AT103891B - Verfahren zur Erhöhung der Ausnutzbarkeit von Futtermitteln. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Ausnutzbarkeit von Futtermitteln.

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Eugen Ing Mislin
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  Verfahren zur   Erhöhung   der Ausnutzbarkeit von Futtermitteln. 



    Die in den Futtermitteln vorkommenden Nährstoffe sind je nach ihrer Art und Herkunft nur im geringen Masse ausnützbar und fehlen den meisten Produkten die physiologisch wertvollen Bestandteile. 



  Gegenstand der vorliegenden Eifindung bildet ein Verfahren, die in den Futtermitteln-namentlich in den minderwertigen-vorkommenden Nährstoffe im höchstmöglichen Grade ausnutzbar und assimilierbar zu machen, wobei insbesondere das den Verdauungssäften meist zugängliche Protein in geeignete assimilierbare Form überführt werden soll, bei gleichzeitiger Anreicherung von für die Ernährung wichtigen physiologischen Produkten. 



  Das Wesen der Erfindung besteht nun darin, dass man Futtermittel aus Rückständen der Müh !-, Schäl-und Ölindustrie, auch Zerealien, Fischmehlen u. dgl. dadurch verdaulich macht, dass man auf ihnen gewisse Hefen in Symbiose mit gewissen Bakterien zieht. 



  Als Hefe kommen gewisse Torulaarten in Betracht, welche sich auf dem Ausflüssen tropischer Baumarten, namentlich Steruliazeen, Opuntien, Akazien, Astrogolus und auch Prunusarten, aber auch auf Kakaoschalen und auf der Baumwollkapsel ägyptischer Herkunft vorfinden. 



  Die Gewinnung dieser Hefearten geschieht nun in folgender Weise : Es werden Abspülungen mit physiologischer Nährsalzlösung von Augüssen obgenannter Pflanzen oder Pflanzenteile in Pasteursche Kölbchen gebracht und diesen Abspülungen als Nährboden verdünnte, sterilisierte Auszüge von Kleie oder Zerealien, welche die zur Aufzucht nötigen Pentosanen enthalten, hiezu gefügt. Diese Kölbchen werden nun im Brutschrank bei 38---39'gezogen und nach etwa 72 Stunden die gezogenen Hefen in bekannter Weise isoliert. Von diesen isolierten Hefeku1turen werden nun die einzelnen Arten auf Pentosanen ohne Hinzufügung von Hexosen gezogen. Diejenigen nun, welche das. beste Wachstum unter diesen Bedingungen auf Pentosanen zeigen, werden nun für das Verfahren herangezogen. 



  Um das rasche Wachstum dieser Hefearten auf den Pentosanen praktisch zu ermöglichen, ist nun die Symbiose mit gewissen Bakterien notwendig. 



  Als besonders günstiger Mikroorganismus hat sich ein Bakterium gezeigt, welches sich auf den Hülsen von Reis, besonders von Birmareis, vorfindet. Dieselben bilden feine zarte Stäbchen, welche sich in Kettenform aneinanderreihen und auf Pentosanen des Reises leicht gezogen werden können. 



  Zur Gewinnung dieses Bakteriums wird nun folgendermassen vorgegangen : Es werden Reishülsen mit physiologischer Kochsalzlösung abgespült und diese Abspülung in sterile Pentosannährlösungen, wie für Hefe angegeben wurde, eingeimpft. Diese Kulturen werden nun etwa 72 Stunden bebrütet (etwa 38 ) und hierauf mikroskopiert und alle zarten feinen Stäbchen je in besonderen Kulturen gezogen. Jede einzelne Kultur wird nun mit den Pentosanhefen beimpft und wieder bebrütet. Die für das Verfahren geeigneten Mikroorganismen sind nun jene, welche das Hefewachstum fördern, während die andern die Hefe aufzehren. 



  Das Verfahren wird beispielsweise auf folgende Art ausgeübt : Das zerkleinerte, vorbereitete Aus-   
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   tränkt.   Die hiebei verwendete Gesamtmenge von   Mikroorganismenkulturen schwankt   je nach Beschaffenheit des Ausgangsmaterials und muss von Fall zu Fall für jedes   Material festgelegt werden ; als   es die   Imbibitionsfähigkeit   des Ausgangsproduktes notwendig macht. Als allgemeine Regel kann gelten, dass mit den Reinkulturen wohl alle Teile des Materials durchtränkt werden, jedoch ohne irgendwelchen Überschuss. Die in das Ausgangsmaterial eingebrachten Mikroorganismen greifen die Zellwände an.

   Nachdem der ganze Prozess bei einer Temperatur von   38-400 C gefÜhrt   wird, so werden die Mikroorganismen zur 

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 Bildung physiologischen Abspaltungsprodukten und Enzymen gezwungen, welche eine Lockerung und Zersprengung der Gewebe und Zellen des zu verarbeitenden Materials herbeiführen. 



   Der Prozess ist ohne irgendwelchen   Materialverlust ill 1224   Stunden, je nach dem verarbeiteten Rohmaterial, beendet. Das fertige Produkt, welches von den Tieren ungemein gerne aufgenommen wird, kann entweder frisch zur Verfütterung kommen oder in Silos bekannter Bauart eingelagert oder aber in geeigneten Apparaten getrocknet werden. Man erhält so ein biologisch vollkommen aufgeschlossenes und an wertvollen Stoffen ungemein angereicheites Futter, welches vermöge der darin vorhandenen Abspaltungsprodukte der Mikroorganismen jahrelang unbeschränkt haltbar ist. 



   Ein weiterer Vorteil dieser Futtermittel besteht noch darin, dass dieselben, während sie im trockenen Zustande bakterizid sind, bei der durch die Verfütterung erfolgten Verdünnung einen ausgezeichneten Nährboden für die zur Verdauung notwendigen Darmbakterien bilden, so dass auch andere gleichzeitig verfütterte Futtermittel im erhöhten Masse im Verdauungstrakte aufgeschlossen werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Erhöhung der Ausnutzbarkeit von Futtermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Pentosanen Hefearten, vorzugsweise Torulaarten, in Gegenwart solcher auf Reiskleie gewonnener stäbchenförmiger Bakterien zieht, welche das Wachstum der Hefe durch Symbiose ohne Zufuhr von Hexosen bewirken und die so erhaltenen Mikroorganismenkulturen auf Roh-oder Abfallprodukte pflanzlicher oder tierischer Natur einwirken lässt.
AT103891D 1916-04-18 1916-04-18 Verfahren zur Erhöhung der Ausnutzbarkeit von Futtermitteln. AT103891B (de)

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