AT105387B - Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Backöfen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Backöfen.

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AT105387B
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hot air
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Rudolf Ing Riedl
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Rudolf Ing Riedl
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Backöfen. 
 EMI1.1 
 Sohle mit nassen Tiiehern oder Besen ausgewischt, später wurde zu diesem Zwecke Dampf eingeblasen, der entweder durch im Ofen eingebaute wasserführende Rohre oder durch Aufspritzen von Wasser auf heisse Eisenteile, z. B. unter der Sohle angeordnet U-Eisen, erzeugt wurde. 



   Das erstgenannte Verfahren musste wegen der schweren Handarbeit verlassen werden und war überhaupt für den kontinuierlichen Ofenbetrieb nicht geeignet. Die Erzeugung von Dampf in eingebauten Rohren verursacht aber die Bildung von Kesselstein, der sich aus den Rohren nur schlecht entfernen lässt und nach verhältnismässig kurzer Zeit die Auswechslung derselben notwendig macht, was mit dem Stillstand des Ofens verbunden ist. Das Aufspritzen des Wassers auf heisse Eisenteile verursacht aber eine ausserordentlich rasche Zerstörung derselben durch   Verzundern.   



   Alle diese   tbelstände   werden gemäss der Erfindung dadurch vermieden, dass dem Ofen entnommene heisse Luft zur Verdampfung von in dieselbe eingespritzten Wasser benutzt und dieses Dampfluftgemisch sodann in den Ofen wieder eingeführt wird. Hiebei kann zweckmässig die Saugwirkung des   sprühenden   Wasserstrahles zum Ansaugen der heissen Luft   benutzt werden. Zur Ausführung des Ver-   fahrens wird ein unter der Ofensohle angeordnetes schmiedeeisernes Rohr verwendet, in welches zweckmässig leicht ausnehmbar das Wasserrohr mit der Spritzdüse eingesetzt ist. Das schmiedeeiserne Rohr steht durch entsprechende Öffnungen mit dem Ofenraum in Verbindung, so dass die heisse Luft aus demselben angesaugt und mit Wasserdampf beladen, wieder   zurückgeführt   wird. 



   In der Zeichnung sind drei beispielsweise Ausführungsformen des Schwelapparates im Schnitt dargestellt und sind die gleichen Teile mit den gleichen Ziffern bezeichnet. 



   Der vom Ofenmauerwerk 1 umgebene Backraum 2 ist nach unten durch die   Sohle. j abgeschlossen,   und wird in beliebiger Weise auf die entsprechende Backtemperatur erhitzt. Der Raum 2 ist durch die verschliessbare   Beschiekungsöffnung     -1 (rundloch)   von aussen zugänglich. Nach   Fig. 1 ist   unter der   Sohle : 3   ein Rohr 5 angeordnet. welches durch die Öffnungen 6 und 7 mit dem Backraum in Verbindung steht. Ein in das Rohr   5   eingesetztes Wasserrohr   8   trägt die Düse. 9, mittels welcher das Wasser im Rohre 5 zerstäubt und mittels der durch die Öffnung 6 angesaugten heissen Luft in Dampf verwandelt wird.

   Die mit Dampf beladene heisse Luft gelangt durch die   Öffnung 7 in   den Backraum   zurück.   Das Rohr   8   ist aus dem Rohre   5   leicht herausnehmbar, indem es durch einen Bajonett-oder andern leichtlösbaren Verschluss darin befestigt ist. Das Rohr   5   kann ebenfalls zur Gänze aus dem Ofen   genommen   werden, da dasselbe an seinem hinteren Ende am Ofenmauerwerk frei aufliegt und am vorderen Ende von einem in die Ofenwand eingesetzten   Mundstück   10   mit Verschlussstück 11 getragen   wird. Ein Rohrstutzen 12 dient zum Ablassen von Wasser, welches infolge unzeitiger Betätigung des Apparates (wenn der Ofen aus irgendeinem Grunde nicht entsprechend in Hitze ist) eventuell entstehen könnte. 



   Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist an dem Rohr 5 etwa in der halben Länge desselben ein kleiner, in das Innere des Rohres reichender Rohrkrümmer   1. 3 vorgesehen.   der zur Zufuhr von weiterer Heissluft in das Rohr 5 dient und so eine vollkommenere Verdampfung des eingespritzten Wassers gewährleistet. 



   Am besten hat sich nach den bisherigen Versuchen die   Ausführungsform   nach Fig. 3 erwiesen. 
 EMI1.2 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 dass unter der Saugwirkung der Spritzdüse 9 Heissluft aus dem hintersten Teile des Ofens angesaugt und etwa in der Mitte des Rohres   5   dem Dampfstrom zugeführt wird. Hiedurch wird eine zweimalige   Heissluftzuführung   bewirkt, welche das Verdampfen des eingespritzten Wassers fördert. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Schwelen von Baeköfen, dadurch gekennzeichnet, dass heisse Luft aus dem   Ofenraum angesaugt und   in dieselbe Wasser eingesprüht, und diese mit Dampf beladene Luft dem Ofen wieder zugeführt wird. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. dass die Wasserspritzdüse als Saug- und Fördervorrichtung für die Heissluft bzw. das Heissluftdampf- gemiseh dient.
    3. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass unter der Ofensohle ein weites Rohr (5) angeordnet ist, welches nahe seiner beiden Enden durch Öffnungen (6) und (7) mit dem heissen Ofenraum in Verbindung steht und im Inneren, zweckmässig leicht herausnehmbar, ein Wasserrohr (8) mit Spritzdüse (9) zum Ansaugen und Fortschaffen der Heissluft sowie Erzeugung des Dampfes besitzt.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass etwa in der halben Länge des EMI2.2
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Luftzuführung mittels eines in das weite Rohr (5) eingesetzten, hinten herausragenden Rohres (14) erfolgt, welches unter der Saugwirkung der Spritzdüse (9) Heissluft aus dem hintersten Ofenteil ansaugt, und an seinem der Düse (9) zugekehrten verschlossenen und mit seitlichen Öffnungen (15) versehenen Ende dem von der Düse (9) kommenden Dampfluftstrom zuführt.
AT105387D 1925-12-17 1925-12-17 Verfahren und Vorrichtung zum Schwelen von Backöfen. AT105387B (de)

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