LU103283B1 - Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe und Haushaltsgerät - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe und Haushaltsgerät

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LU103283B1
LU103283B1 LU103283A LU103283A LU103283B1 LU 103283 B1 LU103283 B1 LU 103283B1 LU 103283 A LU103283 A LU 103283A LU 103283 A LU103283 A LU 103283A LU 103283 B1 LU103283 B1 LU 103283B1
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LU
Luxembourg
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household appliance
distance
voice input
appliance
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LU103283A
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English (en)
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Lars Kohnert
Jörn Strothmann
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Miele & Cie
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10LSPEECH ANALYSIS TECHNIQUES OR SPEECH SYNTHESIS; SPEECH RECOGNITION; SPEECH OR VOICE PROCESSING TECHNIQUES; SPEECH OR AUDIO CODING OR DECODING
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    • G10L15/22Procedures used during a speech recognition process, e.g. man-machine dialogue
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Abstract

Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe und Haushaltsgerät Ein Verfahren zum Erkennen einer Spracheingabe (107) eines Nutzers (100) für ein Haushaltsgerät (105) umfasst ein Erfassen einer Entfernung des Nutzers (100) in Bezug auf 5 das Haushaltsgerät (105), ein Feststellen einer Nutzungsabsicht des Nutzers (100) unter Verwendung der Entfernung, und ein Ausgeben eines Signals, dass dem Nutzer (100) signalisiert, dass das Haushaltsgerät (105) in der Lage ist aktiv auf die Spracheingabe (107) zu reagieren, wenn im Schritt des Feststellens die Nutzungsabsicht festgestellt wurde.

Description

Beschreibung
Verfahren und Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe und Haushaltsgerät
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe und ein Haushaltsgerät.
Die DE 10 2020 208 345 A1 offenbart ein Verfahren zum Steuern eines Hausgeräts durch einen Benutzer.
Der hier vorgestellte Ansatz stellt sich die Aufgabe, ein verbessertes Verfahren und eine verbesserte Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe, sowie ein verbessertes
Haushaltsgerät zu schaffen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren und eine Vorrichtung zum
Erkennen einer Spracheingabe und ein Haushaltsgerät mit den Merkmalen der
Hauptansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den nachfolgenden Unteransprüchen.
Der mit der Erfindung erreichbare Vorteil besteht aus der Möglichkeit einer Verwendung einer ı5 vereinfachten Spracheingabe durch ein Erkennen des Nutzers und dessen Absicht.
Die Erfindung umfasst ein Verfahren zum Erkennen einer Spracheingabe eines Nutzers für ein Haushaltsgerät, wobei das Verfahren folgende Schritte umfasst:
Erfassen einer Entfernung des Nutzers in Bezug auf das Haushaltsgerät;
Feststellen einer Nutzungsabsicht des Nutzers unter Verwendung der Entfernung; und
Ausgeben eines Bereitschaftssignals, dass dem Nutzer signalisiert, dass das Haushaltsgerät in der Lage ist, aktiv auf eine Eingabe zu reagieren, wenn im Schritt des Feststellens die
Nutzungsabsicht festgestellt wurde.
Das Haushaltsgerät kann gemäß einer Ausführungsform ein Backofen sein. Gemäß einer alternativen Ausführungsform kann das Haushaltsgerät aber auch ein Reinigungsgerät, ein
Kühlgerät, oder ein Getränkeautomat sein. Vorteilhafterweise kann der beschriebene Ansatz bei vielen verschiedenen Haushaltsgeräten eingesetzt werden, um diese zu verbessern.
Indem die Nutzungsabsicht festgestellt wird und dem Nutzer zugleich eine Bereitschaft des
Haushaltsgeräts zum Empfangen der Spracheingabe signalisiert wird, können kürzere
Sprachbefehle zum Steuern des Haushaltsgeräts anstelle von unnatürlichem, komplizierten
Befehlen verwendet werden. Dies wird dadurch möglich, dass sowohl das Haushaltsgerät als auch der Nutzer bereits vorab erkennen können, dass sie miteinander kommunizieren möchten. Die Entfernung kann beispielsweise ein Abstand in Zentimetern oder einigen
Metern zwischen dem Nutzer und dem Haushaltsgerät darstellen. Wenn sich der Nutzer relativ nah an dem Haushaltsgerät befindet, kann davon ausgegangen werden, dass er das
Haushaltsgerat benutzten möchte. Die Bereitschaft dazu kann das Haushaltsgerät durch die
Ausgabe des Bereitschaftssignals angezeigt werden. Die Nutzungsabsicht kann beispielsweise eine Inbetriebnahme oder eine Öffnung einer Tür des Haushaltsgeräts repräsentieren.
In dem Schritt des Erfassens kann die Entfernung unter Verwendung mindestens einer
Sensorik erfasst werden. Dabei kann auf bekannte Sensoren zurückgegriffen werden. Die
Sensorik kann gemäß einer Ausführungsform eine Kombination an Sensoriken ausformen, um so eine Entfernung des Nutzers genauer bestimmen zu können.
Im Schritt des Feststellens kann die Nutzungsabsicht festgestellt werden, wenn die
Entfernung kleiner als ein Schwellenwert ist. Der Schwellenwert kann gemäß einer ı5 Ausführungsform einen Wert repräsentieren, ab welchem, wenn der Abstand zwischen dem
Haushaltsgerät und dem Nutzer kleiner ist als der Schwellenwert, die Sensorik ein Annähern des Nutzers als Interaktionsabsicht erfasst. Optional kann der Schwellenwert einstellbar sein.
Dadurch können beispielsweise räumliche Gegebenheiten oder Gewohnheiten des Nutzers berücksichtigt werden.
In dem Schritt des Ausgebens kann das Bereitschaftssignal visuell und zusätzlich oder alternativ akustisch ausgegeben werden. Dadurch kann einem Nutzer einfach signalisiert werden, dass das Haushaltsgerät die Spracheingabe erkennen kann. Somit kann in einem
Fall, in dem mehrere Haushaltsgeräte, die auf Spracheingabe reagieren können, angezeigt werden, welches Gerät gerade auf eine Spracheingabe reagieren kann. Wenn es das richtige
Haushaltsgerat ist, kann der Nutzer das Haushaltsgerät einen sehr kurzen Sprachbefehl verwenden, da er das Haushaltsgerät nicht noch zusätzlich adressieren zu braucht.
Das Verfahren kann optional einen Schritt des Aufnehmens der Spracheingabe zum
Anfordern einer Funktion des Haushaltsgeräts umfassen. Der Schritt des Aufnehmens kann gemäß einer Ausführungsform ansprechend auf das Feststellen der Nutzungsabsicht ausgeführt werden. Vorteilhafterweise kann das Aufnehmen somit erst freigeschaltet werden, wenn die Nutzungsabsicht festgestellt wurde. Beispielsweise kann die Spracheingabe unter
Verwendung eines Mikrofons aufgenommen werden.
Das Verfahren kann alternativ einen Schritt des Ausführens der Funktion ansprechendend auf die Spracheingabe umfassen. Dies ermöglicht eine einfachere Bedienung. Beispielsweise lässt sich eine Tür eines Backofens durch die Spracheingabe öffnen, wenn der Nutzer etwas in den Händen hält.
Eine Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe eines Nutzers, kann dazu ausgebildet sein, um die Schritte des Verfahrens in entsprechenden Einheiten auszuführen und, oder anzusteuern.
Der hier vorgestellte Ansatz schafft somit ferner eine Vorrichtung, die ausgebildet ist, um die
Schritte einer Variante eines hier vorgestellten Verfahrens in entsprechenden Einrichtungen durchzuführen, anzusteuern bzw. umzusetzen. Auch durch diese Ausführungsvariante der
Erfindung in Form einer Vorrichtung kann die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe schnell und effizient gelöst werden.
Die Vorrichtung kann ausgebildet sein, um Eingangssignale einzulesen und unter
Verwendung der Eingangssignale Ausgangssignale zu bestimmen und bereitzustellen. Ein
Eingangssignal kann beispielsweise ein über eine Eingangsschnittstelle der Vorrichtung einlesbares Sensorsignal darstellen. Ein Ausgangssignal kann ein Steuersignal oder ein ı5 Datensignal darstellen, das an einer Ausgangsschnittstelle der Vorrichtung bereitgestellt werden kann. Die Vorrichtung kann ausgebildet sein, um die Ausgangssignale unter
Verwendung einer in Hardware oder Software umgesetzten Verarbeitungsvorschrift zu bestimmen. Beispielsweise kann die Vorrichtung dazu eine Logikschaltung, einen integrierten
Schaltkreis oder ein Softwaremodul umfassen und beispielsweise als ein diskretes
Bauelement realisiert sein oder von einem diskreten Bauelement umfasst sein.
Das Haushaltsgerät kann eine genannte Vorrichtung umfassen, um eine Spracheingabe zu erkennen. Vorteilhafterweise kann die Vorrichtung in dem Haushaltsgerät integriert sein.
Alternativ können zumindest einige Einrichtungen der Vorrichtung in einem separat zu dem
Haushaltsgerät angeordneten/anzuordnenden Gerät untergebracht sein.
Ein Computer-Programmprodukt kann einen Programmcode zur Durchführung des
Verfahrens umfassen, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Vorrichtung ausgeführt wird.
Von Vorteil ist auch ein Computer-Programmprodukt oder Computerprogramm mit
Programmcode, der auf einem maschinenlesbaren Träger oder Speichermedium wie einem
Halbleiterspeicher, einem Festplattenspeicher oder einem optischen Speicher gespeichert sein kann. Wird das Programmprodukt oder Programm auf einem Computer oder einer
Vorrichtung ausgeführt, so kann das Programmprodukt oder Programm zur Durchführung,
Umsetzung und/oder Ansteuerung der Schritte des Verfahrens nach einer der hier beschriebenen Ausführungsformen verwendet werden.
Auch wenn der beschriebene Ansatz anhand eines Haushaltgeräts beschrieben wird, kann der hier beschriebene Ansatz entsprechend im Zusammenhang mit einem gewerblichen oder professionellen Gerät, eingesetzt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Figur 1 eine schematische Darstellung eines Szenarios für eine Ausführungsbeispiels zum Erkennen einer Spracheingabe;
Figur 2 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Haushaltsgeräts mit einer Vorrichtung zum Erkennen einer Spracheingabe; und
Figur 3 ein Ausführungsbeispiel eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens zum
Erkennen einer Spracheingabe.
Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer Küche mit einem Nutzer 100. Dargestellt ist ı5 ein Szenario eines Ausführungsbeispiels, bei dem der Nutzer 100 eine Nutzungsabsicht zum
Benutzen eines sich in der Küche befindlichen Haushaltsgeräts 105 hat, hier beispielsweise eines Backofens. Dabei gibt der Nutzer 100 eine Spracheingabe 107: „Tür öffnen!“, von sich, während sich der der Nutzer 100 in einem begrenzten Bereich 110 vor dem Haushaltsgerät 105 steht.
Das Haushaltsgerät 105 ist ausgebildet, um eine Entfernung des Nutzers 100 in Bezug auf das Haushaltsgerät 105 zu erfassen. In Figur 1 wird beispielsweise erfasst, dass sich der
Nutzer 100 innerhalb des Bereichs 100 befindet, der beispielhaft ein direktes Vorfeld des
Haushaltsgeräts 105 abdeckt. Dies deutet darauf hin, dass der Nutzer 100 eine
Nutzungsabsicht zum Nutzen des Haushaltsgeräts 105 hat. Das Haushaltsgerät 105 ist ausgebildet, um die Nutzungsabsicht des Nutzers 100 anhand des hier geringen Abstands zwischen dem Haushaltsgerät 105 und dem Nutzers 100 festzustellen. Nachdem das
Haushaltsgerät 105 die Nutzungsabsicht festgestellt hat, ist das Haushaltsgerät 105 ausgebildet, um ein Bereitschaftssignal auszugeben, das dem Nutzer 100 signalisiert, dass das Haushaltsgerät 105 nun in der Lage ist, aktiv auf einen Sprachbefehl, hier die
Spracheingabe 107: „Tür öffnen!“, zu reagieren, und in diesem Fall die Tür des
Haushaltsgeräts 105 zu öffnen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Haushaltsgerät 105 eine Vorrichtung zum
Erkennen der Spracheingabe 107 auf. Die Vorrichtung umfasst gemäß einem
Ausführungsbeispiel eine Sensorik, welche dazu ausgebildet ist mit Hilfe zumindest einer bekannten Sensorik wie UWB (Ultra-Wideband), Radar, LIDAR oder TOF-Sensoren die
Entfernung des Nutzers 100 in Bezug auf den Backofen zu erfassen. Die Entfernung des
Nutzers 100 wird gemäß einem Ausführungsbeispiel in Zentimetern oder einigen Metern gemessen, wobei die Sensorik den gekennzeichneten Bereich 110 beispielsweise in einem
Radius von maximal 1 Metern erfasst. Gemäß einem alternativen Ausführungsbeispiel kann der Radius maximal 2 Meter groß sein. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist der Bereich auf 5 einen vorbestimmten Öffnungswinkel eingeschränkt, sodass sichergestellt ist, dass sich der
Nutzer 100 direkt im Vorfeld des Haushaltsgeräts 105 befindet.
Durch den bekannten Abstand des Nutzers 100, hier zu dem Backofen, kann die Vorrichtung nun feststellen ob der Nutzer 100 eine Absicht hat den Backofen zu benutzen. Gemäß dieses
Ausführungsbeispiels hat der Nutzer 100 eine Absicht den Backofen zu verwenden, da dieser sehr nah und in dem gekennzeichneten Bereich 110 vor dem Backofen steht.
Ansprechend auf das Feststellen der Nutzerabsicht kann die Vorrichtung ein
Bereitschaftssignal ausgeben, welches dem Nutzer 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel entweder akustisch und visuell, oder nur akustisch oder nur visuell signalisiert, dass der
Backofen jetzt in der Lage ist, aktiv auf die Spracheingabe 107 zu reagieren.
Dies ermöglicht es, dass die Sprachbefehle zum Steuern des Haushaltsgeräts 105 nicht sehr genau adressiert werden müssen. Beispielsweise ist es nicht erforderlich, dass der Nutzer 100 komplexe Befehle wie: „Alexa sage Miele öffne die Backofen Tür“, gibt. Diese
Eingabemodalität ist für Menschen sehr unnatürlich. Besser ist es, für die Eingabemodalität
Sprache, einen Befehl zu verwenden, der mehr der natürlichen Kommunikation unter
Menschen entspricht, wie die Spracheingabe 107: „Tür öffnen“. Somit ist eine komfortable
Verkürzung von Sprachbefehlen zur Funktionsauslôsung an Haushaltsgeräten, wie dem
Haushaltsgerät 105, möglich.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist es möglich das Kommando, hier die Spracheingabe 107 eindeutig einem spezifischen Gerät, hier dem Haushaltsgerät 105 zuzuordnen, da die
Sensorik erkennt, wo sich der Nutzer 100 befindet. Vorteilhafterweise kann das Kommando auch in dem gezeigten Szenario, bei dem optional mehrere Geräte in einem Raum über eine
Sprach-Eingabemodalität verfügen, eindeutig dem Haushaltsgerät 105 zugeordnet werden.
Beispielsweise kann der hier beschriebene Ansatz in entsprechender Weise für einen Herd 120, oder eine Mikrowelle 125 eingesetzt werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist das Haushaltsgerät 105 ausgebildet, um eine
Aktivierung einer Sprachsteuerung durch das Bereitschaftssignal als ein sogenanntes User
Feedback anzuzeigen, zum Beispiel durch eine Mikrofon-Symbol-Hinterleuchtung auf einer
Bedienblende des Haushaltsgerät 105.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel weist das Haushaltsgerät 105 eine Tür-Öffnungsfunktion über Sprachsteuerung auf, die eine sprachgesteuerte Backofen-Türöffnung ermöglicht.
Zur Erkennung der Entfernung des Nutzers 100 kann auf Systeme zur Präsenzerkennung (Human Presence Detection) in unterschiedlichen technologischen Ausprägungen (IR-
Reflexlichtschranken, PIR, RADAR, LiDAR, TOF-Sensoren und -Kamera, sowie UWB-
Kommunikation) und Komplexitatsstufen zurückgegriffen werden.
Das Bereitschaftssignal kann als Feedback für den Nutzer 100 einer Mensch-Maschine-
Schnittstelle in verschiedenen Auspragungsstufen, beispielsweise einer Symbolbeleuchtung, einer statischen oder animierten Darstellung auf einem Matrix-Display, einem akustischen
Feedback, wie zum Beispiel Töne, Klänge oder Sprachausgabe gegeben werden.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird mittels einer geeigneten Sensorik oder Kombination daraus (RADAR, LiDAR, TOF-Sensoren und -Kamera, sowie UWB-Wearables) die Nähe des
Nutzers 100, beispielsweise innerhalb einer Interaktionszone, beispielsweise in Figur 2 gezeigt, zu dem Haushaltsgerät 105 festgestellt. Nun kann mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Interaktionsintention, auch als Benutzungsabsicht bezeichnet, des Nutzers 100 geschlossen werden. Um dem Nutzer 100 entsprechend anzuzeigen, dass das
Haushaltsgerät 105 in seiner Nähe (Interaktionszone) nun aktiv auf seine Spracheingabe 107 reagiert, bietet es sich an, über einen entsprechenden Feedback-Kanal, beispielsweise visuell über Symbolbeleuchtung, statische oder animierte Darstellungen auf Matrix-Displays, oder akustisches Feedback, wie z.B. Töne, Klänge oder Sprachausgabe, diesen Zustand mitzuteilen.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird eine Präsenzerkennung (Human Presence
Detection, kurz HPD) als Mittel zur Verkürzung von Sprachkommandos eingesetzt.
Figur 2 zeigt eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines
Haushaltsgerats 105 mit einer Vorrichtung 200 zum Durchführen eines Verfahrens zum
Erkennen einer Spracheingabe 107. Beispielsweise kann es sich bei dem Haushaltsgerät 105 um das in Figur 1 beschriebene Haushaltsgerät handeln. Die Vorrichtung 200 kann vollständig oder teilweise in dem Haushaltsgerät 105 integriert sein. Alternativ kann die
Vorrichtung 200 auch vollständig außerhalb und beabstandet zu dem Haushaltsgerät 105 angeordnet sein.
Die Vorrichtung 200 umfasst eine Erfassungseinrichtung 210, eine Feststelleinrichtung 215 und eine Ausgabeeinrichtung 220. Optional umfasst die Vorrichtung 200 eine
Aufnahmeeinrichtung 225 und zusätzlich oder alternativ eine Ausführungseinrichtung 230.
Die Erfassungseinrichtung 210 ist ausgebildet, um die Entfernung des Nutzers 100 in Bezug auf das Haushaltsgerät 105 zu erfassen, und beispielsweise einen die Entfernung anzeigenden Wert in Form eines Entfernungssignals 240 an die Feststelleinrichtung 215 bereitzustellen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst die Erfassungseinrichtung 210 eine Sensorik, welche dazu ausgebildet ist, um in dem gekennzeichneten Bereich 110 die
Entfernung des Nutzers 100 zu erfassen. Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann die
Sensorik als eine bereits bekannte Sensorik, wie beispielsweise IR-Reflexlichtschranken,
PIR, RADAR, LiDAR, TOF-Sensoren und -Kamera, sowie UWB-Kommunikation, ausgeformt sein. Beispielsweise ist der Bereich 110 in eine Annäherungszone und eine Interaktionszone unterteilt, wobei sich die Interaktionszone zwischen dem Haushaltsgerät 105 und der
Annäherungszone erstreckt. Gemäß einem Ausführungsbeispiel ist die Erfassungseinrichtung 210 ausgebildet, um eine Annäherung des Nutzers 100 an das Haushaltsgerät 105 dadurch zu erkennen, dass der Nutzer 100 in die Annäherungszone eindringt. Solange sich der Nutzer 100 in der Annäherungszone befindet, wird das Entfernungssignal 240 jedoch noch nicht ı5 bereitgestellt, da noch nicht sicher ist, ob der Nutzer 100 tatsächlich das Haushaltsgerät 105 benutzen möchte. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird das Entfernungssignal 240 erst dann bereitgestellt, wenn die die Erfassungseinrichtung 210 eine Anwesenheit des Nutzers 100 innerhalb der Interaktionszone erfasst. Beispielsweise erstreckt sich die Interaktionszone ausgehend von einer Vorderfront des Haushaltsgeräts 105 bis ca. eine Armlänge von der
Vorderfront weg und die Annäherungszone erstreckt sich anschließend an die
Interaktionszone bis zu einer maximalen Sensorreichweite eines von der
Erfassungseinrichtung 210 zum Erfassen des Nutzers 100 verwendeten Sensors. Je nach
Ausführungsbeispiel kann das Entfernungssignal 240 somit eine tatsächliche
Entfernungsangabe, beispielsweise in Zentimetern, Dezimetern oder Metern umfassen oder einen Hinweis, dass sich der Nutzer 100 innerhalb der Interaktionszone befindet. Optional kann die Grenze zwischen der Interaktionszone und der Annäherungszone unter
Verwendung eines Schwellenwerts eingestellt werden.
Die Feststellungseinrichtung 215 ist ausgebildet, um die Nutzungsabsicht des Nutzers 100 unter Verwendung des Entfernungssignals 240 festzustellen, und gemäß einem
Ausfuhrungsbeispiel in Form eines Feststellungssignals 245 an die Ausgabeeinrichtung 220 bereitzustellen. Dabei wird die Nutzungsabsicht des Nutzers 100 beispielsweise nur festgestellt, wenn ein Ergebnis der Erfassungseinrichtung 210 repräsentiert, dass der
Abstand zwischen dem Nutzer 100 und dem Haushaltsgerät 105 kleiner als der
Schwellenwert ist, sich der Nutzer 100 also beispielsweise innerhalb der Interaktionszone befindet.
Die Ausgabeeinrichtung 220 ist ausgebildet, um ein Bereitschaftssignal 250 ansprechend auf das Feststellungssignal 245 auszugeben, das dem Nutzer 100 signalisiert, dass das
Haushaltsgerät 105 in der Lage ist, aktiv auf die Spracheingabe 107 zu reagieren. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst die Ausgabeeinrichtung 220 eine Lichtquelle zum
Ausgeben des Bereitschaftssignals 250 in visueller Form oder einen Lautsprecher zum
Ausgeben des Bereitschaftssignals 250 als Ton. Die Ausgabeeinrichtung 220 ist außerdem dazu ausgebildet, ein Ausgabesignal 255 ansprechend auf das Feststellungssignal 245 an die Aufnahmeeinrichtung 225 auszugeben.
Die Aufnahmeeinrichtung 225 ist ausgebildet, um die Spracheingabe 107 des Nutzers 100, ansprechend auf das Ausgabesignal 255, aufzunehmen. Alternativ kann die
Aufnahmeeinrichtung 225 auch ansprechend auf das Feststellungssignal 245 bereits eine
Spracherkennung starten. Gemäß einem Ausführungsbeispiel umfasst die
Aufnahmeeinrichtung 225 ein Mikrofon.
Ansprechend auf die Spracheingabe 107 wird gemäß einem Ausführungsbeispiel ein
Anfordersignal 260 von der Aufnahmeeinrichtung 225 an die Ausführungseinrichtung 230 gesendet. Ansprechend auf das Anfordersignal 260 leistet die Ausführungseinrichtung 230 dem Befehl der Spracheingabe 107, hier: „Tür öffnen!“, Folge. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel umfasst die Ausführungseinrichtung 230 einen Motor oder einen Aktor, welcher beispielsweise die Tür des Haushaltsgeräts 105 öffnet.
Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens 300 zum
Erkennen einer Spracheingabe. Das Verfahren kann beispielsweise unter Verwendung einer
Vorrichtung umgesetzt werden, wie sie anhand von Figur 2 beschrieben ist.
In einem Schritt 301 des Erfassens wird die Entfernung des Nutzers in Bezug auf das
Haushaltsgerät erfasst, wobei dazu beispielsweise eine Sensorik verwendet wird.
In einem Schritt 303 des Feststellens wird ansprechend auf die erfasste Entfernung eine
Nutzungsabsicht des Nutzers festgestellt. In dem Schritt 303 des Feststellens wird dafür die
Entfernung des Nutzers beispielsweise mit einem Schwellenwert verglichen. Wenn die
Entfernung kleiner als der Schwellenwert ist, kann die Nutzungsabsicht festgestellt werden.
Andernfalls wird beispielsweise keine Nutzungsabsicht angenommen.
In einem Schritt 305 des Ausgebens wird anschließend zu dem Feststellen der Nutzerabsicht ein Signal ausgegeben, welches dem Nutzer signalisiert, dass das Haushaltsgerät in der
Lage ist, aktiv auf die Spracheingabe zu reagieren. Das Signal wird beispielsweise als Licht oder als ein Ton ausgegeben.
Das Verfahren 300 umfasst optional einen Schritt 307 des Aufnehmens. In dem Schritt 307 des Aufnehmens wird die Spracheingabe des Nutzers aufgenommen. Durch die
Spracheingabe kann der Nutzer eine Funktion des Haushaltsgeräts anfordern. Beispielsweise wird der Schritt 307 ansprechend auf das Feststellen der Nutzungsabsicht ausgeführt, beispielsweise nach dem Schritt 305 des Ausgebens des Signals. Wenn eine Spracheingabe erst nach dem Feststellen der Nutzungsabsicht aufgenommen werden kann, kann sichergestellt werden, dass auch das richtige Haushaltsgerät durch die Spracheingabe angesteuert wird. Gemäß einem Ausführungsbeispiel wird der Schritt des Aufnehmens 307 unter Verwendung eines Mikrofons ausgeführt.
Das Verfahren 300 kann optional einen Schritt 309 des Ausführens umfassen. In dem Schritt des Ausführens 309 wird die Funktion ansprechendend auf die Spracheingabe, welche im
Schritt 307 des Aufnehmens aufgenommen wird, ausgeführt. Gemäß einem
Ausführungsbeispiel wird eine Tür des Haushaltsgeräts auf den Befehl „Tür öffnen!“ geöffnet.

Claims (10)

Patentansprüche
1. Verfahren (300) zum Erkennen einer Spracheingabe (107) eines Nutzers (100) für ein Haushaltsgerät (105), wobei das Verfahren (300) folgende Schritte umfasst: Erfassen (301) einer Entfernung des Nutzers (100) in Bezug auf das Haushaltsgerät (105); Feststellen (303) einer Nutzungsabsicht des Nutzers (100) unter Verwendung der Entfernung; und Ausgeben (305) eines Bereitschaftssignals (250), dass dem Nutzer (100) signalisiert, dass das Haushaltsgerät (105) in der Lage ist aktiv auf die Spracheingabe (107) zu reagieren, wenn im Schritt des Feststellens (303) die Nutzungsabsicht festgestellt wurde.
2. Verfahren (300) gemäß Anspruch 1, wobei in dem Schritt (301) des Erfassens die Entfernung unter Verwendung mindestens einer Sensorik erfasst wird.
3. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei im Schritt (303) des Feststellens die Nutzungsabsicht festgestellt wird, wenn die Entfernung kleiner als ein Schwellenwert ist.
4. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei in dem Schritt (305) des Ausgebens das Bereitschaftssignal (250) visuell und/oder akustisch ausgegeben wird.
5. Verfahren (300) gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche, mit einem Schritt (307) des Aufnehmens der Spracheingabe (107) zum Anfordern einer Funktion des Haushaltsgeräts (105), ansprechend auf das Feststellen der Nutzungsabsicht.
6. Verfahren (300) gemäß Anspruch 5, wobei in dem Schritt (307) des Aufnehmens die Spracheingabe (107) unter Verwendung eines Mikrofons aufgenommen wird.
7. Verfahren (300) gemäß Anspruch 5 oder 6, mit einem Schritt (309) des Ausführens der Funktion ansprechendend auf die Spracheingabe (107).
8. Vorrichtung (200) zum Erkennen einer Spracheingabe (107) eines Nutzers (100), wobei die Vorrichtung (200) ausgebildet ist, um die Schritte des Verfahrens (300) gemäß den Ansprüchen 1 bis 7 in entsprechenden Einheiten auszuführen und/oder anzusteuern.
9. Haushaltsgerät (105) mit einer Vorrichtung (200) gemäß Anspruch 8.
10. Computer-Programmprodukt mit Programmcode zur Durchführung des Verfahrens (300) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wenn das Computer-Programmprodukt auf einer Vorrichtung (200) gemäß Anspruch 8 ausgeführt wird.
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