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Die Erfindung bezieht sich auf eine Ölpresse mit Pressschnecke, bei der die Pressrückstände in Kuchen- oder Würfelform durch ein umlaufendes Messer abgeschnitten werden können.
Gegenüber den bekannten Vorrichtungen dieser Art zeichnet sich die Presse nach der Erfindung dadurch aus, dass im Inneren der mit Abflussöffnungen für das Öl versehenen Presskammer zwischen aufeinanderfolgenden Teilen der Pressschnecke Gegenplatten vorgesehen sind, welche mit Durchtritts- öffnungen für das von den Pressschneckenteilen unter Druck vorbewegte Pressgut versehen sind, wodurch das Gut absatzweise starken Pressdrücke mit dazwischen auftretenden Druckentlastungen ausgesetzt und das Öl daraus in möglichst grosser Menge gewonnen wird.
Die eine beispielsweise Ausführungsform einer solchen Presse veranschaulichende Zeichnung zeigt in Fig. l eine Aussenansieht der Vorrichtung, teilweise im Schnitt ; Fig. 2 ist ein Schnitt im vergrösserten Massstabe durch die Presskammer ; Fig. 3 eine Ansicht einer zwischen den Schneckenteilen liegenden
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Fig. 6 eine abgeänderte Ausführung der Gegenplatte.
Das Pressgut, z. B. ölhaltiger Samen, wird von einem Behälter 1 durch einen Rührer 2 einem Trichter 3 zugeführt, in welchem es von dem ersten Pressschneckenteil 4 erfasst wird, der innerhalb einer zylindrischen, aus ringförmigen aneinandergelegten Platten 6 bestehenden Kammer 5umläuft. Die zwischen sich Durchtrittsöffnungen freilassenden Ringe 6 sind durch Bolzen 7 festgehalten, welche durch eine mit Austrittsöffnungen versehene Abschlussplatte 9 hindurch in eine Anschlussplatte 8 eingeschraubt werden.
Die Förderschneckenteile sitzen auf einer mittels eines Zahnrades 11 von der Hauptantriebswelle 12 aus in Umdrehung versetzten Welle 10. Das Pressgut wird durch den ersten Schneckenteil4in eine Kammer 13 gepresst, die einerseits durch die ringförmigen Platten 6 und anderseits durch die mit Durchtrittsöffnungen versehene Gegendruckplatte 14 begrenzt ist, welch letztere lose auf der Welle 10 sitzt und am Mitdrehen durch einen Keil 15 (Fig. 3) gehindert ist, der in den feststehenden äusseren Zylinder eingreift. Diese ortsfeste Gegenplatte kann kompakt oder auch, wie in den Zeichnungen veranschaulicht, hohl sein, in welch letzterem Falle Öl auch in ihr Inneres durch Öffnungen eintreten kann, welche durch schmale Schlitze zwischen den den Hohlraum abdeckenden Platten 16 gebildet sind.
Eingedrungenes Öl wird beispielsweise durch ein den Keil. M durchsetzendes Rohr 29 abgeführt. Die Platten 16 verlaufen in axialer Richtung und sind in Lagern der Gegenplatte 14 eingepasst. Die Gegenplatte 14 besitzt Vorragungen, welche einerseits ihre Lage im Innern der Presskammer 5 festlegen und anderseits zur Loekerung
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hindurchgepresste und dabei ölabgebende Gut wird nach Austritt aus den Durchtrittsöff nungen der Gegenplatte 14 nach zumindest teilweiser !' ntlastung vom Druck von dem folgenden Schneekenteil jfss erfasst und beim Durchpressen durch die zugehörige Gegen platte neuerlich einem hohen Druck ausgesetzt ; das Spiel wiederholt sich bei jedem folgenden Satz von Pressschnecke und Gegenplatte.
Die Schneckenteile 4, 19, 24 können verschiedene Steigung haben, um der Volumsvenmillderuug des Pressgutes während seines Durchganges durch die Presse Rechnung zu tragen.
Das Pressgut wird schliesslich durch die Öffnungen 25 der Abschlussplatte 9 hindurchgedrückt und kann nach Massgabe seines Austrittes mit Hilfe eines auf dem Stummel 26 der Welle 10 angeordneten Messers in Stangen oder Kuchen geschnitten werden.
Die Gegenplatten können, wie aus Fig. 2 ersichtlich, sich verjüngende Durchtrittsöffnungen haben oder auch in der in den Fig. 3-6 veranschaulichten Art ausgestaltet sein.
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Die die Abtropföffnungen für die ausgepresste Flüssigkeit bildenden Zwischenräume zwischen den Abdeckplatten der Gegendruckplatten und die Zwischenräume zwischen den Ringplatten 6 können in der Längsrichtung Welle 10 in ihrer Grösse verschieden sein.
Gewöhnlich sind sowohl die Gegenplatten 14 als auch das von den Ringplatte 6 gebildete Gehäuse feststehend. In manchen Fällen kann es jedoch zweckmässig sein, diese Teile in entgegengesetzter Richtung zum Umdrehungssinn der Pressschnecke umlaufen zu lassen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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eine Druckentlastung erfährt, um zwischen dem folgenden Schneckenteil und seiner Gegenplatte neuerlich gepresst zu werden.
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