpen gewöhnlich auf zwei Umstände zurückzuführen : Entweder es dringt Dampf oder Luft von der Verbrauchsstelle durch die Schmierleitung bis zum Pumpenkolben und presst die zwischen Zylinderwand und Kolben befindliche Ölschichte in den Ölkasten zurück, oder der Pumpenkolben wird durch ungünstige Anordnung der Druck. und Saugkanäle im Zylinder und der Druck-und Saugschlitze am Kolben bei Förderung gegen hohe Drücke einseitig an die Zylinderwand angepresst.
Fig. 1 zeigt beispielsweise eine solche ungünstige Anordnung des Druckkanal, bei welcher der Kolben durch Rüekdruok aus der Ölleitung derart stark an die dem druckkanal", gegenüberliegende Zylinderwand angepresst wird, dass ein sichelförmiger Raum an der Seite des Drukkanals entsteht, der ein Abdichten des Kolbens unmöglich macht, während anderseits an der gegenüberliegenden Wand durch zu starke Anpressung des Kolbens an die Zylinderwand das Öl herausgepresst wird, was zu über- mässigem Verschleiss von Kolben und Zylinder führt.
Dieselben Übelstände treten ein, wenn, wie in Fig. 2. gezeigt, während der Förderbewegung des Kolbens dieser durch Druck auf den ungünstig angeordneten Steuerschlitz einseitig an die Zylinderwand angepresst wird.
Alle diese Nachteile werden durch die nachfolgend beschriebene Einrichtung behoben. Fig. 4 zeigt den Aufriss der Einrichtung, Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie -B der Fig. 4.
In dem Zylindergehäuse 1 wird ein Kolben 2 in bekannter Weise durch den Arm 3, der in den Schlitz 4 des Kolbenkopfes 5 eingreift, bewegt, so dass der Kolben 2 ausser der auf-und abwärtsgehenden Bewegung auch eine um seine Achse schwingende ausführt.
Der Kolben 2 trägt zwei gegenüberliegende Steuerschlitz 6 und 7, die durch den Kanal 8 miteinander verbunden sind und durch die Bohrung 9 mit dem Pumpenraum 10 in Verbindung stehen. Die Druckkanäle 11 und 12 treten an zwei gegenüberliegenden Seiten aus, vereinigen sieh dssnn zum Kanal 13, der an tiefster Stelle in eine Öl vorratskammer 14 einmündet. Von der höchsten Stete dieser Kammer 14 zweigt der Anschluss zur Druckleitung 15 ab.
Die Wirkungsweise dieser oben beschriebenen Einrichtung ist folgende :
Arbeiten die Pumpenkolben gegen Dampf-oder Luftdruck und tiitt Dampf oder Luft durch die Druckleitung 15 zurück, so können diese Dampf-oder Luftteile nicht bis zum Kolben 2 gelangen, sondern üben einen Druck auf das in der Zwischenkammer 14 vorhandene Öl aus, da die Druckleitung 15, wie beschrieben, im Oberteil der Kammer 14 einmündet, während die Verbindung zum Pumpenkolben 2 vom Unterteil der Kammer 14 hergestellt ist.
Es kann also nur das in der Zwischenkammer 14 befindliche öl zum Pumpenkolben 2 zurückgedrückt werden, wodurch der Ölfilm um den Kolben 2 erhalten bleibt.
Da ferner die Verbindung zwischen der Kammer 14 und dem Pumpenzylinder gegabelt ist und
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am Kolben gegenüberliegend angeordnet sind, entfällt jeder seitliche Druck auf den Kolben 2. Es kann sich daher auch nicht der in Fig. 1 gezeichnete sichelförmige Raum bilden, sondern der Kolben 2 bleibt mit einer gleichmässigen, gut abdichtenden ölschicht, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist, umgeben.