EP4727797A1 - Lordosenschildanordnung für eine rückenlehne eines fahrzeugsitzes, fahrzeugsitz, kraftfahrzeug - Google Patents
Lordosenschildanordnung für eine rückenlehne eines fahrzeugsitzes, fahrzeugsitz, kraftfahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Lordosenschildanordnung (1) für eine Rückenlehne (17) eines Fahrzeugsitzes, mit einem Lordosenschild (2), und mit einer an dem Lordosenschild (2) angeordneten Tragstruktur (3), die zumindest einen Stützstab (4) zur Aufhängung des Lordosenschilds (2) an der Rückenlehne (17) aufweist. Es ist vorgesehen, dass der Stützstab (4) zumindest ein hakenförmiges, insbesondere im Querschnitt L-förmiges, Befestigungselement (12) zum verdrehsicheren Einhängen einer Lordosenmatte (20) aufweist, wobei das Befestigungselement (12) geometrisch mit einer Befestigungsöffnung (21) in der Lordosenmatte (20) korrespondiert.
Description
Beschreibung
Lordosenschildanordnung für eine Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes, Fahrzeugsitz, Kraftfahrzeug
Die Erfindung betrifft eine Lordosenschildanordnung für eine Rückenlehne eines Fahrzeugsitzes, mit einem Lordosenschild, und mit einer an dem Lordosenschild angeordneten Trag Struktur, die zumindest einen Stützstab zur Aufhängung des Lordosenschilds an der Rückenlehne aufweist.
Außerdem betrifft die Erfindung einen Fahrzeugsitz mit einer derartigen Lordosenschildanordnung sowie ein Kraftfahrzeug mit einem derartigen Fahrzeugsitz.
Lordosenschildanordnungen der eingangs genannten Art sind aus dem Stand der Technik bekannt. So ist beispielsweise aus der Patentschrift DE 102004 050 144 B4 der Anmelderin ein mittels Lordosedrähten eingehängtes Lordosenschild bekannt. Verwendung finden derartige Lordosenschilde beispielsweise bei Lordosenschildanordnungen mit Massagefunktion. Aus der Offenlegungsschrift DE 19829 831 A1 ist ein beispielsweise ein Sitzlehnenteil mit einem Lordosenschild bekannt, an dessen Rückseite ein Vibratorelement als Massagemodul direkt angekoppelt ist. Ebenfalls bekannt sind pneumatische Lordosenschildanordnungen, die eine Verstellung der Lendenwirbelsäulenstütze (Lordose) für eine benutzerspezifische natürliche Kontur der Wirbelsäule im Lendenbereich (S-Kontur der Wirbelsäule) über die Befüllung von sich insbesondere bereichsweise überdeckenden Luftkissen oder Luftblasen ermöglichen. Dabei wird die Luftzufuhr üblicherweise durch eine Pumpenanordnung vorgenommen. Über Steuereinrichtungen sowie Ventilanordnungen werden Befüllung, Entlüftung und Halten des Luftdrucks gesteuert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Lordosenschildanordnung zu schaffen, die durch zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten für weitere Komponenten eine hohe Flexibilität für die bestimmungsgemäße Verwendung der Lordosenschildanordnung aufweist.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch eine Lordosenschildanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Erfindungsgemäß ist hierbei vorgesehen, dass der
Stützstab zumindest ein hakenförmiges, insbesondere im Querschnitt L-förmiges, Befestigungselement zum verdrehsicheren Einhängen einer Lordosenmatte aufweist, wobei das Befestigungselement geometrisch mit einer Befestigungsöffnung in der Lordosenmatte korrespondiert. Durch ein derartiges Befestigungselement ist eine besonders vorteilhafte Möglichkeit zum Festlegen einer Lordosenmatte an der Rückenlehne geschaffen, die ohne zusätzliche Befestigungspunkte an der Rückenlehne selbst auskommt. Dadurch, dass das Befestigungselement nicht an dem Lordosenschild, sondern an dem Stützstab angeordnet ist, ist außerdem ein vorteilhaft modulares Baukastensystem geschaffen, bei dem unterschiedliche Lordosenschilde und Lordosenmatten durch ausschließliches Modifizieren des Stützstabs miteinander kombinierbar sind. Die Lordosenmatte weist insbesondere einen elastisch verformbaren Schaum auf. Insbesondere ist die Lordosenmatte auf einer von einem Benutzer abgewandten Seite (Rückseite) der Rückenlehne als Schutz anordenbar oder angeordnet. Vorzugsweise ist der Stützstab zumindest bereichsweise in das Lordosenschild integriert, insbesondere innerhalb des Lordosenschilds angeordnet. Insbesondere ist der Stützstab mäanderförmig ausgebildet und weist eine Vielzahl zueinander abgewinkelter Abschnitte auf, wobei einige der Abschnitte zumindest bereichsweise direkt in das Lordosenschild integriert sind. Besonders bevorzugt ist das Lordosenschild zumindest in Bezug auf seine Außenkontur im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu seiner Längsmittelachse ausgebildet.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungselement einstückig mit einer, insbesondere einen Kunststoff aufweisenden, Ummantelung des Stützstabs, ausgebildet ist. Durch eine derartige Ausbildung des Befestigungselements ist eine besonders vorteilhafte Möglichkeit zum gemeinsamen Herstellen des Befestigungselements mit der Ummantelung geschaffen, bei der zum Herstellen des Befestigungselements insbesondere kein zusätzlicher Produktionsschritt benötigt wird. Insbesondere ist die Ummantelung durch Umspritzen des Stützstabs hergestellt. Der Stützstab weist insbesondere ein Metall auf.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass zumindest zwei Befestigungselemente spiegelsymmetrisch zu einer Längsmittelachse des Lordosenschilds an dem oder jeweils einem Stützstab angeordnet sind. Durch die Verwendung zweier derartiger Befestigungselemente ist vorteilhaft sichergestellt, dass die Lordosenmatte ausrichtungsgesichert an dem Lordosenschild gehalten ist. Insbesondere sind die Befestigungselement jeweils einander gegenüberliegenden Randbereichen der Lordosenmatte zugeordnet.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungselement zumindest ein Hintergriffselement aufweist. Durch das Hintergriffselement ergibt sich der Vorteil, dass die Lordosenmatte mehrdimensional formschlüssig gehalten ist.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Befestigungselement einen L-förmigen Querschnitt aufweist, und dass an zumindest einem Schenkel der L-Form, insbesondere an jedem der Schenkel jeweils, ein Hintergriffselement ausgebildet ist. Dadurch ist die Lordosenmatte besonders vorteilhaft sicher gehalten und in ihrer Ausrichtung festgelegt. Das Befestigungselement ist insofern doppelt hakenförmig ausgebildet. Vorzugsweise verläuft einer der Schenkel bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen vertikal, und der andere der Schenkel zumindest im Wesentlichen horizontal. Insbesondere bildet zumindest einer der Schenkel eine Gerade aus. Besonders bevorzugt verläuft zumindest einer der Schenkel bogenförmig, beschreibt insbesondere einen bei bestimmungsgemäßem Einbau nach oben gerichteten Bogen. Vorzugsweise sind die Hintergriffselemente jeweils an einem von dem jeweils anderen Schenkel abgewandten Ende des Schenkels angeordnet. Die Hintergriffselemente sind vorzugsweise derart an dem Befestigungselement angeordnet, dass sie voneinander abgewandten Richtungen zugeordnet sind beziehungsweise voneinander abgewandte Wirkrichtungen aufweisen. Vorzugsweise weist zumindest eines der Hintergriffselemente eine Anlaufschräge auf, um das Aufhängen der Lordosenmatte zu vereinfachen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Befestigungselement zumindest eine Verstärkungsrippe aufweist. Durch die Verstärkungsrippe ergibt sich der Vorteil, dass das Befestigungselement besonders robust ausgebildet ist. Vorzugsweise ist die Verstärkungsrippe an einem der Schenkel zwischen dem jeweiligen Hintergriffselement und dem anderen Schenkel angeordnet.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass der Stützstab einen ersten Abschnitt, insbesondere zum Einhängen eines Sitzbezugs, insbesondere Knieeinzugs, aufweist, der einendig dem Lordosenschild zugeordnet ist, und dass der Stützstab einen an den ersten Abschnitt anderendig angrenzenden zweiten Abschnitt aufweist, der abgewinkelt, insbesondere rechtwinklig, zu dem ersten Abschnitt ausgerichtet ist, und der das Befestigungselement sowie einendig ein weiteres Befestigungselement zum Einhängen in oder an der Rückenlehne aufweist. Dadurch ist eine besonders vorteilhafte Möglichkeit zum Befestigen einer weiteren Komponente an dem Stützstab geschaffen, die dennoch geometrisch unabhängig von dem Befestigungselement für die Lordosenmatte ist. Vorzugsweise sind zwei erste Abschnitte mit
daran angrenzenden zweiten Abschnitten vorgesehen, wobei insbesondere zumindest die ersten Abschnitte einander in Bezug auf die Längsmittelachse spiegelsymmetrisch gegenüberliegen und parallel zueinander ausgerichtet sind.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der erste Abschnitt bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen horizontal verläuft, und dass der zweite Abschnitt bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen vertikal verläuft. Dadurch ist die Montage des Lordosenschild insgesamt sowie des Sitzbezugs daran besonders vorteilhaft einfach durchführbar.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Lordosenschild faserverstärkt ist, insbesondere einen faserverstärkten Kunststoff aufweist. Dadurch ist das Lordosenschild besonders vorteilhaft robust ausgebildet.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass zumindest zwei Anspritzpunkte für die Fasern, insbesondere Glasfasern, auf oder spiegelsymmetrisch zu einer Längsmittelachse des Lordosenschilds angeordnet sind. Dadurch ist die Robustheit des Lordosenschilds vorteilhaft weiter verbessert. Insbesondere werden vier auf der Längsmittelachse liegende, oder zwei spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse angeordnete, insbesondere etwa mittig in Bezug auf die Längserstreckung des Lordosenschilds, und zwei randseitig angeordnete, insbesondere oben und unten in Bezug auf die Längserstreckung, auf der Längsmittelachse liegende der Anspritzpunkte verwendet.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Lordosenschild zumindest eine Aussparung und/oder einen Befestigungspunkt für eine Lüfteranordnung aufweist. Dadurch ist vorteilhaft sichergestellt, dass die Lüfteranordnung als weitere Komponente flexibel an oder nahe des Lordosenschilds anordenbar oder angeordnet ist. Vorzugsweise ist eine Vielzahl von um die Aussparung verteilt angeordneten Befestigungspunkten vorgesehen.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Lordosenschild zumindest ein, insbesondere randseitiges, weiteres Befestigungselement zum Einhängen eines Luftkissens aufweist. Dadurch ist vorteilhaft sichergestellt, dass das Luftkissen als weitere Komponente flexibel an dem Lordosenschild anordenbar oder angeordnet ist. Vorzugsweise ist eine Vielzahl von voneinander beabstandeten Befestigungselementen für mehrere Luftkissen vorgesehen, um einen optimierten und festen Sitz der Luftkissen sicherzustellen. Vorzugsweise sind Befestigungselemente an voneinander abgewandten
Randbereichen des Lordosenschilds vorgesehen, sodass das Luftkissen das Lordosenschild zwischen den Randbereichen vollständig überdeckt. Die Luftkissen weisen insbesondere eine elastisch verformbare Folie auf.
Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass das Befestigungselement einen rotationssymmetrischen, insbesondere kugelförmigen, Befestigungsabschnitt für das Luftkissen aufweist. Dadurch ist eine besonders vorteilhaft einfache Montage gewährleistet. Insbesondere ist dem Befestigungsabschnitt ein Durchgangsloch des Luftkissens zuordenbar oder zugeordnet. Der Durchmesser des Befestigungsabschnitts ist vorzugsweise zumindest minimal größer als der Durchmesser des Durchgangslochs, sodass das Luftkissen formschlüssig gehalten ist.
Der Fahrzeugsitz für ein Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 14 weist eine Rückenlehne auf und zeichnet sich dadurch aus, dass in oder an, insbesondere einem Sitzrahmen, der Rückenlehne, die erfindungsgemäße Lordosenschildanordnung angeordnet ist. Daraus ergeben sich die bereits genannten Vorteile. Bei einem Einsatz des Fahrzeugsitzes in anderen Fortbewegungsmitteln, insbesondere Flugzeugen, sowie bei einer Verwendung der erfindungsgemäßen Lordosenschildanordnung in nicht in Fortbewegungsmitteln verbauten Sitzen, beispielsweise Massagesitzen, ergeben sich die gleichen Vorteile.
Das Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 15 zeichnet sich durch zumindest einen erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz aus. Auch daraus ergeben sich die bereits genannten Vorteile. Insbesondere weist das Kraftfahrzeug den Fahrzeugsitz als Fahrersitz auf.
Weitere Vorteile und bevorzugte Merkmale und Merkmalskombinationen ergeben sich insbesondere aus dem zuvor Beschriebenen sowie aus den Ansprüchen. Im Folgenden soll die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert werden. Dazu zeigen
Figur 1 eine vorteilhafte Lordosenschildanordnung,
Figur 2 die in einer Rückenlehne montierte Lordosenschildanordnung,
Figuren 3A und 3B Detailansichten der Lordosenschildanordnung,
Figuren 4A und 4B weitere Detailansichten der Lordosenschildanordnung, und
Figur 5 eine weitere Detailansicht der Lordosenschildanordnung,
Die Figur 1 zeigt eine vorteilhafte Lordosenschildanordnung 1 für eine Rückenlehne, vorliegend eines ansonsten nicht näher dargestellten Fahrzeugsitzes. Die Lordosenschildanordnung 1 weist ein Lordosenschild 2 auf. Das Lordosenschild 2 ist dabei in einer Draufsicht auf eine erste Seitenfläche dargestellt. An dem Lordosenschild 2 ist eine Tragstruktur 3 angeordnet. Die Tragstruktur 3 weist einen Stützstab 4 zur Aufhängung des Lordosenschilds 2 an der Rückenlehne auf. Das Lordosenschild 2 ist zumindest in Bezug auf seine Außenkontur im Wesentlichen spiegelsymmetrisch zu seiner Längsmittelachse 5 ausgebildet. Auch der Stützstab 4 ist spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse 5 ausgebildet und in oder an dem Lordosenschild 2 angeordnet.
Der Stützstab 4 ist mäanderförmig ausgebildet und weist vorliegend eine Vielzahl zueinander abgewinkelter Abschnitte auf, wobei einige der Abschnitte, wie in der Figur 1 erkennbar ist, zumindest bereichsweise direkt in das Lordosenschild 2 integriert sind beziehungsweise innerhalb des Lordosenschilds 2 verlaufen. Für die vorliegende Erfindung besonders relevant sind dabei zwei erste Abschnitte 6, die, einander in Bezug auf die Längsmittelachse 5 spiegelsymmetrisch gegenüberliegend und parallel zueinander ausgerichtet, jeweils mit einem ersten Ende 7 dem Lordosenschild 2 zugeordnet sind und innerhalb des Lordosenschilds 2 verlaufen. Die ersten Abschnitte 6 sind vorliegend als Einhängeabschnitte für einen Sitzbezug ausgebildet und verlaufen dazu bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen horizontal.
An ein zweites Ende 8 des jeweiligen ersten Abschnitts 6 anschließend weist der Stützstab 4 jeweils ebenfalls relevante zweite Abschnitte 9 auf, die abgewinkelt, vorliegend zumindest annähernd rechtwinklig, zu dem jeweiligen ersten Abschnitt 6 ausgerichtet sind. Entsprechend verlaufen die zweiten Abschnitte 9 bei bestimmungsgemäßem Einbau, zumindest bei aufgerichteter Rückenlehne, zumindest im Wesentlichen vertikal.
An einem von dem zweiten Ende 8 abgewandten dritten Ende 10 des jeweiligen zweiten Abschnitts 9, das jeweils ein Ende des Stützstabs 4 insgesamt ist, weist jeder der zweiten Abschnitte 9 ein erstes Befestigungselement 11 zum Einhängen in oder an der Rückenlehne auf. An dem zweiten Abschnitt 9, zwischen den beiden Enden 8, 10, ist jeweils ein zweites Befestigungselement 12 zum verdrehsicheren Einhängen einer Lordosenmatte angeordnet. Es sind insoweit zwei Befestigungselemente 12 spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse 5 des
Lordosenschilds 2 an demselben Stützstab 4 angeordnet. Die Befestigungselemente 12 werden mit Bezug auf die Figuren 3A bis 4B noch genauer beschrieben werden.
Das Lordosenschild 2 ist vorliegend faserverstärkt, insbesondere weist es einen faserverstärkten Kunststoff auf. Zumindest zwei Anspritzpunkte 13 zum jeweils endseitigen Anordnen der Fasern, insbesondere Glasfasern, sind auf oder spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse 5 des Lordosenschilds 2 angeordnet. Beispielgebend sind dazu insgesamt sechs Anspritzpunkte 13 angedeutet, nämlich vier auf und zwei spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse 5. Insbesondere werden die vier auf der Längsmittelachse 5 liegenden, oder die zwei spiegelsymmetrisch zu der Längsmittelachse 5 (etwa mittig in Bezug auf die Längserstreckung) und die zwei randseitigen (oben und unten in Bezug auf die Längserstreckung) der Anspritzpunkte 13 verwendet.
Weiter weist das Lordosenschild 2 eine, vorliegend kreisförmige, Aussparung 14 und eine Vielzahl von, vorliegend sechs, als Durchgangslöchern ausgebildeten, um die Aussparung 14 verteilt angeordneten, Befestigungspunkten 15 für eine Lüfteranordnung auf. Durch die vorstehend beschriebene Anordnung der Abschnitte 6, 9 ist alternativ zwischen den Abschnitten 9 Bauraum für die Lüfteranordnung geschaffen. Schließlich weist das Lordosenschild 2 noch eine Vielzahl von, vorliegend sechs, randseitigen dritten Befestigungselementen 16 zum Einhängen von Luftkissen auf. Die Befestigungselemente 16 werden mit Bezug auf die Figur 5 noch genauer beschrieben werden.
In der Figur 2 ist die bestimmungsgemäß in einer Rückenlehne 17 beziehungsweise in einem Sitzrahmen 18 der Rückenlehne 17 montierte Lordosenschildanordnung 1 dargestellt. Das Lordosenschild 2 ist mit den Befestigungselementen 11 in geometrisch damit korrespondierende Aussparungen 19 in dem Sitzrahmen 18 aufgehängt. Das Lordosenschild 2 ist dabei in einer Draufsicht auf eine, von der ersten Seitenfläche abgewandte, zweite Seitenfläche dargestellt. An den Befestigungselementen 12 ist eine, insbesondere textile, Lordosenmatte 20 aufgehängt.
Wie diese Aufhängung funktioniert, soll nun mit Bezug auf die Figuren 3A bis 4B beschrieben werden. Dabei ist in der Figur 3A ein vergrößerter Ausschnitt A der Figur 2, und in der Figur 3B derselbe Ausschnitt aus der Perspektive der Figur 1, also als Draufsicht auf die erste Seitenfläche des Lordosenschilds 2 dargestellt - oder, anders ausgedrückt, eine Front- und eine Rückansicht des entsprechenden Ausschnitts. Es ist jeweils erkennbar, dass das Befestigungselement 12 im Querschnitt zumindest im Wesentlichen L-förmig ausgebildet ist
beziehungsweise einen L-förmigen Querschnitt aufweist, und geometrisch mit einer Befestigungsöffnung 21 in der Lordosenmatte 20 korrespondiert.
Durch die L-Form weist das Befestigungselement 12 einen ersten Schenkel 22 und einen damit verbundenen zweiten Schenkel 23 auf. Der erste Schenkel 22 verläuft bei dem dargestellten bestimmungsgemäßen Einbau zumindest im Wesentlichen vertikal, und der zweite Schenkel 23 zumindest im Wesentlichen horizontal, wobei der zweite Schenkel 23 vorliegend, anders als der erste Schenkel 22, keine Gerade ausbildet, sondern bogenförmig verläuft, insbesondere einen nach oben gerichteten Bogen beschreibt. Dabei ist an dem ersten Schenkel 22, vorliegend an dem von dem zweiten Schenkel 23 abgewandten Ende des ersten Schenkels 22, ein erstes Hintergriffselement 24, und an dem zweiten Schenkel 23, vorliegend an dem von dem ersten Schenkel 22 abgewandten Ende des zweiten Schenkels 22, ein zweites Hintergriffselement 25 angeordnet, sodass das Befestigungselement 12 insgesamt außerdem doppelt hakenförmig ist.
Die Ausbildung und Funktion der Hintergriffselemente 24, 25 ist in den Figuren 4A und 4B genauer dargestellt, in denen jeweils eine dreidimensionale Ansicht des Ausschnitts A, wie in der Figur 3B, dargestellt ist, in der Figur ab 4A mit der Lordosenmatte 20, und in der Figur 4B ohne die Lordosenmatte 20. Die Hintergriffselemente 24, 25 sind dabei derart an dem Befestigungselement 12 angeordnet, dass sie voneinander abgewandten Richtungen zugeordnet sind beziehungsweise in voneinander abgewandten Richtungen wirken, vorliegend das erste Hintergriffselement 24 nach oben, und das zweite Hintergriffselement 25 nach unten.
Beim Einhängen in das Befestigungselement 12 wird die Lordosenmatte 20 mit der Befestigungsöffnung 21 elastisch verformt und über beide Hintergriffselemente 24, 25 gestülpt, sodass sie sicher gehalten ist. Es ist erkennbar, dass das erste Hintergriffselement 24 eine Anlaufschräge 26 aufweist, um das Aufhängen der Lordosenmatte 20 zu vereinfachen. Weiter ist erkennbar, dass das Befestigungselement 12 mehrere, vorliegend zumindest drei, Verstärkungsrippen 27 aufweist, um die Stabilität zu erhöhen. Die Verstärkungsrippen 27 sind dabei an dem ersten Schenkel 22, zwischen dem Hintergriffselement 24 und dem zweiten Schenkel 23 angeordnet. Insbesondere in der Figur 4B ist gut erkennbar, dass das Befestigungselement 12 dabei einstückig mit einer, insbesondere einen Kunststoff aufweisenden, Ummantelung 28 des Stützstabs 4 ausgebildet ist.
Wie bereits mit Bezug auf die Figur 1 erläutert, weist das Lordosenschild 2 neben den Befestigungselemente 12 noch die Befestigungselemente 16 für Luftkissen auf. In der Figur 2 sind dabei zwei sich überlappende Luftkissen 29, insbesondere als Bestandteil einer
Massagefunktion, dargestellt, die jeweils an zwei gegenüberliegenden Ecken ein Durchgangsloch 30 für eines der Befestigungselemente 16 aufweisen. Jedem der Luftkissen 29 sind insoweit zwei sich in Bezug auf die Längsmittelachse 5 gegenüberliegende, also an voneinander abgewandten Randbereichen des Lordosenschilds 2 angeordnete, Befestigungselemente 16 zuordenbar oder zugeordnet, sodass insgesamt drei Luftkissen 29 an dem Lordosenschild 2 befestigbar oder befestigt sind, die jeweils das Lordosenschild 2 zwischen den Randbereichen vollständig überdecken. Die Luftkissen 29 sind jeweils mit einer pneumatischen Pumpenanordnung 31 leitungstechnisch verbindbar oder verbunden.
In der Figur 5 ist schließlich noch ein Ausschnitt B der Figur 2 in einer dreidimensionalen Ansicht aus der Perspektive der Figur 1 dargestellt, analog der Figuren 4A und 4B. Es ist erkennbar, dass das Befestigungselement 16 einen rotationssymmetrischen, vorliegend zumindest annähernd kugelförmigen, Befestigungsabschnitt 32 aufweist, auf den das Luftkissen 29 mit dem Durchgangsloch 30 durch Umklappen der jeweiligen Ecke in Richtung des Befestigungsabschnitts 32 und elastisches Verformen des Durchgangslochs 30 aufsteckbar ist. Der Durchmesser des Befestigungsabschnitts 32 ist dabei zumindest minimal größer als der Durchmesser des Durchgangslochs 30, sodass das Luftkissen 29 formschlüssig gehalten ist.
Bezugszeichenliste
Lordosenschildanordnung Lordosenschild T rag Struktur Stützstab
Längsmittelachse erster Abschnitt erstes Ende zweites Ende zweiter Abschnitt drittes Ende erstes Befestigungselement zweites Befestigungselement Anspritzpunkt Aussparung Befestigungspunkt drittes Befestigungselement Rückenlehne Sitzrahmen Aussparung Lordosenmatte Befestigungsöffnung erster Schenkel zweiter Schenkel erstes Hintergriffselement zweites Hintergriffselement Anlaufschräge Verstärkungsrippe Ummantelung Luftkissen
Durchgangsloch Pumpenanordnung Befestigungsabschnitt
Claims
1. Lordosenschildanordnung (1) für eine Rückenlehne (17) eines Fahrzeugsitzes, mit einem Lordosenschild (2), und mit einer an dem Lordosenschild (2) angeordneten Tragstruktur (3), die zumindest einen Stützstab (4) zur Aufhängung des Lordosenschilds (2) an der Rückenlehne (17) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützstab (4) zumindest ein hakenförmiges, insbesondere im Querschnitt L-förmiges, Befestigungselement (12) zum verdrehsicheren Einhängen einer Lordosenmatte (20) aufweist, wobei das Befestigungselement (12) geometrisch mit einer Befestigungsöffnung (21) in der Lordosenmatte (20) korrespondiert.
2. Lordosenschildanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (12) einstückig mit einer, insbesondere einen Kunststoff aufweisenden, Ummantelung (28) des Stützstabs (4) ausgebildet ist.
3. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Befestigungselemente (12) spiegelsymmetrisch zu einer Längsmittelachse (5) des Lordosenschilds (2) an dem oder jeweils einem Stützstab (4) angeordnet sind.
4. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (12) zumindest ein Hintergriffselement (24,25) aufweist.
5. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (12) einen L-förmigen Querschnitt aufweist, und dass an zumindest einem Schenkel (22,23) der L-Form, insbesondere an jedem der Schenkel (22,23) jeweils, ein Hintergriffselement (24,25) ausgebildet ist.
6. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (12) zumindest eine Verstärkungsrippe (27) aufweist.
7. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stützstab (4) einen ersten Abschnitt (6), insbesondere zum Einhängen eines Sitzbezugs, insbesondere Knieeinzugs, aufweist, der einendig dem Lordosenschild (2) zugeordnet ist, und dass der Stützstab (4) einen an den ersten Abschnitt (6)
anderendig angrenzenden zweiten Abschnitt (9) aufweist, der abgewinkelt, insbesondere rechtwinklig, zu dem ersten Abschnitt (6) ausgerichtet ist, und der das Befestigungselement (12) sowie einendig ein weiteres Befestigungselement (11) zum Einhängen in oder an der Rückenlehne (17) aufweist.
8. Lordosenschildanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der erste Abschnitt (6) bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen horizontal verläuft, und dass der zweite Abschnitt (9) bei bestimmungsgemäßem Einbau zumindest im Wesentlichen vertikal verläuft.
9. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lordosenschild (2) faserverstärkt ist, insbesondere einen faserverstärkten Kunststoff aufweist.
10. Lordosenschildanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Anspritzpunkte (13) für die Fasern, insbesondere Glasfasern, auf oder spiegelsymmetrisch zu einer Längsmittelachse (5) des Lordosenschilds (2) angeordnet sind.
11. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lordosenschild (2) zumindest eine Aussparung (14) und/oder einen Befestigungspunkt (15) für eine Lüfteranordnung aufweist.
12. Lordosenschildanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lordosenschild (2) zumindest ein, insbesondere randseitiges, weiteres Befestigungselement (13) zum Einhängen eines Luftkissens (29) aufweist.
13. Lordosenschildanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (13) einen rotationssymmetrischen, insbesondere kugelförmigen, Befestigungsabschnitt (32) für das Luftkissen (29) aufweist.
14. Fahrzeugsitz für ein Kraftfahrzeug, mit einer Rückenlehne (17), dadurch gekennzeichnet, dass in oder an, insbesondere einem Sitzrahmen (18), der Rückenlehne (17), eine Lordosenschildanordnung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 13 angeordnet ist.
15. Kraftfahrzeug, gekennzeichnet durch zumindest einen Fahrzeugsitz nach Anspruch 14.
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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Country Status (4)
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