LU102168B1 - Chirurgisches Instrument - Google Patents

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LU102168B1
LU102168B1 LU102168A LU102168A LU102168B1 LU 102168 B1 LU102168 B1 LU 102168B1 LU 102168 A LU102168 A LU 102168A LU 102168 A LU102168 A LU 102168A LU 102168 B1 LU102168 B1 LU 102168B1
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surgical instrument
surface area
sliding
pair
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Kai Wissner
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G Hipp & Sohn Gmbh
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument (1) zur Durchführung eines chirurgischen Eingriffs mit mindestens zwei relativ zueinander beweglich angeordneten Einzelkomponenten (2). Die Einzelkomponenten (2) weist jeweils zumindest einen Gleitflächenbereich (15,16) auf. Ein Gleitflächenbereich (15,16) bildet mit zumindest einem Gleitflächenbereich (15,16) einer weiteren Einzelkomponente (2) ein Gleitflächenpaar (14) aus. Die Gleitflächenbereiche (15, 16) liegen bei bestimmungsgemäßer Verwendung des chirurgischen Instruments (1) mindestens in Gleitflächenbereichabschnitten (23) der Gleitflächenbereiche (15, 16) aneinander an und gleiten übereinander hinweg. Die Einzelkomponenten (2) sind zumindest in Abschnitten, die den Gleitflächenbereichen (15,16) zugeordnet sind, aus einem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff gefertigt. Ausschließlich einer der Gleitflächenbereiche (15,16) jedes Gleitflächenpaares (14) weist eine HartstoffOberflächenschicht (17) auf, die Stoffschlüssig mit der Einzelkomponente (2) in dem jeweiligen Gleitflächenbereich (15,16) verbunden ist. Die Gleitoberflächen (24) der Gleitflächenbereichabschnitte (23) jedes Gleitflächenpaares (14) weisen einen Abstand von weniger als 0,05 mm und 0,025 mm zueinander auf.

Description

-1- HUS 1799 P LU LU102168 G.
Hipp & Sohn GmbH Chirurgisches Instrument
Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument zur Durchführung eines chirurgischen Eingriffs mit mindestens zwei relativ zueinander beweglich angeordneten |
Einzelkomponenten, wobei die Einzelkomponenten jeweils zumindest einen Gleitflächenbereich aufweisen, wobei ein Gleitflächenbereich mit zumindest einem Gleitflächenbereich einer weiteren Einzelkomponente ein Gleitflächenpaar ausbildet, wobei die Gleitflächenbereiche bei bestimmungsgemäßer Verwendung des chirurgischen Instruments mindestens in Gleitflächenbereichabschnitten der Gleitflächenbereiche aneinander anliegen und übereinander
| hinweg gleiten, wobei die Einzelkomponenten zumindest in
Abschnitten, die den Gleitflächenbereichen zugeordnet sind,
aus einem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff gefertigt sind, wobei ausschließlich einer der Gleitfiächenbereiche jedes Gleitflächenpaares eine Hartstoffoberflächenschicht aufweist, die stoffschlüssig mit der Einzelkomponente in dem jeweiligen Gleitflächenbereich verbunden ist.
Chirurgische Instrumente kommen bei instrumentellen chirurgischen Eingriffen am oder im Kôrper eines Patienten zum Einsatz.
Bei derartigen Operationen werden chirurgische
Instrumente wie beispielsweise Zangen, Klemmen oder Wundspreizer verwendet.
Die Einzelkomponenten der chirurgischen Instrumente kônnen Schlüsse, Gelenke,
<<
- 2 - HUS 1799 P LU LU102168 Schraubverbindungen, Wellen, Stifte, Federn, Ratschen oder Buchsen sein.
Chirurgische Instrumente bestehen aus mehreren Einzelkomponenten, wobei durch die Einzelkomponenten unterschiedliche Funktionen während des chirurgischen Eingriffs erfüllt werden.
Bei den chirurgischen Instrumenten ist es wesentlich, dass jede der Einzelkomponenten zu mindestens einer weiteren Einzelkomponente beweglich angeordnet ist.
Somit entsteht zwischen zwei unmittelbar und bewegbar miteinander verbundenen Einzelteilen zumindest ein Gleitflächenpaar.
Bei der Verwendung der chirurgischen Instrumente gleiten die Einzelteile in Gleitflächenbereichen aneinander vorbei, wobei die Einzelteile dabei zumindest abschnittsweise in Gleitflächenbereichabschnitten aneinander anliegen.
Bei chirurgischen Instrumenten aus metallischen oder metallhaltigen Werkstoffen führt Reibung in den Gleitflächenbereichen zu Verschleiß in diesen Bereichen.
Hierdurch ist die Standzeit der chirurgischen Instrumente, | 20 also der Zeitraum, über den hinweg die chirurgischen Instrumente genutzt werden können, reduziert.
Aus dem Stand der Technik ist es bekannt, dass bei chirurgischen Instrumenten der eingangs beschriebenen Art auf mindestens einem der Gleitflächenbereiche eine Hartstoffoberflächenschicht aufgebracht werden kann, um die Standzeit der chirurgischen Instrumente im Vergleich zu unbeschichteten chirurgischen Instrumenten zu vergrößern.
Dabei wird auf mindestens einem der Gleitflächenbereiche des Gleitflächenpaares eine Hartstoffoberflächenschicht aufgebracht, sodass der Einsatz eines Schmiermittels reduziert werden kann. <
- 3 - HUS 1799 P LU LU102168 Derartige Hartstoffoberflächenschichten werden mittels bekannten Beschichtungsverfahren wie der physikalischen Gasphasenabscheidung (physical vapour deposition - PVD) oder der chemischen Beschichtungsverfahren, insbesondere mittels plasmaunterstützter Gasphasenabscheidung (plasma-assisted chemical vapour deposition - PACVD) auf den Oberflächen der chirurgischen Instrumente aufgebracht. Derartige Hartstoffoberflächenschichten weisen eine sehr hohe Härte und eine sehr hohe Abriebfestigkeit auf, sodass ein abrasiver Verschleiß reduziert werden kann. Dabei weisen Oberflächenschichten insbesondere aus einem nichtmetallischen Werkstoff, wie Keramik eine hohe Schlagempfindlichkeit | gegenüber äußeren mechanischen Einflüssen, wie beispielsweise Stoke auf. Bei einer stoßartigen Berührung der | Hartstoffoberflächenschicht kann diese beschädigt werden oder sich ablösen. Derartige stoßartige Berührungen können beispielsweise bei einem Herausnehmen der chirurgischen Instrumente aus Aufbewahrungsbehältnissen und Anstoßen an diesen erfolgen. Auch sind stoßartige Belastungen aufgrund eines Fallenlassens und Auftreffen der chirurgischen Instrumente auf dem Boden denkbar. Als Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird es daher angesehen, ein chirurgisches Instrument der eingangs beschriebenen Art zur Verfügung zu stellen, bei der die mit einer Hartstoffoberflächenschicht versehenen Gleitflächenbereiche robust gegenüber einer Beschädigung durch Stöße sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte jedes | < a
- 4 - HUS 1799 P LU LU102168 Gleitflächenpaares einen Abstand von weniger als 0,05 mm zueinander aufweisen.
Durch einen derart geringen Abstand der Gleitoberflächen zueinander kann ein auf eine Einzelkomponente ausgeübter Stoßimpuls über das Gleitflächenpaar auf die weitere Einzelkomponente übertragen werden, ohne dass die auf einem Gleitflächenbereichabschnitt aufgebrachte Hartstoffoberflächenschicht eine stoßartige Belastung erfährt.
Vielmehr wird der Stoßimpuls direkt an die Gleitoberfläche des Gleitflächenbereichabschnitts der weiteren Einzelkomponente weitergegeben.
Bei Abständen von größer 0,05 mm zwischen den Gleitoberflächen des Gleitflächenpaares würde ein auf eine Einzelkomponente wirkender Stoßimpuls stoßartig auf die Hartstoffoberflächenschicht übertragen werden, wodurch ein Abplatzen oder eine Beschädigung der Hartstoffoberflächenschicht die Funktion des chirurgischen Instruments deutlich einschränkt und bis zu einem Ausfall des chirurgischen Instruments führt.
Vorteilhafterweise ist der Abstand der Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte größer oder gleich 0,025 mm.
Bei einem Abstand zwischen den Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte von kleiner als 0,025 mm würde das Gleitverhalten der zwei Gleitflächenbereichabschnitte deutlich beeinflusst und eine deutliche Vergrößerung der Gleitkräfte bei dem Betrieb des chirurgischen Instruments zur Folge haben.
Vielmehr kann dadurch ein durch Reibung verursachter abrasiver Verschleiß die Standzeit des chirurgischen Instruments deutlich verkürzen.
Bei Vorliegen einer hohen Oberflächengüte der Gleitflächenbereichabschnitte in Verbindung einem hohen Anpressdruck zwischen den beiden Gleitflächenbereichabschnitten kann im Betrieb des <<
- 5 - HUS 1799 P LU LU102168 chirurgischen Instruments außerdem zu einem KaltverschweiBen der beiden Gleitflächenbereiche erfolgen, wodurch das chirurgische Instrument irreversibel beschädigt wird und unmittelbar ausfällt.
Um ein besonders robust gegenüber Stoßimpulsen ausgeführtes chirurgisches Instrument herzustellen, ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen chirurgischen Instruments vorgesehen, dass die Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte jedes Gleitflächenpaares eine Geradheit und eine Ebenheit im Bereich von 0,6 mm und 0,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,2 mm aufweisen. Zur Festlegung der Geradheit wird die Toleranzzone in der Messebene durch zwei parallele, gerade Linien im definierten Abstand begrenzt. Bei der Ebenheit muss die tolerierte Fläche zwischen zwei parallelen Ebenen im definierten Abstand liegen. Somit kann während des Betriebs des chirurgischen Instruments ein Abstand zwischen den Gleitoberflächen der auf einem ebenen Abschnitt der Komponentenoberfläche der Einzelkomponenten angeordneten Gleitflächenbereichabschnitte besonders gut eingehalten werden.
In einer vorteilhaften Umsetzung des Erfindungsgedankens ist vorgesehen, dass die Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte jedes Gleitflächenpaares eine Parallelität im Bereich von 0,6 mm und 0,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,2 mm aufweisen. Die tolerierte Fläche muss zwischen zwei Ebenen im definierten Abstand, welche parallel zur Bezugsfläche sind, liegen. Somit kann ein <
- 6 - HUS 1799 P LU LU102168 Abstand zwischen den Gleitoberflächen besonders gut eingehalten werden und ein besonders robust gegeniiber Stobimpulse ausgeführtes chirurgisches Instrument hergestellt werden.
Des Weiteren ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäfBen chirurgischen Instruments vorgesehen, dass die Gleitoberflächen der Gleitflächenbereichabschnitte jedes Gleitflächenpaares Lauftoleranzen im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,3 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,3 mm und 0,2 mm aufweisen. Lauftoleranzen wie eine Rundlauftoleranz und eine Planlauftoleranz werden insbesondere bei rotationssymmetrischen Kôrpern angewendet, welche um die Bezugsachse, beispielsweise um eine Längsachse rotiert werden. Bei einer vollständigen Rotation des Kôrpers um die Bezugsachse, darf die Abweichung vom Rundlauf beziehungsweise vom Planlauf an jedem beliebigen Messpunkt auf der tolerierten Fläche maximal den definierten Abstand betragen.
Derartige Lauftoleranzen für den robusten Betrieb eines chirurgischen Instruments mit rotationssymmetrischen Hauptkomponenten, auf denen die Hartstoffoberflächenschicht innerhalb des Gleitflächenbereichs aufgetragen ist, einzuhalten.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäBen chirurgischen Instruments ist vorgesehen, dass ausschließlich ein Gleitflächenbereichabschnitt einer Einzelkomponente des Gleitflächenpaares die Hartstoffoberflächenschicht aufweist.
Dabei kann der Gleitflächenbereich so ausgestaltet sein, dass der Gleitflächenbereichabschnitt hervorstehend ausgestaltet ist, sodass dieser mit dem Gleitflächenbereich der weiteren <
- 7 - HUS 1799 P LU LU102168 Einzelkomponente in Anlage bringbar ist. Somit ist eine Aufbringung der Hartstoffoberflächenschicht nur in dem Gleitflächenbereichabschnitt notwendig, wodurch die Anzahl der stoBempfindlichen Hartstoffoberflächenschichten besonders gut reduziert werden kann und ein robustes chirurgisches Instrument herstellbar ist. Bei einer vorteilhaften Umsetzung des erfindungsgemäßen chirurgischen Instrumentes ist vorgesehen, dass die Einzelkomponenten mindestens zwei Hauptkomponenten umfassen, wobei die Hauptkomponenten unmittelbar zur Durchführung des chirurgischen Eingriffs genutzt werden und an dem Eingriff beteiligt sind, wobei die übrigen Einzelkomponenten Nebenkomponenten sind, wobei die Nebenkomponenten zur Erfüllung einer Nebenfunktion genutzt werden. Haupt komponenten des chirurgischen Instruments werden unmittelbar zur Durchführung des chirurgischen Eingriffs genutzt. Bei einer chirurgischen Zange sind die Hauptkomponenten beispielsweise die Griffe, die Backen und das Gelenk. Diese Hauptkomponenten sind unmittelbar an dem chirurgischen Eingriff beteiligt. Nebenkomponenten werden zur Erfüllung einer Nebenfunktion eingesetzt. Eine Nebenkomponente einer Zange kann beispielsweise eine an den Griffen der Zange angelenkte Zugfeder oder eine Druckfeder sein, um die Griffe mittels der Federkraft zusammenzuziehen oder auseinanderzudrücken, um in einer Grundstellung der Zange geöffnete oder geschlossene Backen beizubehalten. Die Nebenkomponenten können ebenfalls Gleitflächenbereiche aufweisen und mit einem Gleitflächenbereich einer weiteren Nebenkomponente oder mit einem Gleitflächenbereich einer Hauptkomponente ein Gleitflächenpaar ausbilden.
<<
- 8 - HUS 1799 P LU LU102168 Um die Anzahl an Hartstoffoberflächenschichten reduzieren zu können und damit die Robustheit des chirurgischen Instrumentes gegenüber Stößen besonders vorteilhaft zu steigern, ist es bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass ausschließlich einer der Gleitflächenbereiche jedes zwischen Hauptkomponenten ausgebildeten Gleitflächenpaares eine Hartstoffoberflächenschicht aufweist, die stoffschlüssig mit der Einzelkomponente in dem jeweiligen Gleitflächenbereich verbunden ist. Vorteilhafterweise ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zumindest die einen Gleitflächenbereich aufweisenden Einzelkomponenten vollständig aus dem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff hergestellt sind. Beispielsweise sind die beweglichen Bestandteile einer chirurgischen Klemme aus Titan gefertigt, wobei die Klemme Griffteile aus Kunststoff aufweisen kann, die über Griffabschnitte von Klemmelementen der Klemme aufgesetzt sein können. Es ist aber auch möglich und erfindungsgemäß vorgesehen, dass alle Einzelkomponenten vollständig aus dem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff hergestellt sind. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest eine der Einzelkomponenten eine Hartstoffoberflächenschicht aufweist, die eine Komponentenoberfläche der Einzelkomponente vollständig bedeckt, wobei zumindest eine der anderen Einzelkomponente keine Hartstoffoberflächenschicht aufweist. Dadurch, dass die an den Nebenkomponenten des chirurgischen Instruments angreifenden Kräfte relativ niedrig sind, entsteht in den durch den mindestens einen Gleitflächenbereich der <
DE
- 9 - HUS 1799 P LU LU102168
Nebenkomponenten gebildeten Gleitfldchenpaar eine geringe Reibung.
In einer vorteilhaften erfindungsgemäSen Ausgestaltung des chirurgischen Instruments weist die mindestens eine Nebenkomponente keine
Hartstoffoberflachenschicht auf.
Ein derartiges chirurgisches Instrument ist besonders einfach herstellbar.
Insbesondere entfällt bei der Herstellung dieser Ausführungsform des erfindungsgemidBen chirurgischen Instruments die mechanische Bearbeitung zumindest eines der Gleitflächenbereiche eines
Gleitflachenpaares durch Schleifen, Polieren, oder Ahnlichem.
Um die Hartstoffoberflächenschicht gegenüber einer äußeren Berührung besonders gut zu schützen, ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäben chirurgischen Instruments vorgesehen, dass das chirurgische Instrument ein Gehäuse aufweist, wobei das Gehäuse so ausgebildet ist, dass dieses den die Hartstoffoberflächenschicht aufweisenden Gleitflächenbereich zumindest teilweise umgibt.
Dabei schützt das Gehäuse auch bei einem Herabfallenlassen des chirurgischen Instruments und dem Auftreffen des chirurgischen Instruments auf dem Boden vor einer Beschädigung.
Das Gehäuse ist vorteilhafterweise so ausgestaltet, dass es den Betrieb des chirurgischen Instruments nicht beeinflusst.
Dies kann beispielsweise durch ein klein ausgestaltetes und eng an dem zu schützenden Cleitflächenbereich anliegendes Gehäuse erreicht werden.
Um das Gehäuse besonders klein und eng an dem zu schützenden Gleitflächenbereich anliegend auszugestalten, ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäGben chirurgischen Instruments vorgesehen, dass das Gehäuse durch eine der Einzelkomponenten gebildet ist.
Dabei kann das
<<
- 10 - HUS 1799 P LU LU102168 Gehäuse auch eine Hauptfunktion oder eine weitere Nebenfunktion des chirurgischen Instruments erfüllen, sodass das Gehduse durch eine Hauptkomponente oder durch eine Nebenkomponente des chirurgischen Instruments gebildet werden kann.
So kann beispielsweise der Gleitflächenbereich einer Schraubenausnehmung einer Hauptkomponente gleitend mit dem Gleitflächenbereich eines Schaftabschnitts einer Schraube in Anlage gebracht sein.
Das Gehäuse wird somit durch die die Schraubenausnehmung aufweisende Hauptkomponente gebildet.
Der Gleitflächenbereich ist somit nicht von außen berührbar und besonders gut gegenüber äußeren Stößen geschützt.
Um einen besonders großen Schutz der Hartstoffoberflächenschicht zu erreichen, ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung des Erfindungsgedankens vorgesehen, dass die Gleitflächenbereiche während des Betriebs des chirurgischen Instruments dauerhaft vollständig aneinander anliegen, sodass die Gleitflächenbereichabschnitte den Gleitflächenbereichen entsprechen.
Eine Berührung der Gleitflächenbereiche ist somit vorteilhafterweise unmöglich.
Dadurch, dass die Gleitflächenbereiche vollständig aneinander anliegen, kann ein auf eine Einzelkomponente wirkender Stoßimpuls besonders vorteilhaft über die gesamte Anlagefläche auf die weitere Einzelkomponente übertragen werden.
Somit wird die Gefahr einer Beschädigung der Hartstoffoberflächenschicht besonders gut verringert.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen chirurgischen Instruments ist vorgesehen, dass der die Hartstoffoberflächenschicht aufweisende Gleitflächenbereichabschnitt jederzeit während des Betriebs des chirurgischen Instruments in Anlage zu dem <
- 11 - HUS 1799 P LU LU102168 Gleitflächenbereich der weiteren Einzelkomponente ist. Somit ist die Hartstoffoberflächenschicht nicht von außen berührbar und somit eine Beschädigung durch ein Anstoben der Hartstoffoberflächenschicht an einem Gegenstand unmöglich.
Damit ist das chirurgische Instrument besonders robust ausgestaltet. Nachfolgend werden einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgedankens näher erläutert, die in den Zeichnungen dargestellt sind. Es zeigen: Fig. 1 eine schematisch dargestellte, perspektivische Ansicht eines als Rongeur ausgebildeten erfindungsgemäßen chirurgischen Instruments, Fig. 2 eine schematisch dargestellte, perspektivische Explosionsansicht des als Rongeur ausgebildeten erfindungsgemäßen chirurgischen Instruments, Fig. 3 eine schematisch dargestellte Schnittansicht der ; Gleitflächenbereiche eines Gleitflächenpaares, Fig. 4 eine weitere schematisch dargestellte Schnittansicht der Gleitflächenbereiche eines Gleitflächenpaares, Fig. 5 eine schematisch dargestellte, perspektivische Ansicht des unteren Maulteils des in Fig. 1 und in Fig.2 dargestellten chirurgischen Instruments und
- 12 - HUS 1799 P LU LU102168 Fig. 6 eine schematisch dargestellte, perspektivische Ansicht einer Gewindekombination.
In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines als Rongeur ausgebildeten erfindungsgemäBen chirurgischen Instruments 1 gezeigt.
Das chirurgische Instrument 1 besteht aus mehreren Einzelkomponenten 2 und weist ein Griffpaar 3 mit einem oberen Griff 4 und einem unteren Griff 5, ein Maulteilpaar 6 aus einem oberen Maulteil 7 und einem unteren Maulteil 8,
eine Verbindungsschraube 9 und eine Blattfeder 10 auf.
Diese genannten Einzelkomponenten 2 stellen die Hauptkomponenten 11 des chirurgischen Instruments 1 dar.
Der obere Griff 4, der untere Griff 5, das obere Maulteil 7 und das untere Maulteil 8 sind unmittelbar und bewegbar mittels jeweils einer der Verbindungsschrauben 9 an vier Verbindungsbereichen 12 des chirurgischen Instruments 1 schwenkbar miteinander verbunden.
In jeweils einem der Verbindungsbereiche 12 werden der obere Griff 4 mit dem unteren Griff 5, der obere Griff 4 mit dem oberen Maulteil 7,
der untere Griff 5 mit dem unteren Maulteil 8 und das obere Maulteil 7 mit dem unteren Maulteil 8 mittels der einer der Verbindungsschrauben 9 schwenkbar miteinander verbunden.
Das dargestellte chirurgische Instrument 1 ist in einem unbetätigten Zustand dargestellt in dem die
Einzelkomponenten 2 in eine Öffnungsposition überführt sind.
Der obere Griff 4 und der untere Griff 5 werden in der dargestellten Öffnungsposition durch die Blattfeder 10 gehalten.
Durch die bei dem dargestellten erfindungsgemäßen, chirurgischen Instrument 1 ausgebildete mechanische Kopplung der Einzelkomponenten 2 werden das obere Maulteil 7 und das untere Maulteil 8 ebenfalls durch die Blattfeder 5 in der
~ eee —————————
- 13 - HUS 1799 P LU LU102168 Of fnungsposition gehalten. Die Blattfeder 10 stellt eine Nebenkomponente 13 des chirurgischen Instruments 1 dar. Bei Betätigung des chirurgischen Instruments 1, durch ein Verlagern des oberen Griffs 4 und des unteren Griffs 5 entgegen einer durch die Blattfeder 10 ausgeübten Federkraft, werden die das obere Maulteil 7 und das untere Maulteil 8 aufeinander zu verlagert, bis beide miteinander in Anlage gebracht sind.
In Fig. 2 ist eine schematisch und vergrößert dargestellte Explosionszeichnung des in Fig. 1 dargestellten chirurgischen Instruments 1 dargestellt. Dabei sind neben dem oberen Maulteil 7 und dem unteren Maulteil 8 das Maulteilpaar 6 verbindende Verbindungsschraube 9 gezeigt. Das obere Maulteil 7 und das untere Maulteil 8 sind in dem Verbindungsbereich 12 mittels der Verbindungsschraube 9 schwenkbar miteinander verbunden.
In dem Verbindungsbereich 12 sind mehrere Gleitflächenpaare 14 (in Fig. 2 nicht bezeichnet) ausgebildet, die jeweils durch den ersten Cleitflächenbereiche 15 und einen in Fig. 5 dargestellten zweiten Gleitflächenbereich 16 gebildet werden. In Bereichen der Einzelkomponenten 2, die den Gleitflächenbereichen 15,16 zugeordnet sind, sind aus einem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff gefertigt. Ausschließlich einer der Cleitflächenbereiche 15,16 jedes Gleitflächenpaares 14 weist eine Hartstoffoberflächenschicht 17 auf, die stoffschlüssig mit der Einzelkomponente 2 in dem jeweiligen Gleitflächenbereich 15,16 verbunden ist.
<
- 14 - HUS 1799 P LU LU102168 Bei der Verlagerung der Einzelkomponenten 2 relativ zueinander gleiten die Gleitflächenbereiche 15,16 der Gleitflächenpaare 14 aneinander.
Erste Gleitflachenbereiche 15 sind auf einem Scharnierelement 11 des unteren Maulteils 8 ausgebildet.
Zweite Gleitflächenbereiche 16 sind auf einander gegenüberliegenden Innenfläche 19 (nur eine Innenseite in Fig. 5 dargestellt und bezeichnet) einer Scharnieraufnahme 20 des oberen Maulteils 7 sowie auf einem Schaftabschnitt 21 der Verbindungsschraube 9 ausgebildet.
Das Scharnierelement 18 ist innerhalb der Scharnieraufnahme 20 angeordnet, wobei die Verbindungsschraube 9 durch eine Schraubenausnehmung 22 des Scharnierelements 18 geführt ist, sodass die ersten Gleitflächenbereiche 15 sowie die zweiten in Fig. 5 dargestellten Gleitflächenbereiche 16 miteinander in Anlage gebracht sind.
Dadurch, dass in Fig. 5 die Verbindungsschraube 9 innerhalb der Schraubenausnehmung 22 des Scharnierelements 18 eingebracht ist, wird das die Gleitflächenbereiche 15,16 schützende Gehäuse 25 durch das untere Maulteil 8 gebildet.
In Fig. 3 ist eine schematisch dargestellte Schnittansicht der Gleitflächenbereiche 15,16 eines Gleitflächenpaares 14 gezeigt.
Dabei weist eine als Hauptkomponente 11 des chirurgischen Instruments 1 einen ersten Gleitflächenbereich 15 auf, der mit dem zweiten Gleitflächenbereich 16 der weiteren Hauptkomponente 11 ein Gleitflächenpaar 14 ausbildet.
Der erste Gleitflächenbereich 15 weist außerdem eine Hartstoffoberflächenschicht 17 auf.
Die Gleitflächenbereiche 15,16 weisen jeweils mindestens einen Gleitflächenbereichabschnitt 23 auf.
Die Hauptkomponenten 11 < Ce —————————
"22 | - 15 - HUS 1799 P LU LU102168 des chirurgischen Instruments 1 sind so zueinander beabstandet, dass zwischen Gleitoberflächen 24 der Gleitflächenbereichabschnitte 23 ein Abstand A im Bereich von 0,05 mm und 0,025 mm eingestellt ist.
In Fig. 4 ist eine weitere schematisch dargestellte Schnittansicht der Gleitflächenbereiche 15,16 eines Gleitflächenpaares 14 gezeigt. Dabei ist das chirurgische Instrument 1 so ausgestaltet, dass die Gleitflächenbereiche 15,16 der Hauptkomponenten 11 jederzeit während des Betriebs des chirurgischen Instruments 1 dauerhaft vollständig aneinander anliegen, sodass die Gleitflächenbereichabschnitte 23 den Gleitflächenbereichen 15,16 entsprechen.
In Fig. 6 ist eine schematisch dargestellte, perspektivische Ansicht einer aus zwei Einzelkomponenten 2 bestehende Gewindekombination 26 dargestellt, wobei beide Einzelkomponenten 2 Hauptkomponenten 11 darstellen. Dabei ist eine Stange 27 mit einem abschnittsweise ausgebildeten Außengewinde 28 innerhalb einer Hülse 29 mit einem abschnittweise ausgebildeten Innengewinde 30 dargestellt. Dabei stellen die Flanken der Gewindegänge des Außengewindes 28 und des Innengewindes 30 Gleitflächenbereiche 15,16 der Gleitflächenpaare 14 dar. Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass die Stange 27 mit dem abschnittsweise ausgeführten Außengewinde 28 vollständig mit einer Hartstoffoberflächenschicht 17 beschichtet ist. Die Hülse 29 mit dem abschnittsweise ausgebildeten Innengewinde 30 kann beispielsweise keine oder eine Weichstoffbeschichtung in den Gewindegängen aufweisen. Dadurch, dass das Außengewinde 28 der Stange 27 im Eingriff < Sn
- 16 - HUS 1799 P LU LU102168 mit dem Innengewinde 29 der Hülse 29 ist und die Stange 27 innerhalb der Hülse 29 geführt ist, stellt die Hülse 29 ein die Hartstoffoberflächenschicht 17 schützendes Gehäuse 25 dar.
DR. SEBASTIAN CLEVER PATENTANWALT ZB

Claims (13)

- 17 - HUS 1799 P LU LU102168 PATENTANSPR ÜC HE
1. Chirurgisches Instrument (1) zur Durchführung eines chirurgischen Eingriffs mit mindestens zwei relativ zueinander beweglich angeordneten Einzelkomponenten (2), wobei die Einzelkomponenten (2) jeweils zumindest einen Gleitflächenbereich (15,16) aufweisen, wobei ein Gleitflächenbereich (15,16) mit zumindest einem Gleitflächenbereich (15,16) einer weiteren Einzelkomponente (2) ein Gleitflächenpaar (14) ausbildet, wobei die Gleitflächenbereiche (15, 16) bei bestimmungsgemäBser Verwendung des chirurgischen Instruments (1) mindestens in Cleitflächenbereichabschnitten (23) der Gleitflächenbereiche (15, 16) aneinander anliegen und übereinander hinweg gleiten, wobei die Einzelkomponenten (2) zumindest in Abschnitten, die den Gleitflächenbereichen (15,16) zugeordnet sind, aus einem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff gefertigt sind, wobei ausschließlich einer der Gleitflächenbereiche (15,16) jedes Gleitflächenpaares (14) eine Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweist, die stoffschlüssig mit der Einzelkomponente (2) in dem jeweiligen Gleitflächenbereich (15,16) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass Gleitoberflächen (24) der Gleitflächenbereichabschnitte (23) Jedes Gleitflächenpaares (14) einen Abstand von weniger als 0,05 mm zueinander aufweisen.
2. Chirurgisches Instrument (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitoberflächen (24) der < —-————"""""————
- 18 - HUS 1799 P LU LU102168 Gleitflachenbereichabschnitte (23) jedes Gleitflächenpaares (14) eine Geradheit und eine Ebenheit im Bereich von 0,6 mm und 0,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,2 mm aufweisen.
3. Chirurgisches Instrument (1) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitoberflachen (24) der Gleitflächenbereichabschnitte (23) jedes CGleitflächenpaares (14) eine Parallelität im Bereich von 0,6 mm und 0,5 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,2 mm aufweisen.
4. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitoberflächen (24) der Gleitflächenbereichabschnitte (23) jedes Gleitflächenpaares (14) Lauftoleranzen im Bereich von 0,5 mm und 0,4 mm, vorzugsweise im Bereich von 0,4 mm und 0,3 mm und besonders vorzugsweise im Bereich von 0,3 mm und 0,2 mm aufweisen.
5. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich ein Gleitflächenbereichabschnitt (23) einer Einzelkomponente (2) des Gleitflächenpaares (14) die Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweist.
6. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einzelkomponenten (2) mindestens zwei Hauptkomponenten (11) umfassen, wobei die Hauptkomponenten (11) unmittelbar zur << - a ——————————————— =
- 19 - HUS 1799 P LU LU102168 Durchführung des chirurgischen Eingriffs genutzt werden und an dem Eingriff beteiligt sind, wobei die übrigen Einzelkomponenten (2) Nebenkomponenten (13) sind, wobei die Nebenkomponenten (13) zur Erfüllung einer Nebenfunktion genutzt werden.
7. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ausschließlich einer der Gleitflächenbereiche jedes zwischen Hauptkomponenten (11) ausgebildeten Gleitflächenpaares eine Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweist, die stoffschlüssig mit der Einzelkomponente (2) in dem jeweiligen Gleitflächenbereich verbunden ist.
8. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die einen Gleitflächenbereich (15,16) aufweisenden Einzelkomponenten (2) vollständig aus dem metallischen oder metallhaltigen Werkstoff hergestellt sind.
9. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine der Einzelkomponenten (2) eine Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweist, die eine Komponentenoberfläche der Einzelkomponente (2) vollständig bedeckt, wobei zumindest eine der anderen Einzelkomponente (2) keine Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweist.
10. Chirurgisches Instrument (1), gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das chirurgische Instrument (1) ein Gehäuse (25) aufweist, wobei <
EA
- 20 - HUS 1799 P LU LU102168 das Gehäuse (25) so ausgebildet ist, dass dieses den die Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweisenden Gleitflächenbereich zumindest teilweise umgibt.
11. Chirurgisches Instrument (1), dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (25) durch die Einzelkomponente (2) gebildet ist.
12. Chirurgisches Instrument (1) gemäß einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbereiche (15,16) jederzeit während des Betriebs des chirurgischen Instruments (1) dauerhaft vollständig aneinander anliegen, sodass die Gleitflächenbereichabschnitte (23) den CGleitflächenbereichen (15,16) entsprechen.
13. Chirurgisches Instrument (1) gemäB einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der die Hartstoffoberflächenschicht (17) aufweisende Gleitflächenbereichabschnitt (23) während des Betriebs des chirurgischen Instruments (1) in Anlage zu dem Gleitflächenbereich (15,16) der weiteren Einzelkomponente (2) ist. ="
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