EP4731507A1 - Auflagevorrichtung für beiboote - Google Patents
Auflagevorrichtung für beibooteInfo
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- EP4731507A1 EP4731507A1 EP24746622.0A EP24746622A EP4731507A1 EP 4731507 A1 EP4731507 A1 EP 4731507A1 EP 24746622 A EP24746622 A EP 24746622A EP 4731507 A1 EP4731507 A1 EP 4731507A1
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Abstract
Offenbart ist eine Auflagevorrichtung zur Auflage und zum Transport von Beibooten auf Yachten, wobei ein frei einstellbarer Auflagewinkel einstellbar ist und die Auflagevorrichtung bei Nichtbenutzung ein Verletzungsrisiko gegenüber bekannten Auflagevorrichtungen deutlich reduziert. Dies wird erreicht, indem die Auflagen der Auflagevorrichtung von einem Außenrahmen eingefasst sind, der Schrägen und verrundete Ecken aufweist.
Description
Auflagevorrichtung für Beiboote
Die Erfindung betrifft eine universelle Auflagevorrichtung für Beiboote.
Aus der DE 20 2011 001 459 U1 ist eine Auflagevorrichtung für eine Yacht bekannt Bei der vorgenannten Auflagevorrichtung sind zwei Auflageflächen vorgesehen, wobei diese verstellbar sind. Somit soll erreicht werden, dass unterschiedliche Beiboote auf dieser abgelegt werden können. Die Verstellung erfolgt dabei manuell, elektromotorisch oder hydraulisch. Die Auflagevorrichtung ist derart ausgebildet, dass sie bei fehlendem Bedarf entfernbar ist, so dass die Fläche der Yacht, auf der diese vorgesehen ist, von störenden Elementen, die eine Stolperstelle und damit ein Verletzungsrisiko darstellen könnte, befreit ist.
Nachteilig an dieser Auflagevorrichtung ist, dass bei Nichtbenutzung (kein Beiboot oder Jetski geladen) die Stolpergefahr und das Verletzungsrisiko durch die Auflagen selbst durch scharfe Ecken und Kanten erheblich sind, solange die Auflagen nicht von der Badeplattform entfernt werden.
Aus der ES 1 059 003 U ist eine verstellbare Auflagevorrichtung bekannt, die in einer Fläche einer Yacht eingelassen ist. Mit dieser Ausgestaltung soll verhindert werden, dass eine Stolperstelle auf der entsprechenden Fläche der Yacht vorliegt.
Nachteilig an dieser Auflagevorrichtung ist, dass kein Beiboot oder Jetski mit einer spitzen Rumpfform aufgenommen werden kann, da die Spitze des Rumpfes mit der Ebene der Badeplattform kollidieren würde. Selbst bei einer abgerundeten oder abgeflachten Rumpfform wäre der Abstand des Beibootes oder Jetski zur Badeplattform in vielen Fällen zu gering. Aufgrund dessen könnten unter dem Beiboot / Jetski hervorstehende Teile wie ein Jetantrieb oder die Unterkante eines
hochgeklappten Außenbordmotors auf der Badeplattform aufliegen und beschädigt werden oder die Badeplattform beschädigen.
Aus der FR 3 047 226 A1 ist eine Auflagevorrichtung für Beiboote bekannt, die einen Führungsrahmen aufweist, der zwei von drei Achsen der Auflageflächen führt, sowie eine zusätzliche Führungsschiene hat, in der der Führungsrahmen angeordnet ist. Zur Verstellung von Auflageflächen dieser Auflagevorrichtung ist ein Rastsystem vorgesehen, dass vier verschiedene winklige Anstellungen der Auflageflächen zueinander zulässt.
Nachteilig an dieser Lösung ist, dass eine individuelle Einstellung des Aufnahmewinkels zwischen den Auflageflächen nicht realisierbar ist. Ferner reduziert die Führungsschiene den aufzunehmenden Rumpfwinkel des Beibootes dahingehend, dass dieser über die vorgesehene Aussparung in dem Führungsrahmen hinausragt. Darüber hinaus weist die Führungsschiene an ihren Enden jeweils offene Stellen auf, die bei einem Unfall in Form eines Kontaktes mit einem Menschen zu schweren Verletzungen führen können.
Aus der US 2011/0170951 A1 ist eine Hubvorrichtung für Beiboote bekannt, die auch als Auflagevorrichtung für Beiboote verwendet werden kann. Die Auflageflächen sind jeweils mit Einachsgelenken an der Hubvorrichtung gehalten und sind winklig zueinander verstellbar.
Nachteilig an dieser Lösung ist, dass die gesamte Vorrichtung am Heck eines Bootes zu montieren ist, aus einer Vielzahl von Bauteilen besteht und der Bereich der Hubvorrichtung, der als Auflagevorrichtung dient, während der Nichtbenutzung entweder im Heckbereich unterhalb der Wasseroberfläche ruht, wobei eine massive Verletzungsgefahr gegeben ist. Sollte die Auflagevorrichtung durch die Hubvorrichtung bei Nichtbenutzung zurück auf die Badeplattform verfahren werden, ist das Risiko eines Unfalls durch die ungeschützten Auflageflächen ebenfalls stark erhöht.
Aus der US 7 707955 B1 ist ebenfalls eine Hubvorrichtung bekannt, die eine Auflagevorrichtung für Beiboote beinhaltet. Die Auflagevorrichtung ist in einem passiven Zustand bündig in einer Ebene parallel zu der Badeplattform eingeklappt, oder die gesamte Hubvorrichtung wird in einen Bereich unterhalb der Badeplattform verfahren.
Nachteilig an dieser Lösung ist, dass eine komplexe Struktur gezeigt ist, die über eine Vielzahl von Gelenken und Verbindungen in die Heckstruktur des Bootes integriert werden muss, an der sie verwendet werden soll. Durch die einfache Ausgestaltung der Auflagevorrichtung innerhalb der Hubvorrichtung ist die Aufnahme von Beibooten durch den Rumpfwinkel begrenzt. Beiboote mit spitzen Rümpfen können nicht aufgelegt werden, ohne dass diese mit der Ebene, in der die Auflagevorrichtung montiert ist, kollidieren.
Die vorliegende Erfindung hat demnach die Aufgabe zu Grunde liegen eine Auflagevorrichtung zu schaffen, die universell einsetzbar ist, diverse Einstellmöglichkeiten bietet, wahlweise mit minimalem Aufwand demontierbar oder fest mit der Badeplattform verbunden ist und gleichzeitig bei Nichtbenutzung (kein Beiboot oder Jetski geladen) die Stolpergefahr und das Verletzungsrisiko weitestgehend zu minimieren, ohne die Auflagevorrichtung von der Badeplattform entfernen zu müssen.
Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Auflagevorrichtung gemäß Anspruch 1.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in abhängigen Ansprüchen formuliert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist eine Auflagevorrichtung für ein Beiboot offenbart. Die Auflagevorrichtung ist an einer Yacht anbringbar, insbesondere auf
einer Badeplattform einer Yacht. Im Rahmen der vorliegenden Anmeldung ist unter einer Yacht ein schwimmendes Objekt zu verstehen, das im Hinblick auf seine äußeren Abmessungen dazu geeignet ist, ein zusätzliches, kleineres schwimmendes Objekt, hier als Beiboot bezeichnet, auf erstgenanntem zu transportieren. Die Vorrichtung, auf der der Transport des Beibootes erfolgt, wird allgemein als Auflagevorrichtung bezeichnet.
Eine erfindungsgemäße Auflagevorrichtung besteht aus zumindest zwei Auflagen. Auf dieser Auflagevorrichtung ist ein Beiboot auf einer Yacht mitführbar. Die Auflagen weisen jeweils verstellbare Auflageflächen auf. Die Auflageflächen einer jeweiligen Auflage sind unabhängig von der jeweils anderen Auflage verstellbar. Erfindungsgemäß weisen die Auflagen einen Außenrahmen auf, der ausschließlich verrundete und/oder abgeflachte und / oder abgeschrägte Oberflächen aufweist. Vorteilhafterweise wird so eine Auflagevorrichtung geschaffen, die das Verletzungsrisiko bei einem Zusammenstoß mit einem Teil eines menschlichen Körpers (z.B. Fuß, Zeh, Schienbein) minimiert und einen ästhetischen Gesamteindruck verschafft. Zusätzlich integriert sich die Auflage aufgrund Ihrer Gestaltung im eingeklappten Zustand in das Gesamtbild der Badeplattform und ermöglicht ein Betreten der Badeplattform und auch der Auflagen bei deutlicher Reduktion der Stolper- oder Verletzungsgefahr.
Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung ist die Auflagevorrichtung derart ausgeführt, dass in einem passiven Zustand die Auflageflächen nicht über den Außenrahmen hinausragen. Der passive Zustand definiert sich dadurch, dass kein Beiboot auf der Auflagevorrichtung aufliegt und die Auflageflächen in einem vollständig eingefahrenen Zustand sind. Demgegenüber steht der aktive Zustand, bei dem die Auflageflächen in ihrer festgelegten Position ausgefahren sind und somit für die Aufnahme eines Beibootes vorbereitet sind. Im passiven Zustand ist das Verletzungsrisiko gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen deutlich verringert, da der Rahmen vorteilhafterweise ausschließlich verrundete und/oder abgeflachte und/oder abgeschrägte Oberflächen aufweist und eine
Mechanik, die die Auflageflächen in ihren aktiven Zustand versetz, sowie die Auflageflächen selbst vollständig innerhalb des Rahmens eingelassen sind. Ferner ist der Außenrahmen aus einem weichen Material, insbesondere aus einem Gummiwerkstoff, hergestellt. Vorzugsweise wird der Außenrahmen in einem additiven Fertigungsverfahren hergestellt.
In einerweiteren vorteilhaften Ausgestaltung sind die Auflageflächen derart mechanisch an der Auflagevorrichtung montiert, dass sie in einem Winkel zueinander anstellbar sind, der frei einstellbar ist. Vorteilhafterweise lassen sich so Aufnahmewinkel einstellen, die für unterschiedlichste Beiboote geeignet sind. Somit ist eine universell einsetzbare Auflagevorrichtung geschaffen, die sowohl Beiboote mit einem flachen Rumpf als auch Beiboote mit einem sehr spitzen Rumpf aufnehmen kann.
In einer weiteren Ausgestaltung ist die Auflagevorrichtung derart ausgestaltet, dass jede Auflagefläche einer Auflage über ein Vierachsgelenk mit der Auflage verbunden ist. Vorteilhafterweise ist über ein Vierachsgelenk eine deutlich verbesserte Stabilität erreichbar als mit herkömmlichen Einachsgelenke. Die Nachteile der Einachsgelenke liegen darin, dass diese nicht dazu auslegbar sind, Beiboote aufzunehmen, die einen spitzen Rumpf aufweisen. Durch die eine Achse ist es unmöglich ein Beiboot mit einem Rumpfwinkel von < 120° auf die Auflagevorrichtung aufzulegen, ohne dass dieser mit der Auflagevorrichtung in einem Bereich außerhalb der Auflageflächen kollidiert. Ferner reduziert sich die nutzbare Auflagefläche der Auflageflächen bei identischen Abmessungen, bei einer angenommenen Länge von 173mm um 55mm. Darüber hinaus ist bei identischen Abmessungen die Auflagehöhe bei der Verwendung von Einachsgelenken um 44mm reduziert. Diese Reduktion bedeutet weniger Freiraum für Anbauteile, wie beispielsweise ein Antrieb, genauer ein Propeller eines Außenborders, zwischen der Auflagefläche und der Badeplattform. Dahingegen erlaubt die Verwendung von Vierachsgelenken die Aufnahme spitzer Rümpfe deutlich unter 120°, weist eine vergrößerte Auflagefläche auf und eine vergrößerte Auflagehöhe. Folglich ist die Verwendung der Auflagevorrichtung mit
Vierachsgelenken gegenüber dem bekannten Stand der Technik dazu ausgebildet eine Vielzahl von Beibooten aufzunehmen, die in herkömmlichen Auflagevorrichtungen nicht verwendet werden können.
In einerweiteren Ausführungsform weisen die Auflagen eine erste Lasche auf, die mit einer Achse an einem Unterteil und mit einer Einstellachse an einem Oberteil gehalten ist. Besonders bevorzugt ist, wenn die erste Lasche ein Kantteil ist, das ein U-Profil aufweist. Durch eine derartige Ausgestaltung ist die Stabilität der Lasche vorteilhafterweise gegenüber einer herkömmlichen Stange deutlich erhöht. Die erste Lasche hat in den jeweiligen U-Schenkeln Bohrungen/Öffnungen vorgesehen, die die Achse bzw. die Einstellachse aufnehmen. Diese befinden sich vorzugsweise in Endabschnitten der ersten Lasche und liegen sich jeweils gegenüber. Durch die Lagerung der Achse und der Einstellachse an zwei Punkten ist auch ein Verwinden der Achse/der Einstellachse und/oder der ersten Lasche gegenüber dem jeweils anderen Teil verhindert, was vorteilhafterweise die Langlebigkeit der Auflagevorrichtung verbessert und ferner vorteilhaft die Handhabung durch den Benutzer langfristig erleichtert.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist eine zweite Lasche vorgesehen, die mit einer Achse an dem Unterteil und mit einer Achse an dem Oberteil gehalten ist. Wie bei der vorbeschriebenen ersten Lasche handelt es sich auch bei der zweiten Lasche vorzugsweise um ein Kantteil, das in einer Erstreckungsrichtung ein U-Profil aufweist, wobei im Bereich der U-Schenkel im jeweiligen Endbereich jeweils eine Bohrung zur Aufnahme der jeweiligen Achse vorgesehen ist. Durch die Lagerung der Achsen an zwei Punkten ist auch ein Verwinden der Achsen und/oder der zweiten Lasche gegenüber dem jeweils anderen Teil verhindert, was vorteilhafterweise die Langlebigkeit der Auflagevorrichtung verbessert und ferner vorteilhaft die Handhabung durch den Benutzer langfristig erleichtert.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung ist im Bereich der Einstellachse eine festlegbare Arretierungsvorrichtung montiert, die in Verbindung mit einem Arretierungsmittel die Auflagefläche in einer festgelegten Endlage arretiert. Bei dem Arretierungsvorrichtung handelt es sich vorzugsweise um eine Absteckscheibe, die in Verbindung mit einem Rastbolzen die Arretierung ermöglicht. Der Rastbolzen ist in einem Block gehalten und über einen Griff betätigbar, wobei zum Lösen der Arretierung eine Federkraft überwunden werden muss, die den Bolzen während der Benutzung in seiner Endlage hält. Es handelt sich demnach um einen Federbolzen. Weiter vorteilhaft an einem Federbolzen, der zur Arretierung mit einer Absteckscheibe in Eingriff ist, ist die Tatsache, dass das Auflagegewicht eines Beibootes während der Benutzung ein Lösen der Arretierung nahezu unmöglich macht, so dass Unfälle weiter verhindert werden. Über eine oder mehrere Kupplungen, die mit der Einstellachse in Wirkeingriff steht, lässt sich vorzugsweise der gewünschte Anstellwinkel einstellen, der über die Arretierungsvorrichtung im aktiven Zustand arretiert wird.
In einerweiteren Ausgestaltung kann die Absteckscheibe als Zahnscheibe ausgeführt sein, die auf einem Umfang verteilt Bohrungen aufweist, in die der Federbolzen einrasten kann. Auf den sich jeweils gegenüber liegenden Seiten der Absteckscheibe sind ebenfalls Zahnscheiben angebracht, die Aufgrund ihrer Form nahezu auf einer Fläche der ersten Lasche aufliegen und bei abgestecktem Federbolzen eine Verdrehung des Oberteiles zur ersten Lasche verhindern und somit die Auflagefläche in der gewünschten Winkelposition halten. Absteckscheibe und Zahnscheiben können über auf der Einstellachse angebrachten Gewinden und Muttern axial zueinander gespannt oder gelöst werden. Im gelösten Zustand lassen sich die Zahnscheiben vorteilhafterweise gegenüber der Absteckscheibe in festgelegten Winkelschritten verdrehen, womit sich der Winkel der Auflageflächen im abgesteckten Zustand in Schritten inkrementell verändern lässt.
In einer alternativen Ausgestaltung kann anstelle der Kupplungen als Einstellmittel eine Mehrzahl von unterschiedlichen Absteckscheiben vorgesehen sein, die einen
jeweils anderen Anstellwinkel ermöglichen, so dass ein Benutzer lediglich die passende Absteckscheibe zum gewünschten Einstellwinkel verwenden muss.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Auflagevorrichtung ist der Außenrahmen einteilig oder zweiteilig ausgebildet. Vorteilhaft ist, dass so die Anzahl von Bauteilen reduziert wird, was sowohl wirtschaftlich, als auch montageseitig zu Verbesserungen führt.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die gesamte Auflagevorrichtung in die Oberfläche der Badeplattform integriert werden. In Abhängigkeit von der Aufbauhöhe der Badeplattform ist somit die Auflagevorrichtung vollständig oder teilweise in der Badeplattform eingelassen, was das Verletzungsrisiko weiter reduziert,
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel gibt es zumindest zwei Möglichkeiten die Auflagevorrichtung an dem Deck der Yacht festzu legen. Das Unterteil einer Auflage weist eine Vielzahl von Öffnungen auf. Diese Öffnungen sind vorzugsweise als Bohrungen und/oder Langlöcher vorgesehen. Um eine hinreichend stabile Verbindung zwischen der Auflage und dem Deck zu schaffen, sollten zumindest 4, besonders bevorzugt jedoch zumindest 10 Öffnungen in dem Unterteil vorgesehen sein. Über diese Öffnungen kann das Unterteil mit herkömmlichen Befestigungsmitteln mit dem Deck der Yacht verbunden werden. Herkömmliche Verbindungsmittel sind beispielsweise Schrauben.
Alternativ zu den Befestigungsmitteln, die zusätzlich in das Deck eingebracht werden, besteht die Möglichkeit Bolzen an dem Unterteil anzubringen, die sich von dem Unterteil aus in Richtung der von der Auflagefläche abgewandten Seite erstrecken. Decks haben häufig Öffnungen vorgesehen, die mit diesen Bolzen in Wirkeingriff treten können. So könnte das Unterteil ohne zusätzliche Eingriffe über bereits vorgesehene Öffnungen mit dem Deck in Eingriff gelangen, so dass die Auflage an der vorgesehenen Stelle festgelegt ist. Vorteilhaft an beiden Varianten ist,
dass die Auflage mit einfachsten Mitteln und unter sehr geringem Zeitaufwand auf dem Deck montiert und theoretisch auch wieder demontiert werden kann.
Im Folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand von Zeichnungen näher erläutert. Die Figuren der Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht einer Auflagevorrichtung in einem aktiven Zustand;
Fig. 2 eine Ansicht eines Unterteils einer Auflage;
Fig. 3 eine Ansicht einer ersten Lasche einer Auflage;
Fig. 4 eine Ansicht einer zweiten Lasche;
Fig. 5 eine Ansicht eines Oberteils;
Fig. 6a eine Ansicht eines Auflageteils;
Fig. 6b eine weitere Ansicht eines Auflageteils;
Fig. 6c eine Einlage;
Fig. 7 eine Ansicht eines Außenrahmenteils;
Fig. 8 einen Bolzen;
Fig. 9 eine dreidimensionale Darstellung einer Auflage in einem aktiven Zustand;
Fig. 10 eine Arretierungsvorrichtung;
Fig. 11 eine alternative Arretierungsvorrichtung;
Fig. 12 eine dreidimensionale Darstellung einer Auflage in einem passiven Zustand;
Fig. 13a eine aus dem Stand der Technik bekannte Auflagevorrichtung als Eingelenklösung und
Fig. 13b eine erfindungsgemäße Auflagevorrichtung mit einer Viergelenklösung.
Die Darstellung gemäß Figur 1 zeigt eine Auflagevorrichtung 1. Gemäß dem
vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Auflagevorrichtung 1 gebildet aus zwei Auflagen 2. In der oberen Darstellung der Figur 1 ist auf der Auflagevorrichtung 1 ein Beiboot 230 aufgesetzt.
Figur 2 zeigt ein Unterteil 4 einer Auflage 2. Das Unterteil 4 weist zwei Schenkel 5 und ein Mittelteil 7 auf. Die Schenkel 5 und das Mittelteil 7 bilden ein U-förmiges Profil. In dem Mittelteil 7 sind mehrere Bohrungen 6 vorgesehen. Ferner weist das Mittelteil 7 Langlöcher 8 auf. Die Schenkel 5 weisen mehrere Öffnungen 10 auf. Das Unterteil 4 ist vorzugsweise einstückig ausgebildet, wobei die Schenkel 5 durch einen Abkantprozess ausgebildet sind. Durch diesen Abkantprozess ist eine Biegekante 9 zwischen dem Schenkel 5 und dem Mittelteil 7 vorliegend. Die Öffnungen 10 sind derart ausgebildet, dass sie zur Aufnahme von Achsen, die nachstehend eingehender erläutert werden, geeignet sind.
Figur 3 zeigt eine erste Lasche 20. Die Lasche 20 hat ein U-förmiges Profil, das aus zwei Schenkeln 21 und eine Mittelteil 23 gebildet ist. Die Schenkel haben an ihren jeweiligen Endabschnitten Aufnahmen 22. Die Aufnahmen 22 sind derart ausgebildet, dass sie zur Aufnahme von Achsen und/oder Einstellachsen, die nachfolgenden eingehender erläutert werden, geeignet sind. Das Mittelteil 23 weist eine Ausnehmung 24 auf. Die Lasche 20 ist in einem Biegeprozess hergestellt, sodass zwischen den Schenkeln 21 und dem Mittelteil 23 eine Biegekante 26 vorliegt. Ferner weist die Lasche 20 im Bereich des Mitteilteils 23 an einem Endabschnitt eine Aussparung 28 auf, die zur Aufnahme einer Absteckscheibe 60 (hier nicht gezeigt) ausgelegt ist.
In einem alternativen Ausführungsbeispiel ist neben der Ausnehmung 24 eine weitere Ausnehmung vorgesehen, die im Bereich einer Arretierungsvorrichtung angeordnet ist, und dazu ausgelegt ist, dass eine im späteren beschriebene Absteckscheibe in dieser Ausnehmung liegt.
Figur 4 zeigt eine zweite Lasche 30. Diese zweite Lasche 30 weist ein U-förmiges Profil auf, das aus zwei Schenkeln 31 und eine Mittelteil 33 gebildet ist. Die Schenkel 31 weisen in ihren jeweiligen Endabschnitten Aufnahmen 32 auf. Die Aufnahmen 32
sind derart ausgebildet, dass sie zur Aufnahme von Achsen, die nachfolgenden eingehender erläutert werden, geeignet sind. Die zweite Lasche 30 ist ein Biegeteil, sodass zwischen den Schenkeln 31 und dem Mittelteil 33 eine Biegekante 34 vorliegt.
Figur 5 zeigt ein Oberteil 40. Das Oberteil 40 ist ein U-förmige Profil, gebildet aus einer Auflagefläche 41 und zwei Schenkeln 43, die über eine Biegekante 42 miteinander verbunden sind. Die Auflagefläche 41 weist mehrere Bohrungen 46auf. In jeweils einem Endbereich der Schenkel sind zweite Aufnahmen 52 vorhanden. Die zweiten Aufnahmen 52 sind derart ausgebildet, dass sie zur Aufnahme von Achsen, die nachfolgenden eingehender erläutert werden, geeignet sind. In einem mittleren Bereich der Schenkel sind erste Aufnahmen 50 vorhanden. Die ersten Aufnahmen 50 sind derart ausgebildet, dass sie zur Aufnahme von Achsen, die nachfolgenden eingehender erläutert werden, geeignet sind. Die erste Aufnahmen 50 des einen Schenkels 43 liegt direkt gegenüber der ersten Aufnahme 50 des zweiten Schenkels 43. Auch die zweite Aufnahme 52 hat ein entsprechendes Gegenstück am gegenüberliegenden Schenkel 43. In einem der zweiten Aufnahme 52 gegenüberliegenden Endabschnitt der Auflagefläche 41 befindet sich eine Öffnung 54, die etwa halbkreisförmig ausgebildet ist.
Ferner ist eine Absteckscheibe 60 vorgesehen, die an späterer Stelle eingehender behandelt wird. Die Absteckscheibe 60 wird nahezu verdrehsicher mit einer Einstellachse 90 verbunden.
Ferner weist das vorliegende Ausführungsbeispiel drei Achsen 70, sowie die Einstellachse 90 auf, die eine gelenkige Verbindung zwischen der ersten und der zweiten Lasche 20, 30 mit dem Unterteil 10 und dem Oberteil 40 herstellen. Eine Achse 70 ist dazu ausgelegt die erste Lasche 20 mit dem Unterteil 4 gelenkig zu verbinden. Eine weitere Achse 70 ist dazu ausgelegt die zweite Lasche 30 gelenkig mit dem Unterteil 4 zu verbinden.
Eine weitere Achse 70 ist dazu ausgelegt, die zweite Lasche 30 gelenkig mit dem
Oberteil 40 zu verbinden.
Die Einstellachse 90 ist dazu ausgelegt die erste Lasche 20 gelenkig mit dem Oberteil 40 zu verbinden. Ferner ist die Einstellachse 90 dazu ausgelegt die Absteckscheibe aufzunehmen, sowie nachfolgend näher beschriebene Kupplungen.
Eine Kupplung kann dazu verwendet werden die erste Lasche 20 nahezu drehfest mit der Einstellachse 90 zu verbinden. Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind eine oder mehrere Kupplungen vorgesehen.
Alle Bauteile, die in den Figuren 2 bis 5 dargestellt sind, sowie die Achsen 70, die Einstellachse 90 und die Kupplung sind vorzugsweise aus einem Eisenmaterial hergestellt, vorzugsweise aus einem Stahl, vorzugsweise aus einem Edelstahl, und besonders bevorzugt aus einem V4A Edelstahl.
In Figur 6a ist ein Auflageteil 120 dargestellt, was zur Montage auf einer der Auflageflächen vorgesehen ist. Das Auflageteil 120 besteht aus einer Struktur 122, die eine Art Grundgerüst darstellt. Die Struktur122 besteht aus mehreren Stegen 124, die parallel zueinander in einer Längsrichtung verlaufen. Zwischen den Stegen 124 sin Einlagebereiche 126 vorgesehen. Diese sind gegenüber den Stegen senkrecht zu der Längsrichtung zurückversetzt ausgebildet. Im Bereich der Einlagebereiche 126 sind Ausnehmungen 128 vorgesehen. Gemäß dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Ausnehmungen 128 rechteckförmig ausgebildet und erstrecken sich durch die gesamte Dicke des des Auflageteils 120. An einem Endabschnitt des Auflagenteils ist ein Radius 130 vorgesehen, der in etwa die Form einer halbkreisförmigen Aussparung aufweist.
In Figur 6b ist das Auflageteil 120 in einer anderen Perspektive dargestelt, so dass die Unterseite erkennbar ist, die auf der Auflagefläche aufliegt. Die Struktur zeigt neben den Ausnehmungen 128 und dem Radius 130 mehrere Strukturbohrungen 132, die vorzugsweise als Sacklochbohrungen ausgebildet sind. Darüber hinaus sind zwei Strukturöffnungen dargestellt, die ebenfalls in der Struktur 122 enden und somit
nicht durchgängig sind.
Figur 140 zeigt eine Einlage 140. Die Einlage 140 besteht aus mehreren Einlageelmenten 144, deren Anzahl der Anzahl der Einlagenbereiche 126 der Struktur 122 entspricht, gemäß der vorliegenden Darstellung fünf. Jedes Einlagenelement 144 weist an einer Unterseite 142 mehrere Haken 146, sowie teilweise Gegenhaken 148, auf. Die Haken 146 sind dazu ausgelegt ind die Ausnehmungen 128 eingeführt zu werden und sich an er Unterseite der Struktur 122 einzuhaken. Durch die Verwendung von zusätzlichen Gegenhaken 148, deren Hakenarm in die den Hakenarmen des Haken 146 entgegengesetzte Richtung ausgebildet ist, wird ein Verrutschen der Einlage 140 ins Längsrichtung nach Montage verhindert.
In Figur 7 ist ein U-förmiges Außenrahmenteil 150 dargestellt. Das Außenrahmenteil 150 ist einstückig ausgebildet und vorzugsweise in einem additiven Verfahren aus einem relativ weichen Kunststoff und/oder Gummi hergestellt. Das Außenrahmenteil 150 hat eine Außenfläche 152, die verrundete Oberflächen aufweist. An einer Oberseite hat das Außenrahmenteil 150 eine Ausnehmung 154, die bei einer vollständig montierten Auflagevorrichtung (hier nicht gezeigt) mit dem Radius 130 und dem Radius 54 eine Eingriff eines Anwenders ermöglicht um die im Folgenden eingehender beschriebene Handhabe 244 zu benutzen. Ferner hat das Außenrahmenteil 150 eine Innenfläche 156, die derart ausgebildet ist, dass sie an den Schenkeln 5 des Unterteils 4 anliegen und/oder an diesen orientiert sind und deren Verlauf umgeben. Die Endabschnitte der Schenkel des Rahmenteils weisen eine Art Stecksystem auf. An einem Endabschnitt eines Schenkels des Außenrahmenteils ist eine Stecksystem-Mutter 158 und an dem anderen Endabschnitt ein Stecksystem-Vater 160 ausgebildet, die bei Verwendung zweier identischer Außenrahmenteile 150 miteinander in Eingriff kommen um einen vollständigen Außenrahmen zu bilden. Der gesamte Außenrahmen umgibt alle innenliegenden Teile wenn die Auflagevorrichtung in einem passiven Zustand ist. Folglich sind keine scharfen Kanten und/oder harte Bauteile offenliegend.
In Figur 8 ist ein Bolzen 220 gezeigt. Dieser Bolzen 220 hat als einen Endabschnitt
ein Außengewinde 222. An einem gegenüberliegenden Bereich des Bolzens 220 ist ein Endabschnit 224 vorgesehen, der einen sich verjüngenden Umfang aufweist Das Gewinde 222 und der Endabschnit 224 sind über einen Haupteil 226 miteinander verbunden. Ferner weist der Hauptteil 226 Ausnehmungen 228 auf. Der Bolzen 220 ist dazu ausgelegt, mit dem Unterteil 4 verbunden zu werden. Wenn der Bolzen mit dem Unterteil 4 verbunden ist, kann das Unterteil 4 über die Bolzen 220 in hier nicht dargestellte Aufnahmevorrichtungen auf einem Deck einer Yacht montiert werden.
Figur 9 zeigt eine Auflage 2 einer Auflagevorrichtung 1 in einem aktiven Zustand in montierter Form. Das Unterteil 4 ist über die erste Lasche 20 und die zweite Lasche 30 mit dem Oberteil 40 verbunden. Die Verbindung zwischen dem Unterteil 4 und der ersten Lasche 20 erfolgt dabei über eine Achse70. Die Verbindung zwischen dem Unterteil 4 und der zweiten Lasche 30 erfolgt dabei über eine weitere Achse 70. Die Verbindung zwischen der ersten Lasche 20 und dem Oberteil 40 erfolgt dabei über die Einstellachse 90 und die Kupplung und die Absteckscheibe. Die Verbindung zwischen der zweiten Lasche 30 und dem Oberteil 40 erfolgt über eine Achse 70.
Wie bereits vorstehend ausgeführt ist das Unterteil 4 vollständig von dem Außenrahmen, der aus einem oder zwei Außenrahmenteilen 150 gebildet ist, umschlossen. Ferner ist der Aufbau auf den Auflageflächen 41 gezeigt, wobei dieser aus dem Auflageteil 120 und der Einlage 140 gebildet ist.
Figur 10 zeigt eine Arretierungsvorrichtung, bestehend aus der Absteckscheibe 60, dem Block 110 und einem Federbolzen 240. Der Federbolzen 240 ist durch die Führung 114 des Blocks 110 geführt. Um den Federbolzen 240 aus der Ausnehmung 62 zu ziehen, muss eine Federkraft einer innenliegenden Feder überwunden werden. Um ein werkzeugloses Lösen zu ermöglichen, weist der Federbolzen 240 an seinem der Absteckscheibe abgewendeten Endabschnit eine Handhabe 244 auf. Diese Handhabe 244 kann beispielsweise als Ring oder Ringe ausgeführt sein, die leicht greifbar sind. Ferner ist in dieser Figur erkennbar, dass die Einstellachse 90 in einer Aufnahme der Absteckscheibe 60 geführt ist. Über Bohrungen 64 ist die Einstellachse 90 über geeignete Befestigungsmittel nahezu drehfest gegenüber der
Absteckscheibe 60 festlegbar.
In einerweiteren Ausgestaltung gemäß Figur 11 kann die Absteckscheibe 60 als Zahnscheibe ausgeführt sein, die auf dem Umfang verteilt Bohrungen aufweist, in die der Federbolzen 240 einrasten kann. Auf der jeweils axial gegenüberliegenden Seite der Absteckscheibe 60 sind ebenfalls Zahnscheiben 170 angebracht, die aufgrund ihrer Form nahezu auf der Fläche 23 der ersten Lasche 20 aufliegen und bei abgestecktem Federbolzen 240 eine Verdrehung des hier nicht dargestellten Oberteiles 40 zur ersten Lasche 20 verhindern und somit die Auflagefläche in der gewünschten Winkelposition halten. Ferner haben die Zahnscheiben 170 jeweils einen Abstützschenkel 172, der die Verdrehsicherheit weiter erhöht, sowie für eine Vergrößerung der Auflagefläche der Zahnscheibe 170 auf der ersten Lasche 20 dient. Absteckscheibe 60 und Zahnscheiben 170 können über auf der Einstellachse 90 angebrachten Gewinde und Muttern axial zueinander gespannt oder gelöst werden.
Im gelösten Zustand lassen sich die Zahnscheiben gegenüber der Absteckscheibe 60 in festgelegten Winkelschritten verdrehen, womit sich der Winkel der Auflageflächen im abgesteckten Zustand in kleinen Schritten inkrementell verändern lässt.
Die Bohrungen auf der Absteckscheibe 60 weisen zueinander einen Versatz im Winkel auf, womit sich die Winkelschritte weiter reduzieren lassen.
Figur 12 zeigt eine dreidimensionale Darstellung einer Auflage 2 in einem passiven Zustand, also in einem Zustand, in dem die Auflageflächen vollständig eingefahren sind und innerhalb des Außenrahmens liegen. Wie der Figur 12 zu entnehmen, liegen die Auflageflächen innerhalb des Außenrahmens und sind ferner nicht direkt sichtbar. Vielmehr sind gemäß dieser Darstellung vorrangig der Außenrahmen, bestehend aus zwei Außenrahmenteilen 150, sowie die Einlagen 140 der Auflagen
120 erkennbar. Unterhalb der Auflagen 120 befinden sich die Auflageflächen. Wie aus Figur 12 ersichtlich, kann über eine durch den Radius 130 gebildete Ausnehmung in den Innenbereich der Auflage 2 eingegriffen werden, um die hier nicht sichtbare Handhabe 244 zu bedienen, um den Rastbolzen aus der Absteckscheibe zu ziehen und um somit ein Verstellen der Auflageflächen zueinander zu ermöglichen. Ferner zeigt der passive Zustand gemäß der vorliegenden Darstellung, dass keine metallischen Teile oberflächlich vorliegen und darüber hinaus ausschließlich verrundete Kanten und/oder Flächen offenliegen, die wesentlich weicher sind als handelsübliche metallische Werkstoffe und dass somit das Risiko einer Verletzung bei einer Kollision mit der Auflage 2 gegenüber aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen, minimiert ist. Die einzelnen Teile des Außenrahmens sind aus einem weichen Werkstoff, vorzugsweise Gummi, vorzugsweise in einem additiven Fertigungsverfahren hergestellt. Alternative Herstellungsverfahren wir Spritzguss, Formteile usw. sind ebenso einfach umsetzbar.
Ein Vorteil der Auflagevorrichtung liegt zum einen darin, dass sie bei Nichtbenutzung mit einfachen Mitteln in den passiven Zustand eingeklappt werden kann und dass dann auch aufgrund der Konstruktion insgesamt keine gefährlichen scharfen Ecken oder Kanten mehr vorstehend sind, da diese vollständig von dem Außenrahmen umschlossen sind. Folglich ist die Verletzungsgefahr bei der Verwendung und insbesondere bei der Nichtverwendung im passiven Zustand gegenüber bekannten Lösungen deutlich vermindert.
Ferner lassen sich die Auflagen mit wenigen Handgriffen auf den jeweils benötigen Rumpfwinkel des Beibootes voreinstellen. Diese Voreinstellung muss nur einmal pro Auflagevorrichtung durchgeführt werden. In der anschließenden Benutzung rastet die Auflage über die Arretierungsmittel bei jedem Öffnen in der voreingestellten Position ein.
Die Installation der Auflagen erfolgt vorzugsweise auf einer Badeplattform, auch Deck genannt, eines größeren Bootes, auch als Yacht bezeichnet.
Die Auflagen sind derart ausgelegt, dass sie bei Nichtbenutzung einfach eingeklappt werden können.
Ein schmerzhaftes Anstoßen oder Verletzungen an den Zehen, Füßen, den Schienbeinen oder sonstigen Körperteilen wird durch die konstruktive Gestaltung insgesamt und insbesondere im eingeklappten Zustand durch die erfindungsgemäße Verwendung eines Außenrahmens, weitestgehend vermieden.
Die Auflagevorrichtung verringern außerdem die Gefahr des Stolperns und / oder Stürzens gegenüber herkömmlichen Auflagevorrichtung, insbesondere im passiven Zustand.
Die Auflagen können für Boote mit einem Rumpfwinkel von 180° bis 90°, vorzugsweise 173 ° bis 107° bei spitzem Rumpf und bis zu 95° bei abgeflachtem Rumpf eingestellt und verwendet werden.
In Figur 13a ist ein schematischer Stand der Technik mit eine Auflage gezeigt, die pro Auflagefläche nur ein Gelenk aufweist und somit im Folgenden als Eingelenklösung bezeichnet wird. Bereits bei einem Auflagewinkel OSMT von 120°, der in dieser Darstellung gewählt ist, würde ein Rumpf eines solchen Beibootes bereits auf dem Außenrahmen des Auflage aufliegen und nicht mehr ausschließlich auf den dafür vorgesehenen Auflageflächen. Die Auflagenbreite bstdT beträgt in dem vorliegenden Beispiel, bei einer Länge von ISWT von 173mm, 317,1mm. Die Auflagenhöhe und damit die lichte Höhe für Anbauteile, die sich nach unten vom Beiboot aus erstrecken, wie die Propeller eines Außenbordmotors, hstdT beträgt 135,1mm.
In der Figur 13b ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Auflage dargestellt, die vier Gelenkachsen aufweist und somit im Folgenden als
Viergelenklösung bezeichnet wird. Die Abmessungen der Auflageflächen entsprechen denen der Auflageflächen in der Figur 13a, h 173mm. Durch die Verwendung der zusätzlichen Gelenke wird aber nicht nur die Stabilität der Auflage, sondern auch deren Abmessungen gegenüber dem aus der Stand der Technik bekannten Lösung signifikant verbessert. Die Auflagenbreite bi beträgt 372mm, die Auflagenhöhe hi 178,7mm und wie man anhand des eingestellten Winkels von ai, 120°, erkennen kann, ist die Verwendung von einem Beiboot mit einem spitzen Rumpf bei der Viergelenklösung problemlos realisierbar. Die Vorteile der Viergelenklösung sind mithin vielseitig und verbessern die bekannten Auflagevorrichtungen.
Die Auflagen selbst können entweder mit der Yacht, beispielsweise auf der Badeplattform, fest verschraubt werden, indem das Unterteil 4 über die Bohrungen 6 mit geeigneten Verbindungsmitteln montiert wird, oder über ein Stecksystem in der Badeplattform fixiert werden, sofern geeignete Aufnahmevorrichtungen vorhanden sind, die mit den an dem Unterteil 4 montierbaren Bolzen 220 in Eingriff gebracht werden können.
Die Auflagen 2 können auf der Badeplattform verschraubt werden. Dazu befinden sich im Unterteil 4 der Auflagen 2 eine Vielzahl von Bohrungen, von denen zumindest vier verwendet werden sollten.
Alternativ können die Auflagen 2 mit den mitgelieferten Bolzen 220 in die bekannten und handelsüblichen Buchsen, die auf der Badeplattform installiert werden, gesteckt werden.
Der Auflagewinkel (Rumpfwinkel) lässt sich an jeder Auflage 2 auf das benötigte Maß einstellen. Hierzu muss zunächst das Oberteil 40 hochgezogen werden. Hierzu kann beispielsweise mit einem Finger oder einem geeigneten Werkzeug über das dafür vorgesehene Durchgangsloch, in der vorliegenden Anmeldung als Radius
bezeichnet, der Federriegel gegriffen werden. Ist der Bolzen des Federriegels in der Absteckscheibe eingerastet, kann anschließend das Oberteil angehoben, bzw. angestellt und in einer offenen Stellung gehalten und/oder arretiert werden.
Es ist sicherzustellen, dass in dieser Lage der Bolzen des Federriegels mit der Ausnehmung 62 der Absteckscheibe 60 in Eingriff ist. Anschließend können Befestigungsschrauben des Auflagenteils 120, die in den Ausnehmungen 48 montiert sind, um eine halbe Umdrehung gelöst werden, so dass das Auflagenteil 120 um 10mm verschiebbar und somit aus dem Eingriff mit den Verbindungsmitteln über die vergrößerten Bereiche der Ausnehmungen 48 vom Oberteil 40 abnehmbar ist. Nun sind die erste Lasche 20 und die zweite Lasche 30 in dem einzustellenden Rumpfwinkel einstellbar. Der nun eingestellte Rumpfwinkel ist über die Kupplung 100, wie vorbeschrieben, zu fixieren. In geänderter Reihenfolge kann das Auflagenteil 120 wieder mit dem Oberteil 40 verbunden werden.
In der alternativen Ausgestaltung der Arretierungsvorrichtung, in der die Absteckscheibe als Zahnscheibe ausgeführt ist, kann das vorbeschriebene Einstellverfahren geändert werden, indem Absteckscheibe und Zahnscheiben über auf der Einstellachse angebrachten Gewinden und Muttern axial zueinander gespannt oder gelöst werden können. Im gelösten Zustand lassen sich die Zahnscheiben vorteilhafterweise gegenüber der Absteckscheibe in festgelegten Winkelschritten verdrehen, womit sich der Winkel der Auflageflächen im abgesteckten Zustand in Schritten inkrementell verändern lässt.
Bei einem Lösen des Federriegels im passiven Zustand und einem Anheben des Oberteils 40 wird dieses in dem voreingestellten Rumpfwinkel in der Bohrung 62 der Absteckscheibe 60 einrasten. Somit ist der aktive Zustand hergestellt, der die Auflagevorrichtung zur Aufnahme eines Beibootes vorbereitet.
Um die Auflage aus dem aktiven in den passiven Zustand zu versetzen, muss der Federriegel betätigt werden, bis der Bolzen des Federriegels aus der Absteckscheibe herausgezogen ist. Nun ist ein langsames Herablassen des Oberteils 40 möglich, bis dieses wieder innerhalb des Rahmens im passiven Zustand eingefahren ist.
Offenbart ist eine Auflagevorrichtung zur Auflage und zum Transport von Beibooten auf Yachten, wobei ein frei einstellbarer Auflagewinkel einstellbar ist und die Auflagevorrichtung bei Nichtbenutzung ein Verletzungsrisiko gegenüber bekannten Auflagevorrichtungen deutlich reduziert. Dies wird erreicht, indem die Auflagen der Auflagevorrichtung von einem Rahmen eingefasst sind, der Schrägen und aufweist.
Bezugszeichenliste
1 Auflagevorrichtung
2 Auflage
4 Unterteil
5 Schenkel
6 Bohrung
7 Mittelteil
8 Langloch
10 Ausnehmung
20 erste Lasche
21 Schenkel
22 Aufnahme
23 Mitteilteil
24 Ausnehmung
26 Biegekante
30 zweite Lasche
31 Schenkel
32 Aufnahme
33 Mittelteil
34 Biegekante
40 Oberteil
41 Auflagefläche
42 Biegekante
43 Schenkel
44 Langloch
46 Bohrung
48 Ausnehmung
50 erste Aufnahme
52 zweite Aufnahme
54 Öffnung
Achse Einstellachse Block langer Schenkel Ausnehmung kurzer Schenkel Führung Auflageteil Struktur Steg Einlagebereich Ausnehmung Radius 2 Strukturbohrung Strukturöffnung 0 Einlage 2 Unterseite 4 Einlageelement 6 Haken 8 Gegenhaken 0 Außenrahmenteil2 Außenfläche 4 Ausnehmung 6 Innenfläche 8 Stecksystem-Mutter0 Stecksystem-Vater0 Zahnscheibe 2 Abstützschenkel0 Bolzen Plattform 2 Gewinde 4 Endabschnitt
Hauptteil Ausnehmung Beiboot Federbolzen Handhabe
Claims
1. Auflagevorrichtung für ein Beiboot (230), wobei die Auflagevorrichtung (1 ) an einer Yacht anbringbar ist und aus mindestens zwei Auflagen (2) besteht, wobei ein Beiboot (230) auf der Auflagevorrichtung (1) mitführbar ist, wobei die Auflagen (2) verstellbare Auflageflächen (41) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflage (2) einen Außenrahmen hat, der verrundete oder abgeflachte Oberflächen aufweist.
2. Auflagevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageflächen (41) in einem passiven Zustand nicht über den Rahmen herausragen.
3. Auflagevorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflageflächen (41) in einem Winkel zueinander ausgerichtet werden können, der zwischen 180° und 90° einstellbar ist.
4. Auflagevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausrichtung der Auflageflächen (41) zueinander jeweils über ein Vierachsgelenk erfolgt.
5. Auflagevorrichtung nach Anspruch 5, wobei eine erste Lasche (20) mit einer Achse an einem Unterteil (4) und mit einer Einstellachse (90) an einem Oberteil (40) gehalten ist.
6. Auflagevorrichtung nach Anspruch 5, wobei eine zweite Lasche (30) mit einer Achse an einem Unterteil (4) und mit einer Achse an einem Oberteil (40) gehalten ist.
7. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei im Bereich der Einstellachse (90) eine festlegbare Arretierungsvorrichtung montiert ist, über die in Verbindung mit einem Arretierungsmittel und einer Kupplung (100) die Auflageflächen (41) in einer voreingestellten Endlage einstellbar und arretierbar ist.
8. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 5 oder 6, wobei im Bereich der Einstellachse (90) eine festlegbare Arretierungsvorrichtung montiert ist, über die in Verbindung mit einem Arretierungsmittel und Zahnscheiben die
Auflagefläche (41) in einer voreingestellten Endlage einstellbar und arretierbar ist.
9. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei der Außenrahmen einteilig oder zweiteilig ausgebildet ist.
10. Auflagevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei an einem Unterteil (4) Bolzen (220) vorgesehen sind, die sich von dem Unterteil (4) in Richtung der von den Auflageflächen (41) abgewandten Seite erstrecken, wodurch die Auflagen (2) in bestehende Aufnahmen einer Yacht festlegbar sind.
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