AT101691B - Einzelkornsämaschine. - Google Patents

Einzelkornsämaschine.

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AT101691B
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Agrumaria Imp Aktien Ges
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Description


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    Einzelkomsämaschine.   



   Die Erfindung betrifft eine Einkornsämaschine, bei welcher die Greifer die Saatkörner einzeln aus einem Behälter aufnehmen und in Taschen abgeben, aus welchen die Körner einzeln auf den Boden fallen. Maschinen dieser Art sind z. B. in der Patentschrift Nr. 95742 beschrieben. Die Erfindung bezwekt den Bau der Maschine einfach und billig zu gestalten, alle starkem Verschleiss unterworfenen Teile zu beseitigen und die Betriebssicherheit zu erhöhen und endlich zu ermöglichen, dass der Abstand der ausgesäten Körner voneinander geregelt werden kann. 



   Das Wesen der Erfindung besteht darin, dass der Saatgutbehälter der Sämaschine von einem im Gestell drehbaren, auf dem Boden rollenden Radkörper und einer im Gestell festen, dem Radkörper gegenüberstehenden Platte gebildet wird. Der Radkörper trägt die Greifer und Zellen, die Platte trägt den zur Betätigung der Greifer dienenden Daumen, einen bis dicht an den Radkörper reichenden Flanschteil, der einen als Saatkornbehälter dienenden Raum zwischen Radkörper und Platte nach unten abschliesst. Ferner trägt die Platte die Deckschine zum Abschluss der Löcher in den Taschen des Radkörpers. Eine besondere Befestigungsweise der Greifer und der Taschen gestattet die Maschine für verschiedene Abstände der Saatkörner einzustellen. 



   In den Zeichnungen ist eine beispielsweise Ausführungsform der Sämaschine dargestellt u. zw. zeigt Fig. 1 einen Aufriss, Fig. 2 einen lotrechten Schnitt eines Teiles der Maschine in grösserem Massstab, wobei Teile der Maschine entfernt sind ; Fig. 3 und 4 veranschaulichen Schnitte nach der Linie   3-3   der Fig. 2 in entgegengesetzten Richtungen gesehen. 



   1 ist eine im Gestell 2 der Sämaschine feste Achse, 3 ist ein Radkörper der auf der Achse 1 frei drehbar ist und am Boden mittels des Kranzes 13 rollt. 4 sind die festen Blätter der scherenförmigen Greifer und 5 die bei 12 an die festen Blätter 4 angelenkten ewe glichen Blätter, deren Arme 6 gegen die Mitte des Radkörpers 3 reichen. 7 sind Federn zum Öffnen der Greifer. 8 und 9 sind unterschnittene konzentrische Nuten im Radkörper 3 und 10 sind Blattfedern deren Enden in die Nuten 8,9 eintreten, während ihre mittleren Teile seitliche Fortsätze 11 an den fixen Greiferbacken 4 übergreifen. 15 sind Ausnehmungen im Radkörper 3 die in einem Kreis zwischen den Nuten 8,9 und konzentrisch zu denselben angeordnet sind und 14 sind Warzen an den fixen Blättern 4 die in diese Ausnehmungen eingreifen können.

   Um einen Greifer in seiner   Stellung'festzumachen, wird   das Innenende des festen Blattes 4 in radialer Richtung in die unterschnittene Nut 9 gestossen, während ihr äusseres Ende über dem Rand der Nut 8 liegt und die Warzen   14   in die Ausnehmungen
15 eingreifen, dann wird die Blattfeder 10 mit ihrem inneren Ende   über'den   Fortsatz 11 in die innere unterschnittene Nut 9 gedrückt und ihr äusseres Ende in die äussere unterschnittene Nut 8 geschoben. Das feste Blatt 4 des Greifers ist dann durch den Eingriff der Warzen
14 und Ausnehmungen 15 und durch die Feder 10 gegen jede Bewegung in bezug auf den Radkörper 3 verriegelt, trotzdem kann jeder Greifer zwecks Einstellung oder Ausbesserung leicht ausgehoben werden, indem man einfach die Feder 10 herausnimmt.

   Statt einer Feder 10 können auch zwei benutzt werden, jede auf einer Seite des festen Blattes und diese Federn können an einem oder beiden Enden durch Bügel verbunden sein. 

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   Nahe am äusseren Umfang des Radkörpers 3 und auf derselben Seite wie die Nuten 8,9 ist ein rundumlaufender abgetreppter Flansch 16 vorgesehen und konzentrisch zu diesem eine Kreisrippe 17. 18 sind im wesentlichen pyramidenstumpfförmige an der grösseren und kleineren Grundfläche und an einer Seite offene, an den übrigen Seiten geschlossene   Kästchen.   



  Jedes dieser   Kästchen   besitzt an der   äusseren     kleinen Grundfläche   eine oder mehrere Nasen 19 die in Löcher am Flansch 16 einzutreten vermögen, und ein Loch, 20, welches wenn die Nasen 19 die ihnen zugeordneten Löcher des Flansches 16 eingreifen genau gegenüber einem solchen Loch 21 steht. Ausserhalb des Flansches 16 liegt der Laufkranz 13 des Radkörpers 3, der nach Wunsch mit einem geeigneten Reifen ausgestattet werden kann. 



   Fest am Gestell 12 oder der Achse 1 ist gegenüber dem Radkörper 3 eine Platte 22 angeordnet. 23 ist ein sich über einen Teil des Umfanges der Platte 22 gegen die Rippe 17 erstreckender Flansch (Fig. 2), der die grösseren, inneren Grundflächen der pyramidenstumpfförmigen Kästchen 18 abdeckt. Zwischen dem Flansch 23 und der   Kreisrippe 17   sowie dem Kästchen 18 sind nur so geringe Zwischenräume vorhanden, dass kein Durchtreten von Saatgut möglich ist.

   Der äussere Teil der Platte   22,   der Flanschteil 23 und eine kreisförmige Nut 29 an der der Platte 22 zugekehrten Seite des Radkörpers 3 schliessen zusammen einen segmentförmigen Raum ein, der als Saatgutbehälter   dient : Ein Trichter 30   ist an der Platte 22 befestigt und an seinem Boden mit einer geeigneten Öffnung 31 versehen, durch welche die Saatkörner der Schwere folgen in den Saatkornbehälter gelangen. Am untern Teil der Platte 22 ist auf irgend eine geeignete Art z. B. durch Bolzen 28 eine segmentförmige Platte 24 befestigt, deren äusserer Rand 26 zwischen den Laufkranz   13   und den Flansch 16 des Radkörpers hineinreicht.

   Mit der Platte 24 fix verbunden ist eine über einen Teil des Flansches   16   reichende Deckschiene 27, welche soweit sie reicht die Löcher 21 des Flansches 16 und die Löcher 20 an den äusseren Enden des   Kästchens 18 überdeckt.   



   Ist der Trichter 30 mit dem Saatgut das von Zeit zu Zeit nachgefüllt werden kann, gefüllt, so treten die Saatkörner durch die Öffnung 31 in den Saatgutbehälter zwischen Radkörper 3, Platte 22 und Flanschteil 23 und die   Sämaschine wird   einfach über den Boden gerollt, wobei der Radkörper 3 mit seinem Kranz oder seiner Felge 13 als Rad dient, während die Platte 22 keine Drehung   vollfuhrt.   Hiebei wird der Zutritt des Saatgutes derart geregelt, dass das Saatgut im Saatgutbehälter nicht zu hoch ansteigen kann. 



   Während der Radkörper 3 sieht dreht, gehen die Greifer 4,5 nacheinander durch das Saatgut, in welchem jeder mittels eines an der Innenseite der Platte 22 angebrachten Daumens 32 der den Arm 6 des beweglichen Greiferblattes 5 betätigt, geschlossen wird, nachdem er in den Saatgutbehälter eingetreten ist und nach dem Austritt aus dem Saatgutbehälter, d. i. nach   dem Vorübergang   an dem nach Fig. 3 linken Ende des Flanschsegmentes 23 sich öffnet, wie dies im Patent Nr. 95742 beschrieben ist. Um Beschädigungen bei zufälliger Umkehrung der Drehrichtung des Radkörpers 3 zu verhüten, wird der Daumen 32 an einem Zapfen 33 drehbar angebracht und eine Feder 34 drückt den Daumen gegen einen festen Anschlag 35.

   Dreht sich der Radkörper 3 im richtigen durch den Pfeil angedeuteten Drehsinn, so treffen die Arme 6 zuerst auf die vom Anschlag 35 abgekehrte Seite des Daumens 32, so dass dieser die Arme betätigt, als ob er starr angeordnet wäre. Dreht sich dagegen die Platte 3 im entgegengesetzten Sinne, so gestattet die Feder 34 dem Daumen nachzugeben, wenn der Arm 6 gegen ihn schlägt. Der Daumen ist so geformt, dass er den Greifer langsam öffnet, damit beim Loslassen des Kornes jeder Stoss vermieden wird. Da jeder Greifer unmittelbar einem Kästchen 18 nahe seinem offenen Ende gegenüberliegt, welches eine Tasche bildet, fällt das   Korn   nachdem es beim Öffnen des Greifers frei wird in diese Tasche und wird von ihr weitergeführt, bis das äussere Loch 20 über das vordere Ende der Deckschine 27 hinaus- gelangt und damit offen liegt.

   Das Korn fällt dann durch dieses Loch und das gegenüberliegende Loch 21 im Flansch 16 und durch eine Öffnung der Rippe 26 zu Boden, voraus- gesetzt, dass diese Rippe sich über den ganzen Umfang der Scheibe 22 erstreckt ; doch kann diese Rippe im wesentlichen sich auch bloss über denselben Zentriwinkel wie die Deckschiene 26 erstrecken. 



   Um zu verhindern, dass das Korn, nachdem es durch das Loch 26 herabgefallen ist, zufällig zwischen die Rippe 26 und den Kranz 13 gerät, ist ein Fortsatz 36 an der Innen- seite der Rippe 26 (Fig. 4) vorgesehen, der über das Vorderende der Deckschine 27 so weit hinausreicht, dass er das Korn beim Herabfallen aus dem Loch 20 nicht gegen den Radkörper hin seitlich ablenkt, sondern zwischen der Schine   2'7   und den Kranz 13 sicher vorbeiführt. 



   Es werden so die Körner in gleichen Abständen voneinander in den Boden gelegt. Soll dieser Abstand geändert werden, so ist es bloss notwendig, die Entfernung zwischen aufeinanderfolgenden Greifern 4,5 und Kästchen 18 zu ändern. Zu diesem Zweck wird die Platte 22 entfernt, worauf die Greifer 4,5 und Kästchen 18 vom Radkörper 3 abgenommen 

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 in der gewünschten Zahl und Entfernung wieder eingesetzt werden ; dabei treten die Warzen 14 der fixen Greiferblätter in geeignete Löcher 15 der Platte 3 und werden durch die Blatt- edern 10 in ihrer Stellung festgehalten und die Nasen 19 der   Kästchen 18   kommen in die 
 EMI3.1 
 Löcher 21 die Zahl der möglichen Anordnungen und Wiedereinstellungen. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Sämaschine, bei welcher Greifer die Saatkörner einzeln aus einem Behälter aufnehmen und in Taschen abgeben, aus welchen sie einzeln auf den Boden fallen,   dadurch gekenn-   zeichnet, dass der Saatkornbehälter von einem im Gestell (2) drehbaren auf dem Boden rollenden Radkörper (3) und einer im Gestell   (2)   festen dem Radkörper (3) gegenüberliegenden Platte (22) und einem an letzterer festen gegen   den Radkörper (3) gerichteten Flanschteil ("93)   gebildet wird und der Radkörper (3) die Greifer   (4,   5) und Taschen   (18),   die Platte   (22)   
 EMI3.2 


Claims (1)

  1. gebildet werden, die am inneren Ende und an der der Platte (22) zugekehrten Seite offen und in einen gelochten Flansch (16) am Radkörper (3) derart eingesetzt sind, dass ihre am äusseren Ende vorgesehenen Löcher (/20) Löchern (21) dieses Flansches (16) genau gegen- überliegen, wobei die Deckschiene (27) den äusseren Umfang des Flansches (16) zum Tei umschliesst.
    3. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radkörper (3) Ausnehmungen (15) und zwei unterschnittene Nuten (8, 9) besitzt, während die festen Greiferblätter (4) mit in die Ausnehmungen (15) des Radkörpers (3) passenden Warzen (14) und mit seitlichen zwischen die unterschnittenen Nuten reichenden Fortsätzen (11) versehen sind, welche von Blattfedern (10) abgedeckt werden, deren Enden in die unterschnittenen Nuten (8, 9) eingespannt sind.
    4. Sämaschine nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass der gelochte Flansch (16) und die in Ringform angeordnete Reihe von Ausnehmungen (15) nebst den EMI3.3 und Kästchen (18) beliebig verteilen zu können.
    5. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Daumen (32) zur Betätigung der Greifer (4, 5) drehbar auf einem Zapfen (33) sitzt und durch eine Feder (34) gegen einen Anschlag (35) an einer Seite gedrückt wird.
    6. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckschiene (27) zwischen dem Flansch (16) und einem Rippensegment (26) der Platte (22) an letzterem befestigt ist und das Segment (26) in eine rund umlaufende Nut am Radkörper reicht und nahe dem vorderen Ende der Deckschiene (27) abgeschnitten ist, jedoch eine Zunge (36) besitzt, welche über das vordere Ende der Deckschiene hinaus in der Nut im Kranz des Rad- körpers sich erstreckt, um die aus den Taschen bzw. Kästchen (18) fallenden Körner gegen seitliche Ablenkung zu schützen.
AT101691D 1923-05-26 1923-05-26 Einzelkornsämaschine. AT101691B (de)

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