Halbleiterbauelement mit mindestens einer Konfaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Halbleiterbauelement, welches zumindest eine erste Kontaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern zu dem Halbleiterbauelement aufweist, gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 .
Halbleiterbauelemente werden für vielfältige Anwendungen verwendet, insbesondere in der Ausführung als Transistor oder Diode. Die Erfindung betrifft solche Halbleiterbauelemente, welche zumindest eine erste Kontaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern zu dem Haibleiterbauelement aufweisen. Die Kontaktstruktur ist typischerweise als metallische Kontaktstruktur ausgebildet.
Typischerweise kontaktiert die metallische Kontaktstruktur hierbei eine oder mehrere Halbleiterschichten, insbesondere einen oder mehrere dotierte Bereiche der Halbleiterschichten. Zum elektrischen Verbinden des Halbleiterbauelementes mit weiteren Bauelementen und/oder einem externen Stromkreis weist die Kontaktstruktur mindestens einen Kontaktierungspunkt auf. Es ist bekannt, über solch einen Kontaktierungspunkt beispielsweise mittels Bonden, über Zellverbinder, Brühspitzen oder anderer Kontaktierungsmethoden eine elektrisch leitende Verbindung herzustellen.
Um Ladungsträger flächig dem Halbleiterbauelement zuzuführen oder von diesem abzuführen, sind kammartige metallische Kontaktstrukturen bekannt. Diese weisen in etwa die Form eines Kamms auf, indem die Kontaktstruktur ausgehend von einem Kontaktierungspunkt eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Verzweigungspunkten erster Ordnung aufweist, an welchen Verzweigungspunkten erster Ordnung jeweils zumindest eine metallische Folgeleitungsbahn (die „Finger" des Kamms) abzweigt. Solche Strukturen sind beispielsweise bei Leistungstransistoren oder bei photovoltaischen Solarzellen bekannt.
Aufgrund des steigenden Bedarfs an elektrischer Leistung, wachsenden Energiekosten und zunehmendem Umweltbewusstsein, besteht ein Bedarf an optimierten, kostengünstigen, hocheffizienten und zuverlässigen Halbleiterbauele- menten. Insbesondere bei Transistoren sind höhere Schaltfrequenzen und die Reduktion von Leistungsverlusten wünschenswert. Entsprechend wird beispielsweise bei photovoltaischen Solarzellen stets eine Wirkungsgradsteigerung angestrebt, Der vorliegenden Erfindung Hegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Halbleiter- bauetement mit einer verbesserten Kontaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern zu dem Halbleiterbauelement bereitzustellen. Gelöst ist diese Aufgabe durch ein Halbleiterbauelement gemäß Anspruch 1. Vorzugsweise Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes finden sich in den Ansprüchen 2 bis 15. Hiermit wird der Wortlaut der Ansprüche explizit per Referenz in die Beschreibung aufgenommen.
Das erfindungsgemäße Halbleiierbauelement weist zumindest eine erste Kontaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern zu dem Halb- leiterbauelement auf. Die erste Kontaktstruktur umfasst mindestens einen Kon- taktierungspunkt zum elektrisch leitenden Verbinden der ersten Kontaktstruktur mit einem externen Anschluss. Der Kontaktierungspunkt kann hierbei in besonderer Weise, beispielsweise mit einer größeren Fläche und/oder einem anderen Material, insbesondere als Lötpad ausgebildet sein. Ebenso kann der Kontaktie- rungspunkt lediglich der Ort sein, an welchem eine Kontaktierung wie vorgenannt erfolgt.
Ausgehend von dem Kontaktierungspunkt weist die Kontaktstruktur mindestens einen Verzweigungspunkt erster Ordnung, bevorzugt eine Mehrzahl von aufei- nanderfolgenden Verzweigungspunkten erster Ordnung auf, an welchem Verzweigungspunkt erster Ordnung jeweils zumindest eine Folgeleitungsbahn erster Ordnung abzweigt. In der vorzugsweisen Ausführungsform mit einer Mehrzahl von Verzweigungspunkten erster Ordnung zweigt an jedem dieser Verzweigungspunkte mindestens eine Folgeleitungsbahn erster Ordnung ab. Diesem Grundaufbau entspricht beispielsweise die vorbekannte und zuvor beschriebene Kammstruktur, welche in N. Ikeda, Y. Niiyama, H. Kambayashi, Y. Sato, T. No-
mura, S, Kato, S. Yoshida,„GaN Power Transistors on Si Substrates for Swit- ching Applications", in Proc, Of the IEEE, Vol: 98, No: 7, pp: 1 151 -1 161 , Juii 2010 beschrieben ist.
Wesentlich ist, dass bei der ersten Kontaktstruktur des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes jede Folgeleitungsbahn erster Ordnung mindestens einen Verzweigungspunkt zweiter Ordnung aufweist, an welchem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung mindestens eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung abzweigt. Die erste Kontaktstruktur ist hierbei derart ausgebildet, dass der elektrische Durchleitungswiderstand jeder Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung höher ist, als der elektrische Durchleitungswiderstand, der mit dieser Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung über einen gemeinsamen Verzweigungspunkt zweiter Ordnung verbundenen Folgeleitungsbahn erster Ordnung.
Die Erfindung ist in der Erkenntnis begründet, dass überraschenderweise zwei Effekte erheblich zu einer Verbesserung der vorbekannten Kontaktstrukturen führen:
Zum einen kann die Flächeneffizienz durch das Vorsehen von Verzweigungspunkten und Folgeleitungsbahnen mindestens erster und zweiter Ordnung erheblich verbessert werden. Zum anderen führt die Ausgestaltung derart, dass der elektrische Durchleitungswiderstand einer Folgeleitungsbahn höherer Ordnung höher ist, als der elektrische Durch leitungswiderstand der über den gemeinsamen Verzweigungspunkt zugeordneten Leitungsbahn der nächst geringeren Ordnung zu einem in etwa homogenen elektrischen Leistungsabfall an der ersten Kontaktstruktur bei Betrieb. Überraschenderweise wirkt sich die Kombination der beiden vorgenannten Effekte besonders positiv aus:
Ein homogener Leistungsabfall bewirkt auch eine flächenhomogene Wärmedis- sipation, das heißt eine homogene Verlustleistung, so dass Belastungen des Halbleiterbauelementes durch Temperaturdifferenzen vermieden oder zumindest verringert werden und eine effizientere Temperaturregelung und flächige Wärmeabführung ermöglicht wird. Die Kombination von Flächeneffizienz und homogener Verlustleistung erhöht die Kosteneffizienz bei Herstellung des Halbleiterbauelementes, sowie die Zuverlässigkeit und Lebensdauer. Darüber hinaus führt die neue Kontaktstruktur des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes zu
einer vorteilhaften Impedanzanpassung. Dadurch werden Reflexionen auf der Struktur reduziert, was die dynamische Stabilität des Bauteils verbessert. Darüber hinaus verbessert sich durch die Impedanzanpassung die Breitbandig- keit.was insbesondere bei Hochfrequenzanwendungen Vorteile bietet.
Das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement überwindet somit den Nachteil, dass eine höhere Komplexität einer Kontaktstruktur über die vorbekannte Kammstruktur hinaus die Kosteneffizienz verringert. Vielmehr ergeben sich bei dem erfindungsgemäßen Halbleiterbauelement mehrere Vorteile, die insbesondere in Kombination überraschende positive Effekte wie vorbeschrieben bewirken.
Die Bezeichnung„elektrischer Durchleitungswiderstand" beschreibt im Rahmen dieser Anmeldung den Durch leitungswiderstand einer Leitungsbahn in der Hauptstromrichtung. Typischerweise sind die Leitungsbahnen linienartig, insbesondere bevorzugt geradlinig ausgestaltet. Die Leitungsbahnen weisen somit typischerweise ein hohes Längen-zu-Breitenverhältnis auf. Der elektrische Durchleitungswiderstand beschreibt somit typischerweise den Leitungswiderstand in Richtung der Längserstreckung der Leitungsbahn.
Die Änderung des Leitungswiderstandes kann in unterschiedlicher Weise erzielt werden: So liegt es im Rahmen der Erfindung, durch eine Änderung der Querschnittsfläche, insbesondere der Querschnittsfläche senkrecht zur Hauptstromrichtung der Leitungsbahn den Leitungswiderstand zu ändern. Besonders vorteilhaft hierbei ist es, die Breite der Leitungsbahnen unterschiedlich auszubilden, um den jeweiligen gewünschten Durchleitungswiderstand zu erreichen. Denn hierdurch können die Leitungsbahnen im Wesentlichen eine gleiche Höhe aufweisen und sich nur in der Breite unterscheiden. Dadurch ergeben sich einfachere und kostengünstigere Prozessbedingungen. Ebenso liegt es jedoch auch im Rahmen der Erfindung, durch eine Änderung sowohl der Höhe als auch der Breite der Leitungsbahn den Durchleitungswiderstand entsprechend zu wählen.
In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform wird der Leitungswiderstand durch die Materialwahl vorgewählt. So ist es vorteilhaft, die Folgeleitungsbahnen einer bestimmten Ordnung, beispielsweise alle Folgeleitungsbahnen zweiter
Ordnung in einem unterschiedlichen Material zu den Folgeleitungsbahnen erster Ordnung auszubilden, wobei das Material der Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung einen höheren spezifischen Widerstand aufweist, verglichen mit dem spezifischen Widerstand des für die Folgeleitungsbahn erster Ordnung verwendeten Materials. Die Verwendung unterschiedlicher Materialien für Folgeleitungsbahnen unterschiedlicher Ordnung weist denn Vorteil auf, dass die Flächeneffiztenz gesteigert wird: Z. B. weisen Folgebahnen erster Ordnung des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements einen niedrigeren elektrischen Durchleitungswiderstand auf als Folgebahnen zweiter Ordnung, Bei Verwendung des gleichen Ma- terials für die Folgebahnen erster und zweiter Ordnung muss demnach die Querschnittsfläche, beispielsweise die Breite der Folgebahnen erster Ordnung größer sein, als die der Folgebahnen zweiter Ordnung. Wird hingegen für die Folgebahnen erster Ordnung ein Material mit geringerem spezifischen Widerstand verwendet, verglichen mit dem Material der Folgebahnen zweiter Ord- nung, so können die Folgebahnen erster Ordnung mit im Vergleich zu dem vorgenannten Beispiel kleinerer Querschnittsfläche, beispielsweise kleinerer Breite ausgebildet werden, so dass eine höhere Flächeneffizient erzielt wird.
Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, sowohl durch unterschiedliche Mate- rialien, als auch durch Ausbilden der Leitungsbahn mit unterschiedlichen Dimensionen, insbesondere unterschiedlichen Querschnittsflächen, die jeweils gewünschten Durchleitungswiderstände auszubilden.
Wie zuvor bereits beschrieben, liegt ein besonderer Vorteil der Kontaktstruktur des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes in einer im Wesentlichen homogenen elektrischen Leitungswiderstandsverlustleistung. Vorzugsweise sind die Durchleitungswiderstände der Folgeleitungsbahnen daher derart gewählt, dass bei Betrieb des Halbleiterbauelementes die elektrische Leitungswiderstandsverlustleistung jeder Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung um weniger als 10 %, bevorzugt weniger 5 %, weiter bevorzugt weniger als 1 % von der elektrischen Leitungswiderstandsverlustleistung der mit dieser Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung über einen gemeinsamen Verzweigungspunkt zweiter Ordnung verbundenen Folgeleitungsbahn erster Ordnung abweicht. I nsbesondere ist es vorteilhaft, dass die durchschnittliche elektrische Leitungswiderstandsverlust- leistungen aller Leitungsbahnen erster und zweiter Ordnung, vorzugsweise aller
Leitungsbahnen, der ersten Kontaktstruktur um weniger als 10 %, bevorzugt weniger als 5 %, weiter bevorzugt weniger als 1 % voneinander abweichen.
Die Verlustleistung in einer Leitungsbahn ist proportional zum Quadrat des elektrischen Stromflusses. Vorzugsweise sind die Durchleitungswiderstände der Folgeleitungsbahn derart gewählt, dass bei Betrieb des Halbleiterbauelementes die Stromdichte jeder Folgeleitungsbahn um weniger als 10 %, bevorzugt weniger als 5 %, weiter bevorzugt weniger als 1 % von der Stromdichte der mit dieser Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung über einen gemeinsamen Verzwei- gungspunkt zweiter Ordnung verbundenen Folgeleitungsbahn erster Ordnung abweicht. Insbesondere ist es vorteilhaft, dass die durchschnittliche elektrische Leitungswiderstandsverlustleistungen aller Folgeleitungsbahn erster und zweiter Ordnung, insbesondere aller Folgeleitungsbahnen der ersten Kontaktstruktur um weniger als 10 %, bevorzugt weniger als 5 %, weiter bevorzugt weniger als 1 % voneinander abweichen. Hierdurch wird in einfacher Weise die zuvor beschriebene im Wesentlichen homogene elektrische Leitungswiderstandsverlustleistung erzielt.
Der Begriff„bei Betrieb" und analoge Begriffe bezeichnen im Rahmen dieser Anmeldung Betriebszustände des Halbleiterbauelementes, die für die Anwendung des Halbleiterbauelements mit Zu- oder Abführung von Ladungsträgern über die erste Kontaktstruktur typisch sind. Beispielsweise ist ein typischer Betriebszustand bei Transistoren der„On-Zustand" oder bei Solarzellen der beleuchtete Zustand mit Abgabe elektrischer Leistung.
Typischerweise ist bei Halbleiterbauelementen die Stromstärke, die einer Leitungsbahn aus einer zugeordneten Halbleiterschicht zufließt oder mittels der Leitungsbahn in diese Halbleiterschicht eingespeist wird, in etwa proportional zu einer dieser Leitungsbahn zugeordneten Fläche der Halbleiterschicht. Vorzugs- weise ist daher jeder Folgeleitungsbahn eine aktive Teilfläche des Halbleiterbauelementes zugeordnet und der Durchleitungswiderstand jeder Folgeleitungsbahn ist proportional zum Quadrat des Kehrwerts dieser Folgeleitungsbahn zugeordneten Teilfläche. Hierdurch wird in einfacher Weise die zuvor beschriebene in etwa homogene Stromdichte der Folgeleitungsbahnen erzielt.
Die eingangs beschriebenen vorteilhaften Effekte des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements werden bereits bei Ausgestaltung der Kontaktstruktur mit den Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung, wie zuvor beschrieben, erzielt. Besonders vorteilhaft ist eine weitere analoge Fortsetzung solcher Verzweigungen, d. h. das Vorsehen entsprechend weiterer Verzweigungspunkte und Folgeleitungsbahnen höherer Ordnung. Die Verzweigungspunkte und Folgeleitungsbahnen höherer Ordnung sind hierbei analog zu den Verzweigungspunkten und Folgeleitungsbahnen in zweiter Ordnung wie zuvor beschrieben bzw. analog zu vorzugsweisen Ausführungsformen hiervon ausgebildet.
I n einer vorzugsweisen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes weist daher jede Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung mindestens einen Verzweigungspunkt dritter Ordnung auf, an welchem Verzweigungspunkt dritter Ordnung mindestens eine Folgeleitungsbahn dritter Ordnung abzweigt. Analog zu der Ausgestaltung der Folgeleitungsbahnen niedrigerer Ordnung ist der Durchleitungswiderstand jeder Folgeleitungsbahn dritter Ordnung höher als der elektrische Durchleitungswiderstand der mit dieser Folgeleitungsbahn dritter Ordnung über einen gemeinsamen Verzweigungspunkt zweiter Ordnung verbundenen Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung . Weiter bevorzugt wird die Ausgestal- tung der Kontaktstruktur um Verzweigungspunkte und Leitungsbahnen vierter Ordnung erweitert, indem in analoger Fortbildung jede Folgeleitungsbahn dritter Ordnung mindestens ein Verzweigungspunkt entsprechend ausgebildeten Folgeleitungsbahnen vierter Ordnung aufweist. Untersuchungen des Anmelders haben ergeben, dass insbesondere die Ausgestaltungen der Kontaktierungsstruktur mit einer Ordnung im Bereich zweite Ordnung bis fünfte Ordnung als höchste Ordnung vorteilhaft ist.
Eine besonders hohe Flächeneffizienz wird erzielt, wenn an den Verzweigungs- punkten zumindest ab der zweiten Ordnung mindestens zwei, bevorzugt genau zwei Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung abzweigen. Insbesondere ist es vorteilhaft, dass die zwei Folgeleitungsbahnen in zueinander entgegengesetzter Richtung , insbesondere auf gegenüberliegenden Seiten der zugeordneten Folgeleitungsbahn niedriger Ordnung abzweigen, so dass eine Doppel- kammstruktur ausgebildet wird. Insbesondere ist es in analoger Fortbildung vorteilhaft, dass an jedem Verzweigungspunkt einer Ordnung n > 1 mindestens
zwei, bevorzugt genau zwei Folgeleitungsbahnen n-ter Ordnung abzweigen. Hierdurch wird eine hohe Flächeneffizienz erzielt.
Eine besonders einfach realisierbare und dennoch effiziente Struktur ergibt sich, indem die Folgeleitungsbahnen an den Verzweigungspunkten im rechten Winkel abzweigen, d, h. mit der zugeordneten Folgeleitungsbahn niedrigerer Ordnung an dem gemeinsamen Verzweigungspunkt einen rechten Winkel einschließen.
Eine besonders effiziente Struktur ergibt sich, indem die Folgeleitungsbahnen an den Verzweigungspunkten in einem Winkel im Bereich 30° bis 60° abzweigen, d. h. mit der zugeordneten Folgeleitungsbahn niedrigerer Ordnung an dem gemeinsamen Verzweigungspunkt einen Winke! im Bereich 30° bis 60° einschließen.
Eine besonders effiziente Ausgestaltung der ersten Kontaktstruktur ergibt sich, indem vorteilhafterweise die erste Kontaktstruktur zumindest in Teilbereichen, vorzugsweise volfständig selbst ähnlich ausgebildet ist. Solche selbst ähnlichen oder fraktale Strukturen zeichnen sich dadurch aus, dass sich Grundmuster auf einer höheren Skala in selbst ähnlicher Weise in den kleineren Strukturen auf kleineren Skalenbereichen wiederfinden. Die Definition solcher selbst ähnlicher Strukturen ist beispielsweise in B, B. Mandelbrot»„The Fractal Geometry of Na- ture", W.H. Feeman & Co., ISBN 0-7167-1 186-9, 1982 beschrieben.
Die erste Kontaktstruktur ist somit vorzugsweise als fraktale Struktur zumindest dritter, weiter bevorzugt zumindest vierter Ordnung ausgebildet.
Wie zuvor beschrieben, weist das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement eine erste Kontaktstruktur in erfindungsgemäßer, neuartiger Ausgestaltung auf. Vorzugsweise sind weitere Kontaktstrukturen des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes, insbesondere bevorzugt alle Kontaktstrukturen des Halbleiterbauelementes in analoger Weise ausgebildet:
In einer vorzugsweisen Ausführungsform weist das Halbleiterbauelement eine zweite Kontaktstruktur zum Zuführen und/oder Abführen von Ladungsträgern zu dem Halbleiterbauelement auf. Die zweite Kontaktstruktur ist vorzugsweise analog zu der ersten Kontaktstruktur ausgebildet. Die zweite Kontaktstruktur weist
somit ebenso einen Kontaktierungspunkt sowie Folgeleitungsbahnen und Verzweigungspunkte zumindest erster und zweiter Ordnung auf, wie zuvor zu der ersten Kontaktstruktur beschrieben. Insbesondere ist die zweite Kontaktstruktur vorzugsweise analog zu einer zuvor beschriebenen vorteilhaften Ausführungs- form der ersten Kontaktstruktur ausgebildet.
Für eine Vielzahl von Halbleiterbauelementen ist es bekannt, zwei metallische Kontaktstrukturen jeweils in Form einer Kammstruktur vorzusehen, wobei die beiden Kammstrukturen ineinander verschränkt angeordnet sind. Solche interdi- gitalen Kammstrukturen können bevorzugt als Ausgangsstruktur zur Ausbildung einer vorzugsweisen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes dienen, indem erste und zweite Kontaktstrukturen wie zuvor beschrieben ausgebildet und ineinander verschränkt angeordnet sind. Diese ineinander verschränkte Anordnung bewirkt eine besonders hohe Flächeneffizienz, ohne dass sich die erste Kontaktstruktur mit der zweiten Kontaktstruktur überschneidet, d. h. es müssen keine elektrischen Isolierungen in der Ebene oder parallel zu der Ebene der Halbleiterschichten zwischen erster und zweiter Kontaktstruktur vorgesehen werden. Vorzugsweise sind daher erste und zweite Kontaktstruktur als eine fraktale
Struktur zumindest dritter, bevorzugt zumindest vierter Ordnung ausgehend von einer interdigitalen Doppelkammstruktur als Kammstruktur zweiter Ordnung ausgebildet. Wie zuvor bereits beschrieben, führt die neue Kontaktstruktur des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes zu einer vorteilhaften Impedanzanpassung. Dieser Vorteil wird insbesondere erzielt, indem in einer vorteilhaften Ausführungsform die erste Kontaktstruktur, insbesondere die elektrischen Durchleitungswiderstände der Leitungsbahnen, derart ausgebildet wird, dass nachfol- gende zu Formel (1 ) erläuterte Impedanzregel erfüllt ist:
Die Leitungsbahnen werden bevorzugt derart ausgeführt, dass nachfolgende Bedingung für Teilstücke der Leitungsbahn erfüllt ist. Ein solches Teilstück ist durch einen ersten, dem Kontaktierungspunkt zugewandten Verzweigungspunkt und einen zweiten, dem Kontaktierungspunkt abgewandten Verzweigungspunkt begrenzt, wobei erster und zweiter Verzeigungspunkt benachbart sind.
Vorteilhafterweise wird die Impedanz Z0 dieses Teilstücks einer Leitungsbahn zwischen erstem und zweitem Verzweigungspunkt derart gewählt, dass die Summe der Kehrwerte der Impedanzen Z, der an dem zweiten Verzweigungs- punkt parallel geschalteten Leitungsbahnen gleich dem Kehrwert der Impedanz Z0 ist, gemäß folgender Formel 1 :
Hierbei bezeichnet n die Anzahl der an dem zweiten Verzweigungspunkt parallel geschalteten Leitungsbahnen und entsprechend Z, die Impedanz der abzweigenden Leitungsbahn /. Parallel geschaltete Leitungsbahnen sind beispielsweise die von dem zweiten Verzweigungspunkt abzweigenden Leitungsbahnen höherer Ordnung. Ebenso ist im Falle einer an dem zweiten Verzweigungspunkt weitergeführten Leitungsbahn dieser weitergeführte Bereich als parallel geschaltete Leitungsbahn anzusehen. Wird beispielsweise bei einer Folgeleitungsbahn erster Ordnung an dem zweiten Verzweigungspunkt (welcher ein Verzweigungspunkt zweiter Ordnung ist) die Folgeieitung erster Ordnung weitergeführt und zweigen an diesem Verzweigungspunkt zwei Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung ab, so liegen drei parallel geschaltete Leitungsbahnen vor, d.h. n = 3. Wird hingegen die Folgelei- tungsbahn erster Ordnung an dem zweiten Verzweigungspunkt nicht fortgeführt, so liegen entsprechend zwei parallel geschaltete Leitungsbahnen vor, d. h.
n = 2.
Die Kontaktstruktur des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes ist insbe- sondere vorteilhaft bei Ausgestaltung des Halbleiterbauelementes als Transistor, insbesondere als lateraler Transistor, mit im Wesentlichen lateralen Stromflüssen zwischen Drain (Abfluss) und Source (Quelle). Insbesondere ist die Ausgestaltung des Halbleiterbauelementes als bipolarer Transistor oder Feldeffekttransistor vorteilhaft.
Untersuchungen des Anmelders haben ergeben , dass die eingangs erwähnten Vorteile insbesondere für die Ausgestaltung des Halbleiterbauelementes als HFET (Hetero Junction Field Effect Transistor) und hierbei insbesondere bei GaN-basierten Transistoren vorteilhaft ist. Die Ausgestaltung eines solchen Transistors ist beispielsweise in der bereits referenzierten N . Ikeda et al. ,„GaN Power Transistors on Si Substrates for Switching Applications", beschrieben.
Vorzugsweise ist daher die erste Kontaktstruktur als eine Drain-Kontaktierung oder als eine Source-Kontaktierung des Transistors ausgebildet. Insbesondere ist es vorteilhaft, dass die erste Kontaktstruktur als eine Drain-Kontaktierung und die zweite Kontaktstruktur als eine Source-Kontaktierung des Transistors ausgebildet ist.
Eine weitere Verbesserung eines solchen als Transistor ausgebildeten erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes ergibt sich, indem auch die Gate- Kontaktierung analog zu der zuvor beschriebenen ersten Kontaktstruktur ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich ist es vorteilhaft, die Gate-Kontaktierung zumindest bereichsweise in Form aneinandergereihter Mäander auszubilden. Dadurch kommt es zu weniger Kreuzungspunkten von Gate und Source Metallisierung. Darüber hinaus, abgerundete Mäanderformen reduzieren elektrische Feldspitzen, dadurch lässt sich das Durchbruchsverhalten im Sperrbereich verbessern.
Wie bereits beschrieben, wirken sich die Vorteile des erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes insbesondere bei Ausgestaltung des Halbleiterbauelements als Leistungstransistor aus. Vorzugsweise ist das Halbleiterbauelement daher als Leistungstransistor umfassend eine Mehrzahl von Teiltransistoren ausgebildet. I nsbesondere ist es vorteilhaft, dass jeder Leitungsbahn der größten Ordnung der ersten Kontaktstruktur Teiltransistoren zugeordnet sind, bevorzugt genau ein Teiltransistor zugeordnet ist.
Die vorgenannten Vorteile wirken sich insbesondere positiv bei großflächigen Halbleiterbauelementen aus. Vorzugsweise ist das erfindungsgemäße Halbleiterbauelement daher als großflächiger Transistor, photovoltaische Solarzelle, Beleuchtungsfläche oder großflächiger Sensor ausgebildet.
Vorzugsweise werden die Leitungsbahnen derart ausgebildet, dass eine stufenartige Erhöhung des elektrischen Durchleitungswiderstandes an jedem Verzweigungspunkt erfolgt. Eine derartige Ausgestaltung ist bereits bei den zuvor beschriebenen Kammstrukturen bekannt und wird typischerweise als„getaperte" Leitungsbahn bezeichnet. Eine solche Kammstruktur ist beispielsweise in R. Reiner, F. Benkhelifa, D. Krausse, R. Quay, and 0. Ambacher, "Simulation and Analysis of Low Resistance AIGaN/GaN HFET Power Switches," in Proc.
ΕΡΕΊ 1 , paper 570, p, 1 -10. Sep, 201 1 beschrieben. In einer besonders einfachen, vorteilhaften Ausführungsform nimmt die Breite der Leitungsbahn stufen- artig an jedem Verzweigungspunkt ab, so dass sich entsprechende der Durchleitungswiderstand aufgrund der abnehmenden Querschnittsfläche erhöht. Hierdurch wird entlang einer Leitungsbahn eine in etwa homogene elektrische Verlustleistung realisiert, da eine Erhöhung des Stromflusses an einem Verzweigungspunkt aufgrund dies oder der an diesem Verzweigungspunkt abzweigen- den Folgeleitungsbahnen durch eine entsprechende Änderung des Durchleitungswiderstandes an diesem Verzweigungspunkt, insbesondere eine entsprechende Verbreiterung, kompensiert wird.
Vorzugsweise sind die Folgeleitungsbahnen zumindest der zweiten Ordnung, bevorzugt der ersten und der zweiten Ordnung, weiter bevorzugt alle Folgeleitungsbahnen wie zuvor beschrieben mit an jedem Verzweigungspunkt sich stufenartig ändernden Durchleitungswiderstand ausgebildet.
Vorzugsweise ist die erste und/oder die zweite Kontaktierungsstruktur als metal- lische Kontaktierungsstruktur ausgebildet. Weiter bevorzugt sind alle Kontaktie- rungsstrukturen des Halbleiterbauelementes als metallische Kontaktierungs- strukturen ausgebildet. Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, eine oder mehrere der Kontaktstrukturen, insbesondere die erste Kontaktstruktur, aus einem oder mehreren nichtmetallischen, leitfähigen Materialien auszubilden, ins- besondere aus einem oder mehreren leitfähigen Polymeren, aus einer oder mehreren Halbleiterschichten, insbesondere dotierten Halbleiterschichten und/oder einem oder mehreren dotierten Teilbereichen einer oder mehrerer Halbleiterschichten. Ebenso liegt es im Rahmen der Erfindung, eine oder mehrere der Kontaktierungsstrukturen aus einer Kombination aus metallischen und nichtmetallischen Materialien auszubilden.
Weitere vorzugsweise Merkmale und vorteilhafte Ausführungsformen werden im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen mit metallischen Kontaktierungs- strukturen und den Figuren erläutert. Dabei zeigt: Figuren 1 a - 1 e schematische Teildarstellungen eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes, welches als Feldeffekttransistor ausgebildet ist;
Figur 2 die fraktale Konstruktion der metallischen Kontaktstrukturen des Ausführungsbeispiels;
Figur 3 eine schematische Teildarstellung eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelements, welches Halbleiterbauelement als Transistor ausgebildet ist und eine metallische Gate-Kontaktstruktur aufweist, welche in Form aneinandergereihter Mäander aus- gebildet ist und
Figuren 4a bis 4c schematische Teildarstellungen von Folgeleitungsbahnen zur Erläuterung der Impedanzanpassung.
In den Figuren bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleichwirkende Elemente. Zur besseren Darstellbarkeit sind die Figuren schematisch und nicht maßstabsgetreu ausgeführt.
In den Figuren 1 a bis 1 e ist schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes in Teilchen und Teilausschnitten dargestellt. Das Halbleiterbauelement ist als GaN-basierter Heterojunction-
Feldeffekttransistor (HFET) ausgebildet. Die Ausbildung und Ausgestaltung des ersten Ausführungsbeispiels ist in R. Reiner, P. Waltereit, F. Benkhelifa, S. Müller, H. Walcher, S. Wagner, R. Quay, M. Schlechtweg, O. Ambacher,„Fractal Structures for Low Resistance Large Area AlGaN/GaN Power Transis- tors", Proceedings of the 201 2 24th International Symposium on Power Semi- conductor Devices and ICs, 3-7 June 2012 - Bruges, Belgium , beschrieben. Auf diese Referenz wird vollumfänglich Bezug genommen,
Der Transistor ist hinsichtlich des Grundaufbaus in an sich bekannter Weise ausgebildet. Wesentlich ist, dass die metallischen Kontaktstrukturen Source
(Quelle), Gate (Gatter) und Drain (Abfluss) in besonderer weise ausgebildet sind, wie nachfoigend beschrieben.
Zur besseren Darstellbarkeit sind die einzelnen Kontaktstrukturen in den Figuren 1 a bis 1 c separat dargestellt. Figur 1 d zeigt die Kontaktstrukturen in der ineinander verschränkten, tatsächlichen Anordnung, auf dem Halbleiterbauelement. Figur 1 e zeigt eine Ausschnittsvergrößerung des in Figur 1 d gekennzeichneten Bereichs.
Figur 1 a zeigt eine Source-Kontaktstruktur 1 mit einem Kontaktierungspunkt 1 a zum elektrisch leitenden Verbinden der Source-Kontaktstruktur 1 mit einem externen Anschluss, insbesondere mittels eines Bonddrahtes.
Ausgehend von dem Kontaktierungspunkt 1 a weist die Source-Kontaktstruktur 1 eine Mehrzahl von aufeinanderfolgenden Verzweigungspunkten erster Ordnung auf, wobei beispielhaft die ersten beiden Verzweigungspunkte 1.1 a und 1.1 b mit Bezugszeichen versehen sind.
An den Verzweigungspunkten erster Ordnung (1.1 a, 1.1 b) zweigt jeweils eine metallische Folgeleitungsbahn erster Ordnung ab, wobei beispielhaft die von dem Verzweigungspunkt erster Ordnung 1.1 a bei dem abzweigende Folgeleitungsbahn 1.1A und die von dem Verzweigungspunkt erster Ordnung 1.1 b abzweigende Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1.1 B und die letzte Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1 D mit Bezugszeichen gekennzeichnet sind.
Hinsichtlich dieser Grundstruktur entspricht die Source-Kontaktstruktur 1 einer an sich bekannten Kammstruktur.
Wesentlich ist, dass jede Folgeleitungsbahn erster Ordnung eine Mehrzahl von Verzweigungspunkten zweiter Ordnung aufweist. Beispielhaft sind Verzweigungspunkte zweiter Ordnung 1.2a und 1.2b der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1 A mit Bezugszeichen versehen. An jedem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung zweigt mindestens eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung ab. Beispielhaft ist eine von dem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung 1 .2a abzweigende Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1 ,2A und eine von dem Verzweigungs-
punkt zweiter Ordnung 1.2b abzweigende Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1.2B mit Bezugszeichen gekennzeichnet.
Wie weiterhin aus Figur 1 a ersichtlich, zweigt von jedem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung (1 .2a, 1 .2b) der außenliegenden Folgeleitungsbahnen erster Ordnung (1.1A und 1 .1 D) jeweils genau eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung ab.
Von den innenliegenden Folgeleitungsbahnen erster Ordnung, wie beispielswei- se der Folgeleitungsbahn 1.1 B zweigen an jedem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung jeweils zwei Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung ab, wobei die von einem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung abzweigende Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung sich spiegelbildlich auf gegenüberliegenden Seiten der zugehörigen Folgeleitungsbahn erster Ordnung erstrecken.
In der Darstellung gemäß Figur 1 a lediglich schematisch dargestellt ist, dass der elektrische Durchleitungswiderstand jeder Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung höher ist als der elektrische Durchleitungswiderstand der mit dieser Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung über einen gemeinsamen Verzweigungspunkt zwei- ter Ordnung verbundenen Folgeleitungsbahn erster Ordnung. Beispielsweise ist die Breite der Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1.2A kleiner dargestellt gegenüber der Breite der mit dieser Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1.2A über den gemeinsamen Verzweigungspunkt zweiter Ordnung 1 .2a verbundenen Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 . 1A. Hierdurch wird schematisch dargestellt, dass auch die tatsächliche Breite der Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1.2A kleiner ist als die Breite der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1.1A. Da die Folgeleitungsbahnen erster und zweiter Ordnung in etwa die gleiche Höhe aufweisen, weist die Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1 .2A somit eine geringe Querschnittsfläche und somit einen höheren Durchleitungswiderstand gegen- über der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1 A auf. Dies gilt analog für das Verhältnis sämtlicher in den Figuren 1 und 2 dargestellten Folgeleitungsbahnen unterschiedlicher Ordnung zueinander.
Die in Figur 1 b dargestellte Gate-Kontaktstruktur 2 ist analog zu der Source- Kontaktstruktur 1 ausgebildet, mit einem Kontaktierungspunkt 2a, Verzweigungspunkten erster Ordnung (beispielhaft 2.1 a und 2.1 b), Folgeleitungsbahnen
erster Ordnung (beispielhaft Folgeleitungsbahnen erster Ordnung 2.1A, 2.1 B und 2.1 D), mit Verzweigungspunkten zweiter Ordnung (beispielhaft Verzweigungspunkte zweiter Ordnung 2,2a und 2.2b der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 2.1A) und Fofgeleitungsbahnen zweiter Ordnung (beispielhaft die von dem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung 2.2a abzweigende Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 2.2A und von dem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung 2.2b abzweigende Folgeleitungsbahn 2.2B).
Im Unterschied zu der Source-Kontaktstruktur 1 zweigt bei der Gate- Kontaktstruktur 2 von jedem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung (2.2a, 2.2b) genau eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung (2.2A, 2.2B) ab.
Die in Figur 1 c dargestellte Drain-Kontaktstruktur 3 ist ebenfalls analog zu der Source-Kontaktstruktur 1 ausgebildet, mit einem Kontaktierungspunkt 3a, Verzweigungspunkten erster Ordnung (beispielhaft gekennzeichnet 3.1 a und 3.1 b), Folgeleitungsbahnen erster Ordnung (beispielhaft gekennzeichnet 3.1A und 3.1 B), Verzweigungspunkten zweiter Ordnung (beispielhaft Verzweigungspunkte zweiter Ordnung 3.2a und 3.2b der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 3.1 A), und Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung (beispielhaft einen von dem Verzwei- gungspunkt zweiter Ordnung 3.2a abzweigende Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 3.2A und einen von dem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung 3.2b abzweigende Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 3.2B).
Bei der Drain-Kontaktstruktur 3 zweigen von jedem Verzweigungspunkt zweiter Ordnung (3.2a, 3.2b) genau zwei Folgeieitungsbahnen zweiter Ordnung (3.2A und 3.2A' von Verzweigungspunkt 3.2a; 3.2B und 3.2B' von Verzweigungspunkt 3.2b) ab, wobei sich die Folgeleitungsbahnen auf gegenüberliegenden Seiten des Verzweigungspunkt zweiter Ordnung der zugeordneten Folgeleitungsbahn erster Ordnung spiegelbildlich zueinander erstrecken.
In Figur 1 d ist die tatsächliche Anordnung der Kontaktstrukturen 1 , 2 und 3 dargestellt: Die Source-Kontaktstruktur 1 und Drain-Kontaktstruktur 3 sind ineinander verschränkt angeordnet, ohne dass eine Berührung oder Überschneidung dieser Kontaktstrukturen vorliegt.
Die Gate-Kontaktstruktur 2 ist teilweise über oder unter einer der anderen Kontaktstrukturen durchgeführt, wobei zumindest in diesen Bereichen jeweils elektrisch isolierende Schichten zwischen den Kontaktstrukturen angeordnet sind.
In Figur 1 e ist der in Figur 1 d gekennzeichnete Teilausschnitt vergrößert dargestellt, mit einer zusätzlich gekennzeichneten Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1 D der Source-Kontaktstruktur 1 und Folgeleitungsbahn erster Ordnung 2.1 D der Gate-Kontaktstruktur 2.
Die Breiten der Folgeleitungsbahnen erster und zweiter Ordnung der Kontaktstrukturen 1 , 2 und 3 sind derart gewählt, dass im Betriebszustand des Transistors bei geschaltetem Gate, d. h. On-Zustand, die Leitungswiderstandsverlustleistung der Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung einer Kontaktstruktur in etwa gleich sind zu der Leitungswiderstandsverlustleistung der Folgeleitungsbahnen erster Ordnung dieser Kontaktstruktur.
Hierdurch ergibt sich bei Betrieb ein homogener Stromfluss und in etwa eine homogene Wärmedissipation.
Durch den homogenen Stromfluss werden insbesondere Nachteile von Current- Crowding-Effekten, wie beispielsweise in R. Reiner, F. Benkhelifa, D. Krausse, R. Quay, and 0. Ambacher,„Simulation and Analysis of Low Resistance Al- GaN/GaN HFET Power Switches," in Proc. ΕΡΕΊ 1 , paper 570, p. 1 -10. Sep. 201 1 beschrieben, vermieden oder zumindest verringert.
Messergebnisse zu dem ersten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes sind in der zuvor referenzierten R. Reiner, et al. , „Fractal Structures for Low Resistance Large Area AIGaN/GaN Power Transistors", a.a.O. , insbesondere in Abschnitt IV und den Figuren 7 und 8 beschrieben.
Die in Figur 1 e dargestellte Ausführung der Kontaktstrukturen 1 bis 3 weist jedoch zusätzlich den Vorteil auf, dass die Impedanzen der einzelnen Teilbereiche abgestimmt sind. Hierdurch ergibt sich ein verbessertes dynamisches Schaltverhalten, insbesondere bei hohen Frequenzen. Schaltverluste werden hier-
durch minimiert und ein Betrieb des Transistors ist bei höheren Frequenzen verglichen mit vorbekannten Transistoren mit herkömmlichen Kontaktstrukturen möglich. Messergebnisse zu dem dynamischen Verhalten sind in der zuvor refe- renzierten R. Reiner, et al. ,„Fractal Structures for Low Resistance Large Area AIGaN/GaN Power Transistors", a.a.O. , insbesondere in den Figuren 9 bis 1 2 und der zugehörigen Beschreibung in Abschnitt IV erläutert.
Das zuvor beschriebene verbesserte Impedanzverhalten wird dadurch erzielt, dass für die Folgeleitungsbahnen erster Ordnung folgendes gilt:
Die Impedanz Z0 jedes Teilstücks einer Folgeleitungsbahn erster Ordnung zwischen einem ersten und einem zweiten Verzweigungspunkt ist derart gewählt, dass die Summe der Kehrwerte der Impedanzen Z, der an dem zweiten Verzweigungspunkt parallel geschalteten Leitungsbahnen gleich dem Kehrwert der Impedanz Z0 ist. Ein Teilstück ist hierbei durch den ersten, dem Kontaktierungs- punkt 1 a zugewandten Verzweigungspunkt und den zweiten, dem Kontaktie- rungspunkt abgewandten Verzweigungspunkt begrenzt. Erster und zweiter Verzweigungspunkt sind benachbart. Beispielsweise gilt in der Darstellung gemäß Figur 1 a für das durch den ersten Verzweigungspunkt 1 ,2a und den zweiten Verzweigungspunkt 1 .2b begrenzte Teilstück der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1A, dass die Summe der Kehrwerte der Impedanzen Z? und Z2 der an dem zweiten Verzweigungspunkt 1 .2B parallel geschalteten Leitungsbahnen gleich dem Kehrwert der Impedanz Z0 des zuvor beschriebenen Teilstücks ist. Ausgehend von dem Verzweigungspunkt 1 .2b erstreckt sich einerseits die Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1 .2B mit der Impedanz Z,. Ebenso ist jedoch die Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1A an dem Verzweigungspunkt 1 .2b fortgeführt, so dass der mit Fw in Figur 1 a gekennzeichnete Teilbereich der Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1A mit der Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1 .2B bezüglich des Verzweigungspunktes 1 .2b parallel geschaltet ist und dem Teilbereich Fw eine I mpedanz Z2 zugeordnet werden kann.
Die Durchleitungswerte und Ausgestaltungen dieser Leitungsbahnen sind somit derart gewählt, dass der Kehrwert der Impedanz Z0 der Summe des Kehrwertes der Impedanz Z1 der Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 1 .2B und des Kehr-
wertes der Impedanz Z2 des mit Fw gekennzeichneten Bereiches der weiter geführten Folgeleitungsbahn erster Ordnung 1 .1 A zusammen mit den nachfolgend abzweigenden Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung ist. Aus Gründen der besseren Darstellbarkeit ist eine stufenartige Abnahme der Breite entlang einer Folgeleitungsbahn in den schematischen Darstellungen der Figuren 1 bis 3 nicht gezeigt. Detailliert wird auf solch eine stufenartige Abnahme in den Figuren 4a bis 4c und der zugehörigen Figurenbeschreibung eingegangen,
Der Transistor gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel ist als Leistungstransistor umfassend eine Mehrzahl von Teiltransistoren ausgebildet. Hierbei ist jeder Leitungsbahn der größten Ordnung, vorliegend der zweiten Ordnung, der Source-Kontaktstruktur 1 genau ein Teiltransistor zugeordnet. Die aktive Fläche solch eines Teiltransistors ist beispielhaft in Figur 1 e durch die geschweiften Klammern angedeutet! Die Schnittmenge der durch die geschweiften Klammern X1 und X2 angedeuteten Bereiche stellt die aktive Fläche eines ersten Teiltransistors dar und entsprechend die Schnittmenge durch die geschweiften Klammern X1 und X2' angedeuteten Flächen die aktive Fläche eines zweiten
Teiltransistors. Hierbei sind Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung der Kontaktstrukturen 1 und 3 jeweils zwei aneinander grenzenden Teiltransistoren zugeordnet. Beispielsweise ist die Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung 3.2B sowohl dem Teiltransistor X1 -X2, als auch dem Teiltransistor X 1 -X2' zum Zu- oder Abführen von Ladungsträgern zugeordnet.
Die in Figur 1 D dargestellte Kontaktierungsstruktur kann in einem weiteren Ausführungsbeispiel bei Weglassen der Gate-Kontaktstruktur 2 Anwendung bei Halbleiterdioden, insbesondere Leistungsdioden, Leuchtdioden oder photovolta- ischen Solarzellen finden: Hierbei kontaktiert die erste Kontaktstruktur 1 typi- scherweise Halbleiterbereiche eines ersten Dotierungstyps und die zweite metallische Kontaktstruktur 3 Halbleiterbereiche eines zweiten, zu dem ersten Dotierungstyp entgegengesetzten Dotierungstyp. Dotierungstypen sind hierbei die n-Dotierung und die hierzu entgegengesetzte p-Dotierung. I n einem Ausführungsbeispiel einer photovoltaischen Solarzelle ist eine solche Kontaktierungsstruktur somit bei Ausbildung der Solarzelle als einseitig kontak-
tierte Solarzelle, insbesondere Rückseitenkontaktsolarzelie vorteilhaft. In einem weiteren Ausführungsbeispiel einer in typischer Ausgestaltung beidseitig kontaktierten Solarzelle, ist die Ausbildung einer Vorderseitenmetallisierung der Solarzelle gemäß der in Figur 1 dargestellten Kontaktstruktur 1 vorteilhaft, insbeson- dere um geringe Serienwiderstandsverluste bei gleichzeitig geringer Abschattung der Vorderseite zu realisieren.
In Figur 2 ist schematisch die gedankliche Konstruktion von Ausführungsbeispielen erfindungsgemäßer Halbleiterbauelemente dargestellt.
Bereits das in Figur 1 d dargestellte Ausführungsbeispiel weist selbst ähnliche Strukturen auf, da sich kammartig ineinander verschränkte Bereiche der Kontaktstrukturen 1 und 3 auf einer groben Skala durch die Folgeleitungsbahnen erster Ordnung (1.1A, 1 .1 B; 3.1A, 3.1 B) und auf einer kleineren Skala durch die Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung (1 .2A, 1.2B; 3.2A, 3.2B) wiederfinden. Die Folgeleitungsbahnen zweigen an den Verzweigungspunkten jeweils rechtwinklig zu den Folgeleitungsbahnen höherer Ordnung ab, so dass die selbst ähnlichen Strukturen bei Skalenwechsel jeweils von 90° gedreht angeordnet sind.
Die Ausgestaltung gemäß Figur 1 D kann daher als Fraktal dritter Ordnung bezeichnet werden.
Dies ist in Figur 2 verdeutlicht, indem ausgehend von einem Fraktal erster Ord- nung mit parallel liegenden Leitungsbahnen F.1 einer ersten Kontaktstruktur, F.2 einer zweiten Kontaktstruktur und F.3 einer dritten Kontaktstruktur, jeweils durch selbstähnliche Abbildung Fraktale höherer Ordnungen, dargestellt zweiter, dritter und vierter Ordnung, ausgebildet werden. Das Fraktal dritter Ordnung entspricht dem zu Figur 1 D beschriebenen Ausführungsbeispiel. Das Fraktal vierter Ordnung stellt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterelementes dar, entsprechend mit einer Source-Kontaktstruktur F.1 , einer Gate-Kontaktstruktur F.2 und einer Drain-Kontaktstruktur F.3.
Diese Kontaktstrukturen F.1 , F.2 und F.3 sind analog zu der Darstellung gemäß Figur 1.D ausgebildet, weisen allerdings zusätzlich Leitungsbahnen dritter Ordnung auf. Beispielhaft ist zu der Source-Kontaktstruktur F.1 ein Kontaktierungs-
punkt F. 1 a, ein Verzweigungspunkt erster Ordnung F.1 .1 a, eine Folgeleitungsbahn erster Ordnung F.1.1A, eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung F.1.2A und eine Folgeleitungsbahn dritter Ordnung F.1.3A gekennzeichnet.
Durch diese Ausgestaltung als Fraktal vierter Ordnung werden gegenüber der Ausgestaltung als Fraktal dritter Ordnung die zuvor beschriebenen Vorteile nochmals verstärkt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel sind die Leitungsbahnen und insbesondere die Folgeleitungsbahnen mit stufenartig an jedem Verzweigungspunkt abnehmenden Durchleitungswiderstand, insbesondere stufenartig an jedem Verzweigungspunkt abnehmender Breite ausgebildet, wie an sich von so genannten „tapered-fingers" bei herkömmlichen kammartigen Kontaktierungsstrukturen bekannt. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise im Betriebszustand des Halbleiterbauelementes entlang einer Leitungsbahn der Leitungswiderstandsverlust und die Wärmedissipation in etwa konstant gehalten werden.
In Figur 3 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Halbleiterbauelementes dargestellt. Dieses Ausführungsbeispiel kann grundsätzlich analog zu dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 d ausgebildet sein. Im Unterschied zu dem ersten Ausführungsbeispiel ist die Gate-Kontaktstruktur jedoch als Gate-Kontaktstruktur 2' in Form aneinandergereihter Mäander (beispielsweise bezeichnet Mäander 2'.1 und 2'.2) ausgebildet. Hierdurch werden aufgrund der Rundungen der Mäander (2'.1 , 2'.2) Spannungsspitzen vermieden oder zumindest verringert.
In den Figuren 4a) bis 4c) sind schematische Teildarstellungen von Folgeleitungsbahnen in drei Beispielen a, b und c dargestellt, um die stufenweise Breitenabnahme entlang einer Folgeleitungsbahn unter Anwendung der oben geschriebenen Bedingung zur Impedanzanpassung zu erläutern.
In den Figuren 4a) bis 4c) ist jeweils eine sich waagerecht erstreckende Folgeleitungsbahn erster Ordnung F1 dargestellt, welche sich waagerecht erstreckt, wobei in den Figuren a) und b) nur ein Teilausschnitt dargestellt ist, d. h. die Folgeleitungsbahn erster Ordnung F1 setzt sich nach rechts analog fort. Auf der jeweils linken Seite der Folgeleitungsbahn F1 in den Figuren 4a) bis 4c) ist die
Folgeleitungsbahn F1 mit einem Kontaktierungspunkt K - gegebenenfalls über weitere zwischengeschaltete Teilstücke der Folgeleitungsbahn F1 - verbunden.
In dem in Figur 4a) dargestellten Ausführungsbeispiel verzweigt sich die Folgeleitungsbahn erster Ordnungsbahn F1 an einem Verzweigungspunkt V1 , indem eine Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung F2 abzweigt. Weiterhin wird die Folgeleitungsbahn F1 nach dem Verzweigungspunkt V1 weitergeführt (siehe markierten Teilbereich FT).
Mit Z und entsprechenden Indizies sind die Impedanzen der einzelnen Teilbereiche der Folgeleitungsbahn F1 und der Folgeleitungsbahn zweiter Ordnung F2 gekennzeichnet. Um die Bedingung gemäß zuvor genannter Formel (1 ) zu erfüllen, ergibt sich somit für das in Figur 4a) dargestellte Beispiel eine Bedingung gemäß Formel 2:
1 1 1
· + -
ZLO Zu z;.2 (Formel 2).
Beträgt beispielsweise Z'L0=50Q, so kann Z"L1=66.6Q und Z"L2=200Q gewählt werden, um die Bedingung gemäß Formel (2) zu erfüllen.
In Figur 4b) ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt, welches sich von dem Ausgangsbeispiel gemäß Figur 4a) dadurch unterscheidet, dass an dem Verzweigungspunkt V1 zwei Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung F2.1 und F2.2 abzweigen. Mit den in Figur 4b) angegebenen Bezeichnungen für die jeweiligen Impedanzen ergibt sich die Bedingung gemäß Formel (1 ) für dieses Ausführungsbeispiel somit zu Formel 3: (Formel (3).
Beträgt beispielsweise Z'L0=50O, so kann Z"L1=200Q, Z"L2=100Ü, Ζ"ί3=200Ω gewählt werden, um die Bedingung gemäß Formel (3) zu erfüllen.
Figur 4c) zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei welchem ausgehend von dem Ausgangsbeispiel gemäß Figur 4a) die Folgeleitungsbahn erster Ordnung F1 weitere Verzweigungspunkte V2 und V3 mit jeweils abzweigenden Folgeleitungsbahnen zweiter Ordnung F2.2 und F2.3 aufweist. In analoger Anwendung der Bedingung gemäß Formel (1 ) können beispielsweise für ΖΊ_0 =50Ω die Werte für Ζ"Μ=66.6Ω, Z"L2=200O, Z,"L2=200Q, Z"' = 100n, Z""L2=200Q und
Z""L, =200Q gewählt werden, um die Bedingung gemäß Formel (1 ) zu erfüllen.
Ein Maß für die Impedanzen Z der zugehörigen Teilstücke der Folgeieitungs- bahnen gemäß der Figuren 4a) bis 4c) ist die jeweilige Breite dieser Teilstücke. Insbesondere in Figur 4c) ist die stufenartig abnehmende Breite der Folgeleitungsbahn erster Ordnung F1 an jedem der Verzweigungspunkte V1 , V2 und V3 ersichtlich, die somit die I mpedanzänderung bewirkt.
Analog zu den Darstellungen gemäß der Figuren 4a) bis 4c) können die Folgeleitungsbahnen in der Darstellung gemäß Figur 1 ausgebildet sein, um die beschriebene vorteilhafte Impedanzanpassung zu erwirken. Wie bereits zuvor erwähnt, ist aus Gründen der besseren Darstellbarkeit in Figur 1 eine stufenartige Abnahme der Breite nicht gezeigt.