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Österreichische PATENTSCHRIFT Nr. 10740.
EDUARD JAGER iN WR.-NEUSTADT.
Filterrost für pulverförmiges Auflagematerial.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Rost, welcher dazu dient, pulverförmiges Material von beliebiger Schichthöhe für in wagrechter Richtung durchströmende Gase oder Flüssigkeiten gleichförmig durchlässig zu lagern.
Bisher benützte man, um das Durchströmen von Gasen oder Flüssigkeiten durch pulverförmiges Material zu ermöglichen, gewöhnlich rost- oder siebartig gestaltete, wag- rechte Unterlagen, auf welche das pulverförmige Material mit bestimmter Schichthöhe gelagert wird, und liess dann das Gas oder die Flüssigkeit in senkrechter Richtung hin- durchstreichen. < ,
Kommen sehr fein gepulverte Materialien zur Verwendung, so ist die Verwendung von sehr eng aneinander gestellten Roststäbehen, oder die von sehr feinen Sieben urfordoriich, um ein Durchfallen der pulverförmigen Masse zu verhüten.
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liegenden Roststäbe die Grösse der durchlässigen Fläche oder erfordert bei Vergrösserung derselben im gleichen Verhältnis immer auch eine Vergrösserung des ganzen Rostes in wagrechter Richtung.
Die hier beschriebene Erfindung bezweckt nun, die oben erwähnten Nachteile zu beseitigen, dadurch, dass die Flüssigkeiten oder Gase das pulverförmige Material nicht in senkrechter sondern in wagrechter Richtung durchstreichen, dass also die durchlässigen Flächen des pulverförmigen Materiales senkrecht gestellt sind.
Uun'h diese Anordnung ist es möglich, die einzelnen Rostplatten weiter voneinander zu setzen, ohne dass ein Durchfallen des auch noch so fein gepulverten Materiales stattfindet, nur muss die Breite der Rostplatten im Verhältnis zum senkrechten Abstand der- t-el)'en voneinander und im Verhältnis zur Grösse des Böschungswinkels a des freilagernden Materialcs stehen ; d. h. die Breite muss etwas grösser gewählt werden, als das Produkt aus dem senkrechten Abstand zweier Rostplatten und der Kotangente des Böschungswinkels x.
Da nun senkrecht geschichtetes Material erfahrungsgemäss durch das Eigengewicht sich in den unteren stärker belasteten Schichten dichter lagert, als in den höheren, weniger belasteten Schichten, so ist es notwendig, eine Anordnung zu treffen, dass solch senkrecht beliebig hoch geschichtetes Material in jeder Höhenlage wagrecht durchströmenden Gasen oder Flüssigkeiten den gleichen Widerstand entgegensetzt.
Um dies zu erreichen, tird zwischen je zwei Begrenzungsrosten obig beschriebener Konstruktion eine Kombination von netzförmig angeordneten, wagrechten, jedoch senkrecht zur Richtung der strömenden Gase oder Flüssigkeiten gestellten, keilförmigen, mit ihrer ebenen Fläche nach oben gerichteten Stäben eingesetzt.
Wird auf solch eine Zusammenstellung von zwei Begrenzungsrosten und einem dazwischen liegenden, aus keilförmigen Stäben gebildeten #Zwischenrost" pulverförmiges Material geschüttet, so lagert sich dasselbe, durch die dreikantigen Stäbe hindurchfallend, von der Grundfläche aus nach oben zu, hiebei gleichmässig alle von den Stäben gelassenen Zwischenräume ausfüllend.
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Man erkennt hieraus auch, dass Gase ssder Flüssigkeiten, welche in wagrechter Richtung die so gelagerte Masse durchströmen, hintereinander dichter und weniger dicht gelagerte Massen zu durchströmen haben, dass jedoch bei richtiger Anordnung der keilförmigen Stäbe in Lage und Grösse die Summe der Widerstände in jeder Höhenlage dieselbe ist ; dass also der angestrebte Zweck, wagrecht durchströmenden Gasen oder Flüssigkeiten in jeder Höhenlage der senkrecht gelagerten Massen den gleichen Widerstand entgegenzusetzen, durch die beschriebene Anordnung erreicht worden ist.
In der Praxis kann die oben beschriebene Anordnung beispielsweise durch Benutzung eines Doppelrostes, eines Zwischenrostes und eines Seitenrostes erreicht werden.
Die Aufstellung geschieht in der Weise, dass links und rechts von oinern Doppelroste je ein Zwischonrost und daran wieder je ein Doppel- oder Seitenrost gestellt wird, die Gase oder Flüssigkeiten treten durch den Mittelgang des Doppelrostes ein, durchstreichen nach links und rechts abzweigend in wagrechtor Richtung das zwischen den Stäben des Zwischenrostes gelagerte pulverförmige Material und treten durch den daran gestellten Doppssl-oder Seitenrost wieder heraus.
Durch Aneinander-und ttbercinanderreihen dieser drei Rostformen lassen sich beliebig geformte und beliebig grosse, insbesonders beliebig hohe Filterflächen herstellen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Filterrost für pulverförmiges Auflagematerial, dadurch gekennzeichnet, dass letzteres bei beliebiger Auflagelöhe mittelst der geeignet geformten und netzartig angeordneten Roststäbe eines Zwischenrostes, der beiderseits von aus übereinanderliegenden Rostplatten bestehenden Seitenrosten eingeschlossen ist, vollständig gleichförmig durchlässig gelagert wird, zum Zwecke, wagrecht durchgeführten Gasen oder Flüssigkeiten in jeder Höhenlage
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