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Kühleranlage für durch Verbrennungsmotoren betriebene Fahrzeuge, insbesonders
Flugzeuge.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Kühleranlage für durch Verbrennungsmotoren betriebene Fahrzeuge, insbesondere Flugzeuge und besteht darin, dass jedem Motor bzw. Motorsatz sowohl ein dem Fahrtwind ständig ausgesetzter unbeweglicher Kühler (Kühlersatz), als auch ein in den Fahrzeugkörper regelbar beweglicher Kühler-wie solche bei Luftfahrzeugen bereits bekannt sindzugeordnet ist, und dass die beiden Kühler sowohl unabhängig voneinander als auch miteinander an die gemeinsame Kühlwasserleitung des Motors schaltbar sind.
In der Fig. 1 ist die erfindungsgemässe Anlage an einem einmotorigen Aeroplan beispielsweise veranschaulicht. In den Fig. 2 und 3 sind in grösserem Massstab die Stellungen der Verteilungshähne bei alleiniger Einschaltung des ortsfesten oder des regelbaren beweglichen Kühlers dargestellt. a ist der feststehende, dem Fahrtwind ständig ausgesetzte Kühler beliebiger Konstruktion, z. B. ein am mittleren Teil des Tragdecks angebrachter Röhrenkühler, dessen einzelne Rohre dem Querschnitt des Tragflügels entsprechend geformt sind. An dem Tragdeek sind ferner die Sammler b und c befestigt, welche die zu kühlende Flüssigkeit in die Kühlrohre einführen (b) tmd die gekühlte Flüssigkeit aus den- selben ableiten (c).
Der nur nach Bedarf einschaltbare Kühler d, z. B. ein Platten-, Bienenzellen-oder sonstiger Kühler, kann in einem im Flugzeugrumpf e vorgesehenen Hohlraum ganz oder in einem beliebigen Ausmass, aus demselben hervortretend, eingezogen werden. Seine eingezogene Lage ist in Fig. 1 durch volle Linien, seine gesenkte Lage durch strichpunktierte Linien zur Darstellung gebracht. Die Zu-und Ableitungsrohre p und q sind in ihrer ganzen Länge oder in einem Teile derselben aus biegsamem Material hergestellt.
Um den Kühler d in jede gewünschte Höhenlage bringen und in derselben feststellen zu können, ist er mittels eines Gelenkviereckes tim Innern des Fahrzeuggehäuses e aufgehängt. Das oberste Gelenk bildet den Fixpunkt, während das unterste Gelenk mit einem am Kühler d angeordneten Glied verbunden ist. Die mittleren Gelenke sind durch eine in der Diagonale des Viereckes liegende Schraubenfeder 9 verbunden, deren Spannung eine bestimmte Gleichgewichtslage des beweglichen Systems herbeiführt.
Die Verstellung des Kühlers d aus der Gleichgewichtslage erfolgt durch einen Handhebel h, welcher mit einem der mittleren Gelenke durch eine Stange i verbunden ist. Da das Gewicht des Kühlers d durch die Spannkraft der Feder 9 ausgeglichen wird, genügt eine geringe Kraft, um ihn zu heben oder zu senken.
Die Kühler a und d stehen mit den Kühlräumen des Motors durch eine Rohrleitung in Verbindung, welche, wie zunächst vorausgesetzt wird, derart beschaffen sein muss, dass das vom Motor kommende, heiss gewordene Wasser zum Teil in den Kühler a, zum Teil in den Kühler d überführt wird. Den Umlauf des Wassers besorgt eine am rückwärtigen Unterteil des Motors vorgesehene Pumpe j.
Während der Zeit der grössten Arbeitsleitung des Motors, d. i. bei der Anfahrt am festen Boden und beim Anstieg des Aeroplans, wird der Kühler d in seine vollständig ausgeschoben Stellung gebracht, in welcher sämtliche wärmeabgebenden Flächen desselben der über diese mit grosser Geschwindigkeit hinwegstreichenden Luft ausgesetzt sind. Beide Kühler a und b sind dann in voller Tätigkeit, so dass die grösste Kühlwirkung erzielt wird. Sobald der Aeroplan die vorteilhafte Höhe erreicht hat, wird der Kühler cl völlig eingezogen und damit sein Luftwiderstand beseitigt.
Bei dieser Stellung des Kühlers cl hat dann nur der Kühler a eine Wirkung auf die Kühlflüssigkeit, welche jedoch in diesem Falle, wo die
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Wirkung, welche zwischen der Summenwirkung beider Kühler a und b und der Wirkung des Kühlers a liegt, erreichbar ist.
Eine besonders zweckmässige Durchführung der Zu-und Ableitung des Kühlwassers in bzw. von
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während sich die Eintrittsöffnung für das in den Kühlern gekühlte Wasser auf der vom Beschauer abgewendeten Seite des Motors befindet. Von der Austrittsöffnung führt ein Rohr1 zum mittleren Anschlussstutzen des Dreiweghahnes m, in dem sich der Flüssigkeitsstrom teilt. Vom Hahn m wird die Kühlflüssigkeit einerseits über das Rohr n in den Sammelkanal b des Kühlers a, anderseits über das Rohr p in den Kühler d geleitet. Das vom Sammelkanal c kommende Rohr o und das vom Kühler d abzweigende Rohr q führen Zll den seitlichen Stutzen des Dreiweghahnes in welchem die Teilströme wieder vereinigt werden.
Das Rohr s, welches vom Mittelstutzen des Dreiweghahnes r ausgeht, bringt das Kühlwasser zur Saugseite der Pumpe j, von welcher es über das Rohr k in die Kühlräume des Motors gedrückt wird.
Je nach den Einstellungen der Dreiweghähne m und r ergeben sich drei verschiedene Arten des Wasserumlaufes. Bei der Einstellung der Hahnkegel, welche in Fig. 1 eingezeichnet ist, werden beide Kühler vom Kühlwasser durchflossen und es ist dann erforderlich, dass der Kühler cl sich gleichzeitig in seiner ausgeschobenen Lage befindet. Die in Fig. 2 gezeigte Stellung der Hahnkegel entspricht jenem Fall, in welchem der Kühler a allein vom Kühlwasser durchströmt wird, während die Kühlflüssigkeit im Kühler d durch die Hahnkegel abgesperrt und stillgesetzt ist. In diesem Falle ist der Kühler d in eingezogener Lage und nicht wirksam.
Die Stellung der Hahnkegel nach Fig. 3 betrifft jenen Fall, in welchem die Kühlflüssigkeit bloss den Kühler cl durchläuft und seine wärmeausstrahlenden Flächen ausserhalb des Fahrzeuggehäuses liegen.
Die Dreiweghähne m und f können durch eine geeignete Einrichtung in die erforderlichen Stellungen gebracht werden, z. B. in einfachster Weise dadurch, dass jeder Hahn unabhängig von dem ändern einstellbar ist. Vorteilhaft ist es jedoch, wenn sie gleichzeitig betätigt werden können. Zu diesem Zwecke
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führt eine Stange u zum Führersitz. Die Anordnung zweier Kühler erweist sich, abgesehen vom Hauptzweck der Erfindung auch deshalb als nützlich, weil im Falle, als einer derselben während des Fluges aus irgendeinem Grunde unbrauchbar werden sollte, der Verlust vom Kühlwasser verhindert wird, indem man den beschädigten Kühler samt seiner Zu-und Ableitungsröhre durch die entsprechende
Stellung der Dreiweghähne abschaltet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Kühleranlage für durch Verbrennungsmotoren betriebene Fahrzeuge, insbesondere Flugzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Motor (Motorsatz) sowohl ein dem Fahrtwind ständig ausgesetzte unbeweglicher Kühler (Kühlersatz), als auch ein in den Fahrzeugkörper regelbar beweglicher Kühler (Kühlersatz) zugeordnet ist, und dass die beiden Kühler sowohl unabhängig voneinander, als auch miteinander an die gemeinsame Kühlwasserleitung des Motors schaltbar sind.