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Die Erfindung betrifft ein Sicherungsringwerkzeug nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.
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Werkzeuge zur Montage und Demontage großer Sicherungsringe als kommerzielle Produkte verfügbar. Zum Öffnen und Schließen der Sicherungsringe weisen diese Werkzeuge einen Spindeltrieb auf. Dieser unterliegt bei häufigem Gebrauch einem hohen Verschleiß. Zudem gestaltet sich die Bedienung des Spindeltriebs zeitaufwändig.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik verbessertes Sicherungswerkzeug bereitzustellen. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Sicherungsringwerkzeug nach Anspruch 1. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen enthalten und ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung sowie der Figur.
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Ein Sicherungsringwerkzeug bezeichnet ein Werkzeug zum Öffnen und Schließen von Sicherungsringen. Sicherungsringe sind in den Normen DIN 471 und DIN 472 normiert.
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Zur Montage und Demontage weisen die Sicherungsringe jeweils zwei Montagelöcher auf. Das Sicherungsringwerkzeug greift mit einer ersten Spitze und einer zweiten Spitze in jeweils ein Montageloch eines zu montierenden oder zu demontierenden Sicherungsrings ein. Durch Betätigung des Sicherungsringwerkzeugs ändert sich ein Abstand zwischen der ersten Spitze und der zweiten Spitze. Dadurch ändert sich auch ein Abstand der Montagelöcher zueinander. Der Sicherungsring weitet sich infolgedessen auf oder zieht sich zusammen.
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Das erfindungsgemäße Sicherungsringwerkzeug weist zur Betätigung einen ersten Betätigungshebel und einen zweiten Betätigungshebel auf. Die erste Spitze ist starr, das heißt ohne die Möglichkeit einer Relativbewegung zwischen der ersten Spitze und dem ersten Betätigungshebel, in dem ersten Betätigungshebel fixiert. Weiterhin sind der erste Betätigungshebel und der zweite Betätigungshebel relativ zueinander verschwenkbar, das heißt um einen Winkel von weniger als 360° relativ zueinander verdrehbar, gelagert.
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Betätigt wird das Sicherungsringwerkzeug durch Verschwenken des ersten Betätigungshebels und des zweiten Betätigungshebels relativ zueinander. Vorzugsweise erfolgt die Betätigung, indem der erste Betätigungshebel und der zweite Betätigungshebel zusammengedrückt werden. Dabei verringert sich ein Winkel zwischen dem ersten Betätigungshebel und dem zweiten Betätigungshebel.
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Als Mechanismus, um den Abstand zwischen der ersten Spitze und der zweiten Spitze zu verändern, dient erfindungsgemäß ein Kurvengetriebe. Ein Kurvengetriebe ist eine Anordnung mit einem Kurventräger und einem Abtaster. Der Abtaster steht in Kontakt zu einer entlang einer Kurve verlaufenden Fläche des Kurventrägers. Bei einer Bewegung des Kurventrägers relativ zu dem Abtaster bewegt sich der Abtaster, vorzugsweise gleitend oder rollend, entlang dieser Fläche. Dadurch wird eine Bewegung des Kurventrägers in eine Bewegung des Abtasters übersetzt.
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Vorliegend ist der Kurventräger relativ zu dem ersten Betätigungshebel drehbar gelagert. Insbesondere kann der Kurventräger drehbar in dem ersten Betätigungshebel gelagert sein. Der Abtaster ist relativ zu dem ersten Betätigungshebel verschiebbar, das heißt translatorisch beweglich, gelagert. Vorzugweise ist der Kurventräger relativ zu dem ersten Betätigungshebel mit genau einem rotatorischen Freiheitsgrad und keinem translatorischen Freiheitsgrad beweglich. Der Abtaster ist bevorzugt relativ zu dem ersten Betätigungshebel mit genau einem translatorischen Freiheitsgrad und keinem rotatorischen Freiheitsgrad beweglich. Insbesondere kann der Abtaster relativ zu dem ersten Betätigungshebel linear verschiebbar, das heißt entlang einer Geraden beweglich, gelagert sein.
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Das Kurvengetriebe ist bevorzugt als ebenes Kurvengetriebe ausgestaltet. Dabei ist der Abtaster relativ zu dem ersten Betätigungshebel in einer Ebene verschiebbar, die orthogonal zu einer Drehachse des Kurventrägers verläuft. Insbesondere kann der Kurventräger als Kurvenscheibe, das heißt als scheibenförmiges Bauteil, ausgestaltet sein.
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Wie der Abtaster ist auch die zweite Spitze relativ zu dem ersten Betätigungshebel verschiebbar gelagert. Um eine Bewegung des Abtasters auf die zweite Spitze zu übertragen, ist die zweite Spitze kinematisch mit dem Abtaster gekoppelt.
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Der zweite Betätigungshebel ist drehwirksam mit dem Kurventräger verbunden. Dies bedeutet, dass der zweite Betätigungshebel derart mit dem Kurventräger gekoppelt ist, dass eine Verschwenkung des zweiten Betätigungshebels relativ zu dem ersten Betätigungshebel an den Kurventräger weitergegeben wird. Infolge der Verschwenkung des zweiten Betätigungshebels verdreht sich also der Kurventräger relativ zu dem ersten Betätigungshebel. Dadurch verschiebt sich, wie oben beschrieben, der Abtaster und infolgedessen auch die zweite Spitze relativ zu dem ersten Betätigungshebel. Da die erste Spitze starr in dem ersten Betätigungshebel fixiert ist, verschiebt sich die zweite Spitze relativ zu der ersten Spitze. Infolgedessen ändert sich ein Abstand zwischen der ersten Spitze und der zweiten Spitze, sodass sich ein Sicherungsring, in dessen Montagelöcher die erste Spitze und die zweite Spitze eingreifen, montieren oder demontieren lässt.
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Eine Verschwenkung der Betätigungshebel des erfindungsgemäßen Sicherungsringwerkzeugs ist für einen Monteur besonders einfach und ergonomisch ausführbar. Zudem verringert sich die zur Betätigung des Sicherungsringwerkzeugs erforderliche Zeit. Von Vorteil ist die Erfindung weiterhin, da das erfindungsgemäß verwendete Kurvengetriebe robust und wenig verschleißanfällig ist.
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Bevorzugt ist das Sicherungsringwerkzeug mit einem Schlitten weitergebildet, der relativ zu dem ersten Betätigungshebel verschiebbar gelagert ist. Insbesondere kann der Schlitten in dem ersten Betätigungshebel verschiebbar fixiert sein.
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Die zweite Spitze und der Abtaster sind weiterbildungsgemäß an dem Schlitten angebracht. Eine Verschiebung des Schlittens relativ zu dem ersten Betätigungshebel geht infolgedessen mit einer Verschiebung der zweiten Spitze und des Abtasters relativ zu dem ersten Betätigungshebel einher Bevorzugt ist die zweite Spitze starr, das heißt ohne die Möglichkeit einer Relativbewegung zwischen der zweiten Spitze und dem Schlitten, in dem Schlitten fixiert.
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Der Abtaster ist bevorzugt als Rolle weitergebildet, die drehbar in dem Schlitten gelagert ist. Bei einer Drehung des Kurventrägers relativ zu dem ersten Betätigungshebel rollt die Rolle an der obengenannten Fläche des Kurventrägers ab. Dies geht einher mit einer Verschiebung der Rolle relativ zu dem ersten Betätigungshebel und einer entsprechenden Verschiebung des Schlittens relativ zu dem ersten Betätigungshebel.
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Zwischen dem ersten Betätigungshebel und dem Schlitten ist ein einer bevorzugten Weiterbildung eine Feder verspannt. Diese übt infolge der Verspannung eine Federkraft auf den Schlitten auf, die den Schlitten und damit den Abtaster gegen den Kurventräger verspannt.
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Der zweite Betätigungshebel ist in einer bevorzugten Weiterbildung drehfest mit dem Kurventräger verbunden. Dies bedeutet, dass der zweite Betätigungshebel und der Kurventräger relativ zueinander nicht verdrehbar sind. Jede Verschwenkung des zweiten Betätigungshebels relativ zu dem ersten Betätigungshebel wird daher in einer Drehung des Kurventrägers relativ zu dem ersten Betätigungshebel mit übereinstimmendem Drehwinkel umgesetzt.
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Darüber hinaus bevorzugt ist der zweite Betätigungshebel starr, das heißt ohne die Möglichkeit einer Relativbewegung zwischen dem zweiten Betätigungshebel und dem Kurventräger, mit dem Kurventräger verbunden. Dies ist von Vorteil, da der zweite Betätigungshebel weiterbildungsgemäß über den Kurventräger gelagert ist. Insbesondere kann der zweite Betätigungshebel über den Kurventräger verschwenkbar in den ersten Betätigungshebel gelagert sein.
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Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 1 dargestellt. Im Einzelnen zeigt:
Fig. 1 ein Sicherungsringwerkzeug.
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Das in Fig. 1 dargestellte Sicherungsringwerkzeug weist einen ersten Betätigungshebel 101 und einen zweiten Betätigungshebel 103 auf. Der erste Betätigungshebel 101 weist ein Lager 105 auf, mit dem eine Kurvenscheibe 107 verschwenkbar in dem ersten Betätigungshebel 101 gelagert ist.
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In der Kurvenscheibe 107 ist der zweite Betätigungshebel 103 fixiert. Dadurch lassen sich der zweite Betätigungshebel 103 und die Kurvenscheibe 107 relativ zu dem ersten Betätigungshebel 101 als Einheit verschwenken. Eine Verschwenkung des zweiten Betätigungshebels 103 führt zu einer entsprechenden Verschwenkung der Kurvenscheibe 107.
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Als Abtaster dient eine Rolle 109. Diese ist drehbar in einem Schlitten 111 gelagert, der verschiebbar in dem ersten Betätigungshebel 101 angebracht ist. Der Schlitten 111 ist federbelastet. Eine entsprechende, auf den Schlitten 111 wirkende Federkraft weist in Richtung der Kurvenscheibe. Dadurch wird der Schlitten 111 mit der Rolle 109 gegen die Kurvenscheibe 107 verspannt, und die Rolle 109 liegt an der Kurvenscheibe 107 an. Eine Verschwenkung des ersten Hebels 101 und des zweiten Hebels 103 relativ zueinander und eine damit einhergehende Verschwenkung der Kurvenscheibe 107 wird somit über die Rolle 109 auf den Schlitten 111 übertragen und führt zu einer Verschiebung des Schlittens 111 relativ zu dem ersten Betätigungshebel 101.
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Zum Eingriff in die Montagelöcher eines Sicherungsrings sind eine erste Spitze 113 und eine zweite Spitze 115 vorgesehen. Die erste Spitze 113 ist in dem ersten Betätigungshebel 101 fixiert, die zweite Spitze 115 in dem Schlitten 111. Eine Verschiebung des Schlittens 111 infolge einer Verschwenkung der Betätigungshebel 101, 103 geht dadurch einher mit einer Verschiebung der ersten Spitze 113 und der zweiten Spitze 115 relativ zueinander.
Bezugszeichen
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- 101
- Betätigungshebel
- 103
- Betätigungshebel
- 105
- Lager
- 107
- Kurvenscheibe
- 109
- Rolle
- 111
- Schlitten
- 113
- Spitze
- 115
- Spitze