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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern gemäß Anspruch 1, sowie ein Verfahren zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern gemäß Anspruch 10.
Stand der Technik
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Vorrichtungen zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern sind aus dem Stand der Technik grundsätzlich bekannt.
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So zeigt beispielsweise die
CN 115 123 641 B eine Vorrichtung, mit der ein automatischer Wechsel beziehungsweise Verbinden von Etikettenbändern von verschiedenen Rollen von Etikettenband möglich ist, um so einen durchgehenden Fluss von Etikettenband als Etikettenzufuhr für eine Etikettiermaschine bereitzustellen. Dabei wird eine Verbindungseinrichtung vorgesehen, die zwischen verschiedenen Bereitstellungseinrichtungen für Etikettenband von Etikettenrollen verfahren werden kann, um die Enden der Etikettenbänder miteinander zu verbinden. Das erfolgt automatisch, sodass ein manueller Eingriff nur noch bedingt oder gar nicht mehr erforderlich ist.
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Jedoch erweist es sich als schwierig, eine exakte Verbindung zwischen den Enden der Etikettenbänder zu erreichen. Dies kann zu Fehlstellungen zwischen einem ersten Etikettenband und einem zweiten Etikettenband und damit zu einem nicht zufriedenstellenden Abförderergebnis bis hin zu einem schlechteren Etikettierergebnis nach Rollenwechsel der Etikettenbänder führen.
Aufgabe
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Ausgehend vom bekannten Stand der Technik, besteht die zu lösende technische Aufgabe somit darin, eine Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern sowie ein Verfahren zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern anzugeben, mit denen die Qualität eines möglichen Etikettierergebnisses oder zumindest des Abförderns der Etikettenbänder unabhängig von einem Etikettenbandwechsel gleichbleibend hoch ist.
Lösung
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern gemäß Anspruch 1 sowie das Verfahren zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern gemäß Anspruch 10 gelöst.
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Vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sind in den Unteransprüchen erfasst.
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Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern vorgesehen, die Vorrichtung umfassend eine Zuführeinrichtung für ein erstes Etikettenband, eine Abführeinrichtung für ein zweites Etikettenband, eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden eines ersten Etikettenendes des ersten Etikettenbandes mit einem zweiten Etikettenende des zweiten Etikettenbandes und eine Erkennungseinrichtung zum Erkennen einer relativen Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes, wobei die Vorrichtung ausgebildet ist, basierend auf der erkannten relativen Anordnung die Verbindungseinrichtung zum Verbinden zu steuern und/oder eine auf der relativen Anordnung basierende Ausgabe an einen Bediener auszugeben.
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Die Etikettenbänder können in der Zuführeinrichtung beispielsweise in Form einer Etikettenrolle vorliegen, die dann in Richtung der Abführeinrichtung abgerollt wird, aber auch eine andere Art der Bereitstellung der Etikettenbänder (insbesondere des ersten und zweiten Etikettenbandes) in der Zuführeinrichtung ist grundsätzlich denkbar.
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Die Abführeinrichtung kann eine oder mehrere bewegliche und insbesondere angetriebene Rollen umfassen, die das zweite Etikettenband entlang einer Transportrichtung fördern. Stromab der Abführeinrichtung kann beispielsweise eine Etikettiermaschine oder ein Etikettieraggregat, das an sich aus dem Stand der Technik bekannt ist, angeordnet sein und die Etiketten, die in dem Etikettenband enthalten sind, an Behälter wie beispielsweise Flaschen, Dosen oder dergleichen übergeben.
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Die Etikettenbänder sind erfindungsgemäß nicht beschränkt. Es kann sich bei jedem Etikettenband um ein Etikettenträgerband mit darauf lösbar angeordneten Etiketten handeln. Die lösbar angeordneten Etiketten können auf dem Etikettenträgerband entweder mit einem Klebemittel befestigt sein und mit dieser Seite, mit der sie auf dem Etikettenträgerband angeordnet sind, an Behälter übergeben werden, indem beispielsweise an einer Spendekante das Etikettenträgerband geknickt und so ein Lösen des Etiketts von dem Etikettenträgerband bewerkstelligt wird. Alternativ kann auch vorgesehen sein, dass die Etiketten noch nicht mit Klebemittel versehen sind, aber dennoch von dem Etikettenträgerband lösbar sind. Die von dem Etikettenträgerband gelösten Etiketten können dann mit einem Klebemittel versehen werden oder das Klebemittel kann auf eine von dem Etikettenträgerband abgewandte Seite der Etiketten aufgebracht werden, bevor die Etiketten vom Etikettenträgerband gelöst werden.
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Als alternative Ausgestaltung kann das Etikettenband auch nur aus Etiketten bestehen, die miteinander verbunden sind, um so ein Etikettenband zu bilden. Diese können stromab der Vorrichtung, beispielsweise durch ein Trennelement wie ein Messer, getrennt bzw. vereinzelt werden, womit das Etikettenband aufgelöst und in die einzelnen Etiketten separiert wird. Die einzelnen Etiketten können dann optional mit einem Klebemittel versehen werden, falls dies erforderlich ist, und an Behälter übergeben werden.
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Die Verbindungseinrichtung kann ein Verbinden der Enden der Etikettenbänder beispielsweise durch Wärmeeintrag und/oder Aufbringen eines Klebemittels bewirken. Dies kann entlang einer Richtung quer zur Förderrichtung der Etikettenbänder oder zumindest des zweiten Etikettenbandes erfolgen.
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Die Erkennungseinrichtung kann beispielsweise als Kamera ausgebildet sein und ein oder mehrere Bilder der relativen Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes aufnehmen, um zu bestimmen, wie diese relativ zueinander positioniert sind. Es kann alternativ oder zusätzlich auch vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung beispielsweise ein Farbmuster erkennt und/oder eine oder mehrere Schnittmarkierungen erkennt und basierend darauf bestimmt, wie das erste Etikettenende und das zweite Etikettenende relativ zueinander positioniert sind. Zusätzlich kann die Erkennungseinrichtung beispielsweise anhand der erkannten Farbmuster oder Schnittmarkierungen erkennen, ob die Etikettenenden richtig herum angeordnet sind. Alternativ oder zusätzlich kann durch die Erkennungseinrichtung neben dem Erkennen der relativen Anordnung der Etikettenenden auch vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung Farbmuster und/oder Schnittmarkierungen des ersten und/oder des zweiten Etikettenbandes erkennt um zu prüfen, ob diese überhaupt und/oder wie vorgesehen vorhanden sind. Hierdurch kann auf zusätzliche Sensorik oder weitere Erkennungseinrichtungen verzichtet werden.
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Der Erkennungseinrichtung kann eine Beleuchtungseinrichtung zugeordnet sein, die zumindest die beiden Etikettenenden beleuchten kann. Die Beleuchtung kann diffus (etwa aus einer Richtung, die mit einer optischen Achse der Kamera oder sonstigen Erkennungseinrichtung einen Winkel einschließt) erfolgen oder koaxial mit einer Optik der Erkennungseinrichtung (etwa einer Kamera, beispielsweise als Ringbeleuchtung erfolgen. Es kann auch vorgesehen sein, dass die Beleuchtungseinrichtung zur abwechselnden Beleuchtung der Etikettenenden mit koaxialer und diffuser Beleuchtung ausgebildet ist.
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Mit dieser Vorrichtung kann eine Abweichung in der relativen Anordnung (beispielsweise verglichen mit einer gewünschten relativen Anordnung) zwischen den Etikettenenden zuverlässig kompensiert werden, indem entweder die Verbindungseinrichtung geeignet gesteuert wird und/oder eine Ausgabe an einen Bediener erfolgt, die den Bediener auf die Abweichung von der gewünschten relativen Anordnung hinweisen kann. Dieser kann dann manuell die Etikettenenden ausrichten, bis diese der gewünschten Anordnung entsprechen. Hierdurch wird ein zuverlässiger Transport des Etikettenbandes auch nach einem Wechsel von einem ersten Etikettenband auf ein zweites Etikettenband erreicht, was auch die Zuverlässigkeit nachfolgender Etikettierergebnisse verbessern kann.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung mehrere Zuführeinrichtungen umfasst und die Verbindungseinrichtung zwischen den Zuführeinrichtungen bewegbar angeordnet ist.
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Jede Zuführeinrichtung kann ein Etikettenband auf beliebige Weise (beispielsweise als Rolle) bereitstellen und in Richtung der Abführeinrichtung bzw. der Verbindungseinrichtung fördern. Die Zuführeinrichtungen können beispielsweise entlang einer Drehachse der jeweiligen Etikettenrollen parallel zueinander angeordnet sein und über ggf. separate Antriebsmittel zum Bewegen der von ihnen bereitgestellten Etikettenbänder verfügen. Im Zusammenhang mit dieser Ausführungsform kann besonders vorteilhaft ein Steuern der Verbindungseinrichtungen umfassen, das zunächst für eine erste Zuführeinrichtung bzw. ein erstes Etikettenende eines ersten Etikettenbandes die relative Ausrichtung zum zweiten Etikettenende bestimmt wird und, wenn diese relative Anordnung beispielsweise einem Sollwert entspricht, dieses Etikettenband mit dem zweiten Etikettenband verbunden wird. Entspricht die relative Anordnung nicht einer gewünschten Anordnung, so kann vorgesehen sein, dass sukzessive jede weitere Zuführeinrichtung und das in dieser vorgehaltene Etikettenband hinsichtlich der relativen Anordnung zum zweiten Etikettenende von der Erkennungseinrichtung geprüft wird und, sobald eine erste Zuführeinrichtung identifiziert wird, für die die relative Anordnung einer gewünschten Anordnung entspricht, kann das von dieser Zuführeinrichtung bereitgestellte Etikettenband mit dem zweiten Etikettenband verbunden werden. Hierdurch kann die Anzahl und /oder die Frequenz manueller Eingriffe in das Zuführen von Etikettenbändern reduziert werden. Mit dieser Ausführungsform wird möglichst wenig Raum in Richtung der Transportrichtung des zweiten Etikettenbandes für das Herstellen der Verbindung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende verwendet, was den Materialeinsatz vorteilhaft reduzieren kann.
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In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Erkennungseinrichtung mit der Verbindungseinrichtung mitbewegbar angeordnet ist. Hierdurch kann die Anzahl der Erkennungseinrichtungen, insbesondere bei Vorsehen mehrerer Zuführeinrichtungen, reduziert werden, was den Komponenteneinsatz und somit die Kosten für die Vorrichtung senken kann.
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Das Steuern kann ein Einstellen einer Verbindungsrichtung, entlang der das erste Etikettenband und das zweite Etikettenband von der Verbindungseinrichtung verbunden werden, umfassen.
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Das Einstellen der Verbindungsrichtung kann entweder umfassen, dass die Verbindungseinrichtung die Verbindung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende entlang einer von einer Richtung quer zur Förderrichtung des zweiten Etikettenbandes verschiedenen Richtungen herstellt, sodass diese verschiedene Richtung einen Winkel mit der Förderrichtung einschließt, der von 90° verschieden ist. Dies bewirkt, dass das erste Etikettenende und das zweite Etikettenende unter einem Winkel miteinander verbunden werden, der insbesondere eine Fehlstellung des ersten Etikettenbandes und des zweiten Etikettenbandes entsprechend einem korrespondierenden Winkel ausgleichen kann. Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass das Einstellen der Verbindungsrichtung ein Bewegen des zweiten Etikettenendes relativ zum ersten Etikettenende umfasst, sodass ein Versatz oder auch eine Fehlstellung entlang einer bestimmten Richtung zwischen dem ersten Etikettenband und dem zweiten Etikettenband vor Herstellen der Verbindung ausgeglichen werden kann. Hierdurch kann zuverlässig erreicht werden, dass auch bei Fehlstellungen zwischen den Etikettenbändern bei Übergang von einem ersten Etikettenband zu einem zweiten Etikettenband das Fördern der Etikettenbänder zuverlässig weitergeführt werden kann.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Ausgabe Informationen zu einer notwendigen Ausrichtung des ersten Etikettenendes und/oder des zweiten Etikettenendes basierend auf der relativen Anordnung umfasst. Entspricht die relative Anordnung beispielsweise nicht einer gewünschten relativen Anordnung, so kann die Ausgabe Angaben darüber enthalten, wie das erste Etikettenende oder das zweite Etikettenende bewegt werden müssen, um die gewünschte Anordnung zu erreichen. Hiermit kann auch bei notwendigem manuellen Eingriff das Ergebnis des Weiterförderns der Etikettenbänder verbessert werden.
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Die Vorrichtung kann ausgebildet sein, basierend auf einem Vergleich der relativen Anordnung mit einem Grenzwert die Verbindungseinrichtung zu steuern oder die Ausgabe auszugeben.
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Der Grenzwert kann beispielsweise ein Wert sein, der angibt, bis wohin eine Abweichung der relativen Anordnung von einer Soll-Anordnung noch durch Steuern der Verbindungseinrichtung korrigiert werden kann. Sobald dieser Grenzwert überschritten ist, kann eine Korrektur ggf. nur noch manuell oder zumindest unter zusätzlicher manueller Änderung der relativen Anordnung zwischen erstem Etikettenende und zweitem Etikettenende bewirkt werden. Die Vorrichtung kann daher die Ausgabe unterbinden, wenn der Vergleich ergibt, dass eine Abweichung in der relativen Anordnung noch von der Verbindungseinrichtung selbst korrigiert werden kann und die Ausgabe nur dann bewirken, wenn dies nicht mehr möglich ist. Hierdurch werden manuelle Eingriffe eines Bedieners reduziert, was den Bedienkomfort der Vorrichtung verbessert.
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Es kann vorgesehen sein, dass die relative Anordnung einen Versatz des ersten Etikettenendes relativ zum zweiten Etikettenende entlang einer Richtung quer zu einer Förderrichtung des zweiten Etikettenbandes und/oder einen von einer Förderrichtung des ersten Etikettenbandes und einer Förderrichtung des zweiten Etikettenbandes eingeschlossenen Winkel umfasst.
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Der Versatz und die relative Verdrehung (das Einschließen eines Winkels zwischen den jeweiligen Förderrichtungen) kann jeweils zu einem nachteiligen Etikettier- oder Förderergebnis der Etikettenbänder führen. Wird die relative Anordnung dahingehend überprüft, kann durch geeignete Korrektur oder Ausgabe ein ungünstiges Etikettierergebnis oder Förderergebnis vermieden werden.
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Es kann vorgesehen sein, dass das Steuern ein Steuern der Verbindungseinrichtung zum Ausgleichen des Versatzes und/oder des eingeschlossenen Winkels umfasst und/oder wobei die Ausgabe Informationen zu einer Korrektur des Versatzes und/oder des Winkels umfasst. Das Ausgleichen des Versatzes oder des eingeschlossenen Winkels kann durch ein relatives Bewegen der Etikettenenden zueinander und/oder durch ein Ändern der Position oder des Verlaufs der Verbindung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende bewirkt werden. Die Informationen zu einer Korrektur des Versatzes und/oder des Winkels können beispielsweise Angaben dazu umfassen, wie das erste und/oder zweite Etikettenende bewegt werden muss, sodass eine möglichst vollständige Korrektur des Versatzes oder des eingeschlossenen Winkels bewirkt wird. Es ist dabei nicht erforderlich, dass auch die tatsächliche Größe des Versatzes dem Bediener mittels der Ausgabe mitgeteilt wird, da dieser nur die Korrektur desselben vornehmen soll. Die Informationen können sich beispielsweise an Ausrichtmarkierungen der Zuführeinrichtung und/oder allgemein der Vorrichtung orientieren, um dem Bediener eine möglichst einfach zu handhabende Anleitung für die Umsetzung der Korrektur zu geben.
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Erfindungsgemäß ist weiterhin ein Verfahren zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern mit einer Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern vorgesehen, die Vorrichtung umfassend eine Zuführeinrichtung für ein erstes Etikettenband, eine Abführeinrichtung für ein zweites Etikettenband, eine Verbindungseinrichtung zum Verbinden eines ersten Etikettenendes des ersten Etikettenbandes mit einem zweiten Etikettenende des zweiten Etikettenbandes und eine Erkennungseinrichtung zum Erkennen einer relativen Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes, wobei das Verfahren basierend auf der erkannten relativen Anordnung ein Steuern der Verbindungseinrichtung zum Verbinden und/oder ein Ausgeben einer auf der relativen Anordnung basierenden Ausgabe umfasst.
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Mit diesem Verfahren kann das Überführen von einem ersten Etikettenband auf ein zweites Etikettenband unter Beibehaltung einer zuverlässigen Förderung und eines qualitativ hochwertigen Etikettierergebnisses erreicht werden.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung mehrere Zuführeinrichtungen umfasst und die Verbindungseinrichtung zwischen den Zuführeinrichtungen bewegbar angeordnet ist. Jede Zuführeinrichtung kann genau ein erstes Etikettenband oder auch mehrere erste Etikettenbänder zur Verfügung stellen. Durch Vorsehen mehrerer Zuführeinrichtungen und insbesondere mehrerer erster Etikettenbänder kann die Flexibilität und die verfügbare Zeit beim Ausgleichen beispielsweise eines relativen Versatzes zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende vergrößert werden.
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In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Erkennungseinrichtung mit der Verbindungseinrichtung mitbewegbar angeordnet ist. Hiermit kann die Anzahl Komponenten und damit die Komplexität der Vorrichtung reduziert und gleichzeitig ein gutes Etikettierergebnis und Transportergebnis der Etikettenbänder erreicht werden.
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Es kann vorgesehen sein, dass das Steuern ein Einstellen einer Verbindungsrichtung, entlang der das erste Etikettenband und das zweite Etikettenband von der Verbindungseinrichtung verbunden werden, umfasst und/oder dass die Ausgabe Informationen zu einer notwendigen Ausrichtung des ersten Etikettenendes und/oder des zweiten Etikettenendes basierend auf der relativen Anordnung umfasst.
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Hierdurch kann entweder gezielt automatisch eine Korrektur eines Versatzes oder eines zwischen dem ersten Etikettenband und dem zweiten Etikettenband eingeschlossenen Winkels erreicht werden oder dem Bediener eine ausreichende Anleitung gegeben werden, um eine solche Korrektur vorzunehmen, um so auch beim Wechsel von Etikettenbändern ein qualitativ hochwertiges Etikettierergebnis zu liefern.
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Es kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung basierend auf einem Vergleich der relativen Anordnung mit einem Grenzwert die Verbindungseinrichtung steuert oder die Ausgabe ausgibt. Wird der Grenzwert beispielsweise überschritten (oder unterschritten) kann vorgesehen sein, dass die Vorrichtung die Ausgabe vornimmt, da beispielsweise eine automatische Korrektur der relativen Anordnung nicht mittels der Verbindungseinrichtung erreicht werden kann. Liegt die relative Anordnung unter dem Grenzwert, so kann die Korrektur noch automatisch erfolgen, sodass ohne Eingriff eines Bedieners die notwendige Korrektur der relativen Anordnung vorgenommen werden kann, was den Bedienkomfort verbessert.
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In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die relative Anordnung einen Versatz des ersten Etikettenendes relativ zum zweiten Etikettenende entlang einer Richtung quer zu einer Förderrichtung des zweiten Etikettenbandes und/oder einen von einer Förderrichtung des ersten Etikettenbandes und einer Förderrichtung des zweiten Etikettenbandes eingeschlossenen Winkel umfasst, wobei optional das Steuern ein Steuern der Verbindungseinrichtung zum Ausgleichen des Versatzes und/oder des eingeschlossenen Winkels umfasst und/oder wobei optional die Ausgabe Informationen zu einer Korrektur des Versatzes und/oder des Winkels umfasst. Hiermit kann zuverlässig auf Abweichungen der relativen Anordnung zu einer etwaig vorgegebenen Soll-Anordnung reagiert werden.
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Sämtliche der hier beschriebenen Ausführungsformen sind miteinander kombinierbar.
Kurze Beschreibung der Figuren
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- Figur 1
- zeigt eine Ausführungsform einer Vorrichtung zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern
- Figur 2
- zeigt eine Ausführungsform des Versatzes zwischen Etikettenbändern
- Figur 3
- zeigt eine Ausführungsform eines zwischen Etikettenbändern eingeschlossenen Winkels
- Figur 4
- zeigt ein Fließschema eines Verfahrens zum Betrieb einer Vorrichtung, beispielsweise entsprechend Figur 1
Ausführliche Beschreibung
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Figur 1 zeigt eine Vorrichtung 100 zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern 131 und 132. Im Folgenden wird das Etikettenband 131 als das erste Etikettenband und das Etikettenband 132 als das zweite Etikettenband bezeichnet, wobei diese Bezeichnungen lediglich der einfacheren Zuordnung dienen sollen.
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Die Vorrichtung 100 kann grundsätzlich in Kombination mit einer Etikettiermaschine 180 genutzt werden, die Etiketten auf Behälter aufbringt. Der Betrieb solcher Etikettiermaschinen 180 und deren Ausgestaltung sind grundsätzlich bekannt. Dabei ist wünschenswert, dass die Etikettiermaschine 180 möglichst ohne Unterbrechungen betrieben werden kann. Um dies zu erreichen, muss der Zustrom an Etiketten möglichst kontinuierlich sein.
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Die Vorrichtung 100 ist ausgebildet, Etiketten für eine Etikettiermaschine 180 auf Etikettenbändern 131 und 132 bereitzustellen. Etikettenbänder können in der Vorrichtung 100 erfindungsgemäß in einer oder mehreren Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 vorgehalten werden. Beispielsweise kann das erste Etikettenband 131 auf einer hier schematisch dargestellten Etikettenbandrolle in der Zuführeinrichtung 101 vorgehalten werden. Die Etikettenbandrolle kann um eine Rotationsachse drehbar gelagert sein, sodass das erste Etikettenband 131 entlang einer Förderrichtung T2 einer im nachfolgenden noch zu beschreibenden Verbindungseinrichtung 102 zugefördert wird bzw. werden kann. Das zweite Etikettenband 132, das von einer weiteren Zuführeinrichtung der Vorrichtung 100 stammen kann, wird entlang einer Förderrichtung T1 beispielsweise in Richtung der Etikettiermaschine gefördert. Um eine Unterbrechung bei einem etwaig notwendigen Wechsel des ersten Etikettenbandes und des zweiten Etikettenbandes (beispielsweise bei einem Ende oder Leerlaufen des zweiten Etikettenbandes) zu vermeiden, ist vorgesehen, dass die Verbindungseinrichtung 102 ein erstes Etikettenende des ersten Etikettenbands 130 mit einem zweiten Etikettenende des zweiten Etikettenbands 132 verbindet, sodass ein durchgehendes Etikettenband gebildet wird.
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Dazu kann, wie in der schematischen vergrößerten Ansicht gezeigt, beispielsweise das erste Etikettenende 141 des ersten Etikettenbandes 131 mit dem zweiten Etikettenende 142 des zweiten Etikettenbandes 132 in Anlage gebracht werden und zwischen diese oder auf eines der beiden mithilfe der Verbindungseinrichtung 102 beispielsweise Klebemittel 143 aufgetragen werden, um die Etikettenenden 141 und 142 miteinander zu verbinden. Die Verbindungseinrichtung kann zusätzlich ausgebildet sein, die Etikettenenden 141 und 142 aneinander zu pressen, um so ein Verbinden mittels des Klebemittels zu bewirken.
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Alternativ zum Auftragen eines Klebemittels kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass die Verbindungseinrichtung durch Abgeben von Wärme die Etikettenenden zumindest teilweise schmilzt, sodass diese miteinander verkleben können. Das so gebildete durchgehende Etikettenband umfasst Teile des ersten Etikettenbandes und Teile des zweiten Etikettenbandes und kann somit genutzt werden, um den durchgehenden Betrieb beispielsweise der stromab angeordneten Etikettiermaschine zu gewährleisten.
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Erfindungsgemäß umfasst die Vorrichtung 100 weiterhin eine Erkennungseinrichtung 103, die ausgestaltet ist, um eine relative Anordnung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende zu bestimmen. Die Erkennungseinrichtung kann grundsätzlich beliebig ausgebildet sein und beispielsweise eine oder mehrere Kameras umfassen, die in einem Bereich, in dem das erste Etikettenende und das zweite Etikettenende relativ zueinander angeordnet sind, ein Bild des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes aufnehmen kann, sodass aus diesem Bild beispielsweise mittels bekannter Bildverarbeitungsprogramme die Etikettenenden und deren relative Anordnung zueinander bestimmt werden. Die relative Anordnung kann insbesondere einen Versatz der Etikettenenden relativ zu einer der Förderrichtungen T1 und T2 oder einen mit einer der Förderrichtungen T1 und T2 eingeschlossenen Winkel eines der Etikettenenden und oder Etikettenbänder umfassen.
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Dabei kann vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung 103 ortsfest angeordnet ist. Die Verbindungseinrichtung 102 hingegen kann entlang einer Richtung beispielsweise quer zur Förderrichtung T1 beweglich angeordnet sein, um zumindest beispielsweise das Klebemittel 143 oder allgemein die Verbindung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende herzustellen. Alternativ oder zusätzlich kann die Verbindungseinrichtung auch so angeordnet sein, dass sie zwischen verschiedenen Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 beweglich angeordnet ist sofern diese vorhanden sind. So kann die Verbindungseinrichtung 102 zwischen den verschiedenen Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 verfahren werden, um eine Verbindung eines zweiten Etikettenbandes mit einem ersten Etikettenband herzustellen. Durch Vorsehen mehrerer Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 kann die Frequenz, mit der beispielsweise eine leer gefahrene Zuführeinrichtung (beispielsweise eine Zuführeinrichtung, bei der die Etikettenrolle erschöpft ist) mit einer neuen Etikettenrolle bestückt werden muss, um den reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, verringert werden. Dies kann insbesondere vorteilhaft sein, wenn der Wechsel der Etikettenrollen manuell erfolgen muss.
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In einer Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung 103 mit der Verbindungseinrichtung 102 mitbewegbar angeordnet ist. Beispielsweise kann die Erkennungseinrichtung 103 an der Verbindungseinrichtung angeordnet, beispielsweise mit dieser oder mit einem Rahmen dieser verschraubt sein. So kann die Erkennungseinrichtung mit der Verbindungseinrichtung mitgeführt werden und es ist nicht erforderlich, für jede Zuführeinrichtung separat eine Erkennungseinrichtung 103 vorzusehen, die die relative Anordnung zwischen einem von dieser spezifischen Zuführeinrichtung zugeführten Etikettenband und dem Etikettenband 132 zu bestimmen.
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Wenn hier auch nicht dargestellt, so kann vorgesehen sein, dass stromab der Verbindungseinrichtung 102 in Förderrichtung T1 ein Puffersystem angeordnet ist, mit dem das zweite Etikettenband 132 zumindest teilweise gepuffert werden kann. Das Puffersystem kann beispielsweise eine Vielzahl von drehbar gelagerten und translatorisch entlang wenigstens einer Richtung senkrecht zur jeweiligen Drehachse beweglich angeordnete Pufferrollen umfassen. Durch Veränderung des Abstandes der Pufferrollen zueinander kann die von dem Etikettenband zurückzulegende Wegstrecke verändert werden. Hierdurch kann trotz Weiterfördern des zweiten Etikettenbandes 132 das zweite Etikettenende 142 zumindest für den Fall eines notwendigen Verbindens zwischen Etikettenenden der Etikettenbänder 131 und 132 angehalten bzw. fixiert werden, ohne dass das Etikettenband reißt. Solche Puffersysteme sind grundsätzlich bekannt. Hierdurch kann auch bei laufendem Betrieb ein Verbinden des ersten Etikettenbandes und des zweiten Etikettenbandes durch die Verbindungseinrichtung 102 erfolgen. Damit können Stillstandszeiten reduziert werden.
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Zusätzlich oder alternativ ist es mit einem solchen Puffersystem möglich, das zweite Etikettenende 132 beispielsweise durch die Verbindungseinrichtung 102 zwischen den verschiedenen Zuführeinrichtungen hin und her zu bewegen, ohne die Gefahr, dass das Etikettenband reißt und/oder der Betrieb der Vorrichtung oder einer nachgeordneten Etikettiermaschine angehalten werden muss. Hiermit ist es möglich, die relative Anordnung des jeweils ersten Etikettenendes des Etikettenbandes der jeweiligen Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 zum zweiten Etikettenband 132 zu bestimmen. Dies kann, wie noch im Zusammenhang mit der Figur 3 beschrieben wird, genutzt werden, um festzustellen, ob ein erstes Etikettenende einer bestimmten Zuführeinrichtung mit dem zweiten Etikettenende des zweiten Etikettenbandes eine relative Anordnung zueinander einnimmt, die für das Verbinden der Etikettenenden geeignet ist.
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Die Erfindung ist hinsichtlich der Anzahl der Zuführeinrichtungen 101, 111 und 112 nicht beschränkt. Es können bevorzugt wenigstens zwei oder auch mehr, beispielsweise drei, fünf oder zehn Zuführeinrichtungen vorgesehen sein, in denen jeweils ein Etikettenband vorgehalten und zugeführt werden kann. Es kann alternativ oder zusätzlich auch vorgesehen sein, dass in jeder Zuführeinrichtung mehrere Etikettenbänder vorgehalten werden, die unabhängig voneinander in Richtung der Verbindungseinrichtung oder eines entsprechenden zweiten Etikettenbandes transportiert werden können.
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Die Erkennungseinrichtung kann, wie bereits beschrieben, beispielsweise als Kamera ausgeführt sein, insbesondere als Kamera, die Bilder im sichtbaren Bereich des Spektrums aufnehmen kann. Die relative Anordnung zwischen den Etikettenbändern oder den Etikettenenden kann entweder durch Erkennen (mit geeigneten Bildverarbeitungsprogrammen) der Etikettenbänder (insbesondere der Etikettenenden) selbst, oder bestimmter Markierungen auf den Etikettenbändern, wie beispielsweise bestimmten Kombinationen von Strichen, Linien oder anderen geometrischen Formen, bewirkt werden. In letzterem Fall kann die Erkennungseinrichtung auch als eine Erkennungseinrichtung ausgebildet sein, die Bilder im nicht sichtbaren Bereich, beispielsweise im infraroten oder im UV-Bereich, aufnehmen kann. Dies kann vorteilhaft sein, wenn die Markierungen im sichtbaren Bereich unsichtbar, aber dafür in dem entsprechenden nicht sichtbaren Bereich, also beispielsweise im infraroten Bereich oder im UV-Bereich, sichtbar sind. Solche Markierungen können beispielsweise eingesetzt werden, um den an den jeweiligen Etikettenbändern notwendigen Platz für das Verbinden zwischen den Etikettenenden zu reduzieren, beziehungsweise den Abschnitt der Etikettenbänder, der mit sichtbaren Markierungen, die nicht Teil der Etiketten sind, beziehungsweise nicht den Motiven der Etiketten zugeordnet sind, möglichst zu reduzieren.
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Die Vorrichtung 100 ist erfindungsgemäß ausgebildet, basierend auf der erkannten relativen Anordnung der ersten und zweiten Etikettenenden zueinander die Verbindungseinrichtung zum Verbinden der Etikettenenden zu steuern und/oder basierend auf der relativen Anordnung eine Ausgabe an einen Bediener auszugeben.
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Dabei umfasst das Steuern der Verbindungseinrichtung zumindest, dass das erste Etikettenende und das zweite Etikettenende, wie beschrieben beispielsweise durch Auftrag von Klebemittel und optionalem Andrücken der Etikettenenden aneinander, miteinander verbunden werden. Das Steuern der Verbindungseinrichtung kann abhängig von der relativen Anordnung auch umfassen, dass die Verbindungseinrichtung oder ein Teil dieser die relative Anordnung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende verändert. Dies kann beispielsweise genutzt werden, um einen Versatz quer zur Förderrichtung oder parallel zur Förderrichtung oder einer Kombination davon zu verändern oder zu korrigieren.
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Alternativ oder zusätzlich kann es sich dabei, wie mit Bezug auf die Figuren 2 und 3 noch beschrieben wird, auch um einen zwischen den Förderrichtungen T1 und T2 eingeschlossenen Winkel oder allgemein der Etikettenbänder 131 und 132 handeln. Die Verbindungseinrichtung 102 kann beispielsweise über relativ zueinander bewegbare Klemmen zum Einklemmen eines oder beider Etikettenbänder verfügen, wobei durch relatives Bewegen der Klemmen mit eingeklemmten Etikettenbändern deren relative Anordnung verändert werden kann. Diese Veränderung kann beispielsweise so ausgeführt werden, dass aus einer ursprünglichen relativen Anordnung heraus die relative Anordnung der Etikettenenden in eine gewünschte oder Soll-Anordnung der Etikettenenden überführt wird, indem die Etikettenenden translatorisch zueinander bewegt werden oder gegeneinander verdreht werden und anschließend das Klebemittel aufgebracht oder allgemein die Verbindung zwischen den Etikettenenden hergestellt wird.
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Zusätzlich oder alternativ zum Steuern der Verbindungseinrichtung kann eine Ausgabe auf einem Display 160 erfolgen, das beispielsweise einer Steuereinheit der Vorrichtung 100, zugeordnet sein und beispielsweise als Laptop oder Tablet oder ähnliches ausgestaltet sein kann. Die Ausgabe kann alternativ oder zusätzlich auch akustisch und nicht rein visuell oder nur akustisch und nicht visuell oder nur visuell und nicht akustisch erfolgen. Die Ausgabe kann beispielsweise Informationen über die relative Anordnung der Etikettenenden enthalten und diese beispielsweise als numerischen Wert, beispielsweise als Abweichung von einem Soll-Wert ausgeben. Sind beispielsweise die Etikettenenden relativ zueinander versetzt, so kann die Ausgabe einen numerischen Wert umfassen, der die Richtung des Versatzes (beispielsweise durch ein Vorzeichen) und die Größe des Versatzes relativ zu einem Soll-Versatz oder einer Soll-Anordnung der Etikettenenden relativ zueinander angeben.
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Alternativ oder zusätzlich kann auch vorgesehen sein, dass die Ausgabe eine Anleitung für den Bediener umfasst, wie die Etikettenenden relativ zueinander bewegt werden müssen, um diese aus der aktuellen relativen Anordnung in eine gewünschte oder Soll-Anordnung zu überführen. Hierzu kann beispielsweise auch vorgesehen sein, dass die Verbindungseinrichtung oder ein Teil der Vorrichtung 100 eine Orientierungshilfe wie beispielsweise eine in Richtung T1 oder T2 verlaufende Ausrichtleiste umfasst, entlang der die Etikettenenden relativ zueinander ausgerichtet werden können. Diese Leiste kann dann als Basis für die Anleitung in der Ausgabe genutzt werden. Beispielsweise kann eine piktografische Anzeige und/oder eine numerische Anzeige hinsichtlich der notwendigen Veränderung der jeweiligen Position der Etikettenenden in der Ausgabe vorgesehen sein.
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Es kann optional auch vorgesehen sein, dass die Vorrichtung 100 sowohl die Verbindungseinrichtung basierend auf der relativen Anordnung entsprechend der obigen Ausführungsformen steuert, als auch eine Ausgabe an den Bediener ausgibt. Dies kann beispielsweise dann der Fall sein, wenn ein etwaiger Versatz oder ein Verdrehen der Etikettenenden möglichst zuverlässig nur sowohl durch eine manuelle Änderung der relativen Anordnung der Etikettenenden (beispielsweise eine grobe Veränderung der relativen Anordnung) als auch eine automatische Veränderung der relativen Anordnung (beispielsweise nachfolgend zu der manuellen Veränderung der relativen Anordnung) korrigiert werden kann, um ein zuverlässiges Verbinden der Etikettenenden zu bewirken.
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Die Figur 2 zeigt eine relative Anordnung der Etikettenbänder 231 und 232 beziehungsweise der Etikettenbandenden zueinander, bei dem die Etikettenbänder oder Etikettenenden einen Versatz V in eine Richtung senkrecht zur Förderrichtung aufweisen. Dieser Versatz kann beispielsweise dadurch entstehen, dass das zweite Etikettenband 232 oder das erste Etikettenband 231 in ihrer jeweiligen Transporteinrichtung nicht perfekt positioniert sind und deshalb zwar entlang der richtigen Förderrichtung (also in einer Richtung parallel zur Förderrichtung T1 und/oder T2) gefördert werden, aber hierzu einen Versatz aufweisen. Dieser Versatz kann kompensiert werden, indem beispielsweise die Verbindungseinrichtung eines der Etikettenenden oder beide Etikettenenden so relativ zueinander entlang der durch den Versatz V definierten Richtung zieht, dass der Versatz V ganz verschwindet oder zumindest auf einen Betrag reduziert wird, der innerhalb einer Toleranzgrenze liegt. Während hier nur ein Versatz in einer Richtung quer zur Förderrichtung T1 bzw. T2 gezeigt ist, kann der Versatz auch entlang einer Richtung parallel zur Förderrichtung T1 vorliegen, sodass beispielsweise ein Überlapp zwischen den Etikettenenden nicht oder nicht in einem Maße vorliegt, das für das Verbinden der Etikettenbänder notwendig wäre. Analog zur eben beschriebenen Ausführungsform kann auch in dieser Ausführungsform die Verbindungseinrichtung dann beide Etikettenenden oder nur eines der Etikettenenden so entlang einer Richtung parallel zu dem Versatz bewegen, dass dieser ausgeglichen wird.
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Figur 3 zeigt eine weitere relative Anordnung der Etikettenbänder 331 und 332 bzw. der Etikettenenden 341 und 342. In dieser Ausführungsform schließt die Förderrichtung T1 mit der Förderrichtung T2 einen Winkel α ein, der größer als 0° ist und beispielsweise 0,5° oder 1° oder bis zu 5° betragen kann. Dies bedeutet also, dass das Etikettenband 331 in einer Richtung T2 befördert wird, die nicht der Richtung T1 entspricht bzw. zu dieser nicht parallel ist. Werden die Etikettenbänder 331 und 332 nun verbunden, so würde das Etikettenband 331, das entlang der Richtung T2 angefördert wird, entlang der Richtung T1 gezogen. Dies kann zu Falten oder nicht korrektem Abrollen des Etikettenbandes entlang seines Transports führen.
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Um dies auszugleichen, kann vorgesehen sein, dass die Verbindungseinrichtung das erste und/oder zweite Etikettenband so verkippt, dass der zwischen den Etikettenbändern bzw. deren Förderrichtungen T1 und T2 eingeschlossene Winkel α reduziert wird, besonders bevorzugt auf 0° oder unterhalb eines Toleranzwertes reduziert wird.
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Alternativ oder zusätzlich zu dem in Bezug auf Figuren 2 und 3 beschriebenen Vorgehen zum Reduzieren des Versatzes und/oder der verdrehten Anordnung zwischen dem ersten Etikettenband und dem zweiten Etikettenband kann auch vorgesehen sein, dass beispielsweise durch Einstellen der Verbindungsrichtung zwischen dem ersten Etikettenband und dem zweiten Etikettenband oder der Position, bei der die Verbindungseinrichtung das erste Etikettenband und das zweite Etikettenband verbindet, die relative Anordnung verändert wird.
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Beispielsweise kann durch Verändern einer Richtung entlang der in der Ausführungsform der Figur 3 die Verbindung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende hergestellt werden, die von dem in Förderrichtung T1 geförderten Etikettenband 332 auf das Etikettenband 331 wirkende Zugkraft, insbesondere deren Richtung, verändert werden, sodass hierdurch auch die weitere Förderrichtung des ersten Etikettenbandes geändert werden kann. Hierdurch kann der etwaige Versatz bzw. das etwaige Verkippen kompensiert werden.
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Figur 4 zeigt ein Fließschema eines Verfahrens zum Fördern und Verbinden von Etikettenbändern 400 gemäß einer Ausführungsform.
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Das Verfahren beginnt mit dem Schritt 401, in dem die relative Anordnung zwischen einem ersten Etikettenende und einem zweiten Etikettenende bestimmt wird, wie dies bereits mit Bezug auf die vorherigen Ausführungsformen grundsätzlich beschrieben wurde. Dies erfolgt mit der Erkennungseinrichtung und kann beispielsweise, wie schon beschrieben, basierend auf einem Erkennen der Form und Anordnung der Etikettenenden oder Etikettenbänder selbst oder beispielsweise basierend auf einem Erkennen von bestimmten Markierungen und deren relative Anordnung zueinander auf den jeweiligen Etikettenbändern erfolgen.
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Im Schritt 402 wird die relative Anordnung mit einem Grenzwert verglichen. Da die relative Anordnung beispielsweise einen Versatz zwischen dem ersten Etikettenband und dem zweiten Etikettenband bzw. den entsprechenden Etikettenenden und/oder ein Verkippen der Förderrichtungen relativ zueinander angeben kann, handelt es sich bei der relativen Anordnung üblicherweise um einen numerischen Wert, der einer Differenz von Werten entspricht. Dieser kann mit einem Grenzwert, der als maximal zulässige Differenz angesehen werden kann, verglichen werden. Wird festgestellt, dass die relative Anordnung (und damit die Differenz beispielsweise einer Position der Etikettenenden quer zur Förderrichtung) oberhalb dieses Grenzwertes liegt, so kann die Vorrichtung anders agieren als in einem Fall, in dem die relative Anordnung unterhalb des Grenzwertes liegt.
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In der in Figur 4 beschriebenen Ausführungsform ist dabei vorgesehen, dass der Grenzwert insbesondere angibt, bis zu welchem Unterschied in der Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes (und damit bis zu welchem numerischen Wert der relativen Anordnung) noch eine automatische Anpassung der relativen Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes möglich ist.
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Wird daher im Schritt 403 festgestellt, dass die relative Anordnung bzw. der ihr zugehörige Wert unterhalb des Grenzwertes liegt, so kann im Schritt 404 eine automatische Anpassung der relativen Anordnung des ersten Etikettenendes und des zweiten Etikettenendes zueinander erfolgen, wie dies bereits oben im Zusammenhang mit den Figuren 1 bis 3 beschrieben wurde.
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Anschließend können die Etikettenenden im Schritt 408 miteinander verbunden werden und der Weitertransport der so verbundenen Etikettenbänder kann ausgeführt werden.
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Wird stattdessen jedoch festgestellt, dass die relative Anordnung oberhalb des Grenzwertes liegt (Schritt 405), sind zwei Möglichkeiten vorgesehen. Zum einen kann im Schritt 406 eine Ausgabe an den Bediener erfolgen, die relative Anordnung zwischen dem ersten Etikettenende und dem zweiten Etikettenende zu verändern. Dies kann wie in den vorangegangenen beschriebenen Ausführungsformen erfolgen. Alternativ oder zusätzlich kann zunächst auch vorgesehen sein, dass die Erkennungseinrichtung und optional auch die Verbindungseinrichtung (zusammen mit dem von ihr gehaltenen ersten Etikettenband) zu einer nächsten Zuführeinrichtung 407 verfahren werden, sodass die relative Anordnung zwischen dem zweiten Etikettenband und dem in dieser Zuführeinrichtung vorgehaltenen ersten Etikettenband geprüft werden kann.
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Hier werden dann die Schritte 401 und 402 für die weitere bzw. nächste Zuführeinrichtung wiederholt und sofern festgestellt wird, dass die relative Anordnung unterhalb des Grenzwertes liegt (Schritt 403), kann der Schritt 404 und der Schritt 408 ausgeführt werden. Wird stattdessen erneut festgestellt, dass die relative Anordnung oberhalb des Grenzwertes liegt (405), kann entweder die nächste Zuführeinheit genutzt werden oder, wenn alle Zuführeinheiten bereits geprüft wurden, eine Ausgabe an den Bediener erfolgen, die beispielsweise umfassen kann, welches Etikettenband von welcher Zuführeinrichtung mit dem zweiten Etikettenband verbunden werden soll und wie die relative Anordnung des ersten Etikettenbandes und des zweiten Etikettenbandes verändert werden muss. Hierbei kann bevorzugt die Zuführeinrichtung ausgewählt werden, für die die relative Anordnung der Etikettenenden den kleinsten Abstand bzw. die kleinste Differenz zu einem Soll-Wert aufweist.
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Anschließend kann dann ein Verbinden des ersten Etikettenbandes mit dem zweiten Etikettenband im Schritt 408 erfolgen und der Betrieb aufgenommen werden.