EP4727793A1 - Entriegelungsanordnung für sitzlehnenverstellung - Google Patents

Entriegelungsanordnung für sitzlehnenverstellung

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EP4727793A1
EP4727793A1 EP24730296.1A EP24730296A EP4727793A1 EP 4727793 A1 EP4727793 A1 EP 4727793A1 EP 24730296 A EP24730296 A EP 24730296A EP 4727793 A1 EP4727793 A1 EP 4727793A1
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EP
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gear
operating element
designed
unlocking
seat
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Application number
EP24730296.1A
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English (en)
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Inventor
Bernd Schmoll
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Audi AG
Original Assignee
Audi AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2/00Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles
    • B60N2/02Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable
    • B60N2/22Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable
    • B60N2/235Seats specially adapted for vehicles; Arrangement or mounting of seats in vehicles the seat or part thereof being movable, e.g. adjustable the back-rest being adjustable by gear-pawl type mechanisms
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60NSEATS SPECIALLY ADAPTED FOR VEHICLES; VEHICLE PASSENGER ACCOMMODATION NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B60N2205/00General mechanical or structural details
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Abstract

Entriegelungsanordnung für Sitzlehnenverstellung Offenbart ist eine Entriegelungsanordnung (10), insbesondere für eine Sitzlehnenverstellung, aufweisend ein entlang einer Rotationsachse (R) drehbares Bedienelement (12), welches mit einem Getriebe (14) verbunden ist und mittels einer Drehbewegung um die Rotationsachse (R) das Getriebe (14) rotatorisch betätigt, und aufweisend einen Rastbeschlag (16), welcher durch eine Bewegung eines Abtriebs des Getriebes (14) entriegelbar ist, wobei das Bedienelement (12) hohl mit einer innenliegenden Übertragungskontur (13) ausgestaltet ist, wobei die innenliegende Übertragungskontur (13) mit dem Getriebe gekoppelt ist. Des Weiteren sind ein Fahrzeugsitz und ein Fahrzeug offenbart.

Description

Entriegelungsanordnung für Sitzlehnenverstellung
BESCHREIBUNG:
Die Erfindung betrifft eine Entriegelungsanordnung, insbesondere für eine Sitzlehnenverstellung, aufweisend ein entlang einer Rotationsachse drehbares Bedienelement. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fahrzeugsitz sowie ein Fahrzeug.
Im Fahrzeugen werden üblicherweise mindestens zwei Fahrzeugsitze mit einer Sitzlehnenverstellung verbaut. Hierbei kann eine Neigung bzw. ein Winkel der Sitzlehne gegenüber einer Sitzfläche verändert werden. Die Sitzlehne ist mittels eines Scharniers mit der Sitzfläche drehbar verbunden und weist regulär einen Rastbeschlag auf, welcher eine ungewollte Sitzlehnenverstellung unterbindet.
Der Rastbeschlag muss im Vorfeld zur Verstellung der Neigung der Sitzlehne beispielsweise durch Rotation einer federvorgespannten Entriegelungsachse, welche mit dem Rastbeschlag verbunden ist, entriegelt werden. Die derzeit eingesetzten Entriegelungselemente, beispielsweise Rastlehnen am Vordersitzen eines Fahrzeugs, werden üblicherweise direkt und ohne eine Getriebeübertragung realisiert. Um die Entriegelungskräfte für den Anwender entsprechend niedrig bzw. akzeptabel einzustellen, müssen derartige Entriegelungskräfte durch Bedienelemente aufgebracht werden, die entsprechend groß oder lang dimensioniert sind, um eine Hebelwirkung zu erzielen.
Problematisch hierbei ist jedoch der eingeschränkte Bauraum im Bereich zwischen dem Fahrzeugsitz und einer Fahrzeugtür. Deswegen muss ein Kompromiss aus einem Bedienweg und einer Bedienkraft gefunden werden. Ein derartiger Kompromiss ist jedoch nachteilig hinsichtlich der Ergonomie und des Designs. Darüber hinaus kann insbesondere bei Vordersitzen im Fahrzeug je nach Sitzposition der Zugriff auf das Bedienelement durch das Gurtband des Sicherheitsgurts eingeschränkt werden.
Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Entriegelungsanordnung und einen Fahrzeugsitz bereitzustellen, durch welche ein Bedienelement zum Entriegeln und Verstellen einer Sitzlehne besonders kompakt ausgeführt werden kann.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Entriegelungsanordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 , durch einen Fahrzeugsitz mit den Merkmalen des Anspruchs 8 und durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der erfindungsgemäße Entriegelungsanordnung dient insbesondere für eine Sitzlehnenverstellung. Dabei kann die Entriegelungsanordnung eine Sitzlehne eines Sitzes, beispielsweise eines Fahrzeugsitzes, in seiner Arretierung entriegeln und einen Neigungswinkel der Sitzlehne verändern. Hierzu weist die Entriegelungsanordnung ein entlang einer Rotationsachse drehbares Bedienelement auf, welches mit einem Getriebe verbunden ist und mittels einer Drehbewegung um die Rotationsachse bzw. Drehwelle das Getriebe rotatorisch betätigt.
Die Betätigung des Getriebes kann beispielsweise eine Übersetzung bzw. Untersetzung in Form einer Drehbewegung oder in Form einer Umwandlung einer Drehbewegung in eine translatorische Bewegung erfolgen.
Weiterhin weist die Entriegelungsanordnung einen Rastbeschlag auf, welcher durch eine Bewegung eines Abtriebs des Getriebes entriegelbar ist.
Vorteilhafterweise ist das Bedienelement hohl mit einer innenliegenden Übertragungskontur ausgestaltet, wobei die innenliegende Übertragungskontur mit dem Getriebe gekoppelt ist. Durch eine Drehbewegung des Bedienelements kann hierdurch die innenliegende Übertragungskontur auf das Getriebe einwirken und somit in einer Entriegelung der Sitzlehnverstellung und einer Veränderung einer Neigung einer Sitzlehne resultieren.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Fahrzeugsitz bereitgestellt, welcher eine erfindungsgemäße Entriegelungsanordnung aufweist. Die Entriegelungsanordnung ist vorteilhafterweise seitlich im Bereich eines Scharniers zwischen einer Sitzlehne und eine Sitzfläche des Fahrzeugsitzes positioniert. Eine Neigung der Sitzlehne ist durch ein Bedienelement der Entriegelungsanordnung verstellbar.
Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Fahrzeug bereitgestellt. Das Fahrzeug weist mindestens einen erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz auf. Ein derartiger Fahrzeugsitz kann mit Hilfe der Entriegelungsanordnung mit minimalem Kraftaufwand verstellt werden.
Durch die zumindest teilweise Integration eines Getriebes in das Bedienelement bzw. ein Innenvolumen des Bedienelements kann der benötigte Bauraum für die Entriegelungsanordnung reduziert und beispielsweise eine Entriegelung einer Rastlehne am Vordersitz mit einer minimalen Bedienkraft realisiert werden.
Hierzu kann das Getriebe teilweise in das Innenvolumen des Bedienelements hineinragen oder vollständig im Innenvolumen des Bedienelements integriert sein, um mit der innenliegenden Übertragungskontur zu wechselwirken.
Die erfindungsgemäße Entriegelungsanordnung ermöglicht somit eine Einsparung des erforderlichen Bauraums und eine Senkung der notwenigen Bedienkraft zum Entsperren und Verstellen der Sitzlehne.
Die Reduzierung des Bauraums und die Möglichkeit einer Verkleinerung des
Bedienelements aufgrund der geringeren Bedienkraft kann auch eine ungewollte Interaktion mit einem Gurtband verhindern, welcher seitlich an einem Fahrzeugsitz angeordnet ist.
Gemäß einem Ausführungsbeispiel sind die innenliegende Übertragungskontur des Bedienelements und das Getriebe als ein Planetengetriebe ausgestaltet. Vorteilhafterweise ist das Bedienelement als ein Hohlrad ausgestaltet, welches mit der innenliegenden Übertragungskontur Umlaufräder des Getriebes antreibt. Durch diese Maßnahme kann eine mechanische Kraftübertragung innerhalb des Innenvolumens des Bedienelements realisiert werden.
Bei einer alternativen oder zusätzlichen Ausgestaltung weist das Bedienelement eine innenliegende Übertragungskontur auf, welche als ein Sonnenrad ausgestaltet ist, um die Umlaufräder durch eine Drehbewegung des Bedienelements anzutreiben.
Nach einer weiteren Ausführungsform sind die Umlaufräder in ihrer Position festgesetzt oder zumindest in ihrem Bewegungsumfang eingeschränkt und treiben ein mittig angeordnetes Sonnenrad an, welches als der Abtrieb des Getriebes ausgestaltet ist. Hierdurch erfolgt bei einer Betätigung des Bedienelements eine Kraftübertragung zwischen der innenliegenden Übertragungskontur und den unbeweglich positionierten Umlaufrädern bzw. Planetenrädern, die anschließend die Bedienkraft auf das Sonnenrad übertragen, um welches von den Umlaufrädern umgeben wird. Das Sonnenrad ist ebenfalls zumindest bereichsweise im Innenvolumen des Bedienelements angeordnet. Das Sonnenrad wird durch die Bedienkraft zur Rotation angetrieben und kann somit die Entriegelungsachse des Rastbeschlags betätigen, um diesen zu entriegeln und eine Lehnenverstellung zu realisieren.
Alternativ sind die Umlaufräder in ihrer Position festgesetzt und durch ein mittig angeordnetes Sonnenrad antreibbar bzw. drehbar. Die Umlaufräder sind dazu eingerichtet, eine innenliegende Übertragungskontur eines Stegs anzutreiben, welcher als Abtrieb des Getriebes ausgestaltet ist. Das Sonnenrad kann hierbei mit dem Bedienelement gekoppelt oder als integraler Teil des Bedienelements ausgestaltet sein. Dabei kann das Bedienelement über den Steg geschoben und an diesem drehbar arretiert werden. Je nach Ausgestaltung kann der Steg quasi als Führungslager oder Führungshülse für eine Drehbewegung des Bedienelements fungieren. Ein Drehen des Bedienelements führt durch die Verzahnung des Sonnenrads mit den Umlaufrädern zu einer Rotation des Stegs, welcher innerhalb des Bedienelements gedreht wird und den Rastbeschlag bzw. den Abtrieb des Getriebes antreibt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das Sonnenrad drehfest auf der Rotationsachse des Bedienelements angeordnet. Insbesondere kann das Sonnenrad drehfest mit dem Bedienelement verbunden oder als integraler Bestandteil des Bedienelements ausgestaltet sein. Die Umlaufräder sind über einen Steg miteinander verbunden, wobei der Steg um die Rotationsachse nicht oder nur begrenzt rotierbar ausgestaltet ist. Durch diese Maßnahme können die Umlaufräder nicht um das Sonnenrad rotieren und somit ihre Position entlang einer Kreisbahn verändern.
Je nach Ausgestaltung kann die Rotation der Umlaufräder um das Sonnenrad auf einen vordefinierten Winkelbereich begrenzt werden, um die Entriegelung des Rastbeschlags umzusetzen.
Der Steg kann dabei mit den um jeweils eine eigene Achse rotierbaren Umlaufrädern und um die Rotationsachse des Bedienelements bzw. des Hohl- rads rotieren und zur Entriegelung des Rastbeschlags dienen.
Insbesondere können das Bedienelement und das Sonnenrad rotationssymmetrisch bzw. koaxial zu der Rotationsachse angeordnet sein und insbesondere eine gemeinsame Rotationsachse aufweisen.
Die Entriegelungsanordnung kann besonders kompakt hergestellt werden, wenn die Rotationsachse des Bedienelements als eine Drehachse für das Getriebe und als eine Entriegelungsachse für den Rastbeschlag ausgestaltet ist. Durch diese Maßnahme sind die Rotationsachse des Bedienelements, die Symmetrieachse oder Rotationsachse des Sonnenrads und je nach Ausgestaltung die Rotationsachse des Stegs, welches die Umlaufräder miteinander koppelt, deckungsgleich miteinander und mit der Entriegelungsachse ausgeführt.
Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel ist die innenliegende Übertragungskontur des Bedienelements oder des Stegs als eine Innenverzahnung oder eine Reibungsfläche ausgestaltet. Vorteilhafterweise ist das Bedienelement einseitig verschlossen ausgeführt und weist an einer Mantelfläche eine Strukturierung auf. Durch die Strukturierung auf der Mantelfläche kann ein Anwender der Entriegelungsanordnung besonders komfortabel eine Bedienkraft auf das Bedienelement übertragen bzw. aufbringen. Die Ausgestaltung der innenliegenden Übertragungsstruktur in Form einer Innenverzahnung ermöglicht eine technisch besonders einfache Ausführung des Getriebes.
Bei einer alternativen Ausgestaltung können die jeweiligen Bestandteile des Getriebes anstelle von Verzahnungen in Form von Reibungsflächen ausgestaltet sein, um die Entriegelung und Lehnenverstellung umzusetzen.
Nach einer weiteren Ausführungsform ist das Getriebe in einem Innenvolumen des Bedienelements angeordnet. Hierbei kann insbesondere das gesamte Getriebe innerhalb des Innenvolumens angeordnet sein. Durch diese Maßnahme kann eine besonders kompakte Getriebeübertragung der Bedienkraft realisiert werden. Neben der Verkleinerung des Bedienelements kann die übertragene Bedienkraft vielfach verstärkt werden, um eine Entriegelung des Rastbeschlags und eine Sitzlehnenverstellung umzusetzen.
Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen weiter beschrieben. Es zeigt:
Figur 1 ein Fahrzeugsitz eines Fahrzeugs gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel.
Figur 2 eine Entriegelungsanordnung gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel. Figur 3 Schritte zum Veranschaulichen eines Aufbaus der Entriegelungsanordnung aus Figur 2
Figur 1 zeigt ein Fahrzeugsitz 2 eines Fahrzeugs 1 gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel. Der Übersicht halber ist ein Innenraum des Fahrzeugs 1 schematisch mit lediglich einem Fahrzeugsitz 2 gezeigt.
Der Fahrzeugsitz 2 ist beispielsweise als ein Fahrersitz ausgestaltet. Der Fahrzeugsitz 2 weist eine Sitzfläche 4 und eine Sitzlehne 6 auf. Die Sitzfläche 4 und die Sitzlehne 6 sind mit Hilfe eines Scharniers 8 derart miteinander verbunden, dass eine Sitzlehnenverstellung möglich ist.
Bei der Sitzlehnenverstellung kann ein Neigungswinkel der Sitzlehne verstellt werden. Dies ist schematisch durch die Pfeile illustriert. Hierfür ist eine Entriegelungsanordnung 10 vorgesehen.
Die Entriegelungsanordnung 10 für die Sitzlehne 6 des Sitzes 2, welches beispielhaft als ein Fahrzeugsitz ausgestaltet ist, dient dazu eine Arretierung des Fahrzeugsitzes 2 zu entriegeln und den Neigungswinkel der Sitzlehne 6 zu verändern. Hierzu weist die Entriegelungsanordnung 10 ein entlang einer Rotationsachse R drehbares Bedienelement 12 auf, welches durch einen Anwender (nicht dargestellt), wie beispielsweise einen Fahrer oder Beifahrer, betätigt werden kann. Dabei kann das Bedienelement 12 durch eine Drehbewegung bzw. ein Drehmoment M1 betätigt werden. Dies entspricht einem Aufbringen einer Bedienkraft auf das Bedienelement 12.
In der Figur 2 und Figur 3 sind Detailansichten auf die Entriegelungsanordnung 10 gemäß einem erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel gezeigt. Durch die Rotation des Bedienelementes 12, welche durch die Pfeile veranschaulicht ist, erfolgt die Entriegelung der Sitzlehnenverstellung. Hierzu weist die Entriegelungsanordnung 10 das entlang einer Rotationsachse R drehbares Bedienelement 12 auf, welches mit einem Getriebe 14 verbunden ist und mittels einer Drehbewegung um die Rotationsachse R das Getriebe 14 rotatorisch betätigt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt durch das Getriebe 14 eine Wandlung des Drehmoments M1 in Form einer Drehbewegung. Die Entriegelungsanordnung 10 weist einen Rastbeschlag 16 auf, welcher durch eine Bewegung eines Abtriebs des Getriebes 12 entriegelbar ist. Der Rastbeschlag 16 ist hinter dem Bedienelement 12 positioniert und weist eine Entriegelungsachse auf, die der Rotationsachse R entspricht.
Das Bedienelement 12 ist hohl mit einer innenliegenden Übertragungskontur in Form eines Sonnenrads 17 ausgestaltet. Diese ist beispielhaft Bestandteil des Getriebes 14. Durch eine Drehbewegung des Bedienelements 12 kann hierdurch das Sonnenrad 17 auf die weiteren Teile des Getriebes 14 einwirken und somit in einer Entriegelung der Sitzlehnverstellung und einer Veränderung der Neigung der Sitzlehne 6 resultieren.
Weiterhin ist im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Hohlrad in Form eines Stegs 18 vorgesehen. Das Hohlrad 18 weist eine innenliegende Übertragungskontur 13 auf, die Bestandteil des Getriebes 14 ist.
Das Bedienelement 12 und das Hohlrad 18 mit der innenliegenden Übertragungskontur 13 können zweiteilig oder einteilig ausgestaltet sein. Beispielsweise kann ein Hohlrad mit der innenliegenden Übertragungskontur 13 als Aufnahmeabschnitt für das Bedienelement 12 fungieren, und durch das Bedienelement 12 außenseitig bedeckt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Sonnenrad 17 integral mit dem Bedienelement 12 verbunden. Dabei wirkt das Hohlrad 18 als Führungshülse für das Bedienelement 12. Alternativ kann das Bedienelement 12 über einen Führungsabschnitt im Bereich des Sonnenrads 17 gelagert und positioniert werden.
Das Bedienelement 12 treibt über das Sonnenrad 17 Umlaufräder 15 des Getriebes 14 an, die wiederum die innenliegende Übertragungskontur 13 des Hohlrads bzw. Stegs 18 antreiben. Die Umlaufräder 15 sind in ihrem Bewegungsumfang eingeschränkt und werden durch das mittig angeordnete Sonnenrad 17 des Bedienelements 12 angetrieben. Als Abtrieb des Getriebes 14 fungiert der Steg 18. Die Umlaufräder 15 sind dahingehend in ihrem Bewegungsumfang beschränkt, dass diese lediglich eine Rotation vollführen können. Hierfür sind Rotationsachsen bzw. Wellen der Umlaufräder 15 direkt an dem Sitz 2 befestigt.
Der Abtrieb/Ausgang des Getriebes 14 ist mit der Entriegelungsachse des Rastbeschlags 16 verbunden.
Die Rückseite des Hohlrads 18 mit der innenliegenden Übertragungskontur
13 fungiert hier als ein Steg 18 für die Umlaufräder 15 des Getriebes 14. Im dargestellten Ausführungsbeispiel können die Umlaufräder 15 des Getriebes
14 innerhalb der Aussparungen 20 keine Positionsänderung vollführen. Dabei kann das Hohlrad mit der innenliegenden Übertragungskontur 13 bedingt durch die als Langlöcher ausgeführten Aussparungen 20 verdreht werden.
Das gesamte Getriebe 14 ist in einem Innenvolumen 22 des Bedienelements 12 angeordnet.
BEZUGSZEICHENLISTE:
1 Fahrzeug
2 Fahrzeugsitz
4 Sitzfläche
6 Sitzlehne
8 Scharnier
10 Entriegelungsanordnung
12 Bedienelement
13 Übertragungskontur
14 Getriebe
15 Umlaufräder
16 Rastbeschlag
17 Sonnenrad
18 Steg
20 Aussparungen
22 Innenvolumen
M1 Drehmoment / Bedienkraft
R Rotationsachse / Entriegelungsachse

Claims

PATENTANSPRÜCHE
1 . Entriegelungsanordnung (10), insbesondere für eine Sitzlehnenverstellung, aufweisend ein entlang einer Rotationsachse (R) drehbares Bedienelement (12), welches mit einem Getriebe (14) verbunden ist und mittels einer Drehbewegung um die Rotationsachse (R) das Getriebe (14) rotatorisch betätigt, und aufweisend einen Rastbeschlag (16), welcher durch eine Bewegung eines Abtriebs des Getriebes (14) entriegelbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Bedienelement (12) hohl mit einer innenliegenden Übertragungskontur ausgestaltet ist, wobei die innenliegende Übertragungskontur mit dem Getriebe (14) gekoppelt ist.
2. Entriegelungsanordnung nach Anspruch 1 , wobei die innenliegende Übertragungskontur (13) des Bedienelements (12) und das Getriebe (14) als ein Planetengetriebe ausgestaltet sind, wobei das Bedienelement (12) als ein Hohlrad ausgestaltet ist, welches mit der innenliegenden Übertragungskontur (13) Umlaufräder (15) antreibt oder wobei das Bedienelement (12) eine innenliegende Übertragungskontur aufweist, welche als ein Sonnenrad (17) ausgestaltet ist, um die Umlaufräder (15) anzutreiben.
3. Entriegelungsanordnung nach Anspruch 2, wobei die Umlaufräder (15) in ihrer Position festgesetzt sind und ein mittig angeordnetes Sonnenrad (17) antreiben, welches als der Abtrieb des Getriebes (14) ausgestaltet ist, oder wobei die Umlaufräder (15) in ihrer Position festgesetzt sind und durch ein mittig angeordnetes Sonnenrad (17) antreibbar sind, wobei die Umlaufräder (15) dazu eingerichtet sind, eine innenliegende Übertragungskontur (13) eines Stegs (18) anzutreiben, welcher als Abtrieb des Getriebes (14) ausgestaltet ist.
4. Entriegelungsanordnung nach Anspruch 2 oder 3, wobei das Sonnenrad (17) drehfest auf der Rotationsachse (R) des Bedienelements (12) angeordnet ist, insbesondere mit dem Bedienelement (12) verbunden ist, wobei die Umlaufräder (15) über einen Steg (18) miteinander verbunden sind.
5. Entriegelungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Rotationsachse (R) des Bedienelements (12) als eine Drehachse für das Getriebe (14) und als eine Entriegelungsachse für den Rastbeschlag (16) ausgestaltet ist.
6. Entriegelungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die innenliegende Übertragungskontur (13) des Bedienelements (12) oder Stegs (18) als eine Innenverzahnung oder eine Reibungsfläche ausgestaltet ist, wobei das Bedienelement (12) einseitig verschlossen ausgeführt ist und an einer Mantelfläche eine Strukturierung aufweist.
7. Entriegelungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das Getriebe (14) in einem Innenvolumen (22) des Bedienelements (12) angeordnet ist.
8. Fahrzeugsitz (2), aufweisend eine Entriegelungsanordnung (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Entriegelungsanordnung (10) seitlich im Bereich eines Scharniers (8) zwischen einer Sitzlehne (6) und eine Sitzfläche (4) des Fahrzeugsitzes (2) positioniert ist, wobei eine Neigung der Sitzlehne (6) durch ein Bedienelement (12) der Entriegelungsanordnung (10) verstellbar ist.
9. Fahrzeug (1 ), aufweisend mindestens einen Fahrzeugsitz (2) gemäß Anspruch 8.
EP24730296.1A 2023-06-15 2024-05-29 Entriegelungsanordnung für sitzlehnenverstellung Pending EP4727793A1 (de)

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DE102023115724.8A DE102023115724B4 (de) 2023-06-15 2023-06-15 Entriegelungsanordnung
PCT/EP2024/064743 WO2024256170A1 (de) 2023-06-15 2024-05-29 Entriegelungsanordnung für sitzlehnenverstellung

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DE102023115724A1 (de) 2024-12-19
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