VORRICHTUNG ZUR AUFLAGE VON REGALBRETTERN
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Auflage von Regalbrettern gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Regale sind ein sehr flexibel einsetzbares Möbel, da die einzelnen Fachböden oder Regalbretter in sehr unterschiedlichen Höhen eingesetzt werden können. Hierzu sind im einfachsten Fall in den Seitenwangen in Rasterabständen waagrecht verlaufende Löcher vorgesehen, in die wahlweise Steckelemente eingesetzt werden können. Letztere stehen aus den Löchern hervor und dienen als Auflage für ein Regalbrett. Damit ein Regalbrett auf vier Steckelementen, zwei an jeder Wange, sicher aufliegt, müssen die entsprechenden vier Löcher sehr genau in einer gemeinsamen, möglichst waagrechten Ebene liegen. Diese Forderung ist nur schwer zu erfüllen.
Um zu verhindern, daß zum Beispiel aufgrund von Erschütterungen oder Verformungen der Löcher aufgrund der Belastung versehentlich Steckelemente aus den Löchern herausfallen und das Regalbrett abstürzen lassen, ist es bereits bekannt, die Steckelemente oder eine Hülse für jedes Steckelement mit einem sich selbst einschneidenden Gewinde zu versehen und in die Löcher der Wange einzuschrauben.
Schließlich ist es auch bekannt, beispielsweise aus der Österreichischen Patentschrift 232 223, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 offenbart, an den Seitenwangen des Regals senkrechte Profilleisten aus Metall anzubringen, die in Rasterabständen Ausschnitte besitzen, in die Auflage-Elemente für Regalbretter eingehängt werden. Diese Leisten werden in entsprechende Ausfräsungen der Seitenwangen eingesetzt. Ein Nachteil dieser Vorrichtungen zum Abstützen von Regalbrettern besteht darin, daß die Auflage-
Elemente unter Belastung Biegekräfte auf die Leisten ausüben und bei Überlastung herausfallen können. Um dies zu vermeiden, müssen die Profilleisten sehr robust sein, was optisch unschön ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es also, eine Vorrichtung zur Auflage von Regalbrettern vorzuschlagen, die hohen Belastungen durch das Regalbrett standhält, einfach und preiswert herzustellen und optisch ansprechend ist.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Hauptanspruchs gelöst. Bezüglich von Merkmalen bevorzugter Ausführungsformen wird auf die Unteransprüche verwiesen.
Die Erfindung wird nun anhand von zwei Ausführungsbeispielen und den beiliegenden Zeichnungen näher erläutert.
Figur 1 zeigt in Perspektive und ausschnittsweise eine Leiste einer Vorrichtung gemäß der Erfindung.
Figur 2 zeigt dieselbe Leiste nach dem Einbau in eine Seitenwange eines Regals.
Die Figuren 3a und 3b zeigen in Perspektive und etwas vergrößert zwei Varianten eines Steckelements, die in die Leiste gemäß Figur 1 einsetzbar sind.
Figur 4 zeigt eine Variante gemäß der Erfindung für den Fall einer; Zwischenwange in einem Regal mit mehr als einem Regalfach nebeneinander.
Figur 5 zeigt, wie die Leiste gemäß Figur 1 in der Wange definiert verankert werden kann.
Die Leiste 1 gemäß Figur 1 ist beispielsweise aus Stahl und hat einen im wesentlichen rechteckigen flachen Querschnitt. Dadurch ergeben sich zwei Hauptseiten, zwei große Schmalseiten 2 (nur eine ist sichtbar) und zwei kleine Schmalseiten 3 (nur eine ist sichtbar). Während die sichtbare große Schmalseite 2 eine durchgehende Fläche bildet, sind an der gegenüberliegenden Schmalseite in Rasterabständen rechtwinklige Ausschnitte 4 vorgesehen, deren Breite b etwa der Dicke der Leiste und deren Tiefe c vorzugsweise mindestens der Hälfte des Abstands zwischen den großen
Schmalseiten entspricht. Vorzugsweise verlaufen die Ausschnitte 4 nicht senkrecht zur großen Schmalseite, sondern geneigt zu dieser, derart, daß die Achse 5 jedes Ausschnitts mit einer Ebene parallel zu den kleinen Schmalseiten 3 einen Winkel a zwischen null und dreißig Grad einschließt.
Aus Figur 2 ist zu ersehen, wie eine solche Leiste in eine Seitenwange 6 eines Regals eingesetzt ist. Hierzu steckt man die Leiste 1 in eine paßgenau ausgefräste Nut der Wange ein, derart, daß die Mündungen der Ausschnitte 4 der Leiste 1 bündig mit der Fläche der Wange abschließen. Die Leiste kann durch Verkleben oder Verschweißen an der Wange befestigt werden. Da aber keine nennenswerten Kräfte außer den vertikalen Kräften vom Regalbrett auf die Wange übertragen werden, genügt gegebenenfalls bereits die bloße Reibung der Leiste in der paßgenauen Nut.
Man kann natürlich die Leiste auch in einer vordefinierten Höhenlage in der Ausfräsung fixieren, beispielsweise durch metallische Halter 12, wie in Figur 5 gezeigt, die am Grund der Ausfräsung durch Schrauben 13 befestigt sind und in ein entsprechend geformtes Profil an der Rückseite der Leiste 1 eingreifen.
Beim Einsetzen der Leiste gemäß Figur 1 in eine Wange ergeben sich aufgrund der Ausschnitte 4 Sacklöcher mit rechtwinkligem, vorzugsweise quadratischem Querschnitt, die von der Mündung ausgehend zwischen null und dreißig Grad geneigt nach unten verlaufen. Die Seitenwände dieser Sacklöcher werden von den Nutwänden der Wange gebildet, während die beiden anderen Wände durch die Ausschnitte in der Leiste 1 definiert werden.
In ein solches Sackloch setzt man dann ein Steckelement 7 ein, wie es in Figur 3 zu sehen ist. Es besteht aus einem Fußteil 8 mit einem an die Abmessungen des Ausschnitts 4 angepaßten Querschnitt und daran anschließend aus einem Auflager 9 für ein Regalbrett. Die Achse des Fußteils 8 ist zur Auflagefläche 10 für ein Regalbrett so geneigt,
daß der Winkel a, unter dem die Ausschnitte 4 in die Leiste 1 eindringen, kompensiert wird, sodaß die Auflagefläche 10 stets waagrecht ist. Das Steckelement kann aus Kunststoff oder Metall sein.
Durch die schräge Anordnung der Ausschnitte 4 in der Leiste 1 können auch Erschütterungen nicht dazu führen, daß die Steckelemente versehentlich aus dem Kanal herausfallen. Der quadratische Querschnitt des Fußteils 8 bewirkt, daß die von der Auflagefläche 10 auf die Leiste 6 übertragenen Kräfte stets in Richtung der Hauptebene der Leiste verlaufen. Hätte das Steckelement dagegen einen Fuß mit rundem Querschnitt und entsprechend die Wange ein rundes Loch hierfür, wie dies beim Stand der Technik häufig der Fall ist, dann könnte sich das geknickte Steckelement verdrehen, sodaß die Auflagefläche 10 nicht mehr waagrecht verliefe.
Die Herstellung der Leiste mit hoher Genauigkeit auf einer Stanze oder einem Laserschneidgerät ist problemlos und kostengünstig. Die erfindungsgemäße Vorrichtung läßt sich in Wangen 6 aus Holz, Kunststoff oder Metall einbauen. Für die Tragkraft der Steckelemente ist die Materialwahl für die Wange ohne Bedeutung, da die wesentlichen Belastungskräfte von der Leiste aufgenommen werden.
In einer Variante, in der die Metallleiste selbst einen Pfosten des Regals bildet, also nicht in eine Nut einer Seitenwange 6 (Figur 2) eingesetzt ist, sind die Steckelemente 7', wie in Figur 4b gezeigt, mit Führungsschultern 14 zu beiden Seiten des Fußteils 8 versehen, die sich beim Einstecken des Steckelements neben dem Ausschnitt 4 an der Leiste anlegen und eine Verschiebung der Steckelemente senkrecht zur Ebene der Figur 1 verhindern.
Figur 4 zeigt eine Variante, die sich insbesondere für ein Regal mit mehr als einem Regalfach in Reihe und mit Zwischenwangen oder Zwischenpfosten eignet. Hier sind zwei Leisten gemäß Figur 1 zu einer gemeinsamen Leiste 11
zusammengefaßt, die gegebenenfalls zwischen zwei Wangenteile eingefügt ist, wobei der Zusammenbau durch Verkleben, Verschweißen oder Verschrauben erfolgen kann.