EP4724763A1 - Schussadapter einer schreckschusswaffe - Google Patents
Schussadapter einer schreckschusswaffeInfo
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- EP4724763A1 EP4724763A1 EP23739096.8A EP23739096A EP4724763A1 EP 4724763 A1 EP4724763 A1 EP 4724763A1 EP 23739096 A EP23739096 A EP 23739096A EP 4724763 A1 EP4724763 A1 EP 4724763A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Schussadapter einer Schreckschusswaffe, aufweisend ein Startsegmenthohlzylinder und ein Geschoss, wobei das Startsegmenthohlzylinder an einem Ende ein Gewinde zum Verschrauben an ein kongruentes Gewinde eines Äusschusskanals der Schreckschusswaffe an deren Mündung aufweist und wobei das Startsegmenthohlzylinder einen entlang einer Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders angeordneten Kanal aufweist, dessen der Mündung zugewandtes Ende mit dem Äusschusskanal der Schreckschusswaffe verbunden ist und wobei das Geschoss ein Sackloch aufweist und das Startsegmenthohlzylinder mit dem zum Gewinde abgewandten Ende mit zumindest einem Abschnitt in dem Sackloch angeordnet ist. Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Schussadapter einer Schreckschusswaffe zum Abschießen von Hart- oder Weichgeschossen zu schaffen, bei dem in einem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch das Verschießen von anderweitiger Munition ausgeschlossen werden kann. Gleichzeitig soll ein ausbalanciertes Abschießen des Hart- oder Weichgeschosses erreicht werden. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass der Kanal (5) an einem von der Mündung abgewandten Ende auf der Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) verschlossen ist und dass der Kanal (5) zumindest eine Ausströmöffnung (5a) aufweist und diese Ausströmöffnung (5a) in ihrem Querschnitt kleiner ist als ein Querschnitt des Kanals (5) senkrecht zur Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders und dass die Ausströmöffnung (5a) außerhalb der Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordnet ist.
Description
Schussadapter einer Schreckschusswaffe
Die Erfindung betrifft einen Schussadapter einer Schreckschusswaffe, aufweisend ein Startsegmenthohlzylinder und ein Geschoss, wobei das Startsegmenthohlzylinder an einem Ende ein Gewinde zum Verschrauben an ein kongruentes Gewinde eines Ausschusskanals der Schreckschusswaffe an deren Mündung aufweist und wobei das Startsegmenthohlzylinder einen entlang einer Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders angeordneten Kanal aufweist, dessen der Mündung zugewandtes Ende mit dem Ausschusskanal der Schreckschusswaffe verbunden ist und damit eine von dem Ausschusskanal kommende Gasströmung in den Kanal führbar ist und wobei das Geschoss ein Sackloch aufweist und das Startsegmenthohlzylinder mit dem zum Gewinde abgewandten Ende mit zumindest einem Abschnitt in dem Sackloch angeordnet ist.
Aus dem Stand der Technik sind Schreckschuss- bzw. Gaspistolen beispielsweise aus DE 87 17 520 U1 bekannt. Eine derartige Schreckschusspistole weist ein Gehäuse mit einem in Pistolenlängsrichtung verlaufenden Ausschusskanal, eine Abzugseinrichtung mit einem Schlagbolzen und zumindest eine Gaspatrone auf. Bei einer Betätigung der Abzugseinrichtung wird der Schlagbolzen auf die Gaspatrone geschlagen, woraufhin das in der Gaspatrone befindliche Gas schlagartig ausströmt und über den Ausschusskanal aus dem Gehäuse der Schreckschusspistole entweicht. Mit dem schlagartigen Entweichen des Gases ist ein deutlich wahrnehmbarer Knall verbunden, der beispielsweise als akustisches Warnsignal eingesetzt werden kann. Weiterhin weist der Ausschusskanal am zur Gaspatrone abgewandten Ende ein Innengewinde auf, welches zum Einschrauben eines Einstecklaufs (auch Abschussbecher genannt) zum Abschießen einer Signalrakete vorgesehen ist. Die Signalrakete wird hierzu in den Einstecklauf eingeschoben, sodass neben dem akustischen Signal beim Auslösen der Abzugseinrichtung auch ein optisches Signal erzeugt wird. Nachteilig ist allerdings, dass der Einsatz von Schreckschusswaffen mit akustischen Warnsignalen und/oder optischen Signalen insbesondere bei aggressiven Tieren nicht immer den erwünschten Abschreckungserfolg bringt.
Aus der DE 90 13 674 U1 ist weiterhin ein Abschussbecher als Schussadapter für Schreckschusswaffen zum Verschießen von Weichgeschossen bekannt. Dieser Abschussbecher besteht im Wesentlichen aus einem Rohr, welches an der Mündung einer Schreckschusswaffe in das Gewinde des Ausschusskanals eingeschraubt wird. Das Rohr dient der Aufnahme eines kugelförmigen Weichgeschosses, welches nach dem Auslösen der Abzugseinrichtung durch den Gasdruck der Gaspatrone aus dem Rohr herausgetrieben wird.
Nachteilig ist allerdings, dass die Zielgenauigkeit mit diesem Abschussbecher verhältnismäßig niedrig ist. Weiterhin besteht das Problem, dass das kugelförmige Weichgeschoss bei einem Halten der Schreckschusswaffe mit Lauf nach unten aus dem Abschussbecher hinausrollt.
Ein weiterer Schussadapter ist aus der WO 2021/259408 A2 bekannt. Dieser Schussadapter wird von einem Startsegmenthohlzylinder und einem Weich- oder Hartgeschoss gebildet. Das Startsegmenthohlzylinder weist einen durchgehenden Kanal sowie an einem Ende ein Außengewinde zum Einschrauben in ein Innengewinde eines Ausschusskanals einer Schreckschusswaffe an der deren Mündung auf. Das Weich- bzw. Hartgeschoss ist mit einem Sackloch ausgebildet, wobei dieses Sackloch das Startsegmenthohlzylinder aufnimmt. Nachteilig ist allerdings, dass dieser Schussadapter auch missbraucht werden kann. Bei einem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch könnte in dem Startsegmenthohlzylinder eine entsprechend dimensionierte Metallkugel platziert und diese verschossen werden. Auch wenn die kinetische Energie einer derartig verschossenen Metallkugel gering ist, könnte sich dies dennoch nachteilig auf eine waffenrechtliche Zulassung des Schussadapters auswirken.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen Schussadapter einer Schreckschusswaffe zum Abschießen von Hart- oder Weichgeschossen zu schaffen, bei dem in einem nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch das Verschießen von anderweitiger Munition ausgeschlossen werden kann. Gleichzeitig soll ein ausbalanciertes Abschießen des Hart- oder Weichgeschosses erreicht werden.
Diese Aufgabe wird mit einem Schussadapter mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen finden sich in den Unteransprüchen 2 bis 8.
Erfindungsgemäß ist der Kanal des Startsegmenthohlzylinders an einem von der Mündung abgewandten Ende auf der Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders verschlossen und weist zumindest eine Ausströmöffnung auf, die außerhalb der Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders angeordnet und in ihrem Querschnitt kleiner als ein Querschnitt des Kanals senkrecht zur Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders ist. Somit wird sichergestellt, dass in dem Kanal platzierte anderweitige Munition nicht verschossen werden kann und damit kein Lauf im waffenrechtlichen Sinne gebildet wird.
Weiterhin ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass zwischen dem Gewinde und dem im Sackloch angeordneten Abschnitt des Startsegmenthohlzylinders ein zumindest teilweise entlang des Umfangs des Startsegmenthohlzylinders angeordneter, kegelstumpfförmiger Abschnitt ausgebildet ist. Der Kanal ist dabei durch diesen kegelstumpfförmigen Abschnitt
geführt. An dem dem kegelstumpfförmigen Abschnitt zugewandten Ende des Geschosses ist ein Außendurchmesser des kegelstumpfförmigen Abschnitts größer als der Innendurchmesser des Sacklochs. Eine Grundfläche des Kegelstumpfes weist in Richtung Mündung und eine Mantelfläche des Kegelstumpfes in Richtung Geschoss. Eine dem Kegelstumpf zugewandte Seitenfläche des Geschosses ist zumindest abschnittsweise kongruent zur Mantelfläche des Kegelstumpfes ausgebildet, wobei diese zumindest abschnittsweise kongruent ausgebildete Seitenfläche des Geschosses an dem Kegelstumpf anliegt. Die Grundfläche ist die größere der beiden parallelen Kreisflächen eines Kegelstumpfes, die kleinere Kreisfläche ist die Deckfläche. Die dritte begrenzende Fläche eines Kegelstumpfes ist dessen Mantelfläche. Das Geschoss ist damit mit einer Art negativem Torpedoheck ausgebildet.
Der erfindungsgemäße Schussadapter bildet zusammen mit einer Schreckschusswaffe einen Schussapparat zur Tierabwehr, wobei das Startsegmenthohlzylinder des Schussadapters über das Gewinde mit dem Lauf der Schreckschußwaffe verbunden wird. Auf dem Startsegmenthohlzylinder wird ein Geschoss (Weichgeschoss oder Hartgeschoss) als weiterer Bestandteil des Schussadapters positioniert. Hierzu dient das mit einem in Länge und Durchmesser auf das Startsegmenthohlzylinder abgestimmte Sackloch. Im Gebrauchsfalle wird der Schussadapter in den Lauf (bzw. Ausschusskanal) der Schreckschutzwaffe (analog zu einem Pyroabschussbechers) geschraubt und das Geschoss über das gegenüberliegende Ende mit dem Sackloch auf das Startsegmenthohlzylinder aufgesetzt. Beim Betätigen der Schreckschusswaffe strömt nun das Gas der Knallkartusche der Schreckschusspistole durch den Lauf in das Startsegmenthohlzylinder des Schussadapters und beschleunigt beim Austreten aus dem Startsegmenthohlzylinder das dort befindliche Weichgeschoss oder Hartgeschoss, welches sich von dem als Führungsdorn wirkenden Startsegmenthohlzylinder löst und in Richtung Bedrohung (aggressives Tier) befördert wird. Das Geschoss wirkt damit als Stoppelement gegen das aggressive Tier, womit dieses abgewehrt wird.
Der kegelstumpfförmige Abschnitt des Startsegmenthohlzylinders bildet eine Abprallfläche für das aus dem Geschoss herausströmende Gas und sichert durch die Form einen gleichmäßig anliegenden Schub am Geschoss zu.
In einer ersten Ausführung ist die zumindest eine Ausströmöffnung an dem zur Mündung des Ausschusskanals abgewandten Endbereich des Startsegmenthohlzylinders in einer den Kanal umgebenden Wandung des Startsegmenthohlzylinders (außerhalb der Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders) in dem Sackloch des Geschosses angeordnet ist. Es können eine oder mehrere Ausströmöffnungen in der Wandung des Startsegmenthohlzylinders vorgesehen
sein. Mehrere in der Wandung innerhalb des Sacklochs verteilte Ausströmöffnungen ermöglichen ein homogeneres Ausströmen des in den Kanal eingeführten Gases.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass die zumindest eine Ausströmöffnung mit einem Winkel von 90 Grad zur Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders angeordnet ist. Allerdings ist die Erfindung nicht auf einen Winkel von 90 Grad beschränkt.
Ein von der Knallkartusche der Schreckschusspistole durch den Lauf in den Kanal des Startsegmenthohlzylinders geführte Gasströmung tritt dabei über die zumindest eine an dem zur Mündung des Ausschusskanals abgewandten Endbereich des Startsegmenthohlzylinders angeordnete Ausströmöffnung wieder aus dem Kanal aus. Somit wird die Gasströmung seitlich am Startsegmenthohlzylinder in das Sackloch des Geschosses geführt, sodass durch den sich im Sackloch aufbauenden Überdruck des Geschosses von dem Startsegmenthohlzylinder geschoben wird. Bei einem Winkel von 90 Grad zwischen Austrittsöffnung und Mittellängsachse wird ein allseitig radialer Gasaustritt an dem Sackloch gewährleistet.
Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass an einer dem Startsegmenthohlzylinder zugewandten Innenfläche des Sacklochs des Geschosses im Wesentlichen parallel zum Startsegmenthohlzylinder geführte Rillen in die Innenfläche eingelassen sind und zumindest ein Teil dieser Rillen mit der zumindest einen in der den Kanal umgebenden Wandung des Startsegmenthohlzylinders angeordneten Ausströmöffnung in Verbindung steht. Gas, welches aus dem Sackloch herausströmt, wird dabei (zumindest teilweise) durch diese Rillen geführt. Über die Ausgestaltung dieser Rillen kann dem Geschoss damit bei Verschießen ein Drall zugeführt werden, der wiederum die Flugbahn des Geschosses stabilisiert. In einer vorteilhaften Ausgestaltung sind die Rillen helixförmig um die Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders geführt. Allerdings ist die Erfindung nicht hierauf beschränkt. Durch die helixförmige Ausgestaltung der Rillen wird das Geschoss bei der Gasdruckableitung in Rotation versetzt.
Es wird vorgeschlagen, dass im Bereich der Ausströmöffnung eine Gasexpansionskammer vorgesehen ist und diese Gasexpansionskammer durch eine Querschnittserweiterung des Sackloches in diesem Bereich gebildet ist und diese Gasexpansionskammer mit den in der Innenfläche des Sacklochs eingelassenen Rillen verbunden ist. In der Gasexpansionskammer kann sich das in das Geschoss eingeleitete Gas zunächst in dieser Kammer ausbreiten und damit effektiver auf mehrere Rillen verteilt werden.
In einer weiteren Ausführung des erfindungsgemäßen Schussadapters ist vorgesehen, dass die zumindest eine Ausströmöffnung im Bereich der an der Mantelfläche anliegenden Seitenfläche des Geschosses in der Mantelfläche des Kegelstumpfes angeordnet ist. Die in den Kanal eingeführte Gasströmung entlädt sich damit über die in der Mantelfläche des Kegelstumpfes angeordnete Ausströmöffnung und strömt in Richtung der an der Mantelfläche anliegenden Seitenfläche des Geschosses, womit das Geschoss von dem Kegelstumpf weggedrückt. Es können eine oder mehrere Ausströmöffnungen an der Mantelfläche des kegelstumpfförmigen Abschnitts vorgesehen sein. Mehrere auf der Mantelfläche des kegelstumpfförmigen Abschnitts verteilte Ausströmöffnungen ermöglichen ein homogeneres Ausströmen des in den Kanal eingeführten Gases.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht vor, dass in der zumindest abschnittsweise an dem Kegelstumpf anliegenden Seitenfläche des Geschosses im Wesentlichen parallel zur Mantelfläche des Kegelstumpfes geführte Rillen eingelassen sind und zumindest ein Teil dieser Rillen mit der zumindest einen in der Mantelfläche des Kegelstumpfes angeordneten Ausströmöffnung in Verbindung steht. Auch hier kann mit entsprechender Ausgestaltung der Rillen das Geschoss bei der Gasdruckableitung in Rotation versetzt werden.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen erläutert.
Es zeigen:
Der erfindungsgemäße Schussadapter einer Schreckschusswaffe weist ein Startsegmenthohlzylinder und ein Geschoss auf.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht des Geschosses 1 einer Ausführung des erfindungsgemäßen Schussadapters. Das Geschoss 1 weist eine zylindrisch ausgeführte Außenkontur auf und kann als Weichgeschoss oder Hartgeschoss ausgeführt sein. Beispielsweise kann das Geschoss 1 aus Hartgummi, Polyamid oder ein Kunststoff mit
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ERSATZBLATT (REGEL 26)
ähnlichen Materialeigenschaften gebildet sein, ohne dass die Erfindung hierauf beschränkt wäre.
Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines Startsegmenthohlzylinders 2 einer Ausführung des erfindungsgemäßen Schussadapters einer Schreckschusswaffe. Das Startsegmenthohlzylinder 2 weist an einem Ende ein Gewinde 3 zum Verschrauben an ein kongruentes Gewinde eines Ausschusskanals der Schreckschusswaffe an deren Mündung auf. Allerdings ist die Mündung der Schreckschusswaffe in dieser Darstellung nicht gezeigt.
Fig. 3 zeigt eine geschnittene Darstellung des Startsegmenthohlzylinders 2 gemäß Fig. 2. Das Startsegmenthohlzylinder 2 weist einen entlang einer Mittellängsachse 4 des Startsegmenthohlzylinders 2 angeordneten Kanal 5 auf, dessen der Mündung zugewandtes Ende 5a mit dem Ausschusskanal der Schreckschusswaffe verbunden ist. Auch hier ist die Mündung der Schreckschusswaffe in dieser Darstellung nicht gezeigt. Eine von dem Ausschusskanal kommende Gasströmung ist damit über das Ende 5a in den Kanal 5 führbar.
Der Kanal 5 ist an einem von der Mündung abgewandten Ende 5b auf der Mittellängsachse 2b des Startsegmenthohlzylinders 2 verschlossen. Weiterhin weist der Kanal 5 in der dargestellten Ausführung mehrere Ausströmöffnungen 5c auf, die jeweils in ihrem Querschnitt kleiner sind als ein Querschnitt des Kanals 5 senkrecht zur Mittellängsachse 4 des Startsegmenthohlzylinders 2 ist. Darüber hinaus sind die Ausströmöffnungen 5c außerhalb der Mittellängsachse 4 des Startsegmenthohlzylinders 2 angeordnet. Die Ausströmöffnungen 5c sind dabei am zur Mündung des Ausschusskanals abgewandten Endbereich des Startsegmenthohlzylinders 2 durch eine den Kanal 5 umgebenden Wandung 6 des Startsegmenthohlzylinders 2 geführt. Die Ausströmöffnungen 5c sind mit einem Winkel von 90 Grad zur Mittellängsachse 4 des Startsegmenthohlzylinders 2 angeordnet ist. Allerdings ist dieser Winkel nicht zwingend und kann auch kleiner sein - beispielsweise im Bereich 30 Grad bis 90 Grad.
Die Erfindung ist nicht auf die dargestellte Anzahl der Ausströmöffnungen 5c beschränkt. Vom Grundsatz her ist auch zumindest eine Ausströmöffnung 5c ausreichend. Über mehr als eine Ausströmöffnung 5c ist aber die Druckableitung des in dem Kanal 5 aufgebauten Gasdruckes besser verteilbar.
Das Startsegmenthohlzylinder 2 ist so ausgeführt, dass zumindest ein Abschnitt 2a des Startsegmenthohlzylinders 2 in ein Sackloch 7 des Geschosses 3 einführbar ist.
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ERSATZBLATT (REGEL 26)
Zwischen dem Gewinde 3 und dem im Sackloch 7 angeordneten Abschnitt 2a des Startsegmenthohlzylinders 2 ist ein zumindest abschnittsweise entlang des Umfangs des Startsegmenthohlzylinders 2 angeordneter, kegelstumpfförmiger Abschnitt 8 vorgesehen. Der Kanal 5 ist dabei durch diesen kegelstumpfförmigen Abschnitt geführt, wobei der Kanal 5 in der dargestellten Ausführung dabei von einer Grundfläche des Kegelstumpfes bis zu einer Deckfläche des Kegelstumpfes führt. Ein Außendurchmesser 9 der Grundfläche des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 ist größer als ein Innendurchmesser 7b des Sacklochs 7 an dem zum kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 zugewandten Ende 10 des Geschosses 1. Die Grundfläche des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 weist in Richtung Mündung und eine Mantelfläche des kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 in Richtung Geschoss 1.
Am oberen Ende des Sacklochs 7 ist zwischen dem Boden des Sacklochs 7 und der Gasexpansionskammer ein Zentrierschaft 15 vorgesehen. Dieser Zentrierschaft 15 als Teil des Sacklochs 7 ist gegenüber der Gasexpansionskammer 13 wiederum querschnittsverringert und so ausgeführt, dass das obere der Mündung abgewandte Ende des Startsegmenthohlzylinders 2 mit geringem Spiel in diesem Zentrierschaft 15 aufgenommen wird. Beim Verschießen des Geschosses 1 wird damit annähernd linearer Vorschub des Geschosses vom Startsegmenthohlzylinder 2 gewährleistet.
Fig. 4 zeigt eine geschnittene Darstellung des Geschosses 1 gemäß Fig. 1 mit dem Sackloch 7. In der Darstellung in Fig. 4 ist am Eingang 7a des Sackloches 7 an dem zum kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 zugewandten Ende 10 eine untere Seitenfläche 10a des Geschosses 1 in Richtung Sackloch 7 angeschrägt. Diese Anschrägung ist so ausgeführt, dass die untere (in Richtung kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 des Startsegmenthohlzylinders 2 weisende) Seitenfläche 10a zumindest abschnittsweise kongruent zur Mantelfläche 8a des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 ausgebildet ist und damit bei auf dem Startsegmenthohlzylinder 2 ausgesetzten Geschoss 1 die dem kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 zugewandte Seitenfläche 10a des Geschosses 1 zumindest abschnittsweise an der Mantelfläche 8a des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 anliegt.
Weiterhin sind an einer dem Startsegmenthohlzylinder 2 zugewandten Innenfläche 11 des Sacklochs 7 des Geschosses 1 im Wesentlichen parallel zum Startsegmenthohlzylinder 2 geführte Rillen 12 in die Innenfläche 11 eingelassen. Zumindest ein Teil dieser Rillen 12 steht mit der zumindest einen in der den Kanal 5 umgebenden Wandung 6 des Startsegmenthohlzylinders 2 angeordneten Ausströmöffnung 5c in Wirkverbindung. Darüber hinaus im Bereich der Ausströmöffnungen 5c eine Gasexpansionskammer 13 vorgesehen, die durch eine Querschnittserweiterung des Sackloches 7 in diesem Bereich gebildet. Diese
Gasexpansionskammer 13 ist mit den in der Innenfläche 11 des Sacklochs 7 eingelassenen Rillen 12 verbunden.
In der dargestellten Ausführung sind die Rillen 12 helixförmig um die Mittellängsachse 4 des Startsegmenthohlzylinders 2 geführt, ohne dass die Erfindung hierauf beschränkt ist.
In einer weiteren nicht dargestellten Ausführung des erfindungsgemäßen Schussadapters ist die zumindest eine Ausströmöffnung 5c im Bereich der an der Mantelfläche 8a anliegenden Seitenfläche 10a des Geschosses 1 in der Mantelfläche 8a des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 angeordnet. Dabei kann in einer vorteilhaften Ausführung die zumindest abschnittsweise an dem kegelstumpfförmigen Abschnitt 8 anliegende Seitenfläche 10a des Geschosses 1 im Wesentlichen parallel zur Mantelfläche 8a des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 geführte Rillen aufweisen, die mit der zumindest einen in der Mantelfläche 8a des kegelstumpfförmigen Abschnitts 8 angeordneten Ausströmöffnung 5c in Verbindung stehen.
Zur Fixierung des auf dem Startsegmenthohlzylinder 2 auf gesteckten Geschosses 1 sind an dem Startsegmenthohlzylinder 2 eine oder mehrere Ringspalte 14 zur Aufnahme eines O- Rings vorgesehen, wobei ein Außendurchmesser des O-Rings so an den Innendurchmesser des Sackloches 7 in diesem Bereich angepasst ist, dass ein ungewolltes Abrutschen des Geschosses 1 vom Startsegmenthohlzylinder 2 bei Nichtgebrauch der Schreckschusswaffe verhindert wird.
Bezugszeichenliste
Geschoss
Startsegmenthohlzylinder a Abschnitt des Startsegmenthohlzylinders
Gewinde
Mittellängsachse des Startsegmenthohlzylinders 2
Kanal a der Mündung zugewandtes Ende des Kanals 5 b der Mündung abgewandtes Ende des Kanals 5 c Ausströmöffnungen
Kanal 5 umgebenden Wandung des Startsegmenthohlzylinders 2
Sackloch des Geschosses 1 a Eingang des Sacklochs 7 b Innendurchmesser des Sacklochs 7 am Eingang 7a des Sacklochs 7c Boden des Sacklochs 7 kegelstumpfförmiger Abschnitt des Startsegmenthohlzylinders 2
Außendurchmesser 0 dem kegelstumpfförmigen Abschnitt zugewandtes Ende des Geschosses 11 Innenfläche des Sacklochs 7 2 Rille 3 Gasexpansionskammer 4 Ringspalt 5 Zentrierschaft
Claims
1. Schussadapter (1) einer Schreckschusswaffe, aufweisend ein Startsegmenthohlzylinder (2) und ein Geschoss (3), wobei das Startsegmenthohlzylinder (2) an einem Ende ein Gewinde (4) zum Verschrauben an ein kongruentes Gewinde eines Ausschusskanals der Schreckschusswaffe an deren Mündung aufweist und wobei das Startsegmenthohlzylinder (2) einen entlang einer Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordneten Kanal (5) aufweist, dessen der Mündung zugewandtes Ende mit dem Ausschusskanal der Schreckschusswaffe verbunden ist und damit eine von dem Ausschusskanal kommende Gasströmung in den Kanal (5) führbar ist und wobei das Geschoss (3) ein Sackloch (6) aufweist und das Startsegmenthohlzylinder (2) mit dem zum Gewinde (4) abgewandten Ende mit zumindest einem Abschnitt (2a) in dem Sackloch (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kanal (5) an einem von der Mündung abgewandten Ende auf der Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) verschlossen ist und dass der Kanal (5) zumindest eine Ausströmöffnung (5a) aufweist und diese Ausströmöffnung (5a) in ihrem Querschnitt kleiner ist als ein Querschnitt des Kanals (5) senkrecht zur Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders und dass die Ausströmöffnung (5a) außerhalb der Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordnet ist und dass zwischen dem Gewinde (4) und dem im Sackloch (6) angeordneten Abschnitt (2a) des Startsegmenthohlzylinders (2) ein zumindest abschnittsweise entlang des Umfangs des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordnetes, kegelstumpfförmiges Element (14) vorgesehen ist der Kanal (5) durch dieses kegelstumpfförmige Element geführt ist und dass ein Außendurchmesser (15) dieses Kegelstumpfes größer als der Innendurchmesser (8) des Sacklochs (6) ist und dass eine Grundfläche (14a) des Kegelstumpfes in Richtung Mündung und eine Mantelfläche des Kegelstumpfes in Richtung Geschoss weist und dass eine dem Kegelstumpf zugewandte Seitenfläche des Geschosses zumindest abschnittsweise kongruent zur Mantelfläche des Kegelstumpfes ausgebildet ist und diese zumindest abschnittsweise kongruent ausgebildete Seitenfläche des Geschosses an dem Kegelstumpf anliegt.
2. Schussadapter (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausströmöffnung (5a) in dem Sackloch des Geschosses am zur Mündung des Ausschusskanals abgewandten Endbereich des Startsegmenthohlzylinders in einer
den Kanal (5) umgebenden Wandung (2c) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordnet ist.
3. Schussadapter (1) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausströmöffnung (5a) mit einem Winkel von 90 Grad zur Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordnet ist.
4. Schussadapter (1) nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an einer dem Startsegmenthohlzylinder zugewandten Innenfläche des Sacklochs des Geschosses im Wesentlichen parallel zum Startsegmenthohlzylinder geführte Rillen in die Innenfläche eingelassen sind und zumindest ein Teil dieser Rillen mit der zumindest einen in der den Kanal (5) umgebenden Wandung (2c) des Startsegmenthohlzylinders (2) angeordneten Ausströmöffnung (5a) in Verbindung steht.
5. Schussadapter (1) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Ausströmöffnung (5a) eine Gasexpansionskammer vorgesehen ist und diese Gasexpansionskammer durch eine Querschnittserweiterung des Sackloches in diesem Bereich gebildet ist und diese Gasexpansionskammer mit den in der Innenfläche des Sacklochs eingelassenen Rillen verbunden ist.
6. Schussadapter (1) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rillen helixförmig um die Mittellängsachse (2b) des Startsegmenthohlzylinders (2) geführt sind.
7. Schussadapter (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Ausströmöffnung (5a) im Bereich der an der Mantelfläche anliegenden Seitenfläche des Geschosses in der Mantelfläche des Kegelstumpfes angeordnet ist.
8. Schussadapter (1) nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der zumindest abschnittsweise an dem Kegelstumpf anliegenden Seitenfläche des Geschosses im Wesentlichen parallel zur Mantelfläche des Kegelstumpfes geführte Rillen eingelassen sind und zumindest ein Teil dieser Rillen mit der zumindest einen in der Mantelfläche des Kegelstumpfes angeordneten Ausströmöffnung (5a) in Verbindung steht.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| PCT/DE2023/100435 WO2024251318A1 (de) | 2023-06-08 | 2023-06-08 | Schussadapter einer schreckschusswaffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| EP4724763A1 true EP4724763A1 (de) | 2026-04-15 |
Family
ID=87196345
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| EP23739096.8A Pending EP4724763A1 (de) | 2023-06-08 | 2023-06-08 | Schussadapter einer schreckschusswaffe |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP4724763A1 (de) |
| WO (1) | WO2024251318A1 (de) |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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