LU507156B1 - Geschlagenes Seil - Google Patents

Geschlagenes Seil

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LU507156B1
LU507156B1 LU507156A LU507156A LU507156B1 LU 507156 B1 LU507156 B1 LU 507156B1 LU 507156 A LU507156 A LU 507156A LU 507156 A LU507156 A LU 507156A LU 507156 B1 LU507156 B1 LU 507156B1
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LU
Luxembourg
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rope
laid
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strands
strand
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LU507156A
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English (en)
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Roland Verreet
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Verope Ag
Kiswire Ltd
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein geschlagenes Seil (1a; 1b), insbesondere geschlagenes Drahtseil, geschlagenes Faserseil oder geschlagenes Hybridseil, das mehrere helixförmig angeordnete Außenlitzen (3a; 3b), die eine Außenlitzenlage des geschlagenen Seils (1a; 1b) bilden, aufweist, wobei jede der Außenlitzen (3a; 3b) mehrere helixförmig angeordnete Außenlitzentränge (6a, 12; 6b, 12b, 17) umfasst, wobei die Außenlitzenstränge (6a,12; 6b,12b, 17) vorzugsweise helixförmig um eine Außenlitzeneinlage (5a; 5b) herum angeordnet sind. Zweckmäßigerweise ist eine Länge der Außenlitze (3a; 3b) auf einer Seilschlaglänge LS ein (n+z)-faches einer Schlaglänge der Außenlitze (3a; 3b), wobei n = 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und z= 0, ¼, , ½, ⅓ ⅔, ¾, und (n+z) > 0. Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, eine Vorrichtung mit einer Treibscheibe sowie einen Gurt.

Description

Beschreibung:
Verope AG (Schweiz), Kiswire Ltd. (Korea) „Geschlagenes Seil“
Die Erfindung betrifft ein geschlagenes Seil, insbesondere ein geschlagenes Drahtseil, ein geschlagenes Faserseil oder ein geschlagenes Hybridseil, das mehrere helixförmig angeord- nete Außenlitzen, die eine Außenlitzenlage des geschlagenen Seils bilden, aufweist, wobei jede der Außenlitzen mehrere helixförmig angeordnete Außenlitzenstränge umfasst, wobei die AuBenlitzenstränge vorzugsweise helixförmig um eine Außenlitzeneinlage herum ange-
Ordnet sind.
Ferner betrifft die Erfindung eine Vorrichtung mit einem Trommelantrieb und eine Vorrichtung mit einer Treibscheibe, die jeweils ein erfindungsgemäBes geschlagenes Seil aufweisen, so- wie einen Gurt, der mehrere erfindungsgemäBe geschlagene Seile aufweist.
Eine AuBenlitzeneinlage und AuBenlitzenstränge sind bei einem Drahtseil jeweils als Draht ausgebildet. Eine AuBenlitzeneinlage und AuBenlitzenstrange können bei einem Faserseil als
Faserstrang ausgebildet sein.
Obwohl ein geschlagenes Seil eine Seileinlage, die üblicherweise eine Kernlitze oder ein
Kernseil ist, aufweisen kann, kann ein geschlagenes Seil ohne Seileinlage ausgebildet sein, sofern drei oder vier Litzen zur Bildung des Seils ohne Seileinlage miteinander verseilt sind.
Aus DE 2742003 A1 sind Drahtseile bekannt. Aus EP 4097291 A1 ist ein geschlagenes Fa- serseil bekannt. Aus EP 0 064 258 B1 ist ein drehungsfreies Drahtseil bekannt.
Bei geschlagenen Drahtseilen werden einzelne Drähte zu Litzen verlitzt, das heißt um einen
Kerndraht werden zur Bildung einer Litze AuBendrähte helixfôrmig herum gewunden. Mehre- re Litzen kônnen zu einer Drahtseileinlage, beispielsweise einer Kernlitze, verlitzt werden.
Dazu bildet eine der Litzen eine Kerninnenlitze der Drahtseileinlage, um die herum zur Bil- dung der Kernlitze mehrere KernauBenlitzen helixfôrmig herum geschlagen sind. Es versteht
Sich, dass eine Seileinlage auch aus Kernseil ausgebildet sein kann.
Um die Drahtseileinlage herum werden weitere Litzen zur Bildung des geschlagenen Draht- seils helixfôrmig angeordnet. Diese Litzen bilden eine oder mehrere Litzenlagen des geschla-
Seite 1/20 genen Seils, wobei Außenlitzen bei Verwendung eines geschlagenen Seils als laufendes Seil LU507156 an ein Seilführungsmittel anliegen.
Es versteht sich, dass eine aus drei oder vier Drähten gebildete Litze auch ohne einen Kern- draht und ein aus drei oder vier Litzen gebildetes Drahtseil auch ohne eine Seileinlage aus- gebildet sein kann.
Bei Verwendung von Formdrähten oder Formlitzen ist denkbar, dass eine aus drei bis sechs
Drähten gebildete Litze auch ohne einen Kerndraht und ein aus drei bis sechs Litzen gebilde- tes Drahtseil auch ohne eine Seileinlage ausgebildet sein kann.
Eine räumliche Position eines jeden das geschlagene Drahtseil bildenden Drahtes ist durch
Überlagerung einer Helixstruktur von das geschlagene Drahtseil bildenden Litzen und derje- nigen Helixstruktur von diese Litzen bildenden Drähten bestimmbar.
Selbiges gilt für Faser- oder Hybridseile, die in der Art eines Drahtseils ausgebildet sind, und insbesondere mit aus der Drahtseiltechnik bekannten Herstellungsvorrichtungen hergestellt sind.
Ein laufendes Seil ist ein Seil, das bei dessen bestimmungsgemäßer Verwendung über Seil- führungsmittel wie Seilscheiben umgelenkt wird oder auf eine Seiltrommel auf- und von die- ser abgewickelt wird.
Ein Hubseil einer Hubvorrichtung, beispielsweise ein Hubseil eines Krans, ist ein laufendes
Seil.
Mit einer jeden Veränderung einer Krümmung des Seils durch ein Seilführungsmittel, das heißt beispielsweise einer Umlenkung von gerade zu gebogen oder von gebogen zu gerade, wird das Seil biegewechselbeansprucht und erfährt damit eine seine Lebensdauer verkür- zende Schädigung.
Eine Lebensdauer des Seils kann in einer Anzahl an Biegewechseln angegeben werden.
Als 100% ablegereif wird nach ISO 4309 (Fassung: 08/2021) ein Drahtseil bezeichnet, das aus Sicherheitsgründen nicht mehr als laufendes Seil verwendet werden sollte, da dessen
Versagen droht.
Grade der Ablegereife variieren nach ISO 4309 (Fassung: 08/2021) zwischen 0% und 100 %.
Eine Bestimmung der Ablegereife bzw. eines Grades der Ablegereife erfolgt gemäß ISO 4309 (Fassung: 08/2021) unter anderem anhand einer Anzahl gebrochener Außendrähte des
Drahtseils. Wird beispielsweise auf einer Referenzlänge des Drahtseils, die dem Sechsfa-
Seite 2/20 chen oder Dreißigfachen des nominellen Durchmesser d, des Drahtseils entspricht, eine ge- LU507156 mäß Norm ISO 4309 festgelegte Ablegedrahtbruchzahl festgestellt, ist das Seil ablegereif und muss unverzüglich ausgetauscht werden.
Die ISO 4309 kann auch zur Bestimmung der Ablegereife von erfindungsgemäßen Hybridsei- len angewendet werden.
Eine Bestimmung der Ablegereife von erfindungsgemäßen Faserseilen kann gemäß ISO/
DTS 23624:2019 erfolgen.
Bei einem aus dem Stand der Technik bekannten laufenden Drahtseil, das beispielsweise
Über eine Seilscheibe geführt wird, liegen je nach Seilschlaglänge verschiedene Außendräh- te von Außenlitzen an die Seilscheibe an und werden jeweils durch Biegewechsel, durch Ab- rieb aufgrund einer Relativbewegung zwischen Drahtseil und einem Seilführungsmittel, an das das Drahtseil anliegt, und durch Pressung an einer Kontaktstelle des Drahtseils mit dem
Seilführungsmittel beansprucht und beschädigt. Es ist bekannt, dass bei einem Drahtseil die
Außendrähte im Mittel inetwa 40% des tragenden Querschnitts ausmachen. Dadurch wird durch Drahtbrüche von mehreren verschiedenen Außendrähten, die abwechselnd an ein
Seilführungsmittel anliegen und geschädigt werden, eine Tragkraft des Drahtseils erheblich reduziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein geschlagenes Seil der eingangs genannten Art zu schaffen, das bei Verwendung als laufendes Seil besonders ermüdungsfest und sicher ist, das heißt eine lange Lebensdauer L, eine hohe Biegewechselanzahl bis Ablegereife A und eine hohe Restlebensdauer RL aufweist. Ein Seil mit einer hohen Restlebensdauer RL kann als besonders sicher angesehen werden.
Insbesondere kann durch eine erfindungsgemäße Ausbildung eine Restlebensdauer, das heißt eine Biegewechselanzahl zwischen Erreichen der Ablegereife und Seilbruch erhöht werden. Ein erfindungsgemäßes Seil ist besonders lange sicher verwendbar, da bei dessen
Verwendung als laufendes Seil stets dieselben Außenlitzenstränge, gegebenenfalls mehr- so fach, beschädigt werden, insbesondere brechen, wobei andere AuBenlitzenstrange über- haupt nicht geschädigt werden. Vorteilhaft wird eine Anzahl an Biegewechseln zwischen Ab- legereife und Bruch im Vergleich zu einem Seil gleicher Machart bei gleichem Durchmesser erheblich erhöht.
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Dabei ist unerheblich, ob das geschlagene Seil ein Drahtseil, ein Faserseil oder ein Hybrid- | LU507156 seil ist. Ein Faserseil kann ein Seil sein, bei dem Kunststofffasern zur Bildung des Faserseils geschlagen werden. Ein Hybridseil kann ein Seil sein, bei dem Kunststofffasern und Drähte zur Bildung des Hybridseils geschlagen werden.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass eine Länge der Außenlitze auf einer
Seilschlaglänge Ls ein (n+z)-faches einer Schlaglänge der Außenlitze ist, wobein = 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und z= 0, A, %, %, %, Ya, und (n+Z) > 0.
Erfindungsgemäß sind folgende Vielfache der Schlaglänge der Außenlitze als Kombination von n und z gemäß nachfolgender Tabelle 1. i= fw sw = ns fw Nw f=
LS. | 580 |__| 3000 | 2000 | 3000 | S000 | 5000 | 8000 | 7.000
Tabelle 1: Erfindungsgemäfe Werte für n, z und n+z
Eine Seilschlaglänge ist eine Schlaglänge von das geschlagene Seil bildenden AuBenlitzen, während eine Schlaglänge der AuBenlitze, das heißt eine AuBenlitzenschlaglange, eine
Schlaglänge von die Litzen bildenden AuBenlitzensträngen, ist.
Die beiden genannten Längen sind einstellbare Parameter bei einer Seilherstellung, bei der aus der Seiltechnik, insbesondere der Drahtseilherstellung, bekannte Herstellungsvorrichtun- gen verwendet werden.
Eine AuBenlitzenlänge auf einer Seilschlaglänge ist eine tatsächliche Länge der AuBenlitze über eine Seilschlaglänge, das heißt deren Länge über die Seilschlaglänge, wenn die AuBen- litze sich gerade erstreckt und nicht helixférmig ausgebildet ist.
Bei Herstellung eines geschlagenen Seils wird eine AuBenlitze räumlich helixférmig angeord- net und eben nicht gerade. Dadurch ist eine tatsächliche AuBenlitzenlänge grôBer als eine 2 Seilschlaglänge.
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Beträgt eine Seilschlaglänge beispielsweise 1,00 m, muss eine helixförmige Außenlitze auf LU5S07156 dieser Seilschlaglänge beispielsweise eine Außenlitzenlänge von 1,06 m oder 1,12 m aufwei- sen, um über die Seilschlaglänge von 1,00 m helixförmig gewunden sein zu können.
Der Erfinder hat erkannt, dass durch Anpassung von Schlaglängenparametern des Seiles und der Außenlitzen bei der Seilherstellung ein besonders lange haltbares und sicheres ge- schlagenes Seil ausgebildet werden kann, das zur Verwendung als laufendes Seil besonders geeignet ist. Insbesondere kann ein Abstand einer Biegwechselanzahl zwischen Anlegereife und Seilbruch erhöht werden.
Der Erfinder hat festgestellt, dass bei Vorliegen der vorgenannten Korrelation ein geschlagen- es Seil geschaffen wird, bei dem sich entlang einer Mantellinie des Drahtseils stets der glei- che Außenlitzenstrang außen befindet, das heißt, dass stets dieser Außenlitzenstrang einer
Außenlitze bei Verwendung eines erfindungsgemäßen geschlagenen Seils als laufendes Seil in Kontakt zu einem Seilführungsmittel wie einer Seilscheibe oder einer Seiltrommel steht.
Genauer gesagt ist das geschlagene Seil derart ausgebildet, dass stets der gleiche Außenlit- zenstrang einer Außenlitze an einen sogenannten Rillengrund des Seilführungsmittels an- liegt. Es ist bekannt, dass der an den Rillengrund anliegende Außenlitzenstrang üblicherwei- se den höchsten Verschleiß bei einem laufenden Seil erfährt.
Ein dem an das Seilführungsmittel anliegenden Außenlitzenstrang innerhalb des erfindungs- gemäßen geschlagenen Seils gegenüberliegender Außenlitzenstrang würde bei Vorliegen der vorgenannten Korrelation auch bei Betrachtung über mehrere Seilschlaglängen nicht an das Seilführungsmittel anliegen, sondern wäre stets im Innern, das heißt einer dem Seilfüh- rungsmittel abgewandten Seite der Außenlitze angeordnet.
Dies führt dazu, dass bei Verwendung eines erfindungsgemäßen geschlagenen Seils als lau- fendes Seil im Gegensatz zu aus dem Stand der Technik bekannten geschlagenen Seilen nicht alle Außenlitzenstränge durch Kontakt mit einem Seilführungsmittel geschädigt werden, sondern stets die gleichen Stränge, nämlich die an der Kontaktstelle der Außenlitze mit dem
Seilführungsmittel außenliegenden Außenlitzenstränge.
Vorteilhaft wird ein geschlagenes Seil geschaffen, bei dem bestimmte Außenlitzenstränge geschädigt werden, gegebenenfalls an mehreren Stellen beispielsweise brechen, während ein Großteil der Außenlitzenstränge nicht geschädigt wird, da nie Kontakt zu dem Seilfüh- rungsmittel besteht.
Bei einem erfindungsgemäßen Draht- oder Hybridseil ist die Restlebensdauer deshalb in Ver- gleich zu einem aus dem Stand der Technik bekannten Seil erhöht, da zwar eine Ablege-
Seite 5/20 drahtbruchzahl gleich sein kann, diese jedoch aufgrund der Ausbildung eines erfindungsge- LU507156 mäßen geschlagenen Seils lediglich bestimmte Stränge wie Drähte betrifft, die an mehreren
Stellen über eine Seillänge gebrochen sind.
Dies ist beispielsweise anschaulich an einem Drahtseil erklärbar, das acht Außenlitzen mit je- weils zehn Außendrähten aufweist. Bei einem aus dem Stand der Technik bekannten Draht- seil könnten alle achtzig Außendrähte über eine bestimmte Seillänge, beispielsweise über 30
Seilschlaglängen, jeweils einmal gebrochen sein. Bei einem erfindungsgemäßen geschlage- nen Seil hingegen könnten zwar auf dieser Seillänge ebenfalls achtzig Brüche von Außen- drähten vorliegen, jedoch ist denkbar, dass in jeder der Außenlitzen zwei der Außendrähte je- weils fünf Mal gebrochen sind, während die übrigen Außendrähte alle intakt, das heißt bruch- frei, wären. Das erfindungsgemäße Seil würde zwar die Ablegedrahtbruchzahl zur gleichen
Zeit erreichen wie ein aus dem Stand der Technik bekanntes Seil, wäre zu diesem Zeitpunkt jedoch deutlich weniger geschädigt. Dadurch hat ein erfindungsgemäßes Seil eine höhere
Restlebensdauer und somit eine höhere Betriebssicherheit.
Der Erfinder hat außerdem erkannt, dass für Werte von n > 7 und (n+z) > 7,75 ein geschla- genes Seil geschaffen wird, bei dem nicht mehr vorher bestimmte Außenlitzenstränge an ei- nen Rillengrund eines Seilführungsmittels bei Verwendung als laufendes Seil anliegen. Ein solches geschlagenes Seil weist die technischen Vorteile eines erfindungsgemäßen geschla- genen Seils nicht mehr auf, sondern ähnliche Eigenschaften wie ein aus dem Stand der
Technik bekanntes geschlagenes Seil, bei dem beliebige, nicht festgelegte Außenlitzensträn- ge an einen Rillengrund eines Seilführungsmittels anliegen.
Zweckmäßigerweise weist eine Projektion einer Trajektorie, die eine Drehung eines Mittel- punktes eines Außenlitzenstrangs um einen Mittelpunkt des geschlagenen Seils in einer Seil- längsrichtung beschreibt, in eine Querschnittsebene des geschlagenen Seils, die senkrecht zur Seillängsrichtung des geschlagenen Seils angeordnet ist, einen Anfangspunkt A und ei- nen Endpunkt Z auf, wobei der Nenner von z für 0 < z < 1 angibt, nach wievielen Umläufen um den Seilmittelpunkt die Projektion der Trajektorie des Außenlitzenstrangs, die im Punkt A 3o beginnt und im Punkt Z endet, eine geschlossene Kurve bildet, wobei die Projektion der Tra- jektorie des Außenlitzenstrangs, die im Punkt A beginnt und im Punkt Z endet, für z=0 nach einem einzigen Umlauf um den Seilmittelpunkt eine geschlossene Kurve bildet.
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Die Trajektorie beschreibt einen Verlauf eines betrachteten Außenlitzenstrangs in dem ge- LU507156 schlagenen Seil und kann durch Veränderung einer Seilschlaglänge und und/oder durch Ein- stellung einer Litzenschlaglänge verändert werden.
Die Projektion der Trajektorie in die Querschnittsebene des geschlagenen Seils, die senk- recht zu einer Seillängsrichtung angeordnet ist, ist in der Art einer sogenannten Lissajous-Fi- gur ausgebildet. Zur Bildung einer Lossajous-Figur werden zwei Schwingungen unterschiedli- cher Frequenz überlagert. Die von Lissajous-Figuren bekannten zwei Schwingungen entspre- chen bei einem erfindungsgemäßen geschlagenen Seil einer Seilschlaglänge und einer Au-
Benlitzenschlaglänge. Eine Lange der Außenlitze ist aus Herstellungsparametern eines ge- schlagenen Seils ermittelbar.
Der Erfinder hat erkannt, dass ein erfindungsgemäßes geschlagenes Seil durch eine Projek- tion der Trajektorie eines Außenlitzenstrangs des geschlagenen Seils in die Querschnittsebe- ne des geschlagenen Seils durch Lissajous-Figuren beschreibbar ist.
Der Erfinder ist sich im Klaren darüber, dass ein Außenlitzenstrang einen Rillengrund eines
Seilführungsmittels nicht nur wie zuvor beschrieben mit dem außenliegenden Außenlizen- strang, das heißt demjenigen, der bei Verwendung eines erfindungsgemäßen geschlagenen
Seils einem Seilführungsmittel zugewandt ist, berührt. Außenlitzen mit einer großen Anzahl an Außenlitzensträngen können beispielsweise mit drei unmittelbar benachbarten Außenlit- zensträngen an den Rillengrund anliegen. In diesem Fall würde jedoch der mittlere dieser
Außenlitzenstränge mit der im Vergleich aller drei Außenlitzenstränge höchsten sogenannten
Pressung beaufschlagt und würde deshalb mehr geschädigt als die beiden weiteren Außen- litzenstränge. Deshalb wird in den Ausführungsbeispielen beispielhaft nur die Trajektorie ei- nes einzigen Außenlitzenstranges betrachtet, nämlich des erwartungsgemäß am meisten ge- schädigten Außenlitzenstranges, er bei Verwendung des erfindungsgemäßen laufenden Seils an ein Seilführungsmittel anliegt.
Für z = 0 bildet die Projektion der Trajektorie des Mittelpunktes eines Außenlitzenstrangs um den Mittelpunkt des geschlagenen Seils in einer Seillangsrichtung nach einem einzigen Um- lauf eine geschlossene Kurve.
Dies bedeutet für ein erfindungsgemäßes geschlagenes Seil, dass der betrachtete Außenlit- zenstrang über eine Seilschlaglänge das Seilführungsmittel berührt. In diesem Fall (z = 0) ist ein einziger Außenlitzenstrang von Außenlitzen in Kontakt zu dem Seilführungsmittel, über
Seite 7/20 das ein erfindungsgemäßes Seil, das als laufendes Seil verwendet wird, geführt wird. Es wür- LU507156 de somit ausschließlich dieser Außenlitzenstrang verschleißen, das heißt bei Verwendung beschädigt werden.
Für z = 0 ist die Projektion der Trajektorie in die Querschnittsebene geschlossen, wenn diese
Uber eine Seilschlaglänge betrachtet wird. Eine Betrachtung über eine Seilschlaglänge be- deutet, dass eine einzige vollständige Drehungen des Mittelpunktes des Außenlitzenstrangs um jeweils 360° um den Seilmittelpunkt erfolgt.
Für Nenner (z) = 2, das heißt wenn der Nenner von z = 2 ist für 0 < z <1, also z= %, bildet die
Projektion der Trajektorie des Mittelpunktes eines Außenlitzenstrangs um den Mittelpunkt des geschlagenen Seils in einer Seillängsrichtung nach zwei Umläufen eine geschlossene Kurve.
Dies bedeutet für ein erfindungsgemäßes geschlagenes Seil, dass der Außenlitzenstrang über eine erste Seilschlaglänge das Seilführungsmittel berührt und über eine zweite Seil- schlaglänge keinen Kontakt zu dem Seilführungsmittel hat, das heißt im Innern einer aus mehreren Außenlitzen gebildeten Außenlitzenlage ist. In diesem Fall (Nenner (z) = 2) sind insgesamt zwei verschiedene Außenlitzenstränge von Außenlitzen in Kontakt zu dem Seilfüh- rungsmittel, über das ein erfindungsgemäßes Seil, das als laufendes Seil verwendet wird, ge- führt wird. Es werden zwar die beiden verschiedenen Außenlitzenstränge verschleißen, das heißt bei Verwendung beschädigt werden, jedoch ist bekannt, dass ein Litzenstrang auf einer
Litzenschlaglänge seine volle Tragkraft gemäß der Euler-Eytelwein-Formel erneut aufbaut.
Obwohl zwei Außenlitzenstränge verschleißen, wird dennoch ein geschlagenes Seil mit ei- ner hohen Restlebensdauer geschaffen.
Für Nenner (z) = 2 ist die Projektion der Trajektorie in die Querschnittsebene geschlossen, wenn diese über zwei Seilschlaglängen betrachtet wird. Eine Betrachtung über zwei Seil- schlaglängen bedeutet, dass zwei vollständige Drehungen des Mittelpunktes des Außenlit- zenstrangs um jeweils 360° um den Seilmittelpunkt erfolgen.
Für Nenner (z) = 3, das heißt für z = % oder %, bildet die Projektion der Trajektorie des Mittel- punktes eines Außenlitzenstrangs um den Mittelpunkt des geschlagenen Seils in einer Seil- längsrichtung nach drei Umläufen eine geschlossene Kurve.
Für Nenner (z) = 4, das heißt für z = % oder % bildet die Projektion der Trajektorie des Mittel- punktes eines Außenlitzenstrangs um den Mittelpunkt des geschlagenen Seils in einer Seil- längsrichtung nach vier Umläufen eine geschlossene Kurve.
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Für Nenner (z) = m (wobei m eine natürliche Zahl < 5 ist) liegen m Außenlitzenstränge an ein
Seilführungsmittel an, das heißt m verschiedene Außenlitzenstränge verschleißen. Für Nen- ner (z) = m ist die Projektion der Trajektorie in die Querschnittsebene geschlossen, wenn die- se über m Seilschlaglangen betrachtet wird. Eine Betrachtung über m Seilschlaglängen be- deutet, dass m vollständige Drehungen des Mittelpunktes um jeweils 360° erfolgen.
Der Erfinder hat erkannt, dass die besten Ergebnisse in Bezug auf die Lebensdauer, Restle- bensdauer und Ablegereife erreicht werden, wenn m maximal 4 ist.
Entspräche m beispielsweise genau einer Anzahl an Außenlitzensträngen, würden alle Au-
Benlitzenstrange bei Verwendung eines erfindungsgemäßen Seil gleich häufig an ein Seilfüh- rungsmittel anliegen und somit alle gleich beschädigt werden. Vorteile gegenüber einem aus dem Stand der Technik bekannten Seil wären damit nicht mehr vorhanden.
Bei einem erfindungsgemäßen geschlagenen Seil sind auf einer Bezugslänge, die mehrere
Seilschlaglängen umfassen kann, im Verschleißfall zwei AuBenlitzenstränge (für Nenner (z) = 2) oder m Außenlitzenstränge (für 2 < m < 5) mehrfach beschädigt statt mehrere oder alle
Außenlitzenstränge jeweils nur einmal wie bei einem aus dem Stand der Technik bekannten
Seil. Für z = 0 wäre ein einziger Außenlitzenstrang mehrfach geschädigt, jedoch stets der selbe.
Dies erklärt die sehr hohe Restlebensdauer RL eines erfindungsgemäßen geschlagenen
Seils.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das geschlagene Seil als Gleichschlagseil oder als
Kreuzschlagseil ausgebildet.
Stimmen eine Drehrichtung einer äußersten Litzenlage in einem geschlagenen Drahtseil und eine Drehrichtung von AuBendrähten in Litzen dieser äußersten Litzenlage überein, ist das geschlagene Drahtseil ein sogenanntes Gleichschlagseil.
Sind eine Drehrichtung einer äußersten Litzenlage in einem geschlagenen Drahtseil und eine
Drehrichtung von AuBendrähten in Litzen dieser äußersten Litzenlage gegenläufig, ist das geschlagene Drahtseil ein sogenanntes Kreuzschlagseil.
Der Erfindungsgedanke ist vorteilhaft nicht auf eine einzige Seilart beschränkt, sondern über- raschenderweise für verschiedene Seile für unterschiedliche Einsatzzwecke geeignet.
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In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung beträgt bei einem Gleichschlagseil eine Anzahl LU507156 an Maxima der Projektion der Trajektorie, die eine geschlossene Kurve bildet, ((n+z) « Nen- ner (z)) - Nenner (z) für 0 < z < 1 und (n-1) für z = 0.
Für die geschlossene Projektion der Trajektorie bei einem Gleichschlagseil sind Maxima in einer Anzahl gemäß vorbezeichneter Beziehung charakteristisch, wobei die Maxima in radia- ler Richtung der Projektion der Trajektorie abgerundete Ausbauchungen sind.
Vorteilhaft besteht eine grafische Möglichkeit zur Darstellung eines erfindungsgemäßen ge- schlagenen Gleichschlagseils anhand von Parametern, die zu dessen Herstellung relevant sind.
Tabelle 2 zeigt eine Anzahl an Maxima bei einem Gleichschlagseil für verschiedene Werte von n und z. ya | 0250 LSB | 21 | 25.
L 43 {0,333 | 7 |} 0j08 00007 1.19 | 13 | 15 | 19. 17 CO KA 1 M4 | 0750 | - | 3 1.7 | 12 | 15 | 19 | 23 | 27 |]
Tabelle 2: Anzahl an Maxima bei einem erfindungsgemäBen, als Gleichschlagseil ausgebil- deten geschlagenen Seil
ZweckmäBigerweise beträgt bei einem Kreuzschlagseil eine Anzahl an Maxima der Projekti- on der Trajektorie, die eine geschlossene Kurve bildet, ( (n+z) « Nenner (z)) + Nenner (z) für
O<z<1und (n+1) für z = 0.
Für die Projektion der geschlossenen Trajektorie bei einem Kreuzschlagseil sind Maxima in einer Anzahl gemäß vorbezeichneter Beziehung charakteristisch, wobei die Maxima in radia- ler Richtung der Projektion der Trajektorie spitze, das heißt in radialer Richtung spitz zulau- fende Ausbauchungen sind.
Vorteilhaft besteht eine grafische Möglichkeit zur Darstellung eines erfindungsgemäßen ge- schlagenen Kreuzschlagseils anhand von Parametern, die zu dessen Herstellung relevant sind.
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Tabelle 3 zeigt eine Anzahl an Maxima bei einem Kreuzschlagseil für verschiedene Werte LU507156 von n und z. ee Maxima Kreuzschtag aaa
Cree a ls {7 p98 pou | 43 dos) 17 ya | 0,750 | - | 13 | 15 | 18 | 23 | 27 | 31 | 35
Tabelle 3: Anzahl an Maxima bei einem erfindungsgemäBen, als Kreuzschlagseil ausgebilde- ten geschlagenen Seil
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das geschlagene Seil als drehungsfreies oder drehungsarmes Seil ausgebildet.
Ob ein Drahtseil drehungsfrei ist, kann durch einen in der ISO 21669 (,Drahtseile aus Stahl- draht - Ermittlung der Dreheigenschaften“; Fassung: 02/2005) beschriebenen genormten
Versuch festgestellt werden:
Ein Drahtseil einer Länge von 1000 x d (d = Drahtseilnenndurchmesser) wird durch eine Kraft
F zugbelastet, wobei die Kraft F 20% der Mindestbruchkraft (=F min) des Drahtseils entspricht.
Bestimmt wird ein Drehwinkel ¢ des Drahtseils, um den sich das Drahtseil um seine Langs- achse dreht. Für ein drehungsfreies Drahtseil gilt: - 360 ° < ¢ < 366 °. Dieser Fall ist als Fall a} im Anhang A der ISO 21689 beschrieben.
Für ein drehungsarmes Seil gill: - 1.440 ° < @ < 1.440 ©. Dieser Fall ist als Fall b) im Anhang
A der ISO 21669 beschrieben.
Ob ein erfindungsgemaies Faserseil oder Hybridseil drehungsfrei oder drehungsarm ist, kann mit vorgenanntem Versuch festgestellt werden, obwohl die Norm auf Drahiseile bezo- gen ist
Ein drehungsireies oder drehungsarmes Seil ist vorteilhaft besonders langlebig bei Verwen- dung als laufendes Seil in einer Vorrichtung mit einem Trommelantrieb.
ZweckmäBigerweise umfasst das geschlagene Seil eine eine Seileinlage umgebende Kunst- stoffummantelung. Die Kunststoffummantelung erstreckt sich vorzugsweise in einer Seil- |ängsrichtung und in einer Umfangsrichtung.
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Die Kunststoffummantelung bildet eine Trennschicht, die die Seileinlage von der oder den LU507156 darauf aufgebrachten Litzenlagen trennt. Vorteilhaft wird eine Seillebensdauer weiter erhöht.
Als Kunststoffe sind Elastomere oder Thermoplaste besonders geeignet, insbesondere Poly- ethylen (PE), Polypropylen (PP) oder Polyamide (PA).
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist das geschlagene Seil eine einzige Lit- zenlage auf, die helixförmig um eine Seileinlage herum angeordnet ist.
Der Erfinder hat erkannt, dass ein Seil mit einer einzigen Litzenlage, die um eine Seileinlage herum angeordnet ist, besonders gut zur Verwendung als laufendes Seil geeignet ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das geschlagene Seil eine Lebensdauer in Biege- wechseln auf, die zwischen 10 % und 30 % höher ist als eine Lebensdauer eines geschlage- nen Seils gleicher Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der An- sprüche ausgebildet ist. Nicht nach einem der Ansprüche ausgebildet bedeutet, dass es sich nicht um ein erfindungsgemäßes Seil handelt.
Zur Bestimmung der Lebensdauer wurde ein Versuchsaufbau gemäß R. Verreet, J.-M. Teis- sier „A new and innovative wire rope bending fatigue machine“ (2005, frei abrufbar unter htt- ps://www.ropetechnology.com/downloads/brochures/bro_a-new-and-innovative-wire-rope- bending-fatigue-machine.pdf; zuletzt aufgerufen am 30.04.2024) verwendet. Dabei wird ein geschlagenes Seil über insgesamt fünf Seilscheiben unter Belastung mit einer gewählten
Nennzugspannung bis zum Seilbruch geführt (s. ebenda in Fig. 6 bis 8).
Vorteilhaft bei diesem Versuchsaufbau ist, dass das gebrochene Seil Bereiche aufweist, die weniger stark verschlissen sind, so dass an benachbarten Bereichen des gebrochenen Seils eine Anzahl an Drahtbrüchen bestimmt werden kann, die das Seil bei bestimmungsgemäBber
Verwendung als laufendes Seil nach einer Biegewechselanzahl von 20%, 40%, 60%, 80% der Seillebensdauer aufweisen würde. Durch genannten Versuchsaufbau wird eine Anzahl an Versuchen zur Bestimmung von SeilverschleiBparametern erheblich reduziert.
Bei dem Versuch wird somit eine Anzahl an Biegewechseln für jeden Seilbereich bestimmt, wodurch weitere sicherheitsrelevante Parameter des Seils wie ein Grad der Ablegereife, z. B. 100 %-Ablegereife, bestimmbar sind.
Eine Auswertung der Biegewechselfestigkeit kann gemäB DIN ISO 4309 (Fassung: 08/2021) erfolgen.
Ein geschlagenes Seil derselben Machart bedeutet, dass die beiden zu vergleichenden Seile ein Kernseil derselben Machart und eine AuBenlitzenlage derselben Machart aufweisen.
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Zur Bestimmung der prozentualen Erhöhung wird eine tatsächliche Lebensdauer L, für ein LU507156 erstes, aus dem Stand der Technik bekanntes Seil S, in Biegewechseln bestimmt, wobei die- ser Wert für die tatsächliche Lebensdauer L; des ersten Seils S; 100% entspricht und ein Re- ferenzwert ist. Anschließend wird eine tatsächliche Lebensdauer L» für ein zweites, erfin- dungsgemäBes Seil S, in Biegewechseln bestimmt. Danach wird der Wert für die tatsächliche
Lebensdauer L, des zweiten Seils S; ins Verhältnis zur tatsächlichen Lebensdauer L; des ersten Seils S, gesetzt. Diese Verhältnis ist die relative tatsächliche Lebensdauer.
Erfindungsgemäß beträgt das Verhältnis L,/L, zwischen 1,10 und 1,30.
Zweckmäßigerweise weist das geschlagene Seil eine Ablegereife in Biegewechseln auf, die zwischen 5% und 30 % höher ist als eine Ablegereife eines geschlagenen Seils gleicher
Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der Ansprüche ausgebildet ist.
Zur Bestimmung der prozentualen Erhöhung wird eine tatsächliche Ablegereife A; für ein ers- tes, aus dem Stand der Technik bekanntes Seil S, in Biegewechseln bestimmt, wobei dieser
Wert für die tatsächliche Ablegereife A, des ersten Seils S, 100% entspricht und ein Refe- renzwert ist. Anschließend wird eine tatsächliche Ablegereife A, für ein zweites, erfindungs- gemäßes Seil S; in Biegewechseln bestimmt. Danach wird der Wert für die tatsächliche Able- gereife A, des zweiten Seils S, ins Verhältnis zur tatsächlichen Ablegereife A, des ersten
Seils S, gesetzt. Diese Verhältnis ist die relative tatsächliche Ablegereife.
Erfindungsgemäß beträgt das Verhältnis A/A; zwischen 1,05 und 1,30.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das geschlagene Seil eine Restlebensdauer in
Biegewechseln auf, die zwischen 20% und 45% höher ist als eine Lebensdauer eines ge- schlagenen Seils gleicher Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der Ansprüche ausgebildet ist.
Zur Bestimmung der prozentualen Erhöhung wird eine tatsächliche Restlebensdauer RL; für ein erstes, aus dem Stand der Technik bekanntes Seil S, in Biegewechseln bestimmt, wobei dieser Wert für die tatsächliche Restlebensdauer RL, des ersten Seils S, 100% entspricht
Und ein Referenzwert ist. Anschließend wird eine tatsächliche Restlebensdauer L» für ein zweites, erfindungsgemäßes Seil S, in Biegewechseln bestimmt. Danach wird der Wert für die tatsächliche Restlebensdauer L, des zweiten Seils S, ins Verhältnis zur tatsächlichen
Restlebensdauer L, des ersten Seils S, gesetzt. Diese Verhältnis ist die relative tatsächliche
Lebensdauer. Erfindungsgemäß beträgt das Verhältnis L,/L; zwischen 1,20 und 1,45.
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Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einem Trommelantrieb weist ein erfindungsgemäBes LU507156 geschlagenes Seil auf.
In einer weiteren Ausgestaltung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einem Trommelan- trieb weist der Trommelantrieb eine Seiltrommel auf, die mit dem laufenden Seil einlagig be- wickelbar oder bewickelt ist. Vorteilhaft wird eine Vorrichtung geschaffen, deren laufendes
Seil besonders lange verwendbar ist.
Eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit einer Treibscheibe, die insbesondere eine Seilbahn, eine Hebebrücke oder ein Aufzug sein kann, weist ein erfindungsgemäBes geschlagenes
Seil auf, das als laufendes Seil ausgebildet ist.
Bei einem erfindungsgemäßen Gurt sind mehrere erfindungsgemäße geschlagene Seile ne- beneinander angeordnet und zur Bildung des Gurtes in eine Matrix eingebracht. Solche Gur- te sind beispielsweise für Aufzüge verwendbar.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen und der beigefügten, sich auf die Ausführungsbeispiele beziehenden Zeichnungen, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein Gleichschlagseil und ein Kreuzschlagseil gemäß Stand der Technik,
Fig. 2 zwei Ausführungsformen eines erfindungsgemäßen geschlagenen
Seils, bei dem der selbe Außenlitzendraht nach jeder Seilschlaglänge des ge- schlagenen Seiles ein Seilführungsmittel berührt,
Fig. 3 zwei weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen geschlagenen
Seils, bei dem der selbe Außenlitzendraht nach jeder zweiten Seilschlaglänge des geschlagenen Seiles ein Seilführungsmittel berührt,
Fig. 4 eine relative Lebensdauer, relative 100%-Ablegereife und relative Restlebens- dauer eines erfindungsgemäBen geschlagenen Seils im Vergleich zu einem aus dem Stand der Technik bekannten geschlagenen Seil gleicher Machart.
Ein in Fig. 1a im Querschnitt gezeigtes, als Drahtseil ausgebildetes Gleichschlagseil 1 gemäß
Stand der Technik umfasst eine als Kernseil ausgebildete Seileinlage 2, um die herum zur
Bildung des Gleichschlagseils 1 acht AuBenlitzen 3 helixférmig herum gewunden sind, wobei die AuBenlitzen 3 eine einzige AuBenlitzenlage 4 bilden.
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Jede AuBenlitze 3 umfasst eine aus einem Draht gebildete Außenlitzeneinlage 5, um die her- LU507156 um sechs Außenlitzendrähte 6 zur Bildung der Außenlitze 3 helixförmig gewunden sind.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind nicht alle Außenlitzen 3, Außenlitzeneinlagen 5 und
Außenlitzendrähte 6 mit einem Bezugszeichen versehen.
Eine Projektion 7 einer in Fig. 1a nicht gezeigten Trajektorie eines Mittelpunktes 8 eines der
Außenlitzendrähte 6 in eine Seilquerschnittsebene 9 weist einen Anfangspunkt A und einen
Endpunkt Z auf, deren Abstand ungleich Null ist, das heißt die Projektion der Trajektorie ist keine geschlossene, sondern eine offene Kurve.
Die Trajektorie beschreibt eine Drehung des Mittelpunkts 8 des betrachteten Außenlitzen- draht 6 um einen Mittelpunkt 10 des geschlagenen Gleichschlagseils 1 in einer Seillängsrich- tung, die sich in die Bildebene von Fig. 1a hinein erstreckt.
Zwei Maxima 11, die in radialer Richtung der Projektion der Trajektorie abgerundete Ausbau- chungen sind, sind charakteristisch für ein Gleichschlagseil.
Ein in Fig. 1b im Querschnitt gezeigtes Drahtseil 1 unterscheidet sich von dem in Fig. 1a ge- zeigten dadurch, dass es als Kreuzschlagseil gemäß Stand der Technik ausgebildet ist.
Vier Maxima 11, die in radialer Richtung der Projektion der Trajektorie spitze Ausbauchungen sind, sind charakteristisch für ein Kreuzschlagseil.
Die Projektion 7 der in Fig. 1b gezeigten Trajektorie ist keine geschlossene, sondern eine of- fene Kurve, da die beiden Punkte A und Z voneinander beabstandet sind.
Aufgrund des Verlaufs der Projektion 7 der Trajektorie als offene Kurve würden bei jedem der
In Fig. 1a und 1b gezeigten Seile 1 verschiedene AuBendrähte 6 an ein Seilführungsmittel wie eine Seilscheibe anliegen, so dass sämtliche Außendrähte 6 des geschlagenen Seils 1 willkürlich, das heißt zufällig, bei Verwendung des geschlagenen Seils 1 als laufendes Seil beschädigt würden.
Es wird nun auf Fig. 2 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der Buch- stabe a beigefügt ist.
Ein in Fig. 2a im Querschnitt gezeigtes erfindungsgemäßes, drehungsfreies Gleichschlag- drahtseil 1a unterscheidet sich von einem aus dem Stand der Technik bekannten Gleich-
Seite 15/20 schlagseil 1 gemäß Fig. 1a dadurch, dass eine Projektion 7a einer Trajektorie eines Mittel- LU507156 punktes 8a eines beispielhaft betrachteten Außenlitzendrahts 12, dessen Trajektorie zur Bil- dung der Projektion 7a in eine Seilquerschnittsebene 9a projiziert ist, geschlossen ist, das heißt ein Anfangspunkt A und ein Endpunkt Z sind nicht voneinander beabstandet, was be- deutet, dass die Projektion 7a der Trajektorie in der Querschnittsebene 9a an derselben Stel- le beginnt und endet.
Bei einem solchen Gleichschlagseil 1a würde stets der betrachtete Außenlitzendraht 12 bei
Verwendung des Seiles 1a als laufendes Seil an ein schematisch gezeigtes Seilführungsmit- tel 13 anliegen, wodurch lediglich dieser eine Außenlitzendraht 12 bei Verwendung des Seils 1a als laufendes Seil verschleißen würde.
Für das in Fig. 2a im Querschnitt gezeigte Gleichschlagseil ist n = 5, z = 0 und n+z = 5. Eine
Anzahl an Maxima 11a beträgt 4, das heißt n-1.
Es versteht sich, dass nicht ausschließlich der in Fig. 2a gezeigte Außenlitzendraht 12 an ein
Seilführungsmittel 13 anliegen und bei Verwendung des Seils 1a als laufendes Seil beschä- digt würde, sondern stets derselbe Außenlitzendraht einer jeder Außenlitze 3a. Dadurch wird sichergestellt, dass nicht jeder der in diesem Ausführungsbeispiel sechs Außenlitzendrähte einer jeden Außenlitze 3a verschleißt, sondern nur der definierte Außenlitzendraht 12. Aus
Gründen der Einfachheit und Übersichtlichkeit wurde nur der Außenlitzendraht 12 einer einzi- gen Außenlitze 3a betrachtet.
Eine Seileinlage 2a wird in diesem Ausführungsbeispiel von einem Kernseil der Machart 1+6+(6+6) gebildet, das heißt das Kernseil umfasst insgesamt neunzehn Litzen, die zu dem
Kernseil verseilt sind.
Ein in Fig. 2b im Querschnitt gezeigtes erfindungsgemäßes, drehungsfreies Kreuzschlag- drahtseil 1a unterscheidet sich von einem aus dem Stand der Technik bekannten Kreuz- schlagseil 1 gemäß Fig. 1b dadurch, dass eine Projektion 7a einer Trajektorie eines Außenlit- zendrahts 12 geschlossen ist. so Für das in Fig. 2b im Querschnitt gezeigte Kreuzschlagseil ist n = 5, z = 0 und n+z = 5. Eine
Anzahl an Maxima 11a beträgt 6, also (n+1).
In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 2a und Fig. 2b ist beschreibt die Projektion der
Trajektorie in die Seilquerschnittsebene 9a des geschlagenen Seils 1a nach einer vollständi-
Seite 16/20 gen Drehung des Mittelpunktes 8a des Außenlitzendrahts 12 um einen Mittelpunkt 9a des je- LU507156 weiligen Seils 1a in einer Seillängsrichtung eine geschlossene Kurve, das heißt eine Drehung des Mittelpunktes 8a des Außenlitzendrahts 12 um einen Seilmittelpunkt 9a erfolgt um 360° über eine einzige Seilschlaglänge Ls.
Bei einem in Fig. 2c in einer Seitenansicht ausschnittsweise dargestellten drehungsfreien
Gleichschlagseil 1a ist eine einzige Außenlitze 3a mit mehreren Außenlitzendrähten 6a, 12a, gezeigt, wobei der beispielhaft ausgewählte Außenlitzendraht 12a dunkler ist als als die Au-
Benlitzendrähte 6a. Fig. 2c zeigt außerdem den Verlauf des Außenlitzendrahts 12a, der nach einer jeden Seilschlaglänge Ls an ein in Fig. 2c schematisch gezeigtes Seilführungsmittel 13 an einem Kontaktpunkt 14 anliegt, das heißt als einziger aufgrund seines Kontakts zu dem
Seilführungsmittel 13 verschleißt.
Fig. 2c verdeutlicht außerdem, dass in einem erfindungsgemäßen Seil 1a stets derselbe Au-
Benlitzendraht 12a einer Außenlitze 3a verschleißt, da eben dieser Außenlitzendraht 12a als einziger an das Seilführungsmittel anliegt.
In Fig. 2c entspricht der Verlauf des Außenlitzenstrangs 12a einer Trajektorie Tası.
Es wird nun auf Fig. 3 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 und 2 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der
Buchstabe b beigefügt ist.
Ein in Fig. 3a im Querschnitt und in Fig. 3b in seiner Seitenansicht ausschnittsweise gezeig- tes erfindungsgemäßes drehungsfreies Gleichschlagdrahtseil 1b unterscheidet sich von ei- nem in Fig. 2a gezeigten Gleichschlagdrahtseil 1a dadurch, dass eine Projektion 7b einer
Trajektorie über zwei Seilschlaglängen (Nenner (z) = 2 für 0 <z < 1) eine geschlossen Kurve ist. Die Projektion 7b der Trajektorie ist außerdem zweiteilig ausgebildet, wobei ein erster, mit durchgezogener Linie dargestellter Teil 15 denjenigen Verlauf über eine erste der zwei Seil- schlaglängen beschreibt, während ein zweiter, gestrichelt dargestellter Teil 16 denjenigen
Verlauf über einer zweite der zwei Seilschlaglangen beschreibt.
Bei dem in Fig. 3a gezeigten drehungsfreien Gleichschlagseil 1aistn=5,z=",n+z = 5,50. Eine Anzahl an Maxima 11b beträgt 9: (n+z) « Nenner (z) - Nenner (z) = 5,50 + 2 - 2.
Dadurch, dass die Projektion 7b der Trajektorie über zwei Seilschlaglängen Ls eine geschlos- sene Kurve bildet, liegen zwei verschiedene Außenlitzendrähte 12b, 17 einer Außenlitze 3b
Seite 17/20 an ein Seilführungsmittel 13b an, von denen ein erster Außenlitzendraht 12b über eine erste LU507156 der beiden Seilschlaglängen Ls an das Seilführungsmittel 13b an einen Kontaktpunkt 14a an- liegt und ein zweiter Außenlitzendraht 17 über eine zweite der beiden Seilschlaglängen Ls an das Seilführungsmittel 13b an einem Kontaktpunkt 18.
Bei einem solchen erfindungsgemäßen Gleichschlagdrahtseil 1a ist der AuBenlitzendraht 12b auf der ersten der beiden Seilschlaglängen Ls in Kontakt mit einem Seilführungsmittel an dem Kontaktpunkt 14a und auf einer zweiten der zwei Seilschlaglangen Ls auf einer einer
Seileinlage 2b zugewandten Seite an die Seileinlage 2b anliegend. Selbiges gilt für den Au-
Benlitzendraht 17.
Durch diese Anordnung wird wird sichergestellt, dass jeder der AuBenlitzendrähte 12b, 17 über eine gesamte Seillange abwechselnd Kontakt zu dem Seilfiihrungsmittel 13b hat und auf einer dem Seilführungsmittel abgewandten Seite an die Seileinlage 2b anliegt, d.h. vom
Ort des SeilverschleiBBes weit entfernt ist.
In Fig. 3b entspricht der Verlauf des AuBenlitzenstrangs 12b einer Trajektorie Tas: des AuBen- litzenstrangs 12b, während der Verlauf des AuBenlitzenstrangs 17 einer Trajektorie Tas: des
AuBenlitzenstrangs 17 entspricht. In diesem Ausführungsbeispiel sind die Trajektorie Tas; und
Tasz UM 180 Grad versetzt zueinander, das heißt, dass die Trajektorie T as; UM eine Seil- schlaglänge in einer Seillängsrichtung verschoben werden müsste, um mit der Trajektorie
Tage deckungsgleich zu sein.
Ein in Fig. 3c im Querschnitt gezeigtes erfindungsgemäBes, drehungsfreies Kreuzschlag- drahtseil 1b unterscheidet sich von einem in Fig. 2b gezeigten Kreuzschlagdrahtseil 1a da- durch, dass eine Projektion 7b einer Trajektorie über zwei Seilschlaglängen (Nenner (z) = 2 fir 0 < z < 1) eine geschlossen Kurve bildet. Die Projektion 7b der Trajektorie ist zweiteilig ausgebildet, wobei ein erster Teil 15 denjenigen Verlauf über eine erste der zwei Seil- schlaglangen beschreibt, während ein zweiter Teil 16 denjenigen Verlauf über einer zweite der zwei Seilschlaglängen beschreibt.
Bei dem in Fig. 3c gezeigten drehungsfreien Kreuzschlagseil 1b ist n=5,0,z=% ,n+Z = 5,50. Eine Anzahl an Maxima 11b beträgt 13: (n+z) « Nenner (z) + Nenner (z) = 5,50 + 2 + 2.
Obwohl in keiner der Fig. 2 oder Fig. 3 gezeigt, kann eine Seileinlage (2a; 2b) des geschlage- nen Seils (1a; 1b) eine Kunststoffummantelung umfassen, die die Seileinlage (2a;2b) in der
Art einer Schutzhülle umgibt.
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Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind in Fig. 2 und Fig. 3 nicht alle Maxima 11a; 11b mit ei- LU507156 nem Bezugszeichen versehen.
Denkbar ist, dass das Seil (1a; 1b) nicht drehungsfrei oder drehungsarm ist.
Es wird nun auf Fig. 4 Bezug genommen, wo gleiche oder gleichwirkende Teile mit derselben
Bezugszahl wie in Fig. 1 bis 3 bezeichnet sind und der betreffenden Bezugszahl jeweils der
Buchstabe c beigefügt ist. 190 Ein in Fig. 4a gezeigtes Balkendiagramm zeigt eine Erhöhung der Eigenschaften eines erfin- dungsgemäßen Gleichschlagseils gegenüber einem Gleichschlagseil derselben Machart nach dem Stand der Technik. Der Erfinder hat experimentell ermittelt, dass eine tatsächliche
Lebensdauer L, eines erfindungsgemäßen geschlagenen Drahtseils um 19% höher ist als eine tatsächliche Lebensdauer L; eines geschlagenen Drahtseils derselben Machart gemäß
Stand der Technik. Die Lebensdauer ist in Fig. 4a mit B bezeichnet.
Der Erfinder hat außerdem experimentell ermittelt, dass eine tatsächliche Restlebensdauer
RL; eines erfindungsgemäßen geschlagenen Drahtseils um 27% höher ist als eine tatsächli- che Restlebensdauer RL; eines geschlagenen Drahtseils derselben Machart gemäß Stand der Technik.
Für eine tatsächliche 100%-Ablegereife A, eines erfindungsgemäBen geschlagenen Draht- seils wurde ein um 11,5 % höherer Wert im Vergleich zu einer tatsächliche Ablegereife A, ei- nes geschlagenen Drahtseils derselben Machart gemäß Stand der Technik, ermittelt.
Vergleichbare Ergebnisse wurden für ein Kreuzschlagseil, ein Faserseil und ein Hybridseil gefunden.
Denkbar ist, dass ein erfindungsgemäBes Seil eine Seileinlage aufweist, die einen Faserkern umfasst. Ein Faserkern kann ein Bündel Verstärkungsfasern sein, die zur Bildung des Faser- kerns von einer Schutzhülle umgeben sind.
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Denkbar ist außerdem, dass ein erfindungsgemäßes geschlagenes Seil keine Seileinlage LU507156 aufweist, sondern drei ober vier Litzen umfasst, die eine Litzenlage, die in diesem Fall eine
Außenlitzenlage ist, bilden.
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Claims (15)

Patentansprüche: LU507156
1. Geschlagenes Seil (1a; 1b), insbesondere geschlagenes Drahtseil, geschlagenes Fa- serseil oder geschlagenes Hybridseil, das mehrere helixförmig angeordnete Außenlit- zen (3a; 3b), die eine Außenlitzenlage des geschlagenen Seils (1a; 1b) bilden, auf- weist, wobei jede der Außenlitzen (3a; 3b) mehrere helixförmig angeordnete Außenlit- zenstränge (6a, 12; 6b, 12b, 17) umfasst, wobei die Außenlitzenstränge (6a, 12; 6b, 12b, 17) vorzugsweise helixförmig um eine Außenlitzeneinlage (5a; 5b) herum ange- ordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass eine Länge der Außenlitze (3a; 3b) auf einer Seilschlaglänge Ls ein (n+z)-faches einer Schlaglänge der Außenlitze (3a; 3b) ist, wobei n = 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 und z= 0, Va, Ya, Va, 26, %, und (n+z) > 0.
2. Geschlagenes Seil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Projektion (7a; 7b) einer Trajektorie (Tas: ; Tasz), die eine Drehung eines Mit- telpunktes (8a; 8b) eines AuBenlitzenstrangs (12; 12b, 17) um einen Mittelpunkt (9a; 9b) des geschlagenen Seils (1a; 1b) in einer Seillängsrichtung beschreibt, in eine Querschnittsebene (9a; 9b) des geschlagenen Seils, die senkrecht zur Seillängsrich- tung des geschlagenen Seils (1a; 1b) angeordnet ist, einen Anfangspunkt A und ei- nen Endpunkt Z aufweist, wobei der Nenner von z für 0 < z < 1 angibt, nach wievielen Umläufen um den Seilmittelpunkt die Projektion der Trajektorie des AuBenlitzen- strangs (12; 12b, 17), die im Punkt A beginnt und im Punkt Z endet, eine geschlosse- ne Kurve bildet, wobei die Projektion der Trajektorie des AuBenlitzenstrangs (12; 12b, 17), die im Punkt A beginnt und im Punkt Z endet, für z = 0 nach einem einzigen Um- lauf um den Seilmittelpunkt eine geschlossene Kurve bildet .
3. Geschlagenes Seil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil (1a; 1b) als Gleichschlagseil oder als Kreuzschlagseil aus- gebildet ist.
4. Geschlagenes Seil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet,
dass bei einem Gleichschlagseil eine Anzahl an Maxima (11) der Projektion (7a; 7b) LU507156 der Trajektorie (Tası ; Tas2), die eine geschlossene Kurve bildet, ((n+z) * Nenner (z)) - Nenner (z) für 0 < z < 1 und (n-1) für z = 0 beträgt.
5. Geschlagenes Seil nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Kreuzschlagseil eine Anzahl an Maxima (11) der Projektion (7a; 7b) der Trajektorie (Tası ; Tas2), die eine geschlossene Kurve bildet, ((n+z)eNenner (z)) + Nenner (z) für 0 < z < 1 und (n+1) für z = 0 beträgt.
6. Geschlagenes Seil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil (1a; 1b) als drehungsfreies oder drehungsarmes Seil aus- gebildet ist.
7. Geschlagenes Seil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil eine eine Seileinlage (2a; 2b) umgebende Kunststoffum- mantelung umfasst.
8. Geschlagenes Seil nach einem der Anspriiche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil eine einzige Litzenlage (4a; 4b) aufweist, die helixfôrmig um eine Seileinlage (2a; 2b) herum angeordnet ist.
9. Geschlagenes Seil nach einem der Anspriiche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil (1a; 1b) eine Lebensdauer in Biegewechseln aufweist, die zwischen 10% und 30% höher ist als eine Lebensdauer eines geschlagenen Seils (1) gleicher Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der vor- angehenden Ansprüche ausgebildet ist.
10. Geschlagenes Seil nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
dass das geschlagene Seil (1a; 1b) eine Ablegereife in Biegewechseln aufweist, die LU507156 zwischen 5 % und 30 % höher ist als eine Ablegereife eines geschlagenen Seils (1) gleicher Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der vorange- henden Ansprüche ausgebildet ist.
11. Geschlagenes Seil nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das geschlagene Seil (1a; 1b) eine Restlebensdauer in Biegewechseln aufweist, die zwischen 20% und 45% höher ist als eine Restlebensdauer eines geschlagenen Seils (1) gleicher Machart und gleichen Durchmessers, welches nicht nach einem der vorangehenden Ansprüche ausgebildet ist.
12. Vorrichtung mit einem Trommelantrieb, insbesondere Hubvorrichtung, die ein geschla- genes Seil (1a; 1b), insbesondere ein geschlagenes Drahtseil, nach einem der An- sprüche 1 bis 11 aufweist, wobei das geschlagene Seil (1a; 1b) als laufendes Seil ausgebildet ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelantrieb eine Seiltrommel aufweist, die mit dem laufenden Seil ein- lagig bewickelbar oder bewickelt ist.
14. Vorrichtung mit einer Treibscheibe, insbesondere Seilbahn, Hebebrücke oder Aufzug, die bzw. der ein geschlagenes Seil (1a; 1b), insbesondere ein geschlagenes Draht- seil, nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist, wobei das geschlagene Seil (1a; 1b) als laufendes Seil ausgebildet ist.
15. Gurt, der mehrere geschlagene Seile (1a; 1b) nach einem der Ansprüche 1 bis 12 aufweist, wobei die geschlagenen Seile (1a; 1b) zur Bildung des Gurtes nebeneinan- der in eine Matrix eingebettet sind.
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