EP4739981A1 - Verfahren, system und fahrzeug - Google Patents

Verfahren, system und fahrzeug

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EP4739981A1
EP4739981A1 EP24805519.6A EP24805519A EP4739981A1 EP 4739981 A1 EP4739981 A1 EP 4739981A1 EP 24805519 A EP24805519 A EP 24805519A EP 4739981 A1 EP4739981 A1 EP 4739981A1
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EP
European Patent Office
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vehicle
vehicles
route
charging stop
charging
Prior art date
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Pending
Application number
EP24805519.6A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Christian Bootz
Marian Kühnel
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Mercedes Benz Group AG
Original Assignee
Mercedes Benz Group AG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren (8) zum Vorschlagen von Ladestopps (2) entlang einer Route (3) für ein batterieelektrisches Fahrzeug (5), - bei dem in einer Rechneranordnung (6) für eine Vielzahl batterieelektrischer Fahrzeuge (5) anhand von Fahrerdaten (15) und/oder Fahrzeugdaten (16) in Verbindung mit einer das jeweilige Fahrzeug (5) identifizierenden Fahrzeug-ID (17) Interessensgemeinschaften (19) von batterieelektrischen Fahrzeugen (5) mit ähnlichen Fahrerdaten (15) und/oder Fahrzeugdaten (16) erzeugt werden, - bei dem mehrere Fahrer jeweils mittels einer Navigationseinrichtung (11) jeweils eine Route (3) berechnen, die jeweils wenigstens einen Ladestopp (2) beinhaltet, - bei dem die berechneten Routen (3) zusammen mit dem jeweiligen Ladestopp (2) und der zugehörigen Fahrzeug-ID (17) der Rechneranordnung (6) übermittelt werden, - bei dem zumindest zwei Fahrzeuge (5) anhand der Fahrzeug-ID (17) identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft (18) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, - bei dem die Fahrer der identifizierten Fahrzeuge (5) darüber informiert werden, dass die Möglichkeit besteht, die jeweilige berechnete Route (3) so zu modifizieren, dass zumindest ein Ladestopp (2) der Route (3) zeitlich und örtlich mit einem Ladestopp (2) eines anderen Fahrzeugs (5) derselben Interessensgemeinschaft (19) zusammenfällt, - bei dem für den Fall, dass zumindest zwei Fahrer diese Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) nutzen, die berechneten Routen (3) der beiden Fahrzeuge (5) so modifiziert werden, dass die in ähnliche Zeitfenster (23) fallenden und örtlich im gleichen Umkreis liegenden Ladestopps (2) der beiden Routen (3) örtlich und zeitlich zusammenfallen.

Description

Verfahren, System und Fahrzeug
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Vorschlägen von Ladestopps entlang einer Route für ein batterieelektrisches Fahrzeug. Die Erfindung betrifft außerdem ein System zur Durchführung des Verfahrens sowie ein batterieelektrisches Fahrzeug, das sich in dem System zur Durchführung des Verfahrens verwenden lässt.
Fahrzeuge können mit einer Navigationseinrichtung zum Ermitteln einer Route zu einem Ziel ausgestattet sein. Bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor spielt dabei die Reichweite des Fahrzeugs eine untergeordnete Rolle, da Tankstellen weitverbreitet sind und fast überall zu finden sind. Im Unterschied dazu kann es bei batterieelektrischen Fahrzeugen bei längeren Routen erforderlich sein, zumindest einen Ladestopp entlang der Route einzuplanen, weil die Anzahl der zur Verfügung stehenden Ladestellen im Vergleich zu den Tankstellen noch immer gering ist.
Aus der DE 102022 119 014 A1 sind ein System und ein Verfahren zum Vorschlägen einer Ladestation entlang einer Route bekannt, bei dem in Abhängigkeit der aktuellen Reichweite des Fahrzeugs bzw. des aktuellen Ladezustands der Fahrzeugbatterie eine für einen Ladestopp geeignete Ladestellen ermittelt wird und in einem Display einer Navigationseinrichtung zusätzlich zur Route angezeigt wird.
Aus der DE 102020 110 588 A1 ist es bekannt, beim Berechnen einer Route die Reichweite eines batterieelektrischen Fahrzeugs bzw. den aktuellen Ladezustand einer Fahrzeugbatterie zu berücksichtigen, um entlang der Route zumindest einen Ladestopp vorzusehen, sodass die Route das Fahrzeug über den jeweiligen Ladestopp zum gewünschten Ziel führt. Bei dem bekannten Verfahren werden zunächst zwei unterschiedliche Routen ermittelt, wobei die eine Route eine größere Anzahl an kürzeren Ladestopps enthält, während die andere Route eine kleinere Anzahl an längeren Ladestopps enthält. Durch Vergleichen der beiden Routen wird dann diejenige ausgewählt, die insgesamt die kürzeste Fahrzeit verspricht.
Die Einplanung von Ladestopps ist bei den Fahrern (männlich/weiblich/divers) unbeliebt, da ein Ladestopp in der Regel deutlich länger mehr Zeit benötigt als ein Tankstopp. Für die Fahrer stellt sich ein Gefühl von ungenutzter und vergeudeter Zeit ein, was für die Akzeptanz batterieelektrischer Fahrzeuge nachteilig ist.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für die Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen die Ladestopps qualitativ zu verbessern, umso die Akzeptanz batterieelektrischer Fahrzeuge zu erhöhen.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Routen von wenigstens zwei Fahrzeugen hinsichtlich eines Ladestopps zu synchronisieren, sodass sich zwei oder mehr Fahrzeuge gezielt an einer vorbestimmten Ladestation zu einem gemeinsamen Ladestopp treffen können. Dabei wird darauf geachtet, dass die zugehörigen Fahrer gemeinsame Interessen haben. Hierdurch wird ein Interessensaustausch der Fahrer beim gemeinsamen Ladestopp ermöglicht, wodurch sich der Ladestopp kurzweilig gestalten lässt. Hierdurch lassen sich die genannten Nachteile zeitraubender Ladestopps weitgehend kompensieren.
Um Fahrer mit gleichen oder ähnlichen Interessen bei einem derartigen gemeinsamen Ladestopp zusammenbringen zu können, werden in einer Rechneranordnung von einer Vielzahl von batterieelektrischen Fahrzeugen Fahrerdaten und/oder Fahrzeugdaten des jeweiligen Fahrzeugs in Verbindung mit einer das jeweilige Fahrzeug identifizierenden Fahrzeug-ID gespeichert und eingestuft. Diese Einstufung erfolgt dabei dahingehend, dass Fahrzeuge mit ähnlichen Fahrerdaten und/oder ähnlichen Fahrzeugdaten zu Interessensgemeinschaften zusammengefasst werden. Diese Vorgehensweise beruht auf der Erkenntnis, dass Fahrer, deren Fahrzeuge ähnliche oder sogar identische Fahrerdaten und/oder Fahrzeugdaten aufweisen, einer vergleichsweise hohen Wahrscheinlichkeit auch ähnliche Interessen und insoweit Gemeinsamkeiten aufweisen. Bei einem Treffen zum gemeinsamen Ladestopp können sich die Fahrer dann angeregt austauschen, was die Wartezeit während des Ladestopps angenehm ausfüllt, kurzweilig gestaltet und in positiver Erinnerung bleibt. Hierdurch wird die Akzeptanz der Ladestopps für die Fahrer erheblich verbessert.
Das Verfahren schlägt vor, dass mehrere Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen je- weils mittels einer Navigationseinrichtung jeweils eine Route berechnen, die jeweils wenigstens einen Ladestopp beinhaltet. Die berechneten Routen werden zusammen mit dem jeweiligen Ladestopp und der zugehörigen Fahrzeug-ID der Rechneranordnung übermittelt. Im Folgenden werden zumindest zwei Fahrzeuge anhand der Fahrzeug-ID identifiziert, die derselben Interessensgemeinschaft zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen jeweils einen Ladestopp aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster fallen und deren Orte innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen. Die Zeitfenster der Ladestopps der wenigstens zwei Routen sind insbesondere dann ähnlich, wenn sie sich zeitlich überschneiden, wodurch sich eine nennenswerte gleichzeitige Haltezeitspanne ergibt. Der örtliche Umkreis kann so vorbestimmt sein, dass sich ein maximaler Umweg und/oder eine maximale Umwegzeit, also ein maximaler Zeitbedarf für den Umweg, zum Beispiel 5 Minuten, ergeben kann. Der Umkreis und/oder ein maximaler Umweg und/oder eine maximale Umwegzeit kann insbesondere vom jeweiligen Fahrer bestimmt werden.
Die Fahrer der so identifizierten Fahrzeuge werden darüber informiert, dass die Möglichkeit besteht, die jeweilige berechnete Route so zu modifizieren, dass zumindest ein Ladestopp der Route zeitlich und örtlich mit einem Ladestopp eines anderen Fahrzeugs derselben Interessensgemeinschaft zusammenfällt und einen gemeinsamen Ladestopp bildet. Wenn nun wenigstens zwei der so informierten Fahrer diese Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route nutzen, werden die berechneten Routen der beiden Fahrzeuge so modifiziert, dass die in dasselbe Zeitfenster fallenden und örtlich im gleichen Umkreis liegenden Ladestopps der beiden Routen örtlich und zeitlich zu einem gemeinsamen Ladestopp zusammenfallen. Damit kommen die beiden Fahrzeuge mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit im ermittelten Zeitfenster am Ort des gemeinsamen Ladestopps an, wodurch die Fahrer den Ladestopp gemeinsam verbringen können. Im Beispiel von zwei Routen ergeben sich dabei folgende Möglichkeiten. Die erste Route sieht einen Ladestopp an einer ersten Ladestelle vor, die sich an einem ersten Ort befindet. Die zweite Route sieht einen Ladestopp an einer zweiten Ladestelle vor, die sich an einem zweiten Ort befindet. Im ersten Fall sind der erste Ort und der zweite Ort identisch. In diesem Fall müssen beide Routen nicht modifiziert werden. Es muss nur noch sichergestellt werden, dass am fraglichen Ort eine Ladestation mit wenigstens zwei Ladestellen vorhanden ist. Der gemeinsame Ladestopp ergibt sich dann von selbst. In einem zweiten Fall bildet der zweite Ort für die erste Route einen kürzeren Umweg als der erste Ort für die zweite Route. In diesem Fall wird die erste Route dahingehend modifiziert, dass für den gemeinsamen Ladestopp der zweite Ort verwendet wird. In einem dritten Fall repräsentiert der zweite Ort einen größeren Umweg für die erste Route als der erste Ort in der zweiten Route. In diesem Fall wird die zweite Route dahingehend modifiziert, dass der gemeinsame Ladestopp am ersten Ort stattfindet. In einem vierten Fall kann eine dritte Ladestation mit mindestens zwei Ladestellen an einem dritten Ort aufgezeigt werden, der für beide Routen jeweils einen vergleichsweise kurzen Umweg repräsentiert. In diesem Fall werden beide Routen dahingehend modifiziert, dass als gemeinsamer Ladestopp der dritte Ort verwendet wird. Entsprechendes gilt dann auch für drei oder mehr Fahrzeuge.
Die Navigationseinrichtung kann üblicherweise durch einen internen Bestandteil des Fahrzeugs gebildet sein. Hierdurch kennt die Navigationseinrichtung automatisch den Ladezustand der Fahrzeugbatterie, die Fahrzeug-ID sowie Fahrzeugdaten und/oder Fahrerdaten. Alternativ dazu ist es ebenso möglich, das hier geschilderte Verfahren durchzuführen, wenn die Navigationseinrichtung eine bezüglich des Fahrzeugs externe Einrichtung ist. Insbesondere kann die Navigationseinrichtung auch durch eine Navigationsapp oder ein Navigationsprogramm gebildet sein, die bzw. das auf einem Smartphone oder auf einem Tabletcomputer oder auf einem Laptopcomputer abläuft. Die Fahrzeugdaten und/oder Fahrerdaten, die Fahrzeug-ID und der Ladezustand der Fahrzeugbatterie müssen dann auf entsprechende Weise der externen Navigationseinrichtung übermittelt werden.
Die Rechneranordnung kann als Backendcomputer oder Backendserver konfiguriert sein. Die Rechneranordnung kann einen oder mehrere Rechner oder einen oder mehrere Server aufweisen. Die Rechneranordnung kann auch in einer Cloud bereitgestellt werden bzw. durch eine Cloud gebildet werden.
Im vorliegenden Zusammenhang entspricht einer „Konfiguration“ einer „Ausgestaltung“ und/oder einer „Einrichtung“ und/oder einer „Programmierung“, so dass die Formulierung „so konfiguriert, dass“ gleichbedeutend ist mit der Formulierung „so ausgestaltet, dass“ und/oder „so eingerichtet, dass“ und/oder „so programmiert, dass“.
Zweckmäßig kennt die Rechneranordnung die geographischen Orte einer Vielzahl von Ladestellen, die als Ladestopp infrage kommen. Damit kann die Rechneranordnung besonders einfach eine für einen gemeinsamen Ladestopp geeignete Ladestellen finden. Die entsprechenden Daten sind in der Rechneranordnung gespeichert.
Die jeweilige Navigationseinrichtung hat üblicherweise Zugriff auf einen internen Speicher, in dem alle erforderlichen Navigationsdaten und Standorte der Ladestellen abrufbar sind, sodass die Navigationseinrichtung die jeweilige Route einschließlich Ladestopp offline berechnen kann. Alternativ dazu ist ebenso denkbar, dass die Navigationseinrichtung die jeweilige Route mit Ladestopp durch Kommunikation mit der Rechneranordnung ermittelt, also online. Auf diese Weise ist gesichert, dass die Navigationseinrichtung und die Rechneranordnung Zugriff auf die geographischen Daten derselben Ladestellen haben.
Der jeweilige Ladestopp beinhaltet zweckmäßig den geographischen Ort wenigstens einer Ladestelle. Zweckmäßig werden für den gemeinsamen Ladestopp nur solche Ladestationen berücksichtigt, die zwei oder mehr Ladestellen für jeweils ein Fahrzeug aufweisen.
Die jeweilige Route, die der jeweilige Fahrer mithilfe der Navigationseinrichtung ermittelt, führt vom aktuellen Fahrzeugstandort zu einem vom Fahrer bestimmten Ziel.
Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform können die Fahrzeugdaten zumindest ein Mitglied aus der folgenden Gruppe sein: Fahrzeugmarke, wie zum Beispiel Mercedes- Benz, BMW, Porsche, VW und dergleichen, Fahrzeugmodell, wie zum Beispiel A-Klasse, 3er, Taycan, IG.3, und dergleichen, Fahrzeugtyp, wie zum Beispiel Limousine, Kombi, Cabriolet, Geländewagen, SUV, Sportwagen, Camper und dergleichen, Fahrzeugausstattung, wie zum Beispiel Beduftungseinrichtung, Entertainmentsystem, Anhänger und dergleichen, Fahrzeugkonfiguration, wie zum Beispiel Sportkonfiguration, Tuningkonfiguration, Komfortkonfiguration, Luxuskonfiguration.
Die Fahrerdaten können zumindest ein Mitglied aus der folgenden Gruppe sein: Fahrereigenschaften, wie zum Beispiel alleinreisend, familienreisend usw., Fahrverhalten, wie zum Beispiel Onroad, Offroad, Langstrecken, Kurzstrecken usw., Personendaten, wie zum Beispiel Geschlecht, Alter, Partnerstatus, Kinderanzahl, Hundehalter, gehörte Radiosender, gehörte Musikrichtungen, Reisezielstadt, Reisezielland usw.
Die Fahrzeug-ID repräsentiert ein Fahrzeug-Identifikationsdokument, mit dem sich das jeweilige Fahrzeug eindeutig identifizieren lässt. Die Fahrzeug-ID kann beispielsweise durch eine Fahrgestellnummer des Fahrzeugs oder durch ein Fahrzeugkennzeichen des Fahrzeugs gebildet sein.
Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Identifikation von Fahrzeugen, die derselben Interessensgemeinschaft zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen jeweils einen Ladestopp aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, permanent durchgeführt wird, sodass die Fahrer der identifizierten Fahrzeuge auch während der Fahrt entlang der jeweiligen berechneten Route darüber informiert werden, dass die Mög- lichkeit zur Modifizierung der berechneten Route besteht. Demnach kann auch während der Fahrt entlang der Route noch die Möglichkeit aufgezeigt werden, dass die jeweilige berechnete Route so modifiziert werden kann, dass zumindest ein Ladestopp der Route zeitlich und örtlich mit einem Ladestopp eines anderen Fahrzeugs derselben Interessensgemeinschaft zusammenfällt. Insbesondere bei längeren Routen kann sich die Möglichkeit für einen gemeinsamen Ladestopp auch erst während des Verlaufs der Route ergeben, insbesondere wenn kürzere Routen anderer Fahrzeuge später berechnet werden und dementsprechend später der Rechneranordnung zur Kenntnis gebracht werden.
Bei einer anderen Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen jeweils einen Ladestopp aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, bevorzugt oder nur diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route informiert werden, bei denen die größte Übereinstimmung der Fahrerdaten und/oder Fahrzeugdaten vorliegt. Auf diese Weise wird die Wahrscheinlichkeit einer kurzweiligen, angeregten Unterhaltung der Fahrer während des gemeinsamen Ladestopps erhöht.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass in der Rechneranordnung Fahrzeuggruppen erzeugt werden, in denen Fahrzeuge zusammengefasst werden, bei denen die Routen zum gemeinsamen Laden an demselben Ladestopp modifiziert worden sind. In diesen Fahrzeuggruppen befinden sich demnach Fahrzeuge, deren Fahrer sich bereits bei einem gemeinsamen Ladestopp getroffen haben. Für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen jeweils einen Ladestopp aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, werden bevorzugt oder nur diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route informiert, deren Fahrzeuge sich in derselben Fahrzeuggruppe befinden. Auf diese Weise kann ein Fahrzeugnetzwerk bzw. ein Fahrernetzwerk geschaffen werden, sodass sich bevorzugt solche Fahrer wieder zu gemeinsamen Ladestopps treffen, die sich früher schon wenigstens einmal zu einem gemeinsamen Ladestopp getroffen haben. Auf diese Weise wird für zusätzlichen Gesprächsstoff gesorgt, was den Ladestopp kurzweilig und unterhaltsam gestalten lässt.
Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass die Rechneranordnung den Fahrern, die die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route nutzen, außerdem die Möglichkeit anbietet, eine Fahrergruppe zu bilden, deren Mitglieder sich durch das Verfahren bei einem gemeinsamen Ladestopp getroffen haben, wobei diese Fahrergruppe in der Rechneranordnung gespeichert wird. Für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen jeweils einen Ladestopp aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, werden bevorzugt oder nur diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route informiert, die Mitglieder derselben Fahrergruppe sind. Auf diese Weise wird den Fahrern die Möglichkeit geboten, sich aktiv miteinander zu vernetzen, nämlich über die Fahrergruppe. Auf diese Weise lassen sich persönliche Interessen optimieren, was kurzweilige Ladestopps begünstigt.
Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann den Fahrern die Möglichkeit geboten werden, der Fahrergruppe andere Fahrer hinzuzufügen, auch wenn sie diese anderen Fahrer nicht durch das Verfahren bei einem gemeinsamen Ladestopp getroffen haben. Beispielsweise können die Fahrer gleichgesinnte oder befreundete Fahrer der jeweiligen Fahrergruppe hinzufügen.
Ein erfindungsgemäßes System zum Vorschlägen von Ladestopps entlang von Routen batterieelektrischer Fahrzeuge umfasst eine Rechneranordnung, die zur Durchführung des Verfahrens der vorstehend beschriebenen Art konfiguriert ist. Außerdem umfasst das System eine Kommunikationsvorrichtung, die so konfiguriert ist, dass sie eine Kommunikation der Rechneranordnung mit den Fahrzeugen zum Datenaustausch bzw. zur Datenübertragung ermöglicht.
Ein erfindungsgemäßes batterieelektrisches Fahrzeug umfasst eine Fahrzeugbatterie, eine Navigationseinrichtung, eine Kommunikationseinrichtung und eine Steuereinrichtung. Die Navigationseinrichtung ist so konfiguriert, dass sie unter Berücksichtigung eines aktuellen Ladezustands der Fahrzeugbatterie eine Route berechnen kann, die in Abhängigkeit des Ladezustands zumindest einen Ladestopp aufweisen kann. Die Kommunikationseinrichtung ist so konfiguriert, dass sie mit einer externen Rechneranordnung kommunizieren kann. Die Steuereinrichtung ist mit der Navigationseinrichtung und mit der Kommunikationseinrichtung gekoppelt und außerdem so konfiguriert, dass das Fahrzeug mit der Rechneranordnung des vorstehend genannten Systems zur Datenübertragung bzw. zum Datenaustausch kommunizieren und an dem Verfahren der vorstehend beschriebenen Art teilnehmen kann.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteran- Sprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. Vorstehend genannte und nachfolgend noch zu nennende Bestandteile einer übergeordneten Einheit, wie z.B. einer Einrichtung, einer Vorrichtung oder einer Anordnung, die separat bezeichnet sind, können separate Bauteile bzw. Komponenten dieser Einheit bilden oder integrale Bereiche bzw. Abschnitte dieser Einheit sein, auch wenn dies in den Zeichnungen anders dargestellt ist.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Komponenten beziehen.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Figur 1 ein Schaubild zur Veranschaulichung eines Verfahrens, Figur 2 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung des Verfahrens.
Entsprechend Figur 1 umfasst ein System 1, das zum Vorschlägen von Ladestopps 2 entlang von Routen 3 zu einem Ziel 4 batterieelektrischer Fahrzeuge 5 konfiguriert ist, eine Rechneranordnung 6 und eine Kommunikationsvorrichtung 7. Die Rechneranordnung 6 ist in Figur 1 durch ein Cloud-Symbol repräsentiert und kann einen oder mehrere Rechner und/oder Server umfassen. Die Rechneranordnung 6 ist zur Durchführung eines Verfahrens 8 konfiguriert, das weiter unten mit Bezug auf Figur 2 näher erläutert wird. Die Kommunikationsvorrichtung 7 ist so konfiguriert, dass sie eine Kommunikation zwischen der Rechneranordnung 6 und den Fahrzeugen 5 ermöglicht. Die Kommunikation ist dabei in Figur 1 mit unterbrochener Linie dargestellt und repräsentiert, insbesondere einen Datenaustausch 9 bzw. eine Datenübertragung 9.
Das jeweilige batterieelektrische Fahrzeug 5 weist jeweils eine Fahrzeugbatterie 10, eine Navigationseinrichtung 11 , eine Kommunikationseinrichtung 12 und eine Steuereinrichtung 13 auf. Die Navigationseinrichtung 11 ist so konfiguriert, dass sie unter Berücksichtigung eines aktuellen Ladezustands der Fahrzeugbatterie 10 eine Route 3 zum Ziel 4 berechnen kann, die in Abhängigkeit des aktuellen Ladezustands zumindest einen Lade- stopp 2 aufweisen kann. Die Kommunikationseinrichtung 12 ist so konfiguriert, dass sie mit der Rechneranordnung 6 kommunizieren kann. Die Steuereinrichtung 13 ist mit der Navigationseinrichtung 11 und mit der Kommunikationseinrichtung 12 gekoppelt und außerdem so konfiguriert, dass das Fahrzeug 5 mit der Rechneranordnung 6 kommunizieren kann und an dem Verfahren 8 teilnehmen kann.
Entsprechend Figur 2 umfasst das Verfahren 8 einen Schritt 14, in dem die Rechneranordnung 6 von einer Vielzahl von batterieelektrischen Fahrzeugen 5 Fahrerdaten 15 und/oder Fahrzeugdaten 16 zusammen mit einer Fahrzeug-ID 17, die das jeweilige Fahrzeug 5 eindeutig identifiziert, sammelt und speichert. In einem nachfolgenden Schritt 18 werden die gesammelten Fahrerdaten 15 und Fahrzeugdaten 16 eingestuft, um mehrere unterschiedliche Interessensgemeinschaften 19 zu erzeugen, die in Figur 2 innerhalb des Schritts 18 durch Rechtecke symbolisiert sind. Innerhalb der jeweiligen Interessensgemeinschaft 19 befinden sich dann mehrere batterieelektrische Fahrzeuge 5, die ähnliche Fahrerdaten 15 und/oder ähnliche Fahrzeugdaten 16 aufweisen. In Figur 2 sind repräsentativ für eine große Anzahl an Fahrzeugen 5 nur für zwei Fahrzeuge 5 die Fahrerdaten 15, die Fahrzeugdaten 16 und die Fahrzeug-ID 17 dargestellt.
In einen Schritt 20 des Verfahrens 8 erzeugen mehrere Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen 5 jeweils mithilfe der Navigationseinrichtung 11 jeweils eine Route 3 zu einem Ziel 4, die jeweils wenigstens einen Ladestopp 2 beinhaltet. Gemäß Figur 1 beinhalten die Navigationsdaten der Navigationseinrichtung 11 für den jeweiligen Ladestopp 2 einen geografischen Ort 21 einer Ladestelle 22 sowie ein Zeitfenster 23, während dem der Ladestopp 2 erfolgen soll.
Im Beispiel der Figur 1 bilden die beiden Fahrzeuge 5 ein erstes Fahrzeug 5‘ und ein zweites Fahrzeug 5“. Die Navigationseinrichtung 11 des ersten Fahrzeugs 5‘ berechnet eine erste Route 3‘, die einen ersten Ladestopp 2‘ beinhaltet und zu einem ersten Ziel 4‘ führt. Der erste Ladestopp 2‘ der ersten Route 3‘ beinhaltet damit einen ersten Ort 21 ‘ einer ersten Ladestelle 22‘ sowie ein erstes Zeitfenster 23‘. Die Navigationseinrichtung 11 des zweiten Fahrzeugs 5“ ermittelt eine zweite Route 3“ zu einem zweiten Ziel 4“ und beinhaltet einen zweiten Ladestopps 2“. Der zweite Ladestopp 2“ umfasst einen zweiten Ort 21“ einer zweiten Ladestelle 22“ und ein zweites Zeitfenster 23“.
Gemäß Figur 2 werden, die berechneten Routen 3 mit dem jeweiligen Ladestopp 2 und der zugehörigen Fahrzeug-ID 17 in einem Schritt 24 der Rechneranordnung 6 übermittelt. Die Rechneranordnung 6 untersucht in einem Schritt 25 die eingehenden Routen 3 und versucht zumindest zwei Fahrzeuge 5 anhand der Fahrzeug-ID 17 zu identifizieren, die derselben Interessensgemeinschaft 19 zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen 3 jeweils einen Ladestopp 2 aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster 23 fallen und deren Orte 21 innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen. In Figur 1 ist dies dadurch veranschaulicht, dass sich zwischen dem ersten Ort 21 ‘ und dem zweiten Ort 21“ ein dritter Ort 21 befindet, an dem sich eine Ladestation 38 mit wenigstens zwei Ladestellen 22 befindet. Damit eignet sich dieser dritte Ort 21 als gemeinsamer dritter Ladestopp 2‘“ oder gemeinsamer Ladestopp 2‘“.
Gemäß Figur 2 informiert die Rechneranordnung 6 in einem Schritt 26 die Fahrer der beiden Fahrzeuge 5 über die Möglichkeit, die jeweils berechnete Route 3 so zu modifizieren, dass zumindest ein Ladestopp 2 der Route 3 zeitlich und örtlich mit einem Ladestopp 2 eines anderen Fahrzeugs 5 derselben Interessensgemeinschaft 19 zusammenfällt, so dass statt dem aktuell berechneten Ladestopp 2 der gemeinsame Ladestopp 2‘“ angefahren wird. In einem nachfolgenden Schritt 27 können die Fahrer der beiden Fahrzeuge 5 entscheiden, ob sie diese Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route 3 nutzen wollen oder nicht. Falls ja, ist die Entscheidung positiv, was in Figur 2 durch ein Plus (+) symbolisiert ist. Falls nein, also falls sich zumindest einer der beiden Fahrer gegen die Modifizierung der berechneten Route 3 entscheidet, ist die Entscheidung negativ, was in Figur 2 durch Minus (-) symbolisiert ist. Falls keine Modifikation erwünscht ist, folgt das Verfahren 8 einem Pfad 28 und gelangt zu einem Schritt 29, in dem die Navigation entlang der berechneten Route 3 bis zum berechneten Ladestopp 2 fortgesetzt wird.
Fällt die Entscheidung in Schritt 27 jedoch positiv aus, folgt das Verfahren 8 einem Pfad 30 und gelangt zu einem Schritt 31, in dem die Rechneranordnung 6 die Routen 3 der beiden Fahrzeuge 5 modifiziert. Nachdem die Rechneranordnung 6 die beiden modifizierten Routen 3‘, 3“ berechnet hat, werden diese in einem Schritt 32 beiden Fahrzeugen 5‘, 5“ bzw. den zugehörigen Navigationseinrichtungen 11 übermittelt und übernommen. In der Folge navigiert das jeweilige Fahrzeug 5‘, 5“ gemäß dem Schritt 29 bis zum gemeinsamen Ladestopp 2‘“.
In Figur 1 führt die modifizierte erste Route 3‘ zum gemeinsamen Ladestopp 2‘“ und von dort dann zum ersten Ziel 4‘. Die modifizierte zweite Route 3“ führt nun ebenfalls zum gemeinsamen Ladestopp 2‘“ und von dort dann zum zweiten Ziel 4“. Die bei beiden modifizierten Routen 3‘ und 3“ sind hinsichtlich des gemeinsamen Ladestopps 2‘“ synchronisiert, derart, dass dieser gemeinsame Ladestopp 2‘“ für beide Fahrzeuge 5‘, 5“ bzw. für beide modifizierten Routen 3‘, 3“ zeitlich und örtlich weitgehend zusammenfällt. Hierdurch können sich die Fahrer treffen und austauschen, was in Figur 1 bei 33 durch zwei sich unterhaltende Personen symbolisiert ist. Nach dem gemeinsamen Ladestopp 2‘“ navigieren beide Fahrzeuge 5‘, 5“ in einem Schritt 34 unabhängig voneinander zu ihrem jeweiligen Ziel 4‘, 4“. Bei Erreichen des jeweiligen Ziels 4 ist in einem Schritt 35 das Verfahren beendet.
Es ist klar, dass das Verfahren 8 auch für mehr als zwei Fahrzeuge 5 gleichzeitig durchgeführt werden kann. Die Rechneranordnung 6 berücksichtigt bei der Ermittlung eines möglichen gemeinsamen Ladestopps 2‘“ auch die Anzahl der dort vorhandenen Ladestellen 22.
In Figur 2 ist im Schritt 18 angedeutet, dass innerhalb der Interessensgemeinschaften 19 außerdem unterschiedliche Fahrzeuggruppen 36 gebildet werden können, in denen Fahrzeuge 5 zusammengefasst sind, bei denen die Routen 3 zum gemeinsamen Laden am gemeinsamen Ladestopp 2‘“ modifiziert worden sind. Damit werden Fahrzeuge 5 einer Fahrzeuggruppe 36 zugeordnet, die sich schon einmal durch die Modifikation der Route 3 zu einem gemeinsamen Ladestopp 2‘“ getroffen haben. Bei der in Schritt 25 durchgeführten Identifikation von Fahrzeugen 5, bei denen die zugehörigen Routen 3 jeweils einen Ladestopp 2 aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster 23 fallen und deren Orte 21 innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, kann nun die Zugehörigkeit zu den Fahrzeuggruppen 36 berücksichtigt werden. Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass dann in Schritt 26, bevorzugt diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route 3 informiert werden, deren Fahrzeuge 5 sich in derselben Fahrzeuggruppe 36 befinden.
Ebenso ist in Figur 2 in Schritt 18 angedeutet, dass die Rechneranordnung 6 den Fahrern die Möglichkeit eröffnet, innerhalb der Interessensgemeinschaften 19 Fahrergruppen 37 zu erzeugen, deren Mitglieder sich durch das Verfahren 8 bei einem gemeinsamen Ladestopp 2‘“ getroffen haben. Diese Fahrzeuggruppen 37 können nun im Schritt 25 bei der Identifizierung der Fahrzeuge 5 berücksichtigt werden, bei denen die Ladestopps 2 in ähnliche Zeitfenster 23 fallen und deren Orte 21 innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen kann. Im Schritt 26 können dann bevorzugt diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route 3 informiert werden, die Mitglieder derselben Fahrergruppe 37 sind. Optional kann den Fahrern außerdem die Möglichkeit gegeben werden, der jeweiligen Fahrergruppe 37, in der sie Mitglied sind, weitere Fahrer hinzuzufügen, auch wenn sie diese Fahrer nicht durch das Verfahren 8 bei einem gemeinsamen Ladestopp 2‘“ getroffen haben.

Claims

Patentansprüche
1. Verfahren (8) zum Vorschlägen von Ladestopps (2) entlang einer Route (3) für ein batterieelektrisches Fahrzeug (5),
- bei dem in einer Rechneranordnung (6) von einer Vielzahl von batterieelektrischen Fahrzeugen (5) Fahrerdaten (15) und/oder Fahrzeugdaten (16) des jeweiligen Fahrzeugs (5) in Verbindung mit einer das jeweilige Fahrzeug (5) identifizierenden Fahrzeug-ID (17) gespeichert und eingestuft werden, um Interessensgemeinschaften (19) von batterieelektrischen Fahrzeugen (5) mit ähnlichen Fahrerdaten (15) und/oder Fahrzeugdaten (16) zu erzeugen,
- bei dem mehrere Fahrer von batterieelektrischen Fahrzeugen (5) jeweils mittels einer Navigationseinrichtung (11) jeweils eine Route (3) berechnen, die jeweils wenigstens einen Ladestopp (2) beinhaltet,
- bei dem die berechneten Routen (3) zusammen mit dem jeweiligen Ladestopp (2) und der zugehörigen Fahrzeug-ID (17) der Rechneranordnung (6) übermittelt werden,
- bei dem zumindest zwei Fahrzeuge (5) anhand der Fahrzeug-ID (17) identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft (18) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen,
- bei dem die Fahrer der identifizierten Fahrzeuge (5) darüber informiert werden, dass die Möglichkeit besteht, die jeweilige berechnete Route (3) so zu modifizieren, dass zumindest ein Ladestopp (2) der Route (3) zeitlich und örtlich mit einem Ladestopp (2) eines anderen Fahrzeugs (5) derselben Interessensgemeinschaft (19) zusammenfällt,
- bei dem für den Fall, dass zumindest zwei Fahrer diese Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) nutzen, die berechneten Routen (3) der beiden Fahrzeuge (5) so modifiziert werden, dass die in ähnliche Zeitfenster (23) fallenden und örtlich im gleichen Umkreis liegenden Ladestopps (2) der beiden Routen (3) örtlich und zeitlich zusammenfallen.
2. Verfahren (8) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass
Fahrzeugdaten (16) zumindest ein Mitglied aus der folgenden Gruppe sind:
- Fahrzeugmarke, wie z.B. Mercedes-Benz, BMW, Porsche, VW etc.,
- Fahrzeugmodell, wie z.B. A-Klasse, 3er, Taycan, ID.3 etc.,
- Fahrzeugtyp, wie z.B. Limousine, Kombi, Cabriolet, Geländewagen, SUV, Sportwagen, etc.
- Fahrzeugausstattung, wie z.B. Beduftungseinrichtung, Entertainmentsystem etc.,
- Fahrzeugkonfiguration, wie z.B. Sportkonfiguration, Tuningkonfiguration, Komfortkonfiguration, Luxuskonfiguration etc.
3. Verfahren (8) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass
Fahrerdaten (15) zumindest ein Mitglied aus der folgenden Gruppe sind:
- Fahreigenschaften, wie z.B. Alleinreisend, Familienreisend etc.,
- Fahrverhalten, wie z.B. Onroad, Offroad, Langstrecken, Kurzstrecken etc.,
- Personendaten, wie z.B. Geschlecht, Alter, Partnerstatus, Kinderanzahl, Hundehalter, gehörte Radiosender, gehörte Musikrichtungen, Reisezielstadt, Reisezielland, etc.
4. Verfahren (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Fahrzeug-ID (17) ein Mitglied aus der folgenden Gruppe ist:
- Fahrgestellnummer,
- Fahrzeugkennzeichen.
5. Verfahren (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Identifikation von Fahrzeugen (5), die derselben Interessensgemeinschaft (19) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, permanent durchgeführt wird, so dass die Fahrer der identifizierten Fahrzeuge (5) auch während der Fahrt entlang der jeweiligen berechneten Route (3) darüber informiert werden, dass die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) besteht.
6. Verfahren (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
- für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge (5) identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft (19) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, bevorzugt diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) informiert werden, bei denen die größte Übereinstimmung der Fahrerdaten (15) und/oder Fahrzeugdaten (16) vorliegt.
7. Verfahren (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
- in der Rechneranordnung (6) Fahrzeuggruppen (36) erzeugt werden, in denen Fahrzeuge (5) zusammengefasst sind, bei denen die Routen (3) zum gemeinsamen Laden an demselben Ladestopp (2) modifiziert worden sind,
- dass für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge (5) identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft (19) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, bevorzugt diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) informiert werden, deren Fahrzeuge (5) sich in derselben Fahrzeuggruppe (36) befinden.
8. Verfahren (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
- die Rechneranordnung (6) Fahrern, die die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) nutzen, die Möglichkeit bietet, eine Fahrergruppe (37) zu bilden, deren Mitglieder sich durch das Verfahren (8) bei einem gemeinsamen Ladestopp (2) getroffen haben, und die in der Rechneranordnung (6) gespeichert wird,
- dass für den Fall, dass drei oder mehr Fahrzeuge (5) identifiziert werden, die derselben Interessensgemeinschaft (19) zugeordnet sind und bei denen die zugehörigen Routen (3) jeweils einen Ladestopp (2) aufweisen, die in ähnliche Zeitfenster (23) fallen und innerhalb eines vorbestimmten örtlichen Umkreises liegen, bevorzugt diejenigen Fahrer über die Möglichkeit zur Modifizierung der berechneten Route (3) informiert werden, die Mitglieder derselben Fahrergruppe (37) sind, - wobei die Fahrer insbesondere die Möglichkeit haben, der Fahrergruppe (37) andere Fahrer hinzuzufügen, auch wenn sie diese anderen Fahrer nicht durch das Verfahren (8) bei einem gemeinsamen Ladestopp (2) getroffen haben.
9. System (1) zum Vorschlägen von Ladestopps (2) entlang von Routen (3) batterieelektrischer Fahrzeuge (5),
- mit einer Rechneranordnung (6), die zur Durchführung des Verfahrens (8) nach einem der vorhergehenden Ansprüche konfiguriert ist,
- mit einer Kommunikationsvorrichtung (7), die so konfiguriert ist, dass die Rechneranordnung (6) mit Fahrzeugen (5) zum Datenaustausch kommunizieren kann.
10. Batterieelektrisches Fahrzeug (5),
- mit einer Fahrzeugbatterie (10),
- mit einer Navigationseinrichtung (11), die so konfiguriert ist, dass sie unter Berücksichtigung eines aktuellen Ladezustands der Fahrzeugbatterie (10) eine Route (3) berechnen kann, die in Abhängigkeit des aktuellen Ladezustands der Fahrzeugbatterie (10) zumindest einen Ladestopp (2) aufweisen kann,
- mit einer Kommunikationseinrichtung (12), die mit einer externen Rechneranordnung (6) kommunizieren kann,
- mit einer Steuereinrichtung (13), die mit der Navigationseinrichtung (11) und mit der Kommunikationseinrichtung (12) gekoppelt ist und die so konfiguriert ist, dass das Fahrzeug (5) mit der Rechneranordnung (6) des Systems (1) nach Anspruch 9 kommunizieren und an dem Verfahren (8) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 teilnehmen kann.
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