Stützvorrichtung zum Abstützen eines Schubladenbodens
Die Erfindung betri f ft eine Stützvorrichtung zum Abstützen eines Schubladenbodens an wenigstens einer quer zum Schubladenboden anzuordnenden Schubladenwand, insbesondere einer Frontblende , umfassend zumindest einen Stützkörper, wobei der Stützkörper eine erste Anlagefläche zur Anlage des Schubladenbodens und wenigstens eine zweite Anlagefläche zur Anlage des zumindest einen Stützkörpers an der Schubladenwand aufweist , wobei der zumindest eine Stützkörper wenigstens eine Durchgangsöf fnung zum Einbringen eines Befestigungsmittels , vorzugsweise einer Schraube , zum Befestigen des zumindest einen Stützkörpers an der Schubladenwand aufweist , eine Schublade mit zumindest einer solchen Stützvorrichtung sowie ein Verfahren zur Montage einer solchen Stützvorrichtung an einer Schublade .
Stützvorrichtungen zum Abstützen eines Schubladenbodens sind bereits aus dem Stand der Technik bekannt . Solche Stützvorrichtungen sind dabei in Form eines Winkelverbinders ausgebildet und werden mit einer Schubladenwand verschraubt . Nachteilig dabei ist es , dass eine Abstützung grundsätzlich nur unmittelbar im Bereich einer Schubladenwand erfolgt . Es kann daher zu einem Durchhängen des Schubladenbodens in der Mitte des Schubladenbodens kommen .
Als Lösung für dieses Problems sind aus dem Stand der Technik Schienen bekannt , welche einerseits mit der Frontblende und andererseits mit der Schubladenrückwand verschraubt sind und so den Schubladenboden abstützen .
Diese Lösungen sind j edoch nicht einfach und flexibel an verschiedene Belastungen der Schublade anpassbar . Auch eine Montage und insbesondere ein Nachrüsten einer solchen Schiene ist aufwendig .
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, die aus dem Stand der Technik bekannten Nachteile zumindest teilweise zu beheben und eine gegenüber dem Stand der Technik verbesserte Stützvorrichtung anzugeben, die sich insbesondere dadurch aus zeichnet , dass die Stützvorrichtung einfach und flexibel an eine Belastung der Schublade angepasst werden kann und welche einfach zu montieren, insbesondere auch nachzurüsten, ist . Weiterhin sollen eine Schublade mit zumindest einer solchen verbesserten Stützvorrichtung sowie ein Verfahren zur Montage einer solchen Stützvorrichtung an einer Schublade angegeben werden .
Diese Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale der Ansprüche 1 , 11 und 16 .
Bei der erfindungsgemäßen Stützvorrichtung zum Abstützen eines Schubladenbodens für eine Schublade ist es vorgesehen, dass der Stützkörper zumindest eine Schnittstelle zur, vorzugsweise lösbaren, Befestigung einer Stützschiene aufweist , wobei der Schubladenboden an der Stützschiene zur Anlage kommen kann .
Durch die zumindest eine Schnittstelle ist es für einen Benut zer auf einfache Art und Weise möglich, eine Stützschiene an einem Stützkörper anzuordnen und auch wieder zu entfernen . Der Schubladenboden kann also grundsätzlich durch den Stützkörper oder mehrere Stützkörper abgestützt werden . Reicht diese Abstützung nicht aus oder erfährt der Schubladenboden eine höhere Belastung, so kann ein Benutzer eine Stützschiene zur zusätzlichen Stützung des Schubladenbodens über die zumindest eine Schnittstelle auf einfache Art und Weise montieren oder nachrüsten .
Insbesondere kann dazu die Stützschiene werkzeuglos über die zumindest Schnittstelle mit dem Stützkörper verbindbar sein .
Es wird auch Schutz begehrt für eine Schublade mit vier Schubladenwänden, vorzugsweise zwei Schubladenseitenwänden, einer Frontblende und einer Schubladenrückwand, einem Schubladenboden und zumindest einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung, wobei der Schubladenboden an der ersten Anlagefläche des zumindest einen Stützkörpers und wenigstens eine der vier Schubladenwände , vorzugsweise die Frontblende , an der zweiten Anlagefläche anliegt , wobei der Stützkörper über das Befestigungsmittel mit der Schubladenwand, welche an der zweiten Anlagefläche anliegt , vorzugsweise lösbar, verbunden ist .
Weiters wird Schutz begehrt für ein Verfahren zur Montage einer erfindungsgemäßen Stützvorrichtung an einer Schublade , wobei
Der wenigstens eine Stützkörper mit der ersten Anlagefläche zur Anlage an dem Schubladenboden und mit der zweiten Anlagefläche zur Anlage an der Schubladenwand gebracht wird, das Befestigungsmittel in die zumindest eine Durchgangsöf fnung des Stützkörpers eingebracht wird, und das Befestigungselement , vorzugsweise durch Einschrauben, in die Schubladenwand eingebracht wird, sodass das
Stützkörper mit der Schubladenwand, vorzugsweise lösbar, verbunden ist .
Weitere bevorzugte Aus führungs formen sind in den weiteren abhängigen Ansprüchen definiert .
Es kann vorgesehen sein, dass die zumindest eine Schnittstelle einen ersten Vorsprung und wenigstens einen zweiten Vorsprung aufweist , wobei der erste Vorsprung in eine Öf fnung der
Stützschiene und der wenigstens eine zweite Vorsprung in eine Ausnehmung an der Stützschiene eingebracht werden kann .
Über diese Vorsprünge kann die Stützschiene zumindest formschlüssig mit dem Stützkörper verbunden werden . Es ist dabei auch denkbar, dass die j eweiligen Vorsprünge größer als die Öf fnung bzw . Ausnehmung ausgebildet sind, wodurch eine form- und kraf tschlüssige Verbindung erreicht werden kann .
Eine solche Ausbildung der Schnittstelle ermöglicht außerdem ein werkzeugloses Verbinden der Stützschiene mit dem Stützkörper
Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass der erste Vorsprung und/oder der wenigstens eine zweite Vorsprung ein Rastelement aufweist oder als Rastelement , vorzugsweise als Schnapphaken, ausgebildet ist .
Dadurch kann eine sicherere Verbindung zwischen der Stützschiene und dem Stützkörper erreicht werden . Zudem ist eine solche Verbindung auch lösbar, sodass die Stützschiene bei Bedarf auch wieder entfernt werden kann .
Gemäß einem weiteren Aus führungsbeispiel der Erfindung kann der wenigstens eine Stützkörper zumindest einen Schneidhebel zur Fixierung des Schubladenbodens relativ zu dem wenigstens einen Stützkörper aufweisen .
Damit kann der Boden zusätzlich stabilisiert werden . Insbesondere kann dadurch auch die seitliche Stabilität einer Schublade verbessert werden .
Bevorzugt kann dabei vorgesehen sein, dass der zumindest eine Schneidhebel schwenkbar an dem wenigstens einen Stützkörper gelagert ist , vorzugsweise wobei der Schneidhebel zumindest
einen Schneidabschnitt aufweist , welcher dazu ausgebildet ist, bei Verschwenken des Schneidhebels zumindest teilweise in den Schubladenboden einzudringen .
Das stellt eine einfache Möglichkeit zur Umsetzung eines Schneidhebels dar .
In einem bevorzugten Aus führungsbeispiel kann vorgesehen sein, dass die Stützvorrichtung zumindest eine Stützschiene umfasst , wobei die Stützschiene an einem ersten Ende über die zumindest eine Schnittstelle mit dem Stützkörper und an einem zweiten Ende mit einer weiteren Schubladenwand, einem weiteren Stützkörper oder einem Befestigungselement , vorzugsweise lösbar, verbindbar oder verbunden ist , wobei der Schubladenboden, vorzugsweise über eine gesamte Länge der Stützschiene , an der Stützschiene zur Anlage kommen kann .
Uber eine solche Stützschiene kann der Schubladenboden auch in seiner Mitte abgestützt werden . Wenn der Schubladenboden über die gesamte Länge der Stützschiene an dieser zur Anlage kommt , kann eine besonders ef fektive Abstützung des Schubladenbodens erreicht werden .
Wo die Stützschiene mit ihrem zweiten Ende angeordnet ist, kann beispielsweise von dem Aufbau einer Schublade , an welcher die Stützvorrichtung montiert werden soll , und einer Lage , in welcher die Stützvorrichtung montiert werden soll , abhängen .
Es kann weiter vorgesehen sein, dass das Befestigungselement zumindest eine Schnittstelle zum Verbinden des Befestigungselements mit der Stützschiene aufweist , vorzugsweise wobei die zumindest Schnittstelle des Befestigungselements gleich wie die zumindest eine Schnittstelle des wenigstens einen Stützkörpers ausgebildet ist .
I st auch das Befestigungselement mit einer Schnittstelle versehen, so kann auch eine Verbindung der Stützschiene mit dem Befestigungselement einfach erfolgen . Auch das Verbinden der Stützschiene mit dem Befestigungselement kann vorzugsweise werkzeuglos erfolgen .
Es kann auch vorgesehen sein, dass die Stützschiene symmetrisch zu einer Symmetrieebene , welche orthogonal zu einer Längserstreckung der Stützschiene ausgerichtet ist , ausgebildet ist .
Insbesondere wenn ein Befestigungselement eine Schnittstelle , welche gleich ausgebildet ist wie die Schnittstelle des Stützkörpers , aufweist , erleichtert das die Montage einer Stützschiene ungemein . Ein Benutzer muss nämlich nicht darauf achten, ob das richtige Ende der Stützvorrichtung bei der richtigen Schnittstelle angeordnet ist , da beide Schnittstellen gleich aufgebaut sind . Somit kann j edes Ende der Stützschiene entweder mit dem Stützkörper oder mit dem Befestigungselement verbunden werden .
Gemäß einem Ausführungsbeispiel kann das Befestigungselement einen Befestigungsabschnitt zur Befestigung des Befestigungselements an einer weiteren Schubladenwand, vorzugsweise einer Schubladenrückwand, aufweisen, vorzugsweise wobei der Befestigungsabschnitt in Form eines Hakens ausgebildet ist , welcher an einer oberen Kante einer Schubladenwand einhängbar ist .
Das Befestigungselement kann also einer der Schubladenwand gegenüberliegenden weiteren Schubladenwand angeordnet werden . Insbesondere die Ausbildung des Befestigungsabschnitts als Haken stellt eine einfache Möglichkeit zur Befestigung des
Befestigungselements an der weiteren Schubladenwand dar . Auch das Befestigen des Befestigungselements an der weiteren Schubladenwand kann dabei werkzeuglos erfolgen .
Es kann auch vorgesehen sein, dass das Befestigungselement und/oder die Stützschiene zumindest eine Rippe zur Stabilisierung des Befestigungselements und/oder der Stützschiene aufweist .
Das erhöht die Stabilität der Stützschiene und/oder des Befestigungselements .
Hinsichtlich einer erfindungsgemäßen Schublade kann vorgesehen sein, dass die Schublade eine Stützschiene aufweist , wobei die Stützschiene am ersten Ende mit dem wenigstens einen Stützkörper und am zweiten Ende mit einer der vier Schubladenwände , einem weiteren Stützkörper oder einem Befestigungselement , vorzugsweise lösbar verbunden ist , wobei der Schubladenboden, vorzugsweise über die gesamte Länge der Stützschiene , an der Stützschiene anliegt .
Über das Stützelement kann der Schubladenboden gestützt und ein Durchhängen des Schubladenbodens verhindert werden .
Es kann auch vorgesehen sein, dass zumindest eine der vier Schubladenwände im Wesentlichen quaderförmig und/oder in einer Querschnittsebene senkrecht zur Längsrichtung der Schubladenseitenwand im Wesentlichen rechteckig ausgebildet ist , und/oder eine Außenhülle der zumindest einen der vier Schubladenwände durch ein Hohlprofil gebildet ist , vorzugsweise mit einem im Wesentlichen U- förmigen Querschnitt .
Weiters kann vorgesehen sein, dass der Schubladenboden und zumindest eine der vier Schubladenwände vorzugsweise die
Schubladenrückwand, integral miteinander ausgebildet sind, vorzugsweise wobei die Schubladenrückwand über ein Filmscharnier mit dem Schubladenboden verbunden ist .
Hinsichtlich eines erfindungsgemäßen Verfahrens können folgende weitere Verfahrensschritte vorgesehen sein :
Verschwenken des Schneidhebels , sodass der Schubladenboden relativ zu dem wenigstens einen Stützkörper festgestellt ist , und/oder
Verbinden der Stützschiene mit dem Stützkörper ( 2 ) und mit einer weiteren Schubladenwand, einem weiteren Stützkörper oder einem Befestigungselement , welches , vorzugsweise in einem vorangehenden Schritt , mit der weiteren Schubladenwand verbunden wird .
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der Figurenbeschreibung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen im Folgenden näher erläutert . Darin zeigen :
Fig . la eine Schublade gemäß einem Aus führungsbeispiel in einer perspektivischen Frontansicht ,
Fig . 1b eine Schublade gemäß dem Aus führungsbeispiel nach Figur la in einer perspektivischen Hinteransicht ,
Fig . 2a eine Schublade gemäß dem Aus führungsbeispiel nach Figur la in einer perspektivischen Unteransicht ,
Fig . 2b das Detail A der Figur 2a,
Fig . 3a eine Explosionsdarstellung einer Stützvorrichtung,
Fig . 3b eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung,
Fig . 3c eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung, wobei ein Schneidhebel verschwenkt ist ,
Fig . 4a eine Schublade gemäß einem weiteren Aus führungsbeispiel in einer perspektivischen Unteransicht ,
Fig . 4b das Detail A der Figur 4a,
Fig. 5a eine Stützvorrichtung in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 5b die Stützvorrichtung in einer weiteren perspektivischen Ansicht,
Fig. 5c ein Befestigungselement mit einem Teil einer Stützschiene in einer perspektivischen Ansicht,
Fig. 6a ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Stützvorrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 6b das Detail A der Fig. 6a,
Fig. 6c das Detail B der Fig. 6a,
Fig. 7a-b perspektivische Ansichten eines Stützkörpers der Stützvorrichtung gemäß Fig. 6a,
Fig. 8a-d verschiedene Ansichten eines Befestigungselements der Stützvorrichtung gemäß Fig. 6a,
Fig. 9a-b perspektivische Ansichten eines weiteren Ausführungsbeispiels eines Stützkörpers der Stützvorrichtung gemäß Fig. 6a,
Fig. 10a eine Schubladenwand mit einem Stützkörper gemäß den Fig. 9a-b, und
Fig. lOb-c Schritte zum Anbringen des Stützkörpers gemäß Fig. 10a an der Schubladenwand.
Die Figur la zeigt eine Schublade 100 gemäß einem Ausführungsbeispiel in einer perspektivischen Frontansicht und die Figur 2a eine solche Schublade 100 in einer perspektivischen Hinteransicht .
Die Schubladenwand 102 ist in diesem Ausführungsbeispiel als Frontblende und die weitere Schubladenwand 103 als Schubladenrückwand ausgebildet.
Die Schubladenrückwand und ein Schubladenboden 101 sind dabei dünnwandig ausgebildet und über ein Filmscharnier verbunden. Die
Schubladenrückwand und der Schubladenboden 101 können dabei auch einstückig ausgebildet sein .
Es sind weiters zwei Schubladenseitenwände 104 erkennbar, an welchen die Frontblende , der Schubladenboden 101 sowie die Schubladenrückwand angeordnet sind .
Die Figur 2a zeigt eine Schublade 100 gemäß dem Aus führungsbeispiel nach Figur la in einer perspektivischen Unteransicht und die Figur 2b das Detail A der Figur 2a . Es ist erkennbar, dass eine Stützvorrichtung 1 mit einem Stützkörper 2 zur Abstützung des Schubladenbodens 101 vorgesehen ist .
Der Schubladenboden 101 liegt dabei an einer ersten Anlagefläche 3 ( siehe Figuren 3a bis 3b ) an, wobei der Stützkörper 2 mit einer zweiten Anlagefläche 4 an der als Frontblende ausgebildeten Schubladenwand 102 anliegt .
Ein Befestigungsmittel 6 , hier in Form einer Schraube , ist in eine Durchgangsöf fnung 5 ( siehe Figur 3a ) eingebracht und in die Frontblende eingeschraubt .
Der Stützkörper 2 ist also über das Befestigungsmittel 6 an der Frontblende befestigt und kann so den Schubladenboden 101 abstützen . In anderen Worten können über den Stützkörper 2 auf den Schubladenboden 101 wirkende Kräfte besser an eine Schubladenwand 102 , in diesem Fall an die Frontblende , übertragen werden .
Ein Schneidhebel 11 ist in den Figuren 2a und 2b noch nicht betätigt worden .
In diesem Ausführungsbeispiel ist nur ein Stützkörper 2 vorgesehen . Selbstverständlich können aber auch mehrere Stützkörper 2 vorgesehen sein .
Die Figur 3a zeigt eine Explosionsdarstellung einer Stützvorrichtung 1 , die Figur 3b eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung 1 und die Figur 3c eine perspektivische Ansicht der Stützvorrichtung 1 , wobei der Schneidhebel 11 verschwenkt ist .
Die Stützvorrichtung 1 umfasst dabei einen einstückig ausgebildeten Stützkörper 2 . Der Stützkörper 2 kann daher auf einfache Art und Weise durch ein (Kunststof f- ) Spritzgussverfahren gefertigt werden . Selbstverständlich sind auch andere Fertigungsverfahren denkbar .
Es sind aber auch Aus führungs formen mit einem mehrteiligen
Stützkörper 2 denkbar .
Es ist eine erste Anlagefläche 3 erkennbar, an welcher der Schubladenboden 101 zur Anlage kommen kann . Die zweite Anlagefläche 4 befindet sich auf der in dieser Ansicht abgewandten Seite des Stützkörpers 2 .
Weiters ist auch die Schnittstelle 7 zum Verbinden einer Stützschiene 8 mit dem Stützkörper 2 erkennbar . Die Schnittstelle 7 weist einen ersten Vorsprung 9 und einen zweiten Vorsprung 10 auf , wobei der erste Vorsprung 9 in eine Öf fnung 8a in der Stützschiene 8 und der zweite Vorsprung 10 in eine Ausnehmung 8b der Stützschiene einbringbar ist .
Über die Vorsprünge 9, 10 und die Öf fnung 8a bzw . die Ausnehmung 8b kann so eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Stützkörper 2 und der Stützschiene 8 hergestellt werden .
Insbesondere der erste Vorsprung 9 , aber auch der zweite Vorsprung 10 , kann dabei als Rastelement ausgebildet sein . Eine einfache Möglichkeit das umzusetzen, wäre eine Ausbildung des ersten Vorsprungs 9 als Schnapphaken .
Dadurch kann eine noch s icherere Verbindung zwischen dem Stützkörper 2 und der Stützschiene 8 erreicht werden .
Wie aus beispielsweise den Figuren 3a bis 3c und 4a bis 5a hervorgeht , weist der Stützkörper 2 zwei Schnittstellen 7 auf . Das erleichtert nochmals das Verbinden der Stützschiene 8 mit dem Stützkörper 2 , da ein Benutzer auch nicht darauf achten muss , von welcher Seite aus er die Stützschiene 8 mit dem Stützkörper 2 verbinden muss .
Angedeutet ist auch eine Durchgangsöf fnung 5 , welche durch den Stützkörper 2 hindurch reicht . In die Durchgangsöf fnung 5 kann das Befestigungsmittel 6 eingebracht werden .
Ein Schneidhebel 11 weist einen Schneidbereich 11a auf , wobei der Schneidbereich 11a in diesem Aus führungsbeispiel vier Schneiden umfasst . Der Schneidhebel 11 ist dabei schwenkbar an dem Stützkörper 2 gelagert .
In der Figur 3b ist die Stützvorrichtung 1 in einer Stellung analog zu den Figuren 2 a und 2b . Das heißt das Befestigungsmittel 6 ist in die Durchgangsöf fnung 5 eingebracht und in diesem Fall mit einer Schubladenwand 102 verschraubt , der Schubladenboden 101 würde an der ersten Anlagefläche 3 anliegen . Der Schneidhebel 11 ist noch nicht verschwenkt .
In der Figur 3c ist der Schneidhebel 11 verschwenkt . Es ist erkennbar, dass der Schneidabschnitt 11a über die erste
Anlagefläche 3 vorsteht . Der Schneidabschnitt 11a wäre also in den Schubladenboden 101 eingedrungen .
Um ein unbeabsichtigtes Lösen des Schneidhebels 11 zu verhindern, kann am Stützkörper 11 ein Feststellelement 2a vorgesehen sein, welches den Schneidhebel 11 in einer verschwenkten Position feststellt . Das Feststellelement 2a ist in diesem Aus führungsbeispiel als Schnapphaken ausgebildet . Auch andere Aus führungs formen sind denkbar .
Die Figur 4a zeigt eine Schublade 100 gemäß einem weiteren Aus führungsbeispiel in einer perspektivischen Unteransicht und die Figur 4b das Detail A der Figur 4a .
Dieses Aus führungsbeispiel unterscheidet sich von dem Aus führungsbeispiel gemäß den Figuren la und 1b dadurch, dass die Stützvorrichtung 1 zusätzlich zu dem Stützkörper 2 auch eine Stützschiene 8 sowie ein Befestigungselement 12 aufweist .
Die Stützschiene 8 ist dabei mit einem ersten Ende 8c über die Schnittstelle 7 mit dem Stützkörper 2 und an einem zweiten Ende 8d über eine Schnittstelle 12a ( siehe Figur 5c ) mit dem Befestigungselement 12 verbunden .
Die Figur 5a zeigt eine Stützvorrichtung 1 in einer perspektivischen Ansicht . Es ist erkennbar, dass der erster Vorsprung 9 des Stützkörpers 2 in die Öf fnung 8a und ein zweiter Vorsprung 10 des Stützkörpers 2 in die Ausnehmung 8b eingebracht worden ist . Demnach sind der Stützkörper 2 und die Stützschiene 8 formschlüssig miteinander verbunden .
Aus dieser Figur geht auch hervor, dass die Stützschiene 8 symmetrisch zu einer Symmetrieebene , welche orthogonal zu einer
Längserstreckung L der Stützschiene 8 ausgerichtet ist , ausgebildet ist .
In diesem Fall kann also die Stützschiene 8 sowohl mit dem ersten Ende 8c als auch mit dem zweiten Ende 8d über die Schnittstelle 7 mit dem Stützkörper 2 verbunden werden .
In der Figur 5b ist die Stützvorrichtung 1 in einer weiteren perspektivischen Ansicht gezeigt , wobei die Stützschiene 8 nunmehr an einer anderen Seite des Stützkörpers 2 angeordnet ist .
Die Figur 5c zeigt ein Befestigungselement 12 mit einem Teil einer Stützschiene 8 in einer perspektivischen Ansicht . Es ist erkennbar, dass das Befestigungselement 12 ebenfalls zwei Schnittstellen 12a aufweist .
Die Schnittstellen 12a sind dabei gleich wie die Schnittstellen 7 des Stützkörpers 2 ausgebildet . Es sind also auch ein erster Vorsprung 12d, welcher in die Öf fnung 8a der Stützschiene 8 einbringbar ist , und ein zweiter Vorsprung 12e , welcher in die Ausnehmung 8b der Stützschiene 8 einbringbar ist , erkennbar .
Ein solches Aus führungsbeispiel , bei welchem der Stützkörper 2 und das Befestigungselement 12 j eweils zwei Schnittstellen 7 , 12a aufweisen, welche gleich ausgebildet sind, und die Stützschiene 8 symmetrisch zu einer Ebene , welche orthogonal zu der Längserstreckung L der Stützschiene 8 ausgerichtet ist , ermöglicht eine besonders einfache Montage einer Stützschiene 8 . Ein Benutzer muss nämlich weder darauf achten, was für ein Ende der Stützschiene 8 mit dem Stützkörper 2 oder dem Befestigungselement 12 verbunden wird, noch auf welcher Seite des Stützelements 2 bzw . des Befestigungselements 12 die Stützschiene 8 angeordnet wird .
Das Befestigungselement 12 weist darüber hinaus einen Befestigungsabschnitt 12b auf . Der Befestigungsabschnitt 12b ist hier in Form eines Hakens ausgebildet . In diesem Aus führungsbeispiel ist der Haken derart dimensioniert , dass er an einer dünnen Schubladenrückwand eingehängt werden kann . Der Haken kann natürlich auch an andere Aus führungs formen von Schubladenwänden angepasst sein . Eine so ausgebildeter Befestigungsabschnitt 12b ermöglicht eine werkzeuglose Befestigung des Befestigungselements 12 an einer Schubladenwand .
Der Befestigungsabschnitt 12b kann aber auch gänzlich verschieden von einem Haken ausgebildet sein . So können beispielsweise auch Öf fnungen zum Einbringen von Befestigungsmittel wie etwa Schrauben vorgesehen sein . Es könnte auch ein Vorsprung oder dergleichen vorgesehen sein, welcher in eine Öf fnung in einer Schubladenwand eingebracht werden kann . Grundsätzlich sind eine Viel zahl an bereits bekannten
Befestigungsmöglichkeiten denkbar .
Das Befestigungselement 12 weist außerdem noch eine Rippe 12c zur Stabilisierung des Befestigungselements auf .
Die Fig . 6a zeigt ein weiteres Aus führungsbeispiel einer Stützvorrichtung 1 in einer Seitenansicht , die Fig . 6b das Detail A der Fig . 6a und die Fig . 6c das Detail B der Fig . 6a .
Es ist erkennbar, dass die Stützschiene 8 gemäß diesem Aus führungsbeispiel sowohl in hori zontaler als auch in vertikaler Richtung symmetrisch ausgebildet ist . Somit kann die Stützschiene 8 in beliebiger Ausrichtung mit dem Stützkörper 2 bzw . dem Befestigungselement 12 verbunden werden, was den Einbau für einen Benutzer vereinfacht .
Die Stützschiene 8 weist sowohl am ersten Ende 8c als auch am zweiten Ende 8d eine Abstufung 8e auf . Im Bereich der Abstufung 8e ist beidseitig eine Ausnehmung 8b vorgesehen . Die Ausnehmung 8b ist annähernd parallelogram- förmig ausgebildet , sodass sich auf einer Seite der Ausnhemungen 8b ein Hinterschnitt 8 f ausbildet .
Die Fig . 7a-b zeigen perspektivische Ansichten eines Stützkörpers 2 der Stützvorrichtung 1 gemäß Fig . 6a .
Es sind erste Anlagefläche 3 und zweite Anlagefläche 4 sowie die Durchgangsöf fnung 5 zum Einbringen eines Befestigungsmittels 6 erkennbar . In diesem Aus führungsbeispiel ist kein Schneidhebel 11 vorgesehen . Selbstverständlich ist aber auch die Verwendung eines Schneidhebels denkbar .
Der Stützkörper 2 weist zwei Schnittstellen 7 zum Befestigen der Stützschiene 8 auf . Jede Schnittstelle? umfasst eine Nut 7a, in welcher die Stützschiene 8 geführt werden kann . Zudem ist noch j eweils ein Schnappelement 7b vorgesehen .
Das Schnappelement 7b ist elastisch ausgebildet und weist eine Rastelement 7c auf , welches in die Ausnehmung 8b der Stützschiene 8 einrasten kann . Insbesonder kann das Rastelment 7 in Eingri f f mit dem hinterschnitt 8 f stehen . Somit wird die Stützschiene über das Schnappelement 7b und die Nut 7a in dem Stützkörper gehalten .
Das Schnappelement 7b weist zudem einen Fortsatz 7d zum Lösen des Schnappelements 7b auf . Über den Fortsatz 7d kann die Verbindung zwischen Stützkörper 2 und Stützschiene 8 gelöst werden .
Die Fig . 8a-d zeigen verschiedene Ansichten eines Befestigungselements 12 der Stützvorrichtung 1 gemäß Fig . 6a . Das Befestigungselement 12 kann im Wesentlichen gleich wie das Befestigungsmittel 12 nach Fig . 5c ausgebildet sein . Es unterscheidet sich j edoch hinsichtlich der Schnittstellen 12a zum Befestigen der Stützschiene 8 . Diese weisen wiederum j eweils ein Schnappelement 12 f mit einem Rastelement 12g auf . Das Rastelement 12g kann wiederum in die Ausnehmung 8b der Stützschiene 8 einrasten . Auch ein, in diesem Aus führungsbeispiel seitlicher, Fortsatz 12h zum Lösen des Schnappelements 12 f ist erkennbar .
Neben einer Nut 12 i zur Führung der Stützschiene 8 ist auch ein Federelement 12 j ersichtlich . Das Federelement 12 j dient dazu, die Stützschiene 8 in seitlicher Richtung fest zustellen . Dadurch kann eine ungewünschte Geräuschentwicklung beim Bewegen der Schublade 100 vermieden werden .
Die Fig . 9a-b zeigen perspektivische Ansichten eines weiterens Aus führungsbeispiels eines Stützkörpers 2 der Stützvorrichtung 1 gemäß Fig . 6a .
In diesem Aus führungsbeispiel ist keine Durchgangsöf fnung 5 vorgesehen, sondern das Befestigungsmittel 6 ist direkt am Stützkörper 2 ausgebildet .
Das Befestigungsmittel 6 ist im Wesentlichen T- förmig ausgebildet . Zudem weist das Befestigungsmittel 6 in Richtung der zweiten Anlagefläche Klemmvorsprünge 6a auf . Mittels des Bef stigungsmittels 6 kann der Stützkörper 2 in einer Nut 102 e einer Schubaldenwand 102 befestigt werden ( siehe auch Fig . 10a- c ) .
Die Fig . 10a zeigt eine Schubladenwand 102 mit einem Stützkörper
2 gemäß den Fig . 9a-b, und die Fig . l Ob-c Schritte zum Anbringen des Stützkörpers 2 an der Schubladenwand 102 .
Die Schubladenwand 102 ist in diesem Aus führungsbeispiel eine
Frontblende .
Dabei ist ein Grundelement 102a und zwei Seitenelemente 102b vorgesehen . Das Grundelement 102a und die Seitenelemente 102b bilden dabei einen Rahmen für ein Dekorelement 102d . Das Dekorelement 102d kann beispielsweise eine Glasplatte sein .
An den Seitenelementen 102b sind Befestigungsvorrichtungen 102c angeordnet , über welche die Schubladenwand an Schubladenseitenwänden 104 befestigt werden kann .
Am Grundelement 102a ist eine Nut 102e mit Hinterschnitt vorgesehen . Zum Befestigen des Stützkörpers 2 kann dieser mit dem Befestigungsmittel 6 verdreht in die Nut 102e eingeführt und dann verdreht werden, sodass sich das Befestigungsmittel 6 in der Nut 102e abstützt . Über die Klemmvorsprünge 6a wird das Befestigungsmittel 6 zusätzlich in der Nut 102e verklemmt .
Bezugs zeichenliste :
1 Stützvorrichtung
2 Stützkörper
2a Feststellelement
3 Erste Anlagefläche
4 Zweite Anlagefläche
5 Durchgangsöf fnung
6 Befestigungsmittel
6a Klemmvorsprung
7 Schnittstelle
7 a Nut
7b Schnappelement
7c Rastelement
7d Fortsatz
8 Stützschiene
8a Öf fnung
8b Ausnehmung
8c erstes Ende
8d zweites Ende
8e Abstufung
8 f Hinterschnitt
9 Erster Vorsprung
10 Zweiter Vorsprung
11 Schneidhebel
11a Schneidabschnitt
12 Befestigungselement
12a Schnittstelle
12b Befestigungsabschnitt
12c Rippe
12d erster Vorsprung
12e zweiter Vorsprung
12 f Schnappelement
12g Rastelement
12h Fortsatz
12 i Nut
12 j Federelement
100 Schublade
101 Schubladenboden
102 Schubladenwand ( Frontblende )
102a Grundelement
102b Seitenelement
102c Befestigungsvorrichtung
102d Dekorelement
102e Nut
103 Weitere Schubladenwand ( Schubladenrückwand)
104 Schubladenseitenwand
L Längserstreckung