EP4701939A1 - Vorrichtung und verfahren zum applizieren mindestens einer umreifung um eine zusammenstellung umfassend mindestens zwei artikel - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum applizieren mindestens einer umreifung um eine zusammenstellung umfassend mindestens zwei artikel

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EP4701939A1
EP4701939A1 EP23837256.9A EP23837256A EP4701939A1 EP 4701939 A1 EP4701939 A1 EP 4701939A1 EP 23837256 A EP23837256 A EP 23837256A EP 4701939 A1 EP4701939 A1 EP 4701939A1
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EP
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strapping
compression
application
articles
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Application number
EP23837256.9A
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Inventor
Peter Haidacher
Thomas DR. HENSEL
Marcus KREIS
Herbert Spindler
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Krones AG
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Krones AG
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Publication date
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Pending legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B13/00Bundling articles
    • B65B13/02Applying and securing binding material around articles or groups of articles, e.g. using strings, wires, strips, bands or tapes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65BMACHINES, APPARATUS OR DEVICES FOR, OR METHODS OF, PACKAGING ARTICLES OR MATERIALS; UNPACKING
    • B65B27/00Bundling particular articles presenting special problems using string, wire, or narrow tape or band; Baling fibrous material, e.g. peat, not otherwise provided for
    • B65B27/04Bundling groups of cans or bottles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung (1) und ein Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung (30) um eine Zusammenstellung (20) umfassend mindestens zwei Artikel (21). Die Vorrichtung (1) umfasst einen Bereitstellungsplatz (2) für die Zusammenstellung (20), eine Kompressionseinrichtung (3) zum Komprimieren einer an dem Bereitstellungsplatz (2) angeordneten Zusammenstellung (20), und eine Applikationseinrichtung (4), welche zum Anbringen mindestens einer Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) am Bereitstellungsplatz (2) ausgebildet ist. Die Applikationseinrichtung (4) und die Kompressionseinrichtung (3) sind zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander ausgebildet und weisen jeweils separate Antriebe (5, 6) auf.

Description

Vorrichtung und Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung um eine Zusammenstellung umfassend mindestens zwei Artikel
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung um eine Zusammenstellung umfassend mindestens zwei Artikel.
Verpackungsmaschinen werden für die unterschiedlichsten Verpackungsaufgaben eingesetzt, so etwa für die Herstellung von Verpackungseinheiten, die aus mehreren gleichartigen Stückgütern oder einzelnen Artikeln gebildet sind. Grundsätzlich stehen einem Anwender zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung, einzelne Artikel oder Stückguteinheiten zu größeren Gebinden zusammenzufassen. So werden bspw. Getränkebehälter meist mittels Schrumpffolien zu Gebinden von vier, sechs oder mehr Getränkebehältern zusammengefasst und verpackt. Die Herstellung von Gebinden ist meist unumgänglich, da sie die häufigste Variante von Verkaufseinheiten für Getränkebehälter darstellen. Die Getränkebehälter können beispielsweise Flaschen aus PET- Kunststoff sein. Die Gebinde werden für den Transport teilweise nochmals zusammengefasst und/oder in Lagen zusammengestellt und palettiert.
Die zur Herstellung von gebräuchlichen Gebindevarianten verwendeten Schrumpffolien benötigen spezifische Fertigungsschritte, die insgesamt mit einem relativ hohen Energiebedarf verbunden sind. Zudem verursacht die verwendete Schrumpffolie Kosten zur Herstellung, zur Bereitstellung, zur Handhabung sowie zur späteren Entsorgung, da sie nach dem Verkauf nicht mehr benötigt wird. Auch die unumgängliche Maschinenausstattung zur Bereitstellung der sog. Folieneinschlagmodule und anderer Handhabungsstationen verursacht hohe Investitionskosten. Schließlich sind auch für die Bereitstellung des sog. Schrumpftunnels, bei dem die um die Gebinde geschlagene Schrumpffolie mittels Heißluftbeaufschlagung um die Flaschen geschrumpft wird, einen relativ hohen Kapitaleinsatz.
Weiterhin ist die Verwendung von sogenannten oberen Greifkartonverpackungen bekannt, um beispielsweise mehrere Flaschen über ihre Halsbereiche zusammenzufassen. Eine Verpackungsmaschine zum Aufsetzen solcher oberer Greifkartonverpackungen ist in der Patentschrift EP 1 075419 B1 beschrieben. Hierbei sind die Artikel in einer Kiste angeordnet und die Greifkartonverpackung wird von oben auf den mindestens einen in der Kiste angeordneten Artikel aufgesetzt. Insbesondere ist in der Kiste eine Mehrzahl von Artikeln angeordnet und durch das Aufsetzen einer geringeren Anzahl an oberen Greifkartonverpackungen werden Untergruppen gebildet, die jeweils einen Teil der in der Kiste angeordneten Artikel zusammenfassen.
Sogenannte Umreifungsgebinde können als technische Alternative zu Schrumpfgebinden betrachtet werden. Charakteristischerweise wird bei Umreifungsgebinden eine Mehrzahl von Artikeln mit einer horizontal um die Außenseiten der Artikel gespannten Umreifung zusammengehalten, welche Umreifung meist während eines ununterbrochenen Förderprozesses um die Artikel gelegt und anschließend fixiert wird. Dabei wird die Umreifung durch wenigstens ein um die Außenseiten der Artikel gespanntes und anschließend unter Vorspannung an seinen Enden verbundenes Band gebildet. Beispielsweise werden in kontinuierlich oder taktweise arbeitenden Umreifungsmaschinen Behälter, Artikel oder Flaschen zu Formationen gruppiert und dann mit Hilfe von Umreifungsaggregaten mit einem horizontal um die Stückgüter gespannten Band oder wahlweise auch mit mehreren Bändern umreift. Typische Formationen können bspw. 1x2-Anordnungen (zwei Behälter in Reihe), 2x2-Anordnungen (vier Behälter im Quadrat oder in Rautenformation), 3x2-, 4x3- oder grundsätzlich auch variable nxm- Anordnungen sein.
Die Herstellung von solchen Umreifungsgebinden findet sich beispielhaft in der Offenlegungsschrift DE 102009 040 700 A1 beschrieben.
Nachteilig bei den beschriebenen Umreifungsgebinden ist jedoch, dass in der Regel die Verbindung der Umreifung zu einem geschlossenen Umreifungsring an den Artikeln erfolgt. Insbesondere ist zum Erzeugen einer stabilen Verbindung zusätzliche Prozesszeit notwendig, was insbesondere bei einer kontinuierlichen Verarbeitung einen bedeutenden Nachteil hinsichtlich der notwendigen Produktionszeit und der erzielbaren Maschinenleistung darstellt. Zudem bedingt jede notwendige Funktion am Verschließerwerkzeug zum Herstellen der geschlossenen Umreifung eine Steigerung der Komplexität des Verpackungsprozesses und der ausführenden Umreifungs- und Verschließerwerkzeuge.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Verpackungsprozess zur Herstellung von Verpackungseinheiten zu optimieren, insbesondere kosteneffizient, sicher und schnell zu gestalten. Die obige Aufgabe wird durch eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung um eine Zusammenstellung gelöst, die die Merkmale in den unabhängigen Ansprüchen umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden durch die Unteransprüche beschrieben.
Mit der Vorrichtung und dem Verfahren werden jeweils Verpackungseinheiten gebildet, welche jeweils mindestens zwei gruppierte und durch mindestens eine Umreifung zusammengehaltene Artikel umfassen.
Die Umreifung kann hierbei insbesondere aus einem Papiermaterial, einem Papier ähnlichen Material, einem Kunststoffmaterial, einem Verbundmaterial o.ä. gebildet sein. Die Umreifung umspannt die Artikelgruppe, wobei die Umreifung um Bereiche der Außenmantelflächen der Artikel gespannt angeordnet ist. Dabei weist das die Umreifung bildende Umreifungsband einen Umfang auf, der eine ausreichende Bandspannung zum Zusammenhalten und Stabilisieren der Artikelgruppe bewirkt.
Für die Umreifung wird vorzugsweise ein geschlossenes, insbesondere ringförmig ausgebildetes Umreifungsband verwendet, d.h. es ist nicht mehr notwendig, eine Verbindung zwischen freien Endbereichen des Umreifungsbandmaterials an der Artikelgruppe vorzunehmen.
Es ist aber alternativ auch im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. unter Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorstellbar, dass ein streifenförmiges Umreifungsband verwendet wird, welches im Zusammenhang mit dem Anbringen an mindestens zwei gruppierten Artikel zu einer geschlossenen Umreifung verbunden wird.
Bei den zusammenzufassenden Artikeln handelt es sich vorzugsweise um mit einem fluiden Inhalt befüllte Behälter, beispielsweise Flaschen oder Dosen, insbesondere um Getränkebehälter. Die Flaschen oder Dosen oder ähnliche Behälter können aber auch beispielsweise mit einem andere fluiden Inhalt, wie beispielsweise Kosmetika in Form von Shampoo o.ä. befüllt sein.
Die Erfindung betriff eine Vorrichtung zum Applizieren mindestens einer Umreifung um eine Zusammenstellung umfassend mindestens zwei Artikel. Die Vorrichtung umfasst einen Bereitstellungsplatz für die Artikelzusammenstellung und eine Kompressionseinrichtung zum Komprimieren einer an dem Bereitstellungsplatz angeordneten Zusammenstellung. Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Kompressionseinrichtung die Artikelzusammenstellung nur bereichsweise komprimiert, insbesondere in einem Bereich und gegebenenfalls in an den Bereich angrenzende Bereiche, in welchem Bereich die Umreifung appliziert wird.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung eine Applikationseinrichtung, welche zum Anbringen mindestens einer Umreifung an der Artikelzusammenstellung am Bereitstellungsplatz ausgebildet ist.
Die Applikationseinrichtung und die Kompressionseinrichtung sind zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander ausgebildet und weisen jeweils einen eigenen, separaten Antrieb auf. Insbesondere sind die Applikationseinrichtung und die Kompressionseinrichtung dadurch individuell antreibbar und ansteuerbar.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung um eine Zusammenstellung umfassend mindestens zwei Artikel. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die Zusammenstellung zumindest bereichsweise durch eine Kompressionseinrichtung komprimiert. Weiterhin wird mindestens eine Umreifung durch eine Applikationseinrichtung an der zumindest bereichsweise komprimierten Zusammenstellung appliziert. Hierbei wirken die Applikationseinrichtung und die Kompressionseinrichtung zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander auf die Zusammenstellung ein und werden separat voneinander angetrieben.
Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die Begriffe Zusammenstellung, Artikelzusammenstellung und Artikelgruppe nachfolgend synonym verwendet werden.
Die innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung und/oder nach dem erfindungsgemäßen Verfahren gehandhabten Artikelzusammenstellungen werden beispielsweise in einem sogenannten Gruppiermodul oder Einteilmodul erzeugt, welches insbesondere Bestandteil einer die erfindungsgemäße Vorrichtung umfassenden Getränkeverpackungsanlage sein kann.
Eine beispielhafte Getränkeverpackungsanlage umfasst einen Nassteil mit den Komponenten Füllmodul und Verschließmodul sowie gegebenenfalls Etikettiermodul. Die in Flaschen oder Dosen abgefüllten Getränke werden vorzugsweise zu Verpackungseinheiten zusammengefasst.
Beispielsweise werden in oder vor einem Packmodul Flaschenzusammenstellungen gebildet und die Flaschen der Flaschenzusammenstellungen werden innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit einer Umreifung zusammengefasst.
Die dabei erzeugten Verpackungseinheiten können optional mit einem Tragegriff und/oder einem weiteren Verpackungsmittel wie einer Schrumpffolie oder einer oberen Greifkartonverpackung oder zusätzlich mit Klebeverbindungen ausgestattet werden. Ein Verkleben der Artikel untereinander kann beispielsweise auch nach oder im Zusammenhang mit dem Zusammenstellen als Artikelgruppe und vor dem Applizieren der Umreifung erfolgen.
Anschließend können die Verpackungseinheiten beispielsweise in einer Gruppierstation der Palettiervorrichtung zu Stückgutlagen zusammengestellt und auf Paletten gestapelt werden.
Innerhalb der Getränkeverpackungsanlage werden die Flaschen über geeignete Transportsysteme von einem Modul zum nächsten befördert. Die Transportsysteme sind gegebenenfalls mit geeigneten Puffersystemen ausgestattet. Die Komponenten der Getränkeverpackungsanlage sind nur beispielhaft zu verstehen.
Zur Zusammenstellung der Artikelgruppen können in dem Einteilmodul Einteiler vorgesehen sein, welche zwei in Förderrichtung aneinander anschließende Horizontalfördereinrichtungen umfassen und ggf. durch einen intermittierenden Betrieb Artikelgruppen aus jeweils mehreren Artikeln erzeugen.
Auch sind alternativ Einteilelemente bekannt, welche über mehrere Schubbalken mit den Artikeln in Anlage treten können, die jeweiligen Artikel gegenüber nacheilenden Artikeln sodann in einer Transportrichtung beschleunigen und hierdurch eine jeweilige Artikelgruppe aus mehreren Artikeln bilden. Weitere Möglichkeiten zum Zusammenstellen von Artikelgruppen sind dem Fachmann bekannt und hiermit von der Anmeldung umfasst.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung eine Steuerungseinrichtung. Die Kompressionseinrichtung und die Applikationseinrichtung werden vorzugsweise derart durch die Steuerungseinrichtung angesteuert, dass die Kompressionseinrichtung und die Applikationseinrichtung zumindest zeitweise gleichzeitig über ihre jeweiligen Antriebe angetrieben werden und somit zumindest zeitweise gleichzeitig auf die Artikelzusammenstellung einwirken.
Bevorzugt ist die Applikationseinrichtung dazu ausgebildet, eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung von oben ausgehend vermittels einer nach unten gerichteten Bewegung auf die Zusammenstellung aufzubringen und an den Artikeln der Zusammenstellung festzulegen. Hierbei ist vorgesehen, dass die an der Zusammenstellung applizierte Umreifung jeweils Außenmantelflächen der Artikel der Zusammenstellung zumindest bereichsweise umspannt und die Artikel somit zusammenhält.
Alternativ kann vorgesehen sein, dass die Applikationseinrichtung dazu ausgebildet ist, ein streifenförmig ausgebildetes Umreifungsband an den Artikeln der Zusammenstellung festzulegen und durch Verbinden der freien Enden des Umreifungsbandes eine geschlossene Umreifung auszubilden. Das Verbinden der freien Enden des Umreifungsbandes erfolgt beispielsweise durch Verkleben oder Verschweißen, insbesondere durch Ultraschallverschweißen o.ä. Auch bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, dass die an der Zusammenstellung applizierte Umreifung jeweils Außenmantelflächen der Artikel der Zusammenstellung zumindest bereichsweise umspannt und die Artikel unter Spannung zusammenhält.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorsehen, dass zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung am Bereitstellungsplatz von unten her an die Artikelzusammenstellung zustellbar ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung am Bereitstellungsplatz von der Seite her an die Artikelzusammenstellung zustellbar ausgebildet ist.
Die Kompressionseinrichtung kann beispielsweise durch eine Schließkette, einen Langstator, insbesondere einen beweglich ausgebildeten Langstator, ein Shuttleelement mit in Transportrichtung und/oder orthogonal zur Transportrichtung zustellbaren Seitenwandelementen, über geeignete Schubstangen oder durch vertikal in der Höhe verfahrbare Kompressionselemente o.ä. gebildet sein. Die hier genannte Aufzählung von Kompressionseinrichtungen ist nicht abschließend, weitere dem Fachmann bekannte Möglichkeiten können ebenfalls vorteilhaft eingesetzt werden.
Bei Verwendung eines Shuttleelementes kann beispielsweise die Kompression durch Verriegelung zweier das Shuttle bildenden Halteelemente bewirkt werden, bei welcher Verriegelung ein zwischen den Halteelementen ausgebildeter Abstand verringert wird. Durch ein Entriegeln wird über die Rückstellkräfte bei der Dekompression der Artikel der Abstand zwischen den Halteelementen vergrößert und die mit der Umreifung ausgestattete Artikelzusammenstellung kann aus dem Shuttleelement entnommen und der weiteren Handhabung zugeführt werden.
Eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann eine als Schließkette ausgebildete Kompressionseinrichtung umfassen. Insbesondere umfasst die Schließkette eine umlaufende, über einen Antrieb angetriebene Förderkette, an welcher Förderkette mindestens ein Paar radial abstehende Kompressionselemente angeordnet ist. Insbesondere bilden ein erstes Kompressionselement und ein dem ersten Kompressionselement in einer Umlaufrichtung der Förderkette nachlaufendes zweites Kompressionselement jeweils ein Paar radial abstehende Kompressionselemente, was nachfolgend auch als Kompressionseinheit bezeichnet wird. Die Schließkette bildet somit insbesondere einen Bereitstellungsplatz mit integrierter Kompressionseinrichtung.
Insbesondere ist bei dieser Ausführungsform vorgesehen, dass ein Abstand zwischen den eine Kompressionseinheit bildenden Kompressionselementen außerhalb eines Umlenkbereichs der Förderkette kleiner ist als in dem Umlenkbereich. Insbesondere ist ein erster Abstand zwischen den beiden eine Kompressionseinheit bildenden Kompressionselementen in dem Umlenkbereich der Förderkette größer als in dem zwischen den zwei Umlenkbereichen ausgebildeten Förderbereich der Förderkette.
In einem ersten Umlenkbereich werden Artikelzusammenstellungen an die Schließkette übergeben, wobei die Artikelzusammenstellungen jeweils zwischen den beiden die Kompressionseinheit bildenden und im ersten Abstand zueinander angeordneten Kompressionselementen angeordnet werden. Im nachgeordneten Förderbereich erfolgt eine Annäherung der beiden die Kompressionseinheit bildenden Kompressionselemente, so dass zwischen diesen nunmehr ein geringerer zweiter Abstand ausgebildet ist. Dadurch werden die Artikel der Zusammenstellungen und somit die Zusammenstellungen in ihrer Gesamtheit zumindest teilweise bzw. zumindest bereichsweise komprimiert. Insbesondere wird durch die Kompression der Umfang der Artikelzusammenstellung reduziert.
Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Kompressionseinrichtung bzw. die eine Kompressionseinheit bildenden Kompressionselemente dazu ausgebildet sind, auf einen Bereich unterhalb von 80% einer Artikelhöhe auf die Artikel der Zusammenstellung einzuwirken. Dies ist insbesondere bei Flaschen ausreichend, welche sich im oberen Bereich verjüngen, so dass die Zusammenstellungen im oberen Bereich in der Regel bereits einen reduzierten Umfang aufweisen. Dies gilt auch für anders ausgebildete Kompressionseinrichtungen, nicht nur für aus zwei Kompressionselementen gebildeten Kompressionseinheiten.
An der derart komprimierten Artikelzusammenstellung wird vermittels einer bereits vorbeschriebenen Applikationseinrichtung eine Umreifung appliziert. Insbesondere wird eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung durch Aufstülpen von oben her an der zwischen den eine Kompressionseinheit bildenden Kompressionselemente angeordneten und zumindest bereichsweise komprimierten Artikelzusammenstellung appliziert.
Nach der Applikation der Umreifung wird in einem in Transportrichtung der Artikelzusammenstellungen dem Förderbereich der Förderkette nachfolgenden zweiten Umlaufbereich der Abstand zwischen den beiden eine Kompressionseinheit bildenden Kompressionselemente wieder erhöht. Dadurch wird die Kompression der Artikelzusammenstellung aufgehoben.
Der Umfang der Umreifung ist insbesondere derart gewählt, dass er größer ist als ein Umfang der komprimierten Artikelzusammenstellung aber gleich oder geringfügig geringer als ein Umfang der nicht komprimierten Artikelzusammenstellung. Somit wird gewährleistet, dass die Umreifung nach Auflösen der Kompression unter Spannung am äußeren Umfang der Artikelzusammenstellung anliegt und die Artikel innerhalb der Artikelzusammenstellung unter Spannung zusammenhält.
Die derart gebildeten Verpackungseinheiten können nunmehr in Transportrichtung einer weiteren Handhabung zugeführt werden, beispielsweise einem Lagenbildungsmodul zur Ausbildung von palettierfähigen Stückgutlagen o.ä.
Eine weitere beispielhafte Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann vorsehen, dass mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung zwischen mindestens einem Artikel und der Umreifung angeordnet wird.
Hierfür muss die Kompressionseinrichtung entsprechend ausgebildet sein. Beispielsweise wird eine Kompressionseinheit durch ein Paar an Kompressionselementen gebildet, wobei jedes Kompressionselement durch ein dünnes Halteblech mit gebogenen Endbereichen gebildet wird. Gemäß einer Ausführungsform greifen die Kompressionselemente beispielsweise hauptsächlich an der in Transportrichtung vorlaufenden Seitenfläche und der in Transportrichtung nachlaufenden Seitenfläche der Artikelzusammenstellung an. Eine alternative Ausführungsform kann vorsehen, dass die Kompressionselemente hauptsächlich an den Seitenflächen der Artikelzusammenstallung parallel zur Transportrichtung angreifen.
Vorzugsweise sind den Seitenflächen, denen keine Kompressionselemente zugeordnet werden, Führungselemente o.ä. zugeordnet, die ein seitliches Ausbrechen oder Heraustreten oder Herausfallen von Artikeln aus der Zusammenstellung verhindern.
Nachfolgend wird eine Ausführungsform näher beschrieben, bei welcher die Kompressionselemente hauptsächlich an der in Transportrichtung vorlaufenden Seitenfläche und der in Transportrichtung nachlaufenden Seitenfläche der Artikelzusammenstellung angreifen. Der Fachmann kann die hierbei beschriebenen Merkmale in naheliegender Weise auf eine Ausführungsform übertragen, bei welcher die Kompressionselemente hauptsächlich an den Seitenflächen der Artikelzusammenstallung parallel zur Transportrichtung angreifen.
Das in Transportrichtung vorauslaufende erste Kompressionselement ist insbesondere derart ausgebildet, dass es die in Transportrichtung vorlaufende Seitenfläche der Artikelzusammenstellung zumindest bereichsweise umfasst und zudem noch die sogenannten vorauslaufenden Eckbereiche der Artikelzusammenstellung. Insbesondere werden die Eckbereiche von den gebogenen Endbereichen des Halteblechs des Kompressionselements umfasst. Das nachlaufende zweite Kompressionselement ist insbesondere spiegelsymmetrisch zu dem ersten Kompressionselement ausgebildet und umfasst die in Transportrichtung nachlaufende Seitenfläche der Artikelzusammenstellung zumindest bereichsweise und zudem noch die sogenannten nachlaufenden Eckbereiche der Artikelzusammenstellung.
Bei der Ausführungsform wird ebenfalls an einem Bereitstellungsplatz eine Artikelzusammenstellung bereitgestellt. Der Artikelzusammenstellung werden von unten her zwei eine Kompressionseinheit bildende Kompressionselemente zugestellt. Die Kompressionselemente umfassen hierbei zumindest zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen der Artikelzusammenstellung zumindest bereichsweise. Vorzugsweise umfassen die Kompressionselemente zusätzlich die Eckbereiche der Artikelzusammenstellung zumindest bereichsweise.
In diesem Zusammenhang kann vorgesehen sein, dass die beiden Kompressionselemente durch eine aufeinander gerichtete Bewegung gegeneinander zugestellt werden, so dass die Artikelzusammenstellung zwischen den zwei Kompressionselementen geklemmt und somit zumindest bereichsweise komprimiert wird. An der derart komprimierten Artikelzusammenstellung wird durch eine Applikationseinrichtung eine Umreifung an der Artikelzusammenstellung appliziert. Vorzugsweise wird eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung von oben auf die Artikelzusammenstellung aufgebracht, wobei mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung zwischen mindestens einem Artikel und der Umreifung angeordnet wird.
Alternativ wird durch die Applikationseinrichtung ein Umreifungsband an den Artikeln der Zusammenstellung festgelegt und durch Verbinden der freien Enden des Umreifungsbandes eine geschlossene Umreifung ausgebildet, wobei mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung zwischen mindestens einem Artikel und der Umreifung angeordnet wird.
Insbesondere werden beim Applizieren der Umreifung an der Artikelzusammenstellung zumindest obere Teilbereiche der beiden Kompressionselemente zwischen mindestens einem Artikel der Zusammensetzung und der Umreifung angeordnet.
Der mindestens eine geklemmte Teil der Kompressionseinrichtung wird vor oder im zeitlichen Zusammenhang mit dem Auflösen der Kompression aus dem Bereich zwischen dem mindestens einem Artikel und der Umreifung entfernt. Insbesondere werden die beiden Kompressionselemente in einer senkrecht nach unten gerichteten Bewegung herausgezogen, wodurch die Kompression der Artikelzusammenstellung aufgelöst wird. Durch die Rückstellkräfte der Artikel wird eine Spannung auf die Umreifung erzeugt, wodurch die Artikel der Zusammenstellung fest und sicher zusammengehalten werden.
Während die Kompression der Artikelzusammenstellung und während die Applikation der Umreifung an der Artikelzusammenstellung erfolgt, kann diese statisch am Bereitstellungsplatz angeordnet sein.
Eine alternative Ausführungsform kann einen sogenannten beweglichen Bereitstellungsplatz vorsehen, wobei die Kompressionseinrichtung und die Applikationseinrichtung zumindest zeitweise synchronbeweglich mit dem Bereitstellungsplatz ausgebildet sind. Insbesondere wird hierbei die Artikelzusammenstellung während der Kompression der Artikelzusammenstellung und während der Applikation der Umreifung an der Artikelzusammenstellung kontinuierlich in einer Transportrichtung bewegt, wobei die Kompressionseinrichtung und die Applikationseinrichtung zumindest zeitweise synchron mit der Artikelzusammenstellung bewegt werden.
Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Artikelzusammenstellungen jeweils in Transportrichtung komprimiert und zusätzlich seitlich gehalten werden, bevor die Umreifung durch Überstülpen von oben her an der Artikelzusammenstellung appliziert wird.
Bevorzugt kann vorgesehen sein, dass die Komprimierung von unten her erfolgt, insbesondere durch Kompressionselemente, die auf einen unteren Bereich der Artikel einwirken, während die Applikationseinrichtung die Umreifung von oben her an der Artikelzusammenstellung anbringt.
Weiterhin kann bevorzugt vorgesehen sein, dass die Komprimierung unmittelbar vor dem Applizieren der Umreifung an der Artikelzusammenstellung erfolgt
Bei der vorliegenden Erfindung ist insbesondere vorgesehen, dass das Komprimieren der Artikelzusammenstellung und das Applizieren der Umreifung durch zwei unterschiedliche Funktionsbaugruppen erfolgt, nämlich einer Kompressionseinrichtung und einer Applikationseinrichtung. Die Kompression kann hierbei in Transportrichtung der Artikelzusammenstellungen, quer zur Transportrichtung der Artikelzusammenstellungen oder in beiden Achsen aufgebracht werden.
Die Applikation der Umreifung erfolgt insbesondere unter Verwendung einer bereits vorkonfektionierten geschlossenen Umreifung oder aber ein Umreifungsband wird um die Artikelzusammenstellung gewickelt und anschließend geschlossen. In beiden Fällen wird die notwendige Bandspannung durch das Entfernen der Kompressionseinrichtung erzeugt.
Durch das Auftrennen von Komprimierung und Umreifungsapplikation können die beiden Funktionseinheiten jeweils technisch einfacher ausgestaltet werden, wodurch diese weniger anfällig für Störungen sind, was die Notwendigkeit von Wartungs- und Reparaturarbeiten reduziert und somit zu weniger Produktionsausfälle führt.
Es sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass alle Aspekte und Ausführungsvarianten, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung erläutert wurden, gleichermaßen Teilaspekte des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen oder sein können. Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen zur erfindungsgemäßen Vorrichtung von bestimmten Aspekten und/oder Zusammenhängen und/oder Wirkungen die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für das erfindungsgemäße Verfahren. In umgekehrter Weise gilt dasselbe, so dass auch alle Aspekte und Ausführungsvarianten, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert wurden, gleichermaßen Teilaspekte der erfindungsgemäßen Vorrichtung betreffen oder sein können. Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen zum erfindungsgemäßen Verfahren von bestimmten Aspekten und/oder Zusammenhängen und/oder Wirkungen die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für die erfindungsgemäße Vorrichtung.
Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
Fig. 1 zeigt schematisch die Komponenten und Arbeitsweise einer Verpackungsanlage umfassend eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und veranschaulich damit auch eine erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum Applizieren einer Umreifung.
Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie auch eine zweite Ausführungsvariante des Verfahrens.
Figuren 3A und 3B zeigen eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung sowie eine dritte Ausführungsvariante des erfindungsgemäßen Applikationsverfahrens.
Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
Die Ausführungsformen, Beispiele und Varianten der vorhergehenden Absätze, die Ansprüche oder die folgende Beschreibung und die Figuren, einschließlich ihrer verschiedenen Ansichten oder jeweiligen individuellen Merkmale, können unabhängig voneinander oder in beliebiger Kombination verwendet werden. Merkmale, die in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben werden, sind für alle Ausführungsformen anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar sind.
Die Fig. 1 zeigt schematisch die Komponenten und Arbeitsweise einer Verpackungsanlage 40 umfassend eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Es wird damit auch eine erste Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Applikationsverfahrens veranschaulicht.
Allgemein handelt es sich hierbei um eine Verpackungsanlage 40 umfassend eine Vorrichtung 1 zum Applizieren mindestens einer Umreifung 30 um eine Zusammenstellung 20 umfassend mindestens zwei Artikel 21.
Die Umreifung 30 kann hierbei insbesondere aus einem Papiermaterial, einem Papier ähnlichen Material, einem Kunststoffmaterial, einem Verbundmaterial o.ä. gebildet sein. Die Umreifung 30 umspannt eine Artikelgruppe oder Artikelzusammenstellung 20, wobei die Umreifung 30 um Bereiche der Außenmantelflächen der Artikel 32 gespannt angeordnet ist. Dabei weist ein die Umreifung 30 bildendes ringförmiges Umreifungsband 31 einen Umfang auf, der eine ausreichende Bandspannung zum Zusammenhalten und Stabilisieren der Artikelzusammenstellung 20 bewirkt.
Bei den zusammenzufassenden Artikeln 21 handelt es sich vorzugsweise um mit einem fluiden Inhalt befüllte Behälter, beispielsweise Flaschen 22 oder Dosen, insbesondere um Getränkebehälter. Die Flaschen oder Dosen oder ähnliche Behälter können aber auch beispielsweise mit fluiden Kosmetika wie Shampoo o.ä. befüllt sein.
Für die Handhabung innerhalb der erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 werden innerhalb der Verpackungsanlage 40 Zusammenstellungen 20 von Artikel 21 bereitgestellt. Diese Zusammenstellungen 20 werden insbesondere in einem sogenannten Gruppiermodul oder Einteilmodul 7 erzeugt.
Beispielsweise können in dem Einteilmodul 7 Einteiler 8 vorgesehen sein, welche zwei in Förderrichtung aneinander anschließende Horizontalfördereinrichtungen 9 umfassen können und ggf. durch einen intermittierenden Betrieb Zusammenstellungen aus jeweils mehreren Artikeln 21 erzeugen.
Auch sind Einteilelemente (nicht dargestellt) bekannt, welche über mehrere Schubbalken mit den Artikeln 21 in Anlage treten können, die jeweiligen Artikel 21 gegenüber nacheilenden Artikeln 21 sodann in Transportrichtung TR beschleunigen und hierdurch eine jeweilige Zusammenstellung 20 aus mehreren Artikeln 21 bilden. Weitere Möglichkeiten zum Zusammenstellen von Artikelgruppen oder Artikelzusammenstellungen
20 sind dem Fachmann bekannt und hiermit von der Anmeldung umfasst.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung 1 umfasst einen Bereitstellungsplatz 2 für die Artikelzusammenstellung 20, eine Kompressionseinrichtung 3 zum Komprimieren einer an dem Bereitstellungsplatz 2 angeordneten Artikelzusammenstellung 20 und eine Applikationseinrichtung 4, welche zum Anbringen mindestens einer Umreifung 30 an der am Bereitstellungsplatz angeordneten Artikelzusammenstellung 20 ausgebildet ist.
Hierbei ist vorgesehen, dass die Applikationseinrichtung 4 und die Kompressionseinrichtung 3 zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander ausgebildet sind und dass die Applikationseinrichtung 4 und die Kompressionseinrichtung 3 jeweils separate Antriebe 5, 6 aufweisen. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass Applikationseinrichtung 4 und die Kompressionseinrichtung 3 zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander auf die Zusammenstellung 20 einwirken.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung 1 vorzugsweise eine Steuerungseinrichtung 10, wobei die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 derart ausgebildet und durch die Steuerungseinrichtung 10 ansteuerbar sind, dass die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 zumindest zeitweise gleichzeitig über ihre jeweiligen Antriebe 5, 6 angetrieben werden. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 derart durch die Steuerungseinrichtung 10 angesteuert werden, dass die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 zumindest zeitweise gleichzeitig am Bereitstellungsplatz 2 auf die Artikel 21 der Zusammenstellung 20 einwirken.
Bevorzugt ist die Applikationseinrichtung 4 dazu ausgebildet, eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung 30 von oben ausgehend vermittels einer nach unten gerichteten Bewegung auf die Zusammenstellung 20 aufzubringen, insbesondere wird diese hierbei von oben auf die Artikelzusammenstellung 20 aufgestülpt. Hierbei ist vorgesehen, dass die an der Zusammenstellung 20 applizierte Umreifung 30 Außenmantelflächen der Artikel 21 der Zusammenstellung 20 umspannt und die Artikel 21 unter Spannung zusammenhält.
Eine Ausführungsform kann vorsehen, dass zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung 3 am Bereitstellungsplatz 2 von unten her an die Artikelzusammenstellung 20 zustellbar ausgebildet ist. Alternativ oder zusätzlich kann vorgesehen sein, dass zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung 3 am Bereitstellungsplatz 2 von der Seite her an die Artikelzusammenstellung 20 zustellbar ausgebildet ist.
Die Kompressionseinrichtung 3 kann beispielsweise durch eine Schließkette oder einen Langstator oder ein Shuttleelement mit in Transportrichtung TR der Artikelzusammenstellung 20 und/oder orthogonal zur Transportrichtung TR zustellbaren Seitenwandelementen der Artikelzusammenstellung 20, oder durch vertikal in der Höhe verfahrbare Kompressionselemente gebildet sein.
Während die Kompression der Artikelzusammenstellung 20 und die Applikation der Umreifung 30 an der Artikelzusammenstellung 20 erfolgt, kann diese statisch am Bereitstellungsplatz 2 angeordnet sein.
Eine alternative Ausführungsform kann einen sogenannten beweglichen Bereitstellungsplatz 2 vorsehen, wobei die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 zumindest zeitweise synchronbeweglich mit dem Bereitstellungsplatz 2 ausgebildet sind. Insbesondere wird hierbei die Artikelzusammenstellung 20 während der Kompression der Artikelzusammenstellung 20 und der Applikation des Verpackungszuschnitts 20 an der Artikelzusammenstellung 20 kontinuierlich in einer Transportrichtung TR bewegt, wobei die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 zumindest zeitweise synchron mit der Zusammenstellung 20 mitbewegt werden.
Die schematische Darstellung der Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1 und veranschaulicht damit auch eine zweite Ausführungsvariante eines Applikationsverfahrens.
Die Vorrichtung 1 umfasst eine sogenannte Schließkette 11. Insbesondere umfasst die Schließkette 11 eine umlaufende, über einen Antrieb 5 angetriebene Förderkette 12, an welcher mindestens ein Paar radial abstehende Kompressionselemente 13 angeordnet sind. Insbesondere bilden ein erstes Kompressionselement 14 und ein dem ersten Kompressionselement 14 in einer Umlaufrichtung UR der Förderkette 12 nachlaufendes zweites Kompressionselement 15 jeweils ein Paar radial abstehende Kompressionselemente 13 und somit eine Kompressionseinheit 18. Die Schließkette 11 bildet bei dieser Ausführungsform insbesondere einen Bereitstellungsplatz 2 mit integrierter Kompressionseinrichtung 3. Insbesondere ist vorgesehen, dass ein erster Abstand A zwischen den beiden ein Paar bildenden Kompressionselementen 14, 15 in einem Umlenkbereich UB der Förderkette 12 größer ist als in dem zwischen den zwei Umlenkbereichen UB der Förderkette 12 ausgebildeten Förderbereich FB.
In einem ersten Umlenkbereich UB1 werden Artikelzusammenstellungen 20 an die Schließkette 11 übergeben, wobei die Artikelzusammenstellungen 20 jeweils zwischen den beiden ein Paar bildenden und im ersten Abstand A1 zueinander angeordneten Kompressionselementen 14, 15 angeordnet werden. Im nachgeordneten Förderbereich FB erfolgt eine Annäherung der beiden ein Paar bildenden Kompressionselementen 14, 15, so dass zwischen diesen nunmehr ein geringerer zweiter Abstand A2 ausgebildet ist. Dadurch werden die Artikel 21 der Zusammenstellungen 20 und somit die Zusammenstellungen 20 in ihrer Gesamtheit zumindest teilweise komprimiert. Insbesondere wird hierbei der Umfang der Zusammenstellung 20 reduziert.
Die zumindest teilweise komprimierte Artikelzusammenstellung wird in einer Transportrichtung TR über den durch das Obertrum der Förderkette 12 gebildeten Förderbereich bewegt.
Insbesondere ist hierbei vorgesehen, dass die Kompressionseinrichtung 3 bzw. die ein Paar bildenden Kompressionselemente 14, 15 dazu ausgebildet sind, auf einen Bereich unterhalb von 80% einer Artikelhöhe H auf die Artikel 21 der Zusammenstellung 20 einzuwirken.
Weiterhin umfasst die Vorrichtung 1 eine Applikationseinrichtung 4, die dazu ausgebildet ist, eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung 30 an der zwischen den ein Paar bildenden Kompressionselemente 14, 15 angeordneten und zumindest bereichsweise komprimierten Artikelzusammenstellung 20 zu applizieren.
Nach der Applikation der Umreifung 30 wird in einem in Transportrichtung TR der Artikelzusammenstellungen 20 dem Förderbereich FB nachfolgenden zweiten Umlaufbereich UB2 der Abstand A zwischen den beiden ein Paar bildenden Kompressionselemente 14, 15 wieder erhöht.
Der Umfang der Umreifung 30 ist auch bei dieser Ausführungsform derart gewählt, dass er größer ist als ein Umfang der komprimierten Artikelzusammenstellung 20. Gleichzeitig ist der Umfang der Umreifung 30 derart gewählt, dass er gleich oder geringfügig geringer ist als ein Umfang der nicht komprimierten Artikelzusammenstellung 20. Somit wird gewährleistet, dass die Umreifung 30 nach Auflösen der Kompression unter Spannung am äußeren Umfang der Artikelzusammenstellung 20 anliegt und die Artikel 21 innerhalb der Artikelzusammenstellung 20 somit fest zusammenhält.
Die derart gebildeten Verpackungseinheiten 23 können nunmehr in Transportrichtung TR einer weiteren Handhabung zugeführt werden, beispielsweise einem Lagenbildungsmodul zur Ausbildung von palettierfähigen Stückgutlagen o.ä.
Die Ausführungsform stellt insbesondere dar, dass die Kompressionseinrichtung 3 und die Applikationseinrichtung 4 zumindest zeitweise gleichzeitig auf die Artikel 21 der Zusammenstellung 20 einwirken.
Die Figuren 3A und 3B zeigen eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1. Hierbei ist vorgesehen, dass mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung 3 zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung 30 zwischen mindestens einem Artikel 21 und der Umreifung 30 angeordnet wird. Mit den Figuren 3A und 3B wird somit auch eine dritte Ausführungsvariante eines erfindungsgemäßen Applikationsverfahrens veranschaulicht.
Die Fig. 3A zeigt eine Artikelzusammenstellung 20, an welcher ein die Kompressionseinrichtung 3 bildendes Paar an Kompressionselementen 13 angeordnet ist. Die Kompressionselemente 13 werden beispielsweise jeweils durch dünne Haltebleche 16 mit gebogenen Endbereichen 17 gebildet.
Das in Transportrichtung TR vorauslaufende erste Kompressionselement 14 ist, derart ausgebildet, dass es die in Transportrichtung TR vorlaufende Seitenfläche 25 der Artikelzusammenstellung 20 zumindest bereichsweise umfasst und zudem noch die sogenannten vorauslaufenden Eckbereiche 26 der Artikelzusammenstellung 20. Insbesondere werden die Eckbereiche 26 von den gebogenen Endbereichen 17 des Halteblechs 16 umfasst. Das nachlaufende zweite Kompressionselement 15 ist insbesondere spiegelsymmetrisch zum ersten Kompressionselement 14 ausgebildet und wird entsprechend spiegelsymmetrisch an der Artikelzusammenstellung 20 angeordnet.
Die Fig. 3B zeigt in seitlicher Darstellung eine Ausführungsform eines Verfahrens und einer Vorrichtung 1 zum Applizieren mindestens einer Umreifung 30 um eine Zusammenstellung 20 umfassend mindestens zwei Artikel 21 mit einer Kompressionseinrichtung 3 gemäß Fig. 3A. An einem Bereitstellungsplatz 2 wird eine Artikelzusammenstellung 20 bereitgestellt, siehe Verfahrensschritt (I). In einem nachfolgenden Verfahrensschritt (II) werden von unten zwei Kompressionselemente 13 zugestellt, welche zwei einander gegenüberliegende Seitenflächen der Artikelzusammenstellung 20 umfassen. Insbesondere können die beiden Kompressionselemente 13 hierbei zudem durch eine aufeinander gerichtete Bewegung gegeneinander zugestellt werden, so dass die Artikelzusammenstellung 20 zwischen den zwei Kompressionselementen 13 geklemmt und somit zumindest bereichsweise komprimiert wird, siehe Verfahrensschritt (III).
Im Verfahrensschritt (IV) wird durch die Applikationseinrichtung 4 eine Umreifung 30 von oben auf die Zusammenstellung 20 aufgebracht, wobei mindestens eine Teil der Kompressionseinrichtung 3 zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung 30 zwischen mindestens einem Artikel 21 der Zusammensetzung 20 und der Umreifung 30 angeordnet wird. Insbesondere werden zumindest die oberen Teilbereiche der beiden Kompressionselemente 13 zwischen mindestens einem Artikel 21 der Zusammensetzung 20 und der Umreifung 30 angeordnet, siehe Verfahrensschritt (V).
In einem nachfolgenden Verfahrensschritt (VI) wird der zwischen Artikel 21 und Umreifung 30 angeordnete, insbesondere geklemmte Teil der Kompressionseinrichtung 3 vor oder im zeitlichen Zusammenhang mit dem Auflösen der Kompression aus dem Bereich zwischen dem mindestens einem Artikel 21 und der Umreifung 30 entfernt. Insbesondere werden die beiden Kompressionselemente 13 in einer senkrecht nach unten gerichteten Bewegung herausgezogen, wodurch die Kompression aufgelöst wird.
Durch die Rückstellkräfte der Artikel 21 wird eine Spannung auf die Umreifung 30 erzeugt, wodurch die Artikel 21 innerhalb der Zusammenstellung 20 nunmehr fest und sicher als Verpackungseinheit 23 zusammengehalten werden.
Ein abschließender Hinweis sei an dieser Stelle zu den Beschreibungen von Ausführungsvarianten der Erfindung gegeben, wobei diese Beschreibungspassagen jeweils auf die beigefügten Zeichnungen Bezug nehmen. Wenn im Zusammenhang der Figuren und deren Beschreibungen generell von „schematischen“ Darstellungen und Ansichten die Rede ist, so ist damit keineswegs gemeint, dass die Figurendarstellungen und deren Beschreibung hinsichtlich der Offenbarung der Erfindung von untergeordneter Bedeutung sein sollen. Der Fachmann ist durchaus in der Lage, aus den schematisch und abstrakt gezeichneten Darstellungen genug an Informationen zu entnehmen, die ihm das Verständnis der Erfindung erleichtern, ohne dass er etwa aus den gezeichneten und möglicherweise nicht exakt maßstabsgerechten Größenverhältnissen in irgendeiner Weise in seinem Verständnis beeinträchtigt wäre. Die Figuren ermöglichen es dem Fachmann als Leser somit, anhand der konkreter erläuterten Umsetzungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und der konkreter erläuterten Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein besseres Verständnis für den in den Ansprüchen sowie im allgemeinen Teil der Beschreibung allgemeiner und/oder abstrakter formulierten Erfindungsgedanken abzuleiten.
Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichenliste
1 Vorrichtung
2 Bereitstellungsplatz
3 Kompressionseinrichtung
4 Applikationseinrichtung
5 Antrieb Kompressionseinrichtung
6 Antrieb Applikationseinrichtung
7 Einteilmodul
8 Einteiler
9 Horizontalfördereinrichtung
10 Steuerungseinrichtung
11 Schließkette
12 Förderkette
13 Kompressionselement
14 erstes Kompressionselement
15 zweites Kompressionselement
16 Halteblech
17 gebogener Endbereich
18 Kompressionseinheit 18 20 Zusammenstellung, Artikelzusammenstellung
21 Artikel
22 Flasche
23 Verpackungseinheit
25 vorauslaufende Seitenfläche
26 Eckbereich
30 Umreifung
31 ringförmiges Umreifungsband
40 Verpackungsanlage
A1 erster Abstand
A2 zweiter Abstand
H Artikelhöhe
TR Transportrichtung
UB Umlenkbereich
UB1 erster Umlenkbereich
UB2 zweiter Umlenkbereich
UR Umlaufrichtung

Claims

Ansprüche
1. Vorrichtung (1) zum Applizieren mindestens einer Umreifung (30) um eine Zusammenstellung (20) umfassend mindestens zwei Artikel (21), die Vorrichtung (1) umfassend
- einen Bereitstellungsplatz (2) für die Zusammenstellung (20),
- eine Kompressionseinrichtung (3) zum Komprimieren einer an dem Bereitstellungsplatz (2) angeordneten Zusammenstellung (20), und
- eine Applikationseinrichtung (4), welche zum Anbringen mindestens einer Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) am Bereitstellungsplatz (2) ausgebildet ist,
- wobei die Applikationseinrichtung (4) und die Kompressionseinrichtung (3) zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander ausgebildet sind und
- wobei die Applikationseinrichtung (4) und die Kompressionseinrichtung (3) jeweils separate Antriebe (5, 6) aufweisen.
2. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1, wobei zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung (3) am Bereitstellungsplatz (2) von unten her zustellbar ausgebildet ist und/oder wobei zumindest ein Teil der Kompressionseinrichtung (3) am Bereitstellungsplatz (2) von der Seite her zustellbar ausgebildet ist.
3. Vorrichtung (1) nach Anspruch 1 oder 2, weiterhin umfassend eine Steuerungseinrichtung (10), wobei die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) derart ausgebildet und durch die Steuerungseinrichtung (10) ansteuerbar sind, dass die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) zumindest zeitweise gleichzeitig antreibbar sind, insbesondere dass die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) zumindest zeitweise gleichzeitig am Bereitstellungsplatz (2) auf die Artikel (21) der Zusammenstellung (20) einwirken.
4. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Kompressionseinrichtung (3) dazu ausgebildet ist, auf einen Bereich unterhalb von 80% einer Artikelhöhe auf die Artikel (21) der Zusammenstellung (20) einzuwirken, und wobei die Applikationseinrichtung (4) dazu ausgebildet ist, eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) zu applizieren oder wobei die Applikationseinrichtung (4) dazu ausgebildet ist, ein Umreifungsband unter Ausbildung einer geschlossenen Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) zu applizieren.
5. Vorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Applikationseinrichtung (4) dazu ausgebildet ist, die vorkonfektionierte geschlossene Umreifung (30) von oben ausgehend vermittels einer nach unten gerichteten Bewegung auf die Zusammenstellung (20) aufzubringen.
6. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Vorrichtung (1) dazu ausgebildet ist, mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung (3) zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung (30) zwischen mindestens einem Artikel (21) und der Umreifung (30) anzuordnen.
7. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei die Kompressionseinrichtung (3) durch eine Schließkette (11), einen Langstator, ein Shuttleelement mit in Transportrichtung und/oder orthogonal zur Transportrichtung verstellbaren Seitenwandelementen oder durch vertikal in der Höhe verfahrbare Kompressionselemente gebildet ist.
8. Vorrichtung (1) nach Anspruch 7, wobei die Schließkette (11) mindestens eine umlaufende Förderkette (12) umfasst, an welcher mindestens ein Paar radial abstehende Kompressionselemente (13) angeordnet sind, deren Abstand (A) zueinander außerhalb eines Umlenkbereichs (UB) der Förderkette (12) kleiner ist als in dem Umlenkbereich (UB) und wobei in dem Umlenkbereich (UB) Zusammenstellungen (20) zwischen das Paar von Kompressionselementen (13) übergeben werden.
9. Vorrichtung (1) nach einem der voranstehenden Ansprüche, wobei der Bereitstellungsplatz (2) beweglich ausgebildet ist und wobei die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) zumindest zeitweise synchronbeweglich mit dem Bereitstellungsplatz (2) ausgebildet sind.
10. Verfahren zum Applizieren mindestens einer Umreifung (30) um eine Zusammenstellung (20) umfassend mindestens zwei Artikel (21),
- wobei die Zusammenstellung (20) durch eine Kompressionseinrichtung (3) komprimiert wird, - wobei die mindestens eine Umreifung (30) durch eine Applikationseinrichtung (4) an der komprimierten Zusammenstellung (20) appliziert wird,
- wobei die Applikationseinrichtung (4) und die Kompressionseinrichtung (3) zumindest zeitweise räumlich getrennt voneinander auf die Zusammenstellung (20) einwirken und
- wobei die Applikationseinrichtung (4) und die Kompressionseinrichtung (3) separat voneinander angetrieben werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei die die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) zumindest zeitweise gleichzeitig auf die Artikel (21) der Zusammenstellung (20) einwirken.
12. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Kompressionseinrichtung (3) auf einen Bereich unterhalb von 80% einer Artikelhöhe (H) auf die Artikel (21) der Zusammenstellung (20) einwirkt und wobei die Applikationseinrichtung (4) eine vorkonfektionierte geschlossene Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) appliziert, insbesondere wobei die Applikationseinrichtung (4) die vorkonfektionierte geschlossene Umreifung (30) von oben ausgehend vermittels einer nach unten gerichteten Bewegung auf die Zusammenstellung (20) von Artikeln aufbringt.
13. Verfahren nach Anspruch 10 oder 11, wobei die Kompressionseinrichtung (3) auf einen Bereich unterhalb von 80% einer Artikelhöhe auf die Artikel (21) der Zusammenstellung (20) einwirkt und wobei die Applikationseinrichtung (4) ein Umreifungsband als eine geschlossene Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) appliziert oder wobei die Applikationseinrichtung (4) ein Umreifungsband unter Ausbildung einer geschlossenen Umreifung (30) an der Zusammenstellung (20) appliziert.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13, wobei mindestens ein Teil der Kompressionseinrichtung (3) zumindest bereichsweise während der Applikation der Umreifung (30) zwischen mindestens einem Artikel (21) und der Umreifung (30) angeordnet wird und wobei der mindestens eine Teil der Kompressionseinrichtung (3) vor oder im zeitlichen Zusammenhang mit dem Auflösen der Kompression aus dem Bereich zwischen dem mindestens einem Artikel (21) und der Umreifung (30) entfernt wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 14, wobei die Zusammenstellung (20) während der Kompression und der Applikation der Umreifung (30) kontinuierlich in einer Transportrichtung (TR) der Zusammenstellung (30) bewegt wird, wobei die Kompressionseinrichtung (3) und die Applikationseinrichtung (4) zumindest zeitweise synchron mit der Zusammenstellung (20) bewegt werden.
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