EP4701942A1 - Kunststoffbehältnis aus einheitlichem material und verfahren zu dessen herstellung - Google Patents
Kunststoffbehältnis aus einheitlichem material und verfahren zu dessen herstellungInfo
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Abstract
Kunststoffbehältnis (10) zur Aufnahme von Flüssigkeiten und insbesondere Getränken, mit einem Bodenabschnitt (10a), einem sich an den Bodenabschnitt anschließenden Grundkörper (10b) und einem sich an den Grundkörper anschließenden Mündungsabschnitt, wobei der Bodenabschnitt (10a), der Grundkörper (10b) und der Mündungsabschnitt (10c) einteilig ausgebildet sind und aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kunststoffbehältnis (10) ein Etikett (14) angeordnet ist, welches aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt ist wobei an dem Etikett (14) ein durch einen Laser gefertigter Druck angeordnet ist.
Description
Kunststoffbehältnis aus einheitlichem Material und Verfahren zu dessen Herstellung
Beschreibung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Kunststoffbehältnis und ein Verfahren zu dessen Herstellung. Aus dem Stand der Technik sind derartige Kunststoffbehältnisse, insbesondere aus PET seit langem bekannt. Solche PET-Flaschen werden in der Regel etikettiert. Bei dem Etiketten mate rial handelt es sich in der Regel um Polyolefine, also ein anderes Material als dasjenige der Behältnisse selbst. Weiterhin sind aus dem Stand der Technik PET- Flaschen bekannt, die direkt mit farbiger Tinte bedruckt sind. Daneben ist aus dem Stand der Technik bekannt, bestimmte Produktinformationen auf die Behältnisse direkt aufzudrucken. Dabei kann es sich beispielsweise um das Haltbarkeitsdatum handeln.
Weiterhin werden derartige Behältnisse üblicherweise mit Schraubverschlüssen aus LDPE, HDPE oder PP verschlossen.
Das Etikettenmaterial aus Polyolefinen ist derzeit nicht zu lebensmitteltauglichem Material zu recyceln. Auch die Direktdruckfarben bereiten Probleme beim Recyceln, weil sie im Waschwasser landen und dort schwer zu entfernen sind. Direkt auf die Behältnisse gelaserte Informationen benötigen sehr viel Zeit, da die Prozesse sehr langsam sind und insbesondere zu langsam für High-Speed Anwendungen. Daneben bergen diese Laserdrucke die Gefahr, die Stabilität und Dichtigkeit insbesondere von sehr leichten Behältnissen zu gefährden.
Weiterhin können die üblicherweise verwendeten Verschlussmaterialien nicht zusammen mit dem PET-Material des Behältnisses recycelt werden. Dies gilt umso mehr in Bezug auf eine
neue EU-Verordnung, bei der die Behältnisverschlüsse unmittelbar an dem Behältnis verbleiben sollen. Derartige Behältnisverschlüsse werden im Folgenden auch als Tethered Caps bezeichnet.
Aus der US 2021 36 29 10 A1 ist ein solcher Verschluss an einem Behältnis bekannt.
Die EP 0 766 546 B1 beschreibt Kunststoffeti ketten, die mittels eines Lasers markierbar sind. Diese Etiketten weisen eine Kernschicht und eine Außenhautschicht auf.
Aus der KR 2022 0145015 A ist ein von einem Behältnis lösbares Etikett bekannt.
Aus der DE 10 2018 108 094A1 ist ein Verfahren zur nachhaltigen und energiesparenden Herstellung eines rezyklierbaren Behältnisses, welches ein Etikett aufweist, bekannt,
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, derartige Kunststoffbehältnissen herzustellen, die leichter zu recyceln sind. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
Ein erfindungsgemäßes Kunststoffbehältnis zur Aufnahme von Flüssigkeiten und insbesondere Getränken weist einen Bodenabschnitt auf, einen sich (insbesondere unmittelbar) an dem Bodenabschnitt anschließenden Grundkörper und einen sich (insbesondere mittelbar und insbesondere über einen Schulterabschnitt) an den Grundkörper anschließenden Mündungsabschnitt, wobei der Bodenabschnitt, der Grundkörper und der Mündungsabschnitt einteilig ausgebildet sind und aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt sind.
Erfindungsgemäß ist an dem Kunststoffbehältnis ein Etikett angeordnet, wobei and dem Etikett ein durch einen Laser gefertigter Druck angeordnet ist.
Dabei ist es möglich, dass dieser Laserdruck an dem Etikett angebracht wird und dann das so mit einem Laserdruck versehene Etikett an dem Behältnis angebracht wird. Es ist jedoch auch möglich, dass bereits mit einem Laserdruck versehene Etiketten zur Verfügung gestellt werden.
Bevorzugt ist das Etikett bereits mit einem Laserdruck versehen, bevor es an dem Behältnis angeordnet wird.
Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführungsform ist an dem Mündungsabschnitt ein Verschluss angeordnet, der aus dem gleichen Kunststoff hergestellt ist wie das Kunststoffbehältnis. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Ausgestaltung auch ohne die Ausführung mit einem Etikett oder einem mit einem Laserdruck versehenen Etikett Anwendung finden kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind sowohl das Behältnis selbst als auch der an dem Behältnis angeordnete Verschluss und/oder das an dem Behältnis angeordnete Etikett aus dem gleichen Kunststoff hergestellt. Auf diese Weise wird die Recyclingfähigkeit des Behältnisses verbessert. Besonders bevorzugt ist das Behältnis daher einteilig ausgebildet und setzt sich aus dem oben erwähnten Bodenabschnitt, dem Grundkörper und dem Mündungsabschnitt zusammen. Besonders bevorzugt besteht das vollständige Behältnis, insbesondere einschließlich Behältnisverschluss und Etikett aus dem gleichen Material.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Behältnis druckfarben- und/oder tintenfrei ausgebildet. Insbesondere sind an dem Behältnis keine Drucke angeordnet, welche Druckfarben oder Tinten aufweisen.
Besonders bevorzugt weist das Behältnis an Aufnahmevolumen auf, welches größer ist als 0,1 I, bevorzugt größer als 0,3 I. Besonders bevorzugt weist das Behältnis ein Aufnahmevolumen auf, welches kleiner ist als 20 I, bevorzugt kleiner als 15 1, bevorzugt kleiner als 10 I und besonders bevorzugt kleiner als 5 I.
Bevorzugt ist das Behältnis ein biasgeformtes Behältnis und insbesondere ein streckblasge- formtes Behältnis. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Behältnis einen durch die Blasform einer Blasformmaschine angebrachten Druck auf. Dies bedeutet, dass bevorzugt während des Blasformvorgangs auch der oder ein Druck an der Außenwandung des Behältnisses entsteht.
Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Behältnis um ein verschlossenes, insbesondere mit dem Behältnisverschluss verschlossenes Behältnis. Bevorzugt handelt es sich bei
dem Verschluss um einen Drehverschluss. Besonders bevorzugt ist der Verschluss auf ein Außengewinde des Behältnisses aufgeschraubt.
Besonders bevorzugt ist sowohl an dem Mündungsabschnitt ein Verschluss angeordnet, welcher aus diesem vorgegebenen Kunststoff hergestellt ist, als auch an dem Kunststoffbehältnis ein Etikett angeordnet, welches aus diesem vorgegebenen Kunststoff hergestellt ist.
Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der vorgegebene Kunststoff aus einer Gruppe von Kunststoffen ausgewählt, welche PET, OPP (orientiertes Polypropylen) und dergleichen enthält. Besonders bevorzugt handelt es sich bei diesem Kunststoff um PET.
Besonders bevorzugt ist das Behältnis aus PET hergestellt.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Etikett aus PET oder OPP hergestellt.
Bei einer weiteren bevorzugte Ausführungsform ist ein Verschluss des Behältnisses aus PP oder PE hergestellt. Daneben wäre es auch denkbar, dass der Verschluss aus PET hergestellt ist.
Besonders bevorzugt enthält der Kunststoff des Behältnisses einen vorgegebenen Anteil an recycelten PET. Bevorzugt ist dieser Anteil größer als 10 %, bevorzugt größer als 20 %, bevorzugt größer als 25 %. Besonders bevorzugt ist dieser Anteil an recyceltem PET geringer als 99 %, bevorzugt geringer als 97 %, bevorzugt geringer als 95 % und besonders bevorzugt geringer als 93 %.
Es wird daher ein Getränkebehältnis vorgeschlagen, welches bevorzugt komplett (evtl, mit Ausnahme des Verschlusses) aus einem (Kunststoff)Material und insbesondere PET besteht. Das PET-Behältnis weist damit einen Grundkörper aus PET auf.
Bevorzugt besteht eine Kennzeichnung an dem Grundkörper und ist bevorzugt über einen Laser angebracht. Daneben bestehen bevorzugt auch die Etiketten aus PET-Material und bevorzugt besteht auch der Behältnisverschluss aus PET.
Besonders bevorzugt werden damit Etiketten aus PET-Material (oder aus OPP) verwendet. PET hat den Vorteil, dass es zu lebensmitteltauglichem Material recycelt werden kann. Es wird weiterhin vorgeschlagen, diese Etiketten nicht zu bedrucken, sondern alle relevanten und vorgeschriebenen Produktinformationen darauf zu lasern. Besonders bevorzugt werden diese Etiketten in herkömmlicher Weise an dem Behältnis angeordnet bzw. appliziert, beispielsweise angeklebt.
PET kann zu lebensmitteltauglichem Material recycelt werden und bevorzugt ist der Behälterverschluss bei der Verwendung von PET leichter zu kennzeichnen.
Der beschriebene Vorteil besteht darin, dass die Etiketten mit dem PET des Behältnisses zusammen recycelbar sind. So kann beispielsweise das Behältnis mit dem daran angeordneten Etikett zerkleinert werden.
Es gelangt keine Tinte und kein Fremdmaterial in den PET-Recyclingstrom und das Behältnis an sich wird nicht (durch den Laser) „gelöchert“ (bzw. diese Gefahr besteht nicht, weil nicht das Behältnis sondern das Etikett beschriftet wird) und muss daher nicht exakt geführt werden. Daneben sind auch hohe Ausstoßleistungen möglich und die hier beschriebene Lösung ist auch auf alten Anlagen nachrüstbar, da bevorzugt Standardetikettiertechnik verwendet wird. So können beispielsweise sogenannte Stretch Sleeves oder Rundumetiketten eingesetzt werden.
In einem entkoppelten Etikettenherstellungsprozess kann das Etikett sehr viel genauer beispielsweise über Walzen geführt und positioniert werden. Daneben ist es auch möglich, mehrere Laser nacheinander zu schalten und den Gesamtdruck auch mit sehr vielen Informationen (auch bei hohen Stückleistungen) zu erzeugen und damit auch sehr viel und gut leserliche Informationen aufzubringen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist eine Wandung des Kunststoffbehältnisses und insbesondere eine Wandung des Grundkörpers eine Wandstärke auf, die größer ist als 0,02 mm, bevorzugt größer als 0,04 mm, bevorzugt größer als 0,06 mm, bevorzugt größer als 0,08 mm und besonders bevorzugt größer als 0,1 mm.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist eine Wandung des Kunststoffbehält-
nisses und insbesondere eine Wandung des Grundkörpers eine Wandstärke auf, die kleiner ist als 1,0 mm, bevorzugt kleiner als 0,8 mm, bevorzugt kleiner als 0,6 mm, bevorzugt kleiner als 0,5 mm und besonders bevorzugt kleiner als 0,4 mm.
Diese Wandstärken bzw. Wandstärkenbereiche haben sich als besonders geeignet erwiesen, um an ihnen auch ein Etikett aus PET-Material anzubringen. Daneben wird mit diesen Wandstärken auch eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit gewährleistet.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist das Etikett eine Dicke auf, welche größer ist als 1 pm, bevorzugt größer als 2 pm, bevorzugt größer als 5 pm und besonders bevorzugt größer als 10 pm.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist das Etikett eine Dicke auf, welche geringer ist als 400 pm, bevorzugt geringer als 300 pm, bevorzugt geringer als 200 pm und besonders bevorzugt geringer als 150 pm.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist an dem Kunststoffbehältnis und/oder an dem Etikett und/oder dem Behältnisverschluss ein durch einen Laser gefertigter Druck angeordnet. Insbesondere ist dabei dieser Druck durch einen CO2-Laser, Festkörper- oder einen UV-Laser gefertigt. Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Behältnisverschluss mittels einer Verbindungseinrichtung an dem Behältnis befestigt und/oder angeordnet. Bevorzugt ist dabei dieser Behältnisverschluss derart angeordnet, dass er auch in einem geöffneten Zustand des Behältnisses noch an dem Behältnis hält und/oder befestigt ist.
Bevorzugt handelt es sich daher bei dem Behältnisverschluss um ein sogenanntes Tethered Cap. Dieses kann beispielsweise mit einer lasso-artigen Verbindungseinrichtung an der Mündung des Behältnisses angeordnet sein. Besonders bevorzugt ist diese Verbindungseinrichtung einteilig mit dem Behältnisverschluss ausgebildet.
Besonders bevorzugt ist diese Verbindungseinrichtung aus dem gleichen Material hergestellt wie der Behältnisverschluss und/oder das Behältnis. Besonders bevorzugt ist auch diese Verbindungseinrichtung aus PET hergestellt.
Bei einer weiteren Ausführung kann der Behälterverschluss einteilig aus ein oder zwei Mate-
rialen hergestellt werden. Bevorzugt ist ein an dem Behälter verbleibender Verschlusssicherungsring aus PET gefertigt und insbesondere gespritzt und das Gewinde mit dem Verschlussdeckel sind bevorzugt aus üblichen Materialien, beispielsweise aus PP oder PE gefertigt. Damit kann mittels Abtrennen des Deckels vom Abreissring mit einfachen Mittels eine stoffliche Trennung erfolgen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform weist der Verschluss eine Beschriftung und/oder einen Druck auf, wobei diese Beschriftung und/oder der Druck insbesondere mittels eines Lasers gefertigt ist.
Bei diesem Druck kann es sich beispielsweise um ein Logo eines Herstellers oder dergleichen handeln. Daneben kann jedoch dieser Druck oder die Beschriftung auch komplex sein. Dabei ist es möglich, dass das Behältnis einschließlich seines Behältnisverschlusses mittels mehreren Lasern gefertigt und/oder beschriftet und/oder bedruckt wurde. So können beispielsweise für den Behältnisverschluss bzw. dessen Beschriftung oder Bedruckung andere Laser eingesetzt werden als für das Behältnis und/oder das Etikett bzw. deren Beschriftung oder Bedruckung.
Vorteilhafterweise sind auf dem Etikett oder dem Deckel bzw. Verschluss die Herstellungsmaterialien codiert, so dass vor einem Recyclingprozess bereits bekannt ist, ob einzelne wiederverarbeitungsschritte übersprungen werden können oder auch gezielt einer vereinfachten Behandlung zugeführt werden kann, beispielsweise einem Abtrennen eines Behälterverschlusses.
Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Etikett mittels eines Klebstoffs an dem Behältnis befestigt. Bevorzugt handelt es sich auch bei diesem Klebstoff um einen Heißleim welcher sich in einer regulären Reinigungsflüssigkeit einer Behälterwaschmaschine anlöst bzw. aufgelöst wird. Bekannt geworden ist ein PET-Cycle Schmelzklebstoff auf synthetischer Polymerbasis (colfix HM 4433/2 )
Bevorzugt umgibt das Etikett das Kunststoffbehältnis in wenigstens einem Abschnitt des Kunststoffbehältnisses und insbesondere in einem Abschnitt des Grundkörpers in dessen Umfangsrichtung vollständig. Bevorzugt ist dabei das Etikett überlappungsfrei an dem Kunststoffbehältnis angeordnet.
So wäre es möglich, dass das Etikett im StretchSleeve Verfahren über das Kunststoffbehältnis gezogen wird, sodass es sowohl überlappungsfrei als auch vollumfänglich an dem Behältnis anliegt. Ein ebenso etabliertes Verfahren ist ein aufschrumpfen von Sleeves.
Bevorzugt weist der Grundkörper des Behältnisses eine zylinderförmige Gestalt auf.
Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffbehältnisses und insbesondere eines Kunststoffbehältnisses der oben beschriebenen Art gerichtet, wobei das Kunststoffbehältnis einen Bodenabschnitt, einen sich an den Bodenabschnitt anschließen Grundkörper und einen sich an den Grundkörper anschließenden Mündungsabschnitt aufweist und wobei der Bodenabschnitt, der Grundkörper und der Mündungsabschnitt einteilig miteinander ausgebildet sind.
Dabei erfolgt bei dem beschriebenen Herstellungsverfahren zunächst die Herstellung des Behältnisses, wobei das Behältnis einteilig aus einem vorgegebenen Kunststoff gefertigt ist. Anschließend wird das Behältnis mit einer Flüssigkeit und insbesondere mit einem Getränk befüllt. Schließlich wird an dem Behältnis ein Behältnisverschluss angebracht, wobei dieser Verschluss bevorzugt aus demselben Kunststoff, wie das Behältnis besteht.
Weiterhin wird an dem Behältnis ein Etikett angebracht, welches mit einem Laserdruck versehen ist. Bevorzugt wird dabei das Etikett an dem befüllten und verschlossenen Behältnis angebracht, es wäre jedoch auch denkbar, dass das Behältnis beim Anbringen des Etiketts noch nicht befüllt oder noch nicht verschlossen ist.
Unter einem Bestehen aus einem Kunststoff wird insbesondere verstanden, dass dieser Kunststoff aus dem Material des Objekts d.h. des Behältnisses, des Etiketts und/oder des Behältnisverschlusses einen (Massen)anteil von wenigstens 80%, bevorzugt von wenigstens 85%, bevorzugt von wenigstens 90%, bevorzugt von wenigstens 95%, bevorzugt von wenigstens 97%, bevorzugt von wenigstens 98% und besonders bevorzugt von wenigstens 99% aufweist.
Bei einem bevorzugten Verfahren wird an dem Behältnis ein Etikett angeordnet, wobei bevorzugt das Etikett aus dem gleichen Kunststoff besteht wie das Behältnis. Wie oben er-
wähnt, handelt es sich hierbei insbesondere um PET.
Bei einem weiteren vorteilhaften Verfahren wird der Behältnisverschluss und/oder das Etikett und/oder das Behältnis mit einem Laser beschriftet.
Bevorzugt werden zur Beschriftung des Behältnisses oder Etiketts und/oder des Behältnisverschlusses unterschiedliche Laser verwendet und insbesondere auch unterschiedliche Lasertypen.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird das Behältnis durch einen Blasprozess und insbesondere einen Streckblasprozess und insbesondere mittels einer Streckblasmaschine gefertigt.
Besonders bevorzugt wird ein Etikett oder eine Vielzahl von Etiketten über Rollen transportiert. Besonders bevorzugt wird das Etikett mit mehreren insbesondere nacheinander angeordneten Lasern beschriftet.
Bei einem weiteren bevorzugten Verfahren wird das Etikett in dessen Längsrichtung über das Behältnis geschoben und/oder über das Behältnis gespannt oder an das Behältnis angeklebt.
Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung:
Dabei zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Behältnis.
Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Behältnis 10. Dieses weist einen Bodenabschnitt 10a, einen Grundkörper 10b und einen Mündungsabschnitt 10c auf. Bevorzugt besteht dieses Behältnis 10 aus PET, wobei es sich bei dem PET sowohl um neues PET als auch um rezyk- liertes PET als auch um eine Mischung aus neuem und rezyklierten PET handeln kann.
An dem Behältnis 10 ist ein Behältnisverschluss 12 angeordnet und insbesondere angeschraubt. Das Bezugszeichen 12a kennzeichnet eine Markierung, die an dem Behältnisver-
Schluss angeordnet ist, wobei diese Markierung beispielsweise durch einen Laser hergestellt sein kann.
Innerhalb des Behältnisses befindet sich eine Flüssigkeit, insbesondere ein Getränk.
Das Bezugszeichen 14 kennzeichnet ein Etikett, dass an dem Behältnis angeordnet ist. Das Bezugszeichen 14a kennzeichnet eine an dem Etikett angeordnete Beschriftung, die bevorzugt ebenfalls durch einen Laser gefertigt wurde.
Die Anmelderin behält sich vor sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale als erfindungswesentlich zu beanspruchen, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind. Es wird weiterhin darauf hingewiesen, dass in den einzelnen Figuren auch Merkmale beschrieben wurden, welche für sich genommen vorteilhaft sein können. Der Fachmann erkennt unmittelbar, dass ein bestimmtes in einer Figur beschriebenes Merkmal auch ohne die Übernahme weiterer Merkmale aus dieser Figur vorteilhaft sein kann. Ferner erkennt der Fachmann, dass sich auch Vorteile durch eine Kombination mehrerer in einzelnen oder in unterschiedlichen Figuren gezeigter Merkmale ergeben können.
Claims
1 . Kunststoffbehältnis (10) zur Aufnahme von Flüssigkeiten und insbesondere Getränken, mit einem Bodenabschnitt (10a), einem sich an den Bodenabschnitt anschließenden Grundkörper (10b) und einem sich an den Grundkörper anschließenden Mündungsabschnitt, wobei der Bodenabschnitt (10a), der Grundkörper (10b) und der Mündungsabschnitt (10c) einteilig ausgebildet sind und aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt sind, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Kunststoffbehältnis (10) ein Etikett (14) angeordnet ist, welches aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt ist wobei an dem Etikett (14) ein durch einen Laser gefertigter Druck angeordnet ist.
2. Kunststoffbehältnis nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Behältnis und das Etikett aus dem gleichen Kunststoff hergestellt sind.
3. Kunststoffbehältnis (10) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass an dem Mündungsabschnitt (10c) sowohl ein Verschluss (12) angeordnet ist, welcher aus einem vorgegebenen Kunststoff hergestellt und der bevorzugt aus dem gleichen Kunststoff wie das Behältnis hergestellt ist.
4. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der vorgegebene Kunststoff aus einer Gruppe von Kunststoffen ausgewählt ist, welche PET, OPP und dergleichen enthält und der vorgegebene Kunststoff bevorzugt PET ist.
5. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass
eine Wandung des Kunststoffbehältnisses eine Wandstärke aufweist die größer ist als 0,02mm, bevorzugt größer als 0,04mm, bevorzugt größer als 0,06mm, bevorzugt größer als 0,08mm und besonders bevorzugt größer als 0,1mm und/oder eine Wandung des Kunststoffbehältnisses eine Wandstärke aufweist die kleiner ist als 1 ,0mm, bevorzugt kleiner als 0,8mm, bevorzugt kleiner als 0,6mm, bevorzugt kleiner als 0,5mm und besonders bevorzugt größer als 0,4mm.
6. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Etikett eine Dicke aufweist, welche größer ist als 1 .m, bevorzugt größer als 2 .m, bevorzugt größer als 5 .m, bevorzugt größer als 10 .m und/oder dieses Etikett eine Dicke aufweist, welche geringer ist als 400 .m, bevorzugt geringer als 300 .m, bevorzugt geringer als 200 .m und bevorzugt größer als 150 .m.
7. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck durch einen CO2- Laser oder durch einen UV - Laser gefertigt ist.
8. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Behältnisverschluss (12) mittels einer Verbindungseinrichtung an dem Behältnis befestigt ist, derart dass er auch in einem geöffneten Zustand des Behältnisses noch an dem Behältnis befestigt ist.
9. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (12) eine Beschriftung und/oder einen Druck aufweist, wobei diese Beschriftung und/oder der Druck insbesondere mittels eines Lasers gefertigt ist.
10. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (14) mittels eines Klebstoffes an dem Behältnis befestigt ist.
11. Kunststoffbehältnis (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett das Kunststoffbehältnis (10) in wenigstens einem Abschnitt des Kunststoffbehältnisses (10) in dessen Umfangsrichtung vollständig umgibt, wobei bevorzugt das Etikett überlappungsfrei an dem Kunststoffbehältnis (10) angeordnet ist.
12. Kunststoffbehältnis nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett ein Schrumpfeti kett ist.
13. Verfahren zur Herstellung eines Kunststoffbehältnisses (10) und insbesondere eines Kunststoffbehältnisses (10) nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Kunststoffbehältnis (10) einen Bodenabschnitt (10a), einen sich an den Bodenabschnitt (10a) anschließenden Grundkörper (10b) und einen sich an den Grundkörper (10b) anschließenden Mündungsabschnitt (10c) aufweist, wobei der Bodenabschnitt (10a), der Grundkörper (10b) und der Mündungsabschnitt (10c) einteilig ausgebildet sind, mit den Schritten:
- Herstellung des Kunststoffbehältnisses (10) wobei das Kunststoffbehältnis (10) einteilig aus einem vorgegebenen Kunststoff gefertigt ist;
- Befüllen des Kunststoffbehältnisses mit einer Flüssigkeit und insbesondere mit einem Getränk
- Anbringen eines Etiketts an dem Behältnis, wobei das Etikett mit einem Laser beschriftet ist.
- Anbringen eines Verschlusses (12) an dem Kunststoffbehältnis.
14. Verfahren nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass das Etikett (14) aus dem gleichen Kunststoff besteht wie das Behältnis.
15. Verfahren nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (12) mit einem Laser beschriftet wird.
Applications Claiming Priority (2)
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Family Applications (1)
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| EP24716404.9A Pending EP4701942A1 (de) | 2023-04-28 | 2024-04-04 | Kunststoffbehältnis aus einheitlichem material und verfahren zu dessen herstellung |
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