Beschreibung
Halbleiterschaltungsanordnung und Verfahren zum Herstellen einer Halbleiterschaltungsanordnung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Halbleiterschaltungs¬ anordnung und ein Verfahren zum Herstellen einer Halbleiter¬ schaltungsanordnung
Tragbare Geräte, wie beispielsweise Mobiltelefone, Digitalka¬ meras und Musik-Abspielvorrichtungen enthalten nichtflüchtige Speichereinheiten. Diese tragbaren Geräte sind in den letzten Jahren kleiner geworden, ebenso die jeweiligen Speicherein- heiten. Man geht davon aus, dass sich die Miniaturisierung von tragbaren Geräten fortsetzen wird. Die Datenmenge, die in den nichtflüchtigen Speichereinheiten speicherbar ist, wird vergrößert, um die Leistung des Geräts zu verbessern. Demzu¬ folge können mehr Lieder, Fotos oder andere Daten in kleine- ren Geräten gespeichert werden.
Ausführungsbeispiele nichtflüchtiger Speichereinheiten sind beispielsweise Festspeicher (read only memory - ROM) , pro¬ grammierbarer Festspeicher (programmable read only memory - PROM) , löschbarer programmierbarer Festspeicher (erasable programmable read only memory - EPROM) und elektrisch lösch¬ barer programmierbarer Festspeicher (electrical erasable pro¬ grammable read only memory - EEPROM) .
Der Vorteil des ROM ist der geringe Preis pro Speicherein¬ heit. Der ROM kann nicht elektrisch programmiert werden. Die Programmierung erfolgt während eines der Herstellungsschrit¬ te. Spezielle Masken, welche die zu speichernden Daten ent-
halten, strukturieren den Halbleiterspeicher gemäß den Daten¬ information. Nach Abschluss des Herstellungsprozesses kann der Inhalt des ROM nicht mehr geändert werden. Änderungen der Datenprogrammierung führen zu einem kostspieligen und zeit- aufwändigen Re-Design der speziellen Masken.
Der PROM wird als ein leerer Speicher hergestellt. Die zu programmierenden Daten werden erst im Anschluss an die ei¬ gentliche Herstellung gespeichert. Nach der einmal durchge- führten Programmierung kann der Inhalt nicht mehr verändert werden.
Der EPROM kann erneut programmiert werden, nachdem er ultra¬ violettem Licht zum Löschen ausgesetzt worden ist.
Oben beschriebene nichtflüchtige Speichereinheiten können nicht elektrisch gelöscht werden. Im Gegensatz dazu kann der EEPROM elektrisch programmiert und gelöscht werden. Er hält die gespeicherten Daten über eine lange Zeit ohne Stromver- sorgung und kann problemlos mehrere Male programmiert und ge¬ löscht werden.
Der EEPROM enthält eine Vielzahl von Speicherzellen zum Spei¬ chern kleiner Teile von Informationen. Es gibt Speicherzellen zum Speichern von nur einem Bit. Multi-Bit-Speicherzellen können jedoch mehr als ein Bit speichern. Ein Mittel zum Speichern eines Bits weist zwei Zustände auf. Der eine Zu¬ stand repräsentiert eine logische Null . Der andere Zustand repräsentiert eine logische Eins.
Eine Ausführungsform einer Ein-Bit-Speicherzelle umfasst ei¬ nen Transistorkδrper mit einer Zellwanne. Die Zellwanne um¬ fasst zwei Dotierungsbereiche. Ein Kanalbereich befindet sich
zwischen den Dotierungsbereichen. Eine Gate-Elektrode ist ü- ber dem Kanalbereich angeordnet, der durch eine dielektrische Schicht isoliert wird. Die dielektrische Schicht ist zwischen dem Kanalbereich und der Gate-Elektrode angeordnet.
Die Zellwanne wird durch Implantieren von Ionen in das Sub¬ strat ausgebildet. Die Dotierungsbereiche werden durch Im¬ plantieren von Ionen in einem weiteren Schritt ausgebildet. Die Art der Dotierionen, die zum Ausbilden der Dotierungsbe- reiche verwendet wird, unterscheidet sich von der Art von Do¬ tierionen, die zum Ausbilden der Zellwanne verwendet wird.
Einer der Dotierungsbereiche dient als Source und der andere dient als Drain. Eine Lesespannung wird an Drain angelegt, wobei Source geerdet ist. Wenn die Lesespannung eine gewisse SchwellSpannung übersteigt, fließt ein Strom. In Übereinstim¬ mung mit dem jeweiligen Zustand, der entweder eine logische Eins oder eine logische Null repräsentieren soll, wird die SchwellSpannung verändert. Sie ist entweder höher oder nied- riger als die Lesespannung. Eine alternative Speicherzelle, die auf dieser Struktur basiert, wird im Folgenden beschrie¬ ben.
Eine nichtflüchtige Speicherzelle umfasst einen Transistor- körper, wie oben beschrieben, mit einer Gate-Elektrode, die über einem Dielektrikum angeordnet ist. Das Dielektrikum um¬ fasst eine erste Oxidschicht, eine Nitridschicht und eine zweite Oxidschicht. Die Nitridschicht dient als Ladungsfän¬ gerschicht für Elektronen. Beim Anlegen einer positiven Gate- Spannung können Elektronen aus dem Substrat durch die dünne
Oxidschicht in die Nitridschicht tunneln, wo sie anschließend verbleiden. Die gefangene negative Ladung erhöht die Schwell- Spannung des Transistors. In ähnlicher Weise kann die
Schwellspannung durch eine negative Spannung an dem Gate ver¬ mindert werden, wodurch die Elektronen aus der Nitridschicht entfernt werden.
Wenn die Lesespannung angelegt wird, fließt entweder ein
Strom oder nicht, abhängig von der SchwellSpannung. Die zwei Zustände der Speicherzelle entsprechen einem Schalter, der entweder leitend oder nicht leitend ist.
Eine ähnliche Speicherzelle jedoch, die auch eine Ladungsfän¬ gerschicht aus Siliziumnitrid zwischen dem Kanalbereich und der Gate-Elektrode umfasst, ist dahingehend ausgebildet, dass sie zwei Bits speichert. Eine solche Speicherzelle wird als programmierbare NROM-Speicherzelle (nitride read only memory - NROM) bezeichnet.
Die programmierbare NROM-Speicherzelle wird im US-Patent Nr. 6,011,725 und bei Boaz Eitan und andere: „NROM: A Novel Loca- lized Trapping, 2-Bit Nonvolatile Memory Cell", IEEE Electron Device Letters, Band 21, Nr. 11, November 2000, beschrieben.
Die Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht der NROM-Speicherzelle umfasst eine Nitridschicht, die als Ladungsfängerschicht zwischen i- solierenden Oxidschichten eingebettet ist, wodurch eine Dif- fusion der eingelagerten Elektronen in vertikaler Richtung vermieden wird. Zwei einzelne Bits sind in physikalisch ver¬ schiedenen Bereichen der Nitridschicht gespeichert. Ein ers¬ ter Bit-Bereich befindet sich in der Nähe des ersten Dotie¬ rungsbereichs, und ein zweiter Bit-Bereich befindet sich in der Nähe des zweiten Dotierungsbereichs. S.T.Kang und andere: „A Study of SONOS Nonvolatile Memory Cell Controlled Structu- rally by Localizing Charge-Trapping Layer", Proceedings of IEEE Nonvolatile Memory Workshop, Monterey, 2003 beschreibt
eine alternative Ausgestaltung einer NROM-Speicherzelle mit zwei räumlich voneinander getrennten ONO-Schichten.
Ein Speicherzellenfeld umfasst eine Vielzahl von Speicherzel- len, die als eine Matrix mit Reihen und Spalten angeordnet sind. Die Reihen des Speicherzellenfeldes sind parallel zu einer ersten Richtung angeordnet . Die Spalten des Speicher¬ zellenfeldes sind parallel zu einer zweiten Richtung angeord¬ net, die zur ersten Richtung orthogonal verläuft. Die ersten und zweiten Dotierungsbereiche der Speicherzelle in einer
Spalte sind in einer Richtung angeordnet, die parallel zu der zweiten Richtung verläuft.
Die Gate-Elektroden, die parallel zu der ersten Richtung an- geordnet sind, sind mit Wortleitungen verbunden. Eine Bitlei¬ tung verbindet die .Dotierungsbereiche, die parallel zu der zweiten Richtung angeordnet sind. Die Bitleitung umfasst Source und Drain der Speicherzellen, die sich zu beiden Längsseiten der Bitleitung befinden.
Die Bits werden durch so genannte „heiße Elektronen" program¬ miert. Die Elektronen werden aus dem Kanal den angelegten Spannungen entsprechend in den Ladungsfängerbereich inji¬ ziert . Das Programmieren eines ersten Bits wird durch Anlegen einer Programmierspannung an den ersten Dotierungsbereich und das Gate durchgeführt, wobei der zweite Dotierungsbereich ge¬ erdet ist. Die Elektronen werden injiziert und in dem ersten Bit-Bereich, der an den ersten Dotierungsbereich angrenzt, eingelagert. In ähnlicher Weise wird die Programmierung eines zweiten Bits durchgeführt durch das Anlegen einer Program¬ mierspannung an den zweiten Dotierungsbereich und das Gate, wobei der erste Dotierungsbereich geerdet ist. Die Elektronen werden injiziert und in dem zweiten Bit-Bereich eingelagert.
Zum Löschen eines Bits können so genannte „heiße Löcher" oder ein Fowler-Nordheim-Tunneln verwendet werden. Das Löschen des ersten Bits wird durchgeführt, indem Löschspannungen an das Gate oder an den ersten Dotierungsbereich und das Gate ange¬ legt werden, was zu einem Lateralfeld führt. Dadurch bedingte Löcher fließen durch die untere Oxidschicht und kompensieren die Ladung der Elektronen.
Eine Bit-Information wird gelesen, indem eine entgegengesetz¬ te Spannung zwischen dem ersten und zweiten Dotierungsbereich im Vergleich zu der Programmierspannung angelegt wird, die zum Programmieren des Bits verwendet wird. Relativ kleine eingelagerte Ladungsmengen in der Nähe des geerdeten Dotie- rungsbereichs verhindern oder reduzieren den Stromfluss. Bei¬ spielsweise wird das Lesen des ersten Bits durch Anlegen ei¬ ner Lesespannung an den zweiten Dotierungsbereich und an das Gate durchgeführt. Der erste Dotierungsbereich ist geerdet. Der Strom fließt, wenn in dem ersten Bit-Bereich keine Ladun- gen eingelagert sind. Wenn in dem ersten Bit-Bereich Ladungen eingelagert sind, wird der Stromfluss reduziert oder der Strom fließt nicht.
Das erste und zweite Bit jeder Speicherzelle kann program- miert, gelesen und gelöscht werden durch jeweiliges Anlegen einer Programmier-, Lese- und Löschspannung an die Bitleitun¬ gen und die Wortleitung, die mit der jeweiligen Speicherzelle verbunden sind.
Eine herkömmliche NROM-Speicherzelle, wie sie oben beschrie¬ ben wird, umfasst eine Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht unter dem Ga¬ te mit zwei verschiedenen Bereichen zum Speichern der Ladun¬ gen, welche die erste und zweite Bit-Information darstellen.
Demzufolge kann das Injizieren von Elektronen oder Löchern zum Ändern einer Bit-Information das andere Bit beeinflussen. Der Einfluss der Restladungen in einem Bereich der Nitrid¬ schicht, die an die Bitleitung angrenzend liegt, kann ver- nachlässigbar sein. Eine unbeabsichtigte Injektion in die Nitridschicht über dem Kanalbereich herkömmlicher NROM- Speicherzellen kann nicht vermieden werden.
Die örtliche Ausbreitung von Elektronen in dem Ladungsfänger- bereich ist größer als bei Löchern, da sich die Mobilität von Elektronen und Löchern in Nitrid unterscheidet . Löcher sind viel mobiler. Die gleiche Anzahl von Löchern ist über einen größeren Bereich verteilt als die entsprechende Anzahl von Elektronen. Nicht neben jedem Elektron befindet sich angren- zend ein Loch, mit dem die Ladung des Elektrons direkt kom¬ pensierbar ist. Löcher, die sich über einen weiteren Bereich als die Elektronen erstrecken, dienen dazu, um die Ladung der Elektronen quasi abzudecken. Um eine Bit-Information zu än¬ dern, die durch eingelagerte Elektronen repräsentiert wird, werden mehr Löcher als Elektronen injiziert, um die Ladung der Elektronen zu überdecken. Während eines weiteren Program¬ mierschritts werden wieder mehr Elektronen in den Ladungsfän¬ gerbereich injiziert, wodurch mehr Löcher erforderlich wer¬ den, um die Ladung während des folgenden Löschzyklus zu kom- pensieren. Dieser Alterungsprozess führt zu einer Erhöhung der Löschspannungen und die Programmier- und Löschprozesse benötigen mehr Zeit.
Die erhöhte Mobilität der Löcher, die eine Bit-Information repräsentieren, beeinflusst die Ladungen, die das andere Bit repräsentieren, und führen zu einem Ladungsverlust, der mög¬ licherweise mit einem Informationsverlust einhergehen kann.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine NROM-Speicherzelle bereit¬ zustellen, bei der Alterungsprozesse aufgrund der verschiede¬ nen Mobilitätsgrade von Elektronen und Löchern nicht auftre¬ ten.
Die Aufgabe wird durch eine Halbleiterschaltungsanordnung zur Ausbildung einer Speicherzelle gemäß dem nebengeordneten An¬ spruch 1 gelöst . Die Halbleiterschaltungsanordnung umfasst einen Transistorkörper mit einer oberen Oberfläche und einem ersten Dotierungsbereich und einem zweiten Dotierungsbereich sowie einem Kanalbereich, der zwischen dem ersten Dotierungs¬ bereich und dem zweiten Dotierungsbereich angeordnet ist. Des Weiteren umfasst die Halbleiterschaltungsanordnung ein Gate- Dielektrikum, das sich oberhalb der oberen Oberfläche des Transistorkörpers befindet, sowie eine Gate-Elektrode, die über dem Kanalbereich angeordnet ist. Die Gate-Elektrode ist auf dem Gate-Dielektrikum derart angeordnet, dass sich das Gate-Dielektrikum zwischen der Gate-Elektrode und der oberen Oberfläche des Transistorkörpers befindet. Die Anordnung um- fasst weiterhin eine Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht mit ersten Ab¬ schnitten, die jeweils eine untere Oberfläche aufweisen und zweiten Abschnitten, die jeweils eine untere Oberfläche auf¬ weisen. Die ersten Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht sind über den ersten und zweiten Dotierungsbereichen angeord- net . Die unteren Oberflächen der ersten Abschnitte der Oxid- Nitrid-Oxid-Schicht sind im Wesentlichen parallel zu der obe¬ ren Oberfläche des Transistorkörpers. Die unteren Oberflächen der zweiten Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht sind zur Gate-Elektrode benachbart und erstrecken sich in einer Rich- tung die im Wesentlichen nicht parallel zu der oberen Ober¬ fläche des Transistorkörpers verläuft.
Des Weiteren ist ein Verfahren zur Herstellung der erfin¬ dungsgemäßen Halbleiterschaltungsanordnung zur Ausbildung ei¬ ner Speicherzelle angegeben.
Vorteilhafterweise berühren die unteren Oberflächen der ers¬ ten Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht die Oberfläche des Transistorkörpers, und die unteren Oberflächen der zwei¬ ten Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht berühren die Sei¬ tenwände der Gate-Elektrode, sodass sie senkrecht zu den ers- ten Abschnitten der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht angeordnet sind. Dadurch entstehen zwei getrennte Bereiche für die Speicherung jeweils eines Bits.
Aufgrund der Form der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht sind Eckberei- che der dazwischenliegenden Nitridschicht vorhanden, die an die ersten oder zweiten Dotierungsbereich und die Gate- Elektrode angrenzend liegen. Zu beiden Seiten der Gate- Elektrode ist ein Eckbereich vorhanden, der als Ladungs- Abfangbereich dient.
Die erfindungsgemäße Speicherzelle ermöglicht eine sehr gute Zwei-Bit-Trennung, da es keine direkte Nitrid-Verbindung zwi¬ schen den Bereichen zur Speicherung eines Bits gibt. Aufgrund der L-förmigen Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht ist für eine vorteil- hafte Ausrichtung von Ladungsträgern gesorgt. Die Ladungsträ¬ ger werden im Randbereich abgefangen. Die räumliche Ausdeh¬ nung des Bereichs innerhalb des Kanalbereichs oder unter der Gate-Elektrode, in dem die Ladungsträger, insbesondere Lö¬ cher, eingelagert werden, wird reduziert.
Die Gate-Elektrode umfasst Polysilizium, wogegen das Gate- Dielektrikum Siliziumdioxid oder Siliziumoxid enthält. Da¬ durch wird die leitende Gate-Elektrode durch das Gate-
Dielektrikum isoliert. Zur Dotierung des Kanalbereichs wird entweder Bor oder Indium verwandt, zur Dotierung der ersten und zweiten Dotierungsbereiche wird Arsen verwandt, sodass ein n-Kanal ausgebildet wird, was im Vergleich zu einem p- Kanal zu einer schnelleren Programmier- und Löschbarkeit der Speicherzelle führt.
Vorteilhafterweise sind die Speicherzellen in einem Feld an¬ geordnet, das Reihen und Spalten aufweist. Dabei sind die Speicherzellen alle in gleicher Weise ausgerichtet. Diese An¬ ordnung erleichtert die Ansteuerung der einzelnen Speicher¬ zellen.
Zur Isolierung der einzelnen Speicherzellen ist deren Gate- Elektrode durch einen Nitridabstandsbereich isoliert. Der
Durchgriff zwischen den Speicherzellen wird durch eine so ge¬ nannte Anti-Durchgriff-Dotierung vermieden, die zwischen den Speicherzellen angeordnet ist .
Zwischen den Spalten der matrixförmig angeordneten Gate- Elektroden im Feld verlaufen Bitleitungen, die unter der obe¬ ren Oberfläche des Substrats vergraben sind. Mittels dieser Bitleitungen sind die Speicherzellen programmierbar. Die Bit¬ leitungen sind durch eine darüber liegende Oxidleitung iso- liert. Orthogonal zur Bitleitung verlaufen Wortleitungen, die die Gate-Elektroden in einer Reihe verbinden, sodass durch eine geeignete Auswahl von Bitleitungen und einer Wortleitung eine einzelne Speicherzelle programmierbar ist. Die Wortlei- tungen sind in der Regel aus Polysilizium, Metall oder Me- tallsilizid, vorzugsweise aus Wolframsilizid.
Das erfindungsgemäße Verfahren zum Herstellen solch einer Halbleiterschaltungsanordnung umfasst ein Bereitstellen eines
Halbleiter-Substrats mit einer oberen Oberfläche, ein Auf¬ bringen einer Oxidschicht auf das Substrat, ein Einbringen von Dotiersubstanzen zur Ausbildung einer Wanne sowie ein Aufbringen einer leitenden Schicht auf die Oxidschicht . Des Weiteren umfasst das Substrat das teilweise Ätzen der leiten¬ den Schicht und der Oxidschicht zum Ausbilden von Gate- Inseln, wodurch die obere Oberfläche des Halbleiter-Substrats freigelegt wird. Auf die freigelegte obere Oberfläche des Halbleitersubstrats und die obere Oberfläche und Seitenwände der Gate-Inseln wird eine Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht aufge¬ bracht. Die Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht weist eine typische, er¬ findungsgemäße L-Form auf.
Alternativ können die Dotiersubstanzen auch nach dem Aufbrin- gen der Oxidschicht in das Substrat eingebracht werden.
Um den Durchgriff zwischen benachbarten Gate-Elektroden zu vermeiden, können geeignete Dotiersubstanzen dazwischen ein¬ gebracht werden.
Eine Weiterbildung des Verfahrens umfasst das Aufbringen ei¬ ner Nitridschicht auf die Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht zum Aus¬ bilden von horizontalen und vertikalen Abschnitten der Nit¬ ridschicht. Die horizontalen Abschnitte werden geätzt, sodass um die Gate-Elektroden ein vertikaler Nitrid-Abstandsbereich verbleibt, der zur Isolierung dient.
Die Abstände der Gate-Elektroden sind so gewählt, dass nach dem eben genannten Schritt Gräben zwischen den Spalten vor- handen sind, wogegen dies bei den Reihen nicht der Fall ist.
In diese Gräben werden Dotiersubstanzen eingebracht, um die ersten und zweiten Dotierungsbereiche in Form von Bitleitun-
gen auszubilden. Hierbei handelt es sich in der Regel um Ar¬ sendotiersubstanzen, um einen n-Kanal auszubilden.
Vorteilhafterweise dient das Verfahren dazu, mehrere Gate- Inseln, die entlang von Reihen und Spalten angeordnet sind, für ein Speicherzellenfeld auszubilden.
Auf die Bitleitungen wird zu deren Isolierung eine Oxidlei¬ tung aufgebracht. Orthogonal zu den Oxidleitungen verlaufen Wortleitungen, mit denen die Gate-Inseln, die in einer Reihe angeordnet sind, elektrisch verbunden sind. Für die Wortlei- tungen wird Polysilizium, Metall oder Metallsilizid, insbe¬ sondere Wolframsilizid verwendet, um gute elektrische Eigen¬ schaften zu erreichen.
Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung anhand von Ausführungsbeispielen erklärt .
Es zeigen:
Figur 1 zeigt einen Querschnitt eines Zwischenprodukts eines bevorzugten Herstellungsverfahrens nach Einbringen von Dotie¬ rionen und dem Aufbringen einer Oxidschicht auf ein Halblei¬ ter-Substrat;
Figur 2 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 1 mit einer Polysilizium-Schicht auf der Oberfläche der Oxidschicht;
Figur 3 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 2 nach dem Ätzen von Gate-Inseln;
Figur 4 zeigt ein Zwischenprodukt des bevorzugten Verfahrens in der Draufsicht;
Figur 5 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 3, das von einer Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht überzogen ist;
Figur 6 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 5 entlang einer in Figur 4 gezeigten Linie AA1 nach dem Aufbringen einer Nitridschicht;
Figur 7 zeigt einen Querschnitt eines Zwischenprodukts gemäß Figur 6 entlang einer in Figur 4 gezeigten Linie BB';
Figur 8 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß
Figur 6 nach starkem Überätzen zum Entfernen von horizontalen Abschnitten der Nitridschicht und der darunter liegenden O- xid-Nitrid-Oxid-Schicht;
Figur 9 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß
Figur 7 nach starkem Überätzen zum Entfernen von horizontalen Abschnitten der Nitridschicht und der darunter liegenden O- xid-Nitrid-Oxid-Schicht;
Figur 10 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß
Figur 8 nach dem Einbringen von Dotierionen zum Ausbilden ei¬ ner Bitleitung;
Figur 11 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 10 nach dem Aufbringen einer Oxidleitung über der Bit- leitung;
Figur 12 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 11 nach dem Abätzen einer Rest-Oxidschicht von einer Oberseite der Gate-Insel;
Figur 13 zeigt einen Querschnitt des Zwischenprodukts gemäß Figur 12 nach dem Aufbringen einer Wortleitung;
Figur 14 zeigt die Struktur des Speicherzellenfeldes in der Draufsicht und
Figur 15 zeigt einen Querschnitt der erfindungsgemäßen Spei¬ cherzellenstruktur.
Im Folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele im Detail erläutert. Die erläuterten spezifischen Ausführungsbeispiele sind nur veranschaulichend für spezielle Möglichkeiten, die Erfindung umzusetzen und zu nutzen, und schränken den Umfang der Erfindung nicht ein.
Ein Herstellungsprozess für eine Halbleiterschaltungsanord¬ nung umfasst eine Vielzahl von Schritten zum Ausbilden von strukturierten Schichten auf oder in einem Substrat, das im Allgemeinen monokristallines Silizium ist. Ein Herstellungs¬ prozess eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Speicherzelle wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Fi¬ guren 1 bis 14 beschrieben. Diese Figuren zeigen Querschnitte und Draufsichten eines kleinen Bereichs von Zwischenprodukten der Halbleiterschaltungsanordnung.
Figur 1 zeigt einen Querschnitt eines Bereichs eines Zwi¬ schenprodukts der Halbleiterschaltungsanordnung. Ein Halblei¬ ter-Substrat 1 (z.B. Silizium) ist bereitgestellt. Eine obere Oberfläche 111 des Halbleiter-Substrats 1 wird durch eine O-
xidschicht 2 bedeckt. Die Dicke der Oxidschicht 2 liegt vor¬ zugsweise in dem Bereich von etwa 5 nm bis 30 nm. Insbesonde¬ re umfasst der Schritt des Aufbringens der Oxidschicht 2 im Allgemeinen eine thermische Oxidation zum Ausbilden der Oxid- Schicht 2 (z.B. Siliziumdioxid) auf dem Substrat 1.
Der folgende Schritt umfasst das Ausbilden einer Zellwanne 100 durch Einbringen von Dotierionen, was zu einer homogenen Dotierung eines oberen Bereichs des Halbleiter-Substrats 1 führt. Die Dotierionen werden durch die Oxidschicht 2 implan¬ tiert. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden p-Störstellen wie beispielsweise Bor- oder Indium- Ionen als Dotierionen verwendet.
Es ist auch möglich, die Dotierionen in das Halbleiter- Substrat 1 vor dem Schritt zum Aufbringen der Oxidschicht 2 zu implantieren. Bei der Verwendung dieser Reihenfolge von Verfahrensschritten kann der Oxidationsprozess die Dotierung verändern. Infolgedessen kann die Konzentration von Dotierio- nen in der Zellwanne 100 inhomogen werden.
Figur 2 zeigt einen Querschnitt gemäß Figur 1 nach einem wei¬ teren Verfahrensschritt. Eine Polysilizium-Schicht 3 wird auf die Oxidschicht 2 aufgebracht. Die Polysilizium-Schicht 3 und die Zellwanne 100 werden- von der Polysilizium-Schicht 3 durch die Oxidschicht 2 isoliert.
Figur 3 zeigt den Bereich gemäß Figur 2 nach einem weiteren Verfahrensschritt.
Im Allgemeinen umfasst eine Speichereinheit eine Vielzahl von Speicherzellen, die in einem Feld angeordnet sind, wobei jede Speicherzelle eine Gate-Elektrode 3a aufweist. Demzufolge
wird eine Vielzahl von Gate-Inseln 4 gemäß der Anordnung der Speicherzellen während eines Ätzprozesses ausgebildet.
Teile der Polysilizium-Schicht 3 und der Oxidschicht 2, die darunter liegt, werden geätzt, um die Gate-Insel 4 auszubil¬ den. Die Gate-Insel 4 umfasst eine Gate-Elektrode 3a und ein isolierendes Gate-Dielektrikum 2a. Die obere Oberfläche 112 des Halbleiter-Substrats 1 wird durch den Ätzprozess freige¬ legt. Ein typischer Ätzprozess umfasst beispielsweise die Schritte eine Maske auf der oberen Oberfläche der Polysilizi¬ um-Schicht 3 auszubilden, das Ätzen relativ zur Maske und das Entfernen der Maske.
Figur 4 zeigt eine Draufsicht auf die Gate-Inseln 4. Die Ga- te-Inseln 4 sind als Feld angeordnet, das Reihen und Spalten aufweist. Die Reihen der Gate-Inseln 4 liegen parallel zu ei¬ ner ersten Richtung 301. Die Spalten der Gate-Inseln 4 liegen parallel zu einer zweiten Richtung 302, die zur ersten Rich¬ tung 301 orthogonal verläuft.
Der Abstand zwischen benachbarten Reihen von Gate-Inseln 4 ist kleiner als der Abstand von benachbarten Spalten von Ga¬ te-Inseln 4, da in einem weiteren Schritt, der im Folgenden beschrieben wird, zwischen ihnen Bitleitungen ausgebildet werden. Demzufolge führen weitere Verfahrensschritte zu ver¬ schiedenen Strukturen entlang den ersten und zweiten Richtun¬ gen 301, 302. Die jeweiligen Strukturen werden in den folgen¬ den Figuren gezeigt. Die Figuren 6, 8 und 10 bis 13 zeigen Querschnitte von Speicherzellen, die entlang einer Linie zwi- sehen A und A1 angeordnet sind, die parallel zu der ersten
Richtung 301 verläuft. Die Figuren 7 und 9 zeigen Querschnit¬ te von Speicherzellen, die entlang einer Linie zwischen B und
B' angeordnet sind, die parallel zu der zweiten Richtung 302 verläuft.
Figur 5 zeigt den Bereich gemäß Figur 3 nach einem weiteren Verfahrensschritt. Eine Oxid-Nitrid-Oxid- (ONO) Schicht 66 wird auf die freigelegte Oberfläche 112 des Halbleiter- Substrats 1 sowie die obere Oberfläche und Seitenwände der Gate-Inseln 5 aufgebracht. Die ONO-Schicht 66 umfasst eine Nitridschicht 6 (z.B. Siliziumnitrid) , die zwischen einer o- beren Oxidschicht 7 (z.B. Siliziumdioxid) und einer unteren Oxidschicht 5 (z.B. Siliziumdioxid) eingebettet ist. Anstatt einer Nitridschicht kann jedes beliebige nichtleitende La¬ dungsfängermaterial verwendet werden. Dieser Verfahrens- schritt führt zur Form der ONO-Schicht 66 gemäß der Erfin- düng, die horizontale Abschnitte 661 auf der Oberseite der Gate-Inseln 4 und dazwischen sowie vertikale Abschnitte 662 aufweist, die auf den Seitenwänden 33 der Gate-Inseln 4 ange¬ ordnet sind.
Ein optionaler Schritt umfasst das Einfügen von Dotierionen zum Ausbilden einer Dotiersubstanz, insbesondere einer Im¬ plantation 80 mit Anti-Durchgriff-Merkmalen, die als Diffusi¬ onssperre und zur Isolierung der Gate-Elektroden 3a dient. Die Implantation 80 wird durch die ONO-Schicht in das Sub- strat eingebracht. Die Dotierionen sind nicht in der Lage, die Gate-Inseln 4 zu durchdringen, was zu einem Fehlen der Anti-Durchgriff-Implantation 80 unterhalb der Gate-Inseln 4 führt. Vorzugsweise werden Indium-Ionen verwendet. Indium- Ionen sind größer und weniger beweglich als Bor-Ionen. Infol- gedessen wird die Diffusion der implantierten Ionen verrin¬ gert während weiterer Schritte, insbesondere von Schritten, die mit einer erhöhten Temperatur einhergehen, wie sie zum Aktivieren einer Implantation verwendet wird. Obwohl die An-
ti-Durchgriff-Implantation 80 zwischen den Reihen und den Spalten der Gate-Inseln 4 angeordnet ist, wird sie insbeson¬ dere verwendet, um aneinander angrenzende Reihen von Gate- Elektroden 3a zu isolieren, da der Abstand zwischen denen kleiner als der Abstand zwischen benachbarten Spalten von Ga¬ te-Elektroden 3a ist.
Figur 6 zeigt einen Bereich gemäß Figur 5 und entlang der Li¬ nie AA', die parallel zu der ersten Richtung 301 verläuft, nach einem weiteren Verfahrensschritt. Eine Nitridschicht 88 wird auf die ONO-Schicht 66 aufgebracht, wobei horizontale Abschnitte 88a und vertikale Abschnitte 88b ausgebildet wer¬ den. Die vertikalen Abschnitte 88b der Nitridschicht 88 bil¬ den Seitenwände von Gräben 40 aus, die sich zwischen benach- barten Gate-Inseln 4 befinden. Die horizontalen Abschnitte
88a der Nitridschicht 88, die zwischen den Gate-Inseln 4 lie¬ gen, bilden die unteren Wände der Gräben 40.
Figur 7 zeigt einen Bereich entlang der Linie BB', die paral- IeI zu der zweiten Richtung 302 ausgerichtet ist, nach dem gleichen Verfahrensschritt. Der Abstand der Gate-Inseln 4, die entlang der Linie BB' angeordnet sind, ist kleiner als entlang der Linie AA1.
Die Nitridschicht 88 wird auf die ONO-Schicht 66 aufgebracht. Die Dicke der Nitridschicht 88 wird genau angepasst, um den gesamten Raum zwischen den benachbarten Gate-Inseln 4 zu fül¬ len. Der Querschnitt der Nitridschicht 88 sieht kammförmig aus mit horizontalen Abschnitten 88a über der oberen Oberflä- che der Gate-Inseln 4 und dazwischenliegenden vertikalen Ab¬ schnitten 88b. Zwischen benachbarten Gate-Inseln 4, die ent¬ lang der Linie BB1 angeordnet sind, sind keine Gräben vorhan¬ den. Aufgrund des Unterschieds zwischen dem Abstand von Spal-
ten und dem Abstand von Reihen der Gate-Inseln 4 liegen Grä¬ ben 40 nur parallel zu der zweiten Richtung 302 vor.
Die vertikalen Abschnitte 88b der Nitridschicht 88 dienen als Mittel, um die Gate-Inseln 4 der jeweiligen Speicherzellen zu isolieren und die Diffusion der implantierten Ionen zu stop¬ pen. Der Abstand zwischen den Gate-Inseln 4 muss sorgfältig angepasst werden. Einerseits soll der Abstand zwischen den Gate-Inseln 4 klein sein. Andererseits muss die Dicke der Nitridschicht 88, die den gesamten Raum zwischen aneinander angrenzenden Reihen von Gate-Inseln 4 füllt, geeignet sein, die Diffusion von Dotierionen beträchtlich zu reduzieren und die Gate-Elektroden 3a zu isolieren.
Figur 8 zeigt einen zu der ersten Richtung 301 parallelen Be¬ reich gemäß Figur 6 nach einem weiteren Verfahrensschritt, der ein starkes Überätzen umfasst, um die horizontalen Ab¬ schnitte 88b der Nitridschicht 88 und die darunter liegende ONO-Schicht 66 zu entfernen. Die obere Oberfläche der Gate- Insel 4 wird freigelegt. Die horizontale Nitridschicht 88b und die ONO-Schicht 66, die unter der Oberfläche der unteren Wand des Grabens 40 liegt, werden entfernt, was zu einer Lü¬ cke 9 führt. Die Lücke 9 trennt die horizontalen Abschnitte 661 der ONO-Schicht 66 zwischen zwei angrenzenden Gate-Inseln 3a. Die vertikalen Abschnitte 88b der Nitridschicht 88 blei¬ ben, um einen Nitrid-Abstandsbereich 8 auszubilden.
Figur 9 zeigt einen Bereich entlang der zweiten Richtung 302 gemäß Figur 7 nach dem gleichen Verfahrensschritt. Der voll- ständig gefüllte Raum zwischen den angrenzenden Gate-Inseln 4 bleibt, um einen Nitrid-Abstandsbereich 8 auszubilden, der als ein Mittel zum Isolieren von angrenzenden Gate-Elektroden
3a dient. Der Ätzprozess entfernt nur Schichten auf der Ober¬ seite der Gate-Inseln 4.
Figur 10 zeigt einen Bereich gemäß Figur 8 nach einem weite- ren Verfahrensschritt . Dotierionen werden durch die Lücke 9 eingebracht, um eine Bitleitung 10 auszubilden. Die Bitlei¬ tung 10 ist unter der Lücke 9 und angrenzenden Abschnitten der ONO-Schicht 66 angeordnet. Die Bitleitung 10 verläuft pa¬ rallel zu der ersten Richtung 301 und zwischen benachbarten Spalten der Gate-Inseln 4.
Es ist nicht möglich, Dotierionen zwischen benachbarten Rei¬ hen der Gate-Inseln 4 in das Substrat 1 einzubringen, da der Nitrid-Abstandsbereich 8 den gesamten Raum dazwischen aus- füllt, wie in Figur 9 gezeigt. Die Dotierionen werden von den Nitrid-Abstandsbereichen 8 gestoppt.
Ein Kanalbereich 110 befindet sich unter der Gate-Elektrode 3a und zwischen zwei Bitleitungen 10. Der Kanalbereich 110 weist die gleiche Dotierung auf wie die Zellwanne 100. Hori¬ zontale Abschnitte 661 der L-förmigen ONO-Schicht 66 befinden sich über der Bitleitung 10. Die Ecke 507 der L-förmigen ONO- Schicht 66, insbesondere die Ecke 606 der Nitridschicht 6, befindet sich vorzugsweise über einer Übergangszone 120, der zwischen der Bitleitung 10 und dem Kanalbereich 110 liegt.
Die bevorzugte Ausführungsform der Erfindung umfasst Arsen- Ionen zur Dotierung. Die Kombination von Bor- oder Indium- Ionen für eine Zellwanne 100 und Arsen oder einem anderen E- lement der Spalte IV im Periodensystem der Elemente (z.B.
Phosphor) führt zu einem n-Kanal. Ein n-Kanal wird einem p- Kanal vorgezogen, weil sich die Elektronen schneller bewegen
als die Locher, was zu einem schnelleren Programmier- und Löschprozess der Speicherzelle führt .
Nach dem Implantieren wird die Halbleiterschaltungsanordnung auf eine Temperatur von etwa 1050 0C erhitzt, um die Implan¬ tation zu aktivieren.
Figur 11 zeigt einen Bereich gemäß Figur 10 nach einem weite¬ ren Verfahrensschritt . Eine Oxidleitung wird in der Lücke 9 über der Bitleitung 10 aufgebracht. Die Oxidleitung 11 trennt die ONO-Schicht 66 und isoliert die Bitleitung 10. Aufgrund des Oxidationsprozesses wird eine dünne Rest-Oxidschicht 12 auf der oberen Oberfläche der Gate-Inseln 4 aufgebracht.
Figur 12 zeigt den Bereich gemäß Figur 11 nach einem weiteren Verfahrensschritt. Die Rest-Oxidschicht 12 auf der oberen O- berflache der Gate-Inseln 4 wird geätzt. Aufgrund des Ätzpro¬ zesses wird ein oberer Bereich der Oxidleitung 11 geätzt und angrenzende Bereiche des Nitrid-Abstandsstücks werden seit- lieh ebenfalls geätzt. Die Isolierung wird durch den Ätzpro- zess nicht beeinflusst wegen der Dicke der Oxidleitung 11 und des Nitrid-Abstandsbereiches 8.
Figur 13 zeigt den Bereich gemäß Figur 12 nach einem weiteren Verfahrensschritt. Eine Wortleitung 13 wird durch Aufbringen von Polysilizium mit Wolframsilizid ausgebildet. Alternativ werden andere Metalle oder Metallsilizide verwendet. Die Wortleitung 13 wird mit den Gate-Elektroden 3a verbunden. Po¬ lysilizium mit Wolframsilizid leitet besser als reines PoIy- Silizium. Andere Silizide, wie beispielsweise Titansilizid, Kobaltsilizid oder Nickelsilizid können alternativ verwendet werden. Trotzdem enthalten die Gate-Elektroden 3a Polysilizi¬ um, das gegenüber dem Ätzprozess der Gate-Inseln 4 robuster
ist. Der Halbleiter-Bereich wird von einer Abdeck- Nitridschicht 14 zum Schutz abgedeckt.
Figur 14 zeigt eine Draufsicht der Speicherzellen gemäß Figur 4 nach weiteren Verfahrensschritten, die oben beschrieben worden sind. Vertikale Abschnitte der ONO-Schicht 66 befinden sich an den Seitenwänden der Gate-Inseln 4. Der Nitrid- Abstandsbereich 8 befindet sich an den vertikalen Abschnitten 662 der ONO-Schicht 66, welche Seitenwände der Gräben 40 aus- bilden, die parallel zu der zweiten Richtung 302 angeordnet sind. Die Oxidleitungen 11 über den Bitleitungen 10 liegen zwischen benachbarten Spalten der Gate-Inseln 4.
Das Schreiben, Löschen oder Lesen jeder Speicherzelle wird durchgeführt, indem die entsprechenden Ansteuerungsspannungen an die Bitleitungen und die Wortleitung angelegt werden, die mit der jeweiligen Speicherzelle verbunden sind.
Die oben beschriebenen bevorzugten Herstellungsschritte be- schreiben auch ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der erfin¬ dungsgemäßen Speicherzelle.
Ein weiterer Schritt, der hier nicht dargestellt ist, umfasst das Einfügen eines Metallkontaktes in die vergrabene Bitlei- tung 10, ohne dabei mit der Gate-Elektrode 3a eine Verbindung herzustellen. Ein Schritt zum Anpassen der Position des Me¬ tallkontakts wird erleichtert durch die Dicke des isolieren¬ den Nitrid-Abstandsbereichs 8, der sich um der Gate-Elektrode 3a befindet.
Figur 15 zeigt einen Querschnitt eines Speicherzellenfeldes 160 mit Reihen und Spalten. Der Querschnitt von Speicherzel¬ len 160, die in der Reihe angeordnet sind, erfolgt gemäß der
Linie AA1 (siehe Figur 14) , die parallel zu der ersten Rich¬ tung 301 ausgerichtet ist. Eine Speicherzelle 160 und Teile von zu beiden Seiten angrenzenden Speicherzellen 160 werden gezeigt .
Die Speicherzelle 160 umfasst einen Transistorkörper 150 mit einer oberen Oberfläche 111. Unter der oberen Oberfläche 111 befindet sich eine Zellwanne 100, die einen ersten Dotie¬ rungsbereich 10a und einen zweiten Dotierungsbereich 10b mit einem dazwischenliegenden Kanalbereich 110 umfasst. Eine Ga¬ te-Elektrode 3a ist über dem Kanalbereich 110 angeordnet und davon durch ein Gate-Dielektrikum 2a getrennt. Das Gate- Dielektrikum 2a umfasst beispielsweise Siliziumdioxid. Eine Bitleitung 10 verbindet die ersten Dotierungsbereiche 10a o- der die zweiten Dotierungsbereiche 10b, die in einer Spalte angeordnet sind, die parallel zu der zweiten Richtung 302 verläuft. Es werden nur die ersten und zweiten Dotierungsbe¬ reiche 10a, 10b dargestellt, da die Bitleitungen 10 normal zum Querschnitt ausgerichtet sind. Die oben beschriebene op- tionale Anti-Durchgriff-Implantation 80 ist ebenfalls in Fi¬ gur 15 gezeigt. Sie befindet sich unter der oberen Oberfläche 111 zwischen den Gate-Inseln 4, unterhalb und um die ersten und zweiten Dotierungsbereiche 10a, 10b.
Eine Oxid-Nitrid-Oxid- (ONO) Schicht 66 ist über der oberen
Oberfläche 111 des Transistorkörpers 150 und den Seitenwänden 33 der Gate-Elektrode 3a angeordnet. Die ONO-Schicht 66 um¬ fasst eine Nitridschicht 6, die zwischen einer oberen Oxid¬ schicht 7 und einer unteren Oxidschicht 5 eingebettet ist. Die Nitridschicht 6 umfasst beispielsweise Siliziumnitrid. Anstatt Siliziumnitrid kann jedes nichtleitende Ladungsfän¬ germaterial verwendet werden.
Die ONO-Schicht 66 umfasst erste Abschnitte 661 und zweite Abschnitte 662. Die ersten Abschnitte 661 der ONO-Schicht 66 verlaufen im Wesentlichen parallel zu der oberen Oberfläche 111 des Transistorkörpers 150. Die unteren Oberflächen 51 der ersten Abschnitte 661 der ONO-Schicht 66 befinden sich mit der oberen Oberfläche 111 des Transistorkörpers 150 in Kon¬ takt. Die zweiten Abschnitte 662 der ONO-Schicht 66 grenzen an die Gate-Insel 4 an und erstrecken sich in einer Richtung, die im Wesentlichen nicht parallel zu der oberen Oberfläche 111 des Transistorkörpers 150 ist. Insbesondere sind die zweiten Abschnitte 662 der ONO-Schicht 66 im Wesentlichen vertikal zu der oberen Oberfläche 111 des Transistorkörpers 150. Die unteren Oberflächen 52 der zweiten Abschnitte 662 der ONO-Schicht 66 sind mit Seitenwänden 33 der Gate-Insel 4 in Kontakt.
Die L-förmige ONO-Schicht 66 umfasst einen Eckbereich der Nitridschicht 6, der vorzugsweise über einer Übergangszone 120 liegt, die sich zwischen einem der ersten und zweiten Do- tierungsbereiche 10a, 10b und dem Kanalbereich 110 befindet. Der Eckbereich dient als ein Ladungsfängerbereich der Spei¬ cherzelle 160. Es gibt Ladungsfängerbereiche Cl, C2 zu beiden Seiten der Gate-Insel 4. Es ist keine direkte Nitrid- Verbindung zwischen den Ladungsfängerbereichen Cl, C2 einer Speicherzelle 160 vorhanden.
Die ersten Abschnitte 661 der ONO-Schicht 66 befinden sich über den ersten und zweiten Dotierungsbereichen 10a, 10b. Sie werden durch die Oxidleitung 11 getrennt, die sich über der Bitleitung 10 befindet.
Die L-förmige ONO-Schicht 66 weist eine obere Oberfläche 77 auf, die von einer Nitridschicht bedeckt ist, die einen ver-
tikalen Nitrid-Abstandsbereich 8 ausbildet, der als Mittel zum Isolieren aneinander angrenzender Gate-Elektroden 3a dient.
Eine Wortleitung 13 verbindet die Gate-Elektroden 3a, die in einer Reihe angeordnet sind. Der Halbleiter-Bereich ist durch eine Abdeck-Nitridschicht 14 zum Schutz abgedeckt.
Zum Programmieren, Lesen oder Löschen einer Speicherzelle 160 müssen die entsprechenden Ansteuerungsspannungen an die Bit¬ leitungen 10 und die Wortleitung 13 angelegt werden, die mit der jeweiligen Speicherzelle 160 verbunden sind. Das Verfah¬ ren zum Programmieren eines ersten Bits und eines zweiten Bits und das Löschen und das Lesen der jeweiligen Bits ist bereits im Abschnitt über den bisherigen Stand der Technik beschrieben worden. Besondere Merkmale der erfindungsgemäßen Speicherzelle 160 in Bezug auf das Programmieren, Lesen und Löschen werden im Folgenden beschrieben.
Einer der ersten und zweiten Dotierungsbereiche 10a, 10b dient als Drain, und der andere dient als Source. Zum Pro¬ grammieren eines ersten Bits werden Programmierspannungen an die Bitleitung 10 angelegt, die den ersten Dotierungsbereich 10a und die Wortleitung 13 verbindet, die mit der Gate- Elektrode 3a der jeweiligen Speicherzelle 160 verbunden ist. Die Bitleitung 10, die mit dem zweiten Dotierungsbereich 10b verbunden ist, ist geerdet. Infolgedessen werden Elektronen in den ersten Ladungsfängerbereich Cl injiziert, der zum ers¬ ten Dotierungsbereich 10a benachbart ist.
In ähnlicher Weise führt das Anlegen entsprechender Program¬ mierspannungen an den zweiten Dotierungsbereich 10b und die Gate-Elektrode 3a dazu, dass Elektronen in den zweiten La-
dungsfängerbereich C2 eingebracht werden, der zum zweiten Do¬ tierungsbereich 10b benachbart ist.
Das Lesen und Löschen des ersten und zweiten Bits umfasst die Schritte, die in dem Abschnitt zum bisherigen Stand der Tech¬ nik beschrieben worden sind.
Aufgrund der Trennung der ersten und zweiten Ladungsfängerbe- reiche Cl, C2 werden die Wechselwirkungen, die während des Lesens, Programmierens oder Löschens auftreten, abgemildert. Aufgrund der fehlenden Nitridschicht unter der Gate-Elektrode 3a können Ladungen, insbesondere Löcher, sich nicht in den Kanalbereich 110 bewegen, der sich unter der Gate-Elektrode 3a befindet. Daher wird eine spontane Injektion in die ONO- Schicht 66 unwahrscheinlicher. Restladungen in der Nitrid¬ schicht 6, insbesondere Löcher, bewegen sich nach oben, was bedeutet, dass sie die Speicherzelle kaum beeinflussen.
Die erfindungsgemäße Speicherzelle und das entsprechende Speicherzellenfeld sorgen für eine vorteilhafte Ausrichtung der Ladungsträger in der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht, wodurch das Problem von verschiedenen Mobilitätsgraden von Elektronen und Löchern im Nitrid gemildert wird.
Bezugszeichen:
1 Substrat 100 Zellwanne 111 obere Oberfläche
112 freigelegte obere Oberfläche
2 Oxidschicht
3 Polysilizium-Schicht 2a Gate-Dielektrikum 3a Gate-Elektrode
4 Gate-Insel
33 Seitenwände der Gate-Insel
5 untere Oxidschicht
6 Nitridschicht 7 obere Oxidschicht
66 Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht
661 horizontale Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht
662 vertikale Abschnitte der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht
51 untere Oberfläche der horizontalen Abschnitte der Oxid- Nitrid-Oxid-Schicht
52 untere Oberfläche der vertikalen Abschnitte der Oxid- Nitrid-Oxid-Schicht
77 obere Oberfläche der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht
507 Ecke der Oxid-Nitrid-Oxid-Schicht 606 Ecke der Nitridschicht
8 Nitrid-Abstandsbereich
88 Nitridschicht
88a horizontaler Abschnitt der Nitridschicht
88b vertikaler Abschnitt der Nitridschicht 9 Lücke
10 Bitleitung
10a erster Dotierungsbereich
10b zweiter Dotierungsbereich
110 Kanalbereich
120 Übergangszone
11 Oxidleitung
12 Rest-Oxidschicht 13 Wortleitung
14 Abdeck-Nitridschicht
40 Graben
80 Anti-Durchgriff-Implantation
150 Transistorkörper 160 Speicherzelle
301 erste Richtung
302 zweite Richtung
Cl erster Ladungsfängerbereich
C2 zweiter Ladungsfängerbereich