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Die vorliegende Anmeldung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung einer Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte gemäß Anspruch 1. Ferner betrifft die vorliegende Anmeldung ein Verfahren zur Bearbeitung einer Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte gemäß Anspruch 10. Sowohl in Bezug auf die Vorrichtung als auch das Verfahren kann die Holzwerkstoffplatte beispielsweise und vorzugsweise von einer Flachpressplatte ("Spanplatte") oder einer MDF-Platte gebildet sein. Die Holzwerkstoffplatte ist beispielsweise und vorzugsweise rechteckig.
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Holzwerkstoffplatten werden insbesondere im Möbelbau in großer Anzahl verwendet. Somit können Tischplatten und Möbelfronten von Holzwerkstoffplatten gebildet sein, insbesondere von beschichteten Spanplatten oder beschichteten MDF-Platten. Besonders üblich ist dies im Küchen- und Badmöbelbau, in dem die sogenannten "Küchenfronten" bzw. "Badfronten" heutzutage fast ausschließlich von Holzwerkstoffplatten gebildet sind. Diese sind auf ihren sog. "Breitseiten", das heißt den großflächigen Vorder- und Rückseiten, in der Regel beschichtet und dadurch mit jeweils gewünschten Oberflächeneigenschaften versehen. Bei solchen Beschichtungen kann es sich beispielsweise um harzgetränkte Papiere oder auch Folien handeln.
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Die sog. "Schmalseiten" der Holzwerkstoffplatten, das heißt die schmalen, flächenmäßig gegenüber den Breitseiten deutlich kleineren, randseitig umlaufenden Stirnseiten der jeweiligen Holzwerkstoffplatte (eine typische Dicke einer im Möbelbau verwendeten Holzwerkstoffplatte weist beispielsweise 16 mm auf), werden typischerweise entweder alle oder nur zum Teil mit Kantenbändern versehen, sodass die Holzwerkstoffplatte an diesen Schmalseiten "geschlossen" ist. Kantenbänder werden in der Technik auch als "Deckleisten" oder "Umleimer" bezeichnet. Durch die Kantenbänder ist die jeweilige Holzwerkstoffplatte sowohl optisch stimmig an ihren Schmalseiten verschlossen als auch technisch gegen das Eindringen von Feuchtigkeit bzw. Wasser geschützt.
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Insbesondere bei Frontplatten von Schubkästen oder Schränken ist in der Regel zumindest an einer Schmalseite einer jeweiligen Holzwerkstoffplatte eine Griffleiste angesetzt, die beispielsweise von Aluminium gebildet sein kann. Eine solche Griffleiste dient dazu, dass der Nutzer des jeweiligen Möbels sie händisch gut greifen und dadurch den jeweiligen Schubkasten, die jeweilige Schranktür oder dergleichen aufziehen oder aufschwenken kann.
Stand der Technik
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Das Eindringen von Wasser ist für Holzwerkstoffplatten problematisch, da dies zu einem Aufquellen der Holzfasern führen kann, aus denen die Holzwerkstoffplatte größtenteils besteht. In der Folge kommt es zu Beschädigungen der Holzwerkstoffplatte und entsprechenden Beanstandungen von Kunden.
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Die Problematik des Eindringens von Feuchtigkeit in die Holzwerkstoffplatte ist insbesondere bei Küchenfronten und Badfronten problematisch, die an einer Schmalseite mit einer Griffleiste ausgestattet sind. Eine solche Ausgestaltung ist in aller Regel bei Schubkästen und Schränken anzutreffen, wobei eine jeweilige Griffleiste beispielsweise an einer unteren, oberen oder seitlichen Schmalseite angesetzt sein kann.
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An der Schmalseite, an der die Griffleiste angesetzt wird bzw. ist, kann die Holzwerkstoffplatte typischerweise nicht mit einem Kantenband versehen sein, da dieses die Befestigung der Griffleiste behindern würde. Die Griffleiste wird im Zuge der Herstellung der jeweiligen Möbelplatte unmittelbar auf die Schmalseite der Holzwerkstoffplatte aufgesetzt und mit dieser verbunden. Letzteres kann insbesondere in einem Verkleben bestehen, wobei beispielsweise ein Befestigungsabschnitt der Griffleiste in eine Nut der Holzwerkstoffplatte eindringt, die sich an der jeweiligen Schmalseite befindet und ausgehend von einer Schmalseitenoberfläche der Schmalseite sich in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche in die Holzwerkstoffplatte hinein erstreckt. Zur Befestigung der jeweiligen Griffleiste kann diese Nut mit einem Klebstoff gefüllt werden, bevor die Griffleiste angesetzt wird und dabei mit ihrem Befestigungsabschnitt in die Nut eindringt. Die Griffleiste wird im Zuge ihrer Montage dabei so weit auf die Schmalseite der Holzwerkstoffplatte geführt, dass eine untere Kontaktfläche der Griffleiste flächig an der Schmalseitenoberfläche der Schmalseite anliegt. Nach Aushärten des Klebstoffs ist die Griffleiste an der Holzwerkstoffplatte bestimmungsgemäß befestigt.
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Zwischen der Griffleiste und der Holzwerkstoffplatte verbleibt unvermeidbar eine Fuge, in die Feuchtigkeit eindringen kann. Dies kann beispielsweise im Zuge einer haushaltsüblichen Reinigung einer jeweiligen Frontseite der jeweiligen Möbelplatte geschehen, bei der der Endverbraucher unter Einsatz von Wasser die Frontseite reinigt und dieses Wasser in den Bereich der Fuge zwischen der Griffleiste und der Holzwerkstoffplatte gelangt. Durch Kapillareffekte kann das Wasser in die Fuge einziehen und so zu der Schmalseite der Holzwerkstoffplatte gelangen, dort in die Holzwerkstoffplatte eindringen und in der beschriebenen Weise zu Schäden der Holzwerkstoffplatte führen. Um dies zu verhindern, ist es bekannt, die Schmalseite vor dem Aufbringen der Griffleiste zu behandeln, sodass Schäden durch eindringende Feuchtigkeit vermieden werden.
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Zur Lösung dieses Problems ist es beispielsweise aus dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 20 2019 106 506 U1 bekannt, vor dem Ansetzen der Griffleiste an die Schmalseite letztere an ihrer Schmalseitenoberfläche mit einem Hydrophobierungsmittel zu besprühen, das ausgehend von der Schmalseitenoberfläche ein Stück weit in eine obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eindringt und auf diese Weise dort mit den einzelnen Holzfasern der Holzwerkstoffplatte in Kontakt kommt. Dies hat zur Folge, dass diese Fasern "imprägniert" sind, sodass sie bei einem unerwünschten Kontakt mit Wasser nicht in der beschriebenen Weise aufquellen und folglich keine Schäden auftreten.
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Wenngleich diese Vorgehensweise bereits sehr gute Ergebnisse zeigt, hat sie zwei Nachteile. Zum einen kann es im Einzelfall dazu kommen, dass das Hydrophobierungsmittel nicht so tief in die Holzwerkstoffplatte eindringt, wie dies beabsichtigt ist. Dies kann dazu führen, dass durch die Fuge zwischen der Griffleiste und der Schmalseite der Holzwerkstoffplatte eindringendes Wasser tiefer in die Holzwerkstoffplatte eindringt und trotz der Hydrophobierung mit "ungeschützten" Fasern der Holzwerkstoffplatte in Kontakt kommt, die nicht imprägniert wurden, das heißt nicht mit dem Hydrophobierungsmittel in Kontakt gekommen sind. In diesen Fällen kann es weiterhin zu Schäden kommen. Ein weiterer Nachteil ist darin zu sehen, dass das Hydrophobierungsmittel in der Anschaffung kostenintensiv ist.
Aufgabe
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Der vorliegenden Anmeldung liegt mithin die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung sowie ein Verfahren zur Bearbeitung einer Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte bereitzustellen, mittels derer Beschädigungen von Holzwerkstoffplatten durch Feuchtigkeit, die durch eine Fuge zwischen der Holzwerkstoffplatte und eine daran angesetzte Griffleiste eintritt, auf wirtschaftliche Weise vermieden werden.
Lösung
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Die zugrunde liegende Aufgabe wird erfindungsgemäß mittels einer Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen, der Beschreibung und dem Ausführungsbeispiel.
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Die Vorrichtung dient zur Bearbeitung einer Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte, die beispielsweise und vorzugsweise von einer Spanplatte oder einer MDF-Platte gebildet sein kann. Die Holzwerkstoffplatte weist zumindest in einem Kernbereich einzelne von Holz gebildete Fasern auf. Diese neigen dazu, bei Kontakt mit Wasser aufzuquellen. Die Holzwerkstoffplatte weist vorzugsweise eine rechteckige Form auf mit zwei einander gegenüberliegenden großflächigen Breitseiten und insgesamt vier randseitig umlaufenden Schmalseiten.
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Die Vorrichtung umfasst eine Auftragseinrichtung, die mindestens ein Auftragselement zum Auftragen eines Wachses auf eine Schmalseitenoberfläche der Schmalseite umfasst. Das Auftragselement ist somit dazu vorgesehen und eingerichtet, im Zuge eines Auftragsvorgangs Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufzutragen. Das Auftragselement kann beispielsweise und vorzugsweise, wie nachstehend gesondert beschrieben ist, in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet sein, der unmittelbar mit einer untenseitigen Kontaktfläche in Ausrichtung parallel zu einer Längsachse der Schmalseite auf deren Schmalseitenoberfläche aufsetzbar ist. Die Auftragseinrichtung kann eine oder mehrere Auftragselemente umfassen, wobei grundsätzlich ein einzelnes Auftragselement ausreichend ist. Bevorzugt weist die Auftragseinrichtung genau ein Auftragselement auf.
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Die konkrete Ausgestaltung der Auftragseinrichtung und des mindestens einen Auftragselements hängt unter anderem davon ab, welche Art von Wachs verarbeitet werden soll.
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Beispielsweise kann mindestens ein Auftragselement der Auftragseinrichtung von einer Sprühdüse gebildet sein, mittels der ein Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufsprühbar ist. Das Wachs ist bei dieser Ausführung von einem Sprühwachs gebildet. Ein solches Sprühwachs weist eine besonders geringe Viskosität auf. Beispielsweise kommen als Wachse in Lösemittel gelöstes Fischer-Tropsch-Wachs oder in Lösemittel gelöstes PE-Wachs infrage.
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Gegenüber einem Auftrag des Wachses mittels Sprühens ist es bevorzugt, das Wachs mit einer zäh plastischen bzw. pastösen Konsistenz auf die jeweilige Schmalseitenoberfläche aufzubringen. Das Wachs weist bei seinem Auftrag bevorzugt eine Temperatur im Bereich zwischen 40°C und 70°C, vorzugsweise zwischen 40°C und 60°C, auf. Bevorzugt liegt die Temperatur des Wachses beim Auftrag mindestens 10°C, vorzugsweise mindestens 20°C, unterhalb seiner Schmelztemperatur- Das Wachs kann beispielsweise von einem Fischer-Tropsch-Wachs oder einem Polyolefin-Wachs gebildet sein. Der Auftrag des Wachses kann beispielsweise und vorzugsweise in Form einer oder mehrerer Wachsraupen erfolgen, die mittels des mindestens einen Auftragselements auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen bzw. "aufgelegt" werden. Hierbei ist die Holzwerkstoffplatte bevorzugt horizontal orientiert, sodass die Schmalseite vertikal orientiert ist. Genauere Angaben zum Verfahren werden nachstehend im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren gemacht. Vorrichtungstechnisch ist es lediglich von Bedeutung, dass die Auftragseinrichtung mit ihrem mindestens einen Auftragselement dazu geeignet ist, je nach verwendetem Wachs dieses Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufzubringen.
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Ferner umfasst die Vorrichtung ein Verarbeitungselement zur Verarbeitung des zuvor im Zuge des Auftragsvorgangs auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragenen Wachses. Das Verarbeitungselement weist an seiner Unterseite eine Kontaktfläche auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, im Zuge eines Verarbeitungsvorgangs, in dem der zuvor auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragenen Wachs verarbeitet wird, in unmittelbaren Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche zu treten. Die Kontaktfläche des Verarbeitungselements ist bevorzugt entweder vollständig oder zumindest abschnittsweise in sich plan ausgebildet, sodass die Kontaktfläche in flächigen Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche treten kann, das heißt flächig auf der Schmalseitenoberfläche aufliegt. Das Verarbeitungselement wirkt in solcher Weise auf das Wachs ein bzw. mit diesem zusammen, dass das Wachs auf der Schmalseitenoberfläche verteilt wird, sodass letztere anschließend vollflächig mit dem Wachs bedeckt ist. Besonders bevorzugt ist es, wenn das Verarbeitungselement des Weiteren bewirkt, dass das Wachs zumindest in eine an die Schmalseitenoberfläche angrenzende, obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eindringt. Die ist insbesondere bei offenporigen Schmalseiten der Fall, wie sie beispielsweise bei einer von einer Spanplatte gebildeten Holzwerkstoffplatte anzutreffen ist. Das Verarbeitungselement dient mithin dazu, das Wachs auf der Schmalseitenoberfläche homogen zu verteilen und ggf. zudem in die obere Holzwerkstoffschicht einzuarbeiten. Eine Eindringtiefe, in die das Wachs im Zuge der Einarbeitung vordringt (gleichbedeutend mit einer in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche sowie ausgehend von der Schmalseitenoberfläche gemessen Dicke der oberen Holzwerkstoffschicht) kann beispielsweise und vorzugsweise im Bereich zwischen 0,2 mm und 10 mm, vorzugsweise zwischen 0,5 mm und 7 mm, weiter vorzugsweise zwischen 1 mm und 5 mm, liegen.
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Beispielsweise und vorzugsweise kann das Verarbeitungselement erwärmbar sein. Hierzu weist die Vorrichtung in einer vorteilhaften Ausgestaltung mindestens ein Heizmittel auf, mittels dessen das Verarbeitungselement erwärmbar ist. Hierdurch ist das Verarbeitungselement dazu geeignet, im Zuge des Verarbeitungsvorgangs das zuvor auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragenen Wachs zu erwärmen und dadurch seine Viskosität temporär so weit zu reduzieren, dass es besonders gut fließen und sich gut verteilen kann. Insbesondere kann das Wachs verflüssigt werden, sodass es eine wasserähnliche Viskosität aufweist. In einem solchen verflüssigten Zustand kann das Wachs besonders gut in die obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eindringen.
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Beispielsweise kann das Heizmittel so bemessen und betreibbar sein, dass es dazu geeignet ist, das Verarbeitungselement auf eine Temperatur im Bereich zwischen 70°C und 140°C, vorzugsweise zwischen 100°C und 120°C, zu erwärmen. Mit dieser Temperatur ist das Verarbeitungselement besonders gut dazu geeignet, auf der Schmalseitenoberfläche vorliegendes Wachs in der gewünschten Weise aufzuschmelzen. Die Einstellung der Temperatur des Verarbeitungselements hängt von dem verwendeten Wachs und dessen Schmelztemperatur ab. In einem aufgeschmolzenen Zustand kann sich das Wachs besonders gut auf die einzelnen Fasern der Holzwerkstoffplatte legen und diese einschließen bzw. einfassen. Im Ergebnis ist die obere Holzwerkstoffschicht an der jeweiligen Schmalseite der Holzwerkstoffplatte mittels des Wachses im Falle des Kontakts mit Feuchtigkeit gegen das vorstehend beschriebene Aufquellen geschützt. Im Übrigen kann sich das verflüssigte Wachs besonders gut homogen auf der Schmalseitenoberfläche verteilen. Wenn das Wachs sodann nach Abschluss des Verarbeitungsvorgangs abkühlt und daraufhin wieder an Festigkeit zunimmt, wirkt es wie eine Versiegelung der Schmalseitenoberfläche, sodass Feuchtigkeit bestenfalls gar nicht mehr in die oberer Holzwerkstoffschicht eindringen kann. Falls es doch noch unbeabsichtigter Weise zu einem solchen Eindringen kommt, sind die Fasern in der oberen Holzwerkstoffschicht durch das eingedrungene Wachs geschützt.
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Das Verarbeitungselement ist bevorzugt von einem einstückigen Metallbauteil gebildet, das beispielsweise aus einem Metallblock gefräst ist.
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Die Vorrichtung umfasst ferner eine Führungseinrichtung. Diese ist dazu vorgesehen und eingerichtet, zumindest das Verarbeitungselement entlang bzw. auf der Schmalseitenoberfläche in Richtung parallel zu einer Längsachse der Schmalseite zu führen. Bevorzugt kann ferner auch das mindestens eine Auftragselement mittels der Führungseinrichtung geführt werden. Hierbei kann die Führungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass sie das Verarbeitungselement und ggf. das Auftragselement in einem Abstand oberhalb der Schmalseitenoberfläche oder unmittelbar an der Schmalseitenoberfläche anliegend führt. Besonders bevorzugt ist eine Ausgestaltung der Führungseinrichtung, die beide Möglichkeiten eröffnet.
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Mittels der Führungseinrichtung ist das Verarbeitungselement im Zuge des Verarbeitungsvorgangs derart auf der Schmalseitenoberfläche führbar, dass die Kontaktfläche des Verarbeitungselements über eine gesamte Länge der Schmalseite hinweg mit der Schmalseitenoberfläche in Kontakt tritt. Hierdurch ist sichergestellt, dass das Wachs vollständig auf der Schmalseitenoberfläche verteilt und in die obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eingearbeitet werden kann.
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Bei der Führungseinrichtung kann es sich beispielsweise um eine linear beweglich gelagerte Greifeinrichtung handeln, die mindestens einen in Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite bewegbaren Greifarm aufweist. An dem Greifarm ist das Verarbeitungselement arretierbar, sodass das jeweilige Verarbeitungselement mittels des Greifarms gefasst und in der beschriebenen Weise auf der Schmalseitenoberfläche bzw. entlang der Schmalseitenoberfläche bewegbar ist. Hierbei wird der Greifarm wahlweise in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche auf die Schmalseite zu ausgefahren oder in entgegengesetzte Richtung von der Schmalseite weg eingefahren, um das Verarbeitungselement in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche zu bringen oder von letzterer abzuheben. Mittels einer Bewegung des Greifarms in Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite, beispielsweise entlang einer parallel zu der Längsachse der Schmalseite orientierten Schiene, kann das Verarbeitungselement besonders einfach entlang bzw. auf der Schmalseitenoberfläche geführt werden. Bevorzugt weist die als Greifeinrichtung ausgebildete Führungseinrichtung entweder zwei Greifarme auf, sodass auch das mindestens eine Auftragselement gegriffen und in zu dem Verarbeitungselement vergleichbarer Weise bewegt werden kann, oder derselbe Greifarm, mittels dessen das Verarbeitungselement bewegbar ist, kann wahlweise auch mit dem Auftragselement zusammenwirken. Somit ist es beispielsweise denkbar, dass der Greifarm im Rahmen des Auftragsvorgangs zunächst das Auftragselement greift und führt und danach im Rahmen des sich an den Auftragsvorgang anschließenden Verarbeitungsvorgangs das Verarbeitungselement greift und führt. Andere Ausgestaltungen für die Führungseinrichtung sind ohne Weiteres denkbar und für den Erfolg der Erfindung nachrangig.
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Die erfindungsgemäße Vorrichtung hat viele Vorteile. Insbesondere erlaubt sie die Bearbeitung einer Schmalseite einer Holzwerkstoffplatte in solcher Weise, dass diese im Anschluss an die Bearbeitung gegen Schäden geschützt ist, die durch eindringende Feuchtigkeit verursacht werden können. Dies gelingt durch das Auftragen und anschließende Verarbeiten des Wachses, der die Schmalseite bzw. Schmalseitenoberfläche in solcher Weise versiegelt, dass keine Feuchtigkeit mehr an der Schmalseite in die Holzwerkstoffplatte eindringen und dort mit einzelnen Fasern der Holzwerkstoffplatte zusammenwirken kann. Mithin schafft die Vorrichtung die Möglichkeit, Wachse zu verarbeiten, wodurch sowohl die Schmalseite besonders effektiv gegen Feuchtigkeit geschützt als auch auf den Einsatz von lösemittelhaltigen Produkten verzichtet werden kann. Zudem sind Wachse typischerweise kostengünstig, sodass für den Hersteller entsprechende Holzwerkstoffplatte neben Ersparnissen durch weniger Reklamationen infolge von Schäden an ausgelieferten Holzwerkstoffplatten ferner eine Ersparnis für das zum Feuchtigkeitsschutz der jeweiligen Schmalseite verwendeten Mittel realisiert werden kann.
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Sofern die Vorrichtung in der vorstehend beschriebenen Weise mindestens ein Heizmittel aufweist, kann es weiterhin vorteilhaft sein, wenn dieses Heizmittel von einem elektrischen Heizmittel, vorzugsweise nach Art einer elektrischen Widerstandsheizung, gebildet ist. Ein solches Heizmittel ist besonders einfach verwendbar. Vorzugsweise ist das Heizmittel von außen an das Verarbeitungselement angesetzt oder in eine innenliegende Ausnehmung des Verarbeitungselements eingesetzt. Letzteres ist für eine homogene Temperaturverteilung entlang der Kontaktfläche des Verarbeitungselements zu bevorzugen. Beispielsweise und vorzugsweise kann das Verarbeitungselement eine Mehrzahl von Ausnehmungen aufweisen, die in Längsrichtung des Verarbeitungselements hintereinander angeordnet sind und in denen jeweils ein Heizmittel angeordnet ist. Bei einer solchen Ausgestaltung, die auch in dem untenstehenden Ausführungsbeispiel gezeigt ist, kann das Verarbeitungselement besonders einfach in solcher Weise erwärmt werden, dass an seiner untenseitigen Kontaktfläche eine möglichst homogene Temperatur vorliegt. Dies ist für eine Verteilung des Wachses auf der Schmalseitenoberfläche und seine Einarbeitung in die obere Holzwerkstoffschicht besonders vorteilhaft.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung ist das Verarbeitungselement in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet. Dieser ist bevorzugt von einem einstückigen, vorzugsweise gefrästen, Metallteil gebildet. Das als Gleitschuh ausgebildete Verarbeitungselement ist zumindest während des Verarbeitungsvorgangs derart relativ zu der Schmalseite ausgerichtet, dass eine Längsachse des Verarbeitungselements parallel zu der Längsachse der Schmalseite orientiert ist. Vorzugsweise ist das so ausgebildete Verarbeitungselement an seinen beiden, in seiner Längsrichtung einander gegenüberliegenden Enden gefast oder abgerundet ausgebildet. Auf diese Weise bildet das Verarbeitungselement an seinen beiden Enden jeweils einen Einlaufbereich aus. Eine solche Ausgestaltung ist auch dem untenstehenden Ausführungsbeispiel entnehmbar. Sie hat den Vorteil, dass Wachs, insbesondere wenn dieses nach seinem Auftrag auf die Schmalseitenoberfläche in einer zäh plastischen bzw. pastösen Konsistenz vorliegt, bei einer Bewegung des Verarbeitungselements entlang der Schmalseite je nach Bewegungsrichtung des Verarbeitungselements an dem in Bewegungsrichtung vorderen Ende erfasst und "unter" das Verarbeitungselement gedrückt wird. Somit wird bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Vorrichtung auf der Schmalseitenoberfläche aufliegendes Wachs im Zuge eines Verarbeitungsvorgangs, in dem das Verarbeitungselement mittels der Führungseinrichtung auf der Schmalseitenoberfläche parallel zu der Längsachse der Schmalseite geführt wird, von dem Verarbeitungselement erfasst und aufgrund der gefasten oder gerundeten Ausbildung von seinen Enden bei der Führung sowohl in eine erste Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite als auch in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite in die obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte gedrückt. Somit schiebt bei dieser Ausgestaltung das Verarbeitungselement im Zuge seiner Bewegung das auf der Schmalseitenoberfläche aufliegendes Wachs nicht "vor sich her" und schließlich an einem Ende der Schmalseite von selbiger herunter, sondern erfasst das Wachs und erleichtert auf diese Weise die Einarbeitung desselben in die obere, sich an die Schmalseitenoberfläche anschließende Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte. Hierdurch wird der wunschgemäße Effekt, dass das Wachs in diese obere Holzwerkstoffschicht eindringt und dort den Schutz der entsprechenden Fasern vor Feuchtigkeit bewirkt, unterstützt.
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In vorteilhafter Ausgestaltung weist das Verarbeitungselement zumindest an seiner Unterseite eine solche Breite auf, dass sich die Kontaktfläche des Verarbeitungselements in Richtung einer senkrecht zu der Längsachse der Schmalseite gemessenen Breite der Schmalseite betrachtet über die gesamte Breite der Schmalseite erstreckt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Verarbeitungselements im Zuge des Verarbeitungsvorgangs bei der Bewegung entlang der Schmalseite in Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite die Schmalseitenoberfläche über die gesamte Breite der Schmalseite erfasst und entsprechend über die gesamte Breite der Schmalseite wirken kann. Ein mehrfaches Überstreichen der Schmalseite zur Sicherstellung, dass das Verarbeitungselement die Schmalseitenoberfläche vollflächig erfasst, kann bei dieser Ausgestaltung entfallen. Stattdessen reicht grundsätzlich ein einmaliges Überstreichen aus.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung weist die Kontaktfläche des Verarbeitungselements mehrere miteinander zusammenhängende, jeweils in sich plane Kontaktflächenteile auf, die sich in verschiedenen, entweder nicht-parallel zueinander orientierten und/oder parallel zueinander orientierten, voneinander beabstandeten Ebenen erstrecken. Ein auf diese Weise ausgebildetes Verarbeitungselement ist besonders gut dazu geeignet, mit einer Schmalseite einer jeweiligen Holzwerkstoffplatte zusammenzuwirken, die gefalzt ausgebildet ist. Dies ist insbesondere bei solchen Holzwerkstoffplatten regelmäßig anzutreffen, die als "grifflose Fronten" im Bereich des Küchen- oder Badmöbelbaus verwendet werden. Die Kontaktfläche ist mithin in bevorzugter Ausgestaltung derart in ihrer Form auf die Schmalseitenoberfläche angepasst ausgebildet, dass die Kontaktfläche mit ihren einzelnen Kontaktflächenteilen zumindest im Wesentlichen, vorzugsweise vollständig, vollflächig an der durch die gefalzte Ausführung ebenfalls segmentierte Schmalseitenoberfläche anliegt und somit das Wachs entsprechend vollflächig in die obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte einarbeiten kann.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Vorrichtung ist mindestens ein Auftragselement der Auftragseinrichtung in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet. Dieser ist bevorzugt von einem einstückigen, vorzugsweise gefrästen, Metallteil gebildet. Bevorzugt weist die Auftragseinrichtung genau ein Auftragselement auf, das in Form des länglichen Gleitschuhs ausgebildet ist. Das auf diese Weise ausgebildete Auftragselement weist an seiner Unterseite eine Kontaktfläche auf, die dazu vorgesehen ist, im Zuge eines Auftragsvorgangs, in dem das Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen wird, in unmittelbaren Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche zu treten. Bei einer solchen Ausgestaltung des Auftragselements kann das jeweilige Wachs besonders einfach unmittelbar auf die Schmalseitenoberfläche ausgebracht werden.
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Analog zu dem Verarbeitungselement kann es auch bei dem Auftragselement von Vorteil sein, wenn die Kontaktfläche mehrere Kontaktflächenteile aufweist. Diese sind derart zueinander angeordnet und orientiert, dass die Kontaktfläche des Auftragselements an die Schmalseitenoberfläche angepasst ist, sodass das Auftragselement dazu geeignet ist, das Wachs verteilt auf die Schmalseite aufzutragen.
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Für das Auftragen des Wachses kann es besonders vorteilhaft sein, wenn das als Gleitschuh ausgebildete Auftragselement mindestens einen Zuführkanal aufweist, der an der untenseitigen Kontaktfläche des Auftragselements endet. Mittels eines solchen Zuführkanals kann im Zuge des Auftragsvorgangs das Wachs besonders einfach zu der Kontaktfläche befördert und auf diese Weise auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen werden. Hierbei wird das Wachs durch den Zuführkanal befördert. Bevorzugt weist das Auftragselement mehrere, vorzugsweise genau zwei, Zuführkanäle auf, die in Längsrichtung des Auftragselements hintereinander angeordnet sind. Bevorzugt ist der mindestens eine Zuführkanal derart ausgebildet, dass er das Auftragselement in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche durchdringt, sodass Wachs von einer von der Schmalseite abgewandten Oberseite des Auftragselements durch das Auftragselement hindurch zu der Unterseite des Auftragselements, das heißt zu der Kontaktfläche, befördert werden kann. Zur Zuleitung des Wachses zu dem Zuführkanal kann das Auftragselement an seiner Oberseite beispielsweise und vorzugsweise über einen entsprechenden Anschluss verfügen, an dem eine Zuleitung, beispielsweise in Form eines flexiblen Schlauchs, anschließbar ist. Diese Zuleitung kann mit einer Fördereinrichtung, beispielsweise einer Pumpe, zusammenwirken, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, das jeweilige Wachs durch die Zuleitung zu dem Anschluss und schließlich den mindestens eine Zuführkanal zu befördern, sodass es bestimmungsgemäß auf die Schmalseitenoberfläche der Schmalseite aufgetragen werden kann. Das Wachs, das mittels der Fördereinrichtung gefördert wird, kann beispielsweise und vorzugsweise in einem Vorratscontainer vorgehalten werden, der beispielsweise mittels eines Schnellanschlusses anschließbar ist. Bevorzugt wird das Wachs für den Auftrag auf eine solche Temperatur erwärmt, dass es eine zäh plastische bzw. pastöse Konsistenz aufweist. Beispielsweise kann das Wachs bei seinem Auftrag eine Temperatur von 40°C bis 70°C aufweisen.
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In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung ist der mindestens eine Zuführkanal derart ausgebildet, dass er sich in einem der Kontaktfläche zugewandten Endabschnitt deltaförmig aufteilt. Dies ist gleichbedeutend damit, dass sich der Zuführkanal in dem genannten Endabschnitt in mehrere einzelne Kanalabschnitte aufteilt, durch die hindurch das Wachs zu verschiedenen Stellen der Kontaktfläche förderbar ist. Auf diese Weise kann mittels des Auftragselements im Zuge des Auftragsvorgangs das über den Zuführkanal beförderte Wachs an verschiedenen Stellen der Kontaktfläche, an denen der Zuführkanal endet, aus den Zuführkanal austreten. Mittels einer solchen Ausgestaltung ist eine verteilte Ausbringung des Wachses auf der Schmalseitenoberfläche besonders einfach möglich. Dadurch kann das Wachs besonders homogen auf der Schmalseitenoberfläche verteilt ausgebracht werden, sodass es im Zuge des anschließenden Verarbeitungsvorgangs mittels des Verarbeitungselements besonders einfach vollflächig in die Schmalseite verteilt und ggf. in die obere Holzwerkstoffschicht eingearbeitet werden kann. Ein Szenario, bei dem die Schmalseitenoberfläche nur unvollständig versiegelt oder punktuell einzelne Fasern der Holzwerkstoffplatte in unbeabsichtigter Weise nicht von dem Wachs erfasst und somit vor Feuchtigkeit geschützt werden, ist hierdurch vermieden.
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Weiterhin kann es mit Blick auf das Auftragselement von Vorteil sein, wenn dieses mehrere Zuführkanäle aufweist, die in Längsrichtung des Auftragselements betrachtet hintereinander angeordnet sind. Vorzugsweise sind die Zuführkanäle baugleich ausgebildet. Diese Ausgestaltung hat den Vorteil, dass der Auftrag von Wachs auf die Schmalseitenoberfläche unabhängig von einer Bewegungsrichtung des Auftragselements entlang der Schmalseitenoberfläche stets in derselben Art und Weise erfolgen kann.
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Alternativ zu der Ausgestaltung des Auftragselements nach Art eines Gleitschuhs kann es auch vorteilhaft sein, wenn das mindestens eine Auftragselement von einer Flächendüse gebildet ist, die entweder minimal oberhalb der Schmalseitenoberfläche oder in unmittelbarem Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche entlang der Schmalseite führbar ist und die mehrere Zuführkanäle aufweist, durch hindurch das Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufbringbar ist.
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Bevorzugt weist das Auftragselement zumindest an seiner Unterseite eine solche Breite auf, dass sich die Kontaktfläche des Auftragselements in Richtung der Breite der Schmalseite betrachtet über die gesamte Breite der Schmalseite erstreckt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das Auftragselement im Zuge des Auftragsvorgangs bei der Bewegung entlang der Schmalseite die Schmalseitenoberfläche über die gesamte Breite der Schmalseite erfasst und entsprechend über die gesamte Breite der Schmalseite wirken kann. Auf diese Weise kann das Wachs im Zuge einer einmaligen Überstreichung der Schmalseitenoberfläche wunschgemäß auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen werden.
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In einer weiterhin vorteilhaften Ausgestaltung kann das mindestens eine Auftragselement der Auftragseinrichtung von einer Sprühdüse gebildet sein, mittels der das Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufsprühbar ist. Wie vorstehend bereits dargelegt, kommt eine solche Ausgestaltung insbesondere dann infrage, wenn das Wachs von einem Sprühwachs gebildet ist.
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Sofern das Auftragselement von einer Sprühdüse gebildet ist, kann es weiterhin vorteilhaft sein, wenn das Auftragselement mittels der Führungseinrichtung um eine Schwenkachse verschwenkbar ist, die parallel zu der Schmalseitenoberfläche sowie parallel zu einer senkrecht zu der Längsachse der Schmalseite orientierten Querebene orientiert ist. Die Verschwenkbarkeit des Auftragselements ermöglicht es, dass selbige im Zuge des Auftragsvorgangs, in dem das Wachs auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen wird, zumindest an bezogen auf die Längsachse der Schmalseite einander gegenüberliegenden Enden der Schmalseite schräg nach außen ausgerichtet werden kann. Durch diese Ausrichtung des Auftragselements wird vermieden, dass das Wachs auf die an das jeweilige Ende der Schmalseite angrenzende Schmalseite aufgetragen wird.
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In besonders bevorzugter Ausgestaltung ist das Auftragselement und/oder das Verarbeitungselement bezogen auf eine senkrecht zu der Längsrichtung des jeweiligen Elements geführte Querebene des jeweiligen Elements symmetrisch ausgebildet.
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In verfahrenstechnischer Hinsicht wird die zugrunde liegende Aufgabe mittels eines Verfahrens mit den Merkmalen des Anspruchs 10 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den zugehörigen Unteransprüchen sowie der Beschreibung und dem Ausführungsbeispiel. Das erfindungsgemäße Verfahren ist mittels der erfindungsgemäßen Vorrichtung besonders einfach durchführbar. Das Verfahren ist besonders gut durchführbar, wenn die Vorrichtung gemäß einer oder mehrerer vorteilhaften Ausgestaltungen, die in der Beschreibung und den Ansprüchen beschrieben sind, ausgebildet ist. Das Verfahren sieht die folgenden Verfahrensschritte vor:
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Zunächst wird die Holzwerkstoffplatte mittels einer Bewegungseinrichtung an eine Bearbeitungsstelle bewegt und ausgerichtet. Auf diese Weise nimmt die Holzwerkstoffplatte für die sich anschließenden Arbeitsvorgänge eine definierte Position ein, sodass insbesondere die Schmalseite, die im Folgenden bearbeitet wird, in definierter Position und Orientierung vorliegt.
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Anschließend wird in einem Auftragsvorgang mittels mindestens eines Auftragselements einer Auftragseinrichtung ein Wachs auf eine Schmalseitenoberfläche der Schmalseite der Holzwerkstoffplatte aufgetragen. Wie vorstehend im Zusammenhang mit der Vorrichtung bereits dargelegt, kann dies beispielsweise im Wege eines Aufsprühens erfolgen. Bevorzugt wird das Wachs jedoch unmittelbar in zäh plastischer bzw. pastöser Konsistenz auf die Schmalseitenoberfläche ausgebracht. Letzteres kann besonders einfach erfolgen, wenn das mindestens eine Auftragselement in Form einer Flächendüse oder eines vorstehend beschriebenen Gleitschuhs ausgebildet ist. Das Wachs wird bevorzugt je nach Art der Auftragselements mit einer Temperatur im Bereich zwischen 40°C und 70°C (bei pastösem Auftrag beispielsweise in Form von Wachsraupen) oder zwischen 60°C und 120°C, vorzugsweise zwischen 70°C und 100°C, bei einem Sprühauftrag auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen.
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Nach Abschluss des Auftragsvorgangs wird in einem Verarbeitungsvorgang mittels eines Verarbeitungselements das zuvor auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen Wachs verarbeitet. Hierbei tritt eine an einer Unterseite des Verarbeitungselements befindliche Kontaktfläche des Verarbeitungselements in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche, wodurch das Wachs auf der Schmalseitenoberfläche verteilt und bevorzugt zusätzlich zumindest in eine an die Schmalseitenoberfläche angrenzende, obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eingearbeitet wird. Bevorzugt wird das Verarbeitungselement zu Beginn des Verarbeitungsvorgangs zur Herstellung eines initialen Kontakts der Kontaktfläche mit der Schmalseitenoberfläche mittels einer Führungseinrichtung in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche auf die Schmalseite zu bewegt und mit der Schmalseitenoberfläche in Kontakt gebracht, das heißt auf die Schmalseitenoberfläche aufgesetzt. Die Stelle, an der das Verarbeitungselement im Zuge des Verarbeitungsvorgangs erstmalig in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche tritt, wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung als "Ansetzstelle" bezeichnet. Ausgehend von der Ansetzstelle wird das Verarbeitungselement sodann mittels der Führungseinrichtung derart in Richtung parallel zu einer Längsachse der Schmalseite entlang der Schmalseitenoberfläche bewegt, dass die Kontaktfläche des Verarbeitungselements über eine gesamte Länge der Schmalseite hinweg mit der Schmalseitenoberfläche in Kontakt tritt. Hierdurch wird bewirkt, dass das Wachs vollflächig auf der Schmalseitenoberfläche verteilt und ggf. in die obere Holzwerkstoffschicht der Holzwerkstoffplatte eingearbeitet wird.
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Die sich durch das erfindungsgemäße Verfahren ergebenden Vorteile ergeben sich analog zu den vorstehend bereits im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung beschriebenen Vorteilen. Mithin kann die Schmalseite der Holzwerkstoffplatte mittels des Verfahrens gleichermaßen effektiv und kostengünstig gegen Beschädigungen durch Feuchtigkeit geschützt werden. Das Auftragen und Verarbeiten von Wachs auf der Schmalseitenoberfläche ist zudem technisch vergleichsweise einfach möglich und kaum fehleranfällig. Mithin ist erwartbarer, dass im Rahmen einer industriellen Produktion von Holzwerkstoffplatten, in deren Ablauf das erfindungsgemäße Verfahren integriert wird, praktisch keine durch das Verfahren bedingten Ausfälle oder Fehler auftreten.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird das Verarbeitungselement zumindest während des Verarbeitungsvorgangs mittels mindestens eines Heizmittels erwärmt, sodass das auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragene Wachs mittels des Verarbeitungselements erwärmt und dadurch in seiner Viskosität reduziert wird, das heißt die Fließfähigkeit des Wachses erhöht wird. Insbesondere kann das Wachs mittels des erwärmten Verarbeitungselements verflüssigt werden. Das erwärmte Wachs kann besonders gut auf der Schmalseitenoberfläche verteilt und zudem besonders gut in die obere Holzwerkstoffschicht eindringen kann, insbesondere dann, wenn das Wachs infolge der Erwärmung eine wasserähnliche Viskosität aufweist. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn das Verarbeitungselement bereits vor Beginn des Verarbeitungsvorgangs "vorgewärmt" wird, sodass es unmittelbar bei Aufsetzen auf die Schmalseitenoberfläche an der Ansetzstelle dazu geeignet ist, das Wachs bestimmungsgemäß zu erwärmen und hierdurch in beschriebener Weise zu verflüssigen. Somit kann das Wachs gewissermaßen auf die Schmalseitenoberfläche "aufgebügelt" werden.
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Das mindestens eine Heizmittel kann bevorzugt elektrisch betrieben werden, beispielsweise und vorzugsweise nach dem Prinzip einer elektrischen Widerstandsheizung ("Heizdraht"). Bevorzugt wird das Verarbeitungselement mittels des mindestens einen Heizmittels während des Verarbeitungsvorgangs auf eine Temperatur im Bereich zwischen 70°C und 140°C, vorzugsweise im Bereich zwischen 100°C und 120°C, erwärmt.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens wird das Verarbeitungselement im Zuge des Verarbeitungsvorgangs mittels der Führungseinrichtung in einer bestimmten Reihenfolge bewegt. Diese gestaltet sich wie folgt:
Zunächst wird das Verarbeitungselement an einer Ansetzstelle an die Schmalseite angesetzt, sodass die Kontaktfläche des Verarbeitungselements in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche gebracht wird bzw. tritt. In bevorzugter Ausgestaltung ist diese Kontaktfläche zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, in sich plan, sodass der Kontakt zwischen der Kontaktfläche des Verarbeitungselements und der Schmalseitenoberfläche vollflächig vorliegt. Ferner ist das Verarbeitungselement vorzugsweise zumindest an seiner Kontaktfläche so breit ausgebildet, dass es sich mit seiner Breite über die gesamte Breite der Schmalseite erstreckt.
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Nach dem Ansetzen des Verarbeitungselements an der Ansetzstelle wird das Verarbeitungselement in eine erste Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite entlang der Schmalseite geführt, bis die Kontaktfläche des Verarbeitungselements zumindest teilweise über ein erstes Ende der Schmalseite hinweg ragt ("erste Endposition"). Auf diese Weise ist sichergestellt, dass die Wirkung des Verarbeitungselements zur Verteilung und ggf. Einarbeitung des Wachses vollständig bis zu dem ersten Ende der Schmalseite stattfindet. Anschließend wird das Verarbeitungselement ausgehend von der ersten Endposition in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung entlang der Schmalseite geführt, bis die Kontaktfläche zumindest teilweise über ein dem ersten Ende gegenüberliegendes zweites Ende der Schmalseite hinweg ragt ("zweite Endposition"). Nach diesem Bewegungsablauf des Verarbeitungselements ausgehend von der Ansetzstelle "hin" (zur ersten Endposition) und "her" (zur zweiten Endposition) hat das Verarbeitungselement die Schmalseitenoberfläche an jeder Stelle mindestens einmal überstrichen. Somit ist das Wachs, das zuvor während des Auftragsvorgangs auf die Schmalseitenoberfläche aufgebracht wurde, vollständig von dem Verarbeitungselement erfasst und infolgedessen auf der Schmalseitenoberfläche verteilt worden. Schließlich wird das Verarbeitungselement von der Schmalseite abgehoben. Dies kann entweder unmittelbar ausgehend von der zweiten Endposition erfolgen oder das Verarbeitungselement kann vor seinem Abheben von der Schmalseitenoberfläche zunächst in eine andere Position entlang der Schmalseite bewegt werden.
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Insbesondere für den Fall, dass das Wachs im Zuge des Verarbeitungsvorgangs mittels des Verarbeitungselements erwärmt und dadurch in seiner Viskosität reduziert wurde, kommt es umgekehrt nach dem Abheben des Verarbeitungselements (und mithin dem Ende des Verarbeitungsvorgangs) zu einer Abkühlung des Wachses und einer damit verbundenen Verfestigung des Wachses. Je nach Ausgestaltung des Wachses kann dieser bei Vorliegen auf Raumtemperatur eine feste bzw. harte Konsistenz aufweisen. Die Schmalseitenoberfläche, auf die das Wachs in der beschriebenen Weise ausgebracht wurde, ist durch das Wachs nun vollflächig versiegelt, sodass das Eindringen von Wasser in die Holzwerkstoffplatte an der Schmalseite nicht möglich ist. Sollten dennoch einzelne Stellen nicht vollständig versiegelt sein, beispielsweise aufgrund von Kavitäten bei einer von einer Spanplatte gebildeten Holzwerkstoffplatte, ist das Risiko einer Beschädigung der Holzwerkstoffplatte durch eindringendes Wasser trotzdem äußerst gering, da die Fasern der Holzwerkstoffplatte zumindest in der oberen Holzwerkstoffschicht von dem Wachs bedeckt und somit für das Wasser unzugänglich sind.
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In einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens ist das Auftragselement in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet, wobei im Zuge des Auftragsvorgangs das Wachs durch mindestens einen Zuführkanal des Auftragselements zu einer an einer Unterseite des Auftragselements befindlichen Kontaktfläche des Auftragselements befördert und auf diese Weise auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen wird. Bei der Kontaktfläche des Auftragselements handelt es sich um diejenige Fläche, mit der das Auftragselement im Zuge des Auftragsvorgangs in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche tritt. Eine Ausgestaltung des Auftragselements in Form eines länglichen Gleitschuhs, der mit einem oder mehreren Zuführkanäle ausgestattet ist, ist vorstehend bereits dargelegt. Ferner sind die Vorteile der sich dadurch ergebenden Möglichkeit des verteilten Auftrags von Wachs auf die Schmalseitenoberfläche bereits erläutert und ergeben sich analog für das vorteilhafte Verfahren.
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Ferner kann eine solche Ausgestaltung des Verfahrens vorteilhaft sein, bei der der Auftragsvorgang analog zudem als vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens beschriebenen Verarbeitungsvorgang durchgeführt wird. Bei dieser Ausgestaltung sieht der Auftragsvorgang vor, dass das Auftragselement mittels der Führungseinrichtung zunächst an einer Ansetzstelle an die Schmalseite angesetzt wird, sodass die Kontaktfläche des Auftragselements in Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche gebracht wird. Sobald dies der Fall ist, kann die Förderung des Wachses beginnen, wobei selbiger beispielsweise - gemäß vorstehend als vorteilhaft beschriebene Ausgestaltung - durch einen Zuführkanal des Auftragselements zu der Kontaktfläche und mithin auf die Schmalseitenoberfläche geleitet wird. Für eine bessere Fließfähigkeit des Wachses kann dieser vorgewärmt werden, beispielsweise auf eine Temperatur im Bereich zwischen 40°C und 70°C. Insbesondere sollte die Temperatur des Wachses während des Auftragsvorgangs unterhalb seiner Schmelztemperatur liegen, sodass das Wachs noch nicht flüssig ist. Bevorzugt liegt die Temperatur des Wachses während des Auftragsvorgangs mindestens 10°C, vorzugsweise mindestens 20°C, unter seiner Schmelztemperatur.
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Sodann wird das Auftragselement in eine erste Richtung parallel zu der Längsachse der Schmalseite entlang der Schmalseite geführt, bis die Kontaktfläche zumindest teilweise über das erste Ende der Schmalseite hinweg ragt ("erste Endposition"). Unter Beibehaltung der Förderung des Wachses wird das Auftragselement anschließend in eine der ersten Richtung entgegengesetzte zweite Richtung entlang der Schmalseite geführt, bis die Kontaktfläche zumindest teilweise über ein dem ersten Ende gegenüberliegendes zweites Ende der Schmalseite hinweg ragt ("zweite Endposition"). Die Förderung des Wachses kann nunmehr gestoppt werden. Das Auftragselement hat bei dieser Vorgehensweise die Schmalseitenoberfläche entlang der gesamten zwischen den beiden Enden der Schmalseite gemessenen Länge der Schmalseite überstrichen und somit das Wachs entlang der gesamten Schmalseite auf die Schmalseitenoberfläche aufgetragen, beispielsweise und vorzugsweise in Form von Wachsraupen. Somit steht es nun bereit, in dem nachfolgenden Verarbeitungsvorgang mittels des Verarbeitungselements verarbeitet zu werden. Um den Auftragsvorgang zu beenden, wird das Auftragselement mittels der Führungseinrichtung von der Schmalseite abgehoben. Dies kann ausgehend von der zweiten Endposition oder von einer anderen Position des Auftragselements entlang der Schmalseite erfolgen.
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In vorteilhafter Ausgestaltung des Verfahrens weist das Wachs eine Schmelztemperatur im Bereich zwischen 60°C und 120°C, vorzugsweise im Bereich zwischen 70°C und 100°C, auf. Bevorzugt ist das Wachs von einem Fischer-Tropsch-Wachs oder von einem Polyolefin-Wachs, bevorzugt auf Polyethylen-Basis, gebildet.
Ausführungsbeispiele
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Die Erfindung ist nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels, das in den Figuren dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1:
- Eine schematische Ansicht einer Holzwerkstoffplatte in einer kombinierten Ansicht und Draufsicht vor Beginn eines Auftragsvorgangs,
- Fig. 2:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 bei Beginn des Auftragsvorgangs,
- Fig. 3:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 während des Auftragsvorgangs,
- Fig. 4:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 kurz vor Ende des Auftragsvorgangs,
- Fig. 5:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 bei Beendigung des Auftragsvorgangs,
- Fig. 6:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 vor Beginn eines Verarbeitungsvorgangs,
- Fig. 7:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 bei Beginn des Verarbeitungsvorgangs,
- Fig. 8:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 während des Verarbeitungsvorgangs,
- Fig. 9:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 kurz vor Ende des Verarbeitungsvorgangs,
- Fig. 10:
- Die kombinierte Ansicht und Draufsicht gemäß Figur 1 bei Beendigung des Verarbeitungsvorgangs,
- Fig. 11:
- Querschnitt durch ein Verarbeitungselement,
- Fig. 12:
- Querschnitt durch ein Auftragselement,
- Fig. 13:
- Querschnitt durch eine Holzwerkstoffplatte mit Griffleiste (links) und ohne Griffleiste (rechts),
- Fig. 14:
- Darstellung des Querschnitts der Holzwerkstoffplatte ohne angesetzte Griffleiste gemäß Figur 13 vor Beginn des Verarbeitungsvorgangs.
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Ein Ausführungsbeispiel, das in den Figuren 1 bis 12 dargestellt ist, beschreibt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 1, die zur Bearbeitung einer Schmalseite 2 einer Holzwerkstoffplatte 3 verwendet wird. Die Holzwerkstoffplatte 3 ist in dem gezeigten Beispiel von einer rechteckigen Spanplatte gebildet, die auf ihren beiden einander gegenüberliegenden Breitseiten 29 jeweils beschichtet ist. Die Holzwerkstoffplatte 3 weist insgesamt vier Schmalseiten 2 auf, die die umlaufenden Ränder der Holzwerkstoffplatte 3 bilden. Die Vorrichtung 1 wird hier und vorzugsweise zur Bearbeitung einer dieser Schmalseiten 2 verwendet, an die in einem späteren Bearbeitungsschritt eine Griffleiste 32 angebracht werden soll. An den übrigen Schmalseiten 2 der Holzwerkstoffplatte 3 wird entweder vor oder nach der Bearbeitung der Holzwerkstoffplatte 3 mittels der Vorrichtung 1 jeweils ein Kantenband aufgebracht. Die Anbringung des jeweiligen Kantenbandes ist nicht Gegenstand der vorliegenden Anmeldung und als solches in der Technik bekannt. Die Holzwerkstoffplatte 3 befindet sich für die Bearbeitung mittels der Vorrichtung 1 in einer horizontalen Orientierung, das heißt die Breitseiten 29 sind horizontal orientiert, während die Schmalseite 2 mit ihrer Schmalseitenoberfläche 7 vertikal orientiert ist.
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Die Holzwerkstoffplatte 3 ist für eine spätere Verwendung als Frontplatte für einen Schubkasten eines Küchenmöbels vorgesehen. Die anzusetzende Griffleiste 32 dient dem Zweck, dass ein Benutzer des Küchenmöbels die Griffleiste 32 greifen und hierdurch bequem eine Kraft auf die Holzwerkstoffplatte 3 und mit ihr den restlichen Schubkasten ausüben kann, um diesen zu bewegen. Beispielsweise kann der Schubkasten auf Auszugsschienen gelagert sein, sodass er wechselweise zwischen einer geöffneten einer geschlossenen Position bewegt werden kann. In dem gezeigten Beispiel bildet die Schmalseite 2, der die Griffleiste 32 angesetzt werden soll, diejenige Schmalseite der Holzwerkstoffplatte 3, die bei bestimmungsgemäßer Verwendung der Holzwerkstoffplatte 3 als Frontplatte des Schubkastens das untere Ende der Holzwerkstoffplatte 3 bildet. Somit ist nach fertiger Montage des Schuhkastens die Griffleiste 32 an einem unteren Ende der Frontplatte des Schuhkastens angeordnet. Diese Art der Anordnung ist in der Praxis üblich. Sie birgt in besonders höher Ausprägung das Risiko, dass Wasser, das bei der Reinigung der vorderen Breitseite 29 der Holzwerkstoffplatte 3 aufgebracht wird, in Form von Tropfen an der Breitseite 29 in Richtung der Griffleiste 32 herabläuft. Dort kann das Wasser in eine zwischen der Holzwerkstoffplatte 3 und der Griffleiste 32 befindliche Fuge 36, die prinzipbedingt unvermeidbar ist, eindringen. Diese Fuge 36 ergibt sich besonders gut anhand von Figur 13 (linke Hälfte). Es besteht daher in der eingangs beschriebenen Weise das Risiko, dass Feuchtigkeit bzw. Wasser im Zuge der bestimmungsgemäßen Verwendung der Holzwerkstoffplatte 3 mit ihrer Schmalseite 2 und folglich Holzspänen, aus denen die Holzwerkstoffplatte 3 gebildet ist, in Kontakt gerät. Dies kann zu einem Aufquellen der Holzspäne und einer dadurch bedingten Beschädigung der Frontplatte führen.
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Die Bearbeitung der Schmalseite 2 sieht mithin vor, dass diese vor derartigen Beschädigungen geschützt wird. Hierzu umfasst die Vorrichtung 1 eine Auftragseinrichtung 4, die in dem gezeigten Beispiel genau ein Auftragselement 5 aufweist. Dieses dient zum Auftragen eines Wachses 6 auf eine Schmalseitenoberfläche 7 der Schmalseite 2. In dem in den Figuren 1 bis 12 gezeigten Beispiel ist diese Schmalseitenoberfläche 7 in sich plan, das heißt sie erstreckt sich in einer Ebene.
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Hier und vorzugsweise ist das Auftragselement 5 in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet und weist an seiner Unterseite eine Kontaktfläche 23 auf. Das Auftragselement 5 ist von einem einstückigen, gefrästen Metallteil gebildet. Ein parallel zu einer Längsachse 37 des Auftragselements 5 geführter Querschnitt durch das Auftragselement 5 ergibt sich anhand von Figur 12 . Die untenseitige Kontaktfläche 23 ist dazu vorgesehen, im Zuge eines Auftragsvorgangs, in dem das Wachs 6 auf die Schmalseitenoberfläche 7 aufgetragen wird, in unmittelbaren Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche 7 zu treten.
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Damit das Auftragselement 5 die Schmalseite 2 bearbeiten kann, wirkt es hier und vorzugsweise mit einer Führungseinrichtung 9 der Vorrichtung 1 zusammen. Diese ist hier von einer Greifeinrichtung gebildet, die einen Greifarm 38 aufweist. Für die Durchführung des Auftragsvorgangs wird das Auftragselement 5 von dem Greifarm 38 gegriffen, sodass das Auftragselement 5 an dem Greifarm 38 arretiert ist.
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Zu Beginn des Auftragsvorgangs, der sich anhand von Figur 1 ergibt, wird Auftragselement 5 mittels der Führungseinrichtung 9 zunächst in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 auf die Schmalseite 2 aufgesetzt. Hierzu weist der Greifarm 38 in dem gezeigten Beispiel zwei Gelenke 41 auf, die eine Bewegbarkeit des endseitig an dem Greifarm 38 gelagerten Auftragselements 5 in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 ermöglichen. Diese Bewegung des Auftragselements 5 ist in Figur 1 mittels des dortigen Pfeils 30 dargestellt, der die Bewegung des Auftragselements 5 kennzeichnet.
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Das Auftragselement 5 befindet sich daraufhin in einer Anfangsposition an einer Ansetzstelle 26 der Schmalseite 2, wobei die untenseitige Kontaktfläche 23 des Auftragselements 5 in flächigem Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche 7 steht. Ausgehend von der Anfangsposition an der Ansetzstelle 26 wird das Auftragselement 5 sodann mittels der Führungseinrichtung 9 in eine erste Richtung 27 parallel zu einer Längsachse 10 der Schmalseite 2 entlang der Schmalseite 2 geführt. Im Zuge dieser Bewegung überstreicht das Auftragselement 5 die Schmalseitenoberfläche 7.
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Die Führungseinrichtung 9 ist dazu eingerichtet, diese Führung des Auftragselements 5 in Richtung parallel zu der Längsachse 10 der Schmalseite 2 auszuführen. Hierzu ist in dem gezeigten Beispiel der vorstehend beschriebene Greifarm 38 an einer in den Figuren nicht dargestellten, langgestreckten Schiene gelagert, die parallel zu der Längsachse 10 der Schmalseite 2 orientiert ist. Mittels einer ebenfalls nicht dargestellten Antriebseinrichtung ist der Greifarm 38 entlang der Schiene und mithin parallel zu der Längsachse 10 bewegbar. Auf diese Weise kann das an dem Greifarm 38 gelagerte Auftragselement 5 entlang der Schmalseite 2 geführt werden.
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Hier und vorzugsweise weist das Auftragselement 5 zumindest an seiner Unterseite, das heißt in dem Bereich der Kontaktfläche 23, eine quer zu seiner Längsachse 37 gemessene Breite 40 auf, die eine quer zu der Längsachse 10 der Schmalseite 2 gemessene Breite 39 der Schmalseite 2 übersteigt. Auf diese Weise überdeckt das Auftragselement 5 in Breitenrichtung der Schmalseite 2 betrachtet die Schmalseitenoberfläche 7 vollständig. Mithin erreicht die Kontaktfläche 23 im Zuge der Bewegung des Auftragselements 5 entlang der Schmalseite 2 die Schmalseitenoberfläche 7 auf ihrer gesamten Breite 39.
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Im Zuge der Bewegung des Auftragselements 5 entlang der Schmalseite 2 wird fortlaufend Wachs 6 auf die Schmalseitenoberfläche 7 aufgetragen. Dies ist in den Figuren 2 und 3 mittels des Pfeils 31 veranschaulicht, der die Förderung des Wachses 6 symbolisiert. Das Wachs 6 ist hierbei vorgewärmt auf eine Temperatur von etwa 50°C, sodass das Wachs 6 eine pastöse Konsistenz aufweist und förderfähig bzw. pumpbar ist. Für die Förderung weist das Auftragselement 5 in dem gezeigten Beispiel insgesamt zwei baugleiche Zuführkanäle 24, 25 auf, die das Auftragselement 5 in Richtung senkrecht zu der Kontaktfläche 23 von einer Oberseite 42 hin zu der untenseitigen Kontaktfläche 23 durchdringen. Die Zuführkanäle 24, 25, die in das Auftragselement 5 eingefräst sind, sind hier und vorzugsweise in Längsrichtung des Auftragselements 5 hintereinander angeordnet. In einem jeweiligen unteren, der Kontaktfläche 23 zugewandten Endabschnitt sind die Zuführkanäle 24, 25 hier und vorzugsweise deltaförmig ausgeformt, das heißt mit Verzweigungen 24.1, 24.2, 25.1, 25.2 ausgebildet, durch die das durch die Zuführkanäle 24, 25 geförderte Wachs 6 zu verschiedenen Stellen an der Kontaktfläche 23 förderbar ist. Auf diese Weise ist das Wachs 6 besonders gut an der Kontaktfläche 23 verteilbar, sodass es im Zuge der Bewegung des Auftragselements 5 entlang der Schmalseite 2 besonders gut über die Breite 39 der Schmalseite 2 verteilt aufgetragen werden kann. Zur Zuführung des Wachses 6 zu den Zuführkanäle 24, 25 kann das Auftragselement 5 an seiner Oberseite 42 mit in den Figuren nicht dargestellten Leitungsanschlüssen versehen sein, an die eine entsprechende Zuführleitung für das Wachs 6 anschließbar bzw. angeschlossen ist.
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In dem gezeigten Beispiel ist das Auftragselement 5 bezogen auf eine senkrecht zu seiner Längsachse 37 orientierte, mittig verlaufende Querebene 43 symmetrisch ausgebildet.
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Das Auftragselement 5 erreicht im Zuge der vorstehend beschriebenen Bewegung in die erste Richtung 27 parallel zu der Längsachse 10 der Schmalseite 2 schließlich eine erste Endposition, bei deren Vorliegen die Kontaktfläche 23 teilweise über ein erstes Ende 21 der Schmalseite 2 hinwegragt. Dies ergibt sich besonders gut anhand von Figur 3 . Ausgehend von dieser ersten Endposition wird das Auftragselement 5 sodann mittels der Führungseinrichtung 9 in eine der ersten Richtung 27 entgegengesetzte zweite Richtung 28 parallel zu der Längsachse 10 der Schmalseite 2 entlang der Schmalseite 2 bewegt, bis das Auftragselement 5 seine zweite Endposition erreicht. Bei Vorliegen in dieser zweiten Endposition ragt die Kontaktfläche 23 teilweise über ein zweites Ende 22 der Schmalseite 2 hinweg, wobei das zweite Ende 22 der Schmalseite 2 sich dem ersten Ende 21 gegenüberliegend befindet. Der Stand des Auftragsvorgangs, bei dem das Auftragselement 5 in seiner zweiten Endposition vorliegt, ergibt sich besonders gut anhand von Figur 4 .
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Wenn das Auftragselement 5 in seiner zweiten Endposition angelangt ist, hat die Kontaktfläche 23 die Schmalseitenoberfläche 7 mindestens einmal an jeder Stelle überstrichen, sodass das Wachs 6 entlang der gesamten Schmalseite 2 aufgetragen ist. Die Förderung des Wachses 6 kann daher beendet werden. Hier und vorzugsweise wird das Auftragselement 5 mittels der Fördereinrichtung 9 ausgehend von der zweiten Endposition von der Schmalseite 2 in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 abgehoben, sodass die Kontaktfläche 23 ihren Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche 7 verliert. Dies ergibt sich besonders gut anhand der Figuren 4 und 5 , wobei in Figur 4 die Bewegung des Auftragselements 5 mittels des dortigen Pfeils 30 veranschaulicht ist. Der Auftragsvorgang ist somit beendet.
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Nachfolgend wird das Wachs 6 in einem Verarbeitungsvorgang mittels eines Verarbeitungselements 8 verarbeitet. Diese Verarbeitung dient dazu, das Wachs 6 vollflächig auf der Schmalseitenoberfläche 7 zu verteilen und derart in die Schmalseite 2 einzuarbeiten, dass das Wachs 6 in eine obere Holzwerkstoffschicht 12 der Holzwerkstoffplatte 3 eindringt. Hierzu weist das Verarbeitungselements 8, das sich anhand von Figur 11 ergibt, an seiner Unterseite eine in sich plane Kontaktfläche 11 auf, die dazu vorgesehen und eingerichtet ist, im Zuge des Verarbeitungsvorgangs in unmittelbaren Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche 7 zu treten.
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Hier und vorzugsweise ist das Verarbeitungselements 8 vergleichbar zu dem Auftragselement 5 in Form eines länglichen Gleitschuhs ausgebildet, der von einem einstückigen, gefrästen Metallteil gebildet ist. Das Verarbeitungselement ist an seinen beiden in seiner Längsrichtung einander gegenüberliegenden Enden 15, 16 abgerundet ausgebildet ist, sodass es an seinen beiden Enden 15, 16 jeweils einen Einlaufbereich ausbildet. Das Verarbeitungselements 8 ist ebenfalls bezogen auf eine senkrecht zu seiner Längsachse 44 orientierte Querebene 35 symmetrisch ausgebildet.
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In besonders bevorzugter Weise weist das Auftragselement 8 in dem gezeigten Beispiel zwei innenliegende Ausnehmungen 14 auf, die in Längsrichtung des Auftragselements 8 betrachtet hintereinander angeordnet sind. Innerhalb der Ausnehmungen 14 befindet sich hier und vorzugsweise jeweils ein Heizmittel 13, wobei die Heizmittel 13 jeweils von einem elektrischen Heizmittel nach Art einer elektrischen Widerstandsheizung ("Heizdraht") gebildet sind. Die Heizmittel 13 sind dazu geeignet, das Verarbeitungselement 8 zu erwärmen, sodass das Verarbeitungselements 8 wiederum dazu geeignet ist, im Zuge des Verarbeitungsvorgangs das auf die Schmalseitenoberfläche 7 aufgetragene Wachs 6 zu erwärmen und dadurch seine Viskosität zu reduzieren, sodass es sich besonders gut auf der Schmalseitenoberfläche 7 verteilen und in die obere Holzwerkstoffschicht 12 eindringen kann. Insbesondere kann das Wachs 6 verflüssigt werden.
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Bereits vor Beginn des Verarbeitungsvorgangs wird hier und vorzugsweise das Verarbeitungselements 8 mittels der Heizmittel 13 vorgewärmt, sodass es bei Beginn des Verarbeitungsvorgangs bereits eine gewünschte Temperatur aufweist. In dem gezeigten Beispiel wird das Verarbeitungselements 8 mittels der Heizmittel auf 120°C erwärmt. Bei dieser Temperatur schmilzt das Wachs 6 und wird flüssig.
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Mittels der Führungseinrichtung 9, an deren Greifarm 38 das Verarbeitungselements 8 aufgenommen ist, wird letzteres zu Beginn des Verarbeitungsvorgangs 8 an der Ansetzstelle 26 auf die Schmalseite 2 aufgesetzt, sodass die Kontaktfläche 11 des Verarbeitungselements 8 in flächigen Kontakt mit der Schmalseitenoberfläche 7 tritt. Dies ergibt sich besonders gut anhand der Figuren 6 und 7 , wobei in Figur 6 die Bewegung des Verarbeitungselements 8 in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 auf die Schmalseite 2 zu mittels des dortigen Pfeils 30 veranschaulicht ist. Bereits im Zuge des Aufsetzens des Verarbeitungselements 8 auf die Schmalseitenoberfläche 7 wird das dort befindliche Wachs 6 von dem Verarbeitungselements 8 erwärmt und verflüssigt, sodass es sich auf der Schmalseitenoberfläche 7 verteilt. Analog zu dem Auftragselement 5 ist auch eine Breite 20 des Verarbeitungselements 8 an dessen Kontaktfläche 11 von solchem Betrag, dass diese Breite 20 die Breite 39 der Schmalseite 2 übersteigt.
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Der Bewegungsablauf des Verarbeitungselements 8 im Zuge des Verarbeitungsvorgangs verläuft sodann analog zu dem Bewegungsablauf des Auftragselements 5 im Zuge des Auftragsvorgangs. Mithin wird das Verarbeitungselement 8 ausgehend von der Ansetzstelle 26 mittels der Führungseinrichtung 9 zunächst in die erste Richtung 27 bis in die erste Endposition bewegt, in der die Kontaktfläche 11 des Verarbeitungselements 8 teilweise über das erste Ende 21 der Schmalseite 2 hinweg ragt. Dies ergibt sich besonders gut anhand von Figur 8 . Ausgehend von der ersten Endposition wird das Verarbeitungselements 8 sodann in die entgegengesetzte zweite Richtung 28 bis in die zweite Endposition bewegt, in der die Kontaktfläche 11 über das zweite Ende 22 der Schmalseite 2 hinweg ragt. Dies ergibt sich anhand von Figur 9 . In der zweiten Endposition angelangt, hat das Verarbeitungselement 8 somit mit seiner Kontaktfläche 11 die Schmalseitenoberfläche 7 vollflächig überstrichen, sodass sämtliches Wachs 6, das zuvor auf die Schmalseitenoberfläche 7 aufgetragen wurde, erfasst und verarbeitet wurde. Die abgerundeten Enden 15, 16 des Verarbeitungselements 8 tragen im Zuge dessen dazu bei, dass das auf der Schmalseitenoberfläche 7 aufliegende Wachs 6 nicht im Zuge der Bewegung des Auftragselements 8 entlang der Schmalseite 2 von dem Auftragselement 8 "weggeschoben" wird, sondern von dem Auftragselement 8 erfasst und in die obere Holzwerkstoffschicht 12 "eingedrückt" wird. Hierdurch wird der Effekt unterstützt, dass das Wachs 6 in die obere Holzwerkstoffschicht 12 eindringen kann.
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Ausgehend von der zweiten Endposition wird das Verarbeitungselement 8 mittels der Führungseinrichtung 9 in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 von der Schmalseite 2 abgehoben, was in Figur 9 durch den dortigen Pfeil 30 veranschaulicht ist. Damit ist der Kontakt zwischen der Kontaktfläche 11 des Verarbeitungselements 8 mit der Schmalseitenoberfläche 7 aufgehoben und der Verarbeitungsvorgang beendet. Dieser Zustand ergibt sich anhand von Figur 10 .
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In Abwesenheit der von dem Auftragselement 8 eingetragenen Wärmeenergie kühlt das Wachs 6 sodann auf Raumtemperatur ab, erstarrt und härtet aus. Daraufhin ist die Schmalseite 2 wunschgemäß vollflächig mittels des Wachses 6 versiegelt und zusätzlich in der oberen Holzwerkstoffschicht 12 gegen die negativen Auswirkungen etwaiger eindringender Feuchtigkeit geschützt.
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Das Wachs 6, das hier und vorzugsweise für die Bearbeitung der Schmalseite 2 der Holzwerkstoffplatte 3 verwendet wird, ist ein Fischer-Tropsch-Wachs mit einer Schmelztemperatur von etwa 100°C. Bei Raumtemperatur ist dieses Wachs 6 ausgehärtet und fest. Hier und vorzugsweise wird das Wachs 6 für die Durchführung des Auftragsvorgangs auf eine Temperatur von etwa 50°C erwärmt, sodass es eine pastöse Konsistenz erhält. Mit dieser Konsistenz ist das Wachs 6 pumpbar bzw. förderbar und kann in der beschriebenen Weise über die Zuführkanäle 24, 25 des Auftragselements 5 auf die Schmalseitenoberfläche 7 aufgetragen werden. Infolge der anschließenden Erwärmung im Zuge des Verarbeitungsvorgangs wird das Wachs 6 schließlich verflüssigt, indem es auf eine Temperatur deutlich über halb seiner Schmelztemperatur erwärmt wird. Hierdurch kann das Wachs 6 homogen auf der Schmalseitenoberfläche 7 verteilt werden und in die obere Holzwerkstoffschicht 12 eindringen. Infolge der anschließenden Abkühlung und Aushärtung ist die Schmalseite 2 daraufhin vollständig versiegelt.
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Ein zweites Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren 13 und 14 dargestellt. In diesem Beispiel ist die Schmalseite 2 der Holzwerkstoffplatte 3 gefalzt ausgebildet, das heißt sie weist eine Falz auf. Dies äußert sich dadurch, dass die Schmalseitenoberfläche 7 insgesamt drei zusammenhängende Schmalseitenoberflächenteile 7.1, 7.2, 7.3 aufweist, die insgesamt die Schmalseitenoberfläche 7 bilden. Der erste Schmalseitenoberflächenteil 7.1 ist im Vergleich zu den beiden anderen Schmalseitenoberflächenteilen 7.2, 7.3 flächenmäßig am größten, während der dritte Schmalseitenoberflächenteil 7.3 flächenmäßig am kleinsten ist.
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Sowohl das Auftragselement 5 als auch das Verarbeitungselements 8 sind bei dieser Ausgestaltung an die Form der Schmalseitenoberfläche 7 angepasst ausgebildet. Dies ergibt sich besonders gut anhand von Figur 14 , in der beispielhaft das Verarbeitungselement 8 dargestellt ist. Die Kontaktfläche 11 des Verarbeitungselements 8 weist dementsprechend insgesamt drei zusammenhängende Kontaktflächenteile 17, 18, 19 auf, die in ihrer Anordnung relativ zueinander sowie in ihrer Orientierung an die Schmalseitenoberfläche 7 mit ihren Schmalseitenoberflächenteilen 7.1, 7.2, 7.3 angepasst sind. Dabei erstrecken sich ein erster Kontaktflächenteil 17 und ein zweiter Kontaktflächenteil 18 sowie der zweite Kontaktflächenteil 18 und der dritte Kontaktflächenteil 19 jeweils in nicht-parallel zueinander orientierten Ebenen. Der erste Kontaktflächenteil 17 und der dritte Kontaktflächenteil 19 erstrecken sich in parallel zueinander orientierten, voneinander beabstandeten Ebenen. Hierdurch wird bewirkt, dass sowohl das Auftragselement 5 als auch das Verarbeitungselement 8 vollflächig auf die Schmalseitenoberfläche 7 einwirken bzw. diese bearbeiten können.
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In dem gezeigten Beispiel weist die Holzwerkstoffplatte 3 eine Nut 33 auf, die sich ausgehend von der Schmalseitenoberfläche 7 in Richtung senkrecht zu der Schmalseitenoberfläche 7 in die Holzwerkstoffplatte 3 hinein erstreckt. Die Nut 33 wurde zuvor in die Schmalseite 2 eingefräst. Dies ergibt sich besonders gut anhand der Figuren 13 und 14 . In Längsrichtung der Schmalseite 2 betrachtet erstreckt sich die Nut 33 in etwa über 80% der Länge der Schmalseite 2. Die Nut 33 dient dazu, einen Verbindungsabschnitt 34 der Griffleiste 32 aufzunehmen, sodass die Griffleiste 32 an der Schmalseite 2 befestigt werden kann. Hierzu wird vor dem Einsetzen der Griffleiste 32 die Nut 33 mit einem Klebstoff gefüllt. Dieser führt sodann zu einer stoffschlüssigen Verbindung des Verbindungsabschnitt 34 der Griffleiste 32 mit der Holzwerkstoffplatte 3. Die vorstehend beschriebene Bearbeitung der Schmalseite 2, das heißt der Auftrag des Wachses 6 mittels der Auftragseinrichtung 4 und dessen Verarbeitung mittels des Verarbeitungselements 8 erfolgt vor der Anbringung der Griffleiste 32 an der Schmalseite 2.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Vorrichtung
- 2
- Schmalseite
- 3
- Holzwerkstoffplatte
- 4
- Auftragseinrichtung
- 5
- Auftragselement
- 6
- Wachs
- 7
- Schmalseitenoberfläche
- 8
- Verarbeitungselement
- 9
- Führungseinrichtung
- 10
- Längsachse der Schmalseite
- 11
- Kontaktfläche des Verarbeitungselements
- 12
- Holzwerkstoffschicht
- 13
- Heizmittel
- 14
- Ausnehmung
- 15
- erstes Ende des Verarbeitungselements
- 16
- zweites Ende des Verarbeitungselements
- 17
- erster Kontaktflächenteil
- 18
- zweiter Kontaktflächenteil
- 19
- dritter Kontaktflächenteil
- 20
- Breite des Verarbeitungselements an der Kontaktfläche
- 21
- erstes Ende der Schmalseite
- 22
- zweites Ende der Schmalseite
- 23
- Kontaktfläche des Auftragselements
- 24
- erster Zuführkanal
- 25
- zweiter Zuführkanal
- 26
- Ansetzstelle
- 27
- erste Richtung
- 28
- zweite Richtung
- 29
- Breitseite
- 30
- Pfeil zur Kennzeichnung der Bewegung
- 31
- Pfeil zur Kennzeichnung der Wachsförderung
- 32
- Griffleiste
- 33
- Nut
- 34
- Verbindungsabschnitt
- 35
- Querebene des Verarbeitungselements
- 36
- Fuge
- 37
- Längsachse des Auftragselements
- 38
- Greifarm
- 39
- Breite der Schmalseite
- 40
- Breite des Auftragselements an der Kontaktfläche
- 41
- Gelenk
- 42
- Oberseite des Auftragselements
- 43
- Querebene des Auftragselements
- 44
- Längsachse des Verarbeitungselements