ABBILDUNGSVORRICHTUNG MIT AUSWECHSELBAREN BLENDEN SOWIE VERFAHREN HIERZU
[0001 ] HINTERGRUND DER ERFINDUNG
[0002] GEBIET DER ERFINDUNG
[0003] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abbildungsvorrichtung, insbesondere eine EUV (extreme ultra violett)-Projcktionsbelichtungsanlage für die Mikrolithographie mit mindestens einem Gehäuse und mindestens einer Blende, welche austauschbar in dem Gehäuse aufgenommen ist sowie mindestens eine Transfereinrichtung mit mindestes einer Aufnahme, auf oder an welcher die Blende lösbar angeordnet werden kann, um in den oder aus dem Objektivraum bewegt zu werden. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfah- ren zum Betrieb einer entsprechenden Abbildungsvorrichtung bzw. zum wechselbaren Einbringen und/oder zum Austausch von Blenden in einer Abbildungsvorrichtung.
[0004] STAND DER TECHNIK
[0005] Aus der WO 2005/050 322 Al ist eine Blcndcnwechselvorrichtung für ein EUVL- Objektiv für die Mikrolithographie bekannt, bei welcher über eine Zuführeinrichtung aus einem Blendenmagazin eine entsprechend ausgewählte Blende in das Objektiv eingeführt werden kann. Die Zuführvorrichtung kann aus einem einfachen oder doppelt ausgeführten Greifer bestehen, welcher entsprechend eine oder gleichzeitig zwei Blenden aufnehmen und bewegen kann. Die Zuführeinrichtung übergibt im Objektivraum die entsprechende Blende an eine Halte- und Hebevorrichtung, welche die Blende während des Betriebs des Objektivs in der gewünschten Position hält, während die Zuführeinrichtung wieder aus dem Objektiv entfernt wird.
[0006] Obwohl durch die Doppelgreiferausbildung der Zuführeinrichtung mit zwei Aufnahmen für entsprechende Blenden die Wechselgeschwindigkeit erhöht werden kann, ist die entsprechende Blendenwechselvorrichtung bzw. ein entsprechend ausgestattetes Objektiv hinsichtlich der erzielbaren Wechselgeschwindigkeit und der Effizienz noch verbesserungsfähig.
[0007] Bei der Ausführungsform der WO2005/050 322 Al mit lediglich einem Greifer muss die Transfereinrichtung (Zuführeinrichtung) zunächst in das Objektiv einfahren, um die dort befindliche Blende von der Halte- und Hebeeinrichtung zu übernehmen und aus dem Objektiv zu entfernen. Nach Ablegen der vorher verwendeten Blende in einem Magazin kann die
Transfereinrichtung eine neue Blende aufnehmen und wieder in das Objektiv einfahren. Dort wird die Blende an die Halte- und Hebeeinrichtung übergeben, so dass dann die Einführeinrichtung mit dem leeren Greifer wieder aus dem Objektiv entfernt wird. Damit ist bei einem Einfachgreifer viermal der Weg in und aus dem Objektiv für die Zuführeinrichtung zurückzu- legen. Dies erfordert nicht nur einen erheblichen Zeitaufwand, sondern birgt auch das Risiko, dass durch die bewegten Teile Partikel in das Objektiv eingeschleppt werden, was zu Kontaminationen führen kann.
[0008] Bei dem bereits angesprochenen Doppelgreifer können die Bewegungen auf zwei Be- wegungen, nämlich eine Einführbewegung und eine Ausfuhrbewegung, reduziert werden, da durch die zwei Blendenaufnahmen an dem Greifer in einer Aufnahme die neue Blende abgelegt sein kann, während die zweite Aufnahme für die Aufnahme der vorher verwendeten Blende freigehalten ist. Damit muss der Greifer lediglich einmal in das Objektiv einfahren, dort die bisher verwendete Blende von der Halte- und Hebevorrichtung übernehmen und an- schließend die neue Blende aus der zweiten Aufnahme an die Halte- und Hebevorrichtung übergeben. Erst nach dem vollzogenen Wechsel fährt der entsprechende Doppelgreifer aus dem Objektiv aus, so dass zwei Bewegungen eingespart werden können. Allerdings sind auch bei diesem Verfahren die entsprechenden Übergabevorgängen von der Zuführeinrichtung auf die Halte- und Hebeeinrichtung erforderlich.
[0009] Aus der EP 0 969 327 A2 ist ein Beleuchtungssystem für eine Mikrolithographie- Anlage bekannt, bei welchem verschiedene Blenden in den Strahlengang eingeführt werden können. Bei der entsprechenden Vorrichtung der EP 0 969 327 A2 wird eine drehbare oder verschiebbare Scheibe verwendet, aufweicher verschiedene Blendenanordnungen vorgesehen sind. Durch Verschieben oder Drehen der entsprechenden Scheibe können die unterschiedlichen Blenden in den Strahlengang eingebracht werden.
[0010] Diese Lösung erfordert zwar keinen Transfer einer Blende aus einem externen Magazin in den Objektivraum, allerdings ist dadurch auch die Variabilität stark eingeschränkt, da
nur eine begrenzte Anzahl unterschiedlicher Blenden auf den entsprechenden Schreiben vorgesehen werden können. Außerdem erfordert eine derartige Anordnung einen sehr hohen Platzbedarf. Darüber hinaus ist die Wechselbarkeit der Blenden unbefriedigend.
[0011] OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
[0012] AUFGABE DER ERFINDUNG
[0013] Es ist deshalb Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Blendenwechseleinrichtung für eine Abbildungsvorrichtung bzw. eine entsprechend ausgestattete Abbildungsvorrichtung für die Mikrolithographie und insbesondere eine Abbildungsvorrichtung für die Verwendung von extrem ultra violettem Licht bereitzustellen, bei welcher ein schneller und effektiver Blendenwechsel mit einer Vielzahl von Blenden bei höchstmöglicher Variabilität der einzu- setzenden Blenden möglich ist. Zusätzlich soll die Vorrichtung in der Art gestaltet sein, dass durch die Vorrichtung und deren Betrieb möglichst wenige Verunreinigungen in das Gehäuse der Abbildungsvorrichtung eingebracht werden, was insbesondere für die unter Vakuum betriebenen EUV-Projektionsbelichtungsanlagen von Bedeutung ist. Darüber hinaus soll ein entsprechendes Verfahren zum Austausch und Wechsel von Blenden angegeben werden. So- wohl die Vorrichtung als auch deren Betrieb bzw. das entsprechende Verfahren sollen leicht durchführbar sowie die Vorrichtung insbesondere auch leicht herstellbar sein.
[0014] TECHNISCHE LÖSUNG
[0015] Diese Aufgabe wird gelöst mit einer Abbildungsvorrichtung mit den Merkmalen der Ansprüche 1, 3 oder 6, einer Projektionsbelichtungsanlage mit den Merkmalen der Ansprüche 31 oder 34 sowie einem Verfahren mit den Merkmalen der Ansprüche 37, 43 oder 44. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
[0016] Die Erfindung geht aus von der Erkenntnis, dass durch eine Integration der Funktionen Halten und/oder Positionieren im Gehäuse einer Abbildungsvorrichtung in die Zuführ- bzw. Transfereinrichtung ein deutlicher Effizienzgewinn erzielt werden kann, indem zum Einen auf eine zusätzliche Halte- und Hubeinrichtung, wie bei der Vorrichtung gemäß der WO2005/050
322 Al verzichtet werden kann und darüber hinaus auch die Übergabevorgänge von der Zufuhr- bzw. Transfereinrichtung auf die Halte- und Hebeeinrichtung eingespart werden können. Außerdem lassen sich bei einer derartigen Ausführungsform auch bei einer als Einfachgreifer bzw. mit einer einzigen Aufnahme für eine Blende ausgestattete Transfereinrichtung die Transportvorgänge stark einschränken. So sind auch bei einer Transfereinrichtung mit einer einzigen Aufnahme für eine Blende lediglich zwei Transportvorgänge für den Austausch der Blende erforderlich. Da die Transfereinrichtung während des Betriebs zumindest mit Ihrer Aufnahme im Gehäuse der Abbildungsvorrichtung verbleibt, ist für einen Wechsel der Blende zunächst lediglich die bisher verwendete Blende aus dem Gehäuse herauszufahren und nach dem Austausch der Blende außerhalb des Gehäuses am entsprechenden Blendenmagazin die neue Blende wieder in das Gehäuse einzufahren. Sog. Leertransportwege, wie sie beispielsweise bei der Vorrichtung gemäß der WO2005/050 322 Al erforderlich waren, entfallen damit.
[0017] Bei der vorliegenden Erfindung wird unter „Abbildungsvorrichtung" sowohl das Beleuchtungssystem als auch das Projektionsobjektiv einer Projektionsbelichtungsanlage verstanden. Zudem kann die Abbildungsvorrichtung lediglich einen Teil eines Beleuchtungssystems oder eines Projektionsobjektivs in Form einer Baugruppe von optischen Elementen betreffen.
[0018] In der vorliegenden Anmeldung wird ferner der Begriff „Objektiv" nicht einschränkend auf eine bestimmte Art von Abbildungsvorrichtung verwendet, sondern vielmehr synonym für jede Art einer Baugruppe aus optischen Elementen.
[0019] Entsprechend werden auch die Begriffe „Objektivraum" und „Gehäuse einer Abbildungsvorrichtung" gleichbedeutend verwendet, wobei der Objektivraum den abgeschlossenen Bereich meint, in dem eine Gruppe von optischen Elementen angeordnet ist bzw. das Gehäuse einen entsprechenden Raum ganz oder teilweise umschließt.
[0020] Unter Transfereinrichtung ist für die vorliegende Erfindung jede Transport- oder Bewegungseinrichtung zu verstehen, die es ermöglicht, eine lösbar angeordnete Blende in den Objektivraum eines Objektivs bzw. in ein Gehäuse einer Abbildungsvorrichtung zu bewegen und aus diesem wieder zu entfernen. Unter Aufnahme ist somit jede Vorrichtung oder Einrichtung zu verstehen, die eine lösbare Aufnahme oder Halterung einer Blende erlaubt. Die
Blende kann als einstückige oder mehrteilige Blende und insbesondere auch als Blendeneinheit, beispielsweise mit einer Fassung der dergleichen, ausgebildet sein. Darüber hinaus können unterschiedliche Blenden wie Lochblenden, Ringblenden usw. Verwendung finden.
[0021] Da nach einer Ausgestaltung der vorliegenden Erfindung die Blendenwechseleinrich- tung so ausgestaltet ist, dass in die Transfereinrichtung zum Transport der Blende in und aus der Abbildungsvorrichtung die Funktion des Haltens und/oder Positionierens der Blende in der Abbildungsvorrichtung integriert ist, wird nach einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung, für den unabhängig und in Kombination mit den anderen Aspekten der Erfindung Schutz begehrt wird, die Transfereinrichtung so steif ausgebildet, dass eine exakte Positionierung der Blende in der Abbildungsvorrichtung möglich ist. Nach dem Stand der Technik weisen die Transfereinrichtungen eine geringe Steifigkeit auf, die lediglich für den Transport ausreichend dimensioniert ist. Gemäß der vorliegenden Erfindung wird eine Transfereinrichtung vorgeschlagen, die eine ausreichende Steifigkeit für das Halten und Positionieren der Blende in der Abbildungsvorrichtung aufweist. Diese Steifigkeit ist gegeben, wenn die Transfereinrichtung und/oder zumindest die Aufnahme eine Eigenfrequenz von > 100 Hz, vorzugsweise > 300 Hz aufweist.
[0022] Entsprechenden Abbildungsvorrichtungen ermöglichen Blendenwechselzeiten < 15 s, insbesondere < 10 s und vorzugsweise < 5 s. Damit sind insbesondere für Projektionsbelich- tungsanlagen sowohl im Beleuchtungssystem als auch im Projektionsobjektiv schnelle Blendenwechsel und damit insgesamt schnelle Einstellungswechsel möglich.
[0023] Die Transfereinrichtung kann nicht nur eine Aufnahme, sondern mehrere Aufnahmen, insbesondere zwei Aufnahmen aufweisen, um dadurch weitere Transportvorgänge einzusparen und die Blendenwechselzeiten weiter zu verkürzen. Insbesondere kann durch zwei oder mehr Aufnahmen die Transfereinrichtung so ausgebildet sein, dass eine Aufnahme mit der aktuell verwendeten Blende im Gehäuse angeordnet ist, während die andere oder die anderen Aufnahmen außerhalb des Gehäuses vorliegen, so dass dort bereits ein Wechsel der Blenden bzw. eine Anordnung der Blenden in der Aufnahme vorgenommen werden kann.
[0024] Allerdings ist es auch möglich, die Abbildungsvorrichtung und die Blendenwechsel- vorrichtung so auszubilden, dass zwei oder mehr Aufnahmen im Gehäuse vorgesehen sind, wobei eine Aufnahme mit der aktuell verwendeten Blende sich im Strahlengang befindet,
während die zweite oder weitere Aufnahme außerhalb des Strahlengangs mit einer anderen, möglicherweise oft verwendeten Blende in Wartestellung ist, um durch ein kurzes Bewegen in den Strahlengang eingeführt zu werden.
[0025] Die Transfereinrichtung kann durch unterschiedlichste Bewegungsarten den Transport der Blenden in und aus dem Gehäuse bewerkstelligen. Insbesondere können die Transfereinrichtung und/oder die dieser zugeordneten Aufnahmen Dreh- oder Schwenkbewegungen und/oder lineare Translationsbewegungen durchführen. Eine Kombination unterschiedlicher Bewegungsarten, beispielsweise eine Kombination einer linearen Bewegung mit einer Dreh- oder Schwenkbewegung bietet eine besonders große Variabilität.
[0026] Die Transfereinrichtung und/oder die ihnen zugeordneten Aufnahmen können beliebige Bewegungen im Raum durchführen, insbesondere lineare Bewegungen entlang der orthogonalen Raumachsen bzw. in einer Ebene und einer senkrecht zu dieser angeordneten Rich- tung. Beispielsweise kann die Bewegung in einer x-y-Ebene zum Ein- und Ausfahren aus der Abbildungsvorrichtung genutzt werden, während eine senkrechte Bewegung hierzu in z- Richtung zur exakten Positionierung und/oder Fixierung der Blende in der Abbildungsvorrichtung dienen kann.
[0027] Die eine oder die Vielzahl von Aufnahmen können fest oder lösbar mit dem Rest der Transfereinrichtung verbunden sein. Bei einer lösbaren Anordnung kann beispielsweise eine Kopplungsstelle mit dem Rest der Transfereinrichtung in der Weise vorgesehen sein, dass die Aufnahme mit der darauf angeordneten Blende von dem Rest der Transfereinrichtung im Bereich des Gehäuses getrennt werden kann, so dass während der Nutzung der Abbildungsvor- richtung keine Vibrationen oder Erschütterungen von dem Rest der Transfereinrichtung auf die Abbildungsvorrichtung übertragen werden können. Beispielsweise kann bei einer Schienenführung für die Aufnahme ein Betätigungselement vorgesehen sein, welches mit der Aufnahme koppelbar und in der Schiene verfahrbar ist. Nach der Positionierung der Aufnahme mit der Blende kann das Betätigungselement von der Aufnahme entkoppelt werden, aber im Gehäuse verbleiben. Durch das Vorsehen der Kopplungsstelle außerhalb bzw. am Gehäuse kann weiter vermieden werden, dass durch die Kopplungsvorgänge Partikel im Innenraum der Abbildungsvorrichtung erzeugt werden.
[0028] Durch eine feste Verbindung der Aufnahme mit der Transfereinrichtung kann auf zeit- aufwändige Kopplungs- und Entkopplungsvorgänge verzichtet werden.
[0029] Die Transfereinrichtung kann jeden geeigneten Mechanismus umfassen, mit dem eine Bewegung der Blende in das Gehäuse und aus dem Gehäuse der Abbildungsvorrichtung heraus möglich ist. Derartige Betätigungsmechanismen oder Getriebe können insbesondere Parallelogrammführungen, Teleskopführungen, Schienenführungen, Rollenführungen und/oder Magnethalterungen umfassen, die für die Anwendung bei der erfindungsgemäßen Transfereinrichtung aufgrund der erzielbaren Steifigkeit (z. B. Parallelogrammführung) oder aufgrund der günstigen Beeinflussbarkeit für die Kompensation von Positionierungsfehlern (z. B. Mag- nethalterung) besonders günstig sind.
[0030] Bei einer weiteren Ausgestaltung ist es auch möglich, mehrere Aufnahmen, welche mit dem Rest der Transfereinrichtung koppelbar sind, mit ein und derselben Transfereinrich- tung zu bewegen, so dass auf möglicherweise zeitaufwändige Blendenwechselvorgänge auf oder an den Aufnahmen verzichtet werden kann oder diese separat und/oder entfernt von der Abbildungsvorrichtung durchgeführt werden können.
[0031] In der Abbildungsvorrichtung können ein oder mehrere, insbesondere in verschiedene Raumrichtungen wirkende, Anschlagelemente zum Zusammenwirken mit der oder den Aufnahmen bzw. der Transfereinrichtung vorgesehen sein, so dass durch ein entsprechendes Anfahren an die Anschläge oder Einklemmen der Aufnahmen und/oder Transfereinrichtung gegen die Anschläge eine exakte, definierte Positionierung und/oder Fixierung der Blenden in der Abbildungsvorrichtung möglich ist. Die Anschläge können in unterschiedlichster Art und Weise gestaltet sein, wobei vorzugsweise eine kinematische Überbestimmung, d. h. eine Festlegung über die Bewegungsfreiheitsgrade hinaus, vermieden wird. Dadurch wird gewährleistet, dass durch Krafteinwirkungen auf die Blenden, die durch eine kinematisch überbestimmte Lagerung entstehen können, Fehlpositionierungen und/oder Deformierungen der Blenden vermieden werden.
[0032] Anstelle der Anschlagelemente im Gehäuse können auch Anschlagelement oder Arretiervorrichtungen im Bezug auf die Transfereinrichtung vorgesehen sein, insbesondere dann, wenn die Aufnahme starr mit dem Rest der Transfereinrichtung verbunden ist.
[0033] Durch die steife Ausgestaltung der Transfereinrichtung und/oder das Vorsehen entsprechender Anschlagelemente kann die Blende mit einer Genauigkeit angeordnet werden, so dass die Abweichung von der Sollposition, also beispielsweise der Abstand des Zentrums oder eines sonstigen Bezugspunkts einer Blende von der vorgesehenen Position < 1 mm, vor- zugsweise < 500 μm, insbesondere < 250 μm und höchst vorzugsweise < 100 μm ist. Entsprechend wird bei einer Projektionsbelichtungsanlage für die Mikrolithographie das Beleuchtungssystem und/oder das Projektionsobjektiv so ausgelegt, dass eine Abweichung einer Blende von der Sollposition im Bereich < 1 mm, vorzugsweise < 500 μm, insbesondere < 250 μm und höchst vorzugsweise < 100 μm kompensierbar ist oder toleriert wird.
[0034] Die Toleranz kann dadurch erreicht werden, dass das Design der Projektionsbelichtungsanlage bzw. der Komponenten bereits so eingestellt ist, dass derartige geringfügige Abweichungen durch den Strahlengang automatisch toleriert werden. Darüber hinaus ist es auch möglich, eine aktive Kompensation vorzusehen, wobei entsprechende Sensoreinrichtungen und Regelungseinheiten vorgesehen werden können, welche die Abweichungen und/oder daraus entstehende Abbildungsfehler erfassen und über entsprechende Aktoren, die von den Regelungseinheiten angesteuert werden, kompensieren.
[0035] Zusätzlich oder alternativ ist es auch möglich, nicht nur eine optische Kompensation, beispielsweise durch eine Bewegung oder Verspannung von optischen Elementen zu bewirken, sondern der Abweichung der Blendenposition direkt gegen zu wirken, indem die Abweichung der Blendenposition bzw. eine Bewegung der Blende erfasst und durch einen Aktor, der von einer Regelungseinheit gesteuert wird, kompensiert werden kann. Durch eine Echtzeitregelung können auf diese Weise auch entsprechende Schwingungen der Blende bzw. der Transfereinrichtung kompensiert werden.
[0036] Neben einer einzigen Transfereinrichtung können auch mehrere, insbesondere zwei und vorzugsweise spiegelsymmetrisch zum Gehäuse angeordnete Transfereinrichtungen vorgesehen sein. Dies ermöglicht beispielsweise eine Be- und Entladung der Aufnahme der einen Transfereinrichtung, während die Aufnahme der anderen Transfereinrichtung im Gehäuse mit der gerade verwendeten Blende angeordnet ist. Durch zwei Transfereinrichtungen werden Vibrationen oder Erschütterungen durch das Be- und Entladen der einen Transfereinrichtung nicht auf die andere Transfereinrichtung, die separat vorgesehen ist, übertragen bzw. eine Entkopplung ist einfacher und besser möglich.
[0037] Die erfindungsgemäße Blendenwechseleinrichtung bzw. eine entsprechende Abbildungsvorrichtung kann mindestens ein, zwei oder mehr Magazine zur Bereithaltung einer Vielzahl von Blenden vorsehen, wobei in dem oder den Magazinen die Blenden oder Blen- denanordnungen einzeln aufbewahrt werden können oder bereits auf einer Vielzahl von Aufnahmen im Falle von lösbaren Aufnahmen.
[0038] Vorzugsweise können die Aufnahmen der Transfereinrichtung so ausgebildet sein, dass sie die Blenden direkt aus dem Magazin aufnehmen und/oder dort ablegen können.
[0039] Dies kann beispielsweise dadurch möglich sein, dass die Magazine bewegbar, insbesondere linear in die verschiedenen, insbesondere orthogonalen Raumrichtungen bewegbar ausgebildet sind. Damit können die Magazine beispielsweise über den Aufnahmen so angeordnet werden, dass durch ein Absenken der Magazine die in den Fächern angeordneten Blenden auf den Aufnahmen zum Liegen kommen, wo sie beispielsweise durch entsprechende Zentriervorrichtungen oder dergleichen in einer exakten Position abgelegt werden.
[0040] Alternativ oder zusätzlich können auch separate Übergabeeinrichtungen, wie beispielsweise Roboterarme oder dergleichen vorgesehen sein, die eine Positionierung der Blen- den aus den Magazinen auf oder an den Aufnahmen der Transfereinrichtung und umgekehrt vornehmen.
[0041] Da die Blendenwechselvorrichtung vorzugsweise bei EUV-
Projektionsbelichtungsanlagen zum Einsatz kommen kann, können die außerhalb des Gehäu- ses angeordneten Komponenten, wie Transfereinrichtung und/oder Magazine und/oder Übergabeeinrichtungen und dergleichen in einer an dem Gehäuse angeordneten Vakuumkammer vorgesehen sein, so dass das im Gehäuse herrschende Vakuum nicht durch einen Wechselvorgang beeinträchtigt wird.
[0042] Des Weiteren können an der Abbildungsvorrichtung bzw. am Gehäuse Verschlusselemente und/oder Schleuseneinrichtungen vorgesehen sein, die die erforderliche Öffnung zum Ein- und Ausführen der Blenden in das Gehäuse verschließen bzw. abdichten können. Dadurch kann einerseits die Atmosphäre im Gehäuse weitgehend beibehalten werden und
zudem bieten diese Einrichtungen Schutz vor einem Eindringen von Kontaminationen wie Partikeln und dergleichen.
[0043] Eine erfindungsgemäße Abbildungsvorrichtung bzw. eine entsprechend dort vorgese- hene Blendenwechseleinrichtung können nun in der Weise betrieben werden, dass in einem ersten Schritt eine Blende auf oder an der Aufnahme einer Transfereinrichtung angebracht wird, diese Blende in einem zweiten Schritt mittels der Transfereinrichtung in das Gehäuse der Abbildungsvorrichtung bewegt wird und die Aufnahme mit der Blende in einem dritten Schritt im Gehäuse fixiert wird. In diesem Zustand kann die Abbildungsvorrichtung mit der dort vorgesehenen Blende betrieben werden. Für einen entsprechenden Wechsel von Blenden bzw. eine Entfernung der bisher verwendeten Blende wird in einem vierten Schritt die Fixierung der Blende, beispielsweise durch Lösen der Verklemmung gegenüber Anschlagelementen, gelöst, die Blende mittels der Transfereinrichtung, die auch bereits zur Lösung der Fixierung eingesetzt werden kann, in einem fünften Schritt aus dem Gehäuse entfernt und in einem sechsten Schritt kann dann die Blende wieder aus der Aufnahme entfernt werden. Sogleich steht die Aufnahme wieder zur Anordnung einer neuen Blende bereit, so dass die entsprechenden Verfahrensschritte von neuem durchlaufen werden können.
[0044] Sofern die Transfereinrichtung zur Durchführung des Verfahrens mehrere Aufnahmen, insbesondere zwei Aufnahmen aufweist, können verschiedene Schritte des Verfahrens an den beiden Aufnahmen gleichzeitig durchgeführt werden. So kann beispielsweise gleichzeitig mit dem Einführen der einen Blende das Ausführen der anderen Blende bewirkt werden. Dies kann beispielsweise durch eine drehbare Transfereinrichtung in Form eines Karussells verwirklicht werden, bei welchem beim Herausdrehen der einen Blende aus der Abbildungsvor- richtung automatisch die andere Blende in einer zweiten Aufnahme in die Abbildungsvor- richchtung hinein gedreht wird.
[0045] Ferner kann während der Fixierung oder Lösung der Fixierung einer ersten Aufnahme im Gehäuse gleichzeitig bei einer zweiten Aufnahme außerhalb des Gehäuses die Be- und/oder Entladung der Aufnahme erfolgen. Dies ist insbesondere deshalb vorteilhaft, weil während der entsprechenden Fixierschritte Erschütterungen oder Vibrationen durch das Be- oder Entladen der zweiten Aufnahme unkritisch sind im Vergleich zu entsprechenden Vibrationen oder Erschütterungen während des Betriebs der Abbildungsvorrichtung.
[0046] KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0047] Weitere Vorteile, Kennzeichen und Merkmale der vorliegenden Erfindung werden bei der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Ausführungsbeispiele anhand der beigefügten Zeichnungen deutlich. Die Zeichnungen zeigen hierbei in rein schematischer Weise in
Figur 1 eine Seiteansicht eines Teils einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs; Figur 2 eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Objektivs;
Figur 3 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs;
Figur 4 eine Draufsicht auf eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs;
Figur 5 eine Draufsicht auf eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Objektivs;
Figur 6 eine Draufsicht auf einen Teil der Transfereinrichtung der Figur 1 ;
Figur 7 eine Darstellung einer Projektionsbelichtungsanlage; Figur 8 in den Teilbildern a) und b) eine Draufsicht auf eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Abbildungsvorrichtung mit einer Transfereinrichtung, die eine Parallelogrammführung enthält;
Figur 9 in einer Seitenansicht eine Ausführungsform einer Transfereinrichtung mit einer Teleskopführung; Figur 10 in den Teilbildern a) und b) eine Seitenansicht b) und Schnittansicht a) eine Transfereinrichtung mit einer Rollenführung; und in
Figur 11 in den Teilbildern a) und b) eine Seitenansicht b) und eine Schnittansicht a) einer Transfereinrichtung mit einer Magnetlagerung.
[0048] Die Figur 1 zeigt in einer rein schematischen Darstellung einen Teil eines Objektivraums 1 eines erfindungsgemäßen Objektivs mit einer wechselbaren Blende 2. Der Objektivraum 1 ist von nicht näher bezeichneten Wänden, beispielsweise einer zylinderrohrartigen Hülse, umgeben, die eine schlitzförmige Öffnung 13 aufweist, durch welche eine Blende 2 in den Objektivraum 1 eingeführt und aus diesem entfernt werden kann. Die Blende 2 ist in einer
Aufnahme 31 eines drehbaren Karussells 3 gelagert, welche als Transfereinrichtung zum Ein- und Ausführen der Blende 2 in den Objektivraum 1 und aus diesem heraus dient.
[0049] In dem Objektivraum 1 sind Anschläge 7 vorgesehen, die die Blende 2 in den Objek- tivraum 1 fixieren können. Die Anschläge 7 sind hierzu, wie mit den Doppelpfeilen 71 dargestellt, beweglich ausgestaltet, so dass sie durch eine Bewegung entlang der optischen Achse (entspricht der z- Achse) des Objektivs verfahren werden können, um in Anschlag mit der Blende 2 zu gelangen. Dadurch kann die Blende 2 in ihrer Position eindeutig fixiert werden.
[0050] Alternativ ist es auch möglich, die Blende 2 in Richtung feststehender Anschläge 7 zu bewegen, beispielsweise durch eine entsprechende Bewegung des Karussells 3 in z-Richtung, welche mit dem Doppelpfeil 37 angedeutet ist.
[0051] Darüber hinaus ist es auch denkbar, die Blende 2 alleine durch ihre Schwerkraft auf der Aufnahme 31 und dort vorgesehenen Zentriereinrichtungen (nicht gezeigt) des Karussells 3 ruhen zu lassen und somit keine zusätzliche Fixiereinrichtung in z-Richtung vorzusehen.
[0052] Darüber hinaus können nicht gezeigte Anschläge für eine Positionierung bzw. Fixierung in x- und y-Richtung vorgesehen sein, welche unmittelbar mit der Blende 2 und/oder dem Karussell 3 zusammenwirken. Derartige Anschläge bzw. Fixiereinrichtungen können auch durch den Antrieb des Karussells 3 verwirklicht sein, z. B. durch entsprechende Bremsen. Wesentlich ist, dass gemäß der Grundidee der vorliegenden Erfindung die Blende 2 auf der Aufnahme 31 des Karussells 3 in dem Objektivraum 1 fixiert wird und die Aufnahme 31 des Karussells 3 in dem Objektivraum 1 verbleibt, solange die Blende 2 in dem Objektiv ein- gesetzt wird.
[0053] Das Karussell 3 weist eine vertikale Drehachse 33 auf, die ein Verschwenken bzw. Verdrehen der Aufnahme 31 gemäß dem Pfeil 38 ermöglicht.
[0054] Bzgl. der Drehachse 33 liegt der Aufnahme 31 eine zweite Aufnahme 32 gegenüber, wie auch aus der Figur 6 ersichtlich ist, welche eine Draufsicht auf das Karussell 3 zeigt.
[0055] In der Aufnahme 32 kann eine weitere Blende angeordnet werden. Durch Verschwenken bzw. Verdrehen des Karussells 3 um die Drehachse 33 gemäß dem Pfeil 38 kann gleich-
zeitig mit dem Einschwenken der Aufnahme 31 in den Objektivraum 1 die Aufnahme 32 herausgeschwenkt werden oder umgekehrt. Entsprechend ist eine der beiden Aufnahmen 31 außerhalb des Objektivraums 1 angeordnet, sofern die andere Aufnahme im Objektivraum 1 angeordnet ist. Damit ist es möglich, die Aufnahme, welche außerhalb des Objektivraums 1 angeordnet ist, während der Nutzung des Objektivs unter Einsatz einer ersten Blende in der ersten Aufnahme mit einer zweiten Blende zu bestücken bzw. diese zu entfernen, also auszutauschen.
[0056] Um in diesem Fall Erschütterungen des Objektivs zu vermeiden, sind an dem Karus- seil 3 die Aufnahmen 31 und 32 über Schwingungsdämpfer 34 und 35 mit der Drehachse 33 verbunden. Durch die Schwingungsdämpfer 34 und 35 wird bewirkt, dass Erschütterungen, die beispielsweise durch das Bestücken der Aufnahme 32 mit einer Blende 2 nicht auf die gegenüberliegende Aufnahme 31, welche sich im Objektivinnenraum befindet, übertragen wird.
[0057] Anstelle der Schwingungsdämpfer 34, 35 könnten auch Kopplungselemente (nicht gezeigt) zum Trennen der Aufnahmen 31, 32 vom Rest des Karussells 3 vorgesehen sein.
[0058] Die Bestückung der Aufnahmen 31 bzw. 32 kann durch eine separate Übergabeein- richtung 6 erfolgen, welche beispielsweise als Greif- bzw. Roboterarm mit entsprechenden Greifwerkzeugen ausgebildet sein kann. Die Übergabeeinrichtung 6 kann Blenden 2, die in einem Magazin 4 abgelegt sind, greifen, aus diesem entnehmen und in oder auf der Aufnahme 32 bzw. 31 ablegen und umgekehrt.
[0059] Alternativ ist es auch möglich, auf eine separate Übergabeeinrichtung 6 zu verzichten und entweder das Karussell 3 gemäß dem Doppelpfeil 36 verfahrbar auszugestalten oder das Magazin 4 entsprechend beweglich vorzusehen. Gemäß den Doppelpfeilen 41, 42 und 43 kann das Magazin 4 vorzugsweise in jede der orthogonalen Raumrichtungen x, y und z verschoben werden, so dass es beispielsweise in Richtung des Karussells 3 derart verfahren wird, dass die Aufnahme 32 unterhalb einer Blende 2 zum Liegen kommt. Durch ein entsprechendes Absenken des Magazins oder Anheben des Karussells 3 gemäß dem Doppelpfeil 37 kann die entsprechende Blende 2 durch einfaches Ablegen in der Aufnahme 32 auf diese übertragen werden.
[0060] Denkbar ist auch, das Magazin 4 so in der Nähe des Karussells 3 anzuordnen, dass durch die Verschwenk- oder Drehbewegung des Karussells 3 um die Achse 33 die Aufnahme direkt in das Magazin unterhalb einer Blende 2 zum Liegen kommt.
[0061] Da derartige austauschbare Blenden insbesondere für Objektive vorgesehen sind, die mit EUV-Licht (extrem ultraviolettem Licht) betrieben werden, liegt im Objektivraum 1 Vakuum bzw. nahezu Vakuum vor. Entsprechend ist benachbart zum Objektivraum 1 eine Vakuumkammer 5 vorgesehen, welche das Magazin 4 sowie die Transfereinrichtung in Form des Karussells 3 als auch die Übergabeeinrichtung 6 aufnimmt. Dadurch wird vermieden, dass durch einen Wechsel der Blende mit der Öffnung des Austauschspaltes 13 die Vakuumbedingungen im Objektivraum 1 zerstört werden.
[0062] Um zu vermeiden, dass Kontaminationen in den Objektivinnenraum 1 gelangen, kann der Spalt 13 zum Austausch der Blenden 2 mit einer Verschlusseinrichtung versehen sein, welche zwei verschiebbare Hülsen 11 und 12 umfasst, welche gemäß den Doppelpfeilen 15 und 14 entlang der Objektivachse verschiebbar ausgestaltet sind. Entsprechend kann der Schlitz 13 zum Austausch der Blenden in jeder beliebigen Höhenlage der Aufnahme 31 durch die Verschlusselemente 11 und 12 abgedichtet werden.
[0063] Die Funktionsweise des Objektivs gemäß der Figur 1 ist derart, dass je nach den gewünschten Abbildungsbedingungen des Objektivs 1 eine entsprechende Blende 2 aus dem Magazin 4 in den Strahlengang des Objektivs bzw. in den Objektivraum 1 eingebracht werden kann.
[0064] Dazu wird mittels der Übergabeeinrichtung 6 oder durch direkte Übergabe vom Magazin 4 zur Transfereinrichtung 3 eine Blende 2 aus dem Magazin 4 auf das Karussell 3 (Transfereinrichtung) übergeben, wobei die Blende 2 beispielsweise auf der Aufnahme 32 zum Liegen kommt.
[0065] Soll nun die Blende 2, welche auf oder an der Aufnahme 32 angeordnet worden ist, in das Objektiv und somit den Objektivraum 1 eingebracht werden, so wird das Karussell 3 um die Drehachse 33 gedreht, wobei gleichzeitig die Blende 2 in der Aufnahme 31, die vorher in dem Objektiv angeordnet war, aus dem Objektiv entfernt wird.
[0066] Sofern die Blende 2 in der Aufnahme 31 gegen die Anschläge 7 gedrückt war, muss vor der Drehbewegung des Karussells 3 die Fixierung der Blende 2 gelöst werden, indem entweder die Anschläge 7 entsprechend den Doppelpfeilen 71, oder das Karussell 3 entsprechend dem Doppelpfeil 37 in z-Richtung verfahren wird.
[0067] Bei einer bevorzugten Ausgestaltung kann während des Lösevorgangs der Fixierung gleichzeitig die Bestückung der gegenüberliegenden Aufnahme 32 erfolgen, ohne dass es durch Erschütterungen oder Vibrationen zu einer Beeinträchtigung der Abbildungsqualität des Objektivs kommt.
[0068] Sobald die Drehbewegung des Karussells 3 um die Drehachse 33 abgeschlossen ist, ist die neue Blende 2 auf der Aufnahme 32 im Objektivraum 1 angeordnet, während die vorher verwendete Blende 2 außerhalb des Objektivraums angeordnet ist.
[0069] Nunmehr kann die neu eingeführte Blende 2 wiederum durch entsprechendes Anfahren gegen Anschläge 7 im Objektivraum 1 fixiert werden. Gleichzeitig kann eine Entnahme oder ein Austausch der Blende auf der gegenüberliegenden Aufnahme vorgenommen werden.
[0070] Die Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs mit austauschbaren Blenden, wobei die Figur 2 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform zeigt, bei welcher anstelle eines drehbaren Karussells eine Transfereinrichtung 300 in der Form einer linear beweglichen Schiebeanordnung verwirklicht ist.
[0071] Die Transfereinrichtung 300 der Ausführungsform der Figur 2 weist eine Linearbewe- gungseinheit 330 in Form einer Schienenanordnung mit einem Kettentrieb oder einem berührungslosen Linearmotor auf, entlang welcher sich eine Aufnahme 331 der Schiebeanordnung linear hin und her bewegen kann, wie dies durch den Pfeil 336 angedeutet ist.
[0072] Die Aufnahme 331 kann sich zwischen einem Objektivraum 100 und einem Magazin 400 bewegen, in welchem eine Vielzahl von Blenden gestapelt bzw. gelagert ist.
[0073] Das Magazin 400 kann sich gemäß der dargestellten Pfeilanordnungen 442 und 443 quer, insbesondere senkrecht zur Schienenanordnung 330 und/oder senkrecht zur Bildebene
bewegen, so dass die in dem Magazin 400 aufgenommenen Blenden durch entsprechende Bewegungen in der Aufnahme 331 der Transfereinrichtung 300 platziert werden können.
[0074] In dem Objektivraum 100 sind wiederum Anschläge 700 vorgesehen, die eine exakte Positionierung der Aufnahme 331 und/oder der darauf angeordneten Blenden ermöglichen. Die Anschläge 700 können, ähnlich wie bei der Ausführungsform der Figur 1 die Anschläge 7, entsprechend verfahrbar oder fest installiert sein. Die Anschläge 700 der Ausführungsform der Figur 2 bzw. 7 der Ausführungsform der Figur 1 sind vorzugsweise so gestaltet, dass eine exakte Positionierung ohne eine kinematische Überbestimmung möglich ist. Dies bedeutet, dass die Blende bzw. die entsprechende Aufnahme zwar exakt positioniert ist und keinen
Freiheitsgrad mehr aufweist, aber durch Vermeidung einer Überbestimmung eine Fehlpositionierung und/oder Verformung durch Krafteinwirkung vermieden wird.
[0075] Die Funktionsweise der Ausführungsform der Figur 2 ist wie folgt: Zunächst wird die Aufnahme 331 über die Transfereinrichtung 300 auf der linken Seite der Schienenanordnung 330 im Bereich des Magazins 400 angeordnet, so dass durch entsprechendes Verfahren und Absenken des Magazins 400 eine Blende 2 in der Aufnahme 331 zum Liegen kommt. Anschließend wird die Aufnahme 331 entlang der Schienenanordnung 330 der Transfereinrichtung 300 in den Objektivraum 100 durch eine lineare Translationsbewegung eingefahren, bis die Aufnahme 331 und/oder die darauf angeordnete Blende 2 an den Anschlägen 700 anliegen, die ihre exakte Position definieren. Dadurch ist die Blende für den Betrieb des Objektivs fixiert. Nach Beendigung des Objektivbetriebs mit der gewählten Blende wird diese aus dem Objektivraum 100 mit der Transfereinrichtung 300 herausgefahren und es findet ein Austausch der Blende im Bereich des Magazins 400 statt, indem zuerst die früher verwendete Blende abgelegt wird und eine neue Blende in der Aufnahme 331 aufgenommen wird. Anschließend fährt die Aufnahme 331 wieder in den Objektivraum 100.
[0076] Gegenüber dem Stand der Technik, wie er in der WO 2005/050 322 Al beschrieben ist, wird durch die Anordnung der Blende im Objektiv auf der Aufnahme 331 eine Ein- und Ausfahrbewegung der Aufnahme 331 sowie die entsprechende Übernahme- bzw. Halteeinrichtung im Objektiv gespart. Im Stand der Technik wäre zunächst die Blende im Objektiv an die eingefahrene Transfereinrichtung bzw. Aufnahme übergeben worden, dann wäre die zuletzt verwendete Blende mit der Transfereinrichtung ausgefahren worden. Damit hätten sich bereits zwei Einfahr- und Ausfahrvorgänge ergeben. Anschließend wäre ein Austausch am
Magazin 400 vorgenommen worden, wobei dann die Transfereinrichtung die Blende wiederum in das Objektiv eingebracht und dort an die Übernahme- bzw. Halteeinrichtung übergeben hätte, um anschließend wieder aus dem Objektiv auszufahren. Damit wären zusätzliche Ein- und Ausfahrbewegung gegeben gewesen, die gemäß der vorliegenden Erfindung nunmehr eingespart werden. Da jede Bewegung von einer Komponente im Objektivraum Kontaminationen durch Partikel und dergleichen herbeiführen kann, wird durch die eingesparten Bewegungen ein großer Effekt im Bezug auf die Reinheit erzielt. Außerdem kann auf die zusätzliche Komponente der Übernahme- bzw. Halteeinrichtung im Objektiv verzichtet werden, was einerseits den Aufwand reduziert und andererseits ebenfalls zur Verringerung von Kontami- nationen beitragen kann.
[0077] Eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs ist in der Figur 3 gezeigt. Die Figur 3 zeigt einen Objektivraum 1000 sowie zwei spiegelsymmetrisch zum Objektivraum 1000 angeordnete Magazine 4000 und 4001.
[0078] Diesen zugeordnet ist eine Transfereinrichtung 3000 mit einer Schienenanordnung 3030 entlang der sich eine Doppel- Aufnahme mit den Aufnahmen 3031 und 3032 bewegen kann. Die Doppelaufnahmen 3031, 3032 sind durch ein Kopplungselement 3039 miteinander verbunden, so dass eine synchrone Bewegung der Aufnahmen 3031 und 3032 erfolgt. Im Kopplungselement 3039 ist ein Dämpfungselement 3040 vorgesehen, welches eine Vibrationsentkopplung bewirkt. Entsprechend kann die Aufnahme 3032 im Bereich des Magazins 4001 durch eine entsprechende Bewegung des Magazins 4001 entlang der Pfeilanordnungen 4042 und 4043 mit einer Blende bestückt oder von dieser entladen werden, während gleichzeitig die Aufnahme 3031 mit einer entsprechend angeordneten Blende im Objektivraum 1000 vorgesehen ist.
[0079] Sobald die Blende im Objektivraum 1000 gewechselt werden muss, wird die Anordnung aus den beiden Aufnahmen 3031 und 3032 mit dem Kopplungsstück 3039 entlang der Schienenanordnung 3030 gemäß dem Doppelpfeil 3036 bewegt, so dass z. B. die Aufnahme 3031 in den Bereich des Magazins 4000 und die Aufnahme 3032 in den Bereich des Objektivraums 1000 bewegt wird. Die Blende der Aufnahme 3031 kann dann im Bereich des Magazins 4000 entnommen bzw. gegen eine neue getauscht werden, während die Blende der Aufnahme 3032 im Objektivraum 1000 für die Abbildung mit dem Objektiv zur Verfügung steht.
[0080] Im Objektivraum 1000 sind wiederum Anschläge 7000 vorgesehen, welche eine exakte Positionierung der Blende und/oder der entsprechenden Aufnahmen 3031 bzw. 3032 ermöglichen.
[0081] Durch das Dämpfungselement 3040 im Kopplungsstück 3039 sowie die Dämpfungselemente 3034 und 3035, die in der Schienenanordnung 3030 vorgesehen sind, kann eine der Aufnahmen 3031 bzw. 3032 im Bereich der Magazine 4000 bzw. 4001 be- und entladen werden, ohne dass die dadurch erzeugten Vibrationen oder Erschütterungen auf die entsprechend andere Aufnahme im Objektivraum 1000 übertragen wird. Dadurch wird vermieden, dass die Abbildungseigenschaften des Objektivs beeinträchtigt werden.
[0082] Zusätzlich oder alternativ kann eine Be- und Entladung der außerhalb des Objektivraums 1000 angeordneten Aufnahme auch immer zu den Zeitpunkten erfolgen, zu denen Erschütterungen oder Vibrationen unkritisch sind, beispielsweise wenn die Fixierung der Blende in dem Objektivraum 1000 gelöst wird.
[0083] Die Ausführungsform der Figur 4 ist ähnlich aufgebaut wie die Ausführungsform der Figur 3, wobei wiederum zwei Magazine 4000 und 4001 spiegelsymmetrisch neben dem Objektivraum 1000 vorgesehen sind. Lediglich die Transfereinrichtung 3000 ist durch zwei Transfereinrichtungen 3300 und 3301 mit jeweils einer Aufnahme 3331 bzw. 3332 ersetzt, welche sich entlang der Doppelpfeile 3336 bewegen können. Durch die getrennte Anordnung von zwei Transfereinrichtungen 3300 und 3301 kann auf die Dämpfungselemente verzichtet werden, da durch die Trennung eine Übertragung von Schwingungen oder Vibrationen weitgehend vermieden werden kann. Darüber hinaus können die Aufnahmen 3331 und 3332 un- abhängig voneinander bewegt werden, so dass auch nicht synchrone Bewegungen der beiden Aufnahmen möglich sind. Dies ist allerdings auch mit der Ausführungsform der Figur 3 realisierbar, sofern auf die Kopplung der Aufnahmen verzichtet wird.
[0084] Die Figur 5 zeigt eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Objektivs, bei welchem wiederum eine Transfereinrichtung 30000 mit zwei Aufnahmen 30031 und 30032 vorgesehen ist, welche miteinander gekoppelt sind und entlang einer Schienenanordnung 30030 gemäß dem Doppelpfeil 30036 bewegt werden können. Allerdings sind bei dieser Ausführungsform die beiden Magazine nicht beidseits des Objektivraums 10000 angeordnet, sondern nebeneinander auf einer Seite des Objektivraums. Entsprechend ist der Objektivraum
10000 größer gewählt, so dass beide Aufnahmen 30031 und 30032 in dem Objektivraum 10000 angeordnet werden können. Allerdings ist lediglich eine der beiden Aufnahmen, im gezeigten Ausführungsbeispiel die Aufnahme 30032, im Strahlengang 10001 angeordnet.
[0085] Bei dieser Ausführungsform muss für einen Blendenwechsel der Objektivraum 10000 zunächst nicht verlassen werden, da durch ein Verschieben der beiden gekoppelten Aufnahmen 30031 und 30032 die zweite Aufnahme in den Strahlengang 10001 geschoben werden kann. Sofern also zwei Blenden sehr häufig Verwendung finden, führt dies zu einem erheblichen Einsparungspotential an Bewegungen bzw. Ein- und Ausschleusvorgängen, da die Auf- nahmen 30031 und 30032 innerhalb des Objektivraums 10000 bewegt werden können.
[0086] Lediglich für den Fall, dass eine dritte oder weitere Blende eingesetzt werden soll, werden die gekoppelten Aufnahmen 30031 und 30032 aus dem Objektivraum 10000 bewegt, wobei sie im Bereich der Magazine 40000 und 40001 gleichzeitig mit neuen Blenden bestückt werden können. Auch hierzu können die Magazine 40000 und 40001 gemäß der Pfeilanordnungen 40042 und 40043 bewegt werden. Damit reduziert sich die Bestückungszeit, durch die gleichzeitige Bestückung von zwei Aufnahmen 30031 bzw. 30032 entsprechend.
[0087] Die Figur 7 zeigt eine Projektionsbelichtungsanlage, die mit elektromagnetischer Strahlung aus dem extremen ultraviolett-Bereich (EUV) betrieben werden kann und bei welcher die vorliegende Erfindung Verwendung finden kann.
[0088] Die Projektionsbelichtungsanlage 200 der Figur 7 weist eine Lichtquelle 201 auf, deren Licht mittels eines Beleuchtungssystems 202 auf ein Retikel 203 gerichtet wird und dort in einer homogenen Verteilung unter definierten Winkeln auftrifft.
[0089] Das Retikel 203 weist eine Struktur auf, die auf einem Substrat 204 abgebildet werden soll. Dazu ist das Retikel 203 in der Objektebene eines Projektionsobjektivs 205 angeordnet, mittels dem die Abbildung des Retikels 203 auf die Oberfläche des Substrats 204 erfolgt.
[0090] Die Projektionsbelichtungsanlage der Figur 7 ist im Detail in der DE 103 43 333 Al beschrieben, welcher hiermit durch Verweis vollständig in die vorliegende Anmeldung mit aufgenommen wird.
[0091] Die vorliegende Erfindung kann nun sowohl in dem Projektionsobjektiv 205 als auch in dem Beleuchtungssystem 202 und insbesondere in der Pupillenzwischenebene 207 des Teilobjektivs 206 verwirklicht werden.
[0092] Die Figuren 8 bis 11 zeigen Beispiele für Bewegungsmechanismen bzw. Getriebe, wie sie in Transfereinrichtungen für den Blendenwechsel verwirklicht werden können.
[0093] Die Figur 8 zeigt in einer Draufsicht den Querschnitt eines Gehäuses 1 eines Projektionsobjektivs, in welchem eine Blende 2 wechselbar aufgenommen ist. In den Teilbildern a) und b) ist eine Parallelogrammführung 50 als Teil einer Transfereinrichtung mit der Aufnahme 51 gezeigt, wie sie mit der Aufnahme 51 und der Blende 2 außerhalb des Gehäuses 1 des Projektionsobjektivs angeordnet ist (Teilbild a) und wie die Parallelogrammführung 50 die Aufnahme 51 in das Gehäuse 1 des Projektionsobjektivs bewegt. In den Teilbildern a) und b) der Figur 8 ist jeweils ein Teil einer Vakuumwand 60 gezeigt, die zusätzlich zu dem Gehäuse 1 des Projektionsobjektivs um die Projektionsbelichtungsanlage bzw. Teile davon, in der das Projektionsobjektiv 1 aufgenommen ist, vorgesehen ist. Zur Durchführung der Blende durch die Vakuumkammerwand 60 ist dort eine verschließbare Öffnung 61 vorgesehen.
[0093] Wie sich insbesondere aus Teilbild b) der Figur 8 ergibt, weist die Parallelogrammfüh- rung 50 insgesamt vier Parallelogrammstäbe auf, die derart gelenkig miteinander verbunden sind, dass sie eine Scherbewegung ausführen können, so dass der Haltestab 52, an dem die Aufnahme 51 für die Blende 2 vorgesehen ist, eine Linearbewegung durchführen kann.
[0094] Die Figur 9 zeigt in einer Seitenansicht eine weitere Möglichkeit, einen Betätigungs- mechanismus für die Transfereinrichtung zu realisieren. Gemäß dem Ausführungsbeispiel der Figur 9 ist eine Teleskopführung 150 vorgesehen, an deren einen Ende die Aufnahme 151 zur Aufnahme der Blende 2 vorgesehen ist. Die Teleskopführung umfasst in dem gezeigten Ausführungsbeispiel drei Teleskoparme 152 bis 154, die an dem der Aufnahme 151 gegenüberliegenden Ende mit einer Montageplatte 155 befestigbar sind. Durch das Ineinanderschieben der Teleskoparme 152 bis 154 sowie Ausfahren der Teleskoparme 152 bis 154 ist ebenfalls eine Linearbewegung der Aufnahme 151 mit der Blende 2 zum Ein- und Ausfahren in das Gehäuse 1 des Projektionsobjektivs möglich. Auch hier ist wieder eine zusätzliche Vakuumkammerwand 60 mit einer entsprechend verschließbaren und abdichtbaren Öffnung für die Transfereinrichtung 150 vorgesehen.
[0095] Gleiches gilt für das Ausführungsbeispiel der Figur 10. Dort ist als Teil der Transfereinrichtung eine Rollenführung 250 realisiert, die eine Rollenhalterung 253 aufweist, die fest in der Vakuumkammerwand 60 angeordnet sein kann. Durch eine entsprechende Öffnung in der Vakuumkammerwand kann ein Führungsstab 252, an dessen einem Ende die Aufnahme
251 für die Blende 2 vorgesehen ist, verschoben werden, wobei der Führungsstab 252 über die Rollenhalterung 253 geführt und gehalten wird. Wie sich insbesondere aus dem Teilbild a) mit einer Querschnittsansicht der Rollenhalterung und des Führungsstabs 252 ergibt, können mehrere Roll-, oder Wälzkörper zwischen der Rollenhalterung 253 und dem Führungsstab 252 vorgesehen sein, um eine reibungsarme und exakte Linearbewegung des Führungsstabs
252 zu ermöglichen, wie die gestrichelte Darstellung zeigt.
[0096] Eine weitere Ausführungsform eines Bewegungs- bzw. Betätigungsmechanismus für die Transfereinrichtung ist in den Teilbildern a) und b) der Figur 11 gezeigt. Hier ist eine Magnetlagerung bzw. ein Linearmotor realisiert, mit dem der Führungsstab 352 in einem Magnethalter 353, welcher wiederum in der Vakuumkammerwand 60 angeordnet sein kann, linear verschieblich aufgenommen ist. An dem Führungsstab 352 ist wiederum die Aufnahme 351 für die Blende 2 vorgesehen, um diese in das Gehäuse 1 und aus dem Gehäuse 1 des Projektionsobjektivs zu entfernen, wie in der Seitenansicht des Teilbilds b) dargestellt ist.
[0097] Das Teilbild a) der Figur 11 zeigt in einem Querschnitt die Magnetlagerung bzw. den Linearmotor 350 mit der Magnethalterung 353, in welcher der Führungsstab 352 aufgenommen ist. Durch eine gleichpolige Anordnung von Magneten an der Magnethalterung 353 und am Führungsstab 352 können diese berührungslos auf Abstand zueinander gehalten werden, so dass wiederum eine lineare Bewegung möglich ist. Durch entsprechendes Ansteuern der als Elektromagnete ausgeführten Magnete kann zudem eine Antriebskraft in Längsrichtung des Führungsstabs 352 entstehen. Die Magnetlagerung bzw. der Antrieb mit Linearmotor bietet die Möglichkeit, durch entsprechende Steuerung der Magnete als Aktoren eine entsprechende Anpassung der Lagerposition der Blende 2 vorzunehmen.
[0098] Obwohl die vorliegende Erfindung anhand der beigefügten Zeichnungen detailliert beschrieben worden ist, ist für den Fachmann klar ersichtlich, dass Abwandlungen oder Ergänzungen durch Weglassen oder andersartige Kombination der beschriebenen Merkmale möglich sind, ohne den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche zu verlassen.