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Aus Blech hergestellter Kugelkäfig für Radialkugellager und Verfahren zu seiner
Herstellung.
Die Erfindung bezieht sich auf aus Blech hergestellte Kugelkäf ge für Radialkugellager und besteht darin, dass aus der Umfläche eines Ringes im wesentlichen V-förmige Rillen he... ausgebogen sind, deren Wände Zwischenwände für die Kugeln bilden. Hiebei können die Wände der V-förmigen Rillen von Punkten innerhalb des äusseren Umfanges des Käfigs oder von Punkten ausserhalb des inneren Randes desselben ausgehen. Die V-Form der Rillen hat insbesondere den Vorteil, die Kugeln einander möglichst nähern zu können und die Festigkeit zu erhöhen.
Gegenstand der Erfindung ist auch das Verfahren zur Herstellung solcher Käfige.
In der Zeichnung sind drei verschiedene Ausführangsbeispiele von Kugelkäfigen gemäss der Erfindung veranschaulicht. Die Fig. 1-16 zeigen in Vorderansicht und Seitenansicht acht verschiedene Stufen bei der Herstellung einer Ausführungsform des Kugelkäf. gs. Die Fig. 17-20 zeigen den fertigen Kugelkäfig in Vorderansicht, im Schnitt, in Hinteransicht und in Draufsicht. Die Fig. 21-24 veranschaul chen in der gleichen Weise eine zweite Ausführungsform und die Fig. 25-28 eine dritte Aus- fühmngsiorm des Kugelkäfig.
Bei der Herstellung der ersten Ausführungsform kann folgendes Verfahren angewendet werden.
Zuerst wird eine runde Seheibe 1 (Fig. l und 2) ausgestanzt. Diese Scheibe wird hierauf anihrem Umfang gewellt, so dass sie die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Form erhält. Durch ein folgendes schärferes Wellen werden die Vertiefungen 2 an dem Rande der Scheibe tiefer gemacht, so dass eine Reihe von Bögen 3 entsteht (Fig. 5 und 6). Hierauf wird das Arbeitsstück in einer Form gezogen oder gepresst, so dass es die Gestalt eines Gehäuses erhält, wobei die vorher gebildeten Wellen zusammengepresst werden, wie bei 4 in Fig. 7 und 8 gezeigt ist. Durch ein folgendes Ziehen oder Pressen werden die Falze schärfer gemacht bzw. zugespitzt wie bei 5 in Fig. 9 gezeigt ist.
In dem so ausgebildeten Arbeitsstück wird ein zentrales Loch 6 (Fig. 11) ausgeschnitten, welches an einer Stelle eine Kerbe 7 erhält, um ein genaues Festlegen für das Schneiden der Kugellöcher zu ermöglichen. Die Löcher 8 (Fig. 13 und 14) werden nacheinander geschnitten, wobei das Arbeitsstück in einem Bohrkopf od. dgl. gedreht wird. Schliesslich wird das zentrale Loch durch einen Fertigschnitt vergrössert, so dass der Käfig die endgültige Gestalt erhält, die in Fig. 15 und 16 gezeigt ist, in welchen der Rand des Loches mit 9 bezeichnet ist. Fig. 17 zeigt den fertigen Käfig mit zwei in Stellung gezeichneten Kugeln 10. Die strichpunktierte Linie 11 zeigt die ungefähre Gestalt der ursprünglichen Scheibe verglichen m ; t der endgültigen Gestalt des Käfigs.
Fig. 18 zeigt einen Schnitt nach-A, B der Fig. 17. Die Fig. 19 und 20 zeigen den fertigen Käfig in Rückansicht und Draufsicht.
Bei Verwendung des Kugelkäfigs für doppelreihige Kugellager werden zwei Käfige mit ihren. rückwärtigen Flächen aneinander geschoben.
Der Kugelkäfig gemäss der Erfindung hat sich sehr gut bewährt, da er aus einem Stück ist und daher einfach in der Herstellung und dauerhaft bei seiner Verwendung ist. Der Käfig ermöglicht die Kugeln nahe aneinander zu stellen, wie in Fig. 17 gezeigt ist, da die flügelartig geformten Zwischenwände an der Spitze 5 verhältnismässig sehmal sind. Trotzdem sind die Zwischenwände sehr fest, u. zw. aus dem Grunde, weil der Falz bzw. die Kerbe zwischen den Stegen und Flügeln jeder Zwischenwand von Punkteninnerhalb
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des äusseren Umfanges des Käfigs ausgeht, wie in Fig. 19 bei 12 gezeigt ist.
Beim Ziehen oder Pressen des Arbeitsstücke in eine gehäuseähnliche Gestalt wird das überschüssige Material zur Bildung der Zwischenwände ausgenützt, was zur Wirkung hat, dass das Material der Wände nicht gedehnt bzw. überansprucht wird.
Das Material ist auf diese Weise ausserordentlich rationell ausgenützt, da Teile desselben, welche sonst entfernt werden, zur Bildung von starken, doppelten Zwischenwänden ausgebildet sind.
Der Käfig, der in denFig. 21-24 veranschaulicht ist, unterscheidet sich von der früher beschriebenen Ausführungsform lediglich dadurch, dass der flache Teil des Käfigs (d. i. der verbleibende Teil des Bodens des gehäuseähnlichen Arbeitsstückes) an der inneren Kante abgebogen ist, wie bei 13 in Fig. 22 gezeigt ist, zu dem Zwecke, den Käfig noch weiter zu versteifen.
Die in den Fig. 25-28 veranschaulichte Ausführungsform unterscheidet sich von den beiden beschriebenen Ausführungsformen dadurch, dass die Zwischenwände 14 zwischen den Kugeln anstatt am äusseren Rande am inneren Rande der Scheibe angeordnet sind. Diese Ausführungsform ist weniger zweckmässig als die beiden ersten Ausführungsformen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus Blech hergestellter Kugelkäfig für Radialkugellager, dadurch gekennzeichnet, dass aus der Umfläche eines Ringes im wesentlichen V-förmige Rillen herausgebogen sind, deren Wände Zwischenwände für die Kugeln bilden.